42 illegal im Internet gekaufte Schusswaffen haben die Ermittler bei bundesweiten Durchsuchungen am Dienstag sichergestellt. Unter den 29 Verdächtigen aus elf Bundesländern seien auch Personen, die der rechten Szene und den sogenannten Reichsbürgern zuzuordnen seien, sagte der Sprecher des Zollfahndungsamtes in Frankfurt, Hans-Jürgen Schmidt, am Mittwoch.

Größter Fund bei 63-Jährigem aus dem Kreis Lörrach

Am meisten wurde bei zwei Durchsuchungen in Baden-Württemberg gefunden. Bei einem 63-Jährigen aus dem Kreis Lörrach seien sieben Waffen, darunter drei scharfe Waffen, beschlagnahmt worden. Eine Pumpgun und eine Kurzwaffe seien geladen gewesen. Die Ermittler entdeckten auf dem Dachboden auch rund 120 Schuss Munition. Genauere Angaben zu dem Beschuldigten und der Durchsuchung im Enzkreis im Nordschwarzwald machten sie nicht.Festgenommen wurde niemand. Einen konkreten Zusammenhang zu den bundesweiten Razzien gegen Rechtsextreme, die im Verdacht stehen, eine rechte Terrorvereinigung gebildet zu haben, soll es nicht geben.

Die Zollfahnder hatten am Dienstag 33 Wohnungen, Hotelzimmer und Geschäftsräume durchsucht. Dabei wurden auch Munition, Computer und Datenträger sichergestellt, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt berichtete. Die Auswertung der sichergestellten Gegenstände dauerte am Mittwoch noch an.