„Dass eine Zeitung um Leserinnen und Leser wirbt, versteht sich von selbst. Dass wir aber für jedes Abonnement, das verschenkt wird, zehn Euro in einen Vereinsspendentopf legen, ist neu“, stellt Andrea Felsner vom SÜDKURIER die neue Vereinsspendenaktion vor. Jeder, ob Leser oder Nicht-Leser, der ein Abo verschenkt, kann seinen Lieblingsverein benennen, der wiederum in der Lostrommel landet. Am Ende der #SKverbindet-Aktion wird der SÜDKURIER 20 Vereine ziehen und den Spendentopf auf diese aufteilen.

Dirigent Andreas Dangel arbeitet mit Jugendlichen derzeit virtuell.
Dirigent Andreas Dangel arbeitet mit Jugendlichen derzeit virtuell. | Bild: Stadtmusik Tiengen

Denn die Vereine, insbesondere die Jugendarbeit, hat es in Corona-Zeiten besonders getroffen. Andrea Felsner kennt die Probleme nur zu gut. Seit ihrer Kindheit ist sie im Vereinsleben aktiv, derzeit im Sportverein und im Ruderclub. Auch ihre Kinder (14 und 13 Jahre) haben von klein auf erfahren, dass Bewegung und Zusammenhalt eine tolle Kombination sind. „Meist vor der eigenen Haustüre ansässig, bieten Vereine die Möglichkeit, über die Schule hinaus andere Kinder und Jugendliche kennenzulernen, sich im Team zu behaupten oder die eigenen Grenzen auszuloten – und gerade in Corona-Zeiten fehlt diese wichtige Säule. Den Vereinen laufen die Mitglieder davon und zusätzliche Einnahmemöglichkeiten entfallen“, weiß sie. Als Leiterin des Direktmarketings beim SÜDKURIER kam sie deshalb mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf die Idee, diese Vereinsspendenaktion ins Leben zu rufen.

Andreas Dangel, Dirigent der Stadtmusik Tiengen, freut sich über die neue #SKverbindet-Aktion, mit der die Vereine finanziell unterstützt werden sollen. Dangel unterrichtet die Kinder und Jugendlichen nun online, um sie auf die Jungmusiker-Leistungsabzeichen vorzubereiten. Aber viel wichtiger ist ihm, dass sie Kontakt halten und sich sehen können. „Da der Instrumentalunterricht nur virtuell möglich ist, ist die Sozialisierung durch gemeinsames Musizieren auf Null gesetzt“, bedauert Dangel. Der Online-Unterricht sei für die Jugendlichen kein Ausgleich, sie säßen aktuell ohnehin zu viel am Computer. Er befürchtet, dass am Ende der Pandemie vor allem die kleinen, ländlich strukturierten Vereine Probleme bekommen werden. Dies seien zum einen finanzielle Probleme, zum anderen sei es schwer, die Kinder wieder in den normalen Orchester-Betrieb zu integrieren. Auch geht er davon aus, dass den Vereinen Musiker wegbrechen werden. „Je länger dieser Lockdown dauert, umso schwieriger wird es für uns“, ist der Dirigent überzeugt.

An der Vereinsspendenaktion
teilnehmen können Sie unter
http://www.suedkurier.de/vereinsspende