Baden-Württembergs Tourismusminister Guido Wolf (CDU) rät Urlaubern, an Reiseplänen in den Südwesten trotz des neuartigen Coronavirus festzuhalten. „Für Gäste besteht kein Anlass zu Verunsicherung und Panik“, sagte Wolf am Samstag in Stuttgart. „Derzeit kann man beruhigt nach Baden-Württemberg reisen.“ Die Tourismusbranche sei jedoch verunsichert. „Die ersten Rückmeldungen der Betriebe lassen bereits erahnen, dass es kurzfristig Auswirkungen geben wird“, sagte der Minister. Der Tourismus brauche daher „schnell und unbürokratisch“ Unterstützung.

Tourismus habe sich zu einem enorm wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hatte der Branche angesichts der Folgen durch den Coronavirus am Samstag Unterstützung zugesagt. Wolf unterstützte dies. Er reagierte damit auf entsprechende Forderungen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Baden-Württemberg.

Der Tourismus habe sich mit fast 60 Millionen Übernachtungen im Land zu einem enorm wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt, sagte Wolf: „Wir müssen der Branche, die von enormer Bedeutung ist, kurzfristig zur Seite stehen.“ Konkretes müsse noch erarbeitet werden. Am Montag will sich Wolf den Angaben zufolge mit Dehoga-Vertretern treffen.

Krise werde vermutlich länger anhalten

„Die Landesregierung ist jetzt gefordert, sämtliche Möglichkeiten der Unterstützung der Branche eingehend zu prüfen“, sagte Patrick Rapp, tourismuspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Zudem müsse sie verstärkt über bereits bestehende Fördermöglichkeiten und Liquiditätshilfen informieren. Die Krise werde vermutlich länger anhalten. Die wachsende Verunsicherung bei den Gästen werde sich auch auf Reisebuchungen für das gesamte Jahr niederschlagen. (dpa/lsw)

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