Schlechter Handyempfang ist auch am Hochrhein, im Schwarzwald und am Bodensee immer wieder ein Aufreger. Und das mit Recht, wie der Funklochatlas zeigt.

Der Überblick

Das Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur hat im Oktober 2018 die sogenannte Funkloch-App veröffentlicht, mit der Nutzer schlechten Handyempfang melden können. Mittlerweile ist aus diesen Daten eine Karte entstanden. Sie zeigt den Empfang je nach Anbieter und Datenstandard.

Die Verliererregionen

Schon beim Blick auf die deutschlandweite Auswertung fällt Südbaden auf, weil besonders am Hochrhein 2G (auch bekannt als Edge, GSM oder GPRS) der häufigste Empfangsart ist. Der Standard ist nicht mehr zeitgemäß und für das Surfen im Internet kaum zu gebrauchen. Zwischen Bad Säckingen und Blumberg ist er aber trotzdem ebenso verbreitet wie im Linzgau. Selbst der für größere Datenmengen ebenfalls schon wenig taugliche 3G-Standard ist hier eher die Ausnahme.

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Totalausfälle

Ganz bitter fällt die Bilanz für die Südschwarzwald-Täler Schlüchttal und Wehratal aus, hier gibt es in größeren Teilen gar keinen Empfang. Ähnliche Probleme gibt es in Tälern rund um St. Georgen, auf der Höri und im Hegau.

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Die Gewinner

Es gibt jedoch auch positives zu vermelden: Rund um den Bodensee gilt der Empfang des zeitgemäßen 4G-Standards meist als gut. Weniger in Konstanz, dafür aber in Friedrichshafen, Radolfzell und Singen. Auch zwischen Bad Dürrheim und Villingen-Schwenningen ist die Bilanz zufriedenstellend.

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Der Haken

Diese Ergebnisse berücksichtigen alle drei Netzbetreiber (O2 Telefonica, Vodafone, Telekom). In der Realität greifen Nutzer aber meist nur auf eines zu – und hier kann es an einem Ort riesige Unterschiede geben. Das 4G-Netz der Telekom wird in der Region so auch als deutlich dichter ausgewiesen als das von Telefonica.

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Die Karte

Die gesammelten Ergebnisse lassen sich hier einsehen