Der nicht alltägliche Vorfall ereignete sich am Dienstag am Grenzübergang Konstanz-Autobahn, als Bundespolizisten zielgerichtet einen Reisebus kontrollierten, der von Italien kommend über die Schweiz nach Deutschland fahren wollte. Dabei wies sich eine junge Reisende mit einer belgischen Aufenthaltskarte für EU-Bürger aus.

Den dazugehörigen und zur Einreise notwendigen spanischen Reisepass konnte die 24-Jährige jedoch nicht vorlegen. Bei der Kontrolle der Ausweiskarte durch die Bundespolizisten entstand der Verdacht, dass auf dem Foto eine andere Frau als die vor ihnen im Reisebus sitzende abgebildet war.

Missbrauch zweifelsfrei bestätigt

Der Verdacht erhärtete sich, als die laut ihren Dokumenten spanische Staatsbürgerin keinerlei Sprachkenntnisse auf Spanisch vorweisen konnte. Eine Überprüfung der Aufenthaltskarte im Fahndungssystem ergab jedenfalls, dass der Ausweis nach einem Diebstahl zur Sicherstellung ausgeschrieben war. Die Frau musste die Beamten zur Dienststelle begleiten.

Dort konnte laut Bundespolizei ihre afghanische Staatsangehörigkeit festgestellt und somit ein Missbrauch von Ausweispapieren zweifelsfrei bestätigt werden. Die missbräuchlich verwendeten Dokumente stellten Beamte als Beweismittel sicher. Die 24-Jährige erwartet nun ein Strafverfahren. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde sie in die Schweiz zurückgewiesen.