So ist die Lage in der Region

Maßgeblich für die Strenge der Corona-Maßnahmen ist, wie viele Menschen sich in den vergangenen sieben Tagen infiziert haben. Ab 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner gilt die Lage als kritisch. Spätestens, wenn der Wert auf 50 Infektionen steigt, drohen umfangreichere Beschränkungen. Den aktuellen Stand finden Sie in der Spalte "7-Tage-Quote".

Finden Sie hier weitere Grafiken zur Lage in der Region und Deutschland.

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Das waren die Entwicklungen am Freitag, 27. November:

21.15 Uhr: Frankreich lockert ab Samstag Corona-Auflagen

Wegen deutlich gesunkener Infektionszahlen lockert Frankreich ab Samstag seine strengen Corona-Auflagen: Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen. Zudem werden die Ausgangsbeschränkungen für die Bürger gelockert. Restaurants, Bars und Cafés sowie Sport- und Kultureinrichtungen bleiben aber geschlossen. Frankreich Präsident Emmanuel Macron hatte die Lockerungen diese Woche angekündigt. Die Ausweitung des Virus sei „gebremst“, sagte er. Es seien jedoch weitere Anstrengungen nötig, um eine dritte Welle zu verhindern. Die Zahl der Todesfälle hatte zuvor die Marke von 50.000 überschritten. Mitte Dezember und zu Weihnachten sind weitere Lockerungen in Frankreich geplant.

20.12 Uhr: 2739 neue Corona-Fälle im Südwesten, 46 weitere Tote

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 2739 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 145.607 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Freitag mitteilte. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg um 46 im Vergleich zum letzten Datenstand vom Donnerstag. Insgesamt wurden bisher 2670 Corona-Tote gezählt. Als genesen gelten 97.293 Menschen. Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 128,4 leicht gesunken. Alle Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen noch weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. Für den Ostalbkreis wurde jedoch zunächst keine Sieben-Tage-Inzidenz übermittelt.

19.24 Uhr: WHO: Bis zu 70 Prozent Corona-Impfrate für Herdenimmunität nötig

Eine Durchimpfungsrate von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung ist nach Ansicht von Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für eine wirkungsvolle Bekämpfung der Corona-Pandemie nötig. Es gebe einige Studien, die zeigten, dass diese Anzahl notwendig sei, um eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, sagte die oberste Impf-Expertin der WHO, Katherine O’Brien. „So wären viele Menschen immun und würden andere schützen“, so O’Brien am Freitagabend in Genf. Erst bei einer solchen Durchimpfungsrate könne sich das Virus nicht mehr gut verbreiten.

18.21 Uhr: Fußball-Regionalliga Südwest hofft auf Spiele ab Mitte Dezember

Die Fußball-Regionalliga Südwest nimmt vom 11. bis 13. Dezember an ihre Spiele wieder auf - wenn ab dem 1. Dezember die Politik wieder ein Mannschaftstraining in den betroffenen Bundesländern zulässt. Dies teilte die Spielkommission am Freitag nach einer Videokonferenz mit den Clubs aus Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit.

Derzeit sind alle bis zum 30. November angesetzten Spiele abgesetzt. In Baden-Württemberg und Hessen ist den Regionalliga-Teams gemäß der jeweiligen Corona-Verordnungen ihres Landes der Trainings- und Wettkampfbetrieb im November weiterhin gestattet. Im Saarland können die Clubs in begründeten Einzelfällen ausnahmsweise die Erlaubnis zum Betrieb und zur Nutzung von Sportstätten durch die zuständige Ortspolizeibehörde erhalten.

17.35 Uhr: Explodieren die Corona-Zahlen? Jetzt gibt es 42 positiv Getestete in Bodman-Ludwigshafen und der Inzidenzwert liegt bei 901,1

Es gibt eine ganze Reihe weiterer Personen, die in Bodman-Ludwigshafen positiv auf Corona getestet wurden. Aus 27 bestätigten Fällen am Donnerstag wurden am Freitag 42, also 15 mehr. Damit liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert in der Seegemeinde jetzt bei 901,1.

17.31 Uhr: Land verteilt Millionen Masken an Schulen und andere Einrichtungen

Noch vor Weihnachten sollen Schulen in Baden-Württemberg rund 8,4 Millionen FFP2-Masken erhalten. Direkt nach den Weihnachtsferien werden außerdem 24,3 Millionen OP-Masken an 2700 Schulen verschickt, wie das Kultusministerium nun mitteilte. Ausgenommen seien nur die Grundschulen. Die FFP2-Masken hat das Sozialministerium zur Verfügung gestellt.

Nach Angaben des Sozialministeriums sollen außerdem mehr als 11 Millionen Masken an Obdachlose sowie an Pflege- und Behinderteneinrichtungen gehen. Die verschiedenen Lieferungen sollen den Bedarf von drei Monaten abdecken. „Zwar haben uns die Fachleute aus Virologie und Medizin dargelegt, dass OP-Masken ausreichend sind, um den Gesundheitsschutz von Lehrerinnen und Lehrern an Schulen zu gewährleisten“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der Mitteilung zufolge.

16.30 Uhr: Baden-Württemberg ändert Quarantäne-Regeln bei Corona-Verdacht

In Baden-Württemberg gelten ab morgen neue Quarantäne-Regeln bei möglichen oder nachgewiesenen Corona-Infektionen. Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder sein könnten, müssen sich ab Samstag "sofort und ohne weitere Anordnung der Behörden selbständig in Quarantäne begeben", heißt es nach Angaben des Sozialministeriums. Dadurch sollen mögliche weitere Ansteckungen oder Übertragungen besser verhindert sowie eine Entlastung der Gesundheitsämter erreicht werden. Menschen mit Symptomen wie Fieber, trockenem Husten oder Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns zum Schutz ihrer Mitmenschen müssen sich demnach direkt in häusliche Quarantäne begeben.

