Felchen

Felchen sind für die Fischerei am Bodensee die wichtigsten Fische.
Felchen sind für die Fischerei am Bodensee die wichtigsten Fische. | Bild: Felix Kästle/dpa

Felchen haben für die Bodenseefischer mit die größte Bedeutung, da sie als Speisefisch sehr beliebt sind. Im Bodensee gibt es nach Einschätzung der IBKF vier verschiedene Unterarten beziehungsweise Ökotypen: Die Bodenseefelchen (auch Blaufelchen genannt), den Gangfisch sowie Sandfelchen. Als vierte Unterart nennt die IBKF den Kilch - es ist aber unklar, ob er nicht bereits ausgestorben ist. Vom Aussehen her unterscheiden sich die Typen kaum. Der Körper der Felchen ist schlank und gestreckt, ihr Kopf spitz und kegelförmig. An den Seiten sind die Fische silbern gefärbt, der Rücken ist leicht grünlich. Die Bodenseefelchen werden bis zu 50 Zentimetern lang, Gangfische nur etwa 32 Zentimeter. Sie ernähren sich vorwiegend von Kleinkrebsen (Zooplankton).

 

Barsch

Ein markantes Merkmal von Barschen ist ihre stachelstrahl-förmige Rückenflosse. Bild: Patrick Pleul/dpa
Ein markantes Merkmal von Barschen ist ihre stachelstrahl-förmige Rückenflosse. | Bild: Patrick Pleul/dpa

Der Barsch galt lange Zeit als zweitwichtigster Wirtschaftsfisch am Bodensee nach dem Felchen. Aktuell sind seine Bestandsdichten laut Angaben der IBKF rückläufig, was sich direkt auf die Fangerträge auswirkt. Der Barsch lebt im Uferbereich und ernährt sich als Jungfisch von Kleinkrebsen. Größere Tiere schrecken auch vor Kannibalismus nicht zurück. Barsche werden je nach Art wenige Zentimeter oder sogar einen halben Meter lang. Ihr Aussehen ist durch ihren hohen Rücken und eine stachelstrahl-förmige Rückenflosse geprägt.

 

Seesaibling

Seesaiblinge können bis zu 40 Jahre alt werden.
Seesaiblinge können bis zu 40 Jahre alt werden. | Bild: Jenny Sturm - stock.adobe.com

Der Seesaibling hat laut IBKF durch eine Bestandserholung in den vergangenen Jahren an Bedeutung für die Fischer am Bodensee gewonnen. Er ernährt sich überwiegend von Zooplankton, im höheren Alter jedoch auch von anderen Fischen. Der Seesaibling kann bis zu 40 Jahre alt werden. Auffällige Merkmale sind seine kleinen runden Schuppen. Zur Laichzeit färbt sich der männliche Seesaibling am Bauch und den anliegenden Flossen rot. Die Fische werden bis zu 75 Zentimeter lang.

 

Hecht

Der Hecht war 2016 der Fisch des Jahres in Deutschland.
Der Hecht war 2016 der Fisch des Jahres in Deutschland. | Bild: Wolfram Steinberg/dpa

Der Hecht ist laut IBKF ein beliebter Fisch unter Anglern. Er hat einen langgestreckten Körper. Besonders auffällig ist sein entenschnabelähnliches Maul. Meist sind Hechte am Rücken braun-grünlich gefärbt, zum Bauch hin werden sie immer heller. Hechte werden im Schnitt 50 Zentimeter bis einen Meter lang. Einzelne Exemplare können allerdings auch größer werden. Hechte sind Raubfische und ernähren sich hauptsächlich von anderen Fischen. Wegen seiner Aggressivität gilt der Hecht als schwer züchtbar. 2016 war der Hecht „Fisch des Jahres“ in Deutschland.

