Ein Umfahren der blockierten Strecke, etwa über Frankreich, sei jedoch nicht so einfach. International gebe es nur wenige ähnlich gut ausgebaute Trassen wie die Verbindung Karlsruhe-Basel, die bedeutendste Nord-Süd-Achse durch Deutschland. Güterzüge stauten sich überall auf der Strecke von Rotterdam bis Genua. Diesen Stau abzubauen, werde schwierig.

Die Bahn rechnet nach eigenen Angaben damit, dass Speditionen nun den Güterverkehr verstärkt von der Schiene auf die Straße verlagern. Im Personenverkehr profitieren indes die Fernbusse. Ein Sprecher des Fernbusanbieters Flixbus sprach von einem Anstieg der Buchungen. Auf den verschiedenen Verbindungen von der Schweiz Richtung Karlsruhe verzeichne das Unternehmen ein Plus der Passagiere von rund 10 bis teilweise mehr als 20 Prozent.

Die für den Fernverkehr wichtige Bahnstrecke zwischen Rastatt und Baden-Baden bleibt nach Angaben der Deutschen Bahn mindestens bis zum 26. August gesperrt. Hintergrund für die Probleme sind Bauarbeiten an einem Tunnel, die den Angaben zufolge für Erdbewegungen gesorgt und die Schiene der Bahntrasse abgesenkt haben.