Gleiches gilt für positiv Getestete, deren Haushaltsangehörige und enge Kontaktpersonen. „Sie sollten sich also sofort und ohne Umwege nach Hause oder eine andere geeignete Unterkunft begeben und dort möglichst keinen Besuch empfangen“, hieß es. Ab Dezember wird die Quarantänezeit von 14 auf 10 Tage verkürzt gemäß dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern.

Für Menschen, die nur den Verdacht haben, infiziert zu sein, beginnt die Quarantänepflicht ab einer Anordnung oder dem Moment, wenn sie einen Rachenabstrich machen lassen. Fällt der Test negativ aus, endet die Quarantäne. Positiv Getestete müssen sofort in Quarantäne, sobald sie das Testergebnis haben - und dürfen nicht noch bis zu einem Anruf vom Gesundheitsamt warten. „Die Quarantäne ist aus infektiologischer Sicht eine entscheidende Maßnahme zur Unterbrechung möglicher Infektionsketten und damit zum Schutz aller Menschen schnellstmöglich umzusetzen“, erklärte Minister Manne Lucha (Grüne) laut Mitteilung.

Verstöße gegen die Quarantäne werten die Behörden als Ordnungswidrigkeit. Dafür können Bußgelder in Höhe von mehreren Hundert bis einigen Tausend Euro verhängt werden - im Wiederholungsfall sogar von bis zu 25.000 Euro.

15.45 Uhr: Bund weitet Überbrückungshilfen für Firmen aus

Die Bundesregierung weitet die Überbrückungshilfen für coronabedingt besonders belastete Firmen aus. Die bisher bis Jahresende befristeten Hilfen werden bis Ende Juni 2021 verlängert, wie Finanz- und Wirtschaftsministerium nun mitteilten. Dabei handelt es sich um direkte Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Statt bislang maximal 50.000 Euro pro Monat beträgt die neue Förderhöchstsumme bei der „Überbrückungshilfe III“ demnach bis zu 200.000 Euro pro Monat.

Geplant ist außerdem eine „Neustarthilfe“ für Soloselbstständige. Vorgesehen ist auch eine Erweiterung des Zugangs zu den Überbrückungshilfen für die Monate November und Dezember - und zwar auch für Firmen, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur Novemberhilfe beziehungsweise Dezemberhilfe haben.

15.25 Uhr: Bund: Weihnachts-Hotelübernachtungen nicht Teil der Beschlüsse

Die in einigen Ländern geplanten Möglichkeiten zu Hotelübernachtungen für Weihnachtsbesuche entsprechen aus Sicht des Bundes nicht der gemeinsamen bundesweiten Linie. „Es ist nicht Teil des Beschlusses von Bund und Ländern, solche Übernachtungen zu ermöglichen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Die Bürger blieben weiterhin aufgerufen, touristische Reisen zu vermeiden. „Da familiär bedingte Reisen von touristischen Reisen schwer abzugrenzen sind, haben sich Bund und Länder nicht darauf geeinigt, eine solche Ausnahme bei der Nutzung von Hotels in den Beschluss aufzunehmen.“

Dies sei daher auch nicht aufgenommen worden. Schleswig-Holstein, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Berlin haben angekündigt, Hotelübernachtungen bei Familienbesuchen über Weihnachten zulassen zu wollen. Dagegen hatte sich auch bereits Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) ausgesprochen.

14.36 Uhr: Passau verhängt Ausgangsbeschränkungen

Die Stadt Passau verhängt angesichts der stark gestiegenen Zahl von Corona-Infektionen strenge Ausgangsbeschränkungen. Sie sollten am Samstag beginnen und zunächst eine Woche dauern, wie Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) am Freitag ankündigte. Passauer dürfen ihre Wohnung nur noch aus triftigem Grund verlassen, beispielsweise um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen.

Außerdem verhängt die Stadt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen und verordnet Wechselunterricht für die Jahrgangsstufen 7 bis 11 - mit Ausnahme von Abschlussklassen an Mittel- und Realschulen. Wer einen Angehörigen in einem Altenheim besuchen will, muss vorher einen Schnelltest machen und damit nachweisen, dass er nicht infiziert ist. Passau hatte am Freitag einen Corona-Inzidenzwert von knapp 440 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen erreicht.

13.21 Uhr: Corona-Lage an Schulen insgesamt weiter relativ entspannt

Trotz anhaltend hoher Corona-Zahlen ist die Lage an den Schulen nach aktuellen Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) weiter relativ entspannt. Es gibt allerdings einen leichten Anstieg bei der Zahl geschlossener oder nur eingeschränkt arbeitender Schulen. Von den rund 30.000 abgefragten Schulen im Land waren demnach zum Ende der vergangenen Woche 118 geschlossen, 12 mehr als in der Vorwoche. Eingeschränkten Präsenzbetrieb gab es an 3702 Schulen - dort waren etwa einzelne Klassen oder Lerngruppen im sogenannten Distanzunterricht, also zu Hause. In der Woche zuvor waren es 3320 Schulen.

12.41 Uhr: Neue Corona-Regeln für Baden-Württemberg sollen Sonntag kommen

Die baden-württembergische Landesregierung will die neuen Corona-Regeln für den Südwesten infolge der Beschlüsse von Bund und Ländern am Sonntag verkünden. In Kraft treten sollen sie am Dienstag, wie eine Sprecherin des Sozialministeriums nun sagte. Noch würden die Ministerien sich untereinander abstimmen, welche Dinge wie geregelt werden sollen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich zwar am Mittwoch auf das weitere Vorgehen verständigt. Dabei blieben viele Details aber noch offen - zum Beispiel spezielle Regeln für extreme Corona-Hotspots, in denen es mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gibt.

