So viele bestätigte Fälle gibt es in der Region

Kreis Konstanz: 247 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Kreis Waldshut: 138 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Schwarzwald-Baar-Kreis: 254 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Bodenseekreis: 225 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Kreis Sigmaringen: 458 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Kreis Tuttlingen: 212 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Kreis Ravensburg: 390 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Kreis Lörrach: 317 (Stand Mittwoch, 01.04.)

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald: 566 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Zollernalbkreis: 480 (Stand Donnerstag, 02.04.)

Daraus ergibt sich folgendes Bild:

So viele bestätigte Fälle gibt es in Deutschland

 

Hier finden Sie alle Grafiken zum Thema Coronavirus

21.02 Uhr: Die Lage in Deutschland und international

In Deutschland sind bis Donnerstagnachmittag mehr als 77.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Besonders hohe Zahlen haben Bayern mit mehr als 19.100 nachgewiesenen Fällen und mindestens 277 Toten und Nordrhein-Westfalen mit mehr als 17.600 Fällen und mindestens 202 Toten. Mindestens 950 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

In anderen europäischen Ländern steigen die Todeszahlen deutlich schneller: In Spanien starben Behördenangaben vom Donnerstag zufolge 950 Menschen innerhalb von 24 Stunden. Die Gesamtzahl liege nun bei mehr als 10.000 Toten, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Der französische Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon sagte bereits am Mittwochabend, dass in Frankreich insgesamt mehr als 4000 Patienten der Covid-19-Krankheit erlegen seien. Italien hat mehr als 720 Tote innerhalb eines Tages im Zuge der Corona-Pandemie vermeldet und zählt mittlerweile 13.155 Tote (Stand: Mittwochabend).

Die meisten nachgewiesenen Infektions-Fälle überhaupt gibt es in den USA – mehr als 215.000 waren es am Donnerstagabend.

20.20 Uhr: Fast 16.000 Corona-Infektionen im Südwesten - 281 Tote

In Baden-Württemberg haben sich nachweislich weitere 1391 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steige die Zahl der Infizierten im Südwesten auf mindestens 15.971, teilte das Gesundheitsministerium mit. 281 infizierte Menschen seien im Zusammenhang mit Corona bislang gestorben. 880 Menschen sind bislang von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.

18.48 Uhr: Auch Sipplingen sperrt Uferanlagen an Wochenenden und Feiertagen

Nach Überlingen sperrt auch die Bodensee-Ufergemeinde Sipplingen ihre Uferanlagen. Das Betretungsverbot gilt jeweils von Freitag, 14 Uhr bis Montag, 9 Uhr, sowie an den Feiertagen. Das teilt die Gemeinde mit. Das bis 20. April befristete Betretungsverbot werde polizeilich kontrolliert. Vorsätzliche oder fahrlässige Verstöße stellten Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden könnten.
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18.15 Uhr: Betretungsverbot der Überlinger Seepromenade am Wochenende und an Feiertagen

Coronabedingt sind Spaziergänge an der schönsten und längsten Promenade am Bodensee an Ostern und am Wochenende verboten. Die Stadt Überlingen erlässt bis zum 20. April ein Betretungsverbot der Seepromenade für Wochenenden und Feiertage. „Wegen der guten Wetterprognosen rechnet die Stadt mit einem erhöhten Besucheraufkommen von Menschen aus der ganzen Region“, schreibt sie in einem Pressetext.

Vor dem Hintergrund der Corona-Verordnung erlässt die Stadt Überlingen eine Allgemeinverfügung über das Betretungsverbot entlang der Seepromenade. Nach dieser ist das Betreten der Seepromenade in Überlingen an den Wochenenden (freitags ab 14 Uhr bis montags um 9 Uhr) sowie an Feiertagen untersagt.

Mit dieser Maßnahme reagiert die Stadt auf die starke Frequentierung der Seepromenade an den vergangenen Wochenenden. Bei einem verstärkten Besucheraufkommen seien die geforderten und notwendigen Sicherheitsabstände von mindestens 1,5 Metern auf dem begrenzten Raum der Promenade jedoch „bei Weitem nicht einhaltbar“, so eine Einschätzung der Verwaltungsspitze. Das Betretungsverbot werde polizeilich kontrolliert und Verstöße würden zur Anzeige gebracht. Vorsätzliche oder fahrlässige Verstöße stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden können.

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16.58 Uhr: Erster Corona-Todesfall im Kanton Schaffhausen

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen im Landkreis Waldshut liegt Stand 2. April, 16 Uhr, bei 138, wie das Landratsamt mitteilt. Das sind sechs Personen mehr als am Vortag. 

Im Kanton Schaffhausen gibt es aktuell (Stand 2. April 2020, 8 Uhr) 44 bestätige Coronavirus-Fälle. Im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnete der Kanton Schaffhausen am Mittwoch, 1. April, einen ersten Todesfall. Weitere Details gibt der Kanton nicht bekannt.

16.41 Uhr: Landkreis Waldshut kann einige FFP-2-Masken erwerben

Schutzausrüstung ist in den medizinischen und pflegerischen Einrichtungen im Landkreis knapp. Daher hat sich der Landkreis bemüht, aus unterschiedlichen Quellen Material zu beschaffen. Mit Erfolg – die ersten Schutzmasken können jetzt verteilt werden.

Priorität haben laut Landratsamt Einrichtungen, die Covid-19-positive Patienten behandeln, wie das Klinikum Hochrhein und die Lungenfachklinik St.Blasien, sowie die Pflege- und Seniorenheime und die ambulanten Pflegedienste, die besonders gefährdete Personen versorgen.

Die vom Land Baden-Württemberg gelieferte Charge an Schutzausrüstung wurde bereits ausgeliefert. Wie das Landratsamt mitteilt, werden weitere Lieferungen erwartet, die dann so schnell wie möglich verteilt werden sollen.

16.07 Uhr: Einreiseverbot für Erntehelfer wird gelockert

Um drohende Ernteausfälle zu verhindern, sollen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa nach Deutschland einreisen dürfen. Darauf haben sich Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Donnerstag verständigt.

Laut einem Konzeptpapier der beiden Ressorts dürfen die Arbeiter ausschließlich in Gruppen und mit dem Flugzeug einreisen. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise verweigert werden. Die neu eingereisten Helfer müssen demnach in den ersten 14 Tagen nach ihrer Ankunft getrennt von anderen Beschäftigten arbeiten und dürfen den Betrieb nicht verlassen.

Daneben wird angestrebt, für April und Mai jeweils rund 10.000 Menschen aus dem Inland für die Landwirtschaft zu gewinnen - etwa Arbeitslose, Studierende, Asylbewerber oder Kurzarbeiter.

15.30 Uhr: Geruchs- und Geschmacksverlust häufig Symptome

Geruchs- und Geschmacksverlust sind einer neuen Studie zufolge sehr oft Symptome für Covid-19. Wissenschaftler aus Belgien untersuchten für die Studie 417 infizierte Patienten mit leichtem Krankheitsverlauf. Von ihnen berichteten 86 Prozent von einer Beeinträchtigung des Geruchssinns, der Großteil von ihnen roch sogar überhaupt nichts mehr. Über Probleme mit dem Geschmackssinn klagten 88 Prozent.

Der teilweise oder volle Verlust des Geschmackssinns bei Patienten ohne HNO-Vorerkrankungen müsse als "spezifisches Merkmal" für eine Corona-Infektion angesehen werden, schreiben die Studienkoordinatoren Jérôme Lechien und Sven Saussez. Als Vorsichtsmaßnahme sollten solche Patienten "als potenziell mit Covid-19 infiziert und deshalb für mindestens sieben Tage isoliert werden". Dies gelte auch für den Fall, dass diese kein anderes charakteristisches Symptom aufwiesen.

Auffallend bei der Untersuchung: Frauen waren deutlich öfter von Problemen mit dem Geruchssinn betroffen als Männer. Insgesamt hatten 44 Prozent der Patienten nach zwei Wochen ihren vollen Geruchssinn wieder. Es könne allerdings auch bis zu ein Jahr dauern, sagten die Forscher der Universität Mons voraus.

14.21 Uhr: Appell von Landrätin: Auf Risikosportarten im Schwarzwald verzichten

Behörden im Schwarzwald rufen wegen der Corona-Krise trotz des frühlingshaften Wetters zur Zurückhaltung bei Freizeitaktivitäten auf. Die Region sei ein beliebter Ort für Ausflüge und andere Unternehmungen im Freien, sagte die Landrätin des Kreises Breisgau-Hochschwarzwald, Dorothea Störr-Ritter. Nächste Woche, mit Beginn der Osterferien, werde mit einer entsprechenden Zunahme gerechnet. Dieses Jahr sei erhöhte Vorsicht geboten. Aktivitäten, die mit einem hohen Unfallrisiko verbunden sind, sollten vermieden werden.

Rettungsdienste und Krankenhäuser seien durch das Coronavirus ausgelastet, sagte die Politikerin. Sie müssten sich darauf konzentrieren können. Das Risiko von Freizeitunfällen sollte daher vermieden werden. Dies gelte für Risikosportarten ebenso wie beispielsweise für Motorradfahrer. Jeder könne helfen, Rettungsdienste und das Gesundheitswesen zu entlasten.

12.21 Uhr: EU-Kommission will Beschäftigte in Krise mit 100 Milliarden Euro unterstützen

Die EU-Kommission will Arbeitnehmer und Selbstständige in der Corona-Krise mit bis zu 100 Milliarden Euro unterstützen. Ihre Behörde schlage ein "neues Solidaritätsinstrument" vor, "um Menschen im Job und Unternehmen am Laufen zu halten", erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Die dafür nötigen Kredite sollten sich aus "Garantien" der Mitgliedstaaten speisen.

12.01 Uhr: Tuttlingen fordert die Bürger auf, Stoffmasken zu tragen

Die Stadt Tuttlingen appelliert an die Bürger, wenn möglich eine Stoffmaske zu tragen. „Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz garantiert: Jeden Weg, das Übertragungsrisiko zu mindern, sollten wir nutzen“, sagt Oberbürgermeister Michael Beck.

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11.11 Uhr: Caritas ruft Familien-Stress-Telefon ins Leben

Familien durch Corona-Zeit helfen: Die Psychologischen Beratungsstellen der Caritas im Bodenseekreis haben ein Familien-Stress-Telefon ins Leben gerufen. Dort können Eltern und Jugendliche unverbindlich anrufen, wenn sie Probleme haben. Das Familien-Stress-Telefon ist erreichbar unter 07551/830333.

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10.15 Uhr: Spahn gegen zu frühe Aufhebung der Corona-Maßnahmen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem zu frühen Ausstieg aus den Beschränkungen in der Corona-Krise gewarnt. Zu sehen sei zwar ein Abflachen bei den Steigerungsraten, dies sei aber noch kein abschließender Trend, sagte der CDU-Politiker in einem Podcast. Dabei könnte es sich auch um statistische Effekte, Meldeeffekte handeln. Die stark einschränkenden Maßnahmen wie Schul- oder Geschäftsschließungen lägen noch nicht allzu lange zurück, betonte Spahn. Sie könnten sich teils in den Statistiken noch nicht bemerkbar machen. „Sagen wir die Richtung stimmt, ob sie dauerhaft anhält, das werden wir die nächsten Tage sehen.“

9.20 Uhr: An deutschen Flughäfen fliegt fast niemand mehr

An den größeren deutschen Flughäfen gibt es wegen der Corona-Krise kaum noch Starts und Landungen. In der letzten März-Woche ist die Zahl der abgefertigten Passagiere auf nur noch knapp 206.000 abgesunken, wie der Flughafenverband berichtete. Das entspricht noch 5 Prozent des Wertes aus dem Vorjahr. Deutlich geringer fiel der Rückgang bei der Fracht aus, deren Volumen in der genannten Woche nur um 20,4 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Zur öffentlichen Daseinsvorsorge würden dennoch alle Flughäfen im Betrieb gehalten, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

8.36 Uhr: Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen mit 73.522 angegeben - das ist ein Plus von 6156 seit dem Vortag. Es gab demnach bisher 872 Todesfälle im ganzen Land. Baden-Württemberg steht aktuell bei 14.662 Corona-Fällen (ein Plus von 1252 zum Vortag) und 241 Toten.

8.15 Uhr: Leere Plätze, keine Touristen, verwaiste Geschäfte: Foto-Eindrücke aus Konstanz

Nein, es ist keine Stadt nach der Apokalypse. Es ist Konstanz in der Corona-Krise. Unser Fotograf hat eine Stadt im Stillstand festgehalten. Herausgekommen ist eine unheimliche, rührende, aber auch humorvolle Foto-Serie.

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7.40 Uhr: Parteien verschieben Kandidaten-Aufstellungen für die Landtagswahl

Die Parteien müssen wegen der Corona-Krise die Aufstellung von Kandidaten zur Landtagswahl 2021 verschieben. Denn öffentliche Versammlungen sind nicht erlaubt, weil die Ausbreitung des Virus verlangsamt werden soll. Die baden-württembergische CDU hat nach den Worten von Generalsekretär Manuel Hagel bereits einen Teil der Kandidaten nominiert. Für die noch anstehenden Veranstaltungen gelte, dass sie nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben seien. Ähnlich äußerten sich Sprecher von Grünen und von SPD.

7.07 Uhr: Kliniken sollen keine Patienten mehr aus dem Ausland aufnehmen

Kliniken in Baden-Württemberg sollen vorerst keine weiteren Patienten aus dem Ausland aufnehmen. In einem Schreiben aus dem Sozialministerium an die Kliniken heißt es: „Aufgrund der dynamischen Lageentwicklung in Baden-Württemberg bitten wir Sie, derzeit von weiteren Aufnahmen aus dem Ausland abzusehen".

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 1. April:

21 Uhr: WHO prüft nun Wirksamkeit von Mundschutz

Die Weltgesundheitsorganisation prüft, ob das Tragen von Mundschutz in der allgemeinen Öffentlichkeit die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen kann. Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. „Die WHO trägt alle verfügbaren Informationen zusammen und wägt ab, ob das umfassendere Tragen von Mundschutz Ansteckungen eindämmen kann“, sagte Tedros.

Österreich hatte nach anderen Ländern am Mittwoch das Tragen von Mundschutz beim Einkaufen verpflichtend gemacht. In Deutschland wurde auch darüber diskutiert, aber Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte am Dienstag, er sehe keine Notwendigkeit für eine Verpflichtung zum Maskentragen.

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Bislang war die Haltung der WHO, dass Mundschutz nur für Kranke und Menschen, die Kranke pflegten, sinnvoll sei. Die WHO warnte sogar, dass das Tragen von Masken die Menschen in falscher Sicherheit wiegen und verleiten könne, andere Vorsichtsmaßnahmen wie das gründliche Händewaschen zu vernachlässigen. Tedros betonte, dass diese Maßnahmen unabhängig von Mundschutz unbedingt eingehalten werden müssen.

20 Uhr: 14.580 Corona-Infektionen im Südwesten - 239 Tote

Im Südwesten haben sich nachweislich weitere 1267 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steige die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 14.580, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit (Stand: 16.00 Uhr). 239 infizierte Menschen seien im Zusammenhang mit Corona bislang im Südwesten gestorben. Ungefähr 764 Menschen sind bislang von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.

18.42 Uhr: Intensivstation im Krankenhaus Sigmaringen schon halb voll

Der Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am SRH-Krankenhaus Sigmaringen, Professor Werner Klingler, erwartet in den kommenden Wochen eine massive Erhöhung der Corona-Patienten. Im Landkreis Sigmaringen sind schon sechs Menschen am Coronavirus gestorben. „Die Welle wird kommen“, ist Professor Klingler überzeugt, dass schwere Wochen vor den Menschen und dem Klinikpersonal stehen, aber man werde die Bewährungsprobe bestehen.

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17.33 Uhr: Kretschmann rät wegen Coronavirus von Besuchen zu Ostern ab

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat dazu aufgerufen, wegen des Coronavirus zu Ostern auf Besuche bei Verwandten und Freunden zu verzichten. „Bleiben sie Ostern möglichst zu Hause“, sagte Kretschmann am Mittwoch in einem im Internet übertragenen Statement. Die Menschen seien aufgerufen, nach wie vor alle Kontakte zu vermeiden, die nicht notwendig seien. Auch Ostergottesdienste dürften nicht besucht werden. Wer auf Gottesdienste nicht verzichten wolle, solle Übertragungen in den Medien nutzen. Es sei schmerzlich, sagen zu müssen, dass man Großeltern in diesem Jahr nicht besuchen solle, räumte Kretschmann ein. Aber ältere Menschen seien durch das Virus besonders gefährdet.