 

Zander

Zander leben erst seit dem vorigen Jahrhundert im Bodensee.
Zander leben erst seit dem vorigen Jahrhundert im Bodensee. | Bild: Christian Charisius/dpa

Der Zander ist ursprünglich nicht im Bodensee heimisch. Im vorigen Jahrhundert wurde er hier angesiedelt und gilt als beliebter Fang- und Speisefisch. Er wird im Schnitt 40 bis 50 Zentimeter lang und zehn bis 20 Jahre alt. Eine seiner beiden großen Rückenflossen ist, wie für Barscharten typisch, stachelförmig. Der Körper ist auf dem Rücken grünlich-grau gefärbt, zum Bauch hin silbrig-weiß. Kopf und Flossen sind meist schwärzlich gefleckt. Der Zander ist ein Raubfisch, der sich unter anderem von Rotaugen und Barschen ernährt. Er lebt am liebsten in großen, tiefen Gewässern – der Bodensee bietet also ideale Lebensbedingungen für den Zander.

 

Trüsche

Trüschen, auch Quappen genannt, leben vor allem in den tieferen Stellen des Bodensee-Obersees.
Trüschen, auch Quappen genannt, leben vor allem in den tieferen Stellen des Bodensee-Obersees. | Bild: Laves - Binnenfischerei/dpa

Die Trüsche, auch als Quappe bekannt, lebt vor allem in den tieferen Bereichen des Bodensee-Obersees. Sie ist der einzige dorschartige Süßwasser-Fisch. Sie wird im Schnitt 40 Zentimeter lang. Ihr Körper ist langgestreckt, die gelblich-braune Haut dunkel marmoriert. Sie leben am sandigen oder steinigen Grund in einer Tiefe bis zu 700 Metern. Schlammige Regionen meidet sie. Zu ihrer Ernährung zählen kleine Bodentiere, Fische sowie Fischlaich. Am östlichen Obersee werden die Trüschen laut IBKF gezielt geangelt.

 

Brachse

Brachsen gehören zu den Weißfischen, von denen im Bodensee besonders viele leben.
Brachsen gehören zu den Weißfischen, von denen im Bodensee besonders viele leben. | Bild: Mohammed Saber/EPA/dpa

Brachsen gehören zu den Weißfischen und damit zu den Karpfenartigen. Sie leben meist in Ufernähe und ernähren sich von Kleinkrebsen, Schnecken, Würmern und Insektenlarven. Im Bodensee ist ihr Bestand derzeit etwas rückläufig. Wer eine Brachse fängt, erkennt sie vor allem an ihrem extrem flachen Körper und ihrem hohen Rücken. Die Färbung ist auf dem Rücken, dem Kopf und an den Flossen sehr dunkel. Der Körper glänzt grünlich-metallisch. Brachsen werden in der Regel zwischen 30 und 50 Zentimeter lang und wiegen rund drei Kilogramm.

 

Karpfen

Karpfen leben hauptsächlich im Uferbereich des Bodensees.
Karpfen leben hauptsächlich im Uferbereich des Bodensees. | Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Seit 2003, so schreibt es die IBKF auf ihrer Internetseite, nehmen die Karpfenbestände im Bodensee wieder zu. Die Tiere leben vorwiegend im Flachwasserbereich und ernähren sich von Bodentieren. Charakteristisch für den Karpfen ist der olivgrüne Körper mit helleren Flanken und gelblich-weißem Bauch. Meist sind Karpfen 30 bis 40 Zentimeter lang, können in Ausnahmefällen jedoch auch mehr als doppelt so groß werden.

 

Aal

Aale können bis zu zwei Meter lang werden. Bild: Patrick Pleul/dpa
Aale können bis zu zwei Meter lang werden. Bild: Patrick Pleul/dpa | Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Der Aal ist auf deutscher Seite ein stark nachgefragter Speisefisch – in der Schweiz ist er auf dem Teller weniger beliebt. Dafür haben die Eidgenossen den Aal in diesem Jahr zu ihrem "Fisch des Jahres" ernannt. Im Bodensee wird der Aal-Bestand laut IBKF durch Besatzmaßnahmen gefördert. Die Tiere leben vorwiegend im Uferbereich. Jungtiere ernähren sich von kleinen Bodentieren, ausgewachsene Aale fressen auch andere Fische. Sie werden bis zu zwei Meter lang und sind in der Dämmerung sowie nachts aktiv.