An vielen Schulen in Baden-Württemberg wird noch immer auf die Auslieferung der angekündigten Schnelltests für Schüler gewartet. Vom 19. April an ist für Schüler bei der geplanten Rückkehr in den Wechselunterricht in Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 das Vorliegen eines aktuellen negativen Testergebnisses Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht. Dabei geht Baden-Württemberg mit zwei verpflichtenden Tests pro Woche über die Vorgaben des Bundes hinaus, die nur einen Test pro Woche vorsehen.

Landesregierung sieht keine Schuld bei sich

Die Landesregierung weist unterdessen die Verantwortung für die verzögerte Auslieferung von sich. Zuständig für die Verteilung seien die Kommunen, sagte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne). „Das Prozedere ist eindeutig. Wir haben an die Kommunen ausgeliefert, die Auslieferungen haben stattgefunden und jetzt geht es um die Feinverteilung von den Kommunen an die Schulträger.“

Für die ersten Teilöffnungskonzepte ab 19. April seien ausreichend Tests für alle Schulen ausgeliefert worden. Darüber hinaus haben die Kommunen auch die Möglichkeit, selbst Testkits zu beschaffen und gegenüber dem Land abzurechnen.

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Oliver Hintzen, stellvertretender Landesvorsitzender des Bildungsverbandes VBE, begrüßte zwar, dass die Schnelltests nun endlich an den Schulen angekommen sollen.

Die Umsetzung der Teststrategie in Baden-Württemberg sei allerdings viel zu umständlich. „Niedersachsen testet bis auf weiteres unabhängig von der Inzidenz. Baden-Württemberg hört bei Inzidenzen unter 100 erstmal auf.“