Gerechtigkeit ist ein schwieriges Wort. Und eines, dass besonders bei sexueller Gewalt kaum gelten kann – unabhängig davon, welches Urteil gefällt wird. Denn das Leid des Opfers, das meist ein Leben lang bleibt, kann keine Haftstrafe für den Täter aufheben.

Das Leben einer jungen Frau ist mit jener Nacht im Oktober 2018 in Freiburg für immer verändert worden. Die Unbeschwertheit von damals wird sie wohl nie wieder erlangen.

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Dennoch sind die Strafen des Gerichts für die Taten der jungen Männer angemessen. Dass das Landgericht zu mehrjährigen Haftstrafen griff, spricht für sich.

Es bleibt zu hoffen, dass dieser Prozess mit dem Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, damit zu einem Ende kommt. Für das Opfer wäre alles andere eine unerträgliche Zumutung – zumal den Angeklagten keine Reue anzumerken war. Dass die meisten Flüchtlinge waren, spielt für die Tat selbst aber keine Rolle. Es wäre falsch, zu pauschalisieren. Nicht nur, weil auch ein Deutscher beteiligt war.