In diesem Artikel bündeln wir für Sie die wichtigsten Informationen zur Corona-Lage. Dieser Artikel ist für alle Leser freigeschaltet. Lesen Sie auch alle anderen Artikel - die ersten 30 Tage gratis. 

14.42 Uhr: Stiko für Corona-Impfung bei allen Fünf- bis Elfjährigen: Das müssen Sie wissen

Lange hat die Stiko Kindern zwischen fünf und elf eine Corona-Impfung nicht generell empfohlen. Nun gibt das Gremium eine neue Einschätzung. Warum es seine Haltung ändert – und was Kinder und Eltern beachten sollten.

13 Uhr: Herbert Grönemeyer sagt wegen Corona-Erkrankung Jubiläumstour vollständig ab

Wegen eines Corona-Ausbruchs bei ihm selbst und in seinem Team hat der Sänger Herbert Grönemeyer seine bevorstehende Jubiläumstournee „20 Jahre Mensch“ abgesagt. „Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sind wir nicht von dem Virus verschont geblieben“, erklärte Grönemeyers Management am Mittwoch. „Unglücklicherweise hat das Virus leider auch Mitarbeiter, Bandmitglieder und Herbert infiziert.“

12.34 Uhr: Moskau will Strafen für Verstöße gegen Corona-Verordnungen aufheben

In der russischen Hauptstadt Moskau haben die Behörden nach der Aufhebung aller Corona-Beschränkungen nun auch erklärt, auf früher erhobene Strafzahlungen verzichten zu wollen. Die Gefahr der Pandemie sei vorüber. „Deshalb habe ich mich entschlossen, eine Covid-Amnestie zu erklären“, schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch in seinem Blog. Die Amnestie soll am 1. Juni in Kraft treten.

Wer wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Bestimmungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden sei, aber noch nicht bezahlt habe, werde von dieser Zahlung befreit. Wer schon bezahlt habe, könne auf Antrag das Geld zurückbekommen, versicherte Sobjanin. Die Regelung betreffe nur Strafen, die von der Stadtverwaltung verhängt worden seien. 

11.50 Uhr:  Hunde-Boom in der Hauptstadt dank Corona

In der Corona-Pandemie haben sich viele Menschen Haustiere zugelegt. Auch in Berlin. In der Hauptstadt sind immer mehr Hunde unterwegs: Aktuell sind in Berlin rund 126.300 der Vierbeiner und rund 118.000 Halter erfasst und damit erneut mehr als in den Vorjahren, teilte die Berliner Finanzverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mit. Vor der Pandemie - Ende 2019 - lag die Zahl der Hunde noch bei rund 111.000 und die Zahl der Halter bei rund 105.000.  

Der Hunde-Boom hat auch Schattenseiten: „Im Berliner Tierheim wurden in der Corona-Pandemie mehr als doppelt so viele Welpen abgegeben wie sonst“, sagte Sprecherin Annette Rost. Oft stammten die Tiere aus illegalem Welpenhandel und seien krank. „Die Nachfrage nach Hunden ist in der Pandemie so stark gestiegen, dass sie aus seriösen Quellen nicht mehr zu bedienen war“, so Rost.

9.15 Uhr: Corona-Einreiseregeln sollen ab 1. Juni gelockert werden

Angesichts sinkender Corona-Fallzahlen will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Regeln für die Einreise nach Deutschland über die Sommermonate lockern. „Bis Ende August setzen wir die 3G-Regel bei der Einreise aus“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vom 1. Juni an müssen Reiserückkehrer und andere Einreisende damit nicht mehr nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Die aktuell gültige Corona-Einreiseverordnung schreibt noch bis zum 31. Mai für alle Personen über zwölf Jahren einen 3G-Nachweis vor.

Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gelten noch strengere Regeln: Sie müssen sich in Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Diese Regelung soll auch in den kommenden Monaten weiter fortbestehen. „Wenn solche Gebiete definiert werden, müssen Einreisende in Quarantäne“, sagte Lauterbach den Funke-Zeitungen. „Auch bei niedrigeren Inzidenzen im Sommer müssen wir bei einer globalen Pandemie vorsichtig bleiben.“ Derzeit ist allerdings kein Land als Virusvariantengebiet ausgewiesen.

7.10 Uhr: RKI registriert 49.141 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 281,8

 Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 281,8 angegeben.  Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 307,2 gelegen (Vorwoche: 407,4, Vormonat: 790,8). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 24. Mai: 

19 Uhr: Lehrerverband fordert Vorbereitungen für Unterricht im Herbst

Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbands müssten mit Blick auf die Corona-Pandemie schon jetzt Vorbereitungen für den Unterricht im Herbst getroffen werden. „Die Politik macht beim Thema Pandemie und Schule schon wieder ihre Hausaufgaben nicht“, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Weichen müssten jetzt gestellt werden. Er forderte, alles dafür zu tun, dass die Schulen im Herbst nicht wieder geschlossen werden. „Die Schulen müssen aber zugleich spätestens jetzt so ausgestattet und vorbereitet werden, dass Distanzunterricht auf jeden Fall funktioniert“, sagte Meidinger dem RND.

16.43 Uhr: Tedros Adhanom Ghebreyesus als WHO-Chef wiedergewählt

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus ist für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation wählten Tedros am Dienstag in Genf erneut zum Generaldirektor. Der Äthiopier Tedros steht seit 2017 als erster Afrikaner an der Spitze der WHO.

14.20 Uhr: Lauterbach: Kein Druck auf Eltern bei Kinder-Corona-Impfungen

Nach der erweiterten Empfehlung der Ständigen Impfkommission für Corona-Schutzimpfungen für Kinder hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Entscheidungshoheit der Eltern betont. „Die Eltern müssen das frei entscheiden“, sagte Lauterbach am Dienstag am Rande des Deutschen Ärztetages in Bremen bei einer Pressekonferenz. Er schließe sich aber der Empfehlung vollumfänglich an und hoffe, dass die Impfung gut angenommen werden. Es dürfe aber kein Druck ausgeübt werden.

Lauterbach sprach von einem Fortschritt, der auch Kindern die Möglichkeit gebe, Krankheit und Schulausfall zu verhindern. Dies solle man nutzen.

13 Uhr: Maskenpflicht am Landgericht Tübingen unzulässig

Das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat die Maskenpflicht am Tübinger Landgericht für unzulässig erklärt. Damit gab das Gericht einem Eilantrag eines Tübinger Rechtsanwalts statt, wie ein Sprecher am Dienstag erklärte. Zuerst hatte der „Reutlinger General-Anzeiger“ berichtet.

Die Hausanordnung des Tübinger Landgerichts habe keine Rechtsgrundlage nach den Änderungen des Infektionsschutzgesetzes, urteilte das Verwaltungsgericht. Denn bundesweit und auch in Baden-Württemberg fiel am 3. April in Innenräumen die Maskenpflicht. Nur in Bussen und Bahnen, Pflegeheimen und Krankenhäusern muss noch Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts ist noch nicht rechtskräftig.

11.18 Uhr: Stiko empfiehlt Corona-Impfung für gesunde Kinder zwischen 5 und 11

Die Ständige Impfkommission empfiehlt nun auch gesunden Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Corona-Impfung. Sie sollen im Unterschied zum Impfschema bei anderen Gruppen aber zunächst nur eine mRNA-Impfstoffdosis bekommen, hieß es in einer Mitteilung des Gremiums. Die Impfung solle „vorzugsweise“ mit dem Vakzin Comirnaty von Biontech in reduzierter Dosis erfolgen. Laut Zulassung sei die Verwendung von Spikevax (Moderna) für Sechs- bis Elfjährige ebenfalls möglich. 

Die Impfempfehlung werde vorsorglich ausgesprochen, weil ein erneuter Anstieg von Corona-Infektionen im Herbst und Winter zu erwarten sei, schrieb die Stiko. 

10.32 Uhr: Maskenpflicht wird in Österreich ausgesetzt

In Österreich wird die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie während der Sommermonate weitgehend aufgehoben. Derzeit müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten noch FFP2-Masken getragen werden. Diese Regel werde ab 1. Juni für vorläufig drei Monate ausgesetzt, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch am Dienstag in Wien. In Krankenhäusern und Altersheimen wird die Maskenpflicht weiterhin gelten.

7.40 Uhr: Bundesweite Inzidenz bei 307,2

Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz mit 307,2 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 312,1 gelegen (Vorwoche: 437,6, Vormonat: 807,0). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 23. Mai: 

20 Uhr: Deutscher Ärztetag beginnt - Fokus auf Corona-Folgen für Kinder

Die Folgen der Corona-Krise auf Kinder und Jugendliche sind ein Schwerpunktthema des Deutschen Ärztetags, der am Dienstag in Bremen beginnt. Zur Eröffnung wird Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet. Die Bundesärztekammer hatte vorab ein besonderes Augenmerk auf die Belange junger Menschen bei der Corona-Strategie im Herbst angemahnt. Weiteres Thema der viertägigen Beratungen mit 250 Delegierten soll der ärztliche Versorgungsbedarf in einer „Gesellschaft des langen Lebens“ sein - also mit Blick darauf, dass es mehr Ältere mit mehr Erkrankungen geben dürfte.

12 Uhr: Corona-Impfstoff von Biontech laut Studien wirksam bei Kleinkindern

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist laut am Montag vorgelegten Studiendaten hochwirksam bei Kleinkindern in der Altersgruppe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren, wenn er in drei Impfdosen verabreicht wird. Demnach testeten die Hersteller den Impfstoff in einer Dreifach-Gabe von je drei Mikrogramm, was einem Zehntel der Dosis für Erwachsene entspricht.

Die Wirksamkeit lag laut ersten Schätzungen bei 80,3 Prozent und ist damit hoch. Pfizer-Chef Albert Bourla sprach von "ermutigenden" Ergebnissen. Das Unternehmen arbeite daran, bei den Zulassungsbehörden weltweit zügig Anträge auf Zulassung des Impfstoffs für die Arbeitsgruppe einreichen zu können. Laut Biontech-Chef Ugur Sahin soll in den kommenden Wochen ein Antrag auf Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht werden, das Antragsverfahren in den USA läuft bereits seit Februar.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 22. Mai:

12.25 Uhr: Kaum Spielraum für Mehrausgaben - Bayaz setzt auf Risikovorsorge

Im Doppeletat werden wichtige Weichen gestellt: Es entscheidet sich, was Kretschmann und Co. in dieser Wahlperiode noch umsetzen können. Nicht allzu viel, wie es aussieht. Die Folgen des Ukraine-Kriegs und der Pandemie machen den Haushältern große Sorgen.

Bei den Haushaltsberatungen drohen trotz der guten Steuerschätzung zahlreiche Projekte der grün-schwarzen Koalition auf der Strecke zu bleiben. Grund dafür ist der enge finanzielle Korridor für den Doppeletat 2023/2024, den Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) definiert hat. Die Spitzen von Grünen und CDU treffen sich am Montagabend, um über die Eckpunkte für den Haushalt zu beraten.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 21. Mai:

18 Uhr: Wegen 26 Fällen: Tausende Menschen in Peking trotz negativer Corona-Tests in Quarantäne

In Peking sind tausende Menschen trotz negativer Corona-Tests in Quarantäne-Zentren gebracht worden. Mehr als 13.000 Anwohner der Siedlung Nanxinyuan im Südosten der chinesischen Hauptstadt mussten in der Nacht zum Samstag ihre Wohnungen verlassen, wie aus Fotos und einer Mitteilung der Regierungsbehörden hervorging, die in Online-Netzwerken verbreitet wurden. Sie wurden demnach in Bussen zu Quarantäne-Zentren gefahren.

Grund für die Maßnahme waren demnach 26 festgestellte Neuansteckungen. Behörden des Pekinger Stadtbezirks Chaoyang teilten am Freitag mit, die Quarantäne werde für alle Bewohner von Nanxinyuan von „Mitternacht des 21. Mai an für sieben Tage“ angeordnet. Weiter hieß es: „Bitte kooperieren Sie. Andernfalls werden sie die rechtlichen Konsequenzen tragen.“

12.48 Uhr: Touristen dürfen nach mehr als zwei Jahren Corona-Pandemie bald wieder die Osterinsel im Pazifik bereisen

Die 3500 Kilometer westlich der chilenischen Küste gelegene Osterinsel ist berühmt für ihre monumentalen Statuen, die sogenannten Moai. Die Grenzen zu der abgelegenen Insel waren nach dem Auftreten der ersten nachgewiesenen Corona-Fälle in Chile im März 2020 geschlossen worden. Der Tourismus war bis dahin die wichtigste Einnahmequelle für die Insel mit ihren rund 10.000 Einwohnern.

Auf der Osterinsel selbst wurden in den vergangenen zwei Jahren nur vereinzelt Corona-Infektionsfälle registriert. Nach Angaben der örtlichen Behörden gab es keinen Todesfall durch Covid-19 auf der Insel, auch ins Krankenhaus musste niemand. Die Klinik im Hauptort Hanga Roa hat keine Intensivstation, sie verfügt aber über Beatmungsgeräte. Notfallflüge von der Osterinsel auf das Festland dauern rund fünfeinhalb Stunden. Im Oktober hatte die indigene Bevölkerung der Osterinsel in einem nicht bindenden Referendum über die Wiederöffnung der Insel abgestimmt. 67 Prozent der Wähler stimmten damals gegen den Öffnungsschritt. 

10.23 Uhr: Biden bietet Nordkorea Hilfe beim Kampf gegen Coronavirus an

Das von einem schweren Corona-Ausbruch heimgesuchte Nordkorea hat nach Angaben von US-Präsident Joe Biden nicht auf ein Impfstoffangebot aus Washington reagiert. Die USA hätten angeboten, Nordkorea Corona-Impfstoffe zu liefern, aber „keine Antwort“ aus Pjöngjang erhalten, sagte Biden am Samstag bei einem Besuch in Südkorea. Mit Blick auf die Serie nordkoreanischer Waffentests seit Jahresbeginn erwägen Washington und Seoul eine Intensivierung ihrer gemeinsamen Militärübungen.

„Wir haben nicht nur Nordkorea, sondern auch China Corona-Impfstoffe angeboten“, sagte Biden auf einer Pressekonferenz in Seoul. Die USA seien bereit, die Impfstoffe „sofort“ zu liefern. Allerdings habe seine Regierung „keine Antwort bekommen“, fügte Biden hinzu.

8.04 Uhr: RKI registriert 42 375 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 342,0

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 342,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche bei 361,8 gelegen (Vorwoche: 477,0, Vormonat: 720,6). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 42 375 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 61 859 registrierte Ansteckungen) und 120 Todesfälle (Vorwoche: 144) innerhalb eines Tages. 

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 20. Mai:

21.15 Uhr: In Belgien fallen die Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln

 Nach Frankreich hebt auch Belgien die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln auf. Ab Montag ist der Mund-Nasen-Schutz nur noch in Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken Pflicht, wie das belgische Corona-Kabinett am Freitag beschloss. In Altenheimen und an belebten Orten wird das Tragen einer Maske lediglich empfohlen.

Die Omikron-Welle ist seit ihrem Höhepunkt im Januar in Belgien deutlich abgeebbt. In dem Land mit seinen fast zwölf Millionen Einwohnern wurden zuletzt nur noch rund 3500 Corona-Infektionen pro Tag registriert. Auch in den Krankenhäusern sind kaum noch Betten mit Corona-Patienten belegt.

16.45 Uhr: London stuft Omikron-Typen BA.4 und BA.5 als besorgniserregend ein

Großbritannien hat die Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 als besorgniserregende Varianten eingestuft. Die bisherigen Analysen der vorliegenden Daten wiesen auf einen Wachstumsvorteil gegenüber der noch vorherrschenden Omikron-Untervariante BA.2 hin, teilte die britische Gesundheitsbehörde am Freitag mit. Bislang sei die Zahl der Fälle in Großbritannien jedoch sehr überschaubar - von BA.4 gebe es bislang 115 bestätigte oder Verdachtsfälle, von BA.5 80 Fälle.

Auch in Deutschland wächst der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Bei der Weltgesundheitsorganisation WHO gelten die Omikron-Subvarianten BA.1 bis BA.5 und davon abstammende sowie Misch-Varianten des Erregers als besorgniserregende Varianten. Die ersten Unterarten von Omikron hatten im Winter für massive Infektionswellen gesorgt.

14.30 Uhr: Fünf-Punkte-Plan gegen mögliche Corona-Welle im Herbst in Bayern

Mit einem Fünf-Punkte-Plan will Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) den Freistaat für eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst wappnen. Dazu zählen ein Ausbau von Corona-Früherkennung und -Monitoring, das weitere Vorantreiben von Impfungen, das Weiterführen eines Testkonzepts, die Stärkung der Klinik- und Pflegekapazitäten und schließlich eine dauerhafte Stärkung der Gesundheitsämter. „Im Falle einer neuen Pandemie-Welle muss es den bestmöglichen Schutz geben“, sagte Holetschek am Freitag anlässlich der Vorstellung seines Corona-Konzepts.

Vom Bund fordert der Minister, dass die Corona-Testverordnung „sinnvoll“ verlängert wird. „Präventive Testungen in Einrichtungen wie Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern, aber auch die Testungen bei einem Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus sind nach wie vor zentral, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.“

11.05 Uhr: Bundesrat stimmt Corona-Zuschlägen für Familien zu

Der Bundesrat hat am Freitag den Corona-Zuschlägen für Familien zugestimmt. Das Gesetz sieht unter anderem eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro für Leistungsberechtigte in den sozialen Sicherungssystemen im Monat Juli sowie einen Sofortzuschlag für leistungsberechtigte Kinder ab 1. Juli in Höhe von monatlich 20 Euro vor. Erst in der vergangenen Woche hatte der Bundestag das Gesetz beschlossen. Die Länder hatten sich bereit erklärt, in verkürzter Frist über das Gesetz abzustimmen.

Zudem setzte der Beschluss zwei Vereinbarungen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder mit dem Bundeskanzler vom 7. April 2022 um. So erhalten aus der Ukraine geflüchtete Menschen zum 1. Juni 2022 einen Anspruch auf Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II und XII. Der Bund unterstützt die Länder und Kommunen bei den Kosten für Unterbringung und Versorgung der Ukraine-Flüchtlinge mit zwei Milliarden Euro.

7.43 Uhr: RKI registriert 48.910 Neuinfektionen und 151 Todesfälle

Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 361,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.55 Uhr wiedergeben. Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 48.910 Corona-Neuinfektionen und 151 Todesfälle innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 19. Mai:

21.11 Uhr: RKI: Omikron-Untervariante BA.5 nimmt auf sehr niedrigem Niveau zu

Der Anteil der Omikron-Subvariante BA.5 in Deutschland wächst, aber bisher auf sehr niedrigem Niveau. Er lag nach den jüngsten verfügbaren Daten, einer Stichprobe von vorletzter Woche, bei 1,4 Prozent. In den Wochen zuvor waren es 0,5 und 0,3 Prozent, wie aus dem Corona-Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagabend hervorgeht. Das stetige Wachstum der seit einiger Zeit vorherrschenden Omikron-Variante BA.2 scheint indes gestoppt, der Wert sank leicht auf nun 97,4 Prozent.

20.07 Uhr: Bundestag beschließt Pflegebonus

Für die Belastungen in der Corona-Pandemie erhalten Pflegekräfte einen Bonus. Der Bundestag beschloss am Donnerstagabend mit großer Mehrheit ein entsprechendes Gesetz. Der Bund stellt dafür eine Milliarde Euro zur Verfügung, je zur Hälfte für Prämien für Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern und in der Altenpflege. Ausgezahlt werden soll die Prämie ab Juli. Dass Deutschland bisher die Pandemie habe bewältigen können, verdanke man zu großen Teilen dem unermüdlichen Einsatz der Pflegekräfte, erklärte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Neben dem Bonus bräuchten Pflegekräfte aber auch deutlich bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung, ergänzte er.

Dem Gesetz zufolge erhalten Altenpflegekräfte in Vollzeit eine Prämie in Höhe von 550 Euro, andere Beschäftigte 370 Euro, wenn sie mindestens 25 Prozent ihrer Arbeitszeit in der Pflege verbringen. Einen Bonus gibt es auch für Auszubildende und Helferinnen und Helfer im Bundesfreiwilligendienst.

19 Uhr: Weniger Covid-Patienten auf Normalstationen im Südwesten

Die Zahl der Menschen, die aufgrund einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden, ist im Südwesten weiter zurückgegangen. Wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mitteilte, wurden am Donnerstag 790 Covid-Patientinnen und -Patienten auf den Normalstationen der Kliniken behandelt. In der Vorwoche waren es noch 949. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten blieb mit 114 dagegen stabil (Vorwoche: 113). Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der Corona-Infizierten, die innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik kamen, ist auf 2,5 gesunken. In der Woche zuvor betrug der Wert 2,8.

17.17 Uhr: Nach Corona-Quarantäne in der Fleischbranche: Land muss entschädigen

Nach coronabedingten Betriebsstilllegungen und Quarantäne in der Fleischindustrie im Jahr 2020 muss das Land NRW in weiteren Fällen Lohnentschädigungen zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht Münster am Donnerstag entschieden. Damit schlossen sich die Richter in zwei Musterverfahren dem Verwaltungsgericht Minden an, das Ende Januar vergleichbare Entscheidungen getroffen hatte. An beiden Gerichten liegen mehr als 7000 Klagen von betroffenen Arbeitnehmern, die über Subunternehmer in Schlachtbetrieben bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück oder Westfleisch in Coesfeld eingesetzt wurden. Die beiden Urteile sind noch nicht rechtskräftig .

15.40 Uhr: Soldat wegen Verweigerung von Coronaimpfung zu Bewährungsstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat einen 26-jährigen Soldaten zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt, weil er die Coronaimpfung verweigerte und zudem einen gefälschten Impfausweis vorlegte. Das Gericht sprach den Mann am Mittwoch der Gehorsamsverweigerung und des Gebrauchs eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses in zwei Fällen schuldig, wie eine Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage mitteilte.

Der in Berlin stationierte Bundeswehrsoldaten soll sich laut Anklage wiederholt dem ihm im Januar sowie Dezember vergangenen Jahres erteilten Befehl, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, verweigert haben. Zudem soll er einige Zeit später zur Vortäuschung einer tatsächlich nicht erfolgten Impfung bei zwei Gelegenheiten seinen Vorgesetzten einen gefälschten Impfausweis vorgelegt haben.

14 Uhr: Corona-Impfpflicht in Pflege hat bislang keine ernstzunehmenden Folgen

Die Corona-Impfpflicht im Pflege- und Gesundheitsbereich hat in der Branche einem ZDF-Bericht zufolge bisher zu keinen ernstzunehmenden Folgen für die Patientenversorgung geführt. „Es ist zu Personalausfällen gekommen, aber nicht im befürchteten Ausmaß“, berichtete die Leiterin der Geschäftsstelle des Deutschen Pflegerats, Ute Haas, dem Sender nach Angaben vom Donnerstag. Sie sehe zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Auswirkungen für die Pflegebranche.

11 Uhr: Südwest-Kliniken fordern finanziellen Puffer für nächste Pandemie

Die Politik muss die Kliniken im Land aus Sicht der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft auf die nächste Pandemie vorbereiten. „Grundsätzlich müssen wir bei der Krankenhausplanung und vor allem bei deren Finanzierung mehr Reserven einplanen“, sagte BWKG-Vorstandschef Heiner Scheffold am Donnerstag der „Schwäbischen Zeitung“. „Da braucht es einen Puffer.“

Scheffold sagte, er glaube nicht, dass es wieder 100 Jahre bis zur nächsten Pandemie dauern werde. „Das einfachste, das man beschaffen kann, ist ein Beatmungsgerät - das schwierigste eine Intensivpflegerin. Das sollte man bedenken.“ Isolierstationen bräuchten zudem mehr Platz. Und die Pandemie habe die Schwäche der Finanzierung rein über Fallpauschalen offengelegt.

9.40 Uhr: Verfassungsbeschwerde gegen Impfpflicht in Pflege und Medizin erfolglos

Eine Verfassungsbeschwerde gegen die Corona-Impfpflicht in Pflege- und Gesundheitsberufen ist gescheitert. Zwar greife die einrichtungsbezogene Impfpflicht in die körperliche Unversehrtheit ein, erklärte das Bundesverfassungsgericht am Donnerstag in Karlsruhe. Doch sei dies verfassungsrechtlich gerechtfertigt, denn der Gesetzgeber verfolge den legitimen Zweck, vulnerable Menschen vor einer Infektion zu schützen. 

7.45 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 400

Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 383,2 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 58.719 Corona-Neuinfektionen und 165 Todesfälle innerhalb eines Tages.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 18. Mai: 

20.26 Uhr: Bundesverfassungsgericht urteilt über Impfpflicht in Pflege und Medizin

Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht am Donnerstag seine Entscheidung zur Corona-Impfpflicht in Pflege und Medizin. Insgesamt 46 Menschen, viele von ihnen selbst in Gesundheitsberufen beschäftigt, zogen mit einer Verfassungsbeschwerde nach Karlsruhe. Ihren Eilantrag zur vorläufigen Aussetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht lehnte das Gericht im Februar ab. Damit konnte sie Mitte März in Kraft treten. Seitdem müssen die Beschäftigten in Gesundheitsberufen nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind.

Das Verfassungsgericht wertete im Februar die Nachteile für vulnerable Menschen bei einem Aussetzen der Regelung schwerer als die drohenden Nachteile für die Beschäftigten, wenn sie in Kraft tritt. Es meldete damals bei seiner vorläufigen Bewertung keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken an, kritisierte aber die Technik der Regelung, in der auf die Websites von Paul-Ehrlich-Institut und Robert-Koch-Institut verwiesen wird. Nun folgt die endgültige Entscheidung.

19 Uhr: Über 200 Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg

Im Zuge der Corona-Pandemie hat die baden-württembergische Landesregierung Medienberichten zufolge mehr als 200 Verordnungen erlassen. Wie „Stuttgarter Nachrichten“ und „Stuttgarter Zeitung“ unter Berufung auf das Staatsministerium berichteten, gab es allein 12 allgemeine Corona-Verordnungen und 49 Änderungsverordnungen.

Hinzu kämen 153 Einzelverordnungen etwa für den Studienbetrieb, die Krankenhäuser, die Jugendarbeit, religiöse Veranstaltungen sowie den Betrieb von Bädern und Saunen. Inzwischen sind nur noch wenige in Kraft.

17 Uhr: Nordkorea meldet Hunderttausende neue Fieberfälle

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea erneut Hunderttausende Fieberpatienten gemeldet. Am Dienstag seien mehr als 232.000 Menschen mit Symptomen von Fieber registriert worden, berichteten die Staatsmedien am Mittwoch unter Berufung auf die staatliche Notfallzentrale zur Epidemie-Prävention. Die Zahl der fieberbedingten Todesfälle stieg demnach um sechs auf 62. Nordkorea bestätigt nicht, ob sich die Betroffenen mit dem Coronavirus infiziert haben, weil es nach Expertenangaben kaum Test-Kapazitäten gibt.

15.20 Uhr: Bundesregierung will vierte Corona-Impfung für alle ermöglichen

Die Bundesregierung will allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bis zum Herbst eine vierte Corona-Impfung ermöglichen und schafft dafür in großem Maßstab neuen Impfstoff an. Für 830 Millionen Euro will sie beim Hersteller Moderna einen neu zugeschnittenen Impfstoff bestellen, der sowohl gegen herkömmliche Virusvarianten als auch gegen die Omikron-Variante wirksam sein soll: Einen entsprechenden Beschluss fasste am Mittwoch das Bundeskabinett, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sagte.

Die vom Kabinett beschlossene Impfstrategie zielt laut Lauterbach darauf ab, dass bis zum Herbst drei unterschiedlich zugeschnittene Impfstoffe in großer Zahl bereitstehen: erstens die bislang schon eingesetzten Impfstoffe gegen ältere Varianten wie Delta; zweitens ein speziell auf Omikron zugeschnittener Impfstoff, den das Unternehmen Biontech derzeit entwickelt; und drittens der bei Moderna bestellte "bivalente" Impfstoff, der die Wirkung der beiden anderen Impfstoffe kombinieren soll.

12.29 Uhr: Kein Schmerzensgeld für Mädchen in NRW wegen langer Quarantäne

Ein Mädchen aus Neuss in Nordrhein-Westfalen hat einem Urteil zufolge auch nach einer insgesamt 28 Tage langen Corona-Quarantäne keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Eine Klage seiner Eltern gegen die Stadt Neuss wies das Landgericht Düsseldorf damit zurück, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.

Die Stadt habe das damals fünf Jahre alte Kindergartenkind „als notwendige Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung“ unter Quarantäne stellen dürfen. Zwischen März und Mai 2021 hatte die Stadt Neuss dreimal für jeweils acht bis zehn Tage eine häusliche Quarantäne für das Mädchen angeordnet, nachdem ein anderes Kind aus der Kita positiv auf das Coronavirus getestet worden war. 

11.26 Uhr: Oft wohl mehr als Zufall – Warum manche Menschen kein Corona hatten

In der Omikron-Welle haben sich nachweislich Millionen Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 angesteckt. Manche Menschen hatten aber bisher noch nie ein positives Testergebnis. Woran das liegen kann.

9.30 Uhr: Lauterbach will bald Plan zur Corona-Bekämpfung im Herbst vorlegen

Gesundheitsminister Karl Lauterbach will bald ein Konzept zur Bekämpfung von Corona im Herbst vorstellen. Er sagte dem Bayerischen Rundfunk in einem am Mittwoch ausgestrahlten Interview: „Ich werde da in ein paar Tagen, in kurzer Zeit, einen Plan vorstellen, den ich auch mit dem Bundeskanzleramt sehr eng abgestimmt habe, wie man im Herbst die Pandemie managt.“

Es würden etwa Einkäufe von angepassten Impfstoffen vorbereitet, erklärte er. Die Impfzentren würden offen gehalten, so dass sie sofort genutzt werden könnten. Zudem werde eine Impfkampagne mit kreativen Ansätzen vorbereitet. Und die Meldung von Corona-Patienten in Krankenhäusern an das Robert Koch-Institut solle beschleunigt werden. Erkrankte sollen zudem schnell Medikamente bekommen.

7.15 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 407,4

Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 407,4 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert bei 437,6 gelegen. Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72.051 Corona-Neuinfektionen und 174 Todesfälle.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 17.  Mai: 

20.06 Uhr: USA genehmigen Corona-Auffrischungsimpfung für Kinder ab fünf Jahren

Die US-Behörden haben Corona-Auffrischungsimpfungen für Kinder ab einem Alter von fünf Jahren zugelassen. Die Arzneimittelbehörde FDA genehmigte am Dienstag eine dritte Impfdosis mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und einschließlich elf Jahren. Der Booster, der frühestens fünf Monate nach der zweiten Impfdosis verabreicht werden kann, soll den Kindern einen "andauernden Schutz gegen Covid-19" bieten.

18.38 Uhr: Forscher: Corona-Pandemie hat Integration von Geflüchteten behindert

Die Corona-Pandemie hat die Integration von Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt aus Sicht mancher Wirtschaftsexperten deutlich behindert. „Die bis dahin stetige Aufnahme von Geflüchteten auf dem deutschen Arbeitsmarkt wurde vorerst fast gestoppt“, sagte Alexander Kritikos, Wirtschaftswissenschaftler bei DIW Econ, einem Unternehmen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Mit politischen Kampagnen müsse der Integration wieder neuer Schwung verliehen werden.

15.30 Uhr: TUI Cruises lässt Maskenpflicht an Bord Ende Mai fallen

Kreuzfahrtgäste der Reederei TUI Cruises können ab Ende Mai die Coronamasken an Bord der „Mein Schiff“-Flotte ablegen. „Für alle Reisen der Sommersaison ab dem 29. Mai 2022 wird die Maskenpflicht an Bord aufgehoben“, teilte TUI Cruises mit. Ausnahmen seien allerdings möglich, wenn es für Fahrtgebiete abweichende Regeln gibt.

Eine weitere Lockerung der bislang strengen Regeln betrifft die Testung: Der erste von zwei vor Fahrtantritt verpflichtenden Antigentests dürfe künftig ein Selbsttest ein. Darüber hinaus will TUI Cruises ab Ende Mai das Tanzen in Innenräumen wieder zulassen. Nicht geändert hat sich die Impfpflicht für alle Gäste über zwölf. 

12 Uhr: Südländer drängen auf Neuanlauf im Bundestag für Impfpflicht ab 60

Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Bayern drängen angesichts einer drohenden Corona-Welle im Herbst auf einen Neuanlauf im Bundestag für eine Impfpflicht ab 60 Jahren. Bei der digitalen Gesundheitsministerkonferenz am Montag stellten der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha und sein hessischer Amtskollege Kai Klose (beide Grüne) einen entsprechenden Antrag, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) schloss sich dem Vorschlag an.

Nun soll nächste Woche im Kreise der Gesundheitsminister darüber beraten werden, ein Beschluss soll im Juni fallen. Die drei Südländer sind der Meinung, dass mit der Impfpflicht ab 60 eine Überlastung des Gesundheitssystems und damit auch Einschränkungen für die Gesamtbevölkerung vermieden werden könnten.

10.35 Uhr: Gastgewerbe erholt sich weiter, Einnahmen bleiben aber noch immer unter Vorkrisenniveau

Das deutsche Gastgewerbe erholt sich weiter von den Folgen der Pandemie: Im März konnten die Unternehmen ihren Umsatz verglichen mit dem Vorjahr mehr als verdoppeln (plus 114,8 Prozent), wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im März 2021 hatte es wegen der Pandemie enorme Einschränkungen für Hotels und die Gastronomie gegeben. Verglichen mit Februar dieses Jahres stieg der Umsatz um 6,2 Prozent.

Allerdings erreichten die Einnahmen zuletzt noch immer nicht das Vorkrisenniveau. Sie lagen im März 27,7 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland, wie die Statistiker in Wiesbaden mitteilten.

7.30 Uhr: RKI registriert 86.252 Corona-Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 437,6 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 439,2 gelegen. Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 86.252 Corona-Neuinfektionen und 215 Todesfälle.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 16. Mai

19 Uhr: Corona-Expertenrat dringt auf mehr Hilfen für Menschen mit Long-Covid

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung dringt auf mehr Hilfen für Menschen mit Langzeitfolgen einer Covid-Infektion. Einige Kliniken böten zwar inzwischen Long- und Post-Covid-Ambulanzen oder Rehabilitationsprogramme an, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme des Gremiums. Angesichts der steigenden Zahl von Patientinnen und Patienten sei „das derzeitige Versorgungsangebot jedoch bei Weitem nicht ausreichend“.

Dringend notwendig sei die Etablierung flächendeckender Versorgungsstrukturen für Betroffene aller Altersgruppen, schreibt der Expertenrat weiter. Dazu gehörten Netzwerke geschulter Ärzte, Spezialambulanzen und Rehabilitationskliniken. Zudem müsse die Forschung ausgeweitet und gefördert werden.

16.06 Uhr: Gesundheitsminister wollen sich für Coronawelle ab Herbst rüsten

Bund und Länder wollen sich möglichst schnell für eine mögliche neue Coronawelle ab Herbst rüsten. Das vereinbarten die Gesundheitsminister am Montag bei einer gemeinsamen Videoschalte. „Die Coronapandemie ist noch nicht vorbei - wir dürfen uns nicht von den aktuell rückläufigen Inzidenzen täuschen lassen“, erklärte Sachsen-Anhalts Ressortchefin Petra Grimm-Benne, die derzeit der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) vorsitzt, in Magdeburg.

Im Herbst und Winter müsse mit dem Auftreten neuer Virusvarianten gerechnet werden. „Darum sollte das Bundesgesundheitsministerium möglichst rasch einen Masterplan zur Bekämpfung der Coronapandemie ausarbeiten und gemeinsam mit den Ländern abstimmen“, erklärte Grimm-Benne nach der Videoschalte mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach.

15 Uhr: EU-Firmen beklagen Covid-Beschränkungen und Unsicherheit in China

Die in China tätigen europäischen Unternehmen leiden stark unter den seit Wochen anhaltenden Beschränkungen durch die strikte chinesische Null-Covid-Strategie. Der Vorsitzende der EU-Handelskammer in China, Jörg Wuttke, beklagte am Montag auch die starke Unberechenbarkeit der Situation. „Die Unsicherheit macht alles sehr schwierig. Was passiert als nächstes? Wann wird der nächste Lockdown umgesetzt?“ Unternehmen brauchten Vorhersehbarkeit.