Kretschmann bekräftigte, dass es derzeit keinen Grund zur Entwarnung gebe. Es sei nicht sinnvoll, jetzt über ein Ende der Maßnahmen zu diskutieren. „Die Lage ist unverändert ernst.“ In den nächsten Tagen seien sehr viele Menschen, die schwer erkrankt seien, in den Krankenhäusern zu erwarten.

16.37 Uhr: Kontaktbeschränkungen gelten bis mindestens 19. April

Die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise gelten bis mindestens zum 19. April. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Telefonkonferenz mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Am Dienstag nach Ostern soll dann die Lage neu bewertet werden. Die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes sollen gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Die Menschen in Deutschland sollten generell auf private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - verzichten.

15.39 Uhr: Bund und Länder wollen Kontaktbeschränkungen über Ostern verlängern

Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger „bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren“, heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

15.01 Uhr: Strobl berichtet von Verschiebung beim Verbrechen im Land

Die Kriminalität in Baden-Württemberg verschiebt sich nach Angaben von Innenminister Thomas Strobl in Zeiten der Corona-Pandemie. „Die Trends bei den Straftaten, die wir bislang im öffentlichen Raum feststellen mussten, also etwa Aggressionsdelikte und Sexualstraftaten, gehen in vielen Bereichen nach unten. Auch der Wohnungseinbruchsdiebstahl geht weiter zurück“, teilte der CDU-Politiker am Mittwoch mit. Auch die grenzüberschreitende Kriminalität gehe zurück. Dafür komme es vermehrt zu häuslicher Gewalt in den eigenen vier Wänden. „Wir haben Hinweise, dass bei verschiedenen Frauenberatungsstellen im Land eine höhere Anfrage- und Beratungsdichte als bislang wahrgenommen wird.“ Auch Trickbetrüger nutzten die Notlage aus.

13.45 Uhr: Zoos im Südwesten befürchten Verluste in Millionenhöhe

Die Corona-Krise trifft die Zoos und Tierparks in Baden-Württemberg mit voller Wucht. Von heute auf morgen fehlen die Besucher an den Gehegen, vor den Volieren und in den Cafés - die Ausgaben sind hingegen geblieben. Die starken Auflagen durch die Corona-Krise bringen nicht nur die privaten Zoos, sondern auch die größeren Einrichtungen in Heidelberg oder Stuttgart ins Wanken. Es drohen Millionenverluste, in einigen Parks herrscht Existenzangst. Denn für die meisten sind die Einnahmen durch Eintrittsgelder ein dicker Batzen des Etats.

Das Problem: Tiere lassen sich nicht in Kurzarbeit oder in den Urlaub schicken. Bei ihnen lässt sich auch kaum sparen - sie müssen weiter gefüttert, die Tiergehege weiter beheizt und die technischen Anlagen weiter gewartet werden. „Die Kosten lassen sich kaum reduzieren, weil die Tiere und Pflanzen weiterhin täglich gehegt und gepflegt werden müssen, um zu überleben“, sagt der Sprecher des Zoologisch-Botanischen Gartens in Stuttgart, der Wilhelma, Harald Knitter.

Allein im Zeitraum vom 17. März bis Ende der Osterferien hätten im vergangenen Jahr 270.000 Menschen die Wilhelma besucht, nun seien bereits Ausfälle in Millionenhöhe entstanden. Setze sich die Zwangsschließung bis Mitte Juni fort, würden sich diese Verluste schätzungsweise verdoppeln. „Natürlich macht uns das als autark wirtschaftender Eigenbetrieb der Stadt auch Sorgen, denn wir verantworten einen eigenen Etat“, sagt Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. „Wir prüfen derzeit bei jeder Ausgabe, ob wir auf sie verzichten oder ob wir sie schieben können.“ Er mache sich auch wenig Hoffnung, dass die Wilhelma und andere Zoos nach dem Ende der Osterferien wieder öffnen könnten.

11.55 Uhr: Kliniken im Landkreis Lörrach bitten um Unterstützung

Die Zahl der Corona-Patienten steigt auch bei den Kliniken des Landkreises Lörrach. Sie bekommen viele Hilfsangebote, die angesichts der angespannten Situation auch immer dringender gebraucht werden. Was wirklich benötigt wird und woran es fehlt? Hier finden Sie eine Übersicht.

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11.08 Uhr: Wie profitieren die Schweizer Supermärkte von der Corona-Krise?

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10.25 Uhr: Eltern können Notfall-Kinderzuschlag online beantragen

In der Corona-Krise haben viele Eltern mit Einkommenseinbußen zu kämpfen. Betroffene können in solchen Fällen einen Notfall-Kinderzuschlag erhalten. Der Antrag dazu lässt sich auch online stellen. Unter www.kinderzuschlag.de finden Eltern alle Informationen, die sie für einen Antrag brauchen. Schritt für Schritt werden sie durch das Formular geführt, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt.

9.50 Uhr: Restaurantbesitzer gehören zu den größten Verlierern der Krise

Die Corona-Krise ist besonders für kleine Unternehmen existenzbedrohend. Zu den größten Verlierern zählen die Restaurantbesitzer. Ihre Misere setzte schon vor der endgültigen Schließung durch die Corona-Verordnung ein. Diese Grafiken zeigen, wie hart es sie nun trifft.

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7.04 Uhr: 13.313 Corona-Infektionen bei uns im Südwesten

Im Südwesten haben sich nachweislich weitere 1056 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steige die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 13.313, teilte das Gesundheitsministerium mit. 196 infizierte Menschen seien im Zusammenhang mit Corona bislang im Südwesten gestorben. Ungefähr 627 Menschen sind bislang von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, den 31. März: 

Stadt Blumberg verhängt Ausgangssperre in Riedböhringen

Die Stadt Blumberg hat in enger Abstimmung mit dem Schwarzwald-Baar-Kreis und dem Gesundheitsamt eine Ausgangssperre für den Stadtteil Riedböhringen im Kampf gegen das Coronavirus verhängt. Das teilte Bürgermeister Markus Keller am Spätnachmittag mit. Hintergrund dafür ist die extrem hohe Zahl an Infizierten in dem Kardinal-Bea-Dorf. Von den 29 am Coronavirus erkrankten Personen in Blumberg haben 22 ihren Wohnsitz in Riedböhringen. Um die Auflagen durchzusetzen, werde die Polizei die Ausgangssperre kontrollieren. Die Stadt Blumberg weist in ihrer Pressemitteilung ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei der Ausgangssperre um keinen Aprilscherz handelt. Bei Verstößen sei mit Geld- oder Haftstrafen zu rechnen.

In der Allgemeinverfügung wird genau aufgelistet, was in Riedböhringen noch erlaubt ist

- Hin- und Rückweg zur Arbeitsstätte mit Bescheinigung des Arbeitgebers
- Einkäufe
- Arzt- und Apothekenbesuche, Tanken, Bargeldabheben, Lieferverkehr
- Hilfeleistungen für Bedürftige sowie die dringende Versorgung von Haustieren.

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Bayreuther Festspiele für 2020 abgesagt

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele am Dienstagabend mit.

17.40 Uhr: Land hat bisher rund 14 Millionen Euro ausgezahlt

Beim Land sind mehr als 166.000 Anträge auf Soforthilfe für die Corona-Krise eingegangen (Stand: Dienstagmittag). Gut 1500 Anträge in Höhe von rund 14 Millionen Euro seien bereits ausgezahlt worden, hieß es bei der staatlichen Förderbank L-Bank. Mehr als 80 Prozent fielen in den Bereich der Industrie- und Handelskammern, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Die weiteren 20 Prozent seien den Handwerkskammern zuzuordnen. Die Kammern prüfen die Anträge und leiten sie bei Aussicht auf Erfolg an die L-Bank weiter. Dort seien bis zum Dienstag mehr als 50 000 Eingänge verzeichnet worden.

Die bisherige Soforthilfe richtet sich nach der Zahl der Beschäftigten eines Unternehmens und beträgt für drei Monate insgesamt bis zu 9000 Euro für Solo-Selbstständige sowie Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. Darüber hinaus gibt es Hilfen von bis zu 15.000 Euro für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und bis zu 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

17.11 Uhr: Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner fordert geordnete Zuteilung von Beatmungsgeräten an die Landkreise

Der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner (CDU) hat sich wegen der Anschaffung von Beatmungsgeräten an Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) gewandt. Durch die derzeit große Nachfrage nach Beatmungsgeräten kommt es zunehmend zu Verzögerungen in der Beschaffung der Geräte.

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15.40 Uhr: Fälle in Niedereschacher Pflegehaus

Zwei Bewohner in einem Niedereschacher Pflegehaus sind positiv auf Corona getestet worden. Die Betroffenen wurden daher nun isoliert, das Gesundheitsamt ist eingeschaltet. Das Heim benötigt zudem dringend Masken und Schutzbrillen.

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15.20 Uhr: Das harte Leben der Lkw-Fahrer in der aktuellen Krise

Lkw-Fahrer sind die Lieferhelden in der Coronakrise. Doch an der Grenze zur Schweiz müssen sie teils 48 Stunden warten – bei Minusgraden und ohne Duschen. An den Grenzübergängen stauen sich also nicht nur Lastwagen, sondern auch der Frust. An einigen Rastplätzen sind die sanitären Zustände unwürdig, berichten Fahrer.

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14.30 Uhr: Fußball-Bundesliga pausiert bis zum 30. April

Der Spielbetrieb in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga bleibt wegen der Corona-Pandemie bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga stimmte am Dienstag einem entsprechenden Antrag des DFL-Präsidiums zu. Das bislang letzte Bundesliga-Spiel fand am 11. März statt - das ursprünglich geplante Saisonende am 16. Mai ist längst nicht mehr zu halten. Ob der Spielbetrieb im Mai fortgesetzt werden kann, ist allerdings völlig offen.

13.44 Uhr: Scholz kündigt Produktion von Corona-Schutzmasken in Deutschland an

Der Bund will Unternehmen in Deutschland, die wegen der Corona-Krise kurzfristig in die Produktion von Schutzmasken einsteigen, vor finanziellen Risiken schützen. „Wir brauchen hierzulande eigene Produktionen, die wir jedenfalls für diese Zeit auf den Weg bringen müssen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Dienstag in München. Es gebe bereits eine ganze Reihe von Herstellern, die zur Maskenproduktion bereit seien. „Das kann jetzt ganz schnell geschehen, und wir sind dabei, das mit großem Nachdruck umzusetzen.“

Im Gegenzug gebe der Bund „Finanzzusagen, die erforderlich sind, damit Unternehmen jetzt gewissermaßen in das Risiko gehen, ihre Produktion umstellen und Dinge herstellen, die sie vielleicht nicht ewig herstellen werden“, erklärte Scholz. Er habe dies bereits mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) besprochen. Darüber hinaus kooperiere die Bundesregierung beim Einkauf von Schutzausrüstungen inzwischen auch mit weltweit agierenden Unternehmen, damit die Beschaffungs verbessert werde.

12.30 Uhr: Kretschmann hält Exit-Debatte für unseriös

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat vor einer voreiligen Debatte über eine Exit-Strategie aus den strengen Ausgangsbeschränkungen gewarnt. „Die Lage ist unverändert ernst“, mahnte der Grünen-Politiker am Dienstag bei einer virtuellen Pressekonferenz. Er könne nachvollziehen, wenn sich viele Menschen eine schnelle Rückkehr zum normalen Leben wünschten. Aber jetzt sei nicht der Zeitpunkt für eine Debatte über eine Lockerung der Maßnahmen. Das sei unseriös. „Wir sind immer noch am Beginn der Krise.“ Spekulationen über eine Lockerung der Regeln zur Kontaktvermeidung verböten sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

12.20 Uhr: Spanien meldet mit 849 Corona-Toten an einem Tag neuen Höchstwert

In Spanien ist mit 849 Todesopfer durch das Coronavirus binnen 24 Stunden ein neuer Höchstwert verzeichnet worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg damit auf 8189, wie die Regierung jetzt mitteilte. Weitere 9222 Menschen infizierten sich neu mit dem Virus. Damit verzeichnet das Land jetzt 94.417 offiziell bestätigte Infektionen.

11.50 Uhr: Abwasserentsorger warnen vor Problemen wegen fehlenden Toilettenpapiers

Einzelne Abwasserentsorger in Deutschland melden Probleme mit verstopften Pumpen und Kanälen, weil Verbraucher mangels Toilettenpapier Feuchttücher, Küchenpapier, Taschentücher „und andere Behelfsmittel“ als Ersatz benutzen. Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall rief die Verbraucher nun daher auf, nur Toilettenpapier über die Toilette zu entsorgen - „und sonst nichts!“ Feuchttücher und andere Papiere verstopften Rohre und Kanäle und verfingen sich in den Abwasserpumpen.

11.08 Uhr: Diese Karte könnte im Kampf gegen das Virus helfen

Wissenschaftler der Universität Konstanz haben eine Karte entwickelt, die zeigt, wie viel Kapazitäten Kliniken haben. Durch ein Ampelsystem können Mediziner in ganz Deutschland sofort erkennen, wo der nächste Beatmungsplatz für einen Covid-19-Patienten zur Verfügung steht. Das ist ein bundesweit einmaliges Projekt.

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10.19 Uhr: Mediziner warnen vor unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen

Der Ärzteverband Hartmannbund hat vor unverhältnismäßigen Maßnahmen bei der Bekämpfung der Coronavirus-Ausbreitung gewarnt. „Wir dürfen bei allem Respekt vor erkennbarem Handlungsbedarf jetzt nicht jedes Maß verlieren“, erklärte Verbandschef Klaus Reinhardt, der auch Präsident der Bundesärztekammer ist. Er warnte davor, „in einen Überbietungswettbewerb an Einschränkungen und Eingriffsmöglichkeiten“ einzusteigen.

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Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen heute mit 61.913 angegeben - ein Plus von 4615 seit dem Vortag. Es gab insgesamt 583 Todesfälle in Deutschland bisher. In Baden-Württemberg gibt es nun 12.334 Infizierte (1391 mehr als am Vortag) und 165 Tote.

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Eine Feuerwehreinsatztruppe in freiwilliger Quarantäne - das war Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Anruf wert. Doch ihr Vorhaben, sich für das vorbildliche Verhalten der Freiwilligen Feuerwehr Bergen auf Rügen in ihrem Wahlkreis zu bedanken, scheiterte zunächst: Hauptbrandmeister André Muswieck legte einfach auf. Er habe nicht geglaubt, dass wirklich die Kanzlerin am Apparat war, sondern an einen Radioscherz geglaubt, sagte Bürgermeisterin Anja Ratzke. Merkel habe sich jedoch nicht entmutigen lassen und ein zweites Mal angerufen. „Die Bundeskanzlerin dankte den Kameraden für ihren Einsatz und lobte das vorausschauende Handeln der Stadt Bergen auf Rügen“, erklärte Ratzke.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. „Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist“, sagte Ryan.

7.47 Uhr: Blutritt wird zum ersten Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs abgesagt

Der bekannte Blutritt in Weingarten fällt Corona zum Opfer: Auch wenn bis zum 22. Mai, dem traditionellen Blutritt-Datum am Tag nach Christi Himmelfahrt, die Vorschriften gelockert werden sollten, ist ein Zusammentreffen von gut 2000 Reitern, 4000 Musikern und zehntausenden Pilgern in Weingarten nach Angaben der der Diözese Rottenburg-Stuttgart undenkbar.

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7.07 Uhr: Experten warnen vor Folgen psychischer Belastung

Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. „Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen - als auch auf die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten“, sagte die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. In China hätten sich Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden.

Das waren die Entwicklungen vom Montag, 30. März:

20.50 Uhr: Hoffnung für Tausende Touristen: Rückflüge aus Südafrika in Sicht

Für mehr als 10.000 in Südafrika festsitzende ausländische Touristen zeichnet sich trotz einer Einstellung des kommerziellen Flugbetriebs eine Lösung ab. Dank intensiver Gespräche mit der Regierung des Kap-Staates könnten Rückflüge schon bald starten, sagte der deutsche Botschafter Martin Schäfer am Montag dem südafrikanischen TV-Sender SABC. Eventuell zum Ende der Woche schon seien erste Rückflüge nach Europa mit der nationalen südafrikanischen Fluggesellschaft SAA möglich. „Wir haben einen Deal mit SAA, brauchen aber noch Genehmigungen“, sagte er später dem Sender eNCA.

Bei diesen Charterflügen sollten außer deutschen auch möglichst viele Urlauber aus anderen europäischen Ländern mit ausgeflogen werden. Denkbar sei auch, auf den Flügen von Europa aus dort festsitzende Südafrikaner mitzunehmen. Auch könnten Testkits mitgeführt werden.

