Muss ich ab Sonntag noch eine Maske tragen? Die Antwort ist meistens nein: Die Maskenpflicht ist aufgehoben in Restaurants, Läden, auf Veranstaltungen und in allen Gebäuden, die nicht medizinischen Zwecken dienen, also auch in Schulen.

Lediglich in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen weiterhin Masken getragen werden. Restaurants und Einzelhändler können das Tragen allerdings per Hausrecht vorschreiben. Auch Arbeitgebern ist es freigestellt, die Maskenpflicht aufrechtzuerhalten.

Wie sehen die Menschen in Südbaden die neuen Regelungen?

Inge Leonhardt, Rentnerin aus Radolfzell

Bild: Constanze Wyneken

„Wenn ich einkaufen gehe, werde ich die Maske weiterhin aufbehalten. Vor allem wenn die Zahlen weiterhin so steigen, dann auf jeden Fall. Mal sehen, was noch kommt und wie es sich entwickelt. Draußen werde ich keine Maske tragen.“

Maren Schäpers, Bauingenieurin aus Laufenburg

Bild: Esteban Waid

„Ich denke, ich trage die Maske weiter, weil wir uns nicht noch einmal anstecken wollen und die Kinder vor der Quarantäne schützen wollen.“

Béla Zizmann, Zahnarzt aus Winterspüren

Bild: Constanze Wyneken

„In beruflicher Hinsicht finde ich die Maske natürlich sinnvoll. Ich bin Zahnarzt und trage beim Arbeiten immer eine Maske, aber meine Patienten nie. Somit ist es bei uns anders als in anderen Bereichen. Für Altenheime und Orte, an denen gepflegt wird, halte ich die Maskenpflicht auch für sinnvoll und gut. In Geschäften werde ich sie wohl aber nicht mehr tragen.“

Sarah Welitsch, Studentin aus Villingen

Bild: Dominik Zahorka

„Ich finde es übereilt, jetzt die Maskenpflicht zu kippen, weil die Inzidenz gerade wieder steigt. Jeder sollte ein Recht auf seine eigene Meinung haben, der Staat hat aber eine gewisse Verantwortung, seine Bürger zu schützen, und dazu müssen die Leute sich an Regeln halten. Man sollte niemanden verurteilen, weil er keine Maske mehr tragen möchte oder sich einfach nach Normalität sehnt. Die Sicherheit, sowohl die eigene als auch die der anderen, geht aber auf jeden Fall immer vor.“

Monika Petermann, Salem

Bild: Stefan Hilser

Monika Petermann aus Salem verlor in der Corona-Pandemie ihre Arbeitsstelle, sie war in Görlitz in einer Seilerei Leiterin der Abteilung Einkauf. Doch nutzte sie die Krise und organisierte für sich und ihr Leben einen kompletten Neustart – sie zog nach Salem. „Ich habe nie Angst gehabt, mich anzustecken, und bin nun froh, die Maske ablegen zu können. Ich verstehe aber jeden, der sie aufbehält“, sagt sie. „In Pflegeeinrichtungen wird man aber sicher auch künftig Maske tragen.“

Karl Haas, Verkaufsleiter aus Villingen

Bild: Dominik Zahorka

„Ich finde, man sollte abwägen, wo die Maskenpflicht noch Sinn macht. Wo sich viele Menschen in geschlossenen Räumen treffen, ist das Risiko, auch gerade wegen der wieder ansteigenden Infektionszahlen, doch recht hoch. Das Tragen einer FFP2-Maske ist auch aus Gründen des Eigenschutzes eine beruhigende und gute Sache.“

Lucienne Fredyk, Pflegekraft , und Juliane Gaudig, Servicekraft, aus Bad Säckingen

Bild: Esteban Waid

Lucienne Fredyk (links): „Ich würde die Maske außer im Beruf nicht mehr tragen. Ich bin zweimal geimpft und auch genesen.“

Juliane Gaudig (rechts): „Ich bin geboostert und es hat trotzdem nichts gebracht. Und außerdem sehe ich die Menschen gerne lächeln.“

Susanne Bilger, Kinderkrankenschwester in Ruhestand aus Villingen

Bild: Dominik Zahorka

„Ich bin definitiv dagegen die Maskenpflicht abzuschaffen, die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache! Es ist außerdem kein großes Opfer, eine Maske zu tragen. Jetzt, wo es wieder wärmer wird, könne man im Außenbereich sicher großzügiger sein, in Innenräumen ist es aber weiterhin dringend nötig, sich und andere vor Corona zu schützen.“

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Philipp Ganter, Entwicklungsingenieur aus Klettgau

Bild: Dominik Zahorka

„Es ist absolut in Ordnung, die Maskenpflicht zu beenden. Jeder hat die Möglichkeit, sich impfen zu lassen, und Menschen die gerne vorsichtiger sein wollen, können sich ja freiwillig selbst schützen und weiter Maske tragen“.