Wie Vertreter der Kammer berichteten, ist der Transport im Land stark zurückgegangen. Güterverkehr zwischen Städten sei schwierig. Betriebe müssten ihre Produktion aussetzen oder reduzieren. Lieferketten seien unterbrochen. Ein Großteil der Metropolen sei von Beschränkungen wegen teils kleinerer Covid-Ausbrüche betroffen. Der Lockdown in Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, mit strengen Ausgangssperren für Millionen dauere seit sechs Wochen an.

11.40 Uhr: Frankreich beendet Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

In Frankreich gilt seit Montag keine Corona-Maskenpflicht mehr in Bussen und Bahnen. Schutzmasken müssen damit nur noch in Krankenhäusern und Altenheimen getragen werden. Dort muss auch weiterhin ein Gesundheitspass vorgelegt werden - das heißt, Besucher müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.

"Das entspricht unserer Strategie, die Einschränkungen weiter abzubauen", hatte Gesundheitsminister Olivier Véran im Vorfeld die weitere Lockerung der Maskenpflicht begründet. "Die Lage verbessert sich, auch wenn wir die fünfte Welle noch nicht ganz hinter uns haben." 

9 Uhr: Corona-Lage in Nordkorea verschärft sich offenbar rapide

In Nordkorea spitzt sich die Corona-Lage offenbar dramatisch zu. Machthaber Kim Jong Un habe angeordnet, dass das Militär die Medikamenten-Versorgung in der Hauptstadt Pjöngjang "sofort stabilisiere", berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Seit Bestätigung des ersten Corona-Ausbruchs starben laut Staatsmedien bislang 50 Menschen in dem isolierten Land, mehr als 1,2 Millionen Menschen erkrankten.

7 Uhr: Null-Covid-Strategie trifft Chinas Wirtschaft stärker als erwartet

Die strikten Beschränkungen durch Chinas Null-Covid-Strategie bremsen die zweitgrößte Volkswirtschaft stärker als erwartet. Die Industrieproduktion fiel im April überraschend um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt am Montag in Peking berichtete. Auch die Einzelhandelsumsätze brachen deutlicher als von Analysten vorhergesagt sogar um 11,1 Prozent ein.

Die Zahlen deuten nach Ansicht von Experten darauf hin, dass der Abschwung in diesem Jahr stärker als erwartet ausfällt.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 15. Mai

19.30 Uhr: Allgemeine Maskenpflicht auf Flügen in EU und 3G-Nachweis in Österreich entfallen

Im europäischen Reiseverkehr entfallen am Montag weitere Corona-Restriktionen. Gemäß eines Beschlusses der EU-Behörden muss das Tragen einer Maske im Flugzeug und in Flughäfen dann keine Pflicht mehr sein, wird aber weiter empfohlen. Deutschland will laut Bundesgesundheitsministerium die Maskenpflicht vorerst jedoch auf allen Flügen beibehalten, die in Deutschland starten oder landen.

In Österreich entfallen am Montag alle Corona-bedingten Einreiserestriktionen. Ein 3G-Nachweis über eine Corona-Impfung, eine überstandene Covid-19-Erkrankung oder einen negativen Corona-Test ist für die Einreise nicht mehr notwendig. 

15.52 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region.

14.02 Uhr: Geschäfte in Shanghai dürfen allmählich wieder öffnen

Die Stadt Shanghai hat eine Lockerung ihrer  Corona-Beschränkungen angekündigt. Laut Vize-Bürgermeister Cheng Tong sollen ab Montag Geschäfte schrittweise wieder öffnen können. Offen bleibt indes, wann Millionen Einwohner im Lockdown ihre Wohnungen in der chinesischen Wirtschaftsmetropole wieder verlassen dürfen.

Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus in der Stadt war am Sonntag laut offiziellen Zahlen auf 1369 gesunken, Ende April hatte sie noch bei über 25.000 gelegen.

Anfang April hatten die Behörden aufgrund eines Ausbruchs der Omikron-Variante des Coronavirus drastische Einschränkungen in Shanghai verhängt, die die Versorgung der rund 25 Millionen Einwohner mit frischen Lebensmitteln massiv erschwerten und sich auf globale Lieferketten auswirkten. Aufgrund der Restriktionen war großer Unmut in der Bevölkerung laut geworden, den Bürger unter anderem in Online-Videos äußerten. 

11.30 Uhr: Die Corona-Lage in Nordkorea hat sich am Wochenende offenbar weiter drastisch verschärft

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA stieg die Zahl der Todesfälle auf insgesamt 42 - bei 820.620 Krankheitsfällen und mindestens 324.550 Fällen, die medizinische Behandlung bedürfen. Wie viele der Todesfälle auf das Coronavirus zurückzuführen sind, blieb unklar, da es an Testkapazitäten fehlt. Laut dem Nordkorea-Experten Cheong Seong-chang vom südkoreanischen Sejong-Institut ist es "nicht übertrieben, all diese Fälle von 'Fieber' als Covid-19-Erkrankungen zu betrachten", da Nordkorea die Tests fehlten. Die tatsächlichen Ansteckungszahlen könnten Seong-chang zufolge wegen vieler asymptomatischer Fälle höher als die gemeldeten "Fieber"-Zahlen sein. Die Zahl der Ansteckungen wachse "sehr schnell". 

Nordkorea hatte erst am Donnerstag bekannt gegeben, dass die hoch ansteckende Omikron-Variante in der Hauptstadt Pjöngjang entdeckt worden sei. Machthaber Kim Jong Un sagte, der Ausbruch habe "große Unruhe" in dem Land verursacht. 

09.15 Uhr: Bericht: Im zweiten Corona-Jahr erneut mehr Opfer häuslicher Gewalt

Die Zahl der Opfer von häuslicher Gewalt in Deutschland ist im zweiten Jahr der Corona-Pandemie gestiegen. 2021 wurden fast 161.000 Opfer polizeilich registriert, wie die "Welt am Sonntag" ("WamS") unter Berufung auf eigene Recherchen bei Innenministerien und Landeskriminalämtern in den 16 Bundesländern berichtete. Das entspreche einem Anstieg von 1,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2020.

Zwei Drittel der erfassten Opfer sind dem Bericht zufolge Frauen. Das Dunkelfeld sei groß, weil viele Opfer sich nicht trauen, Anzeige zu erstatten. 

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 14. Mai: 

20.51 Uhr: Zahl der Covid-19-Intensivpatienten erstmals seit Monaten dreistellig

Die Zahl der Schwerkranken, die auf Intensivstationen in Deutschland mit Covid-19 behandelt werden, ist auf unter 1000 gesunken. Der Stand war im Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag mit genau 979 angegeben. So niedrig war diese Patientenzahl demnach seit Ende August des Vorjahres nicht mehr. Im Dezember 2021 waren noch knapp 4900 schwer erkrankte Covid-19-Fälle zeitgleich behandelt worden, danach sanken die Werte mit zwischenzeitlichen Plateauphasen ab.

19.03 Uhr: Länder: Corona-Aufholprogramm für Kinder soll weitergehen

Ein Bundesprogramm zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen nach der Corona-Pandemie soll nach Ansicht der Länder über das Jahr 2022 hinaus fortgesetzt werden. Auf diese Forderung hätten sich die Jugend- und Familienminister auf Initiative Niedersachsens verständigt, teilte das Sozialministerium in Hannover am Freitag mit.

Die SPD-Politikerin forderte, dass Bewegung, Kultur und Freizeit wichtige Schwerpunkte in einem Nachfolgeprogramm werden. Außerdem sollten Kinder und Jugendliche aktiv an der Gestaltung und Umsetzung des neuen Programms beteiligt werden.

Das Corona-Aufholprogramm war noch von der alten Bundesregierung beschlossen worden. Der Bund investiert dafür nach eigenen Angaben insgesamt zwei Milliarden Euro.

16.28 Uhr: Österreich hebt alle Corona-Einreiseregeln auf

Zur Einreise nach Österreich ist ab Montag kein Nachweis über eine Corona-Impfung oder -Genesung mehr nötig. Auch einen negativen Corona-Test müssen Reisende nicht mehr vorlegen, wie aus der Einreiseverordnung hervorgeht, die das Gesundheitsministerium am Freitagabend aktualisierte. Theoretisch gelten noch Auflagen für Einreisen aus Virusvariantengebieten. Derzeit steht aber kein Land auf der Liste.

14.39 Uhr: Holetschek fordert Corona-Bonus auch für Hausarztpraxen

Auch Hausärzte und ihre medizinischen Fachangestellten sollten nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) einen Corona-Bonus erhalten. „In der Pandemie haben Sie sich als echtes Bollwerk in der Patientenversorgung erwiesen“, sagte er anlässlich der Mitgliederversammlung des Bayerischen Hausärzteverbandes in Erlangen am Samstag.

Diesen Einsatz bei der Bewältigung der Pandemie sollte man deshalb anerkennen und wie bei den Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeheimen einen Corona-Bonus zahlen, sagte Holetschek. Eine entsprechende Forderung habe der Bund jedoch bisher verweigert. Die Unionsfraktion habe nun einen Antrag dazu im Bundestag eingebracht.

12.45 Uhr: Fußball-Asienmeisterschaft findet 2023 nicht in China statt

Wegen seiner strikten Null-Corona-Politik gibt China die für kommendes Jahr geplanten Fußball-Asienmeisterschaften auf. Wie die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) mitteilte, habe China den Verband darüber informiert, nicht dazu in der Lage zu sein, das Turnier wie geplant auszurichten.  

Mit der Verbreitung von Omikron erlebt China derzeit die größte Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren. In Shanghai, dem Wirtschafts- und Finanzzentrum des Landes, und anderen Metropolen herrschen Ausgangssperren. 

11.15 Uhr: Nordkorea meldet nach Corona-Ausbruch 21 neue Todesfälle

Vor dem Hintergrund des Corona-Ausbruchs im Land hat Nordkorea 21 neue Todesfälle gemeldet. Die Opfer hätten sich unter den bisher mehr als 520.000 Menschen befunden, die seit Ende April Fieber bekommen hätten. Am Freitag sei die Zahl der fieberbedingten Todesfälle auf 27 gestiegen, berichteten die staatlich kontrollierten Medien am Samstag. Wie viele von ihnen tatsächlich auf eine Corona-Erkrankung zurückzuführen sind, blieb aber unklar. Das weithin isolierte und autoritär geführte Land hatte am Donnerstag zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie offiziell Infektionen mit dem Krankheitserreger bestätigt.

Machthaber Kim Jong Un bezeichnete den Berichten zufolge die Ausbreitung der „bösartigen Krankheit“ einen großen Umbruch in der Geschichte des Landes. Die öffentliche Gesundheitskrise sei auf Inkompetenz und Unverantwortlichkeit zurückzuführen. Zugleich äußerte sich Kim zuversichtlich, dass der Ausbruch kontrollierbar sei. 

9.50 Uhr: Lauterbach warnt vor Rückkehr der Delta-Variante im Herbst

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat vor einer Rückkehr der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt und die Beschaffung unterschiedlicher Impfstoffe angekündigt. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Eine Omikron-Welle im Herbst ist zwar wahrscheinlich. Aber selbst die gefährlichere Delta-Variante könnte zurückkommen“, sagte Lauterbach der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ unter Verweis auf eine entsprechende Studie aus Israel.

Deutschland müsse sich auf beide Szenarien einstellen, sagte er. „Wir brauchen Impfstoff gegen beide Varianten. Das wird sehr teuer. Aber ein weiterer verpasster Herbst wäre für die Wirtschaft unbezahlbar.“ Die Bundesregierung rechnet im September mit einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante.

8.20 Uhr: RKI registriert 61.859 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 477,0

Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 477,0 angegeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 485,7 gelegen (Vorwoche: 544,0; Vormonat: 1015,7).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.  Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 13. Mai: 

21.04 Uhr: G7-Staaten sagen Ausweitung von Produktion und Verteilung von Corona-Vakzinen zu

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die G7-Gruppe führender Industriestaaten die Produktion und die Verteilung von Impfstoffen weiter ausweiten. Es sei bereits viel erreicht worden „durch unsere Bemühungen, die Corona-Pandemie 2022 zu beenden“, hoben die G7-Außenminister nach ihren Beratungen am Freitag im schleswig-holsteinischen Wangels in einer gemeinsamen Erklärung hervor. Dennoch gebe es weiterhin „bedeutende Lücken bei der globalen Reaktion auf die gegenwärtige Gesundheitskrise“.

Die G7-Staaten wollen daher nach eigenen Angaben ihre Bemühungen um eine „gerechte und schnelle globale Verteilung“ sicherer und wirksamer Corona-Impfstoffe weiter beschleunigen. Dazu solle das internationale ACT-A-Programm für die Entwicklung, Herstellung, Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen, Medikamenten, Tests und Schutzausrüstung gegen das Coronavirus „mit allen Mitteln“ unterstützt werden.

18.47 Uhr: Gewerkschaft fordert einheitliches Ende der Maskenpflicht im Flugzeug in der EU

Vor dem Ende der grundsätzlichen Maskenpflicht im Flugzeug in der EU hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) eine rasche einheitliche Umsetzung gefordert. Das Auslaufen der Maskenpflicht im Luftverkehr sei nur „eine Frage der Zeit“ gewesen, erklärte der Präsident der Gewerkschaft, Stefan Herth, am Freitag. „Wir erwarten von der Bundesregierung, dass Deutschland hier schnellstmöglich entsprechende Regelungen erlässt, so dass kein europäischer Flickenteppich entsteht.“

Die EU hatte kürzlich ihre Empfehlungen zu Corona-Regeln für Fluggäste gelockert. Ab Montag müsse das Tragen einer Maske im Flugzeug und in Flughäfen keine Pflicht mehr sein, werde aber weiter empfohlen, teilten die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Deutschland will an der Maskenpflicht in Flugzeugen zunächst aber festhalten, wie das Bundesgesundheitsministerium daraufhin erklärte.

15.50 Uhr: Kommentar: Dass Baden-Württemberg an der Maskenpflicht in Bus und Bahn festhält, ist falsch

Es erinnert an die Fehler der Vergangenheit: Während im Bund das Aus der Maskenpflicht in Bus und Bahn diskutiert wird, möchte das Land kategorisch an ihr festhalten. Das wirkt arrogant und volksfern, schreibt SÜDKURIER-Redakteur Alexander Michel in seinem Kommentar.

14.02 Uhr: Baden-Württemberg will an Mund-Nasen-Schutz im Nahverkehr festhalten

In der baden-württembergischen Landesregierung stößt ein Vorschlag von Bundesjustizminister Volker Wissing zur Aufhebung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen auf Ablehnung. „Aus meiner Sicht kommt der Vorstoß von Volker Wissing zu früh“, sagte Landesgesundheitsminister Manne Lucha den „Badischen Neuesten Nachrichten“. Lucha betonte, die Maske sei nach wie vor generell eine sehr einfache Möglichkeit, sich effektiv vor Infektionen mit dem Coronavirus zu schützen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei nach wie vor hoch. Auch das Bundesgesundheitsministerium lehnte den Vorstoß ab. Ressortchef Karl Lauterbach schrieb auf Twitter, mit täglich bis zu 150 Corona-Toten und einer immer noch sehr hohen Inzidenz „fehlt der Spielraum, auf Masken im öffentlichen Verkehr zu verzichten“.

13.45 Uhr: Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Südwesten durch Corona stark zurückgegangen

Der gesellschaftliche Zusammenhalt im Südwesten ist nach einer Studie durch die Corona-Pandemie deutlich schwächer geworden. Das hat eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung ergeben, die am Freitag in Berlin vorgestellt wurde. Zwischen 2019 und 2022 sei der Wert für den Zusammenhalt auf einer Skala von 0 bis 100 von 64 auf 54 gesunken. „Einen solchen Rückgang wie jetzt in der Pandemie konnten wir noch nie verzeichnen“, sagte Kai Unzicker von der Bertelsmann Stiftung. Er stellte aber auch klar: „Das ist noch keine Spaltung der Gesellschaft.“

Dennoch nähmen vor allem ärmere Menschen und Arbeitslose einen besonders gering ausgeprägten Zusammenhalt wahr. Gleiches gelte für Alleinerziehende, chronisch Kranke und Menschen mit ausländischen Wurzeln. Zwischen Frauen und Männern gibt es hier ebenfalls große Unterschiede: Frauen erlebten den Zusammenhalt als erheblich geringer, sie empfänden die Gesellschaft als weniger gerecht und fühlten sich in ihrem direkten Wohnumfeld unsicherer als Männer.

11 Uhr: Nordkorea hat WHO noch nicht über Corona-Ausbruch informiert

Nach dem ersten offiziellen Corona-Ausbruch in Nordkorea wartet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf auf nähere Informationen. Sie habe sich an das Gesundheitsministerium gewandt, aber bislang keine Informationen erhalten, teilte der für Nordkorea zuständige WHO-Vertreter, Edwin Salvador, mit. Nordkorea hat am Freitag den ersten Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet.

Seit Ende April seien sechs Menschen mit Fieber gestorben, das sich aus noch ungeklärter Ursache schnell im ganzen Land ausgebreitet habe, berichteten die Staatsmedien. Südkorea bot an, Corona-Impfstoffe und andere medizinische Versorgungsgüter in das Nachbarland zu liefern.

7 Uhr: RKI registriert 68.999 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 485,7

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Freitagmorgen mit 485,7 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 502,4 gelegen (Vorwoche: 553,2; Vormonat: 1044,7).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 12. Mai: 

20.54 Uhr: Drei Milliarden Dollar Finanzzusagen bei zweitem internationalen Corona-Gipfel

Beim zweiten internationalen virtuellen Corona-Gipfel haben die Teilnehmer nach US-Angaben zusätzliche Finanzmittel in Höhe von mehr als drei Milliarden Dollar (knapp 2,9 Milliarden Euro) zugesagt. Davon seien mehr als zwei Milliarden Dollar für den sofortigen Kampf gegen die Pandemie vorgesehen und 962 Millionen Dollar für einen neuen Fonds der Weltbank zur Pandemievorsorge, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag. Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mahnten an, bei den Anstrengungen gegen Corona nicht nachzulassen. „In unserer Wahrnehmung mag die Pandemie vorüber sein“, sagte Scholz in einer Videoansprache. So dominiere der Ukraine-Krieg die Schlagzeilen, viele Menschen seien zudem inzwischen „müde“, über Corona zu lesen. „In der rauen Wirklichkeit aber ist die Pandemie keineswegs vorbei.“

18.50 Uhr: Corona-Fälle in Kliniken im Südwesten rückläufig

Die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen im Südwesten sinkt immer weiter. Am Donnerstag lagen in Baden-Württemberg noch 113 Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstationen, 24 weniger als in der Vorwoche. Das teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Normalstationen nahm ab. Lagen dort vergangenen Donnerstag noch 1213 Erkrankte, sind es nun noch 949. 

17.38 Uhr: Ärzte in Gesundheitsämtern: Impfregister möglichst bald wäre wichtig

Die Ärztinnen und Ärzte der Gesundheitsämter sehen die Etablierung eines zentralen Impfregisters als hilfreich auch für folgende Pandemien an. „Es ist ganz, ganz wichtig, dass es passiert und eben möglichst bald“, sagte Johannes Nießen, Vorsitzender des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), am Donnerstag in Magdeburg. „In Dänemark und England funktioniert das auf Knopfdruck, von jetzt auf gerade kann man das abfragen. Für uns ist das jetzt die Zukunft.“ Aktuell bewältigten die Gesundheitsämter die Kontrolle der Impfpflicht Beschäftigte in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen.

Bei einem wissenschaftlichen Kongress in Magdeburg beraten die Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes seit Donnerstag über die Schlussfolgerungen aus der Corona-Pandemie.

16.11 Uhr: Ampel-Vertreter stellen Bürgern weitere Entlastungen in Aussicht

 Der Bundestag entscheidet am Donnerstag über milliardenschwere Entlastungsmaßnahmen der Ampel-Koalition wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs und der Corona-Pandemie. Angesichts der hohen Inflation stellte SPD-Chef Lars Klingbeil bereits weitere Schritte in Aussicht. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) versprach gleichfalls neue Entlastungen: neben steuerlichen Nachlässen auch höhere staatliche Sozialleistungen - beides allerdings erst im kommenden Jahr.

14 Uhr: Mehr als zwei Millionen Corona-Tote in Europa seit Pandemie-Beginn laut WHO

In Europa hat die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie die Schwelle von zwei Millionen überschritten. Das teilte die Weltgesundheitsorganisation mit. Nach Angaben eines Sprechers handelt es sich um die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Todesfälle, die von 53 Ländern und Gebieten im Zuständigkeitsbereich des WHO-Regionalbüros für Europa an die Weltgesundheitsorganisation gemeldet wurden, darunter auch Länder wie Russland.

11 Uhr: USA überschreiten Schwelle von einer Million Corona-Toten

Die USA haben die Schwelle von einer Million Corona-Toten überschritten. US-Präsident Joe Biden gab den "tragischen Meilenstein" am Donnerstag in einer Erklärung bekannt. Er rief dazu auf, im Kampf gegen die Pandemie nicht nachzulassen und "alles zu tun, um so viele Leben wie möglich zu retten".

Dafür stünden mehr Tests, Impfstoffe und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung als jemals zuvor. Die USA hatten Anfang Februar 2020 an der Westküste den ersten Todesfall durch das Coronavirus verzeichnet.

8 Uhr: Nordkorea meldet ersten Corona-Ausbruch, Städte werden abgeriegelt

Das abgeschottete Nordkorea hat erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren offiziell Infektionsfälle mit dem Krankheitserreger bestätigt. Betroffen von dem Ausbruch mit der Omikron-Subvariante BA.2 ist Staatsmedien zufolge die Hauptstadt Pjöngjang.

Machthaber Kim Jong Un habe angesichts des „Ernstfalls“ angeordnet, alle Städte und Landkreise streng abzuriegeln, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Wie viele Fälle es gibt und wo sich die Betroffenen infizierten, war zunächst unklar.

7 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt leicht auf 502

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Donnerstagmorgen mit 502,4 an. Am Dienstag hatte die Inzidenz bei 507,1 gelegen, vor einer Woche bei 566,8. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI am Donnerstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 88.961, nach 97.010 am Vortag und 96.167 vor einer Woche. Die Gesamtzahl der erfassten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 25.592.839.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 11. Mai: 

21.39 Uhr: Abrechnungen ohne Abstrich: Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt gegen Testzentrum in Singen

Es gibt über 200 Testzentren im Kreis Konstanz. Die meisten von ihnen haben die Anzahl der Corona-Tests korrekt abgerechnet. Aber bei einer Einrichtung in Singen gibt es Auffälligkeiten. Wie das überhaupt lange Zeit möglich war.

19.50 Uhr: Internationaler virtueller Gipfel zur Corona-Pandemie

Deutschland, die USA und weitere Länder tragen am Donnerstag einen virtuellen Gipfel zur Corona-Pandemie aus. Themen sind unter anderem die weltweiten Impfbemühungen im Kampf gegen das Coronavirus und die Vorbereitung auf drohende künftige Pandemien. Teilnehmen werden eine Reihe von Staats- und Regierungschefs wie  US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), außerdem Vertreter von internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen.

17.31 Uhr: EU-Behörden lockern Empfehlung zum Tragen von Masken im Flugzeug

Die zuständigen EU-Behörden haben damit begonnen, Leitlinien zum Corona-Schutz im Luftverkehr zu lockern. Unter anderem fällt ab diesem Montag eine generelle Empfehlung zum verpflichtenden Tragen medizinischer Masken in Flughäfen und Flugzeugen weg, wie die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Mittwoch mitteilten. Wenn an Abflugort oder Ziel eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut Empfehlung aber weiterhin auch an Bord der Maschinen gelten.

Das Bundesgesundheitsministerium erläuterte auf Anfrage, dass über die Maskenpflicht im Flugzeug die nationalen Behörden entscheiden. Sie gelte daher weiterhin auf allen innerdeutschen Strecken und auf Flügen, die in Deutschland starten oder landen. Demnach sind beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges FFP2- oder medizinische Masken zu tragen. Abnehmen kann man sie nur beim Essen und Trinken. Ausgenommen von der Pflicht sind Kindern unter sechs Jahren.

14.59 Uhr: Corona-Krisenstab im Kanzleramt wird wieder aufgelöst

Der erst im November eingerichtete Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt wird wieder aufgelöst. Mit Blick auf die Corona-Lage sei Deutschland "mittlerweile in einer ganz anderen Situation, was Infektionen und im Impfungen angeht, als im vergangenen Herbst", sagte Vizeregierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch in Berlin. Die Aufgaben der Pandemiebekämpfung sollten "künftig in den üblichen Arbeitsstrukturen der Bundesregierung" bewältigt werden.

Die Auflösung des Krisenstabs "möge nicht missverstanden werden", sagte Hoffmann: "Es ist natürlich völlig klar, dass die Pandemie nicht vorbei ist, sondern weiterhin andauert." Der von der Bundesregierung einberufene Expertenrat bestehe weiter und tage regelmäßig, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin. Derzeit bereite er Empfehlungen zur Vorbereitung auf die Situation im Herbst und Winter vor.

12.40 Uhr: Bill Gates hat sich mit Corona infiziert

Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er habe milde Symptome und bleibe in Isolation, bis er wieder gesund sei, teilte der 66-Jährige am Dienstag auf Twitter mit. „Ich habe Glück, geimpft und geboostert zu sein und Zugang zu Testmöglichkeiten und großartiger medizinischer Versorgung zu haben“, schrieb Gates. Die Gates-Stiftung treffe sich an diesem Tag erstmals in zwei Jahren und er habe Glück, über die Teams-App online an dem Treffen teilnehmen zu können. „Wir werden weiter mit Partnern arbeiten und alles dafür tun, um sicherzustellen, dass keiner von uns je wieder mit einer Pandemie zu tun haben wird“, versprach Gates.

11.05 Uhr: Lauterbach: Scheitern der allgemeinen Impflicht enttäuschend

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat das Scheitern der allgemeinen Impfpflicht als „enttäuschende Erfahrung“ bezeichnet. „Wir hätten es uns allen leichter gemacht für den Herbst, wenn wir das erreicht hätten“, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der ARD-Talkshow „Maischberger“. Zudem sei bei der Abstimmung im Bundestag Parteitaktik im Spiel gewesen. „Es ist insgesamt eine enttäuschende Erfahrung gewesen.“

10 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region. Hier finden Sie den Überblick.

7 Uhr: RKI registriert 97.010 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 507,1

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 507,1 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 522,7 gelegen (Vorwoche: 591,8 Vormonat: 1080,0).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 10. Mai:

20.35 Uhr: Finanzminister Bayaz will bei Corona-Hilfen sparen

Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) will bei den Corona-Hilfen sparen. Mit Blick auf die bevorstehenden Haushaltsberatungen für 2023/24 sagte er, man wolle überprüfen, ob die Corona-Hilfsprogramme zielgenau ankommen und gegebenenfalls nachjustieren.  Nach zwei Jahren Pandemie werden nicht alle Corona-Hilfen weiterlaufen.

Er ließ auch erkennen, wo er trotz eines Finanzlochs im Haushalt nicht kürzen will. „Ich denke, dass dem Bildungsbereich eine besondere Bedeutung zukommt. Auch der Klimaschutz muss meiner Ansicht nach eine zentrale Rolle spielen". Die Finanzlage des Landes ist angesichts eines strukturellen Defizits von 5,4 Milliarden Euro für 2023 und 2024 angespannt. Dennoch will Bayaz keinen Sparhaushalt anpeilen.

19.25 Uhr: WHO kritisiert Chinas Null-Covid-Strategie als „unhaltbar“

Die Weltgesundheitsorganisation hat Chinas restriktive Corona-Politik kritisiert. „Wenn wir über die Null-Covid-Strategie sprechen, glauben wir nicht, dass sie haltbar ist, wenn man bedenkt, wie sich das Virus jetzt verhält und was wir für die Zukunft erwarten“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Chinesische Experten seien über diese Einschätzung in Kenntnis gesetzt worden. Er halte eine Neuausrichtung der Strategie für „sehr wichtig“.

Die chinesische Regierung gerät wegen ihrer Null-Covid-Strategie zunehmend unter Druck. Besonders im am härtesten von der Omikron-Welle betroffenen Shanghai, das seit bald sieben Wochen im Lockdown ist, wächst der Unmut über die strengen Maßnahmen.

17.44 Uhr: Corona-Krisenstabschef Breuer mahnt zur Vorbereitung auf den Herbst

Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, General Carsten Breuer, fordert eine gute Vorbereitung auf ein mögliches Wiederaufflammen der Pandemie nach dem Sommer. "Nach dem akuten Krisenmanagement der letzten Monate ist es jetzt sehr wichtig, in den Herbst zu schauen", sagte er nach Angaben der saarländischen Staatskanzlei am Dienstag bei einem Besuch in Saarbrücken. "Die Vorbereitungen gegen nächste mögliche Corona-Wellen müssen jetzt getroffen werden."

Breuer betonte den Angaben zufolge, Deutschland werde sich "mit weiteren Wellen und Virusvarianten auseinandersetzen müssen, da sind sich die Experten absolut einig". Alle Pandemie-Maßnahmen müssten nun "nachhaltig angegangen und gründlich geplant werden". Dies könne dann einen Vorteil "für die nächste Virussaison" bringen.

17 Uhr: Verfügbares Einkommen im ersten Pandemiejahr im Südwesten gesunken

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte im Südwesten ist im ersten Pandemiejahr 2020 leicht gesunken. Es betrug im Schnitt 25 513 Euro pro Kopf, das war im Jahresvergleich ein Minus von 0,9 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Stuttgart unter Berufung auf den Arbeitskreis für volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder berichtete. Während der Corona-Pandemie war die Kurzarbeit deutlich ausgeweitet worden - sie schmälerte auch Einkommen. Ungeachtet des Rückgangs ist Baden-Württemberg in der Spitzengruppe und schneidet im Ländervergleich überdurchschnittlich ab.

15.50 Uhr: Corona-Aufholprogramm erreicht mehrere Millionen Schüler

Mehrere Millionen Schülerinnen und Schüler haben bisher über das sogenannte Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche Förderung erhalten. Das geht aus einem Zwischenbericht von Bundesbildungsministerium und Kultusministerkonferenz hervor. In den Ländern wurden und werden demnach verschiedene Maßnahmen angeboten, damit Schüler Lernrückstände aufholen können, wieder mehr in Bewegung kommen und bei psychischen Problemen unterstützt werden.

Eingesetzt wurde das entsprechende Fördergeld beispielsweise für Ferienkurse, zusätzlichen Schwimmunterricht, verschiedene schulische und außerschulische Nachhilfeangebote oder Bildungsgutscheine. 

15 Uhr: Bald läuft die Homeoffice-Sonderregel für Grenzgänger aus: Was das für Betroffene bedeutet

Einige Grenzgänger müssen sich schon bald auf deutliche Veränderungen in ihrem Arbeitsalltag einstellen. Denn Ende Juni läuft die Sondervereinbarung aus, die es ihnen erlaubte, während der Pandemie unbegrenzt von zu Hause aus zu arbeiten, statt in die Schweiz zur Arbeit zu fahren. Damit gelten voraussichtlich ab 1. Juli wieder die üblichen Sozialversicherungs- und Steuerregeln, Arbeitnehmer müssen also wieder zu ihrer Arbeit pendeln. Was Sie jetzt dazu wissen müssen. 

14.30 Uhr: Zahl der Beschäftigten in Pflegeberufen steigt weiter

Die Zahl der Beschäftigten in Pflegeberufen in Deutschland nimmt weiter zu - trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Fachkräftemangels. Im Jahr 2021 seien rund 1,67 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig in der Pflege beschäftigt gewesen, rund 44 300 mehr als ein Jahr zuvor, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg zum „Tag der Pflegenden“ mit, der an diesem Donnerstag begangen wird.

In der Altenpflege habe die Zahl binnen eines Jahres um rund 12.700 auf 627.900 zugenommen, in der Gesundheitspflege um 31.600 auf 1,04 Millionen. Der Anstieg verteile sich sowohl auf Vollzeit- als auch Teilzeitbeschäftigte. Der Trend ist seit 2017 ungebrochen: In den fünf Jahren gab es in der Altenpflege einen Beschäftigtenzuwachs um zwölf Prozent, in der Gesundheitspflege um neun Prozent. Über alle Berufe lag das Beschäftigungswachstum nur bei fünf Prozent, teilten die Nürnberger Statistiker mit.

11.30 Uhr: Lockdowns in China hinterlassen Spuren im Maschinenbau

Die Corona-Lockdowns in Teilen Chinas belasten die deutschen Maschinenbauer in dem Land. Bei einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes VDMA unter den in China ansässigen 850 Mitgliedsfirmen, bewerten 27 Prozent die aktuelle Geschäftslage noch als gut, 28 Prozent stufen sie dagegen als schlecht ein. Weitere 45 Prozent bezeichneten die Lage als zufriedenstellend. Damit sei die Bilanz von positiven zu negativen Einschätzungen mit minus einem Prozentpunkt erstmals seit zwei Jahren wieder unter null gesunken, teilte der VDMA am Dienstag mit. Im Herbst habe die Zahl der positiven Nennungen die negativen noch weit übertroffen.

10.15 Uhr: Karlsruhe billigt Restaurant-Schließungen durch Corona-Notbremse

Der Bund durfte über die sogenannte Corona-Notbremse in der dritten Pandemie-Welle im Frühjahr 2021 Gaststätten und andere Speiselokale schließen. Auch diese Maßnahme sei verfassungsrechtlich gerechtfertigt gewesen, teilte das Bundesverfassungsgericht am Dienstag mit. Die Verfassungsbeschwerde eines Restaurantbetreibers aus Berlin wurde nicht zur Entscheidung angenommen.

7 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz steigt auf 522

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist wieder über 500 gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Dienstagmorgen mit 522,7 an. Am Montag hatte die Inzidenz bei 499,2 gelegen, vor einer Woche bei 632,2. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI am Dienstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 107.568, nach 3350 am Vortag und 113.522 vor einer Woche.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 9. Mai:

19.09 Uhr: Testzentrums-Betreiber in Friedrichshafen soll 360 falsche PCR-Tests ausgestellt haben

Vor zwei Wochen hieß es von der Staatsanwaltschaft Ravensburg: Es gibt keine Ermittlungen gegen Corona-Testzentren-Betreiber im Bodenseekreis. Nun wurde doch ein Fall in Friedrichshafen bekannt.

16.40 Uhr: Strauß-Tochter Hohlmeier verteidigt ihre Vermittlung für Maskendeals

Die CSU-Europapolitikerin Monika Hohlmeier hat ihren Einsatz für die Vermittlung von Maskengeschäften Anfang 2020 als alternativlos verteidigt. Es ging darum, Menschenleben zu retten. „Das würde ich auch immer wieder tun“, sagte die Tochter von Ex-CSU-Chef Franz Josef Strauß am Montag bei ihrer Zeugenvernehmung im Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags in München. Es habe überall ein großer Mangel an Schutzausrüstung geherrscht.

Hohlmeier betonte, sie habe für die Vermittlung keinerlei Provision erhalten. Sie habe nur als Vermittlerin gehandelt, nachdem sie am 28. Februar 2020 von Andrea Tandler, Tochter des früheren CSU-Generalsekretärs Gerold Tandler, einen Hinweis für den möglichen Verkauf von einer Million Masken aus der Schweiz erhalten habe. Es sei „eine Anfrage von vielen“ gewesen, je nach Zeitverfügbarkeit habe sie Anfragen weitergegeben.