12.06 Uhr: Im Corona-Hotspot Hildburghausen sind alle Intensivbetten belegt

Im bundesweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Landkreis Hildburghausen in Thüringen sind derzeit alle Intensivbetten belegt. Das geht aus dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mit Stand Freitagmorgen hervor. Das DIVI-Register listet für den Landkreis, in dem es ein Allgemeinkrankenhaus der Grundversorgung und eine Fachklinik für Psychiatrie und Neurologie gibt, insgesamt acht Intensivbetten auf. Sie waren am Freitag allesamt belegt, davon zwei mit Covid-19-Patienten. Diese mussten invasiv beatmet werden.

In dem Landkreis an der Grenze zu Bayern hat sich das Infektionsgeschehen noch einmal verschärft. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche erhöhte sich am Freitag nach Zahlen des Gesundheitsamtes auf inzwischen knapp 630 (Vortag: 602,9). Auf der Corona-Karte des Robert Koch-Instituts leuchtet der Kreis inzwischen als einzige Region in Deutschland pink.

11.24 Uhr: Nach massenhaften Corona-Infektionen in der Fleischindustrie: Koalition legt Streit um neues Gesetz bei

Union und SPD haben ihren Streit über ein Gesetz gegen Ausbeutung in Schlachthöfen beigelegt. Ausnahmen von den geplanten schärferen Regeln soll es für das traditionelle Fleischhandwerk geben, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Koalitionskreisen erfuhr. Nach massenhaften Corona-Infektionen in der Fleischindustrie hatte das Bundeskabinett ein Gesetz von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gegen die Missstände beschlossen. Doch dann leistete die Unionsfraktion im Bundestag Widerstand gegen die geplanten Regelungen. Es handelt sich um das Arbeitsschutzkontrollgesetz. Es soll der Branche ein Verbot von Werkverträgen verordnen. Ein Verbot der Leiharbeit soll folgen.

9.55 Uhr: Spahn will laut Bericht verstärkt Corona-Schnelltests einsetzen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einem Medienbericht zufolge für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen auch ohne Symptome verstärkt Corona-Schnelltests zum Einsatz bringen. Das Portal "ThePioneer" zitierte am Freitag aus einem Verordnungsentwurf von Spahn. Demnach sei das Ziel, insbesondere Menschen zu testen, bei denen es noch keine Symptome gebe, "bei denen aber dennoch eine Infektion naheliegend erscheint oder bei denen eine hohe Gefahr besteht, dass sie oder andere Personen in ihrem Umfeld bei einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besonders gefährdet wären".

Der Entwurf befinde sich derzeit noch in der Abstimmung zwischen den Ressorts der Bundesregierung und solle zum 1. Dezember in Kraft treten. Pro eine Million Schnelltests rechne das Bundesgesundheitsministerium mit Ausgaben von rund 30 Millionen Euro.

9.06 Uhr: Reisebus-Branche erhält Corona-Hilfen in Höhe von 80 Millionen Euro

Die Reisebus-Branche erhält in der Corona-Krise weitere finanzielle Unterstützung. Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss in seiner Bereinigungssitzung in der Nacht zu Freitag vorübergehende Hilfen in Höhe von 80 Millionen Euro für Kraftomnibusse, die ausschließlich im Gelegenheitsverkehr eingesetzt werden. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hatte bereits im Sommer dieses Jahres zur Unterstützung von Reisebusunternehmen Bundesmittel in Höhe von 170 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Mittel wurden im Wege des zweiten Nachtragshaushalts für 2020 freigegeben.

8.08 Uhr: Haushalt 2021 steht - Rund 180 Milliarden Euro neue Schulden

Der Bundeshaushalt für das kommende Jahr steht. Er sieht zur Bekämpfung der Corona-Krise neue Schulden in Höhe von 179,82 Milliarden Euro vor. Das ergaben die abschließenden Beratungen des Haushaltsausschusses am frühen Freitagmorgen in Berlin. Viel Geld fließt in milliardenschwere Hilfsprogramme für Unternehmen in der Corona-Krise, aber auch in Entlastungen für viele Bürger durch den Abbau des Solidaritätszuschlags, ein höheres Kindergeld und einen höheren Grundfreibetrag bei den Steuern. Der Bundestag will den Haushaltsentwurf in der Woche vom 8. bis 11. Dezember verabschieden.

7.19 Uhr: RKI meldet 426 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

In Deutschland ist die Marke von einer Million Corona-Infektionen überschritten worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.006.394 Covid-19-Fälle erfasst. Demnach wurden binnen 24 Stunden 22.806 neue Ansteckungsfälle in Deutschland registriert. Das sind 538 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg nach RKI-Angaben um 426 auf 15.586. Laut den jüngsten Zahlen des Instituts lag die Zahl der Genesenen bei 696.100.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 26. November:

22.50 Uhr: Schwedischer Prinz Carl Philip positiv auf Corona getestet

Der schwedische Prinz Carl Philip (41) und seine Frau Prinzessin Sofia (35) sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das schwedische Königshaus am Donnerstag mit. Der jüngere Bruder von Kronprinzessin Victoria und seine Gattin hätten sich bereits am Mittwoch mit leichteren Krankheitssymptomen gemeinsam mit ihren Kindern in häusliche Quarantäne begeben. Im Anschluss sei ihre Corona-Infektion festgestellt worden. Den beiden gehe es den Umständen entsprechend gut. Schwedens König Carl XVI. Gustaf (74), Königin Silvia (76), Victoria (43) und ihr Gatte Prinz Daniel (47) wurden noch am Donnerstag ebenfalls getestet, weil sie Carl Philip und Sofia am vergangenen Freitag bei der Beerdigung von Silvias älterem Bruder Walther Sommerlath getroffen hatten. Die Tests seien negativ ausgefallen, teilte der schwedische Hof am späten Nachmittag mit.