20.04 Uhr: Italien: Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise zeigen Wirkung

In Italien, dem am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Land der Welt, scheinen die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens mittlerweile Wirkung zu zeigen. Der Anstieg bei den Neuinfektionen sank am Montag auf ein neues Tief von 4,1 Prozent, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Vor vier Tagen war der Anstieg noch etwa doppelt so hoch, vor zwei Wochen mehr als vier Mal so hoch.

Zudem ging erstmals die Zahl der Erkrankten in dem Pandemie-Epizentrum rund um Mailand zurück. Sie sank von 25.392 am Sonntag auf 25.006 am Montag.

18.05 Uhr: Prinz Charles nach Corona-Infektion aus häuslicher Quarantäne entlassen

Nach seiner Infektion mit dem neuartigen Coronavirus hat der britische Thronfolger Prinz Charles die Quarantäne wieder verlassen können. In Absprache mit seinem Arzt habe der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. am Montag die Selbst-Isolation beendet, teilte sein Büro mit. Der 71-Jährige sei „wohlauf“ und habe nur leichte Symptome der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gehabt.

Der Prinz war vor einer Woche positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Er begab sich deshalb zusammen mit seiner ein Jahr älteren Frau Camilla, die sich nicht angesteckt hatte, in Schottland in Selbst-Isolation. 

Prinz Charles ist wieder fit.
Prinz Charles ist wieder fit. | Bild: Andrew Matthews/PA Wire/dpa

16.25 Uhr: Kretschmann für Mundschutz beim Einkaufen - aber noch keine Pflicht

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält einen Mundschutz beim Einkaufen wegen des Coronavirus für sinnvoll, will ihn aber noch nicht zur Pflicht machen. „Dazu müssen wir erst die ausreichende Zahl an Masken haben, ohne dass der vorrangige Einsatz im medizinischen und pflegerischen Bereich beeinträchtigt wird. Dieser hat absolute Priorität“, teilte er am Montag in Stuttgart mit. Er werde das Thema am Mittwoch in der Runde der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin aufrufen.

15.45 Uhr: Bayerns Verwaltungsgerichtshof weist Klagen gegen Ausgangsbeschränkungen zurück

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat Anträge auf einstweilige Anordnungen gegen die in Bayern wegen der Coronakrise geltenden Ausgangsbeschränkungen zurückgewiesen. In einem am Montag in München veröffentlichten Beschluss lehnte das Gericht dies ab, weil die Regelungen „aller Voraussicht nach“ eine hinreichende gesetzliche Grundlage hätten. Dagegen hatten die Kläger zur Abwehr schwerer Nachteile verlangt, die Einschränkungen aufzuheben. Gegen den Beschluss gibt es keine Rechtsmittel.

Vor dem bayerischen Verwaltungsgerichtshof hatte bereits der bayerische Verfassungsgerichtshof in der vergangenen Woche ähnlich entschieden.

14.05 Uhr: IOC: Olympia in Tokio wird am 23. Juli 2021 eröffnet

Die auf 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen am 23. Juli eröffnet werden und am 8. August enden. Diesen neuen Termin fast genau ein Jahr nach der eigentlich geplanten Eröffnungsfeier gab das Internationale Olympische Komitee am Montag bekannt.

13.00 Uhr: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Damit darf nur aus begründeten Anlässen wie Arztbesuchen, Arbeitswegen oder dringenden Einkäufen der Wohnort verlassen werden. Bisher waren die Beschränkungen bis zum kommenden Freitag (3. April) befristet.

12.50 Uhr: Mundschutz wird in Österreich beim Einkaufen Pflicht

Die österreichische Regierung hat im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie die Maßnahmen verschärft und unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe angekündigt. Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte am Montag in Wien, dass die Supermärkte voraussichtlich ab Mittwoch mit der Verteilung von Masken an den Eingängen beginnen werden. Derzeit werde auf entsprechende Lieferungen gewartet. „Es ist jetzt schon klar, dass viele Menschen an dieser Krankheit sterben werden - das lässt sich auch nicht verhindern. Aber wir müssen zumindest unser Möglichstes tun, damit nicht mehr Menschen sterben, als sterben müssen“, sagte Kurz.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober kündigte zudem an, dass sämtliche Hotels per Regierungserlass vorübergehend geschlossen werden. Zudem erzwingt die Regierung für gefährdete Personengruppen eine Freistellung von der Arbeit, alternativ kann der Job im Homeoffice ausgeübt werden. 

11.50 Uhr: Fast 60.000 Corona-Nachweise in Deutschland

In Deutschland sind bis Montagvormittag 59.268 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 14.219 nachgewiesenen Fällen und 125 Toten und Bayern mit 13.263 Fällen und 110 Toten. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 112,9 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 71,3. Mindestens 472 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben.

10.43 Uhr: Regierung ringt in Corona-Krise um Eindämmung der Lockerungsdebatte

Zehntausende Corona-Fälle in Deutschland, und der Anstieg geht weiter: Die Bundesregierung versucht deshalb energisch, die Debatte über eine Lockerung der Abwehrmaßnahmen einzudämmen. Zu groß ist die Angst, die Menschen könnten die gerade erst durchgesetzten Kontaktbeschränkungen zu ignorieren beginnen. Nachdem Kanzlerin Angela Merkel am Wochenende bereits um Geduld gebeten hatte, weist nun eine ganze Reihe ihrer Minister Forderungen zurück, angesichts der sozialen und wirtschaftlichen Belastungen möglichst bald über einen Ausstieg aus den schärfsten Maßnahmen zu reden. Unions- und SPD-Minister sind sich nach der ersten Woche Shutdown durchaus einig - doch die Diskussion endet nicht.

 

Maßgeblich angeheizt worden war die Lockerungsdebatte von der Wirtschaft, die unter den Beschränkungen stöhnt, und Wirtschaftspolitikern. Aber auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, forderte von der Regierung, sich jetzt mit dem Ausstieg aus der umfassenden Lahmlegung zu beschäftigen. Er erwarte nicht, dass sie bereits einen Zeitpunkt dafür nenne, sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montag). Allerdings sei eine frühzeitige Kommunikation der Strategie wichtig, um Wirtschaft und Beschäftigten Vertrauen und Sicherheit zu geben.

Und sogar von Medizinerseite gibt es Forderungen, die Gesamtwirkungen im Auge zu behalten. „Man muss aufpassen, dass man aus Ohnmacht vor dieser Situation nicht überschießende Handlungen vornimmt, die möglicherweise mehr Schaden anrichten können als die Infektion selbst“, sagte der Abteilungsleiter Epidemiologie am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Gerárd Krause, dem ZDF. Er verwies auf Gesundheitsschäden durch Arbeitslosigkeit und wohl auch Bewegungseinschränkungen. „Ich bin der Meinung, dass wir den Schwerpunkt unserer Aufmerksamkeit und auch unserer Ressourcen auf den Schutz des Risikogruppen richten sollten und dass wir versuchen sollten, möglichst schnell diese sehr generalisierten Ausgangsbeschränkungen und Geschäftsschließungen zu lockern.“

9.20 Uhr: Autoindustrie macht sich wegen Corona Sorgen um Arbeitsplätze

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht angesichts der Coronavirus-Krise Jobs in der Branche bedroht. „Wir machen uns Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft“, sagte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Momentan sehe sie allerdings Unternehmen, die sehr verantwortungsvoll mit ihren Mitarbeitern umgingen. Firmen schöpften die Instrumente voll aus, um die Menschen auch an Bord zu halten.

8.25 Uhr: USA immer deutlicher Hauptzentrum der Pandemie

Donald Trump erwartet kein rasches Abflauen der Pandemie in seinem Land. Anfang Juni würden sich die USA auf dem Weg hinaus aus der Krise befinden, sagte er. Die Vereinigten Staaten hatten sich zuletzt innerhalb kurzer Zeit zum neuen weltweiten Hauptzentrum der Pandemie entwickelt. Die Zahl der verzeichneten Corona-Infektionsfälle in den USA stieg nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bis jetzt weiter deutlich an und erreichte rund 142.350. Damit rangieren die Vereinigten Staaten mit immer deutlicherem Abstand vor Italien, China und Spanien. Die Zahl der registrierten Todesfälle durch die Pandemie in den USA nahm der Universität zufolge auf 2494 zu.

8.16 Uhr: Bad Säckingen unterstützt das Krankenhaus Waldshut

Die aktuelle Pandemie sorgt für eine völlig neue Situation im Gesundheitswesen am Hochrhein: Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen und die Rehaklinik Bad Säckingen sind für die Übernahme von Akutpatienten vorgesehen, um das Krankenhaus Waldshut zu entlasten. Ein Versorgungsplan des Landratsamtes regelt die Verteilung.

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7.31 Uhr: Twitter löscht Corona-Botschaften des brasilianischen Präsidenten

Der Internetdienst Twitter hat zwei Botschaften des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro gelöscht, in denen der Staatschef den Sinn von Isolationsmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Zweifel gezogen hatte. Die Botschaften hätten gegen die bei Twitter geltenden Regen verstoßen, erklärte das US-Unternehmen.

7.07 Uhr: So ging es einem Betroffenen in einem holländischem Krankenhaus in Quarantäne

Der Konstanzer Roy File lag mit Corona in einem holländischen Krankenhaus in Quarantäne. Durch Zufall wurde Covid-19 bei ihm entdeckt. Hier erzählt er, wie die Krankheit bei ihm verlief und was er sich wünscht.

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Das waren die Entwicklungen am Sonntag, den 29. März: 

20.44 Uhr: Zahl der Coronafälle in Italien steigt langsamer

Italien hat am Sonntag 756 weitere Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Die Zahl der Todesopfer durch die Lungenkrankheit Covid-19 stieg damit auf 10.779, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Hoffnung gibt allerdings die Infektionsrate, die sich weiter verlangsamte. Der tägliche Anstieg der Neuinfektionen fiel auf 5,6 Prozent - den niedrigsten Stand seit dem ersten italienischen Todesfall am 21. Februar.

19.36 Uhr: 11.536 Corona-Infektionen in Baden-Württemberg - 128 Tote

Im Südwesten haben sich nachweislich weitere 717 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Damit steige die Zahl der Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 11.536, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag mit (Stand: 16.00 Uhr). Das Durchschnittsalter betrage 48 Jahre. 128 infizierte Menschen seien im Zusammenhang mit Corona bislang im Südwesten gestorben - 88 Männer und 40 Frauen. Das Alter der Gestorbenen liege zwischen 41 und 98 Jahren, hieß es bei der Behörde weiter. 66 Prozent waren 80 Jahre oder älter.

18.12 Uhr: Deutschland registriert rund 4000 neue Infektionen an einem Tag

Innerhalb eines Tages ist die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Deutschland um mindestens 4000 gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Robert Koch-Institut am Sonntag veröffentlichte. Demnach zählte es bislang insgesamt 52.547 Fälle. Das waren 3965 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt seien bislang 389 Infizierte gestorben. Die Zahlen lassen sich nicht einfach von Tag zu Tag vergleichen. So hat das RKI nach eigenen Angaben am Samstag von drei Bundesländern keine Zahlen übermittelt bekommen. In Spanien und Italien gibt es einen leichten Lichtblick, die Zahlen steigen etwas langsamer.

 

Weltweit waren nach Auskunft der Johns-Hopkins-Universität bis Sonntagabend weltweit mehr als 32.000 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben. Den Angaben zufolge haben sich rund 686.000 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Rund 146.000 infizierte Menschen seien inzwischen genesen. Experten gehen weltweit von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen.

16.30 Uhr: Neuer Corona-Bußgeldkatalog im Südwesten

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus legt das Land Baden-Württemberg einen Zahn zu: Nach der geänderten Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen, die am Sonntag in Kraft trat, drohen empfindliche Strafen. Wer sich mit mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, auf Straßen und Plätzen aufhält, dem droht jeweils ein Bußgeld zwischen 100 und 1000 Euro. Wer einen wegen Corona geschlossenen Friseursalon, eine Bar oder einen Club trotzdem weiterbetreibt, muss mit Strafen zwischen 2500 und 5000 Euro rechnen. Und wer trotz Verbots ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim besucht, riskiert ein Bußgeld zwischen 250 und 1500 Euro. Bei wiederholten Verstößen kann es bis 25.000 Euro teuer werden.

Die weit überwiegende Zahl der Menschen verhalte sich verantwortungsvoll, so Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Sonntag in einer gemeinsamen Mitteilung. „Dafür sind wir sehr dankbar - denn das ist absolut notwendig, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und um Menschenleben zu retten.“ Doch es gebe noch immer eine „gewisse Zahl von Uneinsichtigen.“

14.53 Uhr: Schwarzwald-Baar Klinikum nimmt Patienten aus Frankreich auf

Das Schwarzwald-Baar Klinikum hat einen mit dem Coronavirus infizierten Patienten aus Frankreich aufgenommen. Der schwer erkrankte Patient wurde von der französischen Luftrettung mit dem Hubschrauber an den Klinikums-Standort Donaueschingen geflogen, teilte das Klinikum am Wochenende mit. Der über 60-Jährige wird in Donaueschingen entsprechend medizinisch behandelt. Am Standort Donaueschingen behandelt das Klinikum seit zwei Wochen ausschließlich an Covid19 erkrankte Patienten. Das Schwarzwald-Baar- Klinikum hatte bereits vergangene Woche Hilfsbereitschaft signalisiert.

Der schwer erkrankte Patient aus Frankreich wird mit der französischen Luftrettung an den Standort Donaueschingen gebracht.
Der schwer erkrankte Patient aus Frankreich wird mit der französischen Luftrettung an den Standort Donaueschingen gebracht. | Bild: Schwarzwald-Baar-Klinikum

 

14.08 Uhr: SPD-Chef: Die Spitze steht uns noch bevor

In der Debatte über die Einschränkungen wegen der Corona-Krise bekommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Unterstützung vom Koalitionspartner SPD. Die schnellstmögliche Rückkehr zur Normalität sei „unser aller Ziel“, sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag). „Aber so weit sind wir noch nicht. Die Bundeskanzlerin hat mit ihrer Mahnung recht. Die Spitze der Infektionswelle steht uns noch bevor.“

 

Merkel hatte die Bürger am Samstag um Geduld angesichts der Corona-Krise gebeten. „Noch geben uns die täglichen Zahlen der Neuinfektionen leider keinen Grund, nachzulassen oder die Regeln zu lockern“, sagte sie in ihrem Wochenend-Podcast. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte dem „Tagesspiegel“ gesagt: „Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen.“

Walter-Borjans sagte, selbstverständlich müsse die schrittweise Rücknahme der Einschränkungen verantwortungsbewusst geplant werden. „Aber bitte in dem Wissen, dass das Schüren falscher Erwartungen die mühsam erreichten Verhaltensänderungen aufs Spiel setzt“, warnte Walter-Borjans. „Im schlimmsten Fall droht dann beides: eine desaströse Infektionswelle und ein wirtschaftlicher Kollaps.“

11:46 Uhr: Im Südwesten sollen bald auch Landwirte Nothilfen erhalten

Landwirtschaftliche Betriebe können wegen der Corona-Krise ab nächster Woche ebenfalls in vollem Umfang Soforthilfen beantragen. Das teilte das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium mit. Bisher sei nur der gewerbliche Teil der Landwirtschaft für Hilfen in Frage gekommen, doch das werde sich ändern, sagte Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU).

„Alle landwirtschaftlichen Betriebe und die gesamte Wertschöpfungskette der Ernährung, gerade die Betriebe mit Sonderkulturen wie zum Beispiel Winzer und Obstbau, können bald die Soforthilfen beantragen“, sagte Hauk. Gerade sie stünden derzeit vor großen Herausforderungen. Mit dem Schritt helfe man nicht nur den Bäuerinnen und Bauern, man leiste auch einen Beitrag dazu, dass die Versorgung mit Lebensmitteln im Land sichergestellt sei.

8:48 Uhr: RKI-Chef Wieler warnt vor dramatischen Zuständen in deutschen Kliniken wegen Corona-Krise

Nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, droht in der Corona-Krise auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. "Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar", sagte Wieler der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde. 

Zustände wie in Italien seien auch in Deutschland möglich, warnte Wieler. "Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben."

Eine rasche Rückkehr zur Normalität hält Wieler für den falschen Weg aus der Krise. "Aus medizinischer Sicht möchte ich, dass wir alle die räumliche Distanzierung möglichst lange durchhalten", sagte er. Deutschland stehe "immer noch am Anfang der Welle". Die Menschen müssten die Pandemie "sehr ernst nehmen", mahnte der RKI-Chef.