14.35 Uhr: Lauterbach will keine „Ex-Post“-Triage ermöglichen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will anders als berichtet keine Triage-Regelung treffen, die den Abbruch einer Intensiv-Behandlung im Krankenhaus zugunsten eines Patienten mit größeren Überlebenschancen erlaubt. Diese „Ex-Post-Triage ist ethisch nicht vertretbar“, erklärte Lauterbach am Montag in Berlin. Sie sei weder Ärzten, noch Patienten oder Angehörigen zuzumuten. „Deshalb werden wir es auch nicht erlauben.“

Und selbst die Triage im Vorfeld einer Behandlung solle nur unter hohen Auflagen möglich sein, fügte Lauterbach hinzu. Aufgrund des Verfassungsgerichtsurteils zur Triage aus dem vergangenen Jahr „müssen wir den Graubereich von medizinischen Entscheidungen in der Pandemie allerdings ausleuchten“, sagte Lauterbach. „Einen entsprechenden Gesetzentwurf legen wir in Kürze vor.“

11.50 Uhr: Zahl von Corona-Krankschreibungen sinkt spürbar

Die Zahl der coronabedingten Krankschreibungen ist deutlich gesunken. Wie aus einer am Montag in Berlin veröffentlichten Auswertung des Barmer-Instituts für Gesundheitssystemforschung unter versicherten Erwerbstätigen hervorgeht, waren in der Woche vom 10. bis zum 16. April rund 63.500 Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld wegen einer Coronainfektion arbeitsunfähig. Zwei Wochen zuvor waren es noch etwa 84.900 Betroffene gewesen. Das entspricht einem Rückgang um rund ein Viertel.

10 Uhr: Immer noch ein Viertel der Arbeitnehmer laut Ifo im Heimbüro

Knapp ein Viertel der Arbeitnehmer in Deutschland arbeitet nach Schätzung des Ifo-Instituts nach wie vor im Heimbüro. Obwohl Unternehmen seit dem 20. März nicht mehr verpflichtet sind, ihren Beschäftigten die Arbeit zu Hause zu erlauben, ist der Anteil der im Homeoffice tätigen Arbeitnehmer im April nur wenig gesunken. Im April waren es demnach 24,9 Prozent, im März vor dem Ende der Pflicht dagegen noch 27,6 Prozent. Das teilten die Münchner Wirtschaftsforscher am Montag mit.

9 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt unter 500

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist unter 500 gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Montagmorgen mit 499,2 an. Am Sonntag hatte die Inzidenz bei 514,0 gelegen, vor einer Woche bei 639,5. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI am Montag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 3350, nach 8488 am Vortag und 4032 vor einer Woche. Die Gesamtzahl der erfassten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 25.299.300.

7 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Die Zahlen fallen, doch wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region. Hier finden Sie den Überblick.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 8. Mai:

20.04 Uhr: Strauß-Tochter Hohlmeier soll im Maskenausschuss aussagen

Mit der CSU-Europapolitikerin Monika Hohlmeier soll am Montag im Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags die erste prominente Zeugin aussagen. Die Tochter von Ex-CSU-Chef Franz Josef Strauß soll in der Corona-Pandemie Kontakte für Maskengeschäfte vermittelt haben - aber dafür nach eigenen Angaben kein Geld verlangt und auch keines bekommen haben. Ziel des Ausschusses ist es, Maskengeschäfte der Staatsregierung in der Corona-Pandemie, mögliche Beteiligungen von Abgeordneten und teilweise hohe Provisionszahlungen an Parlamentarier aufzuklären.

17.43 Uhr:  Biontech legt Zahlen fürs erste Quartal vor

Der Corona-Impfstoffhersteller Biontech stellt an diesem Montag die Ergebnisse seines Geschäfts im ersten Quartal vor. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Biontech einen Nettogewinn von rund 10,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Bei der Vorlage der Jahresbilanz hatte das Unternehmen Ende März die Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff von 13 Milliarden bis 17 Milliarden Euro in diesem Jahr bekräftigt. Ein Teil des 2021 erwirtschafteten Milliardengewinns will Biontech in die weitere Forschung, aber auch in den Rückkauf eigener Aktien und eine Sonderdividende stecken.

15.40 Uhr:  Grüne und Patientenschützer kritisieren Lauterbachs Entwurf für Triage-Gesetz

Die Grünen und die Stiftung Patientenschutz haben den von Gesundheitsminister Karl Lauterbach vorgelegten Triage-Gesetzentwurf zur Verteilung knapper Behandlungskapazitäten bei einer Pandemie kritisiert. Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte genauere Kriterien in dem neuen Gesetz. Behinderte Menschen würden nach wie vor Gefahr laufen, aufgrund ihrer Behinderung von einer intensivmedizinischen Behandlung ausgeschlossen zu werden, sagte Grünen-Politikerin Corinna Rüffer. Die von Lauterbach vorgesehene Aufnahme der sogenannten Ex-Post-Triage nannte sie einen “traurigen Höhepunkt„.

14.36 Uhr: Landesgesundheitsamt vermeldet elf Corona-Tote an einem Tag. Was ist passiert?

Von 313 Corona-Toten auf 324 innerhalb eines Tages – in der Statistik des Landesgesundheitsamts zeigt sich am 5. Mai ein Sprung. Sind innerhalb von 24 Stunden elf Menschen an Corona gestorben?

12.31 Uhr: Laos beendet ab Montag Corona-Einreisebeschränkungen für Geimpfte Touristen

Nach einem deutlichen Rückgang der Corona-Neuinfektionen dürfen vollständig geimpfte Touristen ab Montag wieder ohne Einschränkungen nach Laos reisen. "Nach Ansicht der Regierung ist es an der Zeit, die Wirtschaft zu entwickeln", sagte eine Regierungsvertreterin am Samstag. Auch Kneipen und Karaoke-Bars dürfen nach Behördenangaben wieder öffnen. Die Lockerungsmaßnahmen sehen vor, dass die Grenzen wieder für Einheimische und Ausländer geöffnet werden, wenn diese vollständig geimpft sind. Ungeimpfte Besucher müssen einen negativen Antigen-Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Sollten sie sich im Land mit dem Virus anstecken, müssen sie die Behandlung selbst bezahlen.

10.53 Uhr: Holetschek fordert Rechtsrahmen für mögliche Corona-Welle im Herbst

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Bundesregierung aufgefordert, sich um den rechtlichen Rahmen für eine mögliche neue Corona-Welle im Herbst zu kümmern. Sein Ministerium berate derzeit mit Experten über erforderliche Vorbereitungen, sagte er am Sonntag. „Aber der beste Pandemieplan nutzt wenig, wenn wir vom Bund keine Werkzeuge bekommen, mit dem wir ihn auch sinnvoll umsetzen können.“ Konkret wünschte Holetschek sich ein aktualisiertes Infektionsschutzgesetz. Nach derzeitigem Stand läuft dieses am 23. September aus. 

8.45 Uhr: Barmer-Daten: Krankschreibungen wegen Corona wieder rückläufig

Bei Krankschreibungen wegen Corona-Infektionen zeigt sich laut einer Analyse der Barmer Krankenkasse erstmals in diesem Jahr ein deutlicher Rückgang. Im Zeitraum vom 10. bis 16. April seien noch 63.500 versicherte Erwerbstätige mit Anspruch auf Krankengeld wegen einer Covid-19-Erkrankung arbeitsunfähig gewesen, teilte die Kasse nach einer Auswertung eigener Daten mit. Auf dem Höhepunkt zwei Wochen zuvor seien es 84.900 gewesen.

Insgesamt wuchs die Zahl der Krankschreibungen wegen Corona demnach seit Beginn des Jahres stetig an - ausgenommen ein minimaler Rückgang Anfang März, wie die Barmer erläuterte. In der inzwischen abnehmenden Welle mit der Omikron-Virusvariante waren die Neuinfektionszahlen in Deutschland stark gestiegen.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 7. Mai:

19 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region.

14.29 Uhr: Wieler und Ciesek haben kein Verständnis für Null-Covid in China

Der Präsident der Robert Koch-Instituts hat kein Verständnis für die Null-Covid-Strategie Chinas. „Fakt ist: Nach meinem Verständnis ist dieses Virus nicht auszurotten“, sagte Lothar Wieler am Freitagabend bei einem Kongress der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Er sehe keinen Grund für die sehr restriktiven Maßnahmen. „Es ist infektionsepidemiologisch alleine nicht verständlich, was da passiert.“ Auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek hält wenig von der Null-Covid-Politik Chinas. Lockdowns machten nur Sinn, wenn man die dadurch gewonnene Zeit nutze, um für die Phase danach vorzusorgen, zum Beispiel mit Impfungen. Sie sehe aber nicht, dass das passiere.

12.45 Uhr: Soziologin: Lage von Müttern schlechter als vor der Pandemie

Die Soziologin Jutta Allmendinger bezeichnet die Lage von Müttern und Frauen in Deutschland vor dem Muttertag als deutlich schlechter als vor dem Beginn der Corona-Pandemie. „Im Gegensatz zu Vätern hat bei Müttern der Stress kaum nachgelassen, die Zufriedenheit ist weiterhin auf niedrigem Niveau“, sagte die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung der „Augsburger Allgemeinen“. „Um die Gleichstellung der Frauen steht es eindeutig schlechter als vor der Pandemie“, betonte die Professorin. „In 20 bis 30 Jahren trifft uns der Bumerang, den wir heute losgeschickt haben: Die Retraditionalisierung wird zu stagnierenden Karriereverläufen und vergleichsweise niedrigen Renten für Frauen führen.“

11.02 Uhr: China zeigt bei der Pandemie-Bekämpfung sein unmenschliches Gesicht 

Im Zuge der Virusbekämpfung ist Pekings Null-Covid-Strategie gescheitert und in eine Propagandaschlacht ausgeartet. Viele eingesperrte Bürger melden sich wütend zu Wort.

9.36 Uhr: Gegner der Corona-Bestimmungen haben 105 Bundespolizisten verletzt

Seit Beginn der Corona-Pandemie hat die Bundespolizei rund 400 Angriffe auf Polizeibeamte in Zusammenhang mit der Durchsetzung der Maskenpflicht und anderer Schutzbestimmungen registriert. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage der  Abgeordneten Martina Renner (Linke) hervorgeht, wurden bei den 401 Angriffen insgesamt 105 Beamtinnen und Beamte verletzt. Auf Bahnhöfen und in Zügen hat die Bundespolizei demnach 1309 strafrechtlich relevante Delikte in Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie angezeigt und zur weiteren Bearbeitung an die jeweils zuständige Landesbehörde abgegeben.

Die Gegner der Corona-Maßnahmen propagierten seit zwei Jahren „eine Rhetorik der Gewalt gegen staatliche Institutionen“, sagte Renner der Deutschen Presse-Agentur. Die hohe Zahl angegriffener Bundespolizisten seien nicht das Ergebnis spontaner Wut, „sondern die Konsequenz einer massiven Mobilisierung von rechts“.

8 Uhr: RKI registriert 72.252 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 544,0

Das Robert Koch-Institut  hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 544,0 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 553,2 gelegen (Vorwoche: 717,4 Vormonat: 1251,3). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 72.252 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 87.298 registrierte Ansteckungen) und 184 Todesfälle (Vorwoche: 159) innerhalb eines Tages. 

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 6. Mai:

20.20 Uhr: Bundesliga-Spiel zwischen Braunschweig und Berlin abgesagt

In der Basketball-Bundesliga ist das Spiel zwischen den Löwen Braunschweig und Alba Berlin abgesagt worden. Wie die Braunschweiger am Freitag bekannt gaben, sind zehn Mitglieder des Teams positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Braunschweiger stellten einen Antrag auf eine Spielverlegung. Aus terminlichen Gründen wird die Partie aber nicht nachgeholt werden können, da die Playoffs am 13. Mai beginnen.

Die Braunschweiger erklärten in ihrer Pressemitteilung zudem, dass die Liga zeitnah über die Spielwertung entscheiden werde. Demnach könnte die Quotientenregelung zur Anwendung kommen. Mit derzeit 26 Siegen und sechs Niederlagen auf dem Konto und nur noch einem zu absolvierenden Spiel würde Alba Berlin dann die Hauptrunde als Erster beenden.

19 Uhr: Corona-Fälle in Krankenhäusern im Südwesten nehmen ab

Die Zahl der Covid-Erkrankten auf den Intensivstationen im Südwesten sinkt. So gab es am Freitag in Baden-Württemberg 127 Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen, zehn Fälle weniger als am Vortag. Das teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit. Vor einer Woche waren es noch 150 Fälle gewesen. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Normalstationen nahm ab.

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen ging weiter zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 498,1 - ein Rückgang von 13,5 Ansteckungen im Vergleich zum Vortag. Vor einer Woche waren noch bei 643,2 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert worden.

18 Uhr: Wieler: dem Bürger mehr Eigenverantwortung zutrauen

Der Präsident der Robert Koch-Instituts hält die Corona-Pandemie nicht für beendet, traut den Bürgern inzwischen aber mehr Eigenverantwortung zu. „Nein, die Pandemie ist natürlich nicht vorbei“, sagte Lothar Wieler beim Kongress der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zum Thema „Sind die Gefahren der Covid-19-Pandemie gebannt?“

Dennoch habe das RKI am Donnerstag zu Recht das pandemische Risiko von „sehr hoch“ auf „hoch“ heruntergestuft. Für diese Einstufung seien drei Faktoren entscheidend, erklärte Wieler: die Infektionsdynamik, die Krankheitsschwere und die Belastung des Gesundheitssystems. „Und all diese Signale sind positiv.“

15.31 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Die Zahlen sinken, doch wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region. Hier finden Sie die Übersicht.

13.31 Uhr: Land plant neue Terminvergabe für Corona-Impfungen im Herbst

Mit einem neuen Terminvergabesystem möchte das baden-württembergische Gesundheitsministerium im Herbst die Nachfrage nach Corona-Impfungen besser steuern. Dies kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha bei einer Online-Expertenanhörung zur Impfinfrastruktur in Stuttgart an.

Über das neue Tool sollen den Angaben zufolge alle Leistungserbringer, Ärzte, Apotheken oder die Impfstützpunkte des Landes, ihre Termine eintragen. Mehrfachbuchungen sollen über das neuen System nicht mehr möglich sein. Dagegen werde es eine Warteliste geben, um so auch zu sehen, an welchen Orten mehr Impfkapazitäten benötigt werden, wie es hieß. Buchungen sollen zudem auch ohne Computer möglich sein.

11.22 Uhr: Robert-Koch-Institut senkt Corona-Risikobewertung

Das Robert-Koch-Institut hat seine Risikobewertung für die Gefahren durch die Corona-Pandemie abgesenkt. Wie das RKI am Donnerstagabend auf seiner Internetseite mitteilte, wurde die Risiko-Einstufung von "sehr hoch" auf "hoch" geändert. Das Risiko für eine schwere Erkrankung lasse sich durch eine Grundimmunisierung durch eine zweimalige Impfung in Verbindung mit einer Auffrischungsimpfung "wesentlich reduzieren", hieß es zur Begründung.

"Die aktuell dominante Omikronvariante, insbesondere BA.2, hat sich deutlich schneller und effektiver verbreitet als die bisherigen Virusvarianten, jedoch kam es nicht in gleichem Verhältnis zu einer Erhöhung schwerer Erkrankungen und Todesfälle wie in den vorherigen Infektionswellen", erklärte das RKI weiter. Gleichwohl bleibe es weiterhin wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger bewährte Vorsichtsmaßregeln wie das Halten von Abstand und das Tragen von Masken weiterhin einhielten.

9.17 Uhr: Stiko-Vorsitzender rät Risikopatienten zur vierten Impfung

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen zu einer vierten Impfung gegen das Coronavirus aufgefordert. „Wir müssen damit rechnen, dass das Infektionsrisiko im Herbst wieder ansteigt“, sagte Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). Menschen über 70 Jahre und solche mit besonderem Risiko für eine schwere Erkrankung sollten deshalb jetzt die Zeit nutzen, um ihren Schutz durch eine vierte Impfung zu verbessern.

Mittlerweile gebe weitere Daten, die belegten, dass ein zweiter Booster für diese Gruppe sehr sinnvoll sei, betonte der Stiko-Vorsitzende. „Ältere und andere Risikogruppen sollten nicht darauf warten, bis ein an die Omikron-Variante angepasster Impfstoff kommt.“

8.55 Uhr: Lucha spricht mit Experten über Zukunft der Impfinfrastruktur

Der Sommer rückt immer näher und die Nachfrage nach Corona-Impfungen spielt zugleich keine große Rolle mehr. Doch wie geht es im Herbst weiter? Zu dieser Frage möchte sich Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha am Freitag in einer Online-Anhörung mit Experten austauschen. Mit Vertretern der Kommunen, der Kassenärzte sowie der Ständigen Impfkommission möchte der Grünen-Politiker einen Plan für die Weiterentwicklung der Impfinfrastruktur im Land schaffen. Aufgrund der geringen Nachfrage bei gleichzeitig hohen Kosten hatte das Land Anfang April sein Impfangebot deutlich reduziert. Doch spätestens im Herbst könnte nach Ansicht von Experten eine neue Welle an Corona-Infektionen drohen.

7.38 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 553,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert am Freitagmorgen mit 553,2 an. Wie das RKI am Freitag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 85.073. In den vergangenen 24 Stunden seien zudem 214 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, teilte das RKI weiter mit.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 5. Mai:

20.30 Uhr: Omikron-Subvariante BA.2 legt noch zu, andere Varianten weiter selten

Die schon seit Wochen in Deutschland stark dominierende Omikron-Subvariante BA.2 hat nach Daten des Robert Koch-Instituts zuletzt noch einmal zugelegt. Ihr Anteil habe nach jüngsten Erkenntnissen - einer Stichprobe von vorletzter Woche – knapp 98 Prozent betragen, wie im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend ausgewiesen ist. Der zuvor für die meisten Corona-Ansteckungen verantwortliche Subtyp BA.1 liegt demnach nur noch bei unter zwei Prozent, die relativ neu aufgekommenen Omikron-Sublinien BA.4 und BA.5 spielen nach den Daten bisher eine untergeordnete Rolle.

19 Uhr: Corona-Inzidenz liegt im Südwesten deutlich unter Wert der Vorwoche

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg geht weiter zurück und liegt inzwischen weit unterhalb der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz aus der Vorwoche. Am Donnerstag betrug der Wert laut Landesgesundheitsamt 511,6 - das war zwar nur ein Rückgang von eher geringen 11,9 Ansteckungen im Vergleich zum Vortag.

Vor einer Woche waren allerdings noch bei 684,7 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde in Baden-Württemberg 10.158 neue Infektionen.

17.52 Uhr: EMA rechnet mit Zulassung von Omikron-Impfstoffen bis September

Impfstoffe gegen die hoch ansteckende Omikron-Variante des Coronavirus könnten nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA spätestens Ende September eine Zulassung erhalten. Die größten Chancen bestünden dabei für entsprechend angepasste mRNA-Impfstoffe der Unternehmen Moderna und Biontech, sagte der EMA-Direktor für Impfstrategie Marco Cavaleri am Donnerstag bei einer Pressekonferenz der Behörde in Amsterdam. 

Die erforderlichen klinischen Studien seien im Gange. Die EMA prüfe auch Präparate anderer Hersteller. Es sei aber „kein Geheimnis“, dass die Anpassungen von mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech an Omikron bereits recht weit fortgeschritten seien. Einzelheiten zu den bislang erhobenen Studiendaten nannte er nicht.  

17.07 Uhr: FDP-Fraktionschef Dürr fordert Abschaffung der Corona-Einreiseregeln

FDP-Fraktionschef Christian Dürr fordert die Abschaffung der Corona-Einreiseregeln in Deutschland. "Die Bestimmungen für die Einreise nach Deutschland sind längst überholt", sagte er am Donnerstag der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Nachdem die Corona-Maßnahmen weitgehend abgeschafft worden seien, "sollten nun auch die strengen Einreisebestimmungen auslaufen".

Derzeit gilt die Vorschrift, dass Reisende ab zwölf Jahren bei der Einreise über ein negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen müssen. Das gilt unabhängig davon, aus welchem Land sie nach Deutschland kommen.

15.38 Uhr: EMA prüft Zulassung von Moderna-Impfstoff für Kleinkinder

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Moderna für Kleinkinder. Wie die EMA am Donnerstag mitteilte, hat der US-Pharmakonzern beantragt, die Zulassung seines Corona-Impfstoffs Spikevax auf Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren auszuweiten. Es handele sich um den ersten Zulassungsantrag "für diese junge Altersgruppe", sagte der Leiter der EMA-Impfstoffstrategie, Marco Cavaleri.

Die EMA hatte den Moderna-Impfstoff im Februar für Kinder ab sechs Jahren zugelassen. Nach Angaben des Unternehmens haben Studien gezeigt, dass der Impfstoff auch bei kleineren Kindern sicher sei und eine wirksame Immunantwort gegen das Coronavirus hervorrufe.

14.17 Uhr: WHO: 13,3 bis 16,6 Millionen Todesfälle durch Corona-Pandemie bis Ende 2021

Die Corona-Pandemie hat nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis Ende 2021 weltweit zu 13,3 bis 16,6 Millionen direkten und indirekten Todesfällen geführt. Die WHO veröffentlichte am Donnerstag eine entsprechende neue Schätzung zur Gesamtzahl der Menschen, die zwischen dem 1. Januar 2020 und dem 31. Dezember 2021 an direkten oder indirekten Folgen der Pandemie starben. Der Mittelwert von 14,9 Millionen ist fast das Dreifache der Todesfälle, die bisher in einen direkten Zusammenhang mit dem Coronavirus gebracht wurden.

12.46 Uhr: Mehr als 12,5 Milliarden Euro Corona-Wirtschaftshilfen in Bayern

Mehr als 12,5 Milliarden Euro Hilfsgelder sind seit Beginn der Corona-Krise in Bayern an Selbstständige, Betriebe und Einrichtungen gezahlt worden. Allein die über die Industrie- und Handelskammer abgewickelten Programme summieren sich auf 10,3 Milliarden Euro, wie die IHK für München und Oberbayern am Freitag mitteilte. Hinzu kommen laut Wirtschaftsministerium 2,23 Milliarden Euro aus den über die Bezirksregierungen ausgezahlten Soforthilfen.

41,1 Prozent der über die IHK ausgezahlten Hilfsgelder gingen den Angaben zufolge an das von der Pandemie besonders betroffene Gastgewerbe. Knapp 14 Prozent habe der Handel erhalten. Auf Rang drei liegen mit knapp zwölf Prozent die Bereiche Kunst, Unterhaltung und Erholung. Dazu gehören unter anderem Museen, Theater, Konzertveranstalter, Freizeitparks und Fitnessstudios. In Bayern ist die IHK für München und Oberbayern im Auftrag der Staatsregierung für die Abwicklung der Wirtschaftshilfen zuständig.

10.28 Uhr: Umfrage: Sorge um Ausbildungsplatz weit verbreitet

Viele junge Menschen in Deutschland sorgen sich laut Umfrage um ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt und wünschen sich mehr Unterstützung von der Politik. Unter 1666 Befragten im Alter zwischen 14 und 20 Jahren sehen 54 Prozent ihre Ausbildungschancen durch die Pandemie verschlechtert. Das ergab eine von der Bertelsmann Stiftung beauftragte Erhebung, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Jugendliche mit niedriger Schulbildung seien pessimistischer.

Mit 465 700 neuen Azubis hatte das Corona-Krisenjahr 2020 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen historischen Tiefstand markiert. 2021 waren es mit 467 100 Personen wieder geringfügig mehr junge Leute, die einen neuen Ausbildungsvertrag in der Tasche hatten.

7.40 Uhr: RKI registriert 96.167 Neuinfektionen – Inzidenz bei 566,8

Das Robert Koch-Institut hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 566,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 96.167 Corona-Neuinfektionen und 183 Todesfälle.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 4. Mai: 

18.37 Uhr: Corona-Lage in Krankenhäusern im Südwesten entspannt sich

In den Kliniken im Südwesten werden immer weniger Patienten mit Covid-19 behandelt. Innerhalb einer Woche sank die Zahl der Corona-Erkrankten auf den Normalstationen in Baden-Württemberg von 1396 auf 1213, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Auf den Intensivstationen wurden am Mittwoch 136 Covid-19-Patienten versorgt - 36 weniger als eine Woche zuvor.

12.05 Uhr: Nachlassende Nachfrage: Kommunen müssen Corona-Impfstoff entsorgen

Noch im Herbst und Winter war der Andrang bei den Corona-Impfzentren groß. Nun wird Impfstoff im Südwesten wegen mangelnder Nachfrage weggeworfen. Allein im Kreis Konstanz wurden bereits rund 14.500 Impfdosen vernichtet. Und bei Zehntausenden Dosen rückt das Ablaufdatum immer näher.

10.02 Uhr: Ende der Maskenpflicht und der 3G-Regel im Landtag

Die coronabedingte Maskenpflicht und 3G-Regel im baden-württembergischen Landtag sind abgeschafft. Erstmals in dieser Wahlperiode können nun wieder alle Abgeordnete auf ihren Plätzen im Plenarsaal Platz nehmen, teilte der Landtag am Mittwoch mit. Zudem sind ab dem 1. Juni auch Besucher wieder erlaubt.

8.47 Uhr: Luca-App löscht sämtliche Nutzerdaten aus der Pandemie

Die Macher der Luca-App haben nach eigenen Angaben sämtliche Daten aus dem Luca-System gelöscht, die seit dem Start der Anwendung zur Kontaktnachverfolgung während der Corona-Pandemie erfasst und verschlüsselt gespeichert worden sind. Das teilte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, Patrick Hennig, am Mittwoch in Berlin mit. Die Daten seien nur noch lokal auf dem Smartphones der Nutzerinnen und Nutzer gespeichert und sichtbar, sagte Hennig. „Luca hat darauf keinerlei Zugriff.“

Die Löschung der Datenbestände aus dem Luca-System ist Teil einer Neu-Positionierung der Luca-App als Digitalisierungsservice und Bezahlanwendung für die Gastronomie.

7.30 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt erstmals seit Januar unter 600

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erstmals seit Januar unter 600 gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert am Mittwochmorgen mit 591,8 an. Wie das RKI am Mittwoch unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 106.631. In den vergangenen 24 Stunden seien zudem 241 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, teilte das RKI weiter mit.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 3. Mai: 

21.33 Uhr: Einkaufen mit oder ohne Mundschutz? Supermarktkunden haben gänzlich unterschiedliche Meinungen

Seit April ist die Maskenpflicht beim Einkaufen aufgehoben. Trotzdem tragen viele Menschen sie noch freiwillig, während andere glücklich sind, „ohne“ sein zu dürfen. Eine Umfrage zeigt: Argumente gibt es für beides.

19 Uhr: Weniger Corona-Patienten in Kliniken im Südwesten

Die Corona-Lage in Krankenhäusern im Südwesten entspannt sich weiter. Binnen einer Woche sank die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Normalstationen im Land um 156 auf 1247, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Auf den Intensivstationen wurden am Dienstag 147 Corona-Erkrankte versorgt - 22 weniger als eine Woche zuvor.

Anfang März waren noch 271 Covid-19-Patienten in Baden-Württemberg intensivmedizinisch behandelt worden und 1594 auf Normalstationen. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz sank nach LGA-Angaben weiter. Die Behörde meldete am Dienstag 536,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen - ein Minus von 42,2 gegenüber dem Vortag und 260 im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche.

17.55 Uhr: Impfung und Corona-Pille bescheren Pfizer starken Jahresstart

Die Covid-Impfung und die Pille gegen einen schweren Verlauf der Krankheit haben den US-Pharmariesen Pfizer angetrieben. Der Umsatz kletterte im ersten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 80 Prozent auf knapp 25,7 Milliarden Dollar (24,4 Mrd Euro), wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Rechnet man beide Mittel heraus, betrug das Wachstum aus eigener Kraft 2 Prozent. Unter dem Strich verdiente der weltgrößte Arzneimittelhersteller knapp 7,9 Milliarden Dollar. Das waren 61 Prozent mehr. Damit schnitt Pfizer besser ab als erwartet. Für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand seine Umsatzerwartungen für den Konzern und die Prognosen für seine beiden Covid-Präparate.

16.25 Uhr: 7 Prozent der Bevölkerung laut RKI weder geimpft noch genesen

Etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Deutschland dürften laut einer Modellierung bis Ende März 2022 weder gegen Corona geimpft noch mit dem Virus selbst in Kontakt gekommen sein. Das geht aus einer sogenannten Preprint-Studie von Wissenschaftlern des Robert Koch-Instituts in Berlin hervor, die noch nicht von externen Fachleuten begutachtet worden ist. Über die Daten, die je nach Altersgruppe und Bundesland variieren, hatte zuvor die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.

14.30 Uhr: Drosten zufolge kein großes Problem durch Omikron-Variante BA.4 und BA.5

Die relativ neu entdeckten Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 dürften nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten in Deutschland vorerst nicht zu einem großem Problem werden. Das sagte der Direktor des Virologie-Instituts der Charité in Berlin am Dienstag in einem Interview mit dem Deutschlandfunk. Er begründete dies mit den bisherigen Wellen durch die Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2 hierzulande. Außerdem komme nun mit dem Sommer der Temperatureffekt hinzu, der das Infektionsgeschehen dämpfe. „Ich erwarte schon, dass BA.4/5 auch zahlenmäßig zunehmen werden, aber innerhalb von einer Gesamtzahl, die sehr niedrig ist.“

In Deutschland ist nach Daten des Robert Koch-Instituts mittlerweile BA.2 klar vorherrschend. Weitere Varianten werden sehr selten gefunden, allerdings werden auch nicht alle positiven Proben dahingehend untersucht.

13.50 Uhr: Die Post transportiert wieder weniger Pakete

Der Corona-Boom im Paketgeschäft ist vorbei. Wie die Deutsche Post DHL am Dienstag mitteilte, sank die Menge der in Deutschland beförderten Pakete im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa ein Fünftel (19 Prozent). Die Entwicklung kommt nicht überraschend, denn im Vergleichsquartal war die Paketmenge außergewöhnlich hoch - damals bestellten die Menschen wegen Corona-Einschränkungen viel mehr im Internet als zuvor.

12.08 Uhr: Menschen achten laut Umfrage weniger auf Abstand und tragen seltener Maske

Auf Coronaschutzmaßnahmen wie Abstände und Masken achten die Menschen in Deutschland zunehmend weniger. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung gaben 87 Prozent an, in den vergangenen 14 Tagen Masken getragen zu haben. Vor Ostern waren es noch 94 Prozent gewesen. Auch der Anteil derjenigen, die deutlichen Abstand zu anderen Menschen halten, sank seit Ostern von 76 Prozent auf nun 64 Prozent. 

Nachdem kurz vor Ostern die Maskenpflicht in Geschäften wegfiel, stieg der Anteil derjenigen, die das Ansteckungsrisiko in Geschäften des täglichen Bedarfs als hoch einschätzen, schlagartig um 13 Prozentpunkte auf 37 Prozent. Als Orte mit dem höchsten Infektionsrisiko werden nach wie vor Schulen und Kitas sowie öffentliche Verkehrsmittel gesehen.

11.05 Uhr: Zahl der Beschäftigten im März erstmals wieder über Vorkrisenniveau

Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland hat im März erstmals wieder über dem Vorkrisenniveau gelegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, waren es im März dieses Jahres rund 45,2 Millionen Menschen, das waren saisonbereinigt 0,1 Prozent oder 41.000 Beschäftigte mehr als im Februar 2020, bevor die Corona-Krise den Arbeitsmarkt erfasste.

Auch im Vormonats- und im Vorjahresvergleich stand ein Plus. Verglichen mit Februar dieses Jahres gab es 0,2 Prozent mehr Erwerbstätige, im Vergleich zu März 2021 stand ein Plus von 1,6 Prozent. Genauso stark im Vorjahresvergleich stieg die Erwerbstätigkeit zuletzt vor 15 Jahren. Zu erklären sei dies mit einem „deutlichen Aufwärtstrend“ seit Sommer vergangenen Jahres, der nun auch im März dieses Jahres weiter anhielt.

10 Uhr: RKI empfiehlt Verkürzung der Corona-Isolation auf fünf Tage

Das Robert-Koch-Institut hat eine Verkürzung der vorgeschriebenen Isolation bei einer Corona-Erkrankung auf fünf Tage empfohlen. Das RKI veröffentlichte in der Nacht zum Dienstag neue Leitlinien, wonach ein Freitesten an Tag fünf der Isolation zwar "dringend" empfohlen, aber nicht mehr vorgeschrieben ist. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich bereits vergangene Woche auf eine Neuregelung der Isolationsanordnung verständigt, wollten aber die RKI-Empfehlung abwarten.

7.27 Uhr: Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt leicht auf 632,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert am Dienstagmorgen mit 632,2 an. Am Montag hatte die Inzidenz bei 639,5 gelegen. Wie das RKI am Dienstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 113.522. In den vergangenen 24 Stunden seien zudem 240 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, teilte das RKI weiter mit.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 2. Mai: 

22.30 Uhr: Schwarzwald-Baar: So viele nicht Immunisierte wurden bisher gemeldet

Vor sechs Wochen ist die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Kraft getreten. Seitdem werden auch dem Gesundheitsamt im Schwarzwald-Baar-Kreis ungeimpfte Beschäftigte gemeldet.

19 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei den Corona-Neuinfektionen ist unter den Wert von 600 gesunken. Am Montag betrug sie laut Landesgesundheitsamt 578,3 - ein Rückgang um 64,9 im Vergleich zum Ende vergangener Woche. Eine Woche zuvor waren noch 834,5 Ansteckungen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen nachgewiesen worden.

Unter anderem wegen rückläufiger Testzahlen sind die Angaben allerdings mit einer gewissen Unsicherheit behaftet. Insbesondere in den Altersklassen bis einschließlich 59 Jahre lag die Inzidenz seit Monaten über dem landesweiten Schnitt. Hier sinken die Werte nach Darstellung der Stuttgarter Behörde mittlerweile am schnellsten. Am deutlichsten sei das bei den 6- bis 19-Jährigen zu beobachten.

17.23 Uhr: Corona-Isolation im Südwesten ab Dienstag nur noch für fünf Tage

Wer sich mit dem Coronavirus infiziert, muss in Baden-Württemberg ab diesem Dienstag nur noch für fünf Tage in Isolation. Die Quarantäne für enge Kontaktpersonen entfällt zudem vollständig, wie das Sozialministerium in Stuttgart am Montag mitteilte. Die neue Regelung trete bereits am Dienstag in Kraft. Ein Überblick, was nun gilt.

16.15 Uhr: Kürzere Corona-Isolation – Abschluss-Test dringend empfohlen

Die vorgeschriebene Isolation für Corona-Infizierte kann künftig in der Regel schon nach fünf Tagen enden - mit einem „dringend empfohlenen“ negativen Test zum Abschluss. Das sehen neue Leitlinien vor, die das Robert Koch-Institut nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Montag veröffentlichen sollte.

Der SPD-Politiker bekräftigte, dass die Isolation weiterhin von den Gesundheitsämtern angeordnet werden soll. Bisher dauern die Absonderungen in der Regel zehn Tage und können mit einem negativen Test nach sieben Tagen vorab enden. Die konkrete Umsetzung nach der Empfehlung von RKI und Bundesministerium liegt bei den Ländern. 

15.50 Uhr: Lauterbach beruft Kommission zur Krankenhausversorgung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat eine Regierungskommission zur Reform der Krankenhausversorgung berufen. Besetzt ist das Gremium mit 15 Expertinnen und Experten aus Pflege und Medizin, Ökonomie, Rechtswissenschaften und einem an das Ressort angebundenen Koordinator, wie das Bundesgesundheitsministerium am Montag mitteilte.

Die Ampel-Parteien hatten sich in ihrem Koalitionsvertrag auf die Einsetzung der Kommission verständigt, die Empfehlungen für Krankenhausreformen ab dem Jahr 2023 erarbeiten soll.

14.24 Uhr: Impfpflicht für Personal in Kliniken und Pflege bleibt Lauterbach zufolge

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält nach dem Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht an der Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen fest. Sie sei kein Mittel gewesen, um die allgemeine Impfpflicht umzusetzen, sondern ein Instrument, um Menschen zu schützen, „die sich uns anvertraut haben“, sagte der SPD-Politiker am Montag in Berlin. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht stehe nicht zur Disposition. Die Regelungen würden gut angenommen und geräuschloser umgesetzt als von manchen vermutet. Der Minister bedankte sich bei den Beschäftigten in Kliniken und Pflege.