21.42 Uhr: Corona-Kosten: Dreyer weist Kritik von Brinkhaus zurück

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gegen die Kritik des Unions-Fraktionschefs im Bundestag, Ralph Brinkhaus, in Schutz genommen. „Ich kann die Kritik des CDU-Fraktionsvorsitzenden Brinkhaus an Bundeskanzlerin Merkel nicht nachvollziehen“, sagte Dreyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „In der Corona-Pandemie ist es wichtig, dass alle staatlichen Ebenen vertrauensvoll zusammenarbeiten.“

Brinkhaus hatte die Aufteilung der Corona-Kosten zwischen Bund und Ländern kritisiert. Die Bundesländer sollten sich „endlich finanziell in diese Sache einbringen und nicht immer nur Beschlüsse fassen und die Rechnung dann dem Bund präsentieren“, sagte er. Brinkhaus sprach auch Merkel direkt an, als er sagte, ein Bereich sei „nicht in Ordnung“: Es würden finanzielle Beschlüsse getroffen, ohne den Bundestag zu konsultieren, der das Haushalts- und Budgetrecht habe. „Und ich frage mich, auf welcher Rechtsgrundlage dort entschieden wird, dass Hilfen verlängert werden.“

Dreyer entgegnete, die Länder hätten für ihre Schutzprogramme Milliarden aufgewendet, um die schweren Folgen der Pandemie für Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft abzumildern. Sie sei Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) „überaus dankbar für sein Krisenmanagement und die schnelle finanzielle Hilfe für die Menschen im Land.“

20 Uhr: US-Forscher: Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesamtzahl der bislang nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland hat US-Forschern zufolge die Marke von einer Million überschritten. Das ging am Donnerstag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Rechnerisch wäre damit fast jeder 80. Deutsche bereits infiziert worden. Die Daten der Forscher werden regelmäßig aktualisiert und zeigen daher häufig einen höheren Stand als offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der betroffenen Länder.

In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch nachträglich korrigiert. Das Robert Koch-Institut (RKI) zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland. Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160.

19.32 Uhr: 25 aktive Corona-Fälle in Ludwigshafen – eine Einrichtung hat sich zu einem Hotspot entwickelt

Es gibt diese Woche einen sprunghaften Anstieg in einer Einrichtung in Ludwigshafen. Bürgermeister Matthias Weckbach wünscht sich mehr transparente Informationen und teilt einige Zahlen mit, weil er das Informationsbedürfnis der Menschen sieht. Hier lesen Sie alle Details.

19 Uhr: 3101 neue Corona-Fälle im Südwesten, 46 weitere Tote

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg innerhalb eines Tages um 3101 gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Donnerstag lag die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie damit nun bei 142.868. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 46 auf 2625 Als genesen gelten 94.827 Menschen, 2569 mehr als am Tag zuvor. Die 7-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei 129,2 pro 100.000 Einwohner. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 427 schwer Covid-19-Erkrankte mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, davon werden 239 (56 Prozent) von ihnen über einen Schlauch beatmet. Insgesamt sind derzeit 2395 Intensivbetten (79,6 Prozent) belegt.

18.31 Uhr: Eisenmann will Lehrer nicht zur Notbetreuung „zwangsverpflichten“

Aus Sicht von Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) schafft der um zwei Tage vorgezogene Start der Weihnachtsferien mehr Probleme, als er nutzt. Ungelöst sei etwa die Notbetreuung von Schülern der Klassen eins bis sieben. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine flächendeckende, umfassende Notbetreuung geben wird“, sagte sie. „Die Kommunen sagen, sie können das nicht leisten. Unsere Lehrer sind dafür aber nicht zuständig, und ich kann und will sie nicht zwangsverpflichten.“

18.16 Uhr: Pflegekräfte im Südwesten bekommen bis zu 1500 Euro Corona-Prämie

Als Dank für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie können Mitarbeiter in 69 Krankenhäusern im Südwesten jetzt bis zu 1500 Euro Pflegeprämie bekommen. Das Land stocke die Bundesmittel von rund 20 Millionen Euro für Baden-Württemberg um 10 Millionen auf, teilte Sozialminister Lucha mit. „Wir sind uns der enormen Leistung der Beschäftigten in Krankenhäusern jeden Tag und ganz besonders in den letzten Monaten sehr bewusst.“ Unklar war zunächst, wer darüber entscheidet, welche Mitarbeiter wie viel Geld bekommen sollen.

17 Uhr: Streit um Skisaison entbrannt

Angesichts der anstehenden Skisaison ist eine Diskussion über Wintersport in der Corona-Krise entbrannt. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich mit Blick auf Winterurlaube dafür aus, dass alle Skigebiete in Europa schließen. Widerstand kommt neben Österreich und der Schweiz auch von den Liftbetreibern in Deutschland. Ein Wintersportverbot wäre für die betroffenen Regionen katastrophal und zudem unverständlich, sagte Matthias Stauch, Vorstand des Verbandes Deutscher Seilbahnen (VDS). Bewegung an der frischen Luft sei gesund und das Infektionsgeschehen in Ischgl sei nicht vom Skibetrieb ausgegangen. „Es kommt nicht vom Skisport. Wir wollen bei uns kein Halligalli.“

Ein Wintersportverbot würde viele Betreiber an ihre Grenzen bringen. „Das ist für unsere Betriebe existenzbedrohend“, sagte Stauch. „Wenn uns jetzt zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem 10. Januar das Geschäft wegbricht, ist das katastrophal.“ Die Liftbetreiber forderten eine einheitliche Regelung. „Es muss eine europäische Lösung geben: Dass alle aufmachen oder alle zu bleiben.“ Die Gesundheit von Gästen und Mitarbeitern stehe an erster Stelle. Die Betriebe hätten aber im Sommer gezeigt, dass ihre Maßnahmen funktionierten.

