Die vergangenen warmen Tage hinterlassen eine traurige Bilanz: Drei Menschen haben beim Baden im Bodensee und Hochrhein ihr Leben verloren. Damit gibt es in den zwei Gewässern schon jetzt im Jahr 2019 mehr Badetote als im kompletten Jahr 2018.

So zählte die zuständige Wasserschutzpolizei bis Mitte Juli sechs Badetote, wie sie auf SÜDKURIER-Anfrage mitteilte. Seitdem starben vier weitere Menschen in See und Rhein. Damit verloren schon zehn Menschen ihr Leben, eine Person mehr als im gesamten Vorjahr.

Aktuell starben eine 88-jährige Frau nahe Gailingen, ein 78-Jähriger vor Friedrichshafen und ein 67-Jähriger bei Sipplingen. Die 88-Jährige verunglückte am Montag beim Baden im Hochrhein und verstarb im Krankenhaus. Ihre Identität war anfangs unklar, konnte jedoch am Dienstag geklärt werden. Die Frau stammte aus Riedheim.

Den 78-Jährigen entdeckten Schwimmer am Dienstagnachmittag regungslos vor dem Seemoser Horn in Friedrichshafen im Wasser treiben. Wie die 88-Jährige konnte auch er von einem zufällig anwesenden Arzt und Rettungskräften anfangs reanimiert werden. Er starb jedoch wenige Stunden später im Friedrichshafener Krankenhaus.

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Am Mittwochmorgen starb zudem ein 67-jähriger Tourist aus Nordrhein-Westfalen im Strandbad Sipplingen. Er konnte den Bodensee noch aus eigener Kraft verlassen, begann an Land jedoch zu röcheln, als er sich auf eine Liege legte, wie die Polizei mitteilt. Auch hier war ein Mediziner anwesend. Der pensionierte Arzt begann sofort mit Wiederbelebungsversuchen. Knapp eine Stunde nachdem der Schwimmer den See verlassen hatte, mussten diese jedoch erfolglos eingestellt werden.

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