Lehrer aus vier Schulen im Südwesten sind mit dem Deutschen Lehrerpreis 2019 ausgezeichnet worden. Drei Lehrerinnen aus Engen, Öhringen und Pfullendorf waren von ihren Schülern in der Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus“ nominiert worden und erhielten die Auszeichnung. Eine mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wissenschaft besetzte Jury hatte das letzte Wort. Wie die Organisatoren der Vodafone Stiftung Deutschland und des Deutschen Philologenverbands am Montag weiter mitteilten, kam nur Nordrhein-Westfalen auf mehr Auszeichnungen als Baden-Württemberg.

Preisträger aus der Region

Zu diesen gehören Alexandra Moser, Chemie-Lehrerin und Leiterin der Bigband am Gymnasium Engen (Kreis Konstanz), Nadine Royer, Mathematik- und Chemie-Lehrerin an der Werkrealschule Sechslinden in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen), und Barbara Schmitt, bis vor kurzem Deutsch-Lehrerin am Hohenlohe-Gymnasium Öhringen (Hohenlohekreis).

Ihre Schüler lobten sie für strukturierten, motivierenden und verständlichen Unterricht. Überdies hätten sie die richtige Balance zwischen Respektsperson und Herzlichkeit gefunden.

Projekt in Villingendorf ausgezeichnet

Auch in Villingendorf im Landkreis Rottweil dürfen sich Lehrer der dortigen Grund- und Werkrealschule freuen. Die Pädagogen rund um das Projekt „Irlandklasse“ wurden mit dem Sonderpreis des Cornelsen Verlags belohnt. Die Siebtklässler der „Irlandklasse“ arbeiten jeweils ein ganzes Schuljahr daran, sich einen Landschulheim-Aufenthalt auf der grünen Insel zu ermöglichen.

Sie gründen dafür eine Schüler-Genossenschaft, die etwa mit Weihachtsmarkständen einen Großteil der Kosten der Fahrt erwirtschaftet und so auch Kindern aus einkommensschwachen Familien die Teilnahme erlaubt.

Unermüdlicher Einsatz der Lehrkräfte gewürdigt

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) gratulierte den Preisträgern und sagte, diese stünden beispielhaft für den unermüdlichen Einsatz der Lehrkräfte und deren tägliche wichtige Arbeit. „Ohne das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, ohne deren Kreativität und Professionalität, aber auch ohne deren offenes Ohr und ehrliches Interesse an den Kindern ist guter Unterricht – und damit gute Bildung – nicht möglich.“ (dpa)