12.55 Uhr: Bundesverwaltungsgericht berät über Rechtmäßigkeit von Corona-Impfpflicht bei Bundeswehr

Das Bundesverwaltungsgericht hat sich mit der Rechtmäßigkeit einer verpflichtenden Corona-Impfung von Bundeswehrsoldaten befasst. In der Verhandlung am Montag in Leipzig ging es um die Beschwerde zweier Offiziere gegen die Aufnahme der Covid-19-Impfung in die Liste der Pflichtimpfungen für Soldaten. Sie sehen darin einen Verstoß gegen Grundrechte und fordern, die Impfung von der Liste zu streichen. 

Auf der Gegenseite wiesen die Vertreter des Bundesverteidigungsministeriums den Antrag zurück. Sie halten die gesetzlichen Regelungen für die verpflichtende Corona-Impfung für Berufssoldaten für rechtmäßig.

12 Uhr: Kein neuer Corona-Toter gemeldet Nullwert liegt an Meldepraxis

Erstmals seit September 2020 haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut keinen einzigen neuen Corona-Todesfall binnen 24 Stunden übermittelt. Allerdings melden derzeit - anders als in der ersten Phase der Pandemie - nur wenige Bundesländer am Wochenende neue Fälle, die Daten werden später nachgereicht. Die RKI-Zahlen von Montag zu Todesfällen sind also wenig aussagekräftig. Zur Einordnung: Im Mittel der vergangenen sieben Tage wurden 182 Todesfälle pro Tag an das RKI gemeldet. Dass kein einziger Corona-Toter innerhalb eines Tages gemeldet wurde, war zuletzt am 21. September 2020 der Fall. 

11.25 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister stellt sich gegen Vorschlag von Lauterbach

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorgeschlagene Freitestung für Corona-Infizierte nach fünf Tagen Isolation abgelehnt. „Wir sehen die Freitestungsfrage etwas anders als der Bundesgesundheitsminister“, sagte Holetschek der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ vom Montag. Eine grundsätzliche und allgemeine Empfehlung, sich nach Isolationsende bei Symptomfreiheit freizutesten, sei in Bayern nicht vorgesehen. Unter anderem auch Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen wollten genauso verfahren, sagte Holetschek weiter.

7.25 Uhr: Erstmals seit September 2020 kein neuer Corona-Toter gemeldet

Erstmals seit September haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut keinen einzigen neuen Corona-Todesfall binnen 24 Stunden übermittelt. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist derweil weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 639,5 an. Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionsentwicklung, auch weil die offiziellen Meldedaten vom Testverhalten der Bevölkerung abhängen.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 1. Mai: 

20.31 Uhr: Bundesverwaltungsgericht verhandelt über Corona-Impfpflicht bei der Bundeswehr

Das Bundesverwaltungsgericht verhandelt am Montag in Leipzig über die Frage, ob Bundeswehrsoldaten verpflichtet werden können, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Offiziere beantragten, dass die Impfung von der Liste der Pflichtimpfungen für Soldaten gestrichen werden soll. Sie sehen einen Verstoß gegen ihre Grundrechte. 

Seit Ende November besteht für aktive Soldaten sowie Reservisten die Pflicht, die Corona-Schutzimpfung zu dulden. Grundlage ist das Soldatengesetz, das auch eine Impfpflicht für Tetanus, Hepatitis und andere Krankheiten vorsieht. Das Bundesverwaltungsgericht ist hier in erster und letzter Instanz zuständig. Der Termin für die Verhandlung wurde zunächst für Anfang April angesetzt, dann aber auf Mai verschoben.

19.13 Uhr: „Als Student war man zur Impfung gezwungen“: Mehrere Impffälscher an einem Tag vor Gericht

Gleich fünf Fälle von Urkundenfälschung wurden an einem Tag vor dem Amtsgericht Konstanz verhandelt. Sie betrafen alle die Nutzung von gefälschten Impfausweisen. Doch die Rechtslage ist umstritten.

17.40 Uhr: Zehn neue Corona-Fälle bei St. Pauli - Spiel auf Schalke in Gefahr

Ein Corona-Ausbruch bremst Fußball-Zweitligist FC St. Pauli im Saisonfinale. „Bei neun Spielern sowie einem Mitglied aus dem Mannschaftsumfeld wurde eine Infektion nachgewiesen“, teilte der Verein am Sonntag mit. Das ist das Ergebnis von PCR-Tests, nachdem tags zuvor mehrere Schnelltests positiv ausgefallen waren. Alle Betroffenen halten sich demnach in häuslicher Isolation auf. Hinzu kommt Kapitän Philipp Ziereis, der schon seit Donnerstag wegen einer Covid-19-Erkrankung nicht zur Verfügung steht. Am Samstag war sicherheitshalber das Training abgesagt worden.  „Natürlich kommt dieser Ausbruch so kurz vor dem Saisonfinale zur absoluten Unzeit. Es zeigt einmal mehr, dass das Virus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen weiterhin ein großes Risiko darstellt. Wir befinden uns in dieser Angelegenheit in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden“, sagte Sportchef Andreas Bornemann. 

15.56 Uhr: Neue Corona-Verordnung ab Sonntag: Kleine Änderung bei Maskenpflicht

Turnusgemäß läuft am Wochenende die aktuelle Corona-Verordnung in Baden-Württemberg aus. Die meisten Regeln werden verlängert. Nur in einem Bereich gibt es eine Änderung. 

12.45 Uhr: PCR-Tests negativ: Habeck nimmt ab Montag wieder seine Termine wahr

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) nimmt ab Montag nach Angaben seines Ministeriums wieder alle geplanten Termine wahr. Nach drei positiven Corona-Schnelltests am Freitagvormittag habe ein direkt darauffolgender PCR-Test ein negatives Ergebnis ergeben, teilte eine Ministeriumssprecherin am Sonntag mit. Auch ein zweiter PCR-Test auf das Corona-Virus am Wochenende habe das negative Ergebnis bestätigt.

Der Minister begab sich am Freitag in Isolation und hielt diese vorsorglich bis zum Vorliegen des zweiten PCR-Test-Ergebnisses aufrecht, wie die Sprecherin weiter mitteilte. "Nun nimmt er seine Arbeit wieder in vollem Umfang auf und wird am Montagnachmittag auch am Sondertreffen der EU-Energieminister und -ministerinnen in Brüssel teilnehmen."

10.40 Uhr: Peking verschärft seine Corona-Maßnahmen

Chinas Hauptstadt hat zu Beginn einer mehrtägigen Ferienwoche strenge Corona-Restriktionen eingeführt. Bis mindestens zum 4. Mai sollen demnach sämtliche Restaurants der Stadt für Gäste geschlossen bleiben, wie die Stadtregierung am Samstagabend bekannt gab. Speisen und Getränke dürfen nur noch zum Abholen oder Ausliefern angeboten werden. Zudem ist es den meisten Geschäften und öffentlichen Einrichtungen in Peking nur noch gestattet, Kunden mit einem aktuellen PCR-Test einzulassen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Am Sonntag hat die nationale Gesundheitskommission 59 Infektionen in Peking registriert. Insgesamt haben sich im Zuge der jüngsten Infektionswelle in der Hauptstadt über 300 Menschen mit dem Virus infiziert. Bereits mehrere Wohnsiedlungen mit jeweils mehreren tausend Einwohnern wurden seit Ende April abgesperrt. Nach Medienberichten haben die Behörden zuletzt ein Covid-Feldspital mit rund 4000 Betten fertiggestellt, in dem asymptomatisch und mild Infizierte isoliert werden sollen.

China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, die auch auf kleinste Infektionsausbrüche mit Massentests und Ausgangssperren reagiert. Doch auch die rigiden Maßnahmen der chinesischen Regierung werden spätestens durch die hochansteckende Omikron-Variante auf eine harte Bewährungsprobe gestellt.

8.45 Uhr: RKI registriert 11.718 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 666,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 666,4 (Vortag 717,4; Vorwoche: 807,0; Vormonat: 1586,4) und die Zahl der Corona-Neuinfektionen  mit 11.718 innerhalb eines Tages an. Zwischen den einzelnen Wochentagen schwanken die Werte deutlich, da insbesondere am Wochenende einige Bundesländer nicht ans RKI melden.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 10 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 24 Todesfälle. Auch diese Zahl schwankt sehr von Tag zu Tag, da dem RKI am Wochenende nur wenige Daten dazu gemeldet werden.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 30. April:

19.10 Uhr:  Doch kein Corona? PCR-Test fällt bei Habeck negativ aus

Ein PCR-Test auf das Coronavirus ist bei Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach dessen Angaben negativ ausgefallen. Das sagte Habeck beim kleinen Parteitag der Grünen am Samstag in Düsseldorf, wo er digital zugeschaltet war. Habeck war am Freitag zunächst positiv auf das Coronavirus getestet worden und deshalb nicht vor Ort in Düsseldorf dabei.

Drei Schnelltests verschiedener Hersteller seien positiv ausgefallen, sagte Habeck. „Ich hab also keine Ahnung, ob ich jetzt Corona hab oder nicht. Es steht drei zu eins.“ Er warte nun auf das Ergebnis eines weiteren Tests.

16.03 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region.

11.45 Uhr: Barmer-Analyse: Zahl der Kinderkrankentage mehr als verdoppelt

Eltern haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Kinderkrankengeldtage genommen als im Vorjahr. Das geht aus einer Analyse der Krankenkasse Barmer hervor, die der "Welt am Sonntag" vorlag. Insgesamt bewilligte die Kasse demnach 2021 rund 1,3 Millionen Kinderkrankengeldtage und somit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr mit rund 566.000 Tagen. 

"Das Kinderkrankengeld entlastet Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen müssen" sagte Barmer-Chef Christoph Straub der Zeitung. "Es hat sich damit gerade in Krisenzeiten hervorragend bewährt." Etwa 30 Prozent der Gesamtzahltage im Jahr 2021 seien dabei auf das pandemiebedingte Kinderkrankengeld entfallen. Dieses hätten erstmalig Eltern nutzen können, deren Kinder aufgrund von Schul- und Kitaschließungen in der Corona-Krise betreut werden mussten

8 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 717,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut stark gesunken. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Samstagmorgen mit 717,4 an. Am Vortag hatte er bei 758,5 gelegen, vor einer Woche bei 821,7. Die Sieben-Tage-Inzidenz beziffert die Zahl der registrierten Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner in diesem Zeitraum.

Wie das RKI am Samstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 87.289, nach 101.610 am Vortag und 135.079 vor einer Woche. Die Gesamtzahl der erfassten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 24.798.067. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 159 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 135.451.

Das waren die Entwicklungen am Freitag 29. April:

19 Uhr: Corona-Zahlen im Südwesten sinken weiter

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg geht weiter zurück. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag heute laut Landesgesundheitsamt bei 643,2 - ein Rückgang um 41,5 im Vergleich zum Vortag. Vor einer Woche waren bei 746,2 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Virus nachgewiesen worden.

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 10.194 neue Infektionen. Damit stiegen die Fälle seit Beginn der Pandemie auf 3.487.610. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile mindestens 15.757 Menschen gestorben, 10 mehr als am Vortag.

17.15 Uhr: 300.000 Patienten mit Post-Covid in Praxen behandelt

Rund 300.000 Menschen sind laut einer Auswertung in den ersten neun Monaten vergangenen Jahres mit länger anhaltenden Beschwerden nach Corona-Infektionen in Arztpraxen behandelt worden. Seit dem 1. Januar 2021 können Post-Covid-Patienten mit einem eigenen Abrechnungscode identifiziert werden, erläuterte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung am Freitag. Dieser wurde demnach in den ersten drei Quartalen bis Ende September 2021 für 303.267 Patienten dokumentiert - im ersten Quartal erstmalig bei knapp 110.000, im zweiten bei 125.000 und im dritten bei 68.000.

15.35 Uhr: 4,7 Prozent der Menschen in Deutschland laut RKI zwei Mal geboostert

Fast 5 Prozent der Menschen in Deutschland haben ihre Impfung gegen das Coronavirus bereits ein zweites Mal auffrischen lassen. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor. Das RKI schlüsselt in seiner Übersicht neuerdings auch auf, wie viele zweite Auffrischungsimpfungen (zweite Booster-Impfungen) verabreicht worden sind. Seit Mitte Februar rät die Ständige Impfkommission bestimmten Gruppen zu der für die meisten Geimpften dann insgesamt vierten Impfdosis gegen Sars-CoV-2.

Laut RKI haben sich bundesweit rund 3,9 Millionen Menschen oder 4,7 Prozent der Einwohner zum zweiten Mal boostern lassen. Die Stiko empfiehlt den zweiten Booster derzeit für Menschen ab 70 und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen.

14.30 Uhr: Cannstatter Volksfest wird ohne Einschränkungen geplant

Nach zweijähriger Zwangspause soll neben dem Oktoberfest auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart ohne Zugangsbeschränkungen stattfinden. „Es gibt derzeit keine Auflagen und wir planen ganz normal“, sagte Jörg Klopfer von der Veranstaltungsgesellschaft in Stuttgart am Freitag auf Anfrage.

13.51 Uhr: Hamburg verzichtet als letztes Bundesland auf meiste Corona-Maßnahmen

Die allermeisten Corona-Maßnahmen fallen nun auch in Hamburg weg. Ab Samstag können Bürger dort wieder ohne Maske einkaufen gehen und ohne Beschränkungen Tanzveranstaltungen besuchen. In fast allen anderen Bundesländern ist dies schon deutlich länger möglich. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard sagte: „Aber wenn einem danach ist, eine Maske zu tragen, ist das sicher nicht falsch.“

12.45 Uhr: Münchner Oktoberfest findet in diesem Jahr wieder statt

Das Münchner Oktoberfest findet nach zweijähriger Unterbrechung wegen der Coronakrise in diesem Jahr wieder statt. Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte am Freitag in München, die Wiesn werde auch ohne Auflagen wie etwa Zugangsbeschränkungen stattfinden können. Er hoffe nun, dass sich die Coronalage nicht im Herbst so zuspitze, dass eine kurzfristige Absage nötig werde.

11.45 Uhr: Wirtschaftsminister Habeck positiv auf Coronavirus getestet

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist am Freitag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie eine Sprecherin mitteilte, fiel ein Schnelltest am Donnerstagabend noch negativ aus, ein Schnelltest am Freitagmorgen dann positiv. Habeck gehe es gut. Er habe im Moment keinerlei Symptome. Gemäß den rechtlichen Vorgaben habe er sich in Isolation begeben. Alle Präsenztermine seien abgesagt worden.

10.40 Uhr: Lauterbach legt kommende Woche Vorschlag für Neuregelung der Corona-Isolation vor

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will kommende Woche - wahrscheinlich schon am Montag - einen Vorschlag für die Neuregelung der Isolation für Corona-Infizierte vorlegen. Es habe bei dem Gespräch mit den Gesundheitsministern der Länder am Donnerstag "keinen Dissens" in der Frage gegeben, sagte Lauterbach am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Bund und Länder wollen die verpflichtende Isolation beibehalten, aber auf fünf Tage verkürzen.

9.32 Uhr: Freitestung nach verkürzter Corona-Isolation Lauterbach zufolge sinnvoll

Bei der geplanten Verkürzung der Isolation für Corona-Infizierte hält Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach es für sinnvoll, dass Betroffene sich am Ende freitesten. „Ich persönlich glaube, dass am Ende von fünf Tagen - das ist ja eine sehr kurze Zeit - zumindest eine Selbsttestung dringend empfohlen sein müsste“, sagte der SPD-Politiker am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. „Weil wir wissen, dass viele nach dem fünften Tag noch positiv sind, und die würden dann ja doch noch andere anstecken.“ Daher sei eine Freitestung auch für diejenigen, die keine Symptome mehr haben, sinnvoll - „zumindest als dringende Empfehlung“.

7.27 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt stark auf 758,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut stark gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert am Freitagmorgen mit 758,5 an. Am Vortag hatte er bei 826,0 gelegen. Wie das RKI am Freitag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 101.610. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 214 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 28. April:

20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz liegt weiter über dem Wert der Vorwoche

Die Zahl der registrierten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg geht weiter zurück, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt aber nach wie vor über der Marke aus der Vorwoche. Heute betrug sie laut Landesgesundheitsamt 684,7 - das war ein Rückgang von 53,4 im Vergleich zum Vortag, an dem es auch schon abwärts ging.

Vor einer Woche waren bei 669,5 von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 12.286 neue Infektionen. Damit stiegen die registrierten Fälle seit Beginn der Pandemie auf 3.477.416.

17.55 Uhr: In Italien bleibt Maskenpflicht in Zügen, Kinos, Theatern, Sporthallen erhalten

Italien wird die Maskenpflicht in Zügen, U-Bahnen und Bussen sowie für Besucher von Events in geschlossenen Räumen bis mindestens 15. Juni verlängern. Gesundheitsminister Roberto Speranza kündigte am Donnerstag an, dass bis dahin in öffentlichen Verkehrsmitteln wie auch in Kinos, Theatern oder Sporthallen Masken getragen werden müssen. Andernorts, etwa in Restaurants oder auf der Arbeitsstelle, dürfte die Maskenpflicht dagegen am 1. Mai wegfallen.

16.20 Uhr: Apotheken wollen nach Corona-Einsatz weiterimpfen auch gegen Grippe

Nach dem Einsatz in der Corona-Impfkampagne wollen die Apotheken sich auch verstärkt bei Grippeschutzimpfungen anbieten. „Die Apothekerschaft steht bereit, um die ärztlichen Impfangebote zu ergänzen - gegen Grippe ebenso wie gegen Covid-19“, erklärte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regine Overwiening, am Donnerstag.

Anfang Februar hatten erste Apotheken mit Corona-Impfungen begonnen. Laut Verband wurden seitdem 88.500 Covid-19-Impfungen registriert. In einigen Bundesländern gab es auch schon seit 2020 Modellversuche zur Grippeschutzimpfungen.

15.10 Uhr: Schülerinnen und Schüler mit besseren Leistungen als vor Corona

Die baden-württembergischen Schülerinnen und Schüler haben bei den jüngsten Vergleichsarbeiten zum Teil besser abgeschnitten als noch 2019 - trotz Corona. Wie groß die Lernrückstände durch die Pandemie seien, könne man aber nicht einschätzen, hieß es in den Landesergebnissen des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg. 

14.21 Uhr: Moderna beantragt in USA Impfstoff-Zulassung für Kinder

Der Hersteller Moderna hat bei der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Notfallzulassung für seinen Coronavirus-Impfstoff für Kinder im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren beantragt. Das teilte das US-Unternehmen nun mit. Bislang ist der Moderna-Impfstoff in den USA nur für Menschen über 18 Jahren zugelassen. Für kleine Kinder ist dort bislang kein Corona-Impfstoff erlaubt.

12.15 Uhr: Baden-Württemberg will Corona-Isolation auf fünf Tage verkürzen

Corona-Infizierte müssen in Baden-Württemberg künftig nur noch fünf Tage in Isolation. Darauf verständigten sich am Donnerstag das Sozialministerium und die Fraktionschefs von Grünen und CDU, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen in Stuttgart. Bislang gilt für Infizierte eine verpflichtende Isolation von zehn Tagen - ein Freitesten ist frühestens nach sieben Tagen möglich. Ab Anfang Mai soll im Südwesten zudem ein abschließendes Freitesten nach fünf Tagen für die meisten Menschen nicht mehr nötig sein, sofern sie zwei Tage lang keine Symptome mehr hatten. Ausnahmen gibt es für Personal in Kliniken oder Pflegeheimen.

11 Uhr: Laut Statistik weniger Hochzeiten im Südwesten, aber mehr Kinder

Noch nie haben in der Bundesrepublik Deutschland so wenige Paare geheiratet, wie im Jahr 2021. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, wurden nach vorläufigen Angaben im vergangenen Jahr rund 357.800 Ehen geschlossen. Das war ein historischer Tiefstand. Zugleich stieg die Zahl der Geburten in Deutschland im Jahr 2021 auf den höchsten Stand seit 1997.

In Baden-Württemberg heirateten die Menschen im Vergleich zu anderen Bundesländern noch relativ oft. Aber auch im Südwesten sank die Zahl von etwa 50.500 Eheschließungen 2020 auf rund 48.900 im vergangenen Jahr. Nach vorläufigen Angaben stieg die Geburtenzahl im zweiten Jahr der Corona-Pandemie im Südwesten von etwa 108.000 auf 113.500 im vergangenen Jahr.

9.56  Uhr: Bislang mehr als 47.000 Verstöße gegen Impfpflicht im Gesundheitssektor

Den Gesundheitsämtern der 20 größten Städte Deutschlands sind bisher mehr als 47.000 Verstöße gegen die Impfpflicht im Gesundheitswesen gemeldet worden. Das ergab eine Umfrage der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter den Städten. Demnach haben Kliniken, Alten- und Pflegeheime sowie andere Einrichtungen des Gesundheitswesens den Gesundheitsämtern 47.263 Verstöße gemeldet. Bußgelder oder Betretungsverbote hat es aber in keinem einzigen Fall gegeben, teilten die Gesundheitsämter mit.

„Teils werden noch Nachweise erbracht“, sagte der Leiter des Dresdner Gesundheitsamts, Frank Bauer, dem RND. Die Behörde habe aber mit deutlich mehr Meldungen gerechnet. „Die Zahlen liegen unter den zunächst erwarteten Meldungen“, sagte Bauer. Erste Bußgelder oder Betretungs- und Tätigkeitsverbote wollen die Städte erst ab Mitte Mai aussprechen.

7.33 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt stark auf 826

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist stark gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert am Donnerstagmorgen mit 826,0 an. Wie das RKI am Donnerstag unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 130.104. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 246 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 27. April: 

22.23 Uhr: Neue Corona-Verordnung ab Sonntag: Kleine Änderung bei Maskenpflicht

Turnusgemäß läuft am Wochenende die aktuelle Corona-Verordnung in Baden-Württemberg aus. Die meisten Regeln werden verlängert. Nur in einem Bereich gibt es eine Änderung – zu der der Ministerpräsident lieber nichts sagt. Mehr dazu lesen Sie hier.

21.11 Uhr: Aufruf von Corona-Skeptikern gegen Buchvorstellung in der Region

Eine solche Reaktion auf die Ankündigung ihrer Lesung hatten Dietrich Krauß und Matthias Meisner – beide gestandene, erfahrene Journalisten – nicht erwartet, zumindest nicht in Konstanz. Freidenken Konstanz hatte, als Mitglieder der Gruppierung von der Lesung zu dem Buch „Fehlender Mindestabstand – Die Coronakrise und die Netzwerke der Demokratiefeinde“ erfahren hatten, auf dem Messengerdienst Telegram zur Mobilmachung aufgerufen. Mehr lesen Sie hier.

20.25 Uhr: Corona in Pflegeheimen: Britische Regierung verstieß gegen Gesetz

Die britische Regierung hat bei ihrem Umgang mit Pflegeheimbewohnern in der Pandemie gegen das Gesetz verstoßen. Zu diesem Schluss kam der Londoner High Court am Mittwoch. Während der Corona-Pandemie starben in England Zehntausende Menschen an Covid-19 in Pflegeheimen. Als Grund für die starke Ausbreitung des Virus in den Einrichtungen gilt, dass die Regierung massenhaft Patienten aus Krankenhäusern ohne vorherige Testung in Pflegeheime verlegen ließ. Mit der Maßnahme sollte die Zahl der verfügbaren Krankenhausbetten schnellstmöglich erhöht werden.

19 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten geht weiter nach unten

Die Trend bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg geht weiter nach unten: Am Mittwoch betrug sie laut Landesgesundheitsamt 738,1 - das war ein Rückgang von 58 im Vergleich zum Vortag, an dem es auch schon abwärts ging. Damit bleibt der Wert jedoch weiter über dem aus der Vorwoche. Vor einer Woche waren bei 678,7 je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 16.141 neue Infektionen.

17.30 Uhr: Gesundheitsminister beraten über Isolations- und Quarantäneregeln

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Donnerstagabend über neue Isolations- und Quarantäneregeln beraten. Ziel sei eine einheitliche Positionierung, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums von Sachsen-Anhalt vorab. Anfang April waren zunächst Pläne von Bund und Ländern zu einer Umstellung der Isolation von Infizierten auf Freiwilligkeit bekannt geworden, die ab Anfang Mai gelten sollten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kassierte die Ankündigung der Freiwilligkeit allerdings wieder ein.

15 Uhr: EU-Kommission: Auf nächste Phase der Pandemie vorbereiten

Die EU-Länder sollten der EU-Kommission zufolge trotz sinkender Corona-Zahlen wachsam bleiben. Die Brüsseler Behörde stellte nun einen Leitfaden für den Übergang von der Corona-Notlage der vergangenen Monate und Jahre zu einem langfristigeren Umgang mit der Corona-Pandemie vor. „Wir beginnen eine neue Phase der Pandemie, da wir allmählich begonnen haben, mit Covid-19 zu leben. Trotzdem sollten wir extrem wachsam bleiben“, erklärte Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

Es gebe nach wie vor das Risiko neuer Virusvarianten. Konkret sollen die EU-Länder der Mitteilung zufolge die Kampagnen für Corona-Impfungen und Booster verstärken. Nur 64 Prozent der EU-Bevölkerung hätten einen Booster erhalten, und es gebe noch 90 Millionen komplett ungeimpfte Menschen in der EU, sagte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

12 Uhr: Corona-Regeln bei Einreisen werden bis Ende Mai verlängert

Für Urlaubsrückkehrer gelten vorerst weiterhin Corona-Regeln bei der Einreise nach Deutschland. Das Bundeskabinett beschloss nun, die entsprechende Verordnung bis 31. Mai zu verlängern - sie wäre sonst an diesem Donnerstag ausgelaufen. Damit bleibt es dabei, dass alle ab zwölf Jahren bei Einreise über einen 3G-Nachweis als geimpft, genesen oder getestet verfügen müssen.

Auch wenn die aktuelle Omikron-Virusvariante weniger schwere Krankheitsverläufe zur Folge habe, sei bei einer weltweit weiterhin dynamischen epidemischen Situation die Ausbreitung neuer Varianten mit stärker krankmachenden Eigenschaften nicht unwahrscheinlich, erläuterte das Gesundheitsministerium in der Verordnung. Ab Freitag entfällt aber die Informations-SMS zu Corona-Bestimmungen in Deutschland, die Mobilfunkbetreiber Einreisenden auf das Handy schicken mussten.

9.53 Uhr: Biontech beantragt in USA Zulassung von Corona-Drittimpfung für Fünf- bis Elfjährige

Der deutsche Impfstoffentwickler Biontech und sein US-Partner Pfizer haben in den USA eine Zulassung einer Corona-Auffrischungsimpfung für Fünf- bis Elfjährige beantragt. Die entsprechenden Dokumente wurden bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten.

Bei einer klinischen Studie habe eine dritte Dosis des Biontech-Pfizer-Vakzins etwa sechs Monate nach der zweiten Dosis bei Kindern zwischen fünf und einschließlich elf Jahren zu einer „starken Immunantwort“ geführt, hieß es in einer Pressemitteilung. Es habe keine Sicherheitsprobleme gegeben.

7.24 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt wieder unter 900

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut unter 900 gesunken. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert am Mittwochmorgen mit 887,6 an. Wie das RKI am Mittwoch unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 141.661. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 343 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 26. April:

20.02 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten fällt wieder unter 800

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist wieder etwas gesunken. Am Dienstag betrug sie laut Landesgesundheitsamt 796,1 - das war ein Rückgang von 38,4 im Vergleich zum Vortag (Stand: 16.00 Uhr). Damit bleibt der Wert jedoch weiter über dem aus der Vorwoche. Vor einer Woche waren bei 648,6 je 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 17 772 neue Infektionen. Damit stiegen die registrierten Fälle seit Beginn der Pandemie auf 3 448 989. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile mindestens 15 705 Menschen gestorben, 28 mehr als am Vortag.

19 Uhr: Neue Corona-Verordnung ab Sonntag: Änderung bei Maskenpflicht

Turnusgemäß läuft am Wochenende die aktuelle Corona-Verordnung in Baden-Württemberg aus. Die meisten Regeln werden verlängert. Nur in einem Bereich gibt es eine Änderung – zu der Ministerpräsident Kretschmann lieber nichts sagt. Hier finden Sie den Überblick.

17.20 Uhr: Kultusministerin Schopper hat Covid-19

Die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Sie habe deshalb heute auch nicht an der Sitzung der Landesregierung teilgenommen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart. Ein Sprecher des Kultusministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur, die 61-jährige Schopper sei am Sonntag positiv getestet worden und habe sich dann in Isolation begeben. Sie habe recht heftige Erkältungssymptome.

15.10 Uhr: Dänemark setzt Corona-Impfprogramm aus

Dänemark setzt sein Corona-Impfprogramm aus. Die Gesundheitsbehörde SST kündigte am Dienstag an, die großangelegte Impfkampagne erst im Herbst wieder aufzunehmen. Für Ungeimpfte steht auf Wunsch aber auch im Sommer Impfstoff zur Verfügung.

Dänemark hatte im Februar mitten in einer heftigen Omikron-Welle fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Die Regierung begründete das Ende der Beschränkungen vor allem mit der hohen Impfquote: Mittlerweile sind fast 81 Prozent der 5,8 Millionen Einwohner zweifach gegen das Coronavirus geimpft, 61,1 Prozent haben auch eine Booster-Impfung bekommen. Die Zahl der Neuinfektionen ging zuletzt zurück, die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist stabil.

14 Uhr: Weniger Corona-Fälle auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg

Auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg haben am Montag nach Auskunft des Landesgesundheitsamtes mit 167 Menschen deutlich weniger Corona-Patienten als noch in der Vorwoche (200) gelegen. Im Moment seien 7,6 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt - ebenfalls ein Rückgang im Vergleich zur Vorwoche, wo es noch 9,2 Prozent waren.

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen betrug am Montag laut Landesgesundheitsamt 834,5. Eine Woche zuvor waren bei 648,6 je 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.

12.30 Uhr: Nach zwei Jahren Pandemie: Über 500 Straftaten im Zusammenhang mit Corona in Konstanz

Beleidigung, Urkundenfälschung, unrichtige Gesundheitszeugnisse: Das Spektrum an Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit der Pandemie ist groß. Die Polizei hat in Konstanz einige davon erfasst.

10 Uhr: Corona-Tests für Großteil der Einwohner Pekings angelaufen

In Peking sind die Corona-Massentests auf fast alle der 21 Millionen Einwohner der Stadt ausgeweitet worden. Die chinesische Hauptstadt meldete zwar nur 33 neue Fälle - es ging allerdings die Angst vor einem wochenlangen Total-Lockdown wie in der Wirtschaftsmetropole Shanghai um.

Die Anordnung der Tests in dem Innenstadtbezirk Chaoyang hatte am Sonntag Panikkäufe ausgelöst. Standen die Menschen am Sonntagabend noch Schlange an den Supermärkten, so standen sie am Montag Schlange an den Teststationen. 

7.22 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt deutlich auf 909,1

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag deutlich angestiegen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 909,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 790,8 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 136.798 Corona-Neuinfektionen und 304 Todesfälle. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.00 Uhr wiedergeben.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 25. April: 

21.03 Uhr: Arbeitgeber muss pfändbaren Teil von Corona-Prämie nicht auszahlen

Ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, eine Corona-Prämie voll auszuzahlen, wenn ein Teil davon gepfändet wird. Tarifliche Corona-Prämien seien kein unpfändbares Arbeitseinkommen, erklärte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Es ließ zur Klärung der Frage aber die Revision zum Bundesarbeitsgericht zu. (Az. 23 Sa 1254/21)

Der Kläger ist ein Omnibusfahrer im Personennahverkehr; in einem Insolvenzverfahren hat er die pfändbaren Anteile seines Arbeitseinkommens abgetreten. Sein Arbeitgeber zahlte 2020 und 2021 jeweils eine tarifvertraglich geregelte Corona-Prämie - an den Busfahrer mit Hinweis auf die Pfändung jedoch nur einen Teil. Der Busfahrer verlangte die vollständige Auszahlung und argumentierte, die Prämie gehöre nicht zum pfändbaren Arbeitseinkommen. 

19.30 Uhr: Neue Finanzspritze für Kliniken: Land zahlt 240 Millionen Euro

Die baden-württembergischen Krankenhäuser erhalten wegen der Belastungen durch die Corona-Krise vom Land eine weitere Finanzspritze von 240 Millionen Euro. Auf diesen Betrag hatten sich die grün-schwarze Landesregierung und die Kommunen schon bei ihren Finanzverhandlungen Ende November geeinigt, nun kommt er - vier Monate später - zur Auszahlung. In der Vorlage des Sozialministeriums für die Sitzung der Landesregierung an diesem Dienstag heißt es, trotz der Rettungsschirme des Bundes und der bisherigen Landeshilfe bleibe bei den kommunalen Kliniken noch immer ein Minus, das man ausgleichen wolle. Das Ministerium geht aber schon jetzt davon aus, dass die 240 Millionen Euro für den Zeitraum von Januar 2021 bis Juni 2022 nicht ausreichen werden, um die Finanzlücke der Krankenhäuser „in Gänze auszugleichen“. 

17.37 Uhr: Weniger Corona-Fälle auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg

Auf den Intensivstationen in Baden-Württemberg haben am Montag nach Auskunft des Landesgesundheitsamtes mit 167 Menschen deutlich weniger Corona-Patienten als noch in der Vorwoche (200) gelegen. Im Moment seien 7,6 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt - ebenfalls ein Rückgang im Vergleich zur Vorwoche, wo es noch 9,2 Prozent waren.

16.21 Uhr: Drohanrufer im Impfzentrum fliegt auf

Ein Mann ist nach einem Drohanruf im Bamberger Impfzentrum von der Polizei gefasst worden. Den Ermittlungen zufolge soll er Ende Februar mit unterdrückter Nummer im Impfzentrum angerufen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern körperliche Gewalt angedroht haben. Außerdem soll er gesagt haben, er wolle die Impfstoff-Bestände verbrennen.

Der Kripo gelang es, den Anruf zurückzuverfolgen, wie ein Sprecher der Polizei am Montag mitteilte. In der vergangenen Woche stellten die Ermittler den 29-Jährigen in seiner Nürnberger Wohnung. Er muss sich nun wegen Bedrohung verantworten.

14.29 Uhr: Arbeitgeber muss pfändbaren Teil von Corona-Prämie nicht auszahlen

Ein Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, eine Corona-Prämie voll auszuzahlen, wenn ein Teil davon gepfändet wird. Tarifliche Corona-Prämien seien kein unpfändbares Arbeitseinkommen, erklärte das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg in einem am Montag veröffentlichten Urteil. Es ließ zur Klärung der Frage aber die Revision zum Bundesarbeitsgericht zu. 

13.08 Uhr: Corona-Regeln bei Einreisen sollen bis Ende Mai verlängert werden

Für Urlaubsrückkehrer nach Deutschland sollen vorerst weiter Corona-Regeln gelten. Das Bundesgesundheitsministerium will die an diesem Donnerstag auslaufende Einreiseverordnung bis Ende Mai verlängern, wie ein Sprecher am Montag in Berlin sagte. Schutz vor einem zusätzlichen Virus-Eintrag durch Einreisende bleibe wichtig. Nähere Angaben machte er mit Verweis auf laufende Abstimmungen in der Regierung zunächst nicht. In der aktuellen Corona-Situation sei nun mit kürzeren Abständen zu schauen, was der Lage angepasst sei.

Damit soll es vorerst dabei bleiben, dass alle ab zwölf Jahren bei der Einreise nach Deutschland über einen 3G-Nachweis als geimpft, genesen oder negativ getestet verfügen müssen. Die Verordnung sieht für Rückkehrer aus Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet darüber hinaus auch Quarantänepflichten vor. Aktuell wird laut der entsprechenden Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) aber kein Land von der Bundesregierung als ein solches Gebiet eingestuft.

11.32 Uhr: Studie: Schutz bei Omikron sinkt einige Monate nach Biontech-Booster

Der nach einer Auffrischimpfung mit dem Biontech/Pfizer-Vakzin zunächst hohe Schutz gegen Klinikeinweisungen und Besuche in der Notaufnahme bei Omikron verringert sich nach neuen Studiendaten bereits nach einigen Monaten. Das geht aus einer im Fachblatt „The Lancet Respiratory Medicine“ veröffentlichten Untersuchung aus Südkalifornien hervor.

