Überschwemmungen in Lindau am Bodensee, Felssturz bei Görwihl zwischen Albbruck und St. Blasien. Starkregen und Gewitter forderten die Rettungskräfte am Wochenende in Teilen der Region. Nachdem es am Samstag vor allem im südlichen Schwarzwald und südlich der Donau in Oberschwaben zu Gewittern gekommen war, war am Sonntag vor allem der Nordosten und Osten des Landes von Starkregen mit vereinzeltem Blitzschlag betroffen.

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Von Stuttgart bis zum Bodensee sei auch weiterhin mit Regen zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Der Westen bleibe bis auf einzelne, kleinere Schauer verschont. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 14 Grad auf der Albhochfläche und 23 Grad im Oberrheingraben. In Gewitternähe sei auch mit vereinzelten, stürmischen Böen zu rechen. Meist handle es sich jedoch um mäßigen Westwind, hieß es.

Rettungskräfte versuchen in Lindau Straßen frei zu bekommen. Bild: Susanne Hogl
Rettungskräfte versuchen in Lindau Straßen frei zu bekommen. Bild: Susanne Hogl | Bild: Hogl, Susanne

In Lindau fielen innerhalb einer halben Stunden 60 Liter Regen pro Quadratmeter.

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Auf der Lindauer Insel stand in einigen Gassen und auf Plätzen das Wasser bis zu 50 Zentimeter hoch. Die Polizei rückte zu zehn Einsätzen aus, die Feuerwehr war pausenlos im Einsatz.

Auch die A 96 musste für drei Stunden komplett für den Verkehr gesperrt werden, nach dem etliche Äste und Bäume umgestürzt waren. Am Hochrhein sorgte ein Felssturz auf der Landesstraße 154 zwischen Albbruck und St. Blasien für Behinderungen. Bereits in den Tagen zuvor war der Abhang in Bewegung geraten. Auslöser seien diesmal Regenfälle gewesen, hieß es.

Wieder ging ein Felsen auf der Albtalstrecke am Hochrhein ab. Bild: Sackmann
Wieder ging ein Felsen auf der Albtalstrecke am Hochrhein ab. Bild: Sackmann | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Im Markgräflerland überflutete Starkregen Keller, die die Feuerwehr auspumpte. Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen mussten Hubschrauber nach dem heftigen Unwetter Wanderer ins Tal fliegen. Landrat Anton Speer rief am Sonntag den Katastrophenfall aus. Laut Mitteilung saßen am Sonntag Wanderer auf der Höllentalangerhütte fest und konnten wegen beschädigter Brücken nicht zu Fuß ins Tal zurück. Sie wurden mit Hubschraubern ausgeflogen. In der Nacht waren bereits gut 200 Bewohner der Gemeinde Grainau vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, nachdem ein Bach über die Ufer getreten und eine Mure abgegangen war.