8:05 Uhr: Lucha fordert gemeinsame europäische Medizinstrategie für Krisen

Nach den Erfahrungen im Umgang mit der Corona-Krise fordert der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha ein gemeinsames europäisches Management für länderübergreifende Gesundheitsgefahren. „Wichtig ist zum Beispiel eine eigenständige europäische Arzneimittel- und Medizinprodukterichtlinie“, sagte der Grünen-Minister der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf kommende Krisen.

Deutschland und seine Nachbarn müssten sich in einer Krise gemeinsam versorgen können. „Wir dürfen uns nicht mehr abhängig machen von volatilen Regierungen oder von unanständigen Interessen Dritter, die aus solchen Notlagen Profit schlagen wollen, egal um was es geht.“ Als Beispiele nannte der Minister neben Arzneimitteln und der Produktion von Antibiotika auch die antivirale Medikation und Schutzmaterialien wie Masken.

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Das waren die Entwicklungen am Samstag, 28. März:

21:44 Uhr: Zwölf Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung im Kreis Waldshut, vierter Todesfall im Kreis Lörrach

Kreis Waldshut: Die Zahl der Covid-19-Erkrankungen im Landkreis am Wochenende angestiegen: Stand Samstag, 28. März 2020, 16 Uhr, gab es laut Informationen des Landratsamts 89 bestätigte Covid-19-Erkrankungen im Kreis Waldshut. Das sind 16 mehr als am Vortag. Von allen Infizierten konnten 16 mittlerweile als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. Damit liegt die Zahl der noch Erkrankten derzeit bei 73 Personen.

Über das Befinden der Patienten gibt das Landratsamt bekannt: "Die Mehrzahl der Erkrankten befindet sich Zuhause in Quarantäne mit mildem beziehungsweise nicht bedrohlichen Beschwerden. Zwölf Patienten sind in stationärer Behandlung in Kliniken – sowohl außerhalb des Landkreises als auch im Klinikum Hochrhein in Waldshut." Mittlerweile seien von den 32 Städten und Gemeinden im Landkreis 25 von Covid-19-Erkrankungen betroffen.

Kreis Lörrach: Eine vierte Person, die an Covid-19 erkrankt war, ist am Samstag, 28. März, verstorben. Es handelt sich um eine über siebzigjährige Person mit entsprechenden Vorerkrankungen, teilt das Landratsamt Lörrach mit.

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Infektionen hat sich seit Freitag um 37 erhöht. Damit gibt es aktuell (28. März, 16 Uhr) 207 bestätigte Fälle im Landkreis Lörrach. Im Krankenhaus werden derzeit Covid-19-Patienten behandelt, vier von ihnen intensivmedizinisch.

Zur aktuellen Gesamtzahl der negativen Abstrichergebnisse sowie zu weiteren genesenen Personen liegen der Pressestelle am Samstag keine Meldungen vor.

20:30 Uhr: Über 54 200 Corona-Nachweise in Deutschland - 397 Tote

In Deutschland sind bis Samstagabend mehr als 54 200 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit 12 744 nachgewiesenen Fällen und 105 Toten, Bayern mit 11 862 Fällen und 85 Toten sowie Baden-Württemberg mit 10 819 Fällen und 118 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 105,1 die meisten Infektionen, im Bundesschnitt waren es 65,2.

Mindestens 397 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zudem starben mehrere Deutsche im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Darunter waren zwei Touristen während einer Reise in Ägypten und ein 67-Jähriger Tourist auf Zypern. Auf der griechischen Insel Kreta starb ein 42 Jahre alter Deutscher.

19:35 Uhr: Weltweit mehr als 30 000 Coronavirus-Tote

Weltweit sind mehr als 30 000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte am Samstag 30 248 Todesfälle. Den Angaben zufolge haben sich 649 904 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind mehr als 115 500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81 990. In Italien starben seit Beginn der Pandemie 10 023. Das ist die höchste Zahl weltweit.

17:45 Uhr: Erster Todesfall im Bodenseekreis

Die Person starb den Behördenangaben zufolge am Freitag im Klinikum Friedrichshafen. Das Landratsamt habe diese Meldung am Freitagnachmittag erreicht. Nähere Angaben zur Person oder den Umständen des Todes macht das Landratsamt nicht. 

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16:39 Uhr: Datenschützer kritisiert Weitergabe von Corona-Daten an die Polizei

Einige Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben Daten mit Klarnamen von Corona-infizierten Personen an die Polizei weitergegeben. Das sagte Landesdatenschützer Stefan Brink am Samstag. Solche Daten pauschal herauszugeben, sei aber rechtlich nicht zulässig. Das Sozialministerium kritisierte dieses Vorgehen ebenfalls. „Wir sehen das außerordentlich kritisch und haben die Gesundheitsämter noch mal darauf hingewiesen“, sagte ein Sprecher. Zur Klarstellung sei daher ein entsprechendes Schreiben an die Ämter gegangen. Vorher hatten mehrere Medien berichtet.

Zwar dürfe die Ortspolizei im Einzelfall solche Daten bekommen, wenn eine infizierte Person gegen eine vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne verstoße. Es gehe aber nicht, dass Klarnamenlisten pauschal bei Krisenstäben der Landkreise, dem polizeilichen Vollzugsdienst oder der Feuerwehr landeten. „Wir teilen die Kritik des Datenschutzbeauftragten“, betonte der Sprecher.

„Es gibt keine ausreichende Rechtsgrundlage für die Weitergabe dieser sehr sensiblen Gesundheitsdaten an die Polizei im großen Stil“, sagte dazu SPD-Fraktionsvize Sascha Binder. Statt so massiv in die Persönlichkeitsrechte von Bürgern einzugreifen, solle die Landesregierung lieber für die notwendige Schutzausstattung der Polizei sorgen.

Aus dem Innenministerium hieß es, man wolle gemeinsam mit dem Datenschutzbeauftragten eine Lösung finden, die dem Datenschutz und der effektiven Abwehr von Gefahren für die Bevölkerung gerecht werde.

16:16 Uhr: Corona-Soforthilfe im Südwesten: Ministerium will nachbessern

Wer als Kleinunternehmer gut gewirtschaftet hat, muss auf sein Privatvermögen zurückgreifen, bevor er Corona-Hilfen in Anspruch nehmen darf. Das finden viele ungerecht - die Wirtschaftsministerin will nachbessern.

Viele Antragssteller der landesweiten Corona-Hilfe für kleine und Kleinstunternehmen sind in den letzten Tagen enttäuscht worden. Hilfe gibt es nur, wenn nichts mehr auf dem eigenen Konto ist. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) kündigte an, nachzubessern: „Ziel ist es, privates Vermögen der Antragsteller so weit wie möglich zu schonen“, sagte sie am Samstag. Bis dahin waren innerhalb von weniger als drei Tagen bereits mehr als 100 000 Anträge auf die Soforthilfe des Landes eingegangen.

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15:26 Uhr: Katze steckt sich bei einem Menschen mit Coronavirus an

Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.

Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt. Am Freitag hatten die Gesundheitsbehörden unter Berufung auf die veterinärmedizinische Fakultät der Universität Lüttich über den Fall informiert.

Die AFSCA betonte: „Das Risiko einer Übertragung des Virus von Haustieren auf den Menschen ist im Vergleich zum Übertragsrisiko durch direkten Kontakt von Menschen untereinander zu vernachlässigen.“ Trotzdem werde dringend empfohlen, die üblichen Hygieneregeln zu befolgen. Dazu gehöre, allzu engen Kontakt zum Tier zu vermeiden, vor allem, wenn man selbst krank sei. Nach jedem Streicheln sollte man sich die Hände waschen und sich nicht vom Haustier im Gesicht lecken lassen, schreibt die AFSCA.

14:37 Uhr: Schon mehr als 100 000 Corona-Hilfsanträge im Südwesten

Die Zahl der Anträge auf Corona-Soforthilfe hat in Baden-Württemberg am Samstag nach nicht einmal drei Tagen 100 000 übertroffen. „Stand Samstagmorgen sind es 101 418 Anträge“, sagte Wolfgang Grenke, Präsident des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK). Die digitale Bearbeitung sei der richtige Weg für die Soforthilfe, so könnten alle Beteiligten zügig arbeiten, erklärte er. Allerdings belege die Flut der Anträge auch in brutaler Nüchternheit, was das Coronavirus dem Südwesten und der ganzen Welt abverlange.

Die große Aufgabe der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerkskammern sei, die Anträge zu prüfen und an die staatliche Förderbank L-Bank weiterzuleiten - im Mehrschichtbetrieb und selbstverständlich auch am Wochenende, sagte Grenke. „Bei der L-Bank liegen bereits Tausende Anträge zur endgültigen Bearbeitung und Auszahlung vor.“ Neben der Bearbeitung der Anträge hätten die Kammern auch zahlreiche Mitarbeiter für Corona-Soforthilfehotlines und die E-Mail-Bearbeitung abgestellt.

12:48 Uhr: Menschen halten sich trotz schönen Wetters an Ausgangsbeschränkungen

Das vielerorts sonnige Wetter im Südwesten gibt der Polizei mit Blick auf die Ausgangsbeschränkungen bisher wenig Anlass zur Sorge. „Wir haben generell den Eindruck, dass die Menschen sehr vernünftig sind“, sagte ein Sprecher der Polizei Mannheim am Samstagvormittag. Das sei bereits am Freitag bei ebenfalls schönem Wetter sehr deutlich zu sehen gewesen. Man werde wegen des Wochenendes nicht mehr Beamte im Einsatz haben als ohnehin schon: Wegen der Coronakrise und der damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen kontrolliere die Polizei seit Tagen mit mehr Personal als sonst.

9:11 Uhr: Tirol droht wegen Corona-Krise Sammelklage hunderter Skifahrer

Rund 400 Skifahrer könnten sich einer Sammelklage gegen die Tiroler Behörden wegen einer zu späten Reaktion auf den Beginn der Coronavirus-Epidemie anschließen. Der österreichische Verbraucherschutzverein (VSV) teilte am Freitag mit, bereits zwei Tage nach einem entsprechenden Aufruf hätten sich rund 400 Menschen gemeldet, mehr als 350 davon Deutsche. Die meisten hätten in Ischgl und im Paznauntal Urlaub gemacht.

Der Verband hatte zuvor Anzeige gegen den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Bürgermeister, Seilbahngesellschaften und weitere Behördenvertreter erstattet. Zugleich startete er einen europaweiten Aufruf an mögliche Betroffene, die davon ausgehen, dass sie sich beim Ski-Urlaub in Tirol mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. 

Den Behörden in Tirol wird vorgeworfen, zu spät auf erste Anzeichen eines Ausbruchs in dem beliebten Wintersportort Ischgl reagiert und damit der Ausbreitung in Europa und darüber hinaus Vorschub geleistet zu haben. Der VSV erklärte, er wolle über seine Website Zeugenaussagen sammeln. Diese sollten belegen, "dass die Schließung des Skiresorts aus kommerziellen Gründen hinausgezögert wurde".

8:40 Uhr: Mercedes-Benz will Herstellung von Medizingeräten unterstützen

Der Autobauer Mercedes-Benz will in der Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischem Gerät unterstützen. Mithilfe von 3D-Druckern könnten einzelne Bauteile gefertigt werden, die wegen der Pandemie derzeit in der Medizintechnik dringend benötigt würden, teilte die Daimler-Tochter am Freitag mit. „Wir stehen mit unserer Expertise und unserem Spezialwissen für die Fertigung bereit, jetzt ist es an der Medizintechnik, uns zu kontaktieren. Unsere 3D-Drucker stehen auf jeden Fall zur Verfügung“, sagte das Vorstandsmitglied der Mercedes-Benz AG, Jörg Burzer.

Bei Pkw komme der 3D-Druck üblicherweise im Prototypenbau und in der Kleinserienfertigung zum Einsatz. Auch Volkswagen prüft derzeit, ob es mit 3D-Druckern Medizintechnik-Teile fertigen kann.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 27. März:

19.40 Uhr: Tettnang: Schuleigener 3D-Drucker hilft in der Corona-Krise

Unterricht findet auch an der Elektronikschule Tettnang (EST) seit Mitte März nicht mehr statt. Von Stille kann hier aber spätestens seit Donnerstagabend nicht mehr die Rede sein. Der schuleigene 3D-Drucker surrt, das Ergebnis: Halterungen für Schutzvisiere, wie sie in diesen Tagen unter anderem in Krankenhäusern gefragt – mitunter aber längst nicht mehr in benötigter Menge lieferbar sind:

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18.45 Uhr: TÜV-Fristen werden wegen Corona verlängert

Wegen der Corona-Krise bekommen Autofahrer mit ablaufenden TÜV-Plaketten Aufschub. Zur Erneuerung der Plakette erhalten Autobesitzer während der Pandemie zwei Monate mehr Zeit, sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Freitag in einer Live-Sendung der „Bild“-Zeitung. Die Bundesregierung habe entschieden, dass betroffene Bürger „nicht fahrlässig“ handeln, wenn sie nun den TÜV nicht sofort erneuern. Der CSU-Politiker betonte: „Keiner braucht sich Sorgen machen, dass sein Auto keinen gültigen TÜV hat.“ Es gehe um praktische Lösungen. Polizei und Ordnungsämter seien entsprechend informiert, beteuerte er.

18.30 Uhr: Kretschmann sieht Gesundheitssystem vor einer harten Probe

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat die Menschen in Baden-Württemberg wegen der Coronakrise auf schwere Zeiten eingestimmt. „Unser Gesundheitssystem wird jetzt auf eine harte Probe gestellt. Immer mehr Menschen werden erkranken“, sagte Kretschmann in einer vorab übermittelten Rede, die am Freitagabend im Südwestrundfunk (SWR) ausgestrahlt werden sollte. Immer mehr Patienten würden eine Beatmung benötigen - auch junge Menschen. Man tue alles, um darauf gut vorbereitet zu sein.

Kretschmann bekräftigte: „Wir stehen noch immer am Beginn der Krise.“ Die größte Herausforderung komme noch. „Wir wissen heute noch nicht, wie lange wir das öffentliche Leben beschränken müssen.“ Es sei viel zu früh, um Entwarnung zu geben oder über ein Ende der Einschränkungen zu reden. „Es wird noch mindestens acht bis zehn Tage dauern, bis wir seriös darüber diskutieren können.“ Er forderte die Menschen auf, weiter so diszipliniert zu sein und zusammenzuhalten.

17.45 Uhr: Italien meldet fast 1000 Tote an einem Tag

Italien hat an einem Tag fast 1000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9134, wie der Zivilschutz mitteilte.

17.20 Uhr: Land bereitet Unterkunft für Flüchtlinge mit Coronavirus vor

Baden-Württemberg bereitet eine Unterkunft zur Isolierung von Flüchtlingen mit dem Coronavirus vor. Sie soll Anfang April in Althütte (Rems-Murr-Kreis) in Betrieb gehen, wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt. Bislang gibt es in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes neun bestätigte Ansteckungen von Flüchtlingen mit dem Coronavirus. In der neuen Unterkunft sollen 30 bis 60 Flüchtlinge zeitweise untergebracht werden können - entweder allein oder zusammen mit ihren Familien. In den bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes sei eine isolierte Unterbringung aus Platzgründen nur begrenzt möglich, hieß es. Schwer erkrankte Flüchtlinge werden im Krankenhaus betreut.

 

16.05 Uhr: Erstmals ein Kind im Kreis Waldshut positiv getestet

Im Kreis Waldshut ist die Zahl der Infizierten um drei gestiegen. Erstmals befindet sich unter den 73 getesteten und gemeldeten Coronavirus-Erkrankten im Landkreis auch ein 10-jähriges Kind. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Die Zahl der Genesen wächst.

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15.55 Uhr: IHK verschiebt Azubi-Prüfungen in den Sommer

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) im Südwesten verschieben die für Anfang Mai geplanten Abschlussprüfungen für Auszubildende in den Sommer. Neue Termine sollen in der kommenden Woche gemeinsam mit dem Kultusministerium festgelegt werden, wie der Industrie- und Handelskammertag Baden-Württemberg jetzt mitteilte.

15.30 Uhr: Land zahlt 100 Millionen Euro für Kita-Gebührenausfall

Wegen der Kosten für Kinderbetreuung wollen Land und Kommunen ein millionenschweres Hilfsnetz für Familien schaffen. Das Land beteiligt sich an den Kosten, wenn Kommunen im März und April auf Elternbeiträge und Gebühren etwa für geschlossene Kitas, Kindergärten und Horte verzichten. „Wer beispielsweise in Kurzarbeit ist oder wegen der Betreuung der eigenen Kinder zu Hause weniger Geld zur Verfügung hat, darf sich keine Sorgen um die Kitagebühren machen müssen“, betonte Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) am Freitag. „Gemeinden, Städte, Kreise und das Land stehen an Ihrer Seite.“ Das Land zahlt den Kommunen im Land über die Stadt- und Landkreise für den Monat April eine Soforthilfe von 100 Millionen Euro.

