Bollerwagen-Touren im Freundeskreis, exzessiver Alkoholkonsum und Gruppenansammlungen: All das geht in diesem Jahr nicht. Darauf hat die Polizei vielerorts bereits vorsorglich hingewiesen. Doch was ist erlaubt am Vatertag und was nicht? Und was macht die Polizei?

Restaurants und Biergärten

In Baden-Württemberg darf die Gastronomie dank der neuesten Lockerungen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich öffnen. Allerdings ist der Besuch mit Auflagen verbunden. So müssen zum Beispiel die Kontaktdaten im Restaurant hinterlegt werden. Und die Kontaktbeschränkungen müssen eingehalten werden.

Bild: Peter Kneffel

Wandern im Grünen

Das Wandern an Seen oder in den Bergen ist in der Regel kein Problem – auch nicht mit Bollerwagen. Wie überall gelten aber auch hier die üblichen Beschränkungen. Und während in Bremen das Mitführen von Alkohol per Bollerwagen in der Öffentlichkeit verboten wurde, gelten in Baden-Württemberg solche Einschränkungen nicht, wie das Sozialministerium mitteilt. Allerdings solle mit Alkohol – wie auch sonst – „sorgsam umgegangen“ werden, damit die Wandernden vernünftig bleiben und die Corona-Verordnung nicht in Vergessenheit gerät.

Übrigens sollte auch noch aus anderen Gründen nicht zu viel getrunken werden: Wer auf dem Rad mit 1,6 Promille und mehr erwischt wird, wird bestraft. Außerdem werden zwei Punkte in Flensburg und eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) fällig. Sogar das Radfahren kann verboten werden, wenn dabei eine Wiederholungsgefahr erkannt wird. Für Fußgänger gilt zwar keine Alkoholgrenze. Aber verhalten sich stark betrunkene Fußgänger auffällig und werden deswegen kontrolliert, können sie den Führerschein verlieren, wenn Alkoholabhängigkeit- oder Missbrauch vorliege, so der ADAC.

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Bild: Hauke-Christian Dittrich

Treffen von Freunden

Die wegen der Corona-Pandemie verfügten Kontaktbeschränkungen gelten weiter – auch an Christi Himmelfahrt. Heißt: In Baden-Württemberg dürfen sich Personen in der Öffentlichkeit mit Angehörigen eines weiteren Haushalts treffen, ohne einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten zu müssen. Die Größe des Haushalts spielt laut Landesregierung dabei keine Rolle.

Polizeikontrollen

Wie das baden-württembergische Innenministerium auf Anfrage mitteilt, wird die Landespolizei „einen scharfen Blick auf die Einhaltung der Beschränkungen durch die Corona-Verordnung werfen.“ Zu diesem Zweck sollen „Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz die regionalen Polizeipräsidien unterstützen.“ Und: „Mit einer flächendeckenden hohen polizeilichen Präsenz, vor allem auch in bekannten Naherholungsgebieten, an Ausflugszielen, werden die Polizeipräsidien an den neuralgischen Punkten aufmerksam das Treiben aufmerksam beobachten und konsequent dort einschreiten, wo es notwendig und geboten ist.“

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Bei den Kontrollen im Vordergrund stehe, „das Verständnis und die Akzeptanz für die Maßnahmen aufrecht zu erhalten.“ Der klare Appell von Innenminister Thomas Strobl und Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz laute: „Wir haben viel erreicht, nichts davon sollten wir aufs Spiel setzen – auch nicht am Vatertag und dem für viele recht langen Wochenende.“

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