„Covid-19-Auffrischimpfungen mit Pfizer/Biontech verbessern den Schutz gegen Omikron signifikant, obwohl dieser Schutz nach drei Monaten gegen Besuche in der Notaufnahme und sogar gegen Krankenhausaufenthalte nachzulassen scheint“, resümierte die Hauptautorin der Studie, die Epidemiologin Sara Y. Tartof vom Gesundheitskonsortium Kaiser Permanente, laut Mitteilung. Eine gewisse Wirksamkeit blieb jedoch auch dann noch erhalten.

Das Ergebnis der von Pfizer finanzierten Studie: Nach drei Dosen betrug die Wirksamkeit des Impfstoffs von Biontech-Pfizer gegen Krankenhauseinweisungen wegen Omikron 85 Prozent bei weniger als drei Monaten. Sie fiel aber auf 55 Prozent nach drei Monaten oder länger.

10.13 Uhr: Abiturprüfungen beginnen erneut unter Corona-Bedingungen

Nach zwei Jahren im Corona-Ausnahmezustand beginnt für etwa 47 400 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg mit den ersten Prüfungen am Montag der Endspurt zum Abitur. Für die meisten ist es das letzte Kapitel einer ganz besonderen Schulzeit. Denn die Abschlussklassen, die nun ihr Abitur ablegen, waren in den vergangenen zwei Jahren durch die Corona-Pandemie geprägt. Wegen des Virus wurden auch in diesem Jahr einige Regeln angepasst. Leichter werde es dadurch aber nicht, versicherte das Kultusministerium nach dem überraschend guten Abschneiden des vorherigen Jahrgangs.

7.24 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 790,8

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 790,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 807,0 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 20.084 Corona-Neuinfektionen und 6 weitere Todesfälle. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.17 Uhr wiedergeben.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Tag der Woche Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Auch die Osterfeiertage und das Ferienende in der vergangenen Woche in einigen Bundesländern haben einen Einfluss.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 24. April:

20.28 Uhr: Pflegeeinrichtungen durch Corona zu Blackbox geworden

Die Corona-Pandemie flaut derzeit ab. Pflegeeinrichtungen sind in den vergangenen zwei Jahren aber eine Art „Blackbox“ geworden, sagen Interessensverbände von Patienten und Pflegebedürftigen. Laut der Stiftung Patientenschutz können Angehörige nach wie vor nur eingeschränkt in den Heimen nach dem Rechten sehen. „Durch den Wegfall spontaner Angehörigenbesuche und die lange ausbleibenden Überprüfungen des Medizinischen Diensts, der Heimaufsichten sowie Gesundheitsämter sind die 12.000 Pflegeheime zur "Blackbox" geworden“, sagt Geschäftsführer Eugen Brysch. Mehr denn je blieben Versäumnisse und Pflegemängel im Dunkeln.

19.27 Uhr: Maskenpflicht in Israel fast vollständig aufgehoben

Gut zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht in Israel fast komplett aufhoben worden. Seit Samstagabend müssen Masken nur noch an Orten mit hohem Infektionspotenzial getragen werden - wie Krankenhäusern, Arztpraxen, Seniorenheimen und in Flugzeugen. Dies gilt auch für Infizierte auf dem Weg in die Quarantäne. „Wir empfehlen der gefährdeten Bevölkerung, weiter Masken zu tragen, auch wenn dies keine Pflicht ist, und rufen alle dazu auf, mit Blick auf ältere und durch das Coronavirus besonders gefährdete Menschen weiterhin Vorsicht walten zu lassen“, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

17.07 Uhr: In Bayern keine Impfpflicht für Pflege ohne allgemeine Impfpflicht

Ohne eine allgemeine Corona-Impfpflicht muss nach Ansicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek auch die Impfpflicht für Pflegeberufe schnellstmöglich ausgesetzt werden. Bis Mittwoch müsse die Bundesregierung „endlich zu einem neuen Vorstoß für eine allgemeine Impfpflicht durchringen. Nur dann macht ein Festhalten an der einrichtungsbezogenen Impfpflicht einen Sinn“, sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München.

15.34 Uhr: Gesundheitliche Folgen der Corona-Pandemie bei 65 Prozent der Bevölkerung

In Deutschland nehmen 65 Prozent der Bevölkerung über 18 Jahren eine Verschlechterung ihrer Gesundheit infolge der Corona-Pandemie bei sich wahr. Das geht aus einer Studie der pronova Betriebskrankenkassen hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag vorab vorlag. Die meist genannten Probleme sind demnach Bewegungsmangel (35 Prozent), Rücken- und Nackenschmerzen (27 Prozent) sowie psychische Leiden (24 Prozent). Der Studie zufolge verzeichneten seit dem Beginn der Corona-Pandemie zudem 16 Prozent der Menschen eine merkliche Gewichtszunahme und häufige Kopfschmerzen. Zehn Prozent klagen über Kurzatmigkeit. 13 Prozent konsumieren mehr Alkohol und Nikotin.

14.23 Uhr: Trotz Pandemie-Erfahrung verweigert Lauterbach RKI-Reformprojekten die Finanzierung

Das Bundesgesundheitsministerium unter Karl Lauterbach blockiert einem Medienbericht zufolge aus Finanzierungsgründen Reformen am Robert-Koch-Institut. Nach Informationen der "Welt am Sonntag" teilte das Ministerium seiner nachgeordneten Behörde in den vergangenen Wochen informell mit, für die Umsetzung mehrerer bereits ausgearbeiteter Projektpläne zur Modernisierung der Behörde werde die Bundesregierung kein Geld oder nur einen Bruchteil der benötigten Summen zur Verfügung stellen. Entsprechende Zusagen hatte es demnach in der vergangenen Legislaturperiode gegeben.

Konkret gehe es um Projekte zur Digitalisierung und zur Überwachung des Gesundheitszustandes der Bevölkerung. In der Corona-Pandemie war sichtbar geworden, dass das Institut in Sachen Digitalisierung Nachholbedarf hat. Für Kritik sorgte immer wieder die Erfassung von Daten durch die Behörde, die teilweise nur lückenhaft Daten zur Gesundheitskrise liefern konnte.

13.04 Uhr: Nach Masken-Aus nun auch Ende von Corona-Tests an Schulen

Nach der Aufhebung der Maskenpflicht geht an den Schulen nun auch die Zeit der verpflichtenden Corona-Tests zu Ende. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in den 16 Bundesländern ergab, ist die Testpflicht bereits in sechs Ländern abgeschafft oder endet mit Beginn der neuen Woche, in sechs Ländern läuft sie spätestens Ende der Woche mit dem Monatswechsel aus. Lediglich in Berlin und Thüringen wird darüber hinaus noch weitergetestet: In Thüringen noch bis zum 6. Mai und in Berlin „bis auf Weiteres“, wie es aus der Bildungsverwaltung hieß. Aus Hamburg und dem Saarland sind noch keine Entscheidungen über den Umgang mit Tests ab Mai bekannt. Bildungsgewerkschaften und der Deutsche Lehrerverband kritisierten das weitgehende Ende der Testpflicht.

11.51 Uhr: Cookinseln im Südpazifik melden erstmals Corona-Todesfall

Auf den Cookinseln im Südpazifik ist erstmals seit Pandemie-Beginn ein Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus festgestellt worden. Eine an Covid-19 erkrankte 63-Jährige sei auf der Insel Aitutaki des Archipels auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, teilte Premierminister Mark Brown am Sonntag mit. 

„Mit großem Bedauern gebe ich bekannt, dass wir soeben den ersten inländischen Todesfall registriert haben, der Covid-19 zugeschrieben wird“, erklärte Brown. Die gestorbene Frau sei dreifach gegen Covid-19 geimpft gewesen, habe aber auch „mehrere schwere Vorerkrankungen“ gehabt. Die nahe Neuseeland gelegenen Cookinseln hatten sich nach Pandemie-Beginn von der Außenwelt abgeschottet und gehörten lange zu den wenigen Weltregionen, in denen kein Corona-Fall festgestellt wurde.

10.43 Uhr: Patienten nach schweren Corona-Verläufen häufig noch ein Jahr später beeinträchtigt

Nur wenige Menschen, die wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden müssen, erholen sich innerhalb eines Jahres vollständig von der Erkrankung. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie, die am Sonntag in der Fachzeitschrift "Lancet Respiratory Medicine Journal" veröffentlicht wurde. Frauen erholen sich demnach weniger häufig als Männer. Auch Übergewichtige und Patienten, die beatmet werden mussten, haben bedeutend schlechtere Genesungschancen.

Nur 26 Prozent der Patienten, die zwischen innerhalb eines Jahres aus 39 britischen Krankenhäusern entlassen wurden, gaben an, nach fünf Monaten vollständig genesen zu sein. Ein Jahr nach der Entlassung aus dem Krankenhaus stieg der Anteil demnach nur leicht auf 28,9 Prozent an. Die häufigsten beobachteten Langzeit-Covid-Symptome waren Müdigkeit, Muskelschmerzen, schlechter Schlaf und Kurzatmigkeit.

9.21 Uhr: Shanghai verzeichnet neuen Höchstwert bei Corona-Toten

Die Behörden von Shanghai haben mit 39 Corona-Toten innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchstwert verzeichnet. Die am Sonntag mitgeteilte Zahl übertrifft den bisherigen Höchstwert von zwölf Toten am Vortag bei weitem. Die chinesische Metropole ist seit Anfang April weitgehend abgeriegelt, die meisten der rund 25 Millionen Einwohner dürfen ihre Wohnungen so gut wie nicht verlassen. 

Dabei gelingt es den Behörden kaum, die Konsequenzen für die Eingeschlossenen abzufedern: Die Stadt hat Mühe, ihre Bewohner mit frischen Lebensmitteln zu versorgen oder ärztlich betreuen zu lassen, weil das Gesundheitswesen in erster Linie für Corona-Tests und -Behandlungen gebraucht wird.

8 Uhr: RKI registriert 39.179 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 807,0

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach einem kurzen Anstieg wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut. gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 807,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 821,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 834,3 (Vormonat: 1752,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 39.179 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.18 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 39.784 registrierte Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken gekommenen Corona-infizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 4,52 an (Donnerstag 4,24).

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 23. April:

19.57 Uhr: „Fieber, Herr Lindner?“ - Debatte über Corona-Infektion des FDP-Chefs

Der an Corona erkrankte FDP-Chef Christian Lindner hat durch seinen Auftritt beim Parteitag der Liberalen per Zuschaltung aus Washington eine Debatte über seinen Gesundheitszustand ausgelöst. Grund dafür war, dass Lindner während seiner rund 40-minütigen Parteitagsrede deutlich schwitzte. Auf Twitter fragten sich viele Menschen am Samstag, wie fit oder krank er wirklich ist. Auch dass die rund 660 Delegierten in einer Halle in Berlin eng zusammensitzend und ohne Maske tagen, wurde vielfach kritisiert.

„Hab gerade Lindner auf dem Bundesparteitag gesehen. Total verschwitzt und sichtlich mitgenommen. Aber man darf sich ja nix anmerken lassen, denn Omikron ist ja jetzt harmlos...“, twitterte eine Frau. „Er ist mies krank“, glaubte eine andere zu wissen. „BPT22 der FDP in Präsenz und weitgehend ohne Masken, eng beieinander sitzend. Lindner in Quarantäne in Washington. Lobt die Präsenzveranstaltung und glänzt wie eine Speckschwarte… Fieber, Herr Lindner?“, fragte eine andere Nutzerin.

17.44 Uhr: Justizminister Buschmann verteidigt Corona-Kurs der FDP

Bundesjustizminister Marco Buschmann hat den Lockerungskurs der FDP in der Corona-Pandemie verteidigt. Die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes seien richtig gewesen, sagte der FDP-Politiker am Samstag beim Bundesparteitag der Liberalen in Berlin. Dies sei zwar heiß diskutiert worden. „Aber heute wissen wir: Es war verantwortbar, diese Schritte zu gehen.“

16.42 Uhr: Zensur von Video über Lockdown-Probleme in Shanghai sorgt für Ärger

Ein sechsminütiges Video über die Auswirkungen des anhaltenden Corona-Lockdowns auf die Bewohner von Shanghai hat die chinesische Zensur auf den Plan gerufen. Seit Anfang April dürfen die 25 Millionen Einwohner der chinesischen Wirtschaftsmetropole ihre Wohnungen so gut wie nicht mehr verlassen. Dabei gelingt es den Behörden jedoch kaum, die Konsequenzen für die Eingeschlossenen abzufedern: Die Stadt hat Mühe, ihre Bewohner mit frischen Lebensmitteln zu versorgen oder ärztlich betreuen zu lassen. Das von einem anonymen Konto veröffentlichte Video greift auf geschickte Weise diese Probleme auf, wurde am Samstag aber von Zensoren aus den Onlinenetzwerken gelöscht. Nutzer reagierten empört.

15.23 Uhr: Wiesn laut Mediziner „Infektions-Risiko-Ereignis“, aber kein Absage-Grund

Der Münchner Infektiologe Christoph Spinner sieht bei einem möglichen Oktoberfest 2022 durchaus eine gesteigerte Infektionsgefahr. Er sehe jedoch keinen Grund, das Oktoberfest wegen Corona erneut abzusagen. Schließlich sei niemand gezwungen, das Volksfest zu besuchen. Nächste Woche will die Stadt München entscheiden, ob die Wiesn stattfindet. Zwei Mal hintereinander war das größte Volksfest der Welt mit seinen rund sechs Millionen Besuchern wegen der Pandemie abgesagt worden. „Wir werden Schritt für Schritt dahin kommen, dass wir Großveranstaltungen wieder mit gutem Gefühl zulassen können“, sagte Spinner, der Pandemie-Beauftragte.

14.16 Uhr: Längste bekannte Corona-Infektion dauerte 505 Tage lang 

Ein britischer Corona-Patient hat mit 505 Tagen bis zu seinem Tod die bislang längste bekannte Corona-Infektion durchgemacht. Das teilten Forscher des King's College London und des Guy's and St Thomas' NHS Foundation Trust mit. Bislang dauerte die längste bekannte Infektion 335 Tage. 

Die betreffende Person habe unter einer Immunschwäche gelitten und nahm an einer Studie teil, die Aufschluss darüber geben sollte, wie sich das Virus bei langfristig Erkrankten verändert. Die Wissenschaftler fanden dabei Hinweise darauf, dass in immungeschwächten Patienten neue Virusvarianten entstehen können, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die Ergebnisse sollen bei einem internationalen Kongress in Lissabon an diesem Wochenende vorgestellt werden.

13.04 Uhr FDP-Fraktionschef Dürr stellt Corona-„Zwangsisolation“ infrage

FDP-Fraktionschef Christian Dürr nimmt die Debatte über Lockerungen bei den Corona-Isolationsregeln wieder auf. „Viele andere europäische Länder gehen den Weg, dass sich positiv Getestete nicht mehr in Zwangsisolation begeben müssen“, sagte er dem „Spiegel“. „Auch da sollten wir in Deutschland auf mehr Eigenverantwortung setzen, wie wir es auch bei anderen Infektionskrankheiten tun. Zum Beispiel könnte man nach einer Infektion mit Maske das Haus verlassen und Abstand halten.“

11.42 Uhr: Mehrheit trägt beim Einkaufen auch ohne Pflicht weiter Maske

Auch ohne Pflicht tragen die meisten Menschen in Deutschland beim Einkaufen weiterhin eine Corona-Schutzmaske. In einer Erhebung des Einzelhandelsverbandes HDE gaben laut einem Bericht der "Rheinischen Post" (Samstag) 81 Prozent der Unternehmen an, die Mehrheit ihrer Kunden setze im Geschäft weiterhin die Maske auf. Demnach gehen die meisten Händler auch davon aus, dass die Mehrheit der Kunden den Wegfall der Maskenpflicht kritisch sieht.

Die Maskenpflicht im Einzelhandel war mit dem neuen Infektionsschutzgesetz abgeschafft worden. Der Großteil der Unternehmen schreibt das Tragen einer Maske nun nicht mehr vor. Laut HDE-Erhebung bitten 37 Prozent der Unternehmen ihre Kunden darum, Maske zu tragen.

10.46 Uhr: Städte fordern „Notfallplan“ gegen Corona-Herbstwelle

Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung aufgefordert, zügig Vorkehrungen gegen eine mögliche weitere Corona-Welle im Herbst zu treffen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der „Rheinischen Post“ (Samstag), man vermisse bisher Vorbereitungen der Bundesregierung. „Wir brauchen einen Notfallplan für neue Infektionswellen.“

Virologen sagten klar, dass eine neue Corona-Welle im Herbst sicher sei, erklärte Dedy. „Sie wissen nur noch nicht, welche Virus-Variante es sein wird.“ Der Bund müsse daher etwas in der Schublade haben für den Fall, dass neue Virusvarianten bekämpft werden müssten. So könne es etwa notwendig sein, dass in ein paar Monaten die Maskenpflicht im Einzelhandel wieder eingeführt werden müsse, weil eine gefährliche Virusvariante auftrete. „Dann braucht man für eine bundesweite Regelung aber erst wieder eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes“, sagte Dedy.

8 Uhr: RKI registriert 135.079 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 821,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich am vierten Tag in Folge gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 821,7 an.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 733,4 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 876,5 (Vormonat: 1734,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 135.079 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 37.568 registrierte Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 234 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 29 Todesfälle. 

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 22. April:

21.58 Uhr: Corona-Patient in London war Rekord-Dauer von 505 Tagen positiv

In Großbritannien ist ein Corona-Patient über einen Rekordzeitraum von 16 Monaten ununterbrochen mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Bei dem oder der Betroffenen seien 505 Tage lang bis zum Tod alle Tests positiv ausgefallen, berichtete ein britisches Forscherteam in einer neuen Studie, die am Samstag auf dem Europäischen Kongress für Mikrobiologie und Infektionskrankheiten in Lissabon vorgestellt werden soll. Der bisherige Rekord lag bei 335 Tagen.

20.33 Uhr: Ärzteorganisationen für Ende der Gratis-Coronatests

Vertreter von Ärzteorganisationen haben sich für ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests ausgesprochen. "Richtig wäre es, anlasslose Bürgertests zu stoppen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der "Ärzte Zeitung". "Alternativ sollten die verlässlichen PCR-Tests vollumfänglich gefördert werden." Unterstützung kam von anderen Verbänden, der Union und der AfD, die Stiftung Patientenschutz wandte sich gegen den Vorstoß. 

19.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt wieder

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist am Freitag wieder gestiegen, nachdem über die Osterfeiertage noch ein deutlicher Rückgang verzeichnet wurde. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart meldete 746,2 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 15.930 neue Infektionen und 21 weitere Todesfälle.

17.54 Uhr: Behörde prüft möglichen Aprilscherz um Corona-Test an Schule

Dass ein Pforzheimer Lehrer womöglich dem Aprilscherz eines Kollegen auf den Leim ging und alle Schüler einer Klasse mit nur noch einem Stäbchen auf Corona testen wollte, ist ein Fall für das Regierungspräsidium Karlsruhe geworden. Demnach hatte wohl eine Lehrkraft bei einer Besprechung innerhalb des Kollegiums mit Blick auf den 1. April von neuen Corona-Regeln gesprochen. Das habe der Lehrer eines Gymnasiums mutmaßlich für bare Münze genommen. Stand jetzt habe sich kein Kind bei der Aktion infiziert - weder mit Corona noch mit sonst einer Krankheit. Die Schule habe schnell reagiert und die Eltern informiert.

16.39 Uhr: Bund hat bislang 5,8 Milliarden Euro für Corona-Impfungen ausgegeben

Der Bund hat einem Bericht zufolge für Covid-19-Schutzimpfungen bislang rund 5,8 Milliarden Euro ausgegeben. Das geht aus der Regierungsantwort auf eine Anfrage von Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hervor. Den Angaben zufolge hatten sich die Kosten für den Bund bis Mitte Dezember noch auf rund 3,2 Milliarden Euro belaufen. Im Dezember 2021 hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach einen Impfstoffmangel diagnostiziert und massive Nachbestellungen in Auftrag gegeben.

15.24 Uhr: Trotz Pandemie und Ukraine: Statistik-Chefin verteidigt Volkszählung

In der Debatte um eine erneute Verschiebung des Zensus wegen der Pandemie und der Ukraine-Krise hat die Präsidentin des Statistischen Landesamtes, Anke Rigbers, den anstehenden Start der Volkszählung verteidigt. „Das hätte erhebliche Mehrkosten bedeutet, weil die Vorbereitungen so weit gediehen waren, dass wir die ganze Infrastruktur hätten aufrechterhalten müssen“, sagte sie am Freitag in Stuttgart. Eine erneute Verschiebung des ursprünglich für 2021 geplanten Zensus sei aus ihrer Sicht unverhältnismäßig.

14.10 Uhr: Betroffene kritisieren einrichtungsbezogene Impfpflicht: „Auf einmal bist du nichts mehr wert!“

Die einrichtungsbezogene Impfpflicht sorgt bei den ungeimpften Beschäftigten für Ärger, Wut und Sorgen.Im Gespräch mit dem SÜDKURIER schildern vier Betroffene ihre Situation, wobei die Beteiligten nicht namentlich genannt werden wollen, da sie Nachteile befürchten.

12.48 Uhr: Thailand kippt ab Mai letzte Restriktionen für geimpfte Touristen

Im Bemühen um eine Wiederbelebung des angeschlagenen Tourismussektors nach der Corona-Pandemie kippt Thailand auch die letzten Restriktionen für geimpfte Touristinnen und Touristen. Ab Anfang Mai benötigen alle vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Einreisenden keinen negativen PCR-Test mehr und müssen sich auch nicht mehr in Erwartung von Testergebnissen isolieren, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Nötig sind dann nur noch Nachweise einer vollständigen Impfung und einer Krankenversicherung.

11.09 Uhr: Nachweise von Omikron-Sublinie BA.5 und mehreren Mischvarianten

Mehrere der recht neuen Omikron-Sublinien und Mischvarianten sind nach Daten des Robert Koch-Instituts bisher relativ selten oder gar nicht in Deutschland gefunden worden. Von der Linie BA.5 seien mit Stand 18. April insgesamt 25 Proben nachgewiesen, heißt es im RKI-Wochenbericht von Donnerstagabend. Der Anteil in einer Stichprobe betrug demnach vorletzte Woche 0,2 Prozent. Aktuellere Werte gibt es noch nicht. BA.4 sei bislang nicht nachgewiesen worden. In Deutschland wird allerdings nur bei einem kleinen Anteil der positiven Proben das Erbgut entschlüsselt. Der in Deutschland vorherrschende Subtyp ist derzeit BA.2, in der Stichprobe gibt das RKI den Anteil für vorletzte Woche mit über 95 Prozent an. 

Daneben berichtet das RKI von Nachweisen mehrerer Mischvarianten (sogenannten Rekombinanten), die beobachtet würden. Sie können entstehen, wenn eine Wirtszelle gleichzeitig mit zwei verschiedenen Erregern infiziert ist. Das RKI hält folgende Nachweise fest: je einen von XD (Spike-Protein von Omikron, Rest Delta) und von XE sowie drei von XG. Die beiden letztgenannten seien Mischungen aus BA.1 und BA.2.

9.50 Uhr: Medizinerverbände plädieren für Ende anlassloser Corona-Bürgertests

Mehrere Medizinerverbände plädieren für ein Ende der generell kostenfreien Corona-Bürgertests. Tests nur nach Anlass „würden die Zahl der zu übermittelnden Testergebnisse deutlich reduzieren“, sagte Elke Bruns-Philipps vom Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes. Bürger ohne Symptome haben nach der Corona-Testverordnung Anspruch auf kostenlose Schnelltests. Anfang der Woche hatte bereits der Pandemierat der Bundesärztekammer geurteilt: „Bürgertests und anlasslose Massentestungen haben im aktuellen Testkonzept keinen Platz.“

8.40 Uhr: WHO empfiehlt Pfizer-Coronamedikament für Risikopatienten

Die Weltgesundheitsorganisation hat für Risikofälle eine „nachdrückliche“ Empfehlung für das Corona-Medikament des US-Pharmariesen Pfizer ausgesprochen. Pfizers Paxlovid sei die „beste Wahl“ für die Behandlung ungeimpfter, älterer oder immungeschwächter Menschen mit leichteren Formen von Covid, hieß es in einer in der Fachzeitschrift „BMJ“ veröffentlichten WHO-Empfehlung. Für dieselbe Patientengruppe sprach die WHO zudem eine „bedingte“ Empfehlung für das Medikament Remdesivir von Gilead aus, von dem sie zuvor abgeraten hatte.

7.20 Uhr: Bundesweite Inzidenz bei 733,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 733,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 720,6 gelegen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 21. April:

19.32 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter leicht

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei den Corona-Neuinfektionen ist nur noch leicht gesunken. Am Donnerstag betrug sie laut Landesgesundheitsamt 669,5 - ein Rückgang um 9,2 im Vergleich zum Vortag. Nach den Ostertagen sind die Zahlen allerdings mit einer gewissen Unsicherheit zu bewerten. Ein verlässlicherer Trend dürfte sich erst wieder in einigen Tagen ablesen lassen. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 18.294 neue Infektionen und 32 weitere Todesfälle.

18 Uhr: Johnson muss sich wegen mutmaßlicher Lügen Untersuchung stellen

Der britische Premierminister Boris Johnson muss sich wegen mutmaßlicher Lügen im Zusammenhang mit der Partygate-Affäre einer Untersuchung durch den zuständigen Ausschuss im Unterhaus stellen. Ein entsprechender Antrag der Labour-Opposition wurde am Donnerstag nach mehrstündiger Debatte von den Abgeordneten ohne Abstimmung durchgewunken.

17.40 Uhr: Lindner wegen Corona-Infektion in Quarantäne

Finanzminister Christian Lindner bleibt wegen seiner Corona-Infektion in Washington vorerst in Quarantäne. Der Regierungsflieger fliegt am Donnerstag (Ortszeit) mit der Delegation, aber ohne den FDP-Chef nach Berlin zurück, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Lindners Umfeld erfuhr. Lindner war zur Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds nach Washington gereist. Am zweiten Tag der Reise fiel Lindners Schnelltest nach einem Treffen der G7-Finanzminister positiv aus.

16.30 Uhr: Boris Johnson will nicht wegen Partygate zurücktreten

Der britische Premierminister Boris Johnson hat Rücktrittsforderungen wegen seiner Rolle bei illegalen Lockdown-Partys im Regierungssitz zurückgewiesen. „Ich glaube nicht, dass es das richtige ist“, sagte der Premier am Donnerstag während einer Indien-Reise dem Nachrichtensender Sky News. Zuvor hatten mehrere Abgeordnete von Johnsons Tory-Partei dessen Rücktritt gefordert.

Noch am Donnerstag will das Unterhaus in London darüber abstimmen, ob es eine parlamentarische Untersuchung zu der Frage geben soll, ob Johnson die Abgeordneten im Zusammenhang mit der Affäre belogen hat.

15.40 Uhr: Partygate: Knapp 80 Prozent der Briten halten Johnson für Lügner

Beinahe 80 Prozent der britischen Wähler glauben, dass der britische Premierminister Boris Johnson in der Partygate-Affäre um verbotene Lockdown-Zusammenkünfte im Regierungssitz gelogen hat. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag von Times Radio hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Demnach schenken nur acht Prozent der Wähler dem konservativen Regierungschef Glauben. Selbst unter Anhängern von Johnsons Tories ist demnach eine deutliche Mehrheit (61 Prozent) davon überzeugt, dass er gelogen hat. Befragt wurden 2079 Briten im Wahlalter am 19. und 20. April.

14.15 Uhr: Im Bundestag wird 3G-Nachweis und Maskenpflicht aufgehoben

Angesichts der gesunkenen Corona-Infektionszahlen fallen auch im Bundestag die Vorsichtsmaßnahmen gegen das Virus. Die Maskenpflicht und der 3G-Nachweis als Voraussetzung für die Teilnahme an Plenar- und Ausschusssitzungen werden zur nächsten Sitzungswoche abgeschafft. Das teilte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas den Abgeordneten am Donnerstag mit. „Angesichts der derzeitigen Entwicklung der pandemischen Lage habe ich mich nunmehr dazu entschlossen, die Allgemeinverfügung mit Ablauf des 24. April 2022 aufzuheben“, heißt es in dem Schreiben.

12.30 Uhr: Studierende im Land sollen mit zusätzlichen Angeboten Lernrückstände aufholen

Damit Studierende in Baden-Württemberg Lernrückstände wegen Corona aufholen können, erweitern die Hochschulen ihr Lehrangebot für das Sommersemester. Es soll 3000 zusätzliche Angebote geben, wie das Wissenschaftsministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Die Hochschulen setzen dafür die vom Land zur Verfügung gestellten 28 Millionen Euro aus dem „Programm Lernrückstände“ ein.

Unter anderem Tutorien, Coachings oder Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten sollen dazu beitragen, pandemiebedingte Lernrückstände abzubauen, wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) erläuterte. Das Angebot solle den Studierenden helfen, ihr Studium erfolgreich zu meistern.

11.15 Uhr: Studie: Myokarditis nach Covid-Impfung trifft eher junge Männer

Das Risiko für eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) nach der Corona-Impfung ist laut einer großen Studie aus vier nordeuropäischen Ländern gering. Das höchste Risiko hätten im Vergleich aller Gruppen Jugendliche und Männer zwischen 16 und 24 Jahren nach der zweiten Impfung, schreiben die Forscher im Fachblatt „Jama Cardiology“. Sie bezeichnen Herzmuskelentzündungen jedoch als selten in der Studienkohorte und auch unter jungen Männern. Das Autorenteam um Rickard Ljung vom Karolinska Institut in Stockholm hatte Daten von 23 Millionen Menschen analysiert.

Das Risiko hängt auch von dem verwendeten Impfstoff ab: Unter jungen Männern, die zwei Dosen des gleichen Präparats erhielten, gab es bei Moderna 9 bis 28 zusätzliche Fällen pro 100.000 Geimpften binnen 28 Tagen nach der zweiten Dosis. Beim Biontech/Pfizer-Impfstoff seien es 4 bis 7 Fälle mehr gewesen als ohnehin auch ohne Impfung zu erwarten sei. Als Fall definiert wurden für die Studie stationäre Krankenhausaufnahmen mit entsprechender Haupt- oder Nebendiagnose bei Entlassung.

10 Uhr: Markus Söder spricht sich für Oktoberfest 2022 aus

Anders als in den vergangenen Pandemie-Jahren rechnet sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gute Chancen für das Oktoberfest 2022 aus. Nach seiner Überzeugung müsse das Oktoberfest „zumindest nach rechtlichen Gesichtspunkten“ stattfinden, sagte der CSU-Chef am Donnerstag zum Auftakt des Ludwig-Erhard-Gipfels in Gmund am Tegernsee. Nächste Woche will die Stadt München entscheiden, ob das Oktoberfest nach zweijähriger Corona-Zwangspause dieses Jahr stattfinden kann.

9.30 Uhr: Hotels und Gaststätten mit Umsatzplus 

Das Gastgewerbe in Deutschland ist trotz besserer Geschäfte im Februar vom Vorkrisen-Niveau noch deutlich entfernt. Die um Saison- und Kalendereffekte bereinigten Umsätze waren im Februar dieses Jahres real um 3,5 Prozent höher als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Den Lockdown-Monat Februar 2021, in dem es wegen der Corona-Pandemie starke Einschränkungen für Hotels und Gastronomie gab, übertrafen die Betriebe sogar um mehr als das Doppelte (plus 110,2 Prozent). Gleichwohl blieben die Erlöse bereinigt um Preiserhöhungen (real) 32,8 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau vom Februar 2020.

7.55 Uhr: Bundesweite Inzidenz bei 720,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut  gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 720,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 688,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1015,7.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

7.20 Uhr: Christian Lindner in Washington positiv auf Corona getestet

Finanzminister Christian Lindner ist bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Lindner schrieb bei Twitter: „Nach zwei Jahren ohne Covid19-Infektion, gestern einem negativen Ergebnis im Testzentrum und heute einem negativen Schnelltest: positiv.“ Er fügte hinzu, „Dank dreier Impfungen“ habe er „nur leichte und wieder abklingende Erkältungssymptome.“

Ob Lindner am Donnerstag wie geplant mit der Regierungsmaschine zurück nach Berlin reisen würde, blieb zunächst offen. Zuvor hatte er am Treffen der Finanzminister der G20-Staaten teilgenommen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 20. April:

20.31 Uhr: Corona und Bio-Waffen: Herr Hengel, müssen wir wirklich ein Killervirus fürchten?

Karl Lauterbach warnt vor einem Corona-Killervirus: Der Freiburger Virologe Hartmut Hengel ordnet ein, spricht über die Aufhebung der Maßnahmen und erklärt welches andere Virus Russland als Bio-Waffe einsetzen könnte.

17.55 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz steigt nach deutlichem Rückgang wieder leicht

Nach dem deutlichen Rückgang über die Osterfeiertage ist die im Südwesten erfasste Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch wieder gestiegen. Das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart meldete 678,7 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - das war ein Plus von 30,1 im Vergleich zum Vortag, aber auch ein Drittel weniger als der Wert aus der Vorwoche.

Die tatsächlichen Ansteckungszahlen in Baden-Württemberg dürften allerdings deutlich höher liegen als die veröffentlichten Werte. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die Fälle wegen deutlich weniger Tests und Corona-Meldungen am Osterwochenende nicht komplett erfasst wurden.

17.20 Uhr: Impfpflicht in Heimen und Kliniken im Bodenseekreis: Wie es mit ungeimpften Mitarbeitern nun weitergeht

Bis Ende März mussten Kliniken und Heime ungeimpfte Mitarbeiter an das Gesundheitsamt melden. Im Bodenseekreis sind mehr als 1000 Menschen betroffen. Wie das Gesundheitsamt reagiert und welche Sanktionen drohen.

16.16 Uhr: Belgische Königin Mathilde positiv auf Coronavirus getestet

Die belgische Königin Mathilde ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher werde die Königin ihre öffentlichen Termine diese Woche absagen, teilte der Königspalast am Mittwoch mit. Die Königin fühle sich aber gut und halte sich an die Empfehlungen ihres Arztes.

14.00 Uhr: Kunstbiennale Venedig im Zeichen von Corona-Krise und Krieg

Die coronabedingt um ein Jahr verschobene Kunstbiennale Venedig steht aus Sicht ihrer Kuratorin Cecilia Alemani im Zeichen der Pandemie und des russischen Krieges gegen die Ukraine. Wegen der Corona-Krise sei die 59. Biennale weitgehend von ihrem Büro in New York entstanden, sagte Alemani am Mittwoch in Venedig.

Von Samstag an bis zum 27. November werden in der von ihr verantworteten Ausstellung „The Milk of Dreams“ mehr als 1500 Arbeiten von 213 Künstlerinnen und Künstlern aus 58 Ländern zu sehen sein. Der Titel geht zurück auf ein Kinderbuch der surrealistischen Künstlerin Leonora Carrington (1917–2011), die darin eine sich durch Imagination ständig neu erfindende magische Welt beschreibt. Daneben sind 80 Länder mit eigenen Pavillons Teil der Biennale, die neben der documenta in Kassel als wichtigste Ausstellung für Gegenwartskunst gilt.

12.37 Uhr: Fünf Beschuldigte als Kern-Gruppe für geplante Lauterbach-Entführung

Zum Kern der extremistischen Chatgruppe, die die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und einen Umsturz geplant haben soll, gehören fünf Beschuldigte. Vier Männer sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen werden die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen. Zur fünften Person mache die Generalstaatsanwaltschaft aus „ermittlungstaktischen Gründen“ keine Angaben, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Koblenz. Die Beschuldigten sind zwischen 41 und 55 Jahre alt.