15.20 Uhr: Waldshuter Sporthalle wird zur Fieberambulanz

Um die Hausarztpraxen und Kliniken im Kampf gegen Coronavirus zu entlasten, hat der Landkreis Waldshut in der Sporthalle am Chilbiplatz in Waldshut eine Fieberambulanz eingerichtet. Dort sollen Patienten mit Erkrankungssymptomen wie Fieber oder Husten untersucht werden. Die Ambulanz nimmt ihre Arbeit am Montag, 30. März, auf.

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14.40 Uhr: Wie ein Friseur aus Konstanz mit der Corona-Krise ringt

Aktionäre, Arbeitnehmer und Familien: Sie alle leiden unter der Corona-Krise. Doch kaum eine Gruppe ist so stark betroffen wie die der Kleinselbstständigen. Warum dies so ist, veranschaulichen wir an der Geschichte des Konstanzer Friseurmeisters Stefan Wallenstein. Wir begleiten ihn von der Schließung bis zur hoffentlich baldigen Wiedereröffnung.

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13.20 Uhr: Tod einer 16-Jährigen erschüttert Frankreich

Der Tod der 16-jährigen Julie schockiert Frankreich: Die Jugendliche ist das bisher jüngste Opfer der Coronavirus-Pandemie in dem Land, wie das Gesundheitsministerium in Paris am Donnerstagabend bekannt gab. Warum ausgerechnet Julie, die nach Angaben ihrer Familie kerngesund war? "Wir werden niemals eine Antwort bekommen", sagt ihre Mutter der Nachrichtenagentur AFP:

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13.15 Uhr: Nun ist es offiziell: Landesgartenschau startet nicht am 23. April

Die Landesgartenschau in Überlingen wird wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant am 23. April eröffnet. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest, teilte der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Jan Zeitler am Freitag mit. Man werde die Lage spätestens am 19. April neu bewerten. Für die erste Landesgartenschau am Bodensee sind bereits Dauerkarten im Wert von rund 1,2 Millionen Euro verkauft worden.

Auch der traditionelle Blutritt in Weingarten (Kreis Ravensburg), eine der größten Reiterprozessionen Europas, ist aufgrund der Corona-Krise abgesagt worden. „Das ist das erste Mal seit Ende des Zweiten Weltkriegs 1945“, teilte die Diözese Rottenburg-Stuttgart am Freitag mit. Auch wenn sich bis zum 22. Mai die Vorschriften lockern sollten, sei ein Zusammentreffen von rund 2000 Reitern, 4000 Musikern und Zehntausenden Pilgern an dem Tag undenkbar.

12.41 Uhr: Britischer Premierminister Boris Johnson positiv auf Corona getestet

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Das teilte er am Freitag per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er habe milde Symptome, Husten und Fieber, entwickelt, sagte Johnson in einer Videobotschaft. „Ich arbeite von zuhause, ich bin in Selbstisolation“, sagte der Premier. Johnson dankte dem Nationalen Gesundheitsdienst NHS, weiteren Mitarbeitern des Öffentlichen Diensts und etwa 600 000 Menschen, die sich als freiwillige Helfer gemeldet hatten.

Großbritannien hatte am Donnerstag erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das Coronavirus verzeichnet. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an.

Rund 11.700 Menschen waren in dem Land nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.

11.30 Uhr: Hilfsprogramm in Corona-Krise beschlossen

Der Bundesrat hat das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger.

Wer bekommt was?

 

11.20 Uhr: Bürger loben Krisenmanagement der Bundesregierung

Die große Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage zufolge mit dem aktuellen Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. 89 Prozent der Befragten sagten im ZDF-"Politbarometer", die Regierung mache in der Corona-Krise gute Arbeit. Lediglich acht Prozent bewerteten die Arbeit als schlecht.

10.50 Uhr: Flächendeckende Corona-Tests wohl unmöglich

Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes sieht in Deutschland keine Möglichkeit für eine massive Ausweitung von Coronavirus-Tests. „Flächendeckende Corona-Tests wie in Südkorea sind in Deutschland undurchführbar“, sagte Ute Teichert. „Dafür haben wir zu wenig Personal und zu wenig Laborkapazität.“

9.45 Uhr: Noch keine Trendwende in Norditalien

Trotz leicht sinkender Neu-Infektionen mit dem Coronavirus ist Norditalien nach Einschätzung eines Experten noch nicht über den Berg. Der Höhepunkt stehe noch bevor, sagte der Medizinische Direktor der Gesundheitsbehörde der Provinz Bergamo, Carlo Alberto Tersalvi. Es sei zu früh, von einer Trendwende zu sprechen.

9.15 Uhr: 40 Prozent Plus bei Kondombestellungen

Die Franzosen horten Pariser, die deutschen Klopapier. Dass dieses Klischee nicht zutrifft, beweist der in Singen ansässige Kondomhändler Jan Vinzenz Krause. Bei ihm sind die Bestellungen in den vergangenen Tagen um fast 40 Prozent gestiegen.

8.31 Uhr: USA haben weltweit die meisten Corona-Infektionsfälle

Die USA haben einem Zeitungsbericht zufolge inzwischen die weltweit meisten Fälle von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Die Zahl der Infizierten sei landesweit auf 81.321 gestiegen, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf von ihr selbst erstellte Statistiken. Damit hätten sich noch mehr Menschen angesteckt als in China und Italien.

8.00 Uhr: Schnapsbrenner liefern Alkohol für Desinfektion in Kliniken

Schnapsbrenner in Baden-Württemberg helfen in Not geratenen Krankenhäusern in der Corona-Krise mit Alkohol. Zur Herstellung von Desinfektionsmitteln werde dringend hochprozentiger Alkohol gesucht, sagte ein Sprecher des Universitätsklinikums Freiburg. Chemisch hergestellte Mittel seien Mangelware. Die Uniklinik Freiburg erhalte nun etwa 15.000 Liter Alkohol von regionalen Schnapsbrennern.

Staufen im Breisgau: Clara Löffler, Destillateurin bei der Alfred Schladerer Alte Schwarzwälder Hausbrennerei GmbH, füllt Rohmaterial zur Destillation von Neutralakohol in eine Brennblase. Unter anderem am Universitätsklinikum Freiburg werden wegen der Corona-Krise Desinfektionsmittel knapp, das Klinikum kooperiert daher nun mit regionalen Spirituosenherstellern die Neutralalkohol zur WHO-konformen Herstellung von Desinfektionsmittel herstellen.
Staufen im Breisgau: Clara Löffler, Destillateurin bei der Alfred Schladerer Alte Schwarzwälder Hausbrennerei GmbH, füllt Rohmaterial zur Destillation von Neutralakohol in eine Brennblase. Unter anderem am Universitätsklinikum Freiburg werden wegen der Corona-Krise Desinfektionsmittel knapp, das Klinikum kooperiert daher nun mit regionalen Spirituosenherstellern die Neutralalkohol zur WHO-konformen Herstellung von Desinfektionsmittel herstellen. | Bild: Philipp von Ditfurth (dpa)

7.45 Uhr: Merkel bittet Bürger weiter um Geduld

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält es noch für zu früh, um über eine Lockerung der wegen des Coronavirus verhängten Restriktionen in Deutschland zu entscheiden. Es gebe weiterhin einen Anstieg der Neuinfektionen, warnte Merkel jetzt. Sie müsse deshalb die "Menschen in Deutschland wirklich um Geduld bitten".

7.31 Uhr: Das Stockacher Krankenhaus hat seinen ersten Corona-Patienten

Jetzt gibt es einen positiven Fall im Stockacher Krankenhaus. Was die Corona-Krise für das Personal im Krankenhaus bedeutet und was der Geschäftsführer für den weiteren Verlauf erwartet, erfahren Sie hier. Fest steht: Es gibt viel Unterstützung für die Stockacher Klinik.

7.07 Uhr: Sieben Tage die Woche im Einsatz zum Testen

In ihrem Labor werden die Konstanzer Corona-Tests gemacht. Die Virologin Simone Brunner-Zillikens und ihr Team vom Labor Dr. Brunner arbeiten sieben Tage die Woche für unsere Covid-19-Ergebnisse. Wie schützt sie sich vor dem Virus, wie bewertet sie die Lage? Und: Was rät sie den Menschen in Konstanz?

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Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 26. März:

22.50 Uhr: EU-Parlament gibt grünes Licht für Investitionsoffensive wegen Corona-Krise

Das EU-Parlament hat grünes Licht für eine 37 Milliarden Euro schwere Investitionsoffensive zur Bewältigung der Corona-Krise gegeben. Mit 671 zu drei Stimmen und 14 Enthaltungen sprach sich eine breite Mehrheit der Abgeordneten am Donnerstag im Schnellverfahren für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission aus. Das Geld soll primär in die Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten und an kleinere und mittlere Unternehmen fließen. Es handelt sich dabei allerdings nicht um frisches Geld, sondern um bislang nicht abgerufene Posten im EU-Haushalt. Acht Milliarden Euro stammen aus EU-Fonds aus dem Jahr 2019 und waren bereits an die Mitgliedstaaten ausgezahlt worden. Diese nutzten die Mittel jedoch nicht, weshalb sie im Normalfall zurück nach Brüssel überwiesen werden müssten. Stattdessen können die Länder sie nun für den Kampf gegen die Corona-Krise verwenden. Die restlichen Milliarden stammen aus EU-Strukturfonds, die bereits für das Jahr 2020 eingeplant waren.

Die Vergaberegeln für diese Töpfe werden nun deutlich vereinfacht. Die EU-Abgeordneten stimmten zudem für eine Änderung der Definition von Naturkatastrophen in den Statuten des EU-Solidaritätsfonds. Wegen einer Gesundheitskrise wie der Corona-Pandemie können nun wie etwa im Fall von Erdbeben oder Überschwemmungen Hilfsgelder des Fonds beantragt werden. Die Mitgliedstaaten hatten beide Notfallmaßnahmen bereits abgesegnet. Mit dem positiven Votum im EU-Parlament können sie nun umgesetzt werden. Wegen der Pandemie konnten die Abgeordneten erstmals per E-Mail aus der Ferne abstimmen. Die Teilnahme an den Abstimmungen war mit 688 von insgesamt 705 Abgeordneten vergleichsweise hoch.

20:10 Uhr: Coronavirus: Erstmals über 100 Tote an einem Tag in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr als 100 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das neuartige Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Donnerstagabend mitteilte, starben seit dem Vortag 115 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 578 an. Rund 11 700 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert. Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu Deutschland nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.

19:20 Uhr: AFP-Zählung: Mehr als 15.000 Corona-Todesfälle in Europa

Die Zahl der Todesopfer durch das neuartige Coronavirus steigt europaweit immer weiter an. Am Donnerstagabend lag die Zahl der Menschen, die an der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben, laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP bei 15.500. Die meisten Todesopfer gibt es mit weitem Abstand in Italien (8165) und Spanien (4089).

Die Zahl der Infektionen stieg laut der AFP-Zählung, die auf offiziellen Angaben beruht, europaweit auf mehr als 268.000. Damit ist Europa der am stärksten betroffene Kontinent.

17:25 Uhr: Erstes Corona-Todesopfer im österreichischen Bundesland Vorarlberg

Im Landeskrankenhaus Hohenems ist am Donnerstag ein 79-jähriger Covid-19-Patient an der Viruserkrankung gestorben. Der Mann ist das erste Todesopfer, den die Corona-Pandemie in Vorarlberg gefordert hat, wie die Pressestelle der Vorarlberger Landesregierung mitteilt.

Der 79-Jährige habe bereits an schwerwiegenden Vorerkrankungen gelitten, heißt es in der Pressemeldung weiter. 

16.42 Uhr: Schutzmasken zu Wucherpreisen angeboten - Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Mann aus Raum Kreuzlingen

Ein 37-Jähriger aus der Region Kreuzlingen soll im Internet Schutzmasken zu Wucherpreisen verkauft haben. Die Kantonspolizei Thurgau teilt mit, dass der Mann über einen Onlineshop Schutzmasken zu Preisen bis zu knapp 100 Euro pro Stück verkauft haben soll. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des deutschen Staatsbürgers seien rund 300 Masken sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft in Kreuzlingen hat die Schutzmasken inzwischen an den Kantonalen Führungsstab übergeben, um diese für das Gesundheitswesen zur Verfügung zu stellen. Laut Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei ist offen, wohin die Masken genau gelangen. „Aber es wird darauf geachtet, dass sie dort genutzt werden, wo sie dringend benötigt werden.“

 

16:05 Uhr: SÜDKURIER ON AIR heute: Experten beantworten ab 19 Uhr live Ihre Fragen rund um Corona

Die Corona-Krise stellt alle Bürgerinnen und Bürger vor bislang ungeahnte Herausforderungen. Deshalb hat sich der SÜDKURIER entschlossen, den Bürgern in einer Live-Sendung im Internet die Gelegenheit zu direkten Fragen an Experten zu geben. Die Live-Sendung startet um 19 Uhr in folgendem Artikel:

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16:00 Uhr: Was sich ab Montag bei Bussen und Bahnen am Hochrhein ändert

Das Coronavirus und die damit verbundenen Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie bremsen auch den Nahverkehr am Hochrhein aus. Was sich ab Montag ändert:

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14:55 Uhr: Momentan in Deutschland 500.000 Tests pro Woche

In Deutschland werden nach Schätzung des Chefvirologen der Berliner Charité, Christian Drosten, inzwischen pro Woche rund 500.000 Tests auf eine Coronavirus-Infektion durchgeführt. „Der Grund, warum wir in Deutschland im Moment so wenige Todesfälle haben, gegenüber der Zahl der Infizierten, ist hinreichend damit zu erklären, dass wir extrem viel Labordiagnostik in Deutschland machen“, sagte Drosten am Donnerstag in Berlin.

13:50 Uhr: Spahn: „Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht bei den Infektionen mit dem Coronavirus noch keinen Anlass zur Entwarnung. „Noch ist das die Ruhe vor dem Sturm“, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. „Keiner kann genau sagen, was in nächsten Wochen kommt.“ Die Ärzte und Pflegekräfte „bereiten sich auf die wohl größte Herausforderung in 75 Jahren vor“. Die Politik sei „im Krisenmodus“, sagte Spahn weiter.

Jens Spahn bei der Pressekonferenz.
Jens Spahn bei der Pressekonferenz. | Bild: ANNEGRET HILSE (POOL)

13:45 Uhr: Bericht aus dem Elsass: Patienten über 80 werden nicht mehr beatmet

Katastrophenmediziner berichten angesichts der Corona-Pandemie über dramatische Zustände im Elsass. Demnach arbeiten Mediziner an der Universitätsklinik Straßburg auch dann weiter mit Corona-Patienten, wenn sie selbst infiziert sind. Zudem würden über 80-jährige Patienten nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge „Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln“, schreiben Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Katastrophenmedizin in Tübingen in einem Bericht an die baden-württembergische Landesregierung, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehrere Medien haben darüber berichtet.

12:21 Uhr: Frankreich verlegt Kranke per Zug aus dem Elsass

Frankreich verlegt erstmals per Zug Corona-Infizierte aus dem Risikogebiet im Elsass. Von Straßburg aus wurden rund 20 Patienten am Donnerstag mit einem medizinisch umgerüsteten TGV-Hochgeschwindigkeitszug in mehrere Orte im Westen Frankreichs gebracht. Damit werden überfüllte Kliniken in Mülhausen und Straßburg entlastet.

12:15 Uhr: Trotz Coronavirus gereist: Südafrika-Tourist droht Mordanklage

In Südafrika droht einem Touristen eine Anklage wegen versuchten Mordes, weil er trotz Corona-Infektion vom Krüger-Nationalpark aus weitergereist ist. „Diese Person wird wegen versuchten Mordes angeklagt werden“, sagte Polizeisprecher Vishnu Naidoo. Der Mann befinde sich nun in Quarantäne. Angaben zur Nationalität wollte der Sprecher nicht machen.

 

11:45 Uhr: Güterverkehr kann Bodenseefähre wieder eingeschränkt nutzen

Seit Mittwoch verkehrt die Fähre auf dem Bodensee wieder zwischen Deutschland (Friedrichshafen) und der Schweiz (Romanshorn). Allerdings ausschließlich für den Güterverkehr. Pendler und weitere Personen dürfen das Schiff nach wie vor nicht nutzen.