15.40 Uhr: Die Fußball-Oberliga spielt in diesem Jahr nicht mehr

Der Ball ruht: Nachdem am Mittwoch von politischer Seite beschlossen wurde, die seit 2. November geltenden Corona-Beschränkungen bis zu den Weihnachtsfeiertagen aufrechtzuerhalten und es damit insbesondere keine Lockerungen für den Amateursport geben wird, wurden nun auch die Oberliga-Spiele bis zum Jahresende abgesetzt. Dies teilte der Württembergische Fußball-Verband mit.

Der Verband ist federführend für die Oberliga. Der Südbadische Fußballverband hatte bereits vor gut zwei Wochen die vorzeitige Winterpause bis hinauf zur Verbandsliga eingeläutet. Wie es mit dem Fußball im kommenden Jahr weitergeht, ist derzeit noch völlig unklar.

15.10 Uhr: Sieben Erzieherinnen und zwei Kinder in Schwenninger Kindergarten positiv getestet

Aufgrund eines erhöhten Corona-Infektionsgeschehens in der städtischen Kindertagesstätte In der Au in Schwenningen bleibt die Einrichtung für 14 Tage geschlossen. Bereits in der vergangenen Woche mussten dort zwei von fünf Gruppen geschlossen werden. Seither mussten sich weitere Personen wie pädagogisches Personal, Eltern oder Kinder in Quarantäne begeben. Bis Mittwochabend wurden bei diesem Ausbruch sieben Erzieherinnen und zwei Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilt dazu das Gesundheitsamt auf SÜDKURIER-Anfrage mit.

15 Uhr: Forschungsministerin bekräftigt Sicherheit von Corona-Impfstoffen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat erneut versichert, dass bei der Zulassung von Corona-Impfstoffen alle bestehenden Sicherheitsvorgaben eingehalten werden. Die Frage „sicher und wirksam“ sei die Kernfrage, sagte die CDU-Politikerin in Berlin im Gespräch mit Journalisten. Die Prüfungsmaßstäbe blieben auf dem gewohnt hohen Niveau. „Und wenn es den leisesten Zweifel gäbe, gäbe es keine Zulassung.“ Die Virologin Marylyn Addo vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) betonte in dem Gespräch, es seien trotz der schnellen Impfstoffentwicklung keine Abkürzungen genommen worden.

14.45 Uhr: Schweiz sieht keine Chance auf europaweite Schließung der Skigebiete

Für die Schweiz ist eine Schließung der Skigebiete in diesem Winter kein Thema. „In der Schweiz sind Bundesrat, Behörden und die Tourismusbranche überzeugt, dass der Schweizer Weg - für den Moment - richtig ist und die Wintersaison sicher stattfinden kann“, sagte Markus Berger, Sprecher von Schweiz Tourismus.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit Blick auf anstehende Winterurlaube dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen. „Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten“, sagte sie am Donnerstag.

Nach Angaben von Schweiz Tourismus ist das Thema nicht neu. „Der Ansatz einer europaweit koordinierten Betriebszeit/Saisoneröffnung der Wintersportdestinationen wurde im Kreise der Alpenländer informell bereits im Spätsommer diskutiert und als ungeeignet nicht weiter verfolgt“, teilte Berger mit. „Wir gehen daher davon aus, dass dieser Ansatz auch jetzt nicht mehr Erfolg haben wird.“

14.42 Uhr: Ärzte mahnen zu verantwortlichem Umgang mit Corona-Lockerungen

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat zu einem vorsichtigen Umgang mit gelockerten Corona-Beschränkungen über Weihnachten aufgerufen. „Wir müssen die Ausnahmeregeln an den Feiertagen verantwortlich nutzen und uns wie auch unsere Mitmenschen vor Ansteckung schützen“, sagte der Chef der Bundesärztekammer.

Wenn Regeln zu Abstand, Hygiene und Masken weiter befolgt würden, seien die zeitlich begrenzten Lockerungen vertretbar und aus psychosozialen Gründen sogar geboten. Gerade für Ältere, die wohl am meisten unter Isolation und Einsamkeit im Teil-Lockdown litten, sei es wichtig, die Feiertage im Kreis der Familie verbringen zu können.

14.20 Uhr: Bayerisches Kabinett beschließt Quarantänepflicht für Tagestouristen ins Ausland

Wintersportler und andere Tagestouristen, die auch nur kurz in ein Risikogebiet im Ausland reisen, sollen in Bayern künftig verpflichtend in Quarantäne müssen. Eine Ausnahmeregelung für Aufenthalte unter 24 Stunden soll nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe gelten, insbesondere Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten und Geschäfte des täglichen Bedarfs. Das hat das bayerische Kabinett nach Angaben der Staatskanzlei am Donnerstag in München beschlossen.