Isabelle Krause, Sales Managerin aus Bad Säckingen

Bild: Esteban Waid

„Ich bin froh, wenn ich wieder ohne Einschränkungen einkaufen kann. Ich schaue aber trotzdem weiterhin, dass ich meine Oma und meinen Opa schütze.“

Edeltraud Winkler aus Kreuzlingen

Bild: Paulina Daiber

„Ich trage weiterhin eine Maske, weil ich Risikopatientin bin. Außer es ist niemand im Radius von zehn Metern um mich herum. Dann ziehe ich die Maske aus, weil niemand in der Nähe ist, bei dem ich mich anstecken kann.“ An ihrer Arbeitsstelle, der Konstanzer Jugendherberge, müsse sie sowieso eine Maske tragen.

Bettina Ehrlinspiel aus Salem

Bild: Stefan Hilser

„Ich vermute, dass man sich komisch vorkommt, wenn man dann mal keine Maske mehr an hat. Man hat sich schon so daran gewöhnt. Freilich freue ich mich über das Ende der Maskenpflicht, im Freien werde ich dann auch keine mehr tragen. „In einer Arztpraxis aber, wenn alle vor sich hin husten, lasse ich sie auf.“

Sie rechnet damit, dass das dauerhaft in Arztpraxen oder anderen neuralgischen Einrichtungen so bleibt. „Ich werde aber nicht mehr zurücklaufen, wenn ich meine Maske mal irgendwo vergessen haben sollte, um dann noch eine zu holen.“

Janik Wolf, Chemielaborant aus Rheinfelden

Bild: Esteban Waid

„Solange sich bei den Infektionszahlen keine Besserung zeigt, ist es für mich kein Problem, weiter Maske zu tragen, um mich und andere zu schützen.“

Daria Martis, Marketing-Mitarbeiterin aus Meßkirch

Bild: Dominik Zahorka

„Die Leute sind die ganzen Beschränkungen und die Maskenpflicht langsam leid. Jeder sollte tun, was er für richtig hält. Ich könnte mir vorstellen, in manchen Situationen selbst weiter Maske zu tragen, weil man sich damit manchmal einfach sicherer fühlt.“

Gernot Mahlbacher, Rentner aus Konstanz

Bild: Paulina Daiber

„Ich werde die Maske freiwillig weiter tragen, um mich einfach zu schützen. Ich finde es sehr schlecht, dass sie Maskenpflicht aufgehoben wird. Mich stört, dass bei einer niedrigen Inzidenz drastische Einschränkungen vorgenommen wurden und nun bei hohen Inzidenzen die Masken fallen.“

Christine Bertsche, Bertsche Bau in Salem

Bild: Stefan Hilser

„Langsam reicht es mit der Maske. Beim Einkaufen werde ich sie wohl noch ein Weilchen aufsetzen. Es ist aber richtig, die Verantwortung in die Hände der Bürger zu legen. Jetzt sollten aber auch die Quarantäne-Regeln gelockert werden. Bei uns im Geschäft häufen sich die Ausfälle von Mitarbeitern, die ohne Symptome sind, aber nicht auf die Baustelle dürfen. Aber wir brauchen jeden Mann.“

Edyta Schmid, Obsthof Martin Schmid in Salem-Rickenbach

Bild: Stefan Hilser

„Ich bin froh, wenn die Maskenpflicht fällt. Als Erstes werde ich das Schild an meinem Hofladen entfernen. Ich rechne damit, dass manche Kunden die Maske trotzdem anbehalten, so wie ich es wohl von Fall zu Fall auch tun werde. Am meisten freut es mich für meine Töchter. Sie sind 16 und 13 Jahre alt und mussten oft den ganzen Tag, von der Fahrt mit dem Schulbus an, die Maske tragen.“