11:30 Uhr: Ministerium sagt Sportvereinen Hilfs-Gelder zu

Kultusministerin Susanne Eisenmann hat den Sportvereinen in Baden-Württemberg im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie finanzielle Unterstützung zugesichert. In Abstimmung mit dem Landessportverband werden im Rahmen des Solidarpakts Sport umgehend Mittel eingesetzt, um in Not geratene Vereine zu unterstützen, wie das Ministerium jetzt mitteilte.

10:50 Uhr: Arbeitgeber können sich an Telefonkosten im Homeoffice beteiligen

Wer aufgrund der Corona-Krise derzeit von zu Hause aus arbeitet, nutzt für dienstliche Belange oft auch seinen eigenen Telefon- und Internetanschluss. Arbeitgeber können Beschäftigten dafur 20 Prozent der jeweiligen Monatsabrechnung pauschal steuerfrei erstatten. Darauf weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine hin. Maximal möglich ist eine Erstattung von 20 Euro pro Monat.

10:05 Uhr: Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen jetzt mit 36.508 angegeben - das ist ein Plus von 4954 seit dem Vortag. Baden-Württemberg hat aktuell 7283 Infizierte, das bedeutet eine Differenz zum Vortag von 1214 Fällen, die Zahl der Toten liegt im Südwesten bei 56.

09:00 Uhr: Tausende Anträge auf Soforthilfe innerhalb weniger Stunden

Mehr als 20.000 Selbstständige und kleine Unternehmen aus dem Südwesten haben innerhalb der ersten Stunden einen Antrag auf finanzielle Soforthilfe des Landes gestellt. Minütlich kämen weitere hinzu, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Donnerstagmorgen.

08:20 Uhr: Das sagt Europas größter privater Klinikbetreiber

Europas größter privater Klinikbetreiber Fresenius blickt mit Sorge auf eine weitere Zuspitzung der Lage in der Coronavirus-Krise. „Ich kann nicht garantieren, dass unser Personal und unsere Ausrüstung zum Höhepunkt der Krise ausreichen werden“, sagte Vorstandschef Stephan Sturm. Er könne aber versichern, „dass wir alles Menschenmögliche tun werden.“ Die Entwicklung verlaufe „viel dynamischer“ als von ihm erwartet. In Deutschland betreibt der Bad Homburger Konzern unter der Marke Helios 86 Krankenhäuser.

07:47 Uhr: Dieses Verbot für Grenzgänger kennen viele nicht

Einige Leser berichteten dem SÜDKURIER, dass Berufspendler aus der Schweiz wegen der Corona-Maßnahmen an der deutschen Grenze nicht durchgelassen werden, wenn sie nach der Arbeit Einkäufe im Nachbarland tätigen. Stimmt das? Wir haben nachgefragt.

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07:07 Uhr: Folgen für einen der größten Arbeitgeber der Region

Constellium als sehr wichtiger Arbeitgeber in unserer Region hat seine Produktion in Singen reduziert, in Gottmadingen ruht sie ganz. So soll das Virus gestoppt werden und das Unternehmen reagiert auf den Produktionsstopp von großen Automobil-Firmen.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 25. März:

20.55 Uhr: Mehr als 37.000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 200 Tote

In Deutschland sind bislang mehr als 37.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit fast 9700 Fällen sowie Bayern mit fast 7300 und Baden-Württemberg mit mehr als 7200 Fällen. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit 78,8 die meisten Infektionen.

Mehr als 200 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

20.45 Uhr: Erster Corona-Todesfall im Landkreis Konstanz

Im Landkreis Konstanz ist das erste Todesopfer zu beklagen, das in Verbindung mit einer Coronainfektion gestorben ist. Laut einer Mitteilung des Landratsamts starb die Person in Freiburg. Nähere Angaben zu Identität, Geschlecht und Alter machte die Behörde nicht. Bis Mittwochabend ist die Zahl der Erkrankten im Landkreis auf 110 gestiegen, da 15 weitere Befunde gemeldet wurden. Bei elf Personen liege ein labordiagnostischer Befund vor, vier Fälle seien nach klinisch-epidemiologischen Kriterien bestätigt worden. Vier Personen werden stationär betreut, die anderen Personen sind häuslich isoliert. Sechs Personen gelten als genesen.

19.05 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen im Südwesten nimmt stark zu

Dem Gesundheitsministerium in Stuttgart sind am Mittwoch weitere 1209 bestätigte Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet worden. Die Gesamtzahl stieg damit auf auf mindestens 7252, wie das Ressort von Sozialminister Manne Lucha (Grüne) mitteilte. Bislang sind 56 infizierte Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben.

18.35 Uhr: Erste Todesfälle in den Landkreisen Lörrach und Lindau

Erstmals sind im Landkreis Lörrach drei Menschen gestorben, die an Covid-19 erkrankt waren. Die zwei Männer und eine Frau waren zwischen 85 und 90 Jahre alt und hatten Vorerkrankungen, teilt das Landratsamt mit.

Die Zahl der bestätigten Covid-19-Infektionen hat sich seit dem Vortag um 16 erhöht. Damit gibt es aktuell 153 bestätigte Fälle im Landkreis Lörrach. Im Krankenhaus werden derzeit zehn bestätigte Covid-19 Patienten behandelt, davon müssen momentan weiterhin zwei intensivmedizinisch behandelt werden.

Rund 1.800 negative Abstrichergebnisse liegen dem Gesundheitsamt zur Zeit vor. Insgesamt sind mittlerweile 23 Personen, die sich mit dem Virus infiziert hatten, wieder gesund.

Auch im Landkreis Lindau gibt es einen ersten Todesfall. Das zuständige Lindauer Landratsamt bestätigte auf SÜDKURIER-Nachfrage, dass ein Mensch, der über 80 Jahre alt war, an dem Virus gestorben ist. Aus datenschutzrechtlichen Gründen könne man nicht mitteilen, ob der Patient daheim, im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung verstorben ist und ob er an einer Vorerkrankung litt. Im Landkreis Lindau waren am Dienstag 53 positive Coronafälle gemeldet, am Mittwoch waren es hingegen schon 67 Fälle. Nach Auskunft der Behörde könne dies auch daran liegen, dass die Auswertung der Tests unterschiedlich lange dauern kann.

17.15 Uhr: Historisches Hilfspaket in Corona-Krise beschlossen

Der Bundestag hat ein beispielloses, milliardenschweres Hilfspaket in der Corona-Krise beschlossen. Es umfasst Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen, allerdings sind nicht alle Gesetze zustimmungspflichtig.

Konkret verabschiedete der Bundestag einen 600 Milliarden Euro umfassenden Schutzschirm für größere Firmen. Der Staat will in großem Umfang Garantien geben und notfalls wichtige Unternehmen auch ganz oder zum Teil verstaatlichen. Für kleine Firmen und Selbstständige soll es direkte Zuschüsse im Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro geben. Dazu wird derzeit an einer Bund-Länder-Vereinbarung gearbeitet, das Geld soll über die Länder ausgezahlt werden.

Auch um dies zu finanzieren, beschloss der Bundestag einen Nachtragshaushalt. Das Finanzministerium rechnet mit Kosten für die Hilfsprogramme von insgesamt mehr als 122 Milliarden Euro. Zugleich kommen wohl 33,5 Milliarden Euro weniger Steuern herrein. Deshalb plant Finanzminister Olaf Scholz (SPD) eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro. Das sind rund 100 Milliarden mehr, als die Schuldenbremse im Grundgesetz erlaubt. Deswegen wurde eine Notfallregel gezogen - diese wurde mit der erforderlichen Kanzlermehrheit beschlossen.

Für Mieter beschloss der Bundestag Regelungen, dass ihnen nicht mehr gekündigt werden kann, wenn sie wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. Außerdem sollen weitere soziale Härten abgefedert werden. Daneben gibt es eine große Finanzspritze für die Krankenhäuser. Der Bund bekommt zudem mehr Kompetenzen beim Seuchenschutz. Das Insolvenzrecht wird gelockert, so dass Firmen nicht so schnell pleite gehen.

16.02 Uhr: Flughafen Friedrichshafen im Krisenmodus

„Wir sind derzeit in einer Art Winterschlaf, aus dem wir aber jederzeit erwachen können“, sagt Bodensee-Airport-Geschäftsführer Claus-Dieter Wehr auf SÜDKURIER-Nachfrage. Seit Freitag sei der Häfler Flughafen aufgrund der Corona-Pandemie zwar von der sogenannten Betriebspflicht befreit, aber die Grundstruktur werde aufrechterhalten.

So sei am Samstag ein Flieger aus Großbritannien in Friedrichshafen gelandet, der deutsche Passagiere zurückgebracht habe. Am Sonntag habe ein Privatflugzeug einen Arzt nach Hof geflogen und in den vergangenen Tagen hätten einzelne Firmenflüge stattgefunden.

„Der Airport steht auch für medizinische Flüge oder Versorgungs- und Hilfsflüge der Bundeswehr bereit“, betont Wehr. Flüge, die tagsüber stattfinden, müssten jeweils drei Stunden vorab angemeldet werden und Nachtflüge jeweils bis spätestens 17 Uhr. „Den Vorlauf brauchen wir, um die externe Flugsicherung und bei Bedarf auch die Bundespolizei aufzubieten.“

15.06 Uhr: Bundestag beschließt Nachtragshaushalt – 156 Milliarden neue Schulden

Der Bundestag hat mit großer Mehrheit einen Nachtragshaushalt angenommen, der Milliarden-Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise vorsieht. Die Abgeordneten der AfD enthielten sich bei der Abstimmung über die Vorlage aus dem Bundesfinanzminsterium, die anderen Fraktionen stimmten ihr zu.

 

Das Finanzministerium rechnet im Nachtragshaushalt mit Kosten für die Corona-Hilfsprogramme von 122,5 Milliarden Euro. So sind direkte Zuschüsse von insgesamt 50 Milliarden Euro für kleine Firmen und Solo-Selbständige geplant, auch Krankenhäuser sollen mehr Geld bekommen.

Zugleich rechnet der Bund damit, wegen der massiven wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise 33,5 Milliarden Euro weniger Steuern einzunehmen. Deshalb plant Finanzminister Olaf Scholz (SPD) eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro. Das sind rund 100 Milliarden mehr, als die Schuldenbremse im Grundgesetz erlaubt.

14.15 Uhr: 145 freiwillige medizinische Helfer melden sich nach Aufruf im Schwarzwald-Baar-Kreis

Erfreuliches Ergebnis für die Verantwortlichen im Schwarzwald-Baar-Kreis: Innerhalb von nur zwei Tagen haben sich 145 Freiwillige beim Landratsamt des VS-Kreises gemeldet. Das berichtet die Sprecherin des Landkreises, Heike Frank, dem SÜDKURIER auf Nachfrage. Die Spontanhelfer werden für den Fall rekrutiert, dass sich die Coronakrise im Kreis und damit in den Krankenhäusern in Villingen-Schweinningen sowie Donaueschingen verschärften sollte. Im Moment werden sie nicht gebraucht, doch stehen sie bereit und werden als Eiserne Reserve vorgehalten. „Ein Personalnotstand ist derzeit nicht zu verzeichnen,“ schreibt das Landratsamt, doch wolle man für den „Fall der Fälle“ gerüstet sein.

12:30 Uhr: Mastercard hebt Limit für kontaktlose Zahlungen ohne Pin-Eingabe an

Mastercard hat die Obergrenze für kontaktlose Zahlungen ohne Eingabe einer Pin-Nummer in der Coronavirus-Krise von 25 auf 50 Euro angehoben. Die Erhöhung gilt für Deutschland und weitere europäische Länder, wie Mastercard am Mittwoch mitteilte. Aktuell würden 75 Prozent der Mastercard-Transaktionen in Europa kontaktlos durchgeführt. Viele Geschäfte ermutigen Kunden, auf diese Weise zu bezahlen, um eine potenzielle Virenübertragung über Bargeld oder die Bankkarte zu verhindern.

12:05 Uhr: Spanien verzeichnet mehr Todesopfer als China

Die Zahl der Corona-Todesopfer in Spanien hat die Chinas überholt. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben 3434 Menschen in Spanien an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen.

11:50 Uhr: Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet

Der britische Thronfolger Prinz Charles hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der älteste Sohn von Königin Elizabeth II. sei positiv auf den Erreger getestet worden, teilte seine Londoner Residenz Clarence House mit. Der 71-Jährige leidet demnach an leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten "wohlauf".

11:44 Uhr: Wie das Land Künstlern helfen will

Die Corona-Krise trifft viele Museen und Kulturschaffende in unserer Region hart. Jetzt haben Landtag und Regierung ein Soforthilfeprogramm aufgegleist. Hier geben wir einen Überblick:

11:30 Uhr: Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

Um die Ausbreitung der Corona-Pandemie in Deutschland zu bremsen, hat das Bundesinnenministerium ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde von diesem Mittwoch um 17 Uhr an im Rahmen der bestehenden Grenzkontrollen die Einreise verweigert, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit.

11:20 Uhr: Mehr als 33.200 Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland sind bislang mehr als 33.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das geht aus einer Auswertung hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 9400 sowie Bayern mit mehr als 6300 und Baden-Württemberg mit mehr als 6000 Fällen. Mehr als 160 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Zwei weitere Deutsche starben nach Auskunft des Robert Koch-Instituts während einer Reise in Ägypten.

11:00 Uhr: Jeder dritte Verbraucher legte Lebensmittelvorräte an

Rund jeder dritte Verbraucher in Deutschland hat in der vergangenen Woche angesichts der Corona-Krise seine Lebensmittelvorräte aufgestockt. Bei Hygieneartikeln kaufte dagegen nur jeder Sechste mehr als sonst. Das ist das Ergebnis eines „Corona Consumer Checks“, für den das Kölner Institut für Handelsforschung 1000 repräsentativ ausgewählte Personen befragte. Grund für die Hamsterkäufe sei offenbar die Befürchtung gewesen, nicht mehr wie gewohnt einkaufen zu können.

10:45 Uhr: Besondere Bedingungen heute im Bundestag

Ungewohnter Anblick: Mit Abstand zu einander nehmen die Abgeordneten an der heutigen 154. Sitzung des Bundestages teil. Um die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zu minimieren, bleiben jeweils zwei Plätze zwischen den Bundestagsabgeordneten frei. Angesichts der Bedrohung durch die Corona-Pandemie haben im Bundestag alle Fraktion das Maßnahmenpaket der Bundesregierung für Gesundheitsschutz und finanzielle Hilfen unterstützt, über das nun abgestimmt werden soll.

Bild: Kay Nietfeld (dpa)

Auch der Bundesrat kam zeitgleich zu einer nur wenige Minuten dauernden Sondersitzung zusammen, in der die Länder keine Einwände erhoben gegen den am Montag vom Bundeskabinett beschlossenen Nachtragshaushalt in Höhe von 156 Milliarden Euro. Die Stellungnahme der Länderkammer ist Voraussetzung, damit das Paket vom Bundestag beschlossen werden kann.

10:30 Uhr: Lindner: Müssen schnellstmöglich in Freiheit zurückkehren können

FDP-Chef Christian Lindner hat vor Folgen längerer Einschränkungen in der Corona-Krise gewarnt und gefordert, den Menschen schnellstmöglich wieder Freiheit zu ermöglichen. Die jetzigen Beschränkungen seien verhältnismäßig, sagte der Vorsitzende der FDP-Fraktion am Mittwoch im Bundestag. „Der aktuelle Zustand widerspricht aber der menschlichen Natur.“ Er passe nicht zu einer offenen Gesellschaft, gefährde die Wirtschaft und auch den sozialen Frieden, „wenn schon in der allernächsten Zeit die Akzeptanz der Menschen sinken könnte“, mahnte Lindner. Der Zustand müsse deswegen „Schritt für Schritt, aber so schnell wie möglich“ überwunden werden.

09:20 Uhr: 131 bestätigte Corona-Fälle im Bodenseekreis

Im Bodenseekreis gibt es nun 131 bestätigte Corona-Fälle. Die Dunkelziffer dürfte aber weit höher sein. Sechs Menschen werden nach Angaben des Landratsamtes mittlerweile stationär behandelt, 500 Menschen sind aktuell in behördlich angeordneter Quarantäne.

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08:16 Uhr: DFL hofft auf Bundesliga-Fortsetzung Mitte Mai

Nach der Empfehlung für eine verlängerte Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga hofft die Deutsche Fußball Liga nach aktuellen Berichten auf eine Wiederaufnahme Mitte Mai. Für den 16. Mai war eigentlich der letzte Bundesliga-Spieltag in dieser Saison terminiert. Bis zum 30. Juni solle die Saison dann mit Geisterspielen zu Ende gebracht werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie hatte das Präsidium der DFL am Dienstag eine Pause bis mindestens zum 30. April empfohlen.

