Für die Region zwischen Schwarzwald und Bodensee ist das eine gute Nachricht. Die schlechte lautet: Sehr wahrscheinlich wird die strahlende Fracht gut 20 Kilometer südwestlich unter die Erde kommen. Zwar ist es zunächst Schweizer und nicht deutscher Atommüll. Aber der strahlt genauso. Bern richtet den Blick auf Benken, nahe Schaffhausen – auf dieselbe, in beiden Ländern vorkommende Gesteinsschicht. Doch was dem einen wegen zu hoher Erdbebengefahr zu riskant erscheint, hält der andere auf seinem Staatsgebiet für unproblematisch.

Das riecht nach einer politischen Entscheidung. Und so ist noch viel Überzeugungsarbeit notwendig, um berechtigte Sorgen in der Grenzregion zu zerstreuen. Eine Beteiligung der Betroffenen in Deutschland wäre da zumindest schon ein Anfang.