13 Uhr: Bahnkunden können von Freitag an wohl weniger Plätze reservieren

Fahrgäste der Deutschen Bahn können nach Informationen der „Bild“ von morgen an nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz reservieren. Der jeweilige Platz daneben bleibt demnach für eine Reservierung gesperrt. Bund und Länder hatten die Bahn aufgefordert, zum Schutz vor Corona-Ansteckungen die Reservierbarkeit zu beschränken. Es sollen weniger Einzelreisende nebeneinander sitzen. Reisen ohne Reservierung wären damit aber weiter möglich. Das Unternehmen hat sich noch nicht zu möglichen Umstellungen geäußert.

Die Auslastung der Züge liegt nach Bahnangaben noch bei gut einem Fünftel. Einzelreisenden werden nach „Bild“-Informationen automatisch Fenstersitzplätze zugewiesen. An den Tischen seien nur sich schräg gegenüberliegende Plätze reservierbar. In Abteilen mit sechs Sitzplätzen seien nur noch zwei Plätze buchbar. Damit seien nur noch 60 Prozent der Sitzplätze reservierbar. Gemeinsam Reisende wie Familien und Paare können in Extra-Bereichen nebeneinander liegende Sitzplätze reservieren, wie es hieß.

11.34 Uhr: Amateurfußball in Baden-Württemberg ruht bis Jahresende

Der Amateurfußball in Baden-Württemberg steht aufgrund der Coronavirus-Krise mindestens bis zum Jahresende still. Auch der Badische Fußballverband (bfv) und der Württembergische Fußballverband (wfv) trafen nach Angaben vom Donnerstag die Entscheidung, alle Spiele für 2020 abzusetzen. Hintergrund ist, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten am Mittwoch beschlossen hatten, dass es vorerst keine Lockerungen für den Sport geben werde. Der Südbadische Fußballverband (SBFV) hatte schon vor gut zwei Wochen eine vorgezogene Winterpause festgelegt. Wie und ab wann es im neuen Jahr weitergehen soll, ist noch unklar.

11.01 Uhr: Kretschmann fordert: „Durchhalten auf den letzten Metern“

Trotz Fortschritten bei der Entwicklung von Impfstoffen hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Bürger eindringlich vor Nachlässigkeit mit Blick auf das Corona-Virus gewarnt. „Wir müssen durchhalten auf den letzten Metern, um den Sieg nicht zu gefährden“, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag bei einer Sondersitzung im Landtag. Die Menschen müssten sich in den kommenden Monaten noch einmal zusammennehmen, auch wenn sie keine Lust mehr hätten auf die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen. Es sei wie beim Marathonlauf: Die letzten Kilometer seien am schwersten. Er habe Verständnis für Zorn und Frustration. Aber bislang habe man mit den Maßnahmen aus dem Herbst einen Kollaps des Gesundheitssystems verhindern können.

„Die Pandemie hat ein Verfallsdatum, das Ende der Seuche ist absehbar.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident

Kretschmann informierte die Abgeordneten in einer Regierungsansprache über die neuen Beschlüssen von Bund und Ländern im Kampf gegen die Pandemie. Zur Eindämmung der Pandemie sollen private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten strenger begrenzt werden: auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen. Über Weihnachten sollen die Beschränkungen gelockert werden.

10.20 Uhr: Merkel: Finanzhilfen nicht „bis Ultimo“ fortzuführen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat deutlich gemacht, dass der Bund milliardenschwere Finanzhilfen nicht unbeschränkt leisten kann. Merkel betonte am Donnerstag im Bundestag die Notwendigkeit, die von Schließungen betroffenen Branchen wie die Gastronomie auch im Dezember zu unterstützen. Sie trügen eine enorme Last für die ganze Gesellschaft. Deswegen müsse es ein gemeinsames Interesse geben, die Kontakte so zu reduzieren, dass Wirkungen sichtbar werden.

„Denn es ist ja klar, dass wir das nicht bis Ultimo fortführen können, diese Art von Hilfen.“ Dies sei ein „riesiger Beitrag großer Verschuldung“ der Bundeshaushalte 2020 und 2021. „Das ist geboten, das ist notwendig. Aber es muss auch hier immer darüber geredet werden, passen die Dinge alle miteinander zusammen.“

9.40 Uhr: Merkel betont in Regierungserklärung die Notwendigkeit weiterer Corona-Beschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Notwendigkeit weiterer starker Beschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie unterstrichen. „Wenn wir warten würden, bis die Intensivstationen voll belegt sind, dann wäre es zu spät“, sagte sie am Donnerstag im Bundestag. Die seit November geltenden Beschränkungen hätten zu einer Seitwärtsbewegung bei der Entwicklung der Infektionszahlen geführt, aber noch nicht zur so „dringend notwendigen Trendumkehr nach unten“. Die Neuinfektionen seien weiter auf „viel zu hohem Niveau“, noch immer stiegen die Zahlen in einigen Regionen, anstatt zu sinken.

„Wir haben es in der Hand, wir sind nicht machtlos. Der Winter wird schwer, aber er wird enden.“
Angela Merkel, Bundeskanzlerin

Die Kanzlerin betonte, in der Pandemiebekämpfung gehe es nicht um ein Gegeneinander von Gesundheit und anderen wichtigen Aspekten wie Bildung und Wirtschaft. Was das Gesundheitssystem vor Überlastung schütze, diene allem anderen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt. Merkel verteidigte das Vorgehen der Regierungen von Bund und Ländern und betonte auch die Rolle der Parlamente. „Unsere parlamentarische Demokratie ist leistungsfähig.“ Sie könne sehr schnell Entscheidungen treffen und sei für die Bürger „ein Anker des Vertrauens, gerade in Zeiten wie diesen“.

