Der erste bundesweite Warntag hat am Donnerstag deutliche Lücken bei der Alarmierung der Bevölkerung offenbart. Zum einen wurde deutlich, dass es vielerorts gar keine Sirenen mehr gibt, zum anderen kam die Gefahrenmeldung der Warn-Apps NINA und KATWARN erst mit einer guten halben Stunde Verspätung auf den Smartphones an.

Das könnte Sie auch interessieren

System war überlastet

Zum ersten bundesweiten Warntag sollten laut Vorankündigung im ganzen Land um 11 Uhr Sirenen und andere Warnsysteme ausgelöst werden. Unter anderem sollte die Probewarnung über Radio und Fernsehen sowie auf Warnapps wie der Anwendung NINA verbreitet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn erklärte die Verzögerung mit der zeitgleichen Auslösung einer Vielzahl von Warnmeldungen. Präsident Christoph Unger sagte in Mannheim: „Erste Analysen haben ergeben, dass um 11 Uhr nicht nur zentral die Warnung ausgelöst worden ist, sondern viele andere angeschlossene Leitstellen ebenfalls eigenständig Warnungen ausgelöst haben, so dass es zu einer Überlastung des Systems gekommen ist. Dies muss für den nächsten Warntag noch viel deutlicher abgestimmt werden.“ Gegebenenfalls müssten entsprechende technische Vorkehrungen getroffen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Reaktionen im Netz: War da was?

Auf Facebook hat der SÜDKURIER die Nutzer gefragt, ob sie von dem Warntag etwas mitbekommen haben. Die Reaktionen zeigen: vielerorts kam zunächst gar keine Warnung an. 

Bei manchen Bürgern hat das Ergebnis des Warntags auch für Unverständnis gesorgt:

Andere wiederum nahmen die Situation mit Humor.

 

(AFP/dpa/sk)