07:23 Uhr: Bundestag berät heute historisches Krisen-Paket

Der Bundestag entscheidet heute über das historische Hilfspaket für Bürger und Unternehmen in der Corona-Krise. Es soll in bisher kaum vorstellbarem Tempo beschlossen werden. Der Bund will mit mehreren großen Rettungsschirmen und umfangreichen Rechtsänderungen Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise schützen. Die Schuldenbremse im Grundgesetz soll ausgesetzt werden.

07:07 Uhr: Wie kann ich aktuell meine Abwehr stärken?

Mit Powersuppe und Meditation: Heilpraktikerin Margit Krämer gibt Tipps, wie man zu Hause das Immunsystem stärken kann. Wie bei allen Krankheiten gelte auch beim Coronavirus, dass man die eigenen Abwehrkräfte im Körper auf Trab bringen sollte, erklärt die Reichenauer Physiotherapeutin und Heilpraktikerin Margit Krämer.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 24. März:

20:50 Uhr: In Frankreich erstmals über 1000 Opfer von Covid-19-Pandemie

Die Covid-19-Pandemie hat in Frankreich bereits über 1000 Opfer gefordert. Es starben 1100 Menschen in Krankenhäusern, das waren 240 mehr als noch am Vortag, wie Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Dienstagabend in Paris mitteilte.

In Frankreich steckten sich bisher rund 22 300 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 an, das waren über 2400 mehr als noch am Vortag. Das Virus kann die Erkrankung Covid-19 auslösen.

20:25 Uhr: Gilt das Kontaktverbot auch in den eigenen vier Wänden?

Zur Eindämmung des Coronavirus haben Bund und Länder am Wochenende ein weitgehendes Kontaktverbot beschlossen. Abgesehen von Menschen, mit denen man ohnehin zusammen wohnt, dürfen sich maximal zwei Personen gemeinsam „im öffentlichen Raum“ aufhalten. In der konkreten Umsetzung wirft diese Regelung allerdings Fragen auf.

In den am Sonntag vereinbarten Leitlinien werden die Bürger ausdrücklich aufgefordert, „die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren“. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte auf Nachfrage, diese Regelung erstrecke sich auch auf den Bereich der eigenen Wohnung - selbst wenn das in den Leitlinien nicht explizit so erwähnt ist. Für die rechtsverbindliche Umsetzung sind allerdings die Länder zuständig, so dass die einzelnen Bestimmungen unterschiedlich ausfallen können.

Ausgenommen von der Zwei-Personen-Regelung der Leitlinien sind lediglich Mitglieder des eigenen Haushalts - und damit keine erwachsenen Kinder, die nicht mehr bei Vater und Mutter wohnen. Da „Notbetreuung“ und „Hilfe für andere“ weiterhin möglich sein sollen, sind im Einzelfall sicherlich Ausnahmen denkbar - die müssten dann allerdings gut begründet sein, weil bei Verstößen gegen die Leitlinien empfindliche Geldbußen drohen. Bei einem befreundeten Pärchen auf ein Glas Wein vorbeischauen oder ein Besuch des Spielkameraden der Kinder fallen jedenfalls nicht unter mögliche Ausnahmeregeln. Paare, die in verschiedenen Wohnungen leben, dürfen sich in der Regel aber weiterhin besuchen.

20:20 Uhr: Nach Verwirrung um Coronavirus-Tests: Ravensburger Labor analysiert alle Proben

Nach einer Debatte über möglicherweise nicht verwertbare und liegengebliebene Coronavirus-Tests hat ein Labor in Ravensburg im Laufe des Dienstags ausstehende Proben analysiert. Durch die Nachmessung seien noch positive Patienten diagnostiziert worden, sagte der beauftragte Geschäftsleiter des Labors, Diethard Müller, am Dienstagabend. Im Laufe des Abends sollten alle der 2000 noch ausstehenden Proben analysiert werden.

19:40 Uhr: Eltern im Südwesten sollen Kita-Gebühren für April erlassen werden

Eltern sollen im Südwesten für April keine Kita-Gebühren zahlen müssen, wenn sie ihre Kinder wegen des Coronavirus zuhause betreuen. Darauf haben sich Städte, Gemeinden und Kirchen am Dienstag verständigt. Es handelt sich um eine Empfehlung, die für die Kommunen nicht rechtlich bindend ist, wie der Gemeindetag erläuterte.

Zuvor hatten etliche Gemeinden wie Schwäbisch Gmünd, Villingen-Schwenningen, Stuttgart oder Mannheim gemeldet, auf die April-Einnahmen zu verzichten. Die Empfehlung gilt laut Städtetag nicht für Kinder mit Eltern aus unverzichtbaren Berufsgruppen wie Pfleger oder Polizisten, deren Kinder in der Notbetreuung sind.

In Tübingen sollen aber auch diese Eltern aus Gründen eines vereinfachten Verfahrens und als Anerkennung ihrer Leistungen entlastet werden. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) betonte, viele Selbstständige und Arbeitnehmer müssten jetzt mit Einkommensverlusten rechnen. Familien seien davon besonders betroffen. „Durch den Gebührenverzicht sparen die Tübinger Eltern im April insgesamt über 750 000 Euro. Das wirkt sich sofort auf den Kontostand aus.“

18.50 Uhr: Greta Thunberg „sehr wahrscheinlich“ mit Coronavirus infiziert  

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich nach eigenen Angaben "sehr wahrscheinlich" mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Nach einer Europareise habe sie mehrere typische Symptome bekommen, berichtete die 17-Jährige am Dienstag im Internet-Netzwerk Instagram. "Ich habe mich erschöpft gefühlt, hatte Schüttelfrost und Halsschmerzen und ich hustete." Als die Symptome vor etwa zehn Tagen aufgetreten seien, hätten sie und ihr Vater sich vorsichtshalber in Quarantäne begeben.

Inzwischen habe sie sich wieder erholt, schrieb Thunberg. Auch habe sie sich ohnehin kaum richtig krank gefühlt. So gehe es vielen jungen Leuten, warnte die 17-Jährige: Es gebe kaum Symptome und trotzdem könne jemand das Virus haben und an andere weitergeben. "Wir, die wir nicht zu einer Risikogruppe gehören, haben eine enorme Verantwortung. Unser Handeln kann für andere den Unterschied ausmachen zwischen Leben und Tod."

17.42 Uhr: Bundestag will Notlage feststellen

Der Bundestag will an diesem Mittwoch eine Notlage in Deutschland durch die Coronavirus-Epidemie feststellen. Der Bund soll verstärkte Befugnisse beim Infektionsschutz erhalten. Eltern sollen Geld bekommen, wenn sie durch Verdienstausfall wegen Kita- oder Schulschließungen zu Hause bleiben müssen.

Durch das Gesetz von Gesundheitsminister Jens Spahn soll die Bundesregierung mehr Eingriffsmöglichkeiten im ganzen Land erhalten. Das Gesetz soll direkt angewendet werden können. „Aufgrund der durch das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 verursachten Epidemie stellt der Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite fest“, heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf.

Die Bundesregierung zielt mit dem Entwurf darauf ab, einer Destabilisierung des Gesundheitssystems vorzubeugen. Deshalb müsse die Regierung in die Lage versetzt werden, „schnell mit schützenden Maßnahmen einzugreifen“.

Das Bundesgesundheitsministerium soll deshalb ermächtigt werden, durch Anordnung oder Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates viele Regeln zu beschließen. Dazu gehören laut dem Entwurf Maßnahmen zur Grundversorgung mit Arzneimitteln, Medizinprodukten, Labordiagnostik, Hilfsmitteln, Gegenständen der persönlichen Schutzausrüstung.

Unter anderem sollen Regeln im Gesundheitswesen außer Kraft gesetzt werden und etwa Praxisärzte leichter Zuschläge bekommen können. Meldepflichten etwa für die Bahn über Reisende sollen bundesweit schnell geregelt werden können. Auch sollen die Länderbehörden rascher Meldungen etwa über negative Coronavirus-Tests an den Bund weitergeben müssen.

Die geplante Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes soll auf ein Jahr begrenzt werden.

16.00 Uhr: Baden-Württemberg plant keine Absage von Abi-Prüfungen

Das Kultusministerium geht bislang davon aus, dass die zentralen Schulprüfungen, darunter das Abitur, vom 18. Mai an trotz der Corona-Krise stattfinden können. Dennoch bereite man sich auf unterschiedliche Szenarien vor, um auf alle Situationen angemessen reagieren zu können, teilte eine Sprecherin von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) jetzt mit.

15.30 Uhr: Einblick in private Klassenzimmer in unserer Region

Allen Eltern mit schulpflichtigen Kindern geht es zur Zeit gleich: Die Schule ist geschlossen, und das Wohn- oder Kinderzimmer ist zum Klassenzimmer geworden. Damit der von Schülern gebrauchte Satz "wir haben Corona-Ferien" nicht Wirklichkeit wird, versuchen täglich Mütter und Väter ihre Kinder zum Lernen zu motivieren. Hier suchen wir nun Eindrücke unserer Leser - wie funktioniert Schule bei Ihnen Hause?

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14.40 Uhr: 1000 Extra-Ärzte wollen in Corona-Krise helfen

Rund 1000 Ärzte, die derzeit nicht medizinisch arbeiten, haben in Baden-Württemberg ihre Hilfe in der Corona-Krise angeboten. „Unsere Mitglieder erkennen den dringenden Bedarf an ärztlicher Arbeitskraft und wollen dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung zu stärken“, sagte der Präsident der Landesärztekammer, Wolfgang Miller. „Während einige dieser Freiwilligen schon zum Einsatz gekommen sind, halten sich die meisten für den Eventualfall bereit.“ Es handelt sich zum Beispiel um Ärzte in der Verwaltung, bei Behörden, in der Pharmaindustrie, in der Elternzeit oder im Ruhestand.

14.02 Uhr: IOC bestätigt: Olympia in Tokio wird verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio sollen verschoben werden, spätestens aber im Sommer 2021 stattfinden. Das haben das Internationale Olympische Komitee und die Olympia-Organisatoren in Japan gemeinsam am Dienstag beschlossen, wie das IOC mitteilte.

Die Olympischen Spiele in Tokio werden verschoben.
Die Olympischen Spiele in Tokio werden verschoben. | Bild: Stanislav Kogiku/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Verschiebung der Olympischen Spiele begrüßt. „Die nunmehr schnelle und klare Entscheidung zur Verschiebung der Olympischen und Paralympischen Spiele ist ein richtiger und enorm wichtiger Schritt für den internationalen Sport und die gesamte Weltgemeinschaft“, hieß es in einer Stellungnahme. „Das hilft vor allem den Athleten, indem es den Trainings- und Qualifikationsdruck in dieser schwierigen Phase nimmt.“ Die Verlegung bestätige „der Weltbevölkerung, dass auch im Sport alles dafür getan wird, die weltweite Pandemie bestmöglichst und baldmöglichst unter Kontrolle zu bringen“. Der DOSB hatte schon vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees am Dienstag für eine Verschiebung um ein Jahr plädiert. 

13.25 Uhr: Kretschmann: „Wir stehen noch am Beginn der Krise“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sieht noch keine Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise: "Wir stehen immer noch am Beginn der Krise", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart vor Journalisten. "Es gilt weiterhin Alarmstufe rot", denn die Zahl der Infizierten steige weiter an. Dies rechtfertige die tiefen Eingriffe in die Freiheiten der Bürger, die Bund und Länder beschlossen hatten.

Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) konstatierte eine Wirkung der beschlossenen Maßnahmen. Dies zeige sich in einer leichten Abflachung der Infektionskurve. Lucha selbst befindet sich derzeit in Quarantäne, weil Kontakt zu einem Corona-Infizierten hatte.

Das Kabinett in Stuttgart brachte am Dienstag auch milliardenschwere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft auf den Weg. Unternehmen können demnach zeitnah Zuschüsse bekommen. Oberstes Ziel sei es, eine Insolvenzwelle zu verhindern, sagte Kretschmann.

Weiteres Landesgeld fließt in den Ausbau der Krankenhauskapazitäten in Baden-Württemberg. Kretschmann betonte, inzwischen sei es gelungen, die Zahl der Intensivbetten zu verdoppeln.

12.29 Uhr: Wie Mobilfunk-Provider ihren Kunden jetzt entgegenkommen

Vodafone-Mobilfunkkunden verbrauchen bei der Nutzung vieler populärer sozialer Netzwerke vorerst keine Daten mehr. Mit dieser Änderung will das Unternehmen seinen Kunden nach eigenen Angaben die Kommunikation während der Corona-Krise erleichtern.

Die Regelung gilt bis auf Widerruf für die Nutzung von Facebook, Instagram, Twitter, Tiktok, Snapchat, Pinterest und Lovoo.

Um diese Netzwerke ohne Datenverbrauch nutzen zu können, muss man sich in der Mein-Vodafone-App nur für den sogenannten Social Pass registrieren. Das gilt für Privat- wie auch für Geschäftskunden.

In den Tagen zuvor hatten bereits andere Mobilfunkunternehmen ihre Konditionen aufgrund der Corona-Krise geändert. Bei der Telekom erhält jeder Mobilfunkkunde nun monatlich zehn Gigabyte (GB) Extra-Datenvolumen gratis. Die Aktion soll laut dem Unternehmen für Vertrags- wie für Prepaid-Kunden gelten und bis auf Widerruf gelten.

Damit das zusätzliche Highspeed-Datenvolumen bereitgestellt wird, muss es über die Mein-Magenta-App abgerufen werden. Auch Geschäftskunden profitieren den Angaben zufolge von den Extra-Daten, müssen aber auf ihrem Mobilgerät die Seite pass.telekom.de öffnen, um die zehn GB zu erhalten.

Wieder anders geht Telefónica die Sache an: Das Unternehmen hebt die Surfgeschwindigkeit ihrer Kunden nach dem Verbrauch des monatlichen Highspeed-Datenvolumens an. Statt mit den regulären 32 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) surfen Kunden der Konzernmarken O2 und Blau bis Ende April ohne Zusatzkosten dann mit 384 Kbit/s unbegrenzt weiter.

Gleiches gilt für Kunden von Discount-Anbietern wie Aldi Talk, die das O2-Netz nutzen. Die Bandbreite soll reichen, um die relevantesten Smartphone-Anwendungen ohne Zusatzkosten unlimitiert nutzen zu können. Dazu zählen das Surfen im Internet und Messenger-Telefonie.

12.09 Uhr: Auch Supermärkte in Deutschland wollen Sonderprämien zahlen

Auch in Deutschland wollen Supermärkte und Discounter offenbar das Engagement ihrer Beschäftigten in der Corona-Krise würdigen und ihnen Prämien zahlen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) schlug nun steuerfreie Sonderzahlungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „auf freiwilliger Basis“ vor. Der Verband nannte keine Branchen und keine Zahlen.

11.54 Uhr: So sieht Basel menschenleer von oben aus

Was für ein ungewohnter Anblick: Aktuelle Luftbilder zeigen nahezu menschenleere Plätze, Straßen und Brücken in der Basler Innenstadt während der Corona-Krise. Die eindrücklichen Luftbilder entstanden am 19. März im Rahmen eines gemeinsamen Projekts von Basel-Stadt, Lörrach und Weil am Rhein.

11.04 Uhr: Was passiert, wenn die Krankenhäuser in die Knie gehen?

Der Notfallplan des Landratsamtes Waldshut legt fest: Bevor Hallen, Hotels und Zelte in Frage kommen, sollen die Rehakliniken im Landkreis Akutpatienten aufnehmen. Susanna Heim vom Landratsamt berichtet über den Drei-Stufen-Notfallplan und sagt konkret, welche Rehakliniken schon im engeren Kreis sind. Bislang aber alles nur ein Szenario.

10.07 Uhr: Fußballverbände im Land befürchten hohen Corona-Schaden

Die Fußballverbände in Baden-Württemberg rechnen angesichts der Corona-Krise mit einem hohen finanziellen Schaden. „Der Schaden hängt natürlich sehr davon ab, wie lange die Zwangspause dauert. Bis zum Ende der Saison gehen wir, einschließlich der Sportschule, von über 1 Millionen Euro Schaden aus“, teilte der Badische Fußballverband (bfv) mit. Auch der Württembergische (wfv) sowie der Südbadische Fußballverband (SBFV) rechnen mit Einbußen, konnten aber noch keine Höhe nennen.

