Die Fußballverbände in Baden-Württemberg wollen ihre Vereine vor dem kommenden Spieltag sensibilisieren und so vor Strafen wegen unerlaubter Salut-Jubel schützen. «Wir sind gerade daran uns intern abzustimmen, wie und mit welchem Wortlaut wir die Vereine informieren. Weniger in die strafandrohende Richtung, eher in die sensibilisierende Richtung», sagte der Sprecher des Südbadischen Fußballverbandes, Thorsten Kratzner. 

Mindestens sechs Fälle von Salut-Jubel im Land

Im Land hatte es am vergangenen Wochenende mindestens in sechs Fällen Salut-Jubel gegeben wie bei der türkischen Nationalelf. «Es gab ein Fall in Singen. Da gab es eine Meldung vom Schiri entsprechend im Spielbericht. Das geht jetzt zum Sportrichter», sagte Kratzner.

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Der Württembergische Fußballverband (wfv) berichtete von mindestens drei, der Badische Fußballverband (bfv) von mindestens zwei Vorkommnissen.

«Die Unterstützung kriegerischer Handlungen durch entsprechende öffentliche Bekundungen im Rahmen eines Fußballspiels sind mit unseren Verbandsgrundsätzen nicht in Einklang zu bringen. Wir werden die betreffenden Vereine und Mannschaften daher auffordern, davon künftig Abstand zu nehmen», hieß es in einer gemeinsamen Stellungnahme des wfv und des bfv.

Europäische Fußball-Union prüft die Vorfälle

«Ob die betreffenden Spieler disziplinarrechtlich zu sanktionieren sind, ist ungeachtet der verbandspolitischen Missbilligung durch die unabhängige Sportgerichtsbarkeit zu entscheiden.»

Türkische Nationalspieler hatten in den vergangenen Tagen wiederholt beim Torjubel einen militärischen Gruß gezeigt. Ihr politisches Bekenntnis zum Militäreinsatz türkischer Streitkräfte in Nordsyrien zur Bekämpfung der Kurdenmiliz YPG wird international kritisiert. Die Europäische Fußball-Union prüft die Vorfälle. Im Amateurbereich hatte der Salut-Jubel Nachahmer gefunden. (dpa)