Entschuldigung der beiden mutmaßlichen Täter im Auerhahn-Fall: „Ich hatte Angst um meine eigene Haut. Heute tut es mir leid“, sagte der 21-jährige Mann, der den Vogel im Beisein seines zwei Jahre älteren Freundes vor etwa einem Jahr am Feldberg erschlagen haben soll, am Dienstag vor dem Amtsgericht in Titisee-Neustadt. Sie hätten sich gegen das feindselige Tier verteidigt und seien nach dem Ablassen vom verletzten Auerhahn von einer empörten Menschengruppe gejagt, geschlagen, gewürgt und bespuckt worden.

Vorwurf der Tiertötung steht im Raum

Die Männer müssen sich wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz verantworten, dem Jüngeren wird zudem eine Tiertötung vorgeworfen. Sie sollen den Vogel laut Staatsanwaltschaft im August vergangenen Jahres nach dem Besuch eines Volksfestes am Feldberg betrunken in seinem Schutzgebiet gestört und aufgescheucht haben.

Der Anklage zufolge erschlug der 21-Jährige den Auerhahn schließlich mit einem stumpfen Gegenstand. Die Tat war gefilmt worden und hatte überregional für Bestürzung gesorgt. Das Töten eines Tieres ohne vernünftigen Grund ist laut Tierschutzgesetz verboten. Es drohen bis zu drei Jahre Haft oder Geldstrafen. (dpa)