9.10 Uhr: Bergwacht bittet wegen Corona um erhöhte Vorsicht in der Natur

Die Bergwacht in Baden-Württemberg mahnt Freizeitsportler angesichts der Corona-Krise zu erhöhter Vorsicht. Wegen geschlossener Einrichtungen und eingeschränkter Freizeit- und Kontaktmöglichkeiten ziehe es viele Menschen vermehrt in die Natur, sagte eine Sprecherin der Bergwacht Schwarzwald. Dies bedeute ein erhöhtes Unfallrisiko. Komme es zu Unglücken, müssten sich Retter im Einsatz einer hohen Infektionsgefahr aussetzen. Menschen sollten ihr Freizeitverhalten daher so anpassen, dass die Einsatzzahlen für den Rettungsdienst möglichst gering gehalten werden können. Dies gelte beim Wandern ebenso wie zum Beispiel beim Klettern und Mountainbiken.

 

Die Bergwacht geht den Angaben zufolge davon aus, dass frühlingshafte Temperaturen in den nächsten Wochen für einen Anstieg der Freizeitaktivitäten in der Natur sorgen werden. Solche Aktivitäten im Freien alleine, zu zweit oder mit der Familie sind nach Angaben des Innenministeriums in Stuttgart trotz der deutschlandweit geltenden Kontakt-, Betretungs- und Ausgangsverbote weiterhin erlaubt. Es müsse dabei jedoch ein Abstand von mindestens 1,50 Metern zueinander eingehalten werden.

08:02 Uhr: Verkehrsunternehmen fahren nach dem Ferienplan

Fahrpläne passen sich der neuen Situation an: In Zeiten des Coronavirus verzichten viele Menschen auf den Gebrauch der öffentlichen Verkehrsmittel. Busse sind fast menschenleer und auch im Seehas gibt es viel Beinfreiheit. Deshalb haben viele Verkehrsbetrieben im Landkreis Konstanz ihren vorübergehend Fahrplan angepasst.

07:40 Uhr: 95 Prozent der Deutschen befürworten Einschränkung

Die übergroße Mehrheit der Deutschen befürwortet laut einer Umfrage die wegen des Coronavirus verhängten Beschränkungen von Versammlungen. Laut dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend stellen sich 95 Prozent der Befragten hinter die Regelung, die Treffen von mehr als zwei Personen außerhalb der eigenen häuslichen Gemeinschaft verbietet. Nur drei Prozent der Deutschen lehnen diese Maßnahme ab. 75 Prozent der Bundesbürger sind der Umfrage zufolge zufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung. Nur fünf Prozent sind damit gar nicht, 18 Prozent sind weniger zufrieden.

07:07 Uhr: China hebt Abriegelung von Provinz Hubei weitgehend auf

In China wird die wegen der Ausbreitung des Coronavirus verhängte Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend aufgehoben. In der dortigen Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Pandemie gilt, wird das allgemeine Verbot zum Verlassen der Stadt und Provinz zum 8. April aufgehoben, wie die örtlichen Behörden ankündigten. Für die übrigen Bewohner von Hubei gilt, dass sie ab Mitternacht in der Nacht zum Mittwoch (Ortszeit) aus der Provinz ausreisen dürfen. Voraussetzung ist, dass sie gesund sind. Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 23. März:

21:45 Uhr: Britische Regierung verhängt dreiwöchige Ausgangssperre

Wegen der Corona-Krise verhängt Großbritannien eine mindestens dreiwöchige Ausgangssperre. Die Maßnahme gelte ab Montagabend, erklärte Premierminister Boris Johnson. Wegen des neuartigen Coronavirus gelten weltweit mittlerweile für mehr als eine Milliarde Menschen Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen.

20:45 Uhr: Mehr als 1000 Corona-Neuinfektionen im Südwesten - nun über 5300

Dem Gesundheitsministerium in Stuttgart sind am Montag 1033 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus gemeldet worden. Das sind mehr als doppelt so viel neue Fälle wie am Sonntag. Die Gesamtzahl steigt damit auf 5333, wie das Ressort von Manne Lucha am Montagabend mitteilte. Der Grünen-Politiker ist jetzt selbst in häuslicher Quarantäne. Er hatte am Wochenende erfahren, dass eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Bislang gibt es im Südwesten 31 Tote - 23 von ihnen waren 80 Jahre alt oder älter.

19:50 Uhr: EU-Staaten setzen Schuldenregeln in Corona-Krise aus

Für die beispiellosen Rettungspakete der EU-Staaten gegen die Folgen der Corona-Krise werden erstmals die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Montag in einer Schaltkonferenz zu. Sie billigten den Vorschlag der EU-Kommission, die sogenannte Allgemeine Ausweichklausel des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu ziehen.

„Die Nutzung der Klausel wird die nötige Flexibilität erlauben, alle nötigen Maßnahmen zur Unterstützung unserer Gesundheits- und Zivischutzsysteme und zum Schutz unserer Volkswirtschaften zu ergreifen“, hieß es in einer in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Möglich seien auch weitere koordinierte Konjunkturmaßnahmen, sollten sie nötig werden. Darin zeige sich die Entschlossenheit, die gegenwärtigen Herausforderungen anzupacken, Vertrauen wiederherzustellen und eine schnelle Erholung zu erlauben.

19:01 Uhr: UEFA verschiebt Endspiele der Europacup-Wettbewerbe

Die Europäische Fußball-Union hat die ursprünglich Ende Mai geplanten Endspiele in der Champions League und Europa League nun auch offiziell wegen der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben. Dies teilte die UEFA am Montagabend mit. Das Finale in der Königsklasse sollte ursprünglich am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel in der Europa League am 27. Mai in Danzig. Von der Verlegung ist auch die Champions League der Frauen betroffen, wo der Sieger am 24. Mai in Wien ermittelt werden sollte.

Wegen der Corona-Krise sind alle europäischen Club-Wettbewerbe derzeit ausgesetzt. In der Champions League stehen noch vier Achtelfinal-Rückspiele aus, darunter auch das des FC Bayern München gegen den FC Chelsea. In der Europa League konnten nur sechs von acht Achtelfinal-Hinspielen stattfinden.

18:40 Uhr: Zahl der Coronavirus-Infektionen weltweit auf mehr als 350.000 gestiegen

Die Zahl der offiziell bestätigten Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus ist weltweit auf mehr als 350.000 gestiegen. Eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf der Basis von Behördenangaben ergab, dass sich bis Montagnachmittag mindestens 350.142 Menschen mit dem Erreger Sars-Cov-2 infiziert haben. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 15.873.

Inzwischen hat sich das Coronavirus auf 174 Länder rund um den Globus ausgebreitet. Die meisten Infektionen verzeichnet mit 81.093 offiziell gemeldeten Fällen weiterhin China, wo das Virus im vergangenen Dezember erstmals aufgetreten war. An zweiter Stelle steht Italien mit fast 64.000 nachgewiesenen Infektionen.

Die Dunkelziffer bei den Infektionsfällen dürfte weltweit noch deutlich höher liegen. In den meisten Ländern werden nur Menschen mit starken Symptomen auf das Coronavirus getestet. Die offiziell gemeldeten Infektionszahlen dürften daher nur einem Bruchteil der tatsächlichen Fälle entsprechen.

17:40 Uhr: Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha in häuslicher Quarantäne

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) befindet sich in Quarantäne. Er habe am Wochenende erfahren, dass eine Person aus seinem persönlichen Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Montag mit. Lucha habe sich daraufhin unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben. Er sei symptomfrei und gehe seinen Dienstgeschäften von zu Hause aus nach.

16:30 Uhr: Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. „Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.“

Merkel hatte sich am Sonntagabend in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am Freitag zu einem Arzt Kontakt hatte, der mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft.

„Der Bundeskanzlerin geht es gut“, hatte Seibert gegen Mittag gesagt. Merkel habe am Montag per Telefonschalte die Kabinettssitzung geleitet und mache ihre Arbeit vorläufig von Zuhause aus.

15:31 Uhr: Zahl der Fäll im Kreis Waldshut steigt auf 46

Im Vergleich zum Wochenende (36 Fälle) ist am Montag die Zahl der Menschen, die mit dem Covid-19-Virus infiziert sind, im Landkreis Waldshut deutlich gestiegen. Bis 14 Uhr wurden dem Gesundheitsamt des Landkreises 46 Coronavirus-Fälle gemeldet. Es handelt sich um 21 Männer und 25 Frauen. Bei 370 Personen war der Covid-19-Test negativ.

14:51 Uhr: Erste Stadt untersagt Hamsterkäufe

Frankfurt am Main will Hamsterkäufe per Verordnung unterbinden. Nach einer am Montag ergangenen Allgemeinverfügung dürfen in den Geschäften der Stadt nur noch handelsübliche Mengen verkauft werden. Außerdem wird die Zahl der Menschen begrenzt, die sich in Geschäften aufhalten dürfen. Niemand darf nach der Verfügung mit mehr als einem Einkaufswagen unterwegs sein. 

14:45 Uhr: Merkel kann trotz häuslicher Quarantäne ihre Dienstgeschäfte führen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann nach Angaben ihres Sprechers Steffen Seibert auch in häuslicher Quarantäne ihre Dienstgeschäfte in vollem Umfang ausführen. „Der Bundeskanzlerin geht es gut“, sagte der Regierungssprecher in Berlin. Sie sei auch in häuslicher Quarantäne „in der Lage und ausgestattet, ihre Dienstgeschäfte zu führen“. Merkel hatte zuvor bereits die Sondersitzung des Kabinetts von zu Hause aus geleitet. Die Kanzlerin habe sich am Montag auf das Coronavirus testen lassen. „Warten wir das Ergebnis ab“, sagte Seibert.

14:40 Uhr: Warum beim lokalen Einzelhandel längst nicht alles still steht

In der Krise sind neue Wege gefragt: Wenn man so will, bringt die Corona-Zeit die Einzelhändler dazu, es den Giganten wie Amazon nachzumachen: Sie üben sich in Versandhandel. Aber auch der gute alte Automat am Straßenrand ist gefragt wie nie.

13:50 Uhr: Suche nach Corona-Mitteln und Impfstoffen läuft auf Hochtouren

Die Suche nach Medikamenten und Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus läuft auf Hochtouren: In Europa laufen klinische Tests von vier Arzneimitteln an insgesamt 3200 Infizierten, wie die französische Forschungszentrale Inserm mitteilte. Auch Patienten in Deutschland werden demnach einbezogen. China will erstmals einen möglichen Impfstoff gegen Covid-19 testen.

Den französischen Angaben zufolge werden in der klinischen Studie in zunächst sieben EU-Ländern Mittel getestet, die sich bereits gegen andere Viruskrankheiten bewährt haben. Darunter sind das Ebola-Medikament Remdesivir und die Arzneimittel Lopinavir und Ritonavir, die gegen HIV eingesetzt werden. Auch der Wirkstoff Hydroxychloroquin zur Malaria-Prophylaxe soll getestet werden. Die Mittel sollen an Patienten in Frankreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien getestet werden, die in einem Krankenhaus behandelt werden.

12:20 Uhr: Kabinett beschließt beispielloses Hilfspaket

Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Corona-Krise hat das Bundeskabinett am Montag ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden.

So sehen die Pläne genau aus

 

11:30 Uhr: Friseurbetriebe hatten trotz Schließungspflicht noch offen

Zwei Friseurbetriebe in Stockach und Bodman-Ludwigshafen hatten am Samstag noch geöffnet, obwohl es zu diesem Zeitpunkt wegen des Corona-Virus bereits verboten gewesen war. Sei seien laut einer Mitteilung der Polizei offenbar noch nicht darüber informiert gewesen, dass die Geschäftsschließungen nach der Corona-Verordnung auf ihr Handwerksleistungen ausgedehnt worden waren. In beiden Geschäften zeigten sich die Inhaber kooperativ und stellten nach entsprechender Aufforderung den Betrieb ein, so die Polizei. Gleichwohl leitete das Polizeirevier Stockach gegen die Geschäftsinhaber Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz ein.

10:40 Uhr: Erste Supermarkt-Verkäufer in Frankreich erhalten 1000 Euro Prämie

Supermarkt-Verkäufer in Frankreich erhalten in der Corona-Krise teilweise eine Prämie von jeweils tausend Euro. Die Einzelhandelskette Auchan kündigte an, die Prämie an 65.000 Mitarbeiter in ihren Läden, im Lieferdienst und in Lagern auszuzahlen. Auch die Baumarktkette Kingfisher kündigte eine Sonderzahlung für Angestellte mit Kundenkontakt an. Auchan lobte das „unerschütterliche Engagement“ seiner Mitarbeiter. Nur dadurch sei es möglich, alle Supermärkte geöffnet zu lassen und Lieferdienste weiter anzubieten.

09:45 Uhr: Regierung will heute umfassende Maßnahmen beschließen

Zur Linderung der Folgen der Coronavirus-Ausbreitung will das Bundeskabinett heute umfassende Maßnahmen beschließen. Dabei geht es um große Schutzschirme für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken. Geplant sind umfangreiche Rechtsänderungen. Im Schnellverfahren soll dann am Mittwoch der Bundestag den Maßnahmen zustimmen, am Freitag der Bundesrat.

«Die umfassenden Maßnahmen, die heute im Kabinett auf den Weg gebracht werden, unterstützen Familien, Mieter, Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmen ganz praktisch, schnell und unbürokratisch», sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Es seien gewaltige Summen, die Finanzminister Olaf Scholz (SPD) dafür aufbringe. Es seien aber auch gewaltige Herausforderungen. «Der Staat lässt die Menschen in dieser Krise nicht alleine», sagte Klingbeil. «Es wird nicht einfach die nächsten Wochen, aber es wird uns als Gesellschaft stärker machen.»

Die Bundesregierung plant einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro für 2020 und will dafür die Notfallregel bei der Schuldenbremse ziehen, um mehr finanziellen Spielraum zu haben. Zur Linderung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus sollen nun direkte Zuschüsse für kleine Firmen, Solo-Selbstständige und freie Berufe beschlossen werden. Ein Programm sieht ein Volumen von bis zu 50 Milliarden Euro vor.

Über einen Stabilisierungsfonds sollen Großunternehmen mit Kapital gestärkt werden können, der Staat soll sich notfalls wie in der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren auch an Unternehmen beteiligen können. Außerdem sollen Mietschulden infolge von Einkommensausfällen nicht zur Kündigung führen. Mit erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit sollen Unternehmen Beschäftigte leichter halten können - statt sie in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Deutschlands Krankenhäuser sollen mit mehr als drei Milliarden Euro unterstützt werden.

09:00 Uhr: Wie Kriminelle nun Profit schlagen wollen aus der Krise

Kriminelle haben die Coronavirus-Krise als erträgliche Einkommensquelle entdeckt und versuchen, ältere und gutgläubige Menschen zu betrügen. Dabei nutzen die Trickbetrüger die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie aus, um ihren kriminellen Aktivitäten verstärkt nachzugehen. Der Weiße Ring Schwarzwald-Baar-Kreis warnt nun vor solchen Betrügern und betont, dass solche Betrugsversuche wahrscheinlich noch zunehmen werden.

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08:00 Uhr: Wer löst den Stau am Grenzübergang Waldshut?

Auch diese Folgen hat Corona in unserer Region: Die verschärften Grenzkontrollen führen derzeit zu langen Staus am Grenzübergang Waldshut. Jetzt gibt es Überlegungen, den Güterverkehr vom Pendlerverkehr zu trennen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner hat nun die Idee eingebracht, den Lastewagen-Verkehr bereits am Autobahnkreuz Bad Dürheim abzufangen.

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07:15 Uhr: Viele Proben müssen wohl wiederholt werden

In einem Labor in Baden-Württemberg sind rund 2000 Proben auf eine Infektion mit dem Coronavirus liegengeblieben und müssen nun voraussichtlich zum Großteil wiederholt werden. Der privaten Einrichtung hätten für den Test notwendige Chemikalien gefehlt, daher seien die Proben nicht analysiert worden und seien nun zum Teil nicht mehr verwertbar, teilte das baden-württembergische Gesundheitsministerium mit. Es war zuvor selbst von dem Labor informiert worden.

Etwa die Hälfte der Proben stamme allein aus dem Kreis Tübingen, der Rest aus den Landkreisen Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis. Wer zwischen dem 14. und dem 18. März in den genannten Landkreisen eine Probe abgegeben und noch kein Ergebnis bekommen hat und zudem jetzt noch grippeähnliche Symptome zeige und Fieber habe, soll sich nun bei seinem jeweiligen Gesundheitsamt melden, um einen weiteren Test zu veranlassen.

Wer keine Symptome mehr habe, könne mit großer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, nicht infiziert zu sein, hieß es weiter. Wer davon in den kommenden Tagen aber noch Symptome zeige, solle sich ebenfalls beim Gesundheitsamt melden. Parallel werde nun geprüft, ob zumindest ein Teil der liegengebliebenen Proben noch verwendet werden kann. „Das Vorgehen des Labors hält alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger weiter in Ungewissheit und ist nicht akzeptabel“, betonte das Ministerium.

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