9.28 Uhr: Merkel wirbt für Schließung aller Skigebiete in Europa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich mit Blick auf anstehende Winterurlaube dafür ausgesprochen, dass alle Skigebiete in Europa schließen. „Es naht die Skisaison“, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Bundestag in Berlin. Touristische Reisen sollten nicht stattfinden, jeder nicht notwendige Kontakt sollte vermieden werden. „Wir werden uns in Europa um eine Abstimmung bemühen, ob wir alle Skigebiete schließen könnten. Es sieht leider nicht so aus, wenn man die österreichischen Verlautbarungen hört, dass uns das so einfach gelingen könnte, aber wir werden es noch einmal versuchen.“

9.03 Uhr: Kanzleramtsminister hält Corona-Einschränkungen bis in den März für möglich

Nach Aussage von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) müssen sich die Bundesbürger womöglich bis in den März auf Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie einstellen. "Vor uns liegen schwierige Wintermonate. Das geht bis März", sagte Braun am Donnerstag in der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland". Nach dem März könnten wahrscheinlich immer mehr Menschen geimpft werden, und mit dem Frühling werde es einfacher, die Infektionszahlen niedrig zu halten. "Aber diese Zurückhaltung, die wir alle an den Tag legen müssen, das wird uns auch den Januar, Februar und März begleiten und gegebenenfalls auch Beschränkungsmaßnahmen, wenn unser individuelles Verhalten nicht ausreicht", betonte Braun.

7.43 Uhr: So reagieren Lehrer, Ärzte und Wirtschaft auf die neuen Beschlüsse

Wegen anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen verschärft die Politik den Kampf gegen die Pandemie. Am Mittwochabend stellten Bund und Länder die neuen Beschlüsse vor – diese ernteten kurz darauf sowohl Zustimmung als auch scharfe Kritik. Erste Reaktionen:

7.17 Uhr: 22.268 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.633), wie aus Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 26. 11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchstwert erreicht worden. Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,87 (Vortag: 0,90).

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 25. November:

22.41 Uhr: Verschärfte Kontaktbeschränkungen werden für Weihnachten und Silvester gelockert – Das sind die Beschlüsse im Überblick

Der Teillockdown wird verlängert, und die Kontaktbeschränkungen werden nochmals verschärft - nur an Weihnachten und Silvester dürfen die Deutschen etwas mehr Gesellschaft haben. Zum Konzept des Coronagipfels von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten vom Mittwoch gehören erneut auch Wirtschaftshilfen.

Die Beschlüsse im Überblick

22.22 Uhr: Bund und Länder streben europaweites Unterbinden von Skitourismus an

Angesichts der Corona-Krise wollen Bund und Länder eine abgestimmte europäische Regelung erreichen, um Skitourismus bis zum 10. Januar zu unterbinden. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht. „Die Bundesregierung wird gebeten, auf europäischer Ebene darauf hinzuwirken, dass bis zum 10. Januar Skitourismus nicht zugelassen wird“, heißt es dort.

22.17 Uhr: Schnelltests für Corona-Risikogruppen sollen ausgedehnt werden

Zum Schutz von Risikogruppen wie älteren und kranken Menschen soll der Einsatz von Corona-Schnelltests weiter ausgedehnt werden. Ab 1. Dezember sollen je Pflegebedürftigem 30 Schnelltests pro Monat möglich sein, wie aus einem am Mittwoch gefassten Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder hervorgeht. Je nach Verfügbarkeit solle dieser Anspruch dann schrittweise erhöht werden. In Pflegeheimen sind bisher bis zu 20 Tests pro Monat und Bewohner möglich. Einrichtungen müssen dazu Test-Konzepte erstellen. Dann legt das Gesundheitsamt fest, wie viele Tests gekauft und auf Kassenkosten finanziert werden können.

„Wichtig ist, dass auch Bewohner in Einrichtungen zu Weihnachten unter möglichst sicheren Bedingungen Familienbesuch erhalten können“, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern weiter. Bei Antigen-Schnelltests müssen Proben zum Auswerten nicht ins Labor gebracht werden. Sie gelten aber als nicht so genau wie sonst genutzte PCR-Tests. Vornehmen müssen sie medizinisch geschultes Personal. Laut Robert Koch-Institut (RKI) muss ein positives Ergebnis eines Schnelltests durch einen PCR-Test bestätigt werden.

22.02 Uhr: Bund und Länder lockern Kontaktbeschränkungen für Weihnachten

Die strengen Kontaktbeschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie werden über Weihnachten gelockert. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar dürfen sich maximal zehn Personen treffen, Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung, wie aus dem Beschlusspapier von Bund und Ländern zu ihren Beratungen am Mittwoch in Berlin hervorgeht. Schleswig-Holstein hält an seinen eigenen Regelungen fest.

22 Uhr: Länder können Corona-Maßnahmen selbstständig lockern und verschärfen

Die Bundesländer können nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels künftig abhängig von der Infektionslage entscheiden, ob sie Maßnahmen lockern oder verschärfen. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte im Anschluss an die Gespräche am Mittwochabend, Bundesländer mit sehr guten Zahlen hätten die Möglichkeit zur Erleichterung. Gleichzeitig seien Länder mit sehr hohen Infektionszahlen in der Pflicht, sich damit auseinanderzusetzen und mögliche Verschärfungen zu prüfen.

Die Lockerungen sollen in Ländern möglich sein mit einer Inzidenz von weniger als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche. Dagegen sind in Bundesländern mit einer hohen Inzidenz von über 200 Überlegungen in Richtung schärferer Maßnahmen nötig. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, derzeit seien es das Land Berlin und 62 Landkreise, wo überlegt werden müsse, ob womöglich schärfere Maßnahmen eingeführt würden, als sie durch den Teil-Lockdown ohnehin vorgeschrieben sind.