11 Uhr: Betrug mit Abrechnung von Corona-Tests - zwei Männer unter Verdacht

Weil sie Corona-Bürgertests ohne Genehmigung abgerechnet haben sollen, stehen zwei Männer aus dem Raum Stuttgart unter Verdacht. Über vier legale Teststellen sollen die beiden demnach die Tests von sechs nicht genehmigten Teststellen im Großraum Stuttgart und Nürnberg abgerechnet haben, wie die Polizei mitteilte. Dabei soll ein Schaden im höheren sechsstelligen Bereich entstanden sein. Durch einen großen Unterschied zwischen durchgeführten und abgerechneten Tests waren dem Gesundheitsamt die Teststellen aufgefallen. 

9.30 Uhr: Impfpflicht in Heimen und Kliniken: Wie es mit ungeimpften Mitarbeitern nun weitergeht

Bis Ende März mussten Kliniken und Heime ungeimpfte Mitarbeiter an das Gesundheitsamt melden. Im Bodenseekreis sind mehr als 1000 Menschen betroffen. Wie das Gesundheitsamt reagiert und welche Sanktionen drohen.

7.45 Uhr: Maskenpflicht in Spanien weitgehend beendet

Nach knapp zwei Jahren ist die Maskenpflicht in Spanien Vergangenheit. Seit Mittwoch gilt sie nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Altenheimen und Gesundheitseinrichtungen. Experten riefen die Bevölkerung jedoch dazu auf, weiterhin vorsichtig zu sein und den Mund-Nasenschutz bei schlecht belüfteten Innenräumen und in vollen Fußgängerzonen weiter freiwillig aufzusetzen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Spanien am Dienstag bei knapp 257 (Deutschland: 669). Rund 85 Prozent der Bevölkerung hat eine Grundimmunisierung erhalten. In Deutschland sind es ungefähr 76 Prozent.

7.10 Uhr: Bundesweite Inzidenz steigt leicht auf 688,3

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 688,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 669,9 gelegen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 19. April:

19.59 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten um mehr als ein Drittel gesunken

Die im Südwesten erfasste Sieben-Tage-Inzidenz ist über die Feiertage um mehr als ein Drittel gesunken. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart meldete am Dienstag 648,6 Neuansteckungen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen - das war ein Minus von 327,6 gegenüber dem zuletzt gemeldeten Wert vom Donnerstag vergangener Woche. Von Karfreitag bis Ostermontag veröffentlichte das LGA keinen Lagebericht zur aktuellen Corona-Situation im Land.

Die tatsächlichen Ansteckungszahlen dürften aber deutlich höher liegen. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die Fälle wegen deutlich weniger Tests und Corona-Meldungen am Osterwochenende nicht komplett erfasst wurden.

18.47 Uhr: Spanien schafft Maskenpflicht ab Mittwoch weitgehend ab

In dem bei deutschen Urlaubern beliebten Land Spanien muss man ab dem morgigen Mittwoch fast nirgendwo mehr eine Corona-Schutzmaske tragen. Das entsprechende Dekret wurde am Dienstag vom Kabinett in Madrid gebilligt. Somit entfällt nach rund zwei Jahren die Maskenpflicht in nahezu allen geschlossenen öffentlichen Räumen. Nur in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Altenheimen wird die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorerst noch aufrechterhalten.

16.50 Uhr: Parlament belogen? Johnson droht Untersuchung in Parlamentsausschuss

Für den britischen Premierminister wird die Affäre über verbotene Lockdown-Partys im Regierungssitz Downing Street doch noch einmal heikel. Am Donnerstag sollen die Abgeordneten im Unterhaus darüber abstimmen, ob die Äußerungen von Boris Johnson in der Angelegenheit von einem Ausschuss auf ihren Wahrheitsgehalt untersucht werden sollen. Einem entsprechenden Antrag der Opposition gab Parlamentspräsident Lindsay Hoyle am Dienstag statt, wie er im Unterhaus mitteilte. Eine absichtliche Täuschung des Parlaments gilt als klarer Rücktrittsgrund.

15.30 Uhr: Johnson & Johnson verweigert Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat bei der Veröffentlichung seiner Bilanz für das erste Quartal keine Umsatzprognose für seinen Corona-Impfstoff abgegeben. „Angesichts des weltweiten Überangebots und unsicherer Nachfrage setzt das Unternehmen die Verkaufsprognosen für den Impfstoff aus“, erklärte Johnson & Johnson am Dienstag. Die Nachfrage nach dem Vakzin lag zuletzt deutlich unter der Nachfrage nach den Impfstoffen der Hersteller Pfizer und Biontech sowie Moderna.

13.36 Uhr: Johnson stellt sich Parlament in Partygate-Affäre

Der britische Premierminister Boris Johnson will sich in der Affäre um illegale Lockdown-Partys noch am Dienstagnachmittag den Unterhausabgeordneten stellen. Es ist der erste Auftritt des konservativen Regierungschefs im Parlament in London seit er in der vergangenen Woche einen Strafbefehl wegen seiner Teilnahme an einer der Partys erhielt. Medienberichten zufolge könnten weitere folgen.

Erwartet wird, dass sich Johnson zwar für den Gesetzesbruch entschuldigen, jedoch weiterhin an der Darstellung festhalten wird, er sei sich des Vergehens damals nicht bewusst gewesen. Zudem dürfte er versuchen, das Thema angesichts der Ukraine-Krise und neuer Pläne zur Asyl-Politik herunterzuspielen.

12.40 Uhr: Stopp für die Impfpflicht in der Pflege? Warum Thorsten Frei Ja sagt und Derya Türk-Nachbaur zögert

Die allgemeine Impflicht gegen Corona ist gescheitert. Für Pflege- und Gesundheitsberufe gilt die Pflicht aber weiter – zumindest noch. Das sagen heimische Bundestagsabgeordnete dazu.

11 Uhr: Weiter Kritik an Lauterbach wegen Warnung vor „Killervariante“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erntet für seine Warnung vor einer möglichen Killervariante des Coronavirus weiter heftige Kritik.

Die liberale Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sagte der „Bild“, sie halte es für „nicht zielführend, bereits jetzt die Möglichkeit einer schwerwiegenderen Virusvariante zu diskutieren“. Wissenschaftlich belegt sei, dass das Coronavirus schnell mutiere. „Ob es sich dabei um eine gefährliche Variante handelt, kann heute niemand prognostizieren.“ Lauterbach hatte sich zuvor in der „Bild am Sonntag“ besorgt über diverse Omikron-Subvarianten geäußert, die sich gerade entwickelten. 

10.30 Uhr: US-Richterin hebt landesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln auf

Eine Bundesrichterin in den USA hat die landesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln für rechtswidrig erklärt und aufgehoben. Richterin Kathryn Kimball Mizelle aus Tampa im Bundesstaat Florida erklärte, die Gesundheitsbehörde CDC habe mit der Maskenpflicht ihre Befugnisse überschritten. Zunächst unklar blieb, ob das US-Justizministerium gegen den Beschluss der Richterin Berufung einlegen wird.

Mizelle führte zur Begründung auch an, dass die CDC ihre Verordnung der Maskenpflicht nicht angemessen begründet habe. Die Maskenpflicht galt unter anderem für Flugzeuge, Züge, U-Bahnen und Busse. Sie war von der CDC Anfang Februar 2021 eingeführt und erst kürzlich angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen bis mindestens zum 3. Mai verlängert worden.

8.25 Uhr: Intensivmediziner: Keiner weiß, wie sich Corona entwickelt

Der Leiter der Klinik für Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Stefan Kluge, hält die weitere Entwicklung des Coronavirus für ungewiss. „Keine Expertin und kein Experte kann derzeit sicher sagen, welche Variante wir im Herbst bekommen“, sagte Kluge der Funke Mediengruppe. „Wir sollten aber darauf vorbereitet sein, dass noch einmal eine Variante kommen kann, die zu einer höheren Krankheitsschwere führt, als dies derzeit bei der Omikron-Variante der Fall ist.“

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte mit Warnungen vor einer möglichen „Killervariante“ des Coronavirus Kritik auf sich gezogen. Kluge meinte dazu: „Eine Corona-Variante als "Killervariante" zu bezeichnen, ist unpassend.“

7.15 Uhr: Bundesweite Inzidenz bei 669,9

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 669,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 808,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1087,2 (Vormonat: 1735,0).

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden. Auch an Feiertagen sind weniger Meldungen zu erwarten. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 18. April:

20.51 Uhr: Italiens Regierungschef Draghi positiv auf Corona getestet

Italiens Regierungschef Mario Draghi hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 74-Jährige habe ein positives Testergebnis auf Covid-19 erhalten und keine Symptome der Krankheit, teilte die italienische Regierung am Ostermontag mit. Der parteilose Ministerpräsident der Mehrparteienregierung werde in dieser Woche deshalb nicht wie geplant in die afrikanischen Länder Angola und die Republik Kongo reisen, hieß es weiter. Draghi wollte mit den Regierungen der Länder über Gas-Lieferungen verhandeln, da sich Italien wegen des Krieges in der Ukraine unabhängig von russischem Gas machen will, das es von dort zu großen Teilen bezieht. Italien wird auf der Reise laut Regierung von Außenminister Luigi Di Maio und dem Minister für den ökologischen Umbau, Roberto Cingolani, vertreten.

18.39 Uhr: USA, Deutschland und weitere Staaten laden zu Corona-Gipfel im Mai

Die USA, Deutschland und weitere Staaten laden im Mai zu einem zweiten internationalen Online-Gipfel zur Corona-Pandemie. Man rufe Staats- und Regierungschefs, Mitglieder der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und den privaten Sektor auf, neue Verpflichtungen einzugehen, um die Welt zu impfen, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses am Montag. Zu den Gastgebern des Gipfels zählen neben den USA und Deutschland, das in diesem Jahr die G7-Präsidentschaft inne hat, auch Belize, Indonesien und Senegal. Der Gipfel soll am 12. Mai stattfinden.

16.46 Uhr: Behörden in Shanghai vermelden erstmals seit Lockdown-Beginn Corona-Tote

Erstmals seit dem Beginn des Lockdowns in Shanghai haben die örtlichen Behörden den Tod von Covid-Patienten vermeldet. Es handelte sich um drei ältere Menschen mit Grunderkrankungen, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. 

Die Metropole ist seit Ende März abgeriegelt. Etwa 25 Millionen Menschen wurden angewiesen, zu Hause zu bleiben. Zuletzt gab es auf Internetplattformen Berichte über Proteste wegen Nahrungsknappheit und Zwangsumsiedlungen.

14.20 Uhr: Kritik an Lauterbachs „Killervarianten“-Prognose

Die Warnung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor einer möglichen „Killervariante“ des Coronavirus stößt weiter auf Kritik. „Der Begriff "Killervariante" ist unwissenschaftlich und führt zu nichts als Verunsicherung in der Bevölkerung“, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit. Er sieht aktuell wenig Hinweise auf eine solche Gefahr: „Das Auftreten einer "Killervariante" im Herbst ist laut Weltgesundheitsorganisation WHO ein sehr unwahrscheinliches Szenario“, so der Experte. Dagegen spreche zudem die breite Grundimmunisierung in der Bevölkerung durch Impfung und Infektion.

13.28 Uhr: Umfrage: Fast ein Drittel fühlt sich weniger fit als vor Pandemie

Fast ein Drittel der Menschen in Deutschland fühlt sich einer Krankenkassenumfrage zufolge weniger fit als vor der Corona-Pandemie. Nur knapp ein Fünftel bezeichnet sich als fitter, wie aus der Studie „Fitness 2022“ der Krankenkasse pronova BKK hervorgeht. Dafür seien 1000 Menschen ab 18 Jahren im Januar 2022 repräsentativ befragt worden.

Im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie schätzen sich demnach 19 Prozent der Menschen als fitter ein, 51 Prozent als in etwa gleich fit wie vor der Pandemie und 30 Prozent als weniger fit. Einen relativ hohen Fitnesslevel bescheinigen sich der Studie zufolge aktuell vor allem Männer - nämlich 31 Prozent von ihnen. Bei den Frauen sind es 15 Prozent und damit nur rund halb so viele wie bei den Männern.

12.34 Uhr: Karl Lauterbach will mit Impfstoff-Bestellungen im großen Stil drohende Corona-Wellen im Herbst bekämpfen

"Unser Ziel ist, möglichst genug Impfstoff für jeden Bürger zu haben, egal welche Variante kommt", sagte Lauterbach zu den auf Omikron angepassten Vakzinen. Er warnte zugleich: "Es entwickeln sich gerade diverse Omikron-Subvarianten, die für mich Anlass zur Besorgnis sind. Die Abstände, in denen neue Varianten die alten ablösen, werden immer kürzer. Das bedeutet, dass wir uns immer schlechter auf die Mutationen vorbereiten können."

12.07 Uhr: Einrichtungsbezogene Impfpflicht sorgt auch in der Region für Unruhe

Von den Sozialstationen Sigmaringen, Meßkirch, Pfullendorf und Gammertingen sind dem Gesundheitsamt derzeit 21 Beschäftigte gemeldet, die keine Impfung gegen Covid-19 nachweisen können.

10.52 Uhr: Holetschek fordert neuen Vorstoß für Impfpflicht

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holteschek fordert einen neuen Vorstoß der Bundesregierung für eine allgemeine Impfpflicht. „Uns allen muss klar sein: Am besten sind vulnerable Gruppen dann geschützt, wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen“, sagte er laut einer Mitteilung seines Ministeriums am Ostermontag in München. Sollte dies nicht geschehen, muss Holetschek zufolge „auch die einrichtungsbezogene Impfpflicht auf den Prüfstand“. „Denn alles andere wäre denjenigen gegenüber unfair, die seit zwei Jahren an vorderster Front gegen die Pandemie kämpfen.“

9.40 Uhr: In vielen Städten: Höhere Einspruchsquote bei Corona-Bußgeldern

Bürgerinnen und Bürger haben bei Corona-Bußgeldern in vielenKommunen häufiger Einspruch erhoben als bei anderen Geldstrafen. So antwortete die Stadt München auf eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur, dass die Einspruchsquote bei Corona-Verstößen in etwa doppelt so hoch sei im Vergleich zu sonstigen Ordnungswidrigkeiten. Auch in Nürnberg spricht eine Mitarbeiterin des Rechtsamts von „deutlich höheren“ Einspruchsquoten.

8.17 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf gut 800

Das RKI hatte bereits darauf hingewiesen, „dass es aufgrund der Feiertage und Ferien und der damit verbundenen geringeren Test-, Melde- und Übermittlungsaktivität kurzfristig zu einer erhöhten Untererfassung der Fälle im Meldesystem kommen kann“. Dementsprechend könnten die offiziellen Fallzahlen sinken, obwohl sich tatsächlich mehr Menschen anstecken.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Montag bei 20.482 - nach 39.784 am Vortag und 30.789 Neuinfektionen vor einer Woche..

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 17. April:

21.08 Uhr: Lauterbach warnt vor „Killervariante“

Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sprach in der der „Bild am Sonntag“ von diversen Omikron-Subvarianten, die sich gerade entwickelten und die für ihn Anlass zur Besorgnis seien. „Es ist durchaus möglich, dass wir eine hochansteckende Omikron-Variante bekommen, die so tödlich wie Delta ist. Das wäre eine absolute Killervariante.“

Die Äußerungen Lauterbachs stießen auf Kritik: Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit schrieb am Sonntag bei Twitter: „Was sind eigentlich diese Killervarianten?“ Er habe diese Beschreibung für Coronavirus-Varianten bisher weder bei der Weltgesundheitsorganisation noch bei der EU-Gesundheitsbehörde ECDC oder der amerikanischen CDC gefunden. Der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel twitterte mit Bezug auf die Lauterbach-Aussagen: „Er müsste doch eigentlich aus seinen Fehlern und Fehleinschätzungen gelernt haben.“

18.26 Uhr: Bund zahlt mehr als 600 Millionen an Kliniken für Pandemie

Bayerns Krankenhäuser haben zur Bewältigung der Corona-Pandemie bislang 628 Millionen Euro vom Bund bekommen. Darunter sind 213 Millionen Euro Versorgungsaufschläge und 415 Millionen Euro Ausgleichszahlungen, wie der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Ostersonntag mitteilte.

Der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Roland Engehausen, betonte: „Bei uns in den Kliniken ist die Pandemie noch längst nicht vorbei.“ Eine Verlängerung der Ausgleichszahlungen des Bundes bis 30. Juni 2022 sei daher „dringend geboten“. Er forderte außerdem „eine Budgetsicherheit für die Zeit nach der Pandemie bis nächstes Jahr“.

15.45 Uhr: Tausende Mitarbeiter im Gesundheitssystem ohne Impfnachweis

Rund einen Monat nach der Einführung einer Impfpflicht im Gesundheitswesen ist die Impfquote insgesamt hoch. Das zeigt eine am Sonntag veröffentliche Umfrage der „Ärzte Zeitung“. Allerdings liegen noch nicht für alle Bundesländer Zahlen vor.

In Baden-Württemberg haben 5.622 Einrichtungen den Gesundheitsämtern 31.938 Personen gemeldet, die entweder über keinen ausreichenden Impfschutz verfügen oder aber bei denen Zweifel an der Echtheit des Nachweises bestehen. 12.632 der Betroffenen arbeiten in Kliniken, 6.364 Beschäftigte sind in Pflegeheimen tätig, 2.054 in Arztpraxen.

11.45 Uhr: Lauterbach: Maskenpflicht könnte im Herbst wieder nötig sein

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, mit Blick auf den Herbst das Infektionsschutzgesetz erneut zu ändern, so dass gegebenenfalls auch Maskenpflichten in Innenräumen wieder angeordnet werden können. „Im Herbst wird sich die Lage wieder ändern, dann steigen die Fälle, dann gibt es wahrscheinlich neue Mutationen, oder die Fallzahl mit Omikron-Infektionen steigt stark. Deshalb müssen wir bis dahin das Infektionsschutzgesetz noch mal überarbeiten“, sagte Lauterbach der „Bild am Sonntag“. 

Nach dem aktuell gültigen Infektionsschutzgesetz sind etwa Maskenpflichten nur noch in wenigen Bereichen wie Arztpraxen oder öffentlichen Verkehrsmitteln erlaubt. Um weitergehende Maßnahmen anordnen zu können, müssen die Bundesländer per Landtagsbeschluss Regionen zu Hotspots erklären. Aber auch diese Hotspot-Regel und die Maskenpflicht in Praxen, Bussen und Bahnen dürfen laut Gesetz nur bis zum 23. September angewandt werden.

9.35 Uhr: Lauterbach rechnet mit Omikron-Impfstoff im September

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet damit, dass ein an die Omikron-Variante angepasster Corona-Impfstoff ab September eingesetzt werden kann. Wir besorgen Impfstoff, der vor den Omikron-Varianten schützt. Den erwarten wir im September“, sagte Lauterbach der Bild am Sonntag. Er warnte, die Abstände, in denen neue Varianten die alten ablösten, würden immer kürzer. Das bedeutet, dass wir uns immer schlechter auf die Mutationen vorbereiten können. Es ist durchaus möglich, dass wir eine hochansteckende Omikron-Variante bekommen, die so tödlich wie Delta ist. Das wäre eine absolute Killervariante.“

Lauterbach sagte, Impfstoff gegen Delta-Varianten sei vorhanden. Unser Ziel ist, möglichst genug Impfstoff für jeden Bürger zu haben, egal welche Variante kommt. Dann haben wir sowohl für eine Omikron- als auch für eine Delta-Variante ein Gegenmittel.“ Dann sei man auf alles vorbereitet.

8.10 Uhr: RKI registriert 39 784 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 834,3

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 834,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 876,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1097,9 (Vormonat: 1651,4). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 39 784 Corona-Neuinfektionen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Auch an Feiertagen sind weniger Meldungen zu erwarten. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 16. April:

21.03 Uhr: Corona am Broadway - „Macbeth“-Regisseur springt als Schauspieler ein

Wegen einer Coronavirus-Infektion des britischen Schauspielers Daniel Craig musste das neue Broadway-Stück „Macbeth“ bereits Anfang April pausieren. Um weitere Ausfälle zu verhindern ist jetzt der Regisseur des Stückes, Sam Gold, für einen weiteren erkrankten Schauspieler eingesprungen. Alle Ersatzdarsteller seien schon im Einsatz gewesen, daher habe Gold die Rolle des Edelmannes Lennox gespielt, teilten die Veranstalter am Freitag auf Twitter mit. Das „außergewöhnliche Team“ habe alles daran gesetzt, die Show am Laufen zu halten.

20.15 Uhr: Wie Erstklässler das Ende der Maskenpflicht erleben

Die Klasse 1a der Grundschule Engen sieht ganz klare Vorteile im Ende der Maskenpflicht: Sie können besser atmen. Das ist aber noch nicht alles.

16.39 Uhr: So sehr hat Corona das Leben in St. Georgen beeinflusst

Der Statistische Jahresbericht 2021 listet jede Menge Daten auf. Und erzählt viel über das Leben während der Pandemie. Vor allem das Ordnungsamt hatte Tausende Fälle zu bearbeiten.

14.53 Uhr: Zwei chinesische Omikron-Impfstoffe für klinische Prüfung genehmigt

Zwei chinesische Impfstoffkandidaten sind in Hongkong für klinische Studien zugelassen worden. Wie das Pekinger Pharmaunternehmen Sinovac Biotech mitteilte, handelt es sich dabei um einen auf inaktivierten Viren basierenden Totimpfstoff, der speziell zum Schutz gegen die Omikron-Variante entwickelt wurde. Auch ein inaktiviertes Vakzin der China National Biotec Group - ebenfalls gezielt gegen Omikron entwickelt - wurde in Hongkong für klinische Studien genehmigt, wie das Unternehmen mitteilte. Derzeit leidet China unter der größten Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Mehrere Städte sind teilweise oder vollständig abgeriegelt.

14.15 Uhr: Coachella-Festival zieht nach Corona-Pause wieder die Feierlustigen an

Zwei Mal wurde das berühmte Coachella-Festival in der Wüste Kaliforniens wegen der Corona-Pandemie abgesagt, nun zieht es mit Stars wie Anitta wieder die Feierlustigen an: Bei der Eröffnung am Freitag begeisterte die brasilianische Sängerin zusammen mit den Gästen Snoop Dogg und Saweetie die Menge. Den Hauptauftritt des ersten Tages absolvierte der Popstar Harry Styles. 

12.46 Uhr: AfD kritisiert mögliche Pflegebonus-Ausnahme für Ungeimpfte

Die AfD hat die geplante Ausgestaltung des Pflegebonus scharf kritisiert. Konkret geht es um eine Formulierung in der Begründung zum dazu vorliegenden Gesetzentwurf für den Bereich der Pflegeheime: „Keine Sonderleistung erhalten Beschäftigte, die aufgrund eines Tätigkeitsverbots nach § 20a Absatz 5 des Infektionsschutzgesetzes zum Stichtag am 30. Juni 2022 zwar beschäftigt, aber nicht tatsächlich tätig sind“, heißt es dort.

10 Uhr: Österreich lockert weitere Corona-Maßnahmen

Österreich hat die Corona-Schutzmaßnahmen weiter gelockert: Seit Samstag gibt es keine allgemeine Maskenpflicht für Innenräume mehr. Mund- und Nasenschutz wird beispielsweise in Seilbahnen oder Ausflugsschiffen aber noch empfohlen. FFP2-Masken müssen weiter in Lebensmittelgeschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln, Ämtern, Banken, Krankenhäuser und Pflegeheimen getragen werden. Zudem kann jeder ohne Geimpft- oder Genesenennachweis wieder in Clubs, Bars und zu Großveranstaltungen gehen.

8.31 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt angesichts der Feiertage

Das RKI hatte bereits darauf hingewiesen, "dass es aufgrund der Feiertage und Ferien und der damit verbundenen geringeren Test-, Melde- und Übermittlungsaktivität kurzfristig zu einer erhöhten Untererfassung der Fälle im Meldesystem kommen kann". Dementsprechend könnten die offiziellen Fallzahlen sinken, obwohl sich tatsächlich mehr Menschen anstecken.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Samstag bei 37.568 - nach 156.864 am Vortag und 150.675 Neuinfektionen vor einer Woche. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 23.376.879.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 15. April:

19 Uhr: So läuft die Impfkampagne in der Region

Impfen bleibt ein wichtiger Faktor beim Weg aus der Pandemie. Wie ist der aktuelle Stand in Deutschland, Baden-Württemberg und der Region? Hier finden Sie die aktuellen Impfzahlen.

16.30 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region. Hier finden Sie die Übersicht.

14.10 Uhr: Chef des Corona-Expertenrats kann sich dauerhaften Rat vorstellen

Der Vorsitzende des Corona-Expertenrates der Bundesregierung, Heyo Kroemer, kann sich die dauerhafte Einrichtung eines solchen Rates in Deutschland vorstellen. Dem „Spiegel“ sagte der Chef der Berliner Charité: „Es ist besser, solche Werkzeuge parat zu haben, bevor die Notfälle eingetreten sind.“ Auf einen Zeitpunkt, wann die Corona-Pandemie vorbei ist, wollte sich der Pharmazeut nicht festlegen. Er sei mit Prognosen mittlerweile sehr zurückhaltend. „Ich kann mich noch gut erinnern: Als ich die dritte Injektion im Arm hatte, bin ich zurück in mein Büro gegangen und dachte: Das könnte es gewesen sein. Dann kam Omikron.“

Kroemer nahm Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gegen Kritik in Schutz. Sehr viele Experten im Gesundheitswesen seien „wirklich froh“, jemanden zu haben, der einen „ausgeprägten fachlichen Hintergrund“ habe.

13 Uhr: Lauterbach ruft zum Beginn der Osterfeiertage zum Maske-Tragen in Innenräumen auf

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat zum Beginn der Osterfeiertage zum Tragen von Masken in Innenräumen aufgerufen. Eine nach wie vor sehr hohe Corona-Fallzahl führe zu vielen Todesfällen noch kurz vor der Sommerentspannung, schrieb der SPD-Politiker am Freitag bei Twitter. „Ich appelliere an alle zum freiwilligen Maskentragen im Innenraum. Ein kleines Opfer. Gerade an Ostern sollten wir weder uns selbst noch andere gefährden.“

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der innerhalb eines Tages von den Gesundheitsämtern übermittelten Corona-Neuinfektionen am Freitag mit 156 864 an. Vor einer Woche waren es 175 263 Ansteckungen.

11.20 Uhr: Wissenschaftlerin warnt vor weltweit sinkender Lebenserwartung

Die leitende Wissenschaftlerin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Soumya Swaminathan, warnt im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vor einer weltweit sinkenden Lebenserwartung. „In armen Ländern wird der Effekt stärker ausgeprägt sein, weil die Pandemie die Armut verstärkt hat und damit auch Hunger und Mangelernährung“, sagte sie der „Welt“ (Online Freitag). Zudem stünden alle Länder „bei der Tuberkulose- und der Krebsvorsorge heute schlechter da“.

Die Welt könne „nicht einfach beschließen, dass die Pandemie mit Omikron vorbei ist“, mahnte die aus Indien stammende Kinder- und Jugendärztin. Man müsse zudem „die Tatsache akzeptieren, dass neue Varianten auftauchen werden. Wenn diese Variante dem Immunsystem entgehen kann, haben wir ein Problem.“

10 Uhr: Mehr als 500 Millionen Corona-Fälle seit Ende 2019 gemeldet

Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle hat laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Marke von einer halben Milliarde überschritten. Bis Donnerstagabend wurden der UN-Behörde in Genf 500,19 Millionen Infektionen sowie 6,19 Millionen Todesfälle gemeldet. Seit dem Auftreten des neuen Coronavirus Ende 2019 wurden die meisten Infektionen in Europa (209,5 Millionen) und auf dem amerikanischen Kontinent (151,7 Millionen) registriert.

Auf Afrika entfielen hingegen nur rund zwei Prozent der globalen Fallzahl. Die WHO vermutet auf diesem Kontinent jedoch eine riesige Dunkelziffer. Hier könnten laut WHO bis zu 97 mal mehr Menschen infiziert gewesen sein als bekannt.

8.30 Uhr: RKI registriert 156 864 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 1001,5

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1001,5 an. Zum Vergleich: Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1181,2 .

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 156 864 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 175 263 Ansteckungen.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 14. April:

18.37 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten fällt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten befindet sich weiter im dreistelligen Bereich. Am Donnerstag betrug sie 976,2, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mitteilte. Die tatsächlichen Fallzahlen dürften deutlich höher sein. Auf den Intensivstationen im Südwesten lagen wie am Vortag 197 Patientinnen und Patienten. Die Zahl der an oder mit dem Virus Gestorbenen erhöhte sich um 30 auf 15.512. Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 3.311.001 bestätigte Corona-Fälle - 19.206 mehr als am Vortag.

16.46 Uhr: Arzt lässt Vorwürfe wegen falscher Atteste zurückweisen

 Der umstrittene Arzt Bodo Schiffmann hat über seinen Bevollmächtigten Vorwürfe zurückgewiesen, er habe Menschen ohne Untersuchung von der Maskenpflicht befreit. „Dafür gibt es keine Anhaltspunkte“, sagte Ivan Künnemann der Deutschen Presse-Agentur in Heidelberg. Gegen den bekannten Impfgegner und Hals-Nasen-Ohren-Arzt hatte die Staatsanwaltschaft Heidelberg Anklage erhoben, weil er zusammen mit seiner ebenfalls angeklagten Frau in ihrer Praxis in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) mehrfach falsche Atteste ausgestellt und per Post zugeschickt haben soll.

Schiffmann befinde sich derzeit nicht in Deutschland, teilte Künnemann weiter mit. Grund für seine Ausreise nach Tansania seien Morddrohungen gegen seine Familie, auch gegen seine zwei Kinder. Zum Vorwurf der Volksverhetzung gegen den Mediziner mit Schwerpunkt Schwindel könne er keine Angaben machen, weil er die Videos mit möglicherweise entsprechenden Äußerungen nicht angeschaut habe.

15.08 Uhr: Österreich lockert Maskenpflicht

In Österreich wird die allgemeine Maskenpflicht für Innenräume am Samstag aufgehoben. FFP2-Masken müssen dann nur noch in Lebensmittelgeschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Krankenhäusern und Pflegeheimen getragen werden, wie Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Donnerstag ankündigte. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Erleichterungen“, sagte er mit Hinweis auf fallende Infektionszahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank zuletzt unter 1000 Fälle pro 100 000 Einwohner.

Vier Wochen zuvor hatte Rauch die Maskenpflicht auf den gesamten Einzelhandel, Kultureinrichtungen und Arbeitsräume ausgedehnt. Diese Regelung wird nun zurückgenommen. Außerdem müssen Gäste in Clubs, Bars und bei Großveranstaltungen am Samstag nicht mehr geimpft, von Covid-19 genesen oder getestet (3G) sein.

13.33 Uhr: Lauterbach: Bei Corona-Protesten geht es um Destabilisierung des Staates

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat nach Bekanntwerden von Entführungsplänen gegen ihn durch eine rechtsradikale Gruppe schwere Vorwürfe gegen Corona-Leugner erhoben. "Der ganze Vorgang zeigt, dass sich die Corona-Proteste nicht nur radikalisiert haben, sondern dass es mittlerweile um den Versuch geht, den Staat zu destabilisieren", sagte Lauterbach am Donnerstag am Rande eins Besuchstermins in einem Krankenhaus in Husum.

Es gebe Kräfte, die Staat und Demokratie destabilisieren wollten. "Es ist eine kleine Minderheit in der Gesellschaft, aber die ist hochgefährlich; darauf müssen wir achten", sagte Lauterbach. Über die Corona-Politik könne in der Sache gestritten werden, fügte er hinzu. "Gewalt geht aber nie."

Der Vorfall mit den Entführungsplänen werde ihn nicht in seiner Arbeit beeinflussen. "Ich werde weitermachen wie bisher", kündigte der Minister an. Hier lesen Sie alle Details zur Festnahme von vier Verdächtigen. 

11.42 Uhr: Großbritannien lässt Corona-Impfstoff von Valneva zu

Großbritannien hat als erstes europäisches Land den Corona-Impfstoff des französisch-österreichischen Unternehmens Valneva zugelassen. „Die unabhängige Kommission für Humanmedizin und ihr Covid-19-Sachverständigenteam haben die verfügbaren Daten sorgfältig geprüft, das Nutzen-Risiko-Verhältnis ist positiv“, erklärte die Zulassungsbehörde am Donnerstag. Der Impfstoff ist demnach für Menschen zwischen 18 und 50 Jahren zugelassen. Zwei Dosen sollen im Abstand von mindestens vier Wochen verabreicht werden.

Der Totimpfstoff von Valneva enthält für die Immunisierung abgetötete Bestandteile des Coronavirus. Damit nutzt er eine ähnliche Technologie wie klassische Grippe-Impfstoffe und soll in normalen Kühlschränken gelagert werden können. Ende März hatte das Unternehmen eine erste Notfallzulassung in Bahrain erhalten.

Auch die EU-Kommission hat 60 Millionen Dosen bei dem Hersteller bestellt. Eine bedingte Zulassung könnte noch in diesem Monat erfolgen. Die Belieferung der EU-Länder soll dann im zweiten Quartal 2022 beginnen.

10.58 Uhr: Umfrage: Ein Drittel gibt mehr fürs Reisen aus als vor Corona

Urlaub wird teurer? Knapp jeder und jede Dritte glaubt einer Yougov-Umfrage zufolge, fürs Reisen generell mehr Geld als vor der Pandemie auszugeben. 17 Prozent der Befragten machen vor allem in steigenden Sprit- und Energiekosten den Grund dafür aus, 13 Prozent nennen höhere Kosten für Verpflegung und Unterkunft als Ursache.

61 Prozent der Befragten geben an, nicht mehr Geld als vor Corona auszugeben, acht Prozent machen keine Angaben.

9 Uhr: Weniger Corona-Intensivpatienten in den Krankenhäusern

Mit sinkenden Corona-Infektionszahlen entspannt sich auch die Lage in Bayerns stark belasteten Intnsivstationen etwas. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten ist in dieser Woche auf unter 300 gesunken, so wenige wie zuletzt im Oktober vergangenen Jahres. Am Donnerstag wurden laut Intensivregister 293 schwerkranke Covid-Patienten in Bayern intensivmedizinisch behandelt. Der Höchststand war Anfang Dezember auf dem Höhepunkt der Delta-Welle mit knapp 1100 Intensivpatienten erreicht worden.

7 Uhr: RKI registriert 165.368 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 1015,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nun mit 1015,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1044,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1251,3.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 165.368 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 201.729 Ansteckungen.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 13. April:

21.45 Uhr: Corona-Krise verschärft den Nachwuchsmangel bei Fachkräften

In deutschen Betrieben und Verwaltungen werden immer weniger Menschen ausgebildet. Auch im zweiten Corona-Jahr 2021 lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge deutlich unter dem Vorkrisen-Niveau, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch auf der Grundlage vorläufiger Zahlen berichtete. 467 100 neue Verträge bedeuteten im vergangenen Jahr zwar einen leichten Zuwachs nach dem historischen Tiefstand von 2020 (465 700), aber eben auch weiterhin eine große Lücke zum Niveau aus dem Jahr 2019, als noch 513 300 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag unterzeichneten.

20.49 Uhr: WHO besorgt wegen Rückgang von Coronatests - neue Varianten im Blick

Angesichts neuer Coronavirus-Untervarianten ist die Weltgesundheitsorganisation besorgt, dass Länder weniger testen. „Wir müssen dieses Virus in jedem einzelnen Land genau verfolgen“, sagte WHO-Notfalldirektor Mike Ryan. Das Virus verändere sich ständig, neue Entwicklungen müssten so früh wie möglich entdeckt werden.

Die WHO führt nach wie vor Delta und Omikron als „besorgniserregende Varianten“ auf. Bei Omikron schließt dies mehrere Linien ein, darunter die jüngst aufgetauchten BA.4 und BA.5. Sie seien in Südafrika und in einigen europäischen Ländern nachgewiesen worden, sagte die WHO-Covid-19-Expertin Maria van Kerkhove. Beide wiesen teils andere Charakteristika als andere Omikron-Varianten auf.

