Die Rechenmaschine

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Wilhelm Schickard, deutscher Astronom und Mathematiker, lehrte an der Universität Tübingen und baute 1623 die erste Rechenmaschine. Die Maschine konnte bis zu sechsstellige Zahlen addieren und subtrahieren und sie signalisierte einen Speicherüberlauf durch das Läuten einer Glocke.

Die Dauerwelle

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Der Friseur Karl Ludwig Nessler aus Todtnau erfand die Dauerwelle. Als Versuchskaninchen musste seine Frau herhalten. Bei den Übungsversuchen der ersten Heißwelle trug sie wohl auch Brandblasen oder Verätzungen davon. Vorgestellt wurde die Dauerwelle von dem Schwarzwälder 1906 in London.

Das Windkraftrad

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Eine weitere Erfindung aus Baden-Württemberg, genauer aus dem Raum Stuttgart, ist die Windkraftanlage. Sie wurde in den 1950er-Jahren von Ulrich W. Hütter entwickelt. Zwar gab es in Dänemark bereits lange zuvor Versuche, mit Windmühlen Strom zu erzeugen, doch leistungsfähig wurden diese Anlagen erst durch Hütter.

Die Seifenblasen

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Vor über 70 Jahren erfand ein Tübinger eine spaßige Flüssigkeit, die vor allem Kinder immer wieder erfreut: die Seifenblasen. Zwar gibt es die schillernden Kugeln schon seit Tausenden Jahren, doch damit sie schnell entstanden und immer parat waren, erfand der Chemiker Rolf Hein ein eigenes System. Heraus kam die kleine blaue Flasche mit einem Teddy darauf: Pustefix.

Der Hochdruckreiniger

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Ein Nachname, der mehr als alles andere für ein Produkt steht: der Kärcher. Tatsächlich wurde der allererste Heißwasser-Hochdruckreiniger von Alfred Kärcher 1950 konstruiert und verkauft. Was folgte war eine große Erfolgsgeschichte des Geräts und der Marke. Was viele nicht wissen: Erfunden ist hier ein problematischer Begriff, so übernahm Kärcher das Funktionsprinzip von amerikanischen Geräten, die er für die Alliierten reparierte.

Der sterile Wundverband

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Paul Hartmann entwickelte im schwäbischen Heidenheim den sterilen Wundverband. Hartmann machte sich dabei eine weitere Erfindung aus Baden-Württemberg zunutze – die von Victor von Bruns in Tübingen erfundene sogenannte Bruns‘sche Watte. So produzierte Hartmann Anfang der 1870er-Jahre den neuartigen Verband, der nicht nur saugfähig, sondern auch hygienisch war.

Das Streichholz

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Jakob Friedrich Kammerer aus Ehningen bei Stuttgart entwickelte ein Phosphorreibestreichholz, einen Vorläufer des modernen Sicherheitsstreichholz. 1832 gelang es ihm, den starke Hitze erzeugenden Phosphor mit Schwefel und Kaliumchlorat in einem Zündkopf zu vereinen. Das Phosphorstreichholz war geboren.

Die Brennstoffzelle

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Das Prinzip der Brennstoffzelle wurde von Christian Friedrich Schönbein entdeckt. Geboren wurde der Physiker und Chemiker in Metzingen, gestorben ist er in Baden-Baden. Schon 1838 erstellte er die erste Brennstoffzelle, indem er zwei Platindrähte in Salzsäure mit Wasserstoff beziehungsweise Sauerstoff umspülte.

Der Büstenhalter

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Wilhelm Meyer-Ilschen aus Cannstatt, Stuttgart, entwickelte die erste „Bruststütze ohne Unterteil“ im Jahr 1904. In der Firma seines Schwiegervaters S. Lindauer & Co. ging das erste Modell acht Jahre später in die Serienfertigung. Das Modell „Hautana“ machte später weltweit Karriere.

Der Kunststoffdübel

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Artur Fischer, 1919 in Tumlingen geboren, war einer der fleißigsten Erfinder der Welt. Fischer, verstorben 2016, besaß über 2000 Patente und Gebrauchsmuster. Eines der wichtigsten war der sogenannte S-Dübel, den er 1958 auf den Markt brachte. Der Dübel ist bis heute der weltweit erfolgreichste.