Gut zwei Jahre nach seinem Kettensägen-Angriff in Schaffhausen ist ein Schweizer in die Psychiatrie eingewiesen worden. Den Tatbestand der mehrfach versuchten vorsätzlichen Tötung sah das Kantonsgericht Schaffhausen am Mittwoch erfüllt. Weil der heute 53-Jährige aber an einer besonders schweren Form der Schizophrenie leidet, wurde er in eine Klinik eingewiesen. Es bestehe eine große Rückfallgefahr für Gewaltdelikte, hieß es.

Der Mann war im Juli 2017 in einem Versicherungsbüro in Schaffhausen auf zwei Angestellte losgegangen und hatte sie mit einer Kettensäge verletzt. Weil er zunächst flüchtete, breitete sich im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet Angst und Schrecken aus. Die Polizei löste eine Großfahndung aus. Der Mann wurde nach 24 Stunden in Thalwil am Zürichsee gefasst. In einer Tasche hatte er Waffen bei sich. Hintergrund war nach damaligen Angaben seines Anwalts ein Streit mit der Versicherung wegen Zahlungen nach einem Unfall. Der Mann war seit Jahren psychisch auffällig gewesen. (dpa)