19.10 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten erstmals seit Ende Januar wieder dreistellig

Erstmals seit Ende Januar ist die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche wieder unter die Marke von 1000 gerutscht. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz betrug am Mittwoch 995,3, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Der Wert war im Südwesten am 27. Januar erstmals über die 1000er-Marke geklettert und lag nach Worten eines Sprechers des Sozialministeriums seitdem kontinuierlich darüber. Die Zahl der an oder mit dem Virus Gestorbenen erhöhte sich um 27 auf 15.482, wie die Behörde in Stuttgart weiter mitteilte.

16.53 Uhr: Corona-Pandemie bleibt weiter internationaler Gesundheitsnotstand

Die Coronavirus-Pandemie bleibt ein internationaler Gesundheitsnotstand. Das entschied die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Sie schloss sich der Empfehlung unabhängiger Experten an, die sich dagegen ausgesprochen hatten, die Ende Januar 2020 erklärte „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ aufzuheben.

Der Expertenrat betrachtet die Infektionslage nach der Erklärung eines Notstands alle drei Monate und berät die WHO. Die Ausrufung einer Notlage ist die höchste Alarmstufe, die die WHO verhängen kann. Sie soll den Fokus der Weltgemeinschaft auf ein gefährliches Problem lenken und Regierungen anspornen, Maßnahmen zu ergreifen. Länder sind damit auch verpflichtet, Fallzahlen zu melden.

Als die WHO die Notlage am 30. Januar 2020 erklärte, waren außerhalb Chinas rund 100 Infektionen in 21 Ländern bekannt. Inzwischen wurden der WHO weltweit fast 500 Millionen Infektionen und gut sechs Millionen Todesfälle gemeldet.

15.31 Uhr: Ärztepaar aus Baden-Württemberg wegen falscher Atteste zur Maskenpflicht angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Anklage gegen ein Ärzteehepaar aus Sinsheim in Baden-Württemberg erhoben, das im Zuge der Corona-Pandemie bewusst falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt haben soll. Der Arzt soll zudem in Internetvideos unter anderem den Holocaust verharmlost haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Laut einem Bericht der „Rhein-Neckar-Zeitung“ vom Mittwoch soll es sich bei dem angeklagten Arzt um Bodo Schiffmann handeln, der der „Querdenker“-Szene zugerechnet wird.

Die Staatsanwaltschaft erhob nach eigenen Angaben bereits im Januar Anklage. Konkret wirft sie dem Arzt das Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse in zehn ausgewählten Fällen und Volksverhetzung in zwei Fällen vor. Seine Frau soll sich wegen des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse in siebzehn ausgewählten Fällen verantworten.

Über die Eröffnung eines Verfahrens gegen das Medizinerpaar muss nun das Landgericht Heidelberg entscheiden.

13.58 Uhr: Testpflicht an Schulen mit gefährdeten Kindern bleibt bestehen

Einige Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg müssen sich auch nach den Osterferien auf das Coronavirus testen lassen. An den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und Schulkindergärten mit den Förderschwerpunkten geistige Entwicklung sowie körperlich-motorische Entwicklung sollen die Tests bis zu den Sommerferien fortgesetzt werden, teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit. Viele Schülerinnen und Schüler in diesen Einrichtungen hätten ein erhöhtes Risiko, bei einer Infektion mit dem Coronavirus schwer zu erkranken.

Die Schülerinnen und Schüler sowie die Mitarbeiter müssen sich nach Angaben des Kultusministeriums zweimal in der Woche testen. Um die Tests durchführen zu können, stelle die Landesregierung etwa 300 000 Euro zur Verfügung. „Sollte aufgrund der fachlichen Bewertung auf eine Testung in den Einrichtungen verzichtet werden können, werden die Schulen darüber informiert“, teilte das Ministerium mit.

11.31 Uhr: Neuartiges Dashboard soll Corona-Ausbreitung durch Kontakte nachzeichnen

Ein neues Dashboard soll die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland anhand des Kontaktverhaltens der Menschen nachzeichnen. Mit der weiterhin hohen Sieben-Tage-Inzidenz und der Aufhebung vieler Schutzmaßnahmen steige die Dringlichkeit, effiziente Frühwarnsysteme für die Corona-Ausbreitung zu entwickeln, erklärte das in Potsdam ansässige Hasso-Plattner-Institut (HPI).

Ein Forscherteam des HPI entwickelte deshalb ein Dashboard, das die Auswirkungen des Kontaktverhaltens auf die Verbreitung von Sars-CoV-2 auf einer Deutschlandkarte abbildet. Dafür wurden anonymisierte Mobilfunkdaten des Unternehmens Net Check mit den vom Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Infektionszahlen zusammengeführt.

9 Uhr: Corona-Infektionen in Shanghai gehen trotz Lockdowns weiter hoch

Trotz des strengen Lockdowns in Shanghai steigt die Zahl der Corona-Infektionen in der ostchinesischen Hafenstadt weiter an. Die Behörden berichteten nun einen Höchststand von 26.330 gemeldeten neuen Ansteckungen am Vortag. Die große Mehrheit der Fälle ist asymptomatisch. Shanghai steht im Mittelpunkt der größten Corona-Welle in China seit Beginn der Pandemie vor mehr als zwei Jahren und zählt die meisten der landesweit knapp 28.000 Fälle.

7 Uhr: RKI registriert 176.303 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 1044,7

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche nun mit 1044,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1087,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1322,2 (Vormonat: 1526,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 176.303 Corona-Neuinfektionen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 12. April:

20.30 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter

Das Landesgesundheitsamt hat am Dienstag 37 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus verzeichnet. Damit stieg die Zahl der Todesfälle im Südwesten seit Pandemiebeginn auf 15.455, wie die Behörde in Stuttgart mitteilte.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen betrug 1014,2 und lag damit nur noch knapp über der Marke von 1000.  Vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche noch bei 1277,8 gelegen. Die tatsächlichen Fallzahlen dürfte wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer deutlich höher sein.

18.10 Uhr: Betrug mit fiktiven Corona-Tests - 14,9 Millionen Euro erbeutet

 Wegen Betrugs mit fingierten Corona-Tests in rekordverdächtiger Höhe ermittelt die Staatsanwaltschaft Offenburg gegen zwei Männer. Ein 29-Jähriger und ein 24-Jähriger stehen im Verdacht, nicht vorgenommene Tests abgerechnet zu haben und damit 14,9 Millionen Euro ergaunert zu haben. Wann die Ermittlungen gegen die Männer aus Freiburg und dem Landkreis Emmendingen abgeschlossen werden könnten, sei unklar, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Offenburg am Dienstag. Es werde noch untersucht, ob die beiden auf freiem Fuß befindlichen Beschuldigten Komplizen gehabt hätten.

Der Betrug geschah in jeweils mehreren Zentren im Ortenaukreis und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die Ermittlungen waren durch den Hinweis einer Bank angestoßen worden. Sie ging angesichts der hohen Summe von einem möglichen Fall der Geldwäsche aus.

16.45 Uhr: Bayern verkürzt Corona-Isolation ab Mittwoch auf nur noch fünf Tage

Corona-Infizierte müssen in Bayern bereits von diesem Mittwoch an nur noch fünf Tage in Isolation - diese fünf Tage sind aber verpflichtend, nicht freiwillig. Ein abschließendes Freitesten ist für die meisten Bürgerinnen und Bürger nicht notwendig, wie der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) mitteilte. Voraussetzung ist allerdings eine Symptomfreiheit von mindestens 48 Stunden. Ausnahmen gibt es für Personal in Kliniken oder Pflegeheimen. Die Quarantäne für enge Kontaktpersonen entfällt vollständig.

Bislang gilt für Infizierte eine verpflichtende Isolation von 10 Tagen - ein Freitesten ist frühestens nach sieben Tagen möglich. Die Verkürzung auf fünf Tage ist Konsens zwischen Bund und Ländern, Bayern setzt dies aber nun schneller um als andere.

15 Uhr: „Partygate“: Premierminister Boris Johnson muss Strafgeld zahlen

In der „Partygate“-Affäre um verbotene Feiern während des Corona-Lockdowns in der Downing Street muss der britische Premierminister Boris Johnson ein Strafgeld zahlen. Das bestätigte eine Regierungssprecherin am Dienstag der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, nachdem die Londoner Polizei mehr als 50 Strafgelder gegen Beteiligte verhängt hatte.

Die „Partygate“-Affäre hatte Johnson schwer unter Druck gesetzt. Er musste sich auch gegen Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen seiner Konservativen Partei zur Wehr setzen, da er Partys in seinem Amtssitz geduldet und bei einigen auch dabei gewesen sein soll. Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sitzt Johnson wieder fester im Sattel.

14 Uhr: Dreifach-Geimpfte sind bei Omikron-Infektion weniger ansteckend

Corona-Geimpfte sind bei einer Durchbruchsinfektion nicht nur vor schwerer Erkrankung gut geschützt, sie sind auch weniger ansteckend als Ungeimpfte. Anders als bei der Delta-Variante sind bei der Omikron-Variante allerdings drei Impfdosen nötig, um die Menge infektiöser Viruspartikel wirksam zu senken. Das berichten Schweizer Forscher um Isabella Eckerle und Benjamin Meyer von der Universität Genf im Fachmagazin „Nature Medicine“.

Die Studie bezieht sich dabei auf die Omikron-Subvariante BA.1, nicht auf die mittlerweile in Deutschland dominierende Subvariante BA.2. „Unsere Ergebnisse unterstreichen die positive Wirkung von Impfungen über den individuellen Schutz vor schweren Erkrankungen hinaus“, schreiben die Forscherinnen und Forscher. 

12.45 Uhr: Privatschulen wie Schloss Salem erleben Aufschwung  in der Pandemie 

Die Corona-Krise hat einige Defizite des öffentlichen Schulsystems offenbart, etwa die lückenhafte Digitalisierung. Privatschulen wie der Schule Schloss Salem oder der Swiss International School (SIS) in Friedrichshafen kommt das zugute. „Wir haben dieses Jahr spürbar mehr Anfragen von Eltern bekommen“, sagt SIS-Standortleiterin Marie-Christine Thiébaut.

11 Uhr: Weiter sinkende Corona-Zahlen auch im Bodenseekreis

Im Bodenseekreis sind den Behörden rund 800 aktuelle Corona-Fälle weniger als noch vor einer Woche bekannt. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt im Wochenvergleich noch deutlicher. Hier lesen Sie alle Details dazu.

9 Uhr: Corona-Lockdown in Shanghai: USA ziehen Personal aus Konsulat ab

In dem anhaltenden Corona-Lockdown in Shanghai ziehen die USA nicht zwingend notwendiges Personal aus ihrem Konsulat in der ostchinesischen Hafenmetropole ab. Wie ein Sprecher der US-Botschaft am Dienstag in Peking berichtete, werden die Diplomaten und ihre Familien mit kommerziellen Flügen abreisen.

Die Abreise ist demnach kein freiwilliger Schritt der Diplomaten mehr, wie bisher ermöglicht, sondern eine Dienstanweisung. „Unser Einstellungswechsel spiegelt unsere Einschätzung wider, dass es am besten für unsere Mitarbeiter und ihre Familien ist, ihre Zahl zu verringern und den Betrieb herunterzufahren, während wir mit den wechselnden Umständen vor Ort umgehen.“

7 Uhr: RKI registriert 162.790 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 1087,2

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist nach deutlichem Rückgang in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche nun mit 1087,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1080,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1394,0 (Vormonat: 1496,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 162.790 Corona-Neuinfektionen.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 11. April:

21.22 Uhr: Wann hat man noch Anspruch auf einen PCR-Test und was ist danach zu tun? Was jetzt noch gilt

Die 3G-Regeln sind Geschichte, Testpflichten gibt es also kaum noch. Doch wann hat man jetzt noch Anspruch auf einen PCR-Test, wann muss man ihn machen und wie verhält man sich bei einem positiven Test? Ein Überblick.

20 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten geht weiter nach unten

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten im Mehrtages-Vergleich weiter gesunken und nähert sich der 1000er-Marke. Wie das Landesgesundheitsamt berichtete, wurden innerhalb einer Woche 1045,8 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner nachgewiesen.

Am Freitag hatte die Inzidenz noch bei 1084,4 gelegen. Am Wochenende und an ein Feiertagen werden von der Stuttgarter Behörde keine Tagesberichte mehr veröffentlicht. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch 1363,4 betragen. Die tatsächliche Inzidenz dürfte jedoch wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer deutlich höher sein.

17.30 Uhr: Luca-App setzt Kontakt-Erfassung aus

Die Luca-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfasst bis auf weiteres keine Kontaktdaten mehr, da die Verträge der Bundesländer zur Nutzung des Luca-Systems Ende März ausgelaufen sind. Wenn Gäste die Luca-QR-Codes scannen, würden dabei keine Kontaktdaten mehr aufgenommen. Eine Neuausrichtung der Luca-App hatte Culture4Life bereits im Februar angekündigt.

Der Geschäftsführer der Culture4Life, Patrick Hennig, bezeichnete in einem Video Luca als eine „der wenigen Erfolgsgeschichten in der Digitalisierung Deutschlands“.  Künftig wolle Luca das Leben der Menschen, vor allem in der Gastronomie und Kultur durch Digitalisierung vereinfachen und verbessern. Der Einsatz der Luca-App solle für ein besseres Kundenerlebnis sorgen, „vom Bestellen über das Bezahlen, bis hin zum Trinkgeldgeben“. An dem Luca-System hatte sich immer wieder heftige Kritik entzündet. Die Luca-Skeptiker störten sich vor allem am Konzept einer zentralen Datenspeicherung.

16 Uhr:  Drei Millionen Dosen Impfstoff droht Vernichtung

Bis Ende Juni droht die Vernichtung von etwa drei Millionen Dosen Corona-Impfstoff in Deutschland. Die Zahl nannte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in Berlin. Man habe momentan mehr Impfstoff zur Verfügung als genutzt werde und gespendet werden könne. Die internationale Impfstoffinitiative Covax nehme zum Beispiel zur Zeit keine Spenden mehr an. „Deswegen besteht durchaus eine Gefahr, dass Impfstoff verworfen wird“, sagte der Sprecher. Die Nachfrage sei deutlich geringer, als es gut wäre.

Er nannte es eine gute Nachricht, dass der Impfstoff von Biontech nun länger gelagert werden könne. Deswegen gehe man bis Ende Juni nun nicht von 10, sondern 3 Millionen Dosen aus, die vernichtet werden müssten. Zu den Kosten für vernichtete Dosen äußerte sich der Sprecher nicht. Das ließe Rückschlüsse auf Preise zu, die man nicht bekannt gebe.

14.45 Uhr: Betrug mit Corona-Schnelltests - Zwei Männer im Verdacht

Wegen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs bei Corona-Schnelltests sind zwei Männer im Alter von 27 und 28 Jahren in das Visier des baden-württembergischen Landeskriminalamts gelangt. Sie sollen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz eine Vielzahl von Testzentren betrieben haben. Dabei sei ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro entstanden. 

Die Männer, die aus Stuttgart und Karlsruhe stammen, sollen mehr Tests abgerechnet haben als sie tatsächlich durchführten. Am vergangenen Freitag kam es zu Durchsuchungen. 19 Corona-Teststationen sowie die Wohn- und Geschäftsräume der mutmaßlichen Betreiber waren betroffen.

13.40 Uhr: Folgen der Pandemie treffen Geringverdiener besonders hart

Die Folgen der Corona-Pandemie treffen laut Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag insbesondere Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen. Bei Minijobbern, Leiharbeitern oder befristet Beschäftigten fiel der Erwerbsrückgang demnach mit minus 5,2 Prozent mehr als drei mal höher aus als bei Normalbeschäftigten, wie die „Rheinische Post“ aus der Antwort zitierte. Besonders betroffen waren demnach Minijobber, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen hatten.

Laut Angaben der Regierung fiel der Erwerbsrückgang in bestimmten Bereichen noch deutlich höher aus, im Gastgewerbe etwa um 27 Prozent. Zwar hätten Menschen mit befristeten Arbeitsverhältnissen oder in Zeitarbeit Anspruch auf Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld. Da die Löhne in diesen prekären Beschäftigungsverhältnissen jedoch häufig deutlich niedriger seien, fielen auch die Ansprüche geringer aus als bei regulär Beschäftigten.

12.34 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region.

9.52 Uhr: Mehr Magersucht seit Corona - auch Jüngere betroffen

Die Zahl der an Magersucht erkrankten Kinder und Jugendlichen ist Fachleuten zufolge während der Corona-Krise gestiegen. „Dadurch, dass die Zahlen so zugenommen haben, fehlen Therapieplätze“, sagt der Vorsitzende Andreas Schnebel vom Bundesfachverband Essstörungen. „Auch in den stationären Einrichtungen wird es eng.“ Und er sieht noch eine andere besorgniserregende Entwicklung: Die Patientinnen werden jünger.

Magersucht betrifft vor allem Mädchen in der Pubertät. In der Münchner Beratungsstelle, die Schnebel leitet, tauchen seinen Angaben nach seit einigen Jahren aber auch immer jüngere Mädchen auf, teilweise schon 8- oder 9-Jährige. „Das hängt damit zusammen, dass heute alles früher anfängt, wie die Pubertät und der Zugang zu sozialen Medien“, sagt der Fachmann.

7 Uhr: RKI registriert weiter sinkende Corona-Inzidenz

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen geht weiter zurück. Das Robert Koch-Institut gab den Wert pro 100.000 Einwohner und Woche am frühen Montagmorgen mit 1080,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1097,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1424,6 (Vormonat: 1439,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 30.789 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 41.129 Ansteckungen.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 10. April:  

21.00 Uhr: Volle Hotels auf Mallorca: Ballermann „wieder zum Leben erwacht“

Corona hat Mallorca wirtschaftlich schwer zugesetzt. Die Touristen blieben weitgehend aus. Zu Ostern wendet sich aber das Blatt – in erster Linie dank der Deutschen, die wieder in Massen auf ihre Lieblingsinsel strömen.

19.51 Uhr: Forderungen nach neuem Infektionsschutzgesetz nach Aus für die Impfpflicht

Nach dem Scheitern des Gesetzentwurfs zur Impfpflicht im Bundestag werden Forderungen nach einer neuerlichen Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes laut. "Wenn wir ohne Schutzmaßnahmen in den Herbst und den Winter gehen, droht eine ziemliche Überlastung des Gesundheitswesens", sagte der Intensivmediziner Christian Karagiannidis der "Augsburger Allgemeinen".

"Ich befürchte, dass wir dieses Jahr viele Infektionskrankheiten parallel haben werden", sagte der Leiter des Intensivpatienten-Registers der Notfallmedizinervereinigung Divi. "Auch für die Intensivstationen würde das eine starke Belastung bedeuten. "Wir hatten zwei Jahre lang keine Grippewelle und viel, viel weniger andere Infektionen“, sagte Karagiannidis. Ab September oder Oktober könne die derzeit stabile Situation auf den Intensivstationen sich deshalb zusätzlich verschärfen.

18.34 Uhr: Ohne Maske im Zugabteil - Mario Barth musste ICE verlassen

Der Comedian Mario Barth ist nach eigenen Angaben aus einem Zug der Deutschen Bahn geflogen, weil er keine Corona-Gesichtsmaske trug. Ein Zugchef der Bahn monierte laut einem von Barth veröffentlichten Video das Fehlen der Maske am Freitagabend in einem ICE von Berlin nach Frankfurt und rief die Bundespolizei, die Barth in Hanau aus dem Zug steigen ließ. Barth beschwerte sich über den Vorfall und sagte zunächst, er habe in seinem Abteil etwas getrunken und daher keine Maske getragen. Später räumte er ein, bei der vorherigen Aufnahme eines Live-Videos aus dem Zug habe er keine Maske getragen, weil er dachte, in einem Abteil sei das nicht nötig.

Ein Bahnsprecher bestätigte den Ablauf und betonte: „Grundsätzlich gilt in Zügen eine Maskenpflicht und die gilt auch für Herrn Barth. Wenn jemand nur kurz etwas trinkt oder isst, ist es kein Problem. Wenn er konsequent die Maske nicht aufsetzt, ist es eins.“ Man werde den Vorfall untersuchen und auch den Zugbegleiter anhören. Die Maskenpflicht für Züge sei vom Gesetzgeber vorgeschrieben, weil man in Zügen längere Zeit eng und mit geschlossenen Fenstern zusammensitze.

17.01 Uhr: Ministerium: Impfstoff wird „in nicht wenigen Fällen“ vernichtet

Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass Corona-Impfstoff „in nicht wenigen Fällen“ vernichtet wird. Das Ministerium begründete das gegenüber der „Welt“ damit, dass die Impfstoffe weiterhin nur in Mehrdosenbehältnissen verfügbar sind, die bei Anbruch gemäß Zulassung nur wenige Stunden haltbar seien. „Bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Impfkampagne ist nicht davon auszugehen, dass sich vor Ort in jedem Fall eine hinreichende Anzahl zu impfender Personen findet, um die in einem Mehrdosenbehältnis verfügbaren Impfdosen in Gänze aufzubrauchen“, teilte das Ministerium mit. Weiter hieß es: „Ein Verwurf von Impfstoff dürfte in diesem Fall derzeit in nicht wenigen Fällen erfolgen.“

15.51 Uhr: Tschechien hebt Maskenpflicht in Bus und Bahn auf

Tschechien hebt die wegen der Corona-Pandemie eingeführte FFP2-Maskenpflicht in Bus und Bahn zum Gründonnerstag auf. Die Lage in den Krankenhäusern verbessere sich stetig, und die Zahl der positiven Fälle gehe zurück, sagte Gesundheitsminister Vlastimil Valek am Sonntag im öffentlich-rechtlichen Fernsehen CT. Rechtzeitig vor der Oster-Reisesaison hatte die liberalkonservative Regierung bereits alle Corona-Einreiseregeln auslaufen lassen. In Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gilt die Maskenpflicht vorerst weiter. Binnen sieben Tagen gab es nach jüngsten Zahlen 295 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

13.24 Uhr: Bund hat 77 Millionen Dosen Corona-Impfstoff auf Lager

Der Bund hat derzeit rund 77 Millionen Dosen Corona-Impfstoff auf Lager, die zum Teil demnächst ihr Verfallsdatum erreichen. Dieser Lagerumfang bestand am 4. April, wie das Bundesgesundheitsministerium am Sonntag auf Anfrage mitteilte. Noch am 21. März hatte die Zahl bei 70 Millionen Dosen gelegen, wie es der „Welt am Sonntag“ zufolge in einer Regierungsantwort auf eine Unions-Anfrage heißt. Die Union kritisierte die Einkäufe.

Zu den 70 Millionen gehören den Angaben zufolge 27,4 Millionen Dosen des Herstellers Biontech, 40,2 Millionen des Unternehmens Moderna, 1,3 Millionen Dosen von Johnson & Johnson sowie 700.000 von Novavax. Der Bedarf ist allerdings stark zurückgegangen: derzeit werden im Durchschnitt täglich 34.000 Dosen verabreicht. Von den eingelagerten Dosen werden der Regierungsantwort zufolge bis Ende Juni mindestens elf Millionen Dosen ihr Verfallsdatum erreichen, im dritten Quartal weitere 57 Millionen.

11.39 Uhr: Lauterbach verliert nach Scheitern der Impfpflicht massiv an Rückhalt

Nach dem Scheitern der Impfpflicht und dem Hin und Her um die Isolations-Pflicht für Corona-Infizierte hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stark an Zuspruch in der Bevölkerung verloren. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der "Bild am Sonntag" sind 55 Prozent der Menschen in Deutschland mit Lauterbachs Arbeit unzufrieden. Nur 36 Prozent sind zufrieden.

Beim Antritt der Ampel-Regierung im Dezember hatten demnach noch 53 Prozent erwartet, dass Lauterbach ein guter Minister wird. 26 Prozent dachten, er würde seinen Minister-Job schlecht machen. Die Ablehnung der Impfpflicht ab 60 Jahren durch den Bundestag finden laut der Insa-Umfrage 47 Prozent der Befragten richtig, 46 Prozent halten die Entscheidung für falsch. Die Umfrage hatte Insa am Freitag 1003 Menschen befragt.

9.50 Uhr: Umfrage: Corona-Folgen und Fahrermangel belasten Busfirmen

Ein eklatanter Fahrermangel und die Corona-Folgen machen der deutschen Busbranche besonders zu schaffen. Im touristischen Verkehr steigen die Buchungszahlen im Inland langsam wieder, bleiben aber für ausländische Ziele sehr niedrig. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen hervor, die am Samstag in Berlin veröffentlicht wurde.

Der größte Teil der befragten Unternehmen (82 Prozent) geht nur von einer langsamen Erholung der Fahrgastzahlen nach Eindämmung der Corona-Pandemie aus. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (58 Prozent) rechnet damit, dass Verluste bei den Fahrgastzahlen bestehen bleiben werden. Knapp ein Viertel der Firmen (24 Prozent) erwartet eine langsame, aber vollständige Erholung über mehrere Jahre hinweg. Zwei Drittel der Busunternehmen klagten über einen Fahrermangel.  Mehr als 700 Busunternehmer nahmen vom 30. November 2021 bis zum 16. Januar 2022 online an der Umfrage teil. Die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs wie etwa der Preissprung beim Diesel sind deshalb nicht berücksichtigt.

8 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf knapp 1100

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1097,9. Am Vortag hatte er 1141,8 betragen, vor einer Woche lag er noch bei 1457,9. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. 

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Sonntag bei 55.471 - nach 150.675 am Vortag und 74.053 Neuinfektionen vor einer Woche. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 22.647.197. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 36 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 131.715.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 9. April:  

20.30 Uhr: Interrail: Nachfrage nach Tickets erreicht Vor-Corona-Niveau 

Die Nachfrage nach Interrail-Tickets hat nach Angaben des Unternehmens Eurail erstmals das Niveau vor Beginn der Corona-Pandemie erreicht. „Wir sehen heute eine positive Nachfrage für das erste Quartal 2022, die den Bedarf für das erste Quartal 2019 übersteigt“, sagte eine Eurail-Sprecherin auf Nachfrage. Mit den Interrail- und Eurail-Tickets können Reisende in mehr als 30 Ländern mit einer einzigen Fahrkarte über einen bestimmten Zeitraum unbegrenzt viele Zugfahrten machen. 

18.55 Uhr: 77 Millionen Dosen Impfstoff auf Halde - Verfallsdatum rückt näher

Deutschland hat nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums 77 Millionen Dosen Corona-Impfstoff auf Lager. Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte am Samstag, dass zum Stichtag 4. April diese Anzahl an Dosen im zentralen Lager des Bundes vorrätig waren. Wie außerdem aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Unionsfraktion im Bundestag hervorgeht, werden bis Ende Juni mehr als 10 Millionen Dosen ihr Verfallsdatum erreichen, im dritten Quartal sind es 50 Millionen. Laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums wurden zuletzt nur noch einige Zehntausend Dosen pro Tag verabreicht. Im vergangenen Dezember waren es manchmal täglich mehr als eine Million Impfungen am Tag.    

16.45 Uhr: Viele Corona-Tote trotz sinkender Zahlen

In Bayern stirbt trotz gesunkener Infektionszahlen weiter jeden Tag eine zweistellige Zahl von Menschen an Corona. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut in Berlin im Vergleich zum Vortag einen Rückgang der Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1380 auf 1321,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Gleichzeitig meldete das RKI 62 weitere Corona-Tote - im Vergleich zu den vergangenen Wochen war dies eine vergleichsweise hohe Zahl.

Fachleute und auch die Gesundheitsbehörden gehen davon aus, dass zahlreiche Infektionen gar nicht mehr erfasst werden - weil die Gesundheitsämter stark belastet sind und nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur eine per PCR-Test nachgewiesene Infektion zählt in der Statistik.

15.25 Uhr: Bundesfamilienministerin Spiegel rät zu Corona-Test vor Osterfest

Mit Blick auf das anstehende Osterfest hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel dazu aufgerufen, sich wegen der Corona-Pandemie weiter vorsichtig zu verhalten. „Ich rate dazu, dass sich alle vorher mit einem Schnelltest testen“, sagte die Grünen-Politikerin. „Wir haben jeden Tag 300 Corona-Tote. Das ist eine Zahl, die mich sehr besorgt. Daher sollten wir weiter Maske tragen in allen Situationen, in denen wir sie bisher getragen haben“, sagte Spiegel. Das sei auch eine Frage der Solidarität gegenüber der älteren Generation und den Jüngsten. 

14 Uhr: Söder positiv auf Corona getestet – Golf-Reise abgesagt

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte er am Samstag selbst auf Twitter mit. Eine für die kommenden Tage geplante Reise in die Golf-Region musste er deshalb kurzfristig absagen. „Jetzt hat es mich nach zwei Jahren doch noch erwischt“, schrieb Söder. Im Vorfeld seiner Reise sei am Samstag ein PCR-Test positiv gewesen. „Obwohl ich die ganze Woche täglich zweimal Schnelltests gemacht hatte - immer negativ. Den letzten sogar noch heute Morgen.“

„Der Wert des PCR-Tests ist übrigens so, dass eine Ansteckung bisher äußerst unwahrscheinlich war“, schrieb er. „Trotzdem heißt es jetzt in die Isolation. Die Auslandsreise ist damit leider abgesagt.“ Eigentlich hätte Söder am Sonntag zu einer Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien aufbrechen wollen.

13.36 Uhr: Kinder- und Jugendärzte rechnen für Herbst mit neuen Corona-Einschränkungen

Nach dem Scheitern der Impfpflicht im Bundestag rechnet der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte für den Herbst auch an Schulen mit neuen Pandemie-bedingten Einschränkungen. "Es ist zu erwarten, dass spätestens im Herbst eine nächste Corona-Welle einsetzt und erneut zu zahlreichen Erkrankungen führt", sagte Verbandssprecher Jakob Maske dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Leidtragende dürften dann wieder Kinder und Jugendliche sein.

Zwar werde die neue Corona-Welle wohl voraussichtlich vor allem die ungeimpften Erwachsenen betreffen. "Leider werden aber die Maßnahmen, die dann zum Schutz getroffen werden, wieder vor allem Kinder und Jugendliche treffen", sagte Maske weiter. "Diese müssen dann wieder fürchten, dass Kitas und Schulen geschlossen werden." Sie würden sich erneut regelmäßig Tests unterziehen müssen "und sie werden wieder Maske tragen müssen". 

11.50 Uhr: Viele Hotels und Gaststätten behalten Maskenpflicht bei

Fast jeder zweite Hotel- und Gaststättenbetrieb hält auch nach dem Ende der staatlichen Vorgabe an der Maskenpflicht für seine Mitarbeiter fest. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland am Samstag berichtete. Bei der Maskenpflicht für Gäste bleibt demnach jeder sechste Betrieb, jeder zehnte wendet die 3G-Regel weiterhin an. "Viele Gastronomen und Hoteliers begrüßen das Ende der Maskenpflicht und den Wegfall von Zugangsregelungen", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes, Ingrid Hartges, dem RND. "Viele Mitarbeiter sind zudem sehr froh darüber, nicht mehr kontrollieren zu müssen."

Dennoch gebe es auch Betriebe, die die Maskenpflicht und die 3G-Regel vorerst beibehalten: "Laut unserer aktuellen Dehoga-Umfrage halten 16,2 Prozent der Betriebe an der Maskenpflicht für Gäste fest", sagte Hartges. "Die 3G-Regelung wenden noch 12,1 Prozent der Betriebe an."  Die Reaktionen der Gäste seien gemischt. "Viele Gäste sind erleichtert, keine Maske mehr tragen zu müssen", berichtete Hartges. Andere trügen ihre Maske freiwillig weiter. "Wichtig ist hier gegenseitige Toleranz. Jeder hat seine Gründe, die es zu akzeptieren gilt."

9.38 Uhr: Ärzteverband: 60 Prozent der Kliniken müssen Operationen verschieben

In sechs von zehn Krankenhäusern in Deutschland müssen nach Angaben des Verbands leitender Krankenhausärzte (VLK) wegen der Corona-Pandemie noch immer Operationen verschoben werden. „In 60 Prozent der Häuser müssen planbare Eingriffe verschoben werden, in sechs von zehn Kliniken werden die Pflegepersonaluntergrenzen unterschritten“, sagte der Präsident des Verbandes leitender Krankenhausärzte (VLK), Michael Weber, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). In drei von zehn Kliniken müssten Patienten in andere Kliniken verlegt werden, und das auch aus großen Kliniken.

Der VLK befragte der Zeitung zufolge deutschlandweit seine Mitglieder. In der Umfrage gaben demnach 20 Prozent der leitenden Krankenhausärzte an, dass die Notfallversorgung gefährdet sei. Gut zehn Prozent der Betten auf Allgemein- und Intensivstationen seien weiter von Patienten mit einer Corona-Infektion belegt.

8 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf gut 1140

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist weiter gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut am Samstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1141,8. Am Vortag hatte er 1181,2 betragen, vor einer Woche lag er noch bei 1531,5. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. 

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Samstag bei 150.675 - nach 175.263 am Vortag und 196.456 Neuinfektionen vor einer Woche. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie erhöhte sich auf 22.591.726. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 309 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 131.679.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 8. April: 

20.49 Uhr: Liegen Infizierte mit der neuen Variante länger flach? Was ein Arzt und ein Virologe dazu sagen

Ist die neue Corona-Subvariante von Omikron wirklich so ungefährlich? Mediziner beobachten schwerere Verläufe bei BA.2, BA.1 galt als vergleichsweise harmlos.

18.31 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich 1000er-Marke 

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter gesunken und nähert sich der Marke von 1000. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart verzeichnete nun 1084,4 neue Infektionsfälle pro Woche und 100.000 Einwohner. Das ist ein Rückgang um 45,7 im Vergleich zum Vortag. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei mehr als 1500 gelegen. Aufgrund der andauernden Überlastung der Gesundheitsämter und der weiten hohen Positivrate bei den PCR-Testergebnissen dürfte die tatsächliche Zahl der Infektionsfälle weiter deutlich höher sein.

17.59 Uhr: Geber stellen 4,4 Milliarden Euro für Corona-Impfkampagne bereit

Eine mit Beteiligung Deutschlands ausgerichtete Geberkonferenz hat am Freitag Zusagen in Höhe von 4,4 Milliarden Euro für die globale Impfkampagne gegen Corona gebracht. Damit könne die Impfallianz Covax über Investitionen in Logistik und den Kauf von Spritzen und anderen Verbrauchsmaterialien mehr als eine weitere Milliarde Impfungen in den 92 ärmsten Ländern der Welt ermöglichen, teilte das Entwicklungsministerium in Berlin mit. Auch Indonesien, Ghana und der Senegal waren Ausrichter.

16.25 Uhr: Zahl der Organspenden bricht ein - Corona als möglicher Grund

Die Zahl der Organspenden ist Anfang dieses Jahres massiv zurückgegangen. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation berichtete am Freitag in Frankfurt von einem Einbruch um 29 Prozent im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die DSO vermutet, dass die Arbeitsüberlastung in den Kliniken ein Grund sein könnte: „Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass hierdurch weniger Organspenden realisiert werden konnten, als unter normalen Umständen möglich gewesen wären.“ Auch die Zahl der Nein-Voten nach den Beratungsgesprächen nahm zu. Ein weiterer Grund ist, dass Verstorbene mit einer Corona-Infektion von der Organspende ausgeschlossen waren.

15.28 Uhr: Lauterbach will neue Werbeaktion fürs Impfen und strengere Maßnahmen im Herbst

Die allgemeine Corona-Impfpflicht ist im Bundestag gescheitert - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach setzt nun auf eine neue Werbekampagne. Zugleich blickt er mit Sorge auf den Herbst: Dann würden wieder strengere Corona-Eindämmungsmaßnahmen nötig. „Das, was wir an Lockerungen machen konnten, haben wir verbraucht“, schloss Lauterbach am Freitag zugleich einen weiteren Abbau von Schutzmaßnahmen im Frühling aus.

Mit den aktuellen Eindämmungsmaßnahmen auf Grundlage des Infektionsschutzgesetzes werde das Land angesichts der gescheiterten Impfpflicht „im Herbst mit Sicherheit nicht über die Runden kommen“, sagte Lauterbach. Es werde beispielsweise „mit großer Wahrscheinlichkeit“ nicht ohne die Wiedereinführung einer Maskenpflicht in vielen Bereichen gehen. Deshalb müsse das Gesetz noch einmal geändert werden.

