In Japan und Südkorea sind bereits heute drei Viertel aller Haushalte mit einer Glasfaserleitung versorgt, die superschnelles Internet garantiert. In Deutschland nur etwas mehr als zwei Prozent. Soviel zum Stand der Dinge.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) will nun alles besser machen. Was an sich zu begrüßen ist. Der Wettbewerb wird im Bereich der Bits und Bytes entschieden. Die Firma, die in Zukunft bestehen will, braucht schnelles Netz – und da reden wir noch nicht von Industrie 4.0.

Strobls Vorgänger im Amt des stellvertretenden Regierungschefs, Nils Schmid (SPD), hatte man den Satz übel genommen, es müsse ja nicht bis ins letzte Schwarzwaldtal hinein die beste Versorgung geben. Strobl wird man übelnehmen, wenn er sein Versprechen nicht einhalten kann. Und das ist nur zu wahrscheinlich: Denn viele ländliche Regionen sind von der Gigabit-Versorgung noch Lichtjahre entfernt. Großartige Ankündigungen, das zu ändern, gab es schon genug.