13.32 Uhr: So viele Corona-Fälle gibt es in Ihrem Heimatort

Wie viele Menschen in Konstanz sind mit dem Coronavirus infiziert, wie viele in Villingen-Schwenningen, Waldshut Tiengen oder in Sigmaringen? Wir sammeln für Sie immer die aktuellsten Zahlen aus den Kommunen in der Region.

11.40 Uhr: Wieler: Höhepunkt der Welle überschritten, aber keine Entwarnung

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sieht eine Verbesserung der aktuellen Corona-Situation in Deutschland, aber noch immer ein Infektionsgeschehen auf hohem Niveau. „Wir haben den Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten“, sagte Wieler mit Blick auf absinkende Fallzahlen und Sieben-Tage-Inzidenzen. „Das sind sehr gute Nachrichten für uns alle.“ Zugleich wies er aber auf bestimmte Landkreise mit noch immer extrem hohen Inzidenzen und zahlreichen Personalausfällen durch Infektionen, Quarantäne und Isolation hin. „Bedrückend“ bleibe, dass noch immer täglich etwa 200 bis 300 Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion an das Robert Koch-Institut übermittelt würden, mahnte Wieler.

Der RKI-Chef führte aus, der Fokus in der Pandemie-Bekämpfung liege mittlerweile vor allem auf dem Schutz vulnerabler Gruppen und der Abmilderung der Folgen der Erkrankung. Weil Omikron ansteckender als vorherige Varianten sei und die Fallzahlen extrem hoch, gelinge die Nachverfolgung sämtlicher Infektionsketten nicht mehr, sagte Wieler zur Begründung.

10 Uhr: Scholz schließt neuen Anlauf zu Corona-Impfpflicht aus

Bundeskanzler Olaf Scholz hat das Scheitern einer allgemeinen Corona-Impfpflicht bedauert, sieht aber keine Basis für einen erneuten Anlauf. Die Aussage des Parlaments sei sehr klar gewesen. „Es gibt im Bundestag keine Gesetzgebungsmehrheit für eine Impfpflicht. Das ist die Realität, die wir jetzt als Ausgangspunkt für unser Handeln nehmen müssen.“

Zuvor hatten sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und sein bayerischer Kollege Klaus Holetschek (CSU) dafür ausgesprochen, einen neuen Anlauf zu einer allgemeinen Impfpflicht zu nehmen.

8.20 Uhr: Lauterbach will nach Impfpflicht-Aus neue Impfkampagne starten

Nach dem Scheitern der Corona-Impfpflicht im Bundestag will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine neue Impfkampagne starten. „Wir müssen noch einmal eine wirklich wirksame Impfkampagne gezielt an die richten, die zwar bisher sich nicht haben impfen lassen, aber im Prinzip bereit sind“, sagte Lauterbach im Deutschlandfunk. Man wisse, dass es so eine Gruppe gebe, insbesondere Menschen mit Migrationshintergrund. „Die müssen erreicht werden, da dürfen wir nicht aufgeben. Da müssen wir übrigens auch kreativer werben. Da bereiten wir gerade etwas vor.“

7.30 Uhr: Bundesweite Inzidenz sinkt unter 1200

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut  gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 1181,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1251,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1586,4 (Vormonat: 1293,6). 

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 7. April: 

22.18 Uhr: Opposition kritisiert geplanten Pflegebonus

Der geplante Corona-Bonus für Pflegekräfte in Kliniken und Heimen stößt bei der Opposition im Bundestag auf Skepsis. Die CDU-Gesundheitspolitikerin Simone Borchardt sprach am Donnerstagabend bei der ersten Lesung des Gesetzentwurfs von einem „Tropfen auf den heißen Stein“. Sie beklagte unter anderem, dass etwa das Fachpersonal in Arztpraxen und bei Rettungsdiensten außen vor bleibe. Der AfD-Abgeordnete Thomas Dietz bezeichnete die Regelungen für die Auszahlung als unnötig kompliziert und bürokratisch. Ates Gürpinar von der Linken kritisierte die vorgesehene Summe als zu niedrig.

Nach den Plänen der Ampel-Koalition sollen die Pflegekräfte für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie einen Bonus von bis zu 2500 Euro erhalten. Dafür will der Bund eine Milliarde Euro bereitstellen - je zur Hälfte für den Klinikbereich und die Altenpflege. „Wir sind der festen Überzeugung, dass dieser Bonus etwas ist, was wir der Pflege schlichtweg schulden“, sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis.

21.04 Uhr: Kinderärzte nennen Scheitern der Impfpflicht "Staatsversagen"

Die Ablehnung einer Corona-Impfpflicht durch den Bundestag empört Deutschlands Kinderärzte. "Was wir heute im Bundestag erlebt haben, ist keine Sternstunde der Demokratie, sondern ein Staatsversagen mit Ankündigung", erklärte der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, am Donnerstag. "Dass sich der Bundestag nicht einmal auf den Kompromissvorschlag einigen konnte, ist an Fahrlässigkeit kaum noch zu überbieten." "Eine allgemeine Impfpflicht ab 60 Jahren wäre im Grunde schon zu wenig gewesen", urteilte Fischbach. "Aber was wir jetzt haben, ist de facto gar nichts." 

20 Uhr: Deutschland veranstaltet Geberkonferenz für Corona-Impfinitiative Covax

Deutschland richtet am Freitag (ab 12 Uhr) mit Indonesien und dem Senegal eine Geberkonferenz für die Impfinitiative Covax aus, um Gelder für Corona-Impfungen in den 92 ärmsten Ländern der Welt zu mobilisieren. Die Eröffnungsrede bei der virtuellen Konferenz unter Leitung von Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hält Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), auch US-Außenminister Antony Blinken und UN-Generalsekretär António Guterres nehmen teil. Im Anschluss ist eine Pressekonferenz mit Schulze (14 Uhr) geplant.

18.31 Uhr: RKI sieht jetzt Klarheit: Gipfel der Corona-Welle überschritten

Bei der derzeitigen Corona-Welle liegt der Höhepunkt aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) mittlerweile eindeutig in der Vergangenheit. „Der Gipfel der aktuellen Welle ist jetzt klar überschritten“, schreibt das RKI im Wochenbericht, der sich vor allem auf Daten aus der vergangenen Woche bezieht. In der vergangenen Ausgabe hatte das RKI es noch als nur wahrscheinlich bezeichnet, dass der Gipfel erreicht oder möglicherweise bereits überschritten sei.

Die aktuelle Einschätzung wird unter anderem mit dem Absinken der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz um 19 Prozent im Wochenvergleich begründet. Auch gingen die Zahlen laut Bericht in allen Altersgruppen sowie in fast allen Bundesländern zurück.

17 Uhr: Kroatien hebt Corona-Maßnahmen auf, freie Einreise für EU-Bürger

Das EU- und Urlaubsland Kroatien hebt fast alle Corona-Beschränkungen auf. EU-Bürger können ab kommenden Samstag ohne den bisher vorgeschriebenen Impf-, Genesungs- oder Testnachweis ins Land kommen, teilte Innenminister Davor Bozinovic nun auf einer Pressekonferenz des Corona-Krisenstabs in Zagreb mit. Zuvor wurde EU-Bürgern empfohlen, sich anzumelden. Auch die Maskenpflicht entfällt weitgehend. Mund und Nase müssen künftig nur noch in Gesundheitseinrichtungen sowie in Alten- und Pflegeheimen bedeckt werden.

15.08 Uhr: Handelsverband: Scheitern der Impfpflicht bedauerlich

Der Handelsverband Deutschland hat enttäuscht auf das Scheitern eines Entwurfs im Bundestag für die Einführung einer Corona-Impfpflicht in Deutschland reagiert. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth erklärte am Donnerstag in Berlin: „Es ist sehr bedauerlich, dass im Bundestag keine Einigung für eine Corona-Impfpflicht erzielt werden konnte. Aus Sicht des Handels ist eine hohe Impfquote nach wie vor das vielversprechendste Mittel, um zu verhindern, dass wir im kommenden Herbst wieder vor ähnlichen Herausforderungen und Maßnahmen wie in den vergangenen beiden Jahren stehen.“

Der Handel werde jetzt erst recht weiter mit voller Kraft daran arbeiten, noch mehr Menschen von den Vorteilen einer Impfung zu überzeugen. „Wir ruhen uns nicht auf den im Rahmen der Kampagne bereits verimpften eine Million Impfdosen aus und werden weiterhin vor allem in Einkaufszentren Impfaktionen anbieten. Jetzt liegt es in der Verantwortung jedes einzelnen, seinen Beitrag zu einer dauerhaften Normalisierung des täglichen Lebens zu leisten und sich impfen zu lassen.“

13.11 Uhr: Bundestag lehnt auch Unions-Antrag zur Corona-Impfpflicht ab

Der Bundestag hat auch die Vorlage der Unionsfraktion zur Corona-Impfpflicht mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Für den Antrag, Vorbereitungen für eine mögliche spätere Impfpflicht zu treffen, stimmten 172 Abgeordnete, dagegen waren 497 Parlamentarier bei neun Enthaltungen.

13 Uhr: Lauterbach: Bekämpfung von Corona im Herbst wird nun viel schwerer

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat besorgt auf das Scheitern eines Entwurfs im Bundestag für die Einführung einer Corona-Impfpflicht in Deutschland reagiert. Der SPD-Politiker schrieb auf Twitter: „Es ist eine sehr wichtige Entscheidung, denn jetzt wird die Bekämpfung von Corona im Herbst viel schwerer werden. Es helfen keine politischen Schuldzuweisungen. Wir machen weiter.“

12.45 Uhr: Entwurf für Corona-Impfpflicht im Bundestag gescheitert

Der Entwurf für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland ist im Bundestag gescheitert. Den Vorschlag für eine Pflicht zunächst ab 60 Jahre lehnten 378 Abgeordnete ab, dafür votierten 296 Abgeordnete und neun enthielten sich.

Zuvor hatten die Ampel-Fraktionen im Streit um die Abstimmungsreihenfolge eine Niederlage hinnehmen müssen. Die Union hatte sich mit dem Wunsch durchgesetzt, dass ihr Antrag erst nach dem Gesetzentwurf für die Impfpflicht für alle Menschen ab 60 Jahren aufgerufen wird.

9 Uhr: Die Debatte zur Impfpflicht im Livestream 

8 Uhr: Kommt die Impfpflicht? Heute Entscheidung im Bundestag 

Nach monatelangem Ringen fällt der Bundestag am Donnerstag (9 Uhr) die Entscheidung über die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland. Vor der mit Spannung erwarteten Abstimmung - weitgehend ohne die sonst üblichen Fraktionsvorgaben - zeichneten sich zunächst keine klaren Mehrheitsverhältnisse ab. Als einziger ausgearbeiteter Gesetzentwurf liegt ein Kompromissvorschlag für eine Impfpflicht zunächst für Menschen ab 60 Jahre vor. Darauf hatten sich zwei Gruppen von Abgeordneten aus SPD, FDP und Grünen verständigt. Zwei Anträge wenden sich gegen eine Impfpflicht, die Union fordert in einem Antrag zuerst den Aufbau eines Impfregisters.

Wie stehen die Abgeordneten aus der Region zur Impfpflicht? Das lesen Sie hier. 

7 Uhr: RKI registriert 201.729 Corona-Neuinfektionen, Inzidenz bei 1251,3

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1251,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1322,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1625,1 (Vormonat: 1259,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 201 729 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 274 901 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 328 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 279 Todesfälle. 

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 6. April: 

22 Uhr: Kommt die Impfpflicht? Wie Bundestagsabgeordnete aus der Region abstimmen wollen

Der Bundestag entscheidet morgen über eine mögliche Ausweitung der Corona-Impfpflicht. Bis zuletzt hatten Befürworter einer Impfpflicht im Parlament um Zustimmung geworben und Kompromissangebote gemacht. Statt einer Impfpflicht für alle Erwachsenen steht nun eine Impfpflicht ab 60 Jahren zur Abstimmung. Wie die Abgeordneten aus der Region abstimmen wollen, lesen Sie schon jetzt hier.

19.24 Uhr: Inzidenz sinkt und sinkt: In zwei Wochen von fast 2000 auf 1200

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen geht in Baden-Württemberg nach offiziellen Angaben weiter deutlich zurück. Seit zwei Wochen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der registrierten Ansteckungen je 100.000 Einwohner im Zeitraum von einer Woche. Sie lag nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 1202,1. Das ist ein Minus von 75,7 im Vergleich zum Vortag. Vor zwei Wochen lag die Inzidenz noch bei 1939,3, vor einer Woche bei 1638,8.

Die tatsächliche Inzidenz dürfte wegen einer hohen Dunkelziffer aber deutlich höher sein als der gemeldete Wert. Die Zahl der Menschen, die nachweislich am oder im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, stieg um 62 auf 15 295. Seit vergangenen Sonntag sind in Baden-Württemberg wie in den meisten anderen Bundesländern fast alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben.

17.52 Uhr: EU-Gesundheitsbehörden: Vierte Corona-Impfung zur Zeit nicht nötig

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hält derzeit eine vierte Corona-Impfung für alle Bürger nicht für notwendig. Für eine generelle Empfehlung sei es momentan zu früh, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam gemeinsam mit der EU-Gesundheitsbehörde ECDC mit. Eine vierte Dosis könnte aber für Menschen ab 80 Jahren sinnvoll sein angesichts des höheren Risikos einer schweren Covid-Erkrankung in dieser Altersgruppe.

„Für Erwachsene ab 60 Jahre mit einem normalen Immunsystem gibt es zur Zeit keine schlüssigen Beweise, dass der Impfschutz gegen eine schwere Erkrankung abnimmt und dass eine vierte Dosis einen Mehrwert hat“, erklärten die Behörden. Es gebe aber auch keine Sicherheitsbedenken gegen eine zweite Auffrischungsimpfung.

16.16 Uhr: Ausgang offen: Bundestag stimmt über Impfpflicht ab

Nach monatelangem Ringen stimmt am Donnerstag der Bundestag über eine mögliche Corona-Impfpflicht ab - der Ausgang ist offen. Bis Mittwochnachmittag blieben die Fronten zwischen den Ampel-Abgeordneten, die sofort eine Impfpflicht wollen, und der Union, die sie nur auf Vorrat vorbereiten will, verhärtet. Aus dem Gesundheitsausschuss, der am Nachmittag noch immer zusammensaß, gab es keine Signale einer Einigung. Möglich schien bis zu diesem Zeitpunkt maximal eine Impfpflicht ab 60 Jahren, für die die Ampel eine eigene Mehrheit zustande bringen müsste. Ob das am Donnerstag gelingt, ist offen.

Die Impfpflicht ab 60 war am Dienstag der Kompromiss der beiden verschiedenen Gruppen mit Vertretern aus SPD, Grünen und FDP. Die eine verabschiedete sich damit von der Impfpflicht ab 18 Jahren. Die andere, die zunächst nur eine Pflicht zur Impfberatung für alle Nichtgeimpften wollte, willigte dafür in die sofortige Impfpflicht ein. Ihr gemeinsamer Antrag sieht neben der Pflicht für alle ab 60-Jährigen eine Impfberatung für jüngere, nicht geimpfte Erwachsene vor, mit der Option, für sie im Herbst auch eine Pflicht zu beschließen, sollte die Impfquote dann noch ausreichend sein.

14.31 Uhr: Mehr als 100 Millionen Impfstoff-Dosen an ärmere Länder gespendet

Deutschland hat mittlerweile 104 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an ärmere Länder gespendet. Weitere 33 Millionen Dosen seien darüber hinaus bereits für eine Auslieferung bereitgestellt, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin mit. Im Rahmen des internationalen Programms Covax werden ärmere Länder beliefert, die kein Geld für den Kauf von Impfstoff haben. Deutschland hat den Angaben zufolge bislang Impfstoff an 36 Staaten abgegeben - zuletzt an Tunesien, Kolumbien, Mali und Tschad.

13.16 Uhr: Lauterbach übernimmt persönlich Verantwortung für Wirbel um Corona-Isolation

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat sich zu seiner persönlichen Mitverantwortung für das Hin und Her bei der Neuregelung der Corona-Isolation bekannt. "Das war ein Fehler, für den ich auch persönlich verantwortlich bin", sagte Lauterbach am Mittwoch in Berlin. Von dem zunächst geplanten Verzicht auf die Isolation von Corona-Infizierten sei "das falsche Signal" ausgegangen - nämlich, dass eine Isolation Infizierter nicht mehr nötig sei. "Das wäre völlig falsch und würde die Pandemie verharmlosen", sagte Lauterbach.

Der "Grundgedanke" des ursprünglichen Beschlusses sei gewesen, die Gesundheitsämter durch den Verzicht auf Isolations- und Quarantäne-Anordnungen zu entlasten, sagte der SPD-Politiker. Diese Entlastung solle nun dadurch umgesetzt werden, dass lediglich auf Quarantäne-Anordnungen verzichtet wird - das heißt, Kontaktpersonen von Infizierten würden nun nicht mehr behördlich in Quarantäne geschickt. Infizierte sollen aber weiterhin eine Anordnung des Amts zur Selbstisolation bekommen.

11.02 Uhr: Unionsfraktion lehnt „verkorksten“ Vorschlag für Impfpflicht laut Merz ab 60 ab

Der von Abgeordneten der Ampel-Koalition ausgehandelte neue Vorschlag zur Corona-Impfpflicht stößt bei der Union auf Ablehnung. Es handele sich um „verkorkste Kompromisse, die die Koalition machen muss, weil sie sich untereinander nicht einig ist“, sagte Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) am Mittwoch im Deutschlandfunk. Den von seiner Fraktion vorgelegten Antrag „halten wir nach wie vor für den richtigen“, betonte er.

Der Bundestag stimmt am Donnerstagvormittag über verschiedene Anträge zur Impfpflicht ab. Zuletzt schien es wahrscheinlich, dass keine der insgesamt fünf Vorlagen eine Mehrheit bekommen. Am Dienstagabend erklärten dann Befürworter von zwei der fünf Anträge, sie hätten einen Kompromiss ausgehandelt. Er sieht ab Oktober eine Impfnachweispflicht für alle Menschen ab 60 Jahren vor.

9.30 Uhr: Merz wirft Lauterbach „kurzatmige“ Politik vor

Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wegen dessen Zurückrudern bei der geplanten Aufhebung der Corona-Isolationspflicht kritisiert. Bis Dienstagabend sei man davon ausgegangen, dass die Pflicht aufgehoben werde, sagte Merz am Mittwoch im Deutschlandfunk. „Das hat der Bundesgesundheitsminister gestern Nacht in einer Talkshow zurückgenommen.“ Daran sei zu sehen, wie „kurzatmig“ regiert werde. Beschlüsse hätten nicht einmal 48 Stunden Geltung.

Auch den Vorschlag für eine Impfpflicht ab 60 Jahren lehnte der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ab. „Diese Art der Politik - rein und raus, vor und zurück, über Talkshows anzukündigen, was man macht und was man zwei Tage später wieder nicht macht - den Weg gehen wir nicht mit“, sagte Merz. „Hier geht es um verkorkste Kompromisse, die die Koalition machen muss, weil sie sich untereinander nicht einig ist.“

7.30 Uhr: Lauterbach rudert bei Isolationsregel zurück: „Habe Fehler gemacht“

 Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die geplante Änderung der Isolationsregel als falsch bezeichnet und einen Fehler eingeräumt. „Die Beendigung der Anordnung der Isolation nach Corona-Infektion durch die Gesundheitsämter zugunsten von Freiwilligkeit wäre falsch und wird nicht kommen. Hier habe ich einen Fehler gemacht“, schrieb der SPD-Politiker am Mittwoch auf Twitter. Die geplante Änderung entlaste zwar die Gesundheitsämter. Aber das Signal sei „falsch und schädlich“.

Weiter schrieb Lauterbach: „Corona ist keine Erkältung. Daher muss es weiter eine Isolation nach Infektion geben. Angeordnet und kontrolliert durch die Gesundheitsämter.“ Mehr dazu wolle er am Mittwoch offiziell machen. Lauterbach betonte: „Der Fehler lag bei mir und hat nichts mit der FDP oder Lockerung zu tun.“

7 Uhr: Inzidenz sinkt weiter 

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 1322,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1394,0 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1663,0 (Vormonat: 1231,1).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 214 985 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 268 477 Ansteckungen.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 340 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 348 Todesfälle.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 5. April: 

22.01 Uhr: US-Regierung will Millionen Corona-Impfdosen für Kinder spenden

Die US-Regierung will ärmeren Ländern Millionen Dosen Corona-Impfstoff für Kinder und Jugendliche spenden. Dafür werde mit dem Hersteller Pfizer zusammengearbeitet, sagte der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients, am Dienstag. Es gehe dabei um mehrere „zehn Millionen“ Impfdosen, sagte er - ohne dabei eine genaue Zahl oder einen Zeitplan zu nennen.

„Dank dieser historischen Handlung können Kinder in den bedürftigsten Ländern bald Zugang zu sicheren, effektiven Impfungen haben“, sagte Zients. „Und Eltern können die Gewissheit haben, dass ihre Kinder geschützt sind“, sagte er weiter. Das Virus kenne keine Grenzen, weswegen es wichtig sei, die globale Impfkampagne voranzutreiben. Der Coronavirus-Impfstoff von Pfizer und Biontech ist in den USA als bislang einziges Präparat für Kinder ab fünf Jahren zugelassen.

19.31 Uhr: Neuer Kompromissvorschlag für Corona-Impfpflicht ab 60 Jahre

In das Ringen um die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht in Deutschland kommt Bewegung. Kurz vor der Abstimmung im Bundestag an diesem Donnerstag verständigten sich die beiden Abgeordnetengruppen, die jeweils eigene Entwürfe dafür eingebracht haben, auf einen gemeinsamen Vorschlag für eine Pflicht zunächst für Menschen ab 60 Jahren. Damit könnten die Chancen auf einen mehrheitsfähigen Kompromiss steigen. Die beiden Gruppen, denen Abgeordnete von SPD, Grünen und FDP angehören, riefen die Union am Dienstag zur Unterstützung auf.

18.18 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Ansteckungen geht weiter stark zurück

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen geht im Südwesten weiter zurück. Auch nach knapp zwei Wochen sinkt die Zahl der registrierten Ansteckungen je 100.000 Einwohner im Zeitraum von einer Woche stetig. Sie lag nach Angaben des Gesundheitsamtes (LGA) bei 1277,8 - das sind 85,6 weniger als am Vortag und 418 Infektionen weniger als vor einer Woche. Vor zwei Wochen war noch ein Wert von 1926,2 gemeldet worden. Die tatsächliche Inzidenz dürfte wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer aber stets deutlich höher sein als der gemeldete Wert.

17 Uhr: Gesundheitsminister Lucha erwartet einen ruhigen Corona-Sommer

Dem kommenden Sommer schaut Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha mit Blick auf das Coronavirus vergleichsweise gelassen entgegen. Es sei „über die Sommersaison“ keine andere Herausforderung als die Omikron-Variante zu erwarten - und gegen diese Virusvariante seien die Menschen in Deutschland durch Impfung und überstandene Infektion zu mehr als 90 Prozent immun, sagte Lucha in Stuttgart.

Es müssten immer weniger Menschen auf den Intensivstationen beatmet werden, sagte Lucha. Außerdem lägen sie meistens nicht mehr wegen Covid-19, sondern nur mit dem Coronavirus als Nebendiagnose im Krankenhaus.

15.13 Uhr: Lauterbach verteidigt Lockerungen bei Isolationspflichten

„Das hat nichts mit der Frage zu tun, öffnen wir mehr oder weniger“, sagte der Bundesgesundheitsminister am Dienstag in Berlin. Es gehe um „eine technische Verbesserung, die den Gesundheitsämtern mehr Möglichkeiten geben wird, die Pandemie zu bewältigen“. Bei den derzeit hohen Fallzahlen kämen Anordnungen sehr oft unvollständig oder zu spät, wenn die Quarantäne schon abgelaufen sei.

Ziel sei, die Arbeit der Ämter auf die Bereiche zu konzentrieren, auf die es jetzt ankomme, erläuterte Lauterbach. So sollten die Kräfte gebündelt werden, um zumindest die besonders wichtige Isolation von infizierten Beschäftigten im Gesundheitswesen sicherzustellen. Dies schütze besonders verletzliche Gruppen. 
Dazu komme, dass wegen der Routine mit Quarantäne-Benachrichtigungen viele Ämter vorbeugende Aufgaben der Pandemiebekämpfung nicht mehr wahrnehmen könnten - etwa die Identifikation großer Corona-Ausbrüche oder von Infektionsketten. Dies zu beheben, sei der Grund für die Änderungen, sagte Lauterbach. 

12.51 Uhr: Kretschmann lehnt Entlassung von Lucha ab

SPD und FDP wollen am Mittwoch im Landtag die Entlassung von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) fordern. Doch schon heute stellte Winfried Kretschmann in der Regierungspressekonferenz klar, dass er nicht die Absicht hat, sich von Lucha zu trennen: „Das habe ich schon mal gar nicht vor. Ich sehe überhaupt keinen Grund, ihn zu entlassen. Ich werde dem Antrag nicht nachkommen, noch nicht einmal im Anflug“, sagte Kretschmann in Stuttgart. Baden-Württemberg sei nicht schlechter durch die Pandemie gekommen als andere Bundesländer auch. „Entlassen jetzt alle anderen Bundesländer auch ihren Gesundheitsminister?“ fragte Kretschmann.

„Solange der Ministerpräsident sagt: 'Schaff weiter', schaff ich weiter. “
Manne Lucha

Er räumte ein, dass es kommunikative Fehler Luchas gegeben habe, zuletzt mit der nicht abgestimmten Unterstützung eines Schreibens der Gesundheitsämter an den Bundesgesundheitsminister. „Das war ein missverständlicher Brief zum falschen Zeitpunkt, da ist Verwirrung daraus entstanden“, sagte Kretschmann. „Aber das waren kommunikative Pannen. Daraus ist noch gar nichts gefolgt“, so Kretschmann. Weder habe Lucha seine Aufgaben nicht erfüllt noch habe er Schaden angerichtet.

12.36 Uhr: FDP und SPD wollen Luchas Entlassung beantragen

Pleiten, Pech und Pannen? Immer wieder stand Gesundheitsminister Lucha (Grüne) in den vergangenen zwei Jahren in der Kritik wegen seines Corona-Managements. Nun reicht's, finden SPD und FDP. Sie wollen Kretschmann im Landtag dazu drängen, seinen Minister zu enlassen. Die beiden Fraktionen wollen am Dienstag einen entsprechenden Antrag beschließen. Der Landtag soll demnach Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) auffordern, seinen Gesundheitsminister wegen „eklatanter Fehlleistungen“ in der Pandemie-Politik zu entlassen. 

11.40 Uhr: Labore: Zahl der Corona-Tests in der Vorwoche rückläufig

Die Zahl der PCR-Tests auf Sars-CoV-2 ist nach Angaben eines Laborverbands in der vergangenen Woche deutlich zurückgegangen. Rund 1,86 Millionen solcher Untersuchungen seien durchgeführt worden, rund 350 000 weniger als in der Woche zuvor, teilte der Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Seit 7. März war die Marke von zwei Millionen wöchentlichen Tests stets klar überschritten worden. Das Infektionsgeschehen bewege sich aber weiter auf hohem Niveau, schreibt der Verband. Die Rate positiver Tests bleibe mit rund 53 Prozent hoch. Dies deute unverändert darauf hin, dass eine bedeutende Zahl von Infizierten nicht getestet werde und daher auch nicht in die Corona-Statistiken eingehe. 

10.50 Uhr: Union hält an ihrem Antrag für Impfpflicht ab 18 Jahren fest

Nach dem vorläufigen Aus für eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren will die Union weiterhin an ihrem eigenen Entwurf für einen abgestuften Impfmechanismus festhalten. Der Kompromissvorschlag für eine Impfpflicht ab 50 Jahren sei ein „einseitiger Vorstoß der SPD“ und nicht abgesprochen, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Tino Sorge am Dienstag. „Deshalb werben wir nochmal für unseren Vorschlag.“ Der Bundestag soll am Donnerstag ohne den üblichen Fraktionszwang über die mögliche Einführung einer Impfpflicht abstimmen.

 8.56 Uhr: Stiko-Chef Mertens begrüßt Aus für Impfpflicht ab 18

Der Ulmer Virologe und Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat das vorläufige Aus für eine allgemeine Impfpflicht begrüßt. „Für eine allgemeine Impflicht ab 18 Jahre wäre der Schutz vor weiterer Ausbreitung des Virus das wichtigste Argument. Da man dies aber derzeit mit einer Impfung nicht erreichen kann, fehlt aus meiner Sicht das Hauptargument für diese Impfpflicht. Deswegen halte ich es für konsequent, dass man das aufgibt“, sagte Mertens der „Schwäbischen Zeitung“. Mertens befürwortete die Pläne für eine Impflicht für ältere Menschen. „Aus meiner Sicht ist es vernünftiger, die Impfpflicht auf die vulnerablen Gruppen zu begrenzen.“

7.22 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 1400

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist unter 1400 gesunken. Wie das Robert Koch-Institut am Dienstagmorgen mitteilte, liegt der Wert nun bei 1394,0. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die absolute Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Dienstag bei 180.397. Binnen 24 Stunden wurden laut RKI 316 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Toten in Deutschland stieg damit auf 130.368.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 4. April: 

22.30 Uhr: Ein Piks gegen Grippe und Corona: Moderna plant den Allzweck-Impfstoff

Das US-Pharmaunternehmen Moderna arbeitet an einem Kombi-Vakzin, das gegen Covid und Grippe gleichzeitig wirkt. Auch die Deltakron-Variante des Coronavirus nimmt Moderna ins Visier. Lesen Sie mehr dazu hier. 

20 Uhr: Impfpflichtbefürworter kämpfen um Mehrheit im Bundestag

Mit einem Kompromissvorschlag versuchen Befürworter einer allgemeinen Corona-Impfpflicht wenige Tage vor der Bundestagsabstimmung ein Scheitern des Vorhabens noch abzuwenden. Am Montag legte die Abgeordnetengruppe, die sich bisher für eine Impfpflicht ab 18 ausgesprochen hatte - darunter Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach - einen entschärften Vorschlag vor. Sie plädiert nur noch für eine Impfpflicht ab 50, die je nach Pandemielage durch späteren Bundestagsbeschluss auch auf jüngere Bürger ausgedehnt werden könnte.

17.51 Uhr: Isolation bei Corona-Infektion ab 1. Mai nur noch auf freiwilliger Basis

Corona-Infizierte müssen sich ab dem 1. Mai nicht mehr verpflichtend in Isolation begeben. Die neuen Quarantäne- und Isolationsregeln sollten ab diesem Termin auf "Freiwilligkeit" beruhen, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag in Berlin nach Beratungen mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern. Ausgenommen seien Beschäftigte im medizinischen Bereich - für alle anderen gelte dann nur noch "die dringende Empfehlung", sich im Fall einer Infektion in Isolation zu begeben und nach Ablauf von fünf Tagen freizutesten.

17.28 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten geht weiter zurück

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist im Südwesten im Mehrtages-Vergleich weiter zurückgegangen. Wie das Landesgesundheitsamt heute in Stuttgart berichtete, wurden innerhalb einer Woche 1.363,4 Ansteckungen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner nachgewiesen.

Am Freitag hatte die Inzidenz noch bei 1.523,6 gelegen. Am Wochenende und an ein Feiertagen werden von der Behörde keine Tagesberichte mehr veröffentlicht. Vor einer Woche betrug die Inzidenz noch 1.746,2. Die tatsächliche Inzidenz dürfte jedoch wegen einer nach wie vor hohen Dunkelziffer deutlich höher sein.

16.10 Uhr Ethikrat sieht Fehler bei Pandemiebewältigung in Deutschland

Der Deutsche Ethikrat hat Fehler und Missstände bei der Bewältigung der Corona-Pandemie in Deutschland benannt. So seien zahlreiche Institutionen wie Gesundheitsämter und Schulen nur unzureichend auf die Krise vorbereitet gewesen und insbesondere vulnerable Gruppen wie Pflegebedürftige zum Teil nicht gut geschützt worden, hieß es in einer am Montag in Berlin veröffentlichten Stellungnahme des Expertengremiums.

Aber auch alle anderen Menschen blieben „verletzlich“ und seien beispielsweise von negativen Folgen der Pandemiemaßnahmen betroffen, mahnten die Fachleute. So litten junge Menschen besonders unter Einschränkungen ihrer Ausbildung und ihres Soziallebens. Je länger die Pandemie dauerte und je länger etwa Schulen von Lockdowns betroffen waren, „desto stärker vulnerabel wurde die junge Generation“, sagte die Ethikratsvorsitzende Alena Buyx und verwies auf die psychischen Belastungen.

14.33 Uhr: Verband befürchtet Anfeindungen nach Aus für Maskenpflicht an Schulen

Nach dem Wegfall der Maskenpflicht in den Schulen befürchtet der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg Streit und Anfeindungen unter den Lehrern und Eltern. „Es gibt innerhalb der Lehrerschaft und der Eltern sehr unterschiedliche Meinungen“, sagte der Pressesprecher des VBE Baden-Württemberg, Michael Gomolzig. Er mache sich auch Sorgen, dass Freundschaften daran zerbrechen könnten.

13:55 Uhr: Lauterbach wirbt für Kompromissvorschlag zur Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für den Kompromissvorschlag für eine allgemeine Corona-Impfpflicht geworben. Es nehme das Wichtigste aller Anträge zur Impfpflicht auf, sagte der SPD-Politiker am Montag. „Jeder, der die Impfpflicht will, kann sich hier wiederfinden. Wer aber dagegen stimmt, riskiert erneut Lockdowns und Leid im Herbst.“

Im Ringen um eine Mehrheit im Parlament hat die Abgeordnetengruppe, die eine Impfpflicht ab 18 Jahren anstrebt, ihre Pläne aufgeweicht. Sie schlägt nun eine Impfpflicht ab 50 Jahren zum 1. Oktober vor - der Bundestag soll demnach aber Anfang September darüber entscheiden, ob sie noch auf alle Erwachsenen ausgeweitet wird.

11.54 Uhr: Verkehrsminister Hermann positiv auf Corona getestet

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hat sich nach Angaben seines Sprechers mit dem Coronavirus infiziert. Der 69-Jährige sei zwar geimpft und geboostert, er habe aber dennoch am Wochenende ein positives Testergebnis erhalten und sei zu Hause in Quarantäne, hieß es am Montag.

11.19 Uhr: Vorstoß im Bundestag für Impfpflicht ab 18 Jahren vorerst gescheitert

In Deutschland wird es vorerst keine Pflicht zur Corona-Impfung für alle Erwachsenen geben. Die parlamentarischen Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren legten das Vorhaben am Montag mangels Erfolgsaussichten auf Eis, wie die Initiatoren des Bundestags-Antrags bekannt gaben. Eine Impfpflicht solle es stattdessen nun für Menschen ab 50 Jahren geben; alle Bürgerinnen und Bürger zwischen 18 und 49 Jahren sollten sich aber einer verpflichtenden Impfberatung unterziehen.

11.06 Uhr: Maskenpflicht fällt auch im Kanzleramt

Mit dem Wegfall der Maskenpflicht in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens werden auch in den Gebäuden der Bundesregierung die Vorschriften gelockert, aber nicht überall gleich. Wie das Bundespresseamt am Montag mitteilte, sind Masken im Bundeskanzleramt nicht mehr vorgeschrieben. Das Tragen werde aber „dringend empfohlen“, insbesondere, wenn Abstand nicht möglich ist.

Die Ministerien halten es unterschiedlich. Einige wie das Bundesinnenministerium oder das Bundesentwicklungsministerium halten an 3G-Regeln mit Nachweispflichten von negativem Test, Impfung oder Genesenenstatus fest, andere wie das Bundesfamilienministerium verlangen diese Nachweise nicht mehr. Die Pflicht zum Tragen von mindestens OP-Masken wird in den Ministerien aber größtenteils aufrecht erhalten.

7.20 Uhr: Bundesweite Inzidenz sinkt weiter

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut  gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 1424,6 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1457,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1700,6 (Vormonat: 1196,4).

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig. Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

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