21.59 Uhr: Sport bleibt mindestens bis Weihnachten im Teil-Lockdown

Der Sport bleibt wie erwartet mindestens bis Weihnachten im Teil-Lockdown und darf auch nach den Feiertagen nicht auf schnelle Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. „Die Lage erlaubt es nicht, die Maßnahmen aufzuheben“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach der über siebenstündigen Video-Konferenz mit den Länder-Chefs. „Sie werden zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt. Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung. Geduld, Solidarität und Disziplin werden auf eine harte Probe gestellt.“

Die Profi-Ligen dürfen in diesem Jahr somit nicht mehr auf die Rückkehr von Zuschauern in die Stadien und Hallen hoffen, ihren Spielbetrieb mit Geisterspielen aber zumindest fortsetzen. Der Amateur- und Breitensport bleibt weiter mit wenigen Ausnahmen untersagt.

Für Millionen Sportler bedeutet dies einen weitgehenden Stillstand bis ins nächste Jahr hinein. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sieht deshalb „die Gefahr von massiven und teilweise irreparablen Schäden an unserem Sportsystem“. DOSB-Chef Alfons Hörmann (60) hatte aus diesem Grund zuletzt verstärkt für flexiblere Lösungen je nach Region und Sportart geworben - vergebens, obwohl der steile Anstieg der Corona-Fallzahlen in Deutschland vorerst gestoppt wurde. „Die Lage ist weiter sehr, sehr ernst“, betonte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Und Merkel stellte klar: „Wir können uns mit dem Teilerfolg auf keinen Fall begnügen.“

21.50 Uhr: Einheitliche Quarantäneregeln für Schüler

Für Schüler, die sich mit Corona angesteckt haben, und deren Mitschüler soll es einheitliche Regeln geben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz darauf, dass positiv getestete Schüler gemeinsam mit ihren Mitschülern - in der Regel die Schulklasse - sofort in eine fünftägige Quarantäne geschickt werden. Die Tage am Wochenende zählen mit. Wie es in einem gemeinsamen Beschlusspapier von Bund und Ländern weiter heißt, sollen die betroffenen Schüler dann nach fünf Tagen Quarantäne einen Schnelltest machen. Wer negativ ist, darf wieder in die Schule. Wer positiv ist, soll alle drei Tage erneut getestet werden, bis der Test negativ ausfällt.

Lehrer sollen dem Beschluss zufolge wegen „des zeitlich befristeten und anders strukturierten Kontakts“ nicht in diese „Clusterisolation“ einbezogen werden. Offen bleibt, ob es überhaupt genügend Schnelltests für ein solches Vorgehen gibt. Im Beschluss heißt es nur: „Der Bund sichert weiterhin größtmögliche Kontingente an Antigenschnelltests für Deutschland und unterstützt darüber hinaus den Aufbau von inländischen Produktionskapazitäten.“

21.47 Uhr: Bund und Länder: Schulen und Kitas bleiben offen

Schulen und Kitas in Deutschland sollen in der Corona-Pandemie auch weiterhin grundsätzlich geöffnet bleiben. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz verständigt. „Das Offenhalten von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung. Kinderbetreuungseinrichtungen (Kitas, Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagespflege, Horte etc.) und Schulen bleiben geöffnet“, heißt es im gemeinsamen Beschlusspapier von Bund und Ländern. Mit Blick auf die Schulen wird betont, das Recht auf Bildung könne am besten durch Lernen und Lehren in Präsenz gewährleistet werden.

21.45 Uhr: Merkel ruft zu weiterer Kraftanstrengung und Disziplin auf

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat alle Bürger in Deutschland auf weiter notwendige Beschränkungen eingeschworen, um die hohen Corona-Infektionszahlen wieder unter Kontrolle zu bringen. „Es kommt weiter auf jeden und jede einzelne an“, sagte Merkel am Mittwochabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Der im November begonnene Teil-Lockdown mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen habe den starken Anstieg der Neuinfektionen gebrochen, diese seien aber weiterhin auf einem hohen Plateau.

Dies sei aber nur ein Teilerfolg, mit dem man sich auf gar keinen Fall begnügen könne. „Wir brauchen noch mal eine Kraftanstrengung“, sagte Merkel. Dazu gehörten weiter Geduld, Solidarität und Disziplin. Die Kanzlerin bestätigte, dass die zunächst bis Ende November beschlossenen Beschränkungen verlängert werden sollen.

21.44 Uhr: In Corona-Krise zusätzliche Maßnahmen bei der Bahn geplant

Bei der Deutschen Bahn sind in der Corona-Krise zusätzliche Maßnahmen geplant. So soll die „Sitzplatzkapazität“ deutlich erhöht werden, um noch mehr Abstand zwischen den Reisenden zu ermöglichen, wie aus dem Beschlusspapier nach den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag. Als denkbar gilt es, mehr Züge einzusetzen. Die Reservierbarkeit der Sitzplätze soll parallel dazu beschränkt werden.

Die „Maskenkontrollen“ sollen weiter verstärkt werden, so dass täglich weit mehr Fernzüge kontrolliert werden können, hieß es. Im Bahnverkehr solle Reisenden, die trotz Einschränkungen reisen müssten, ein zuverlässiges Angebot angeboten werden - mit der Möglichkeit, viel Abstand zu halten.

21.42 Uhr: Private Zusammenkünfte werden auf fünf Personen begrenzt

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung. Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach ihren Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin mit.

21.17 Uhr: Corona-Einschränkungen werden bis Anfang Januar verlängert

Die Einschränkungen des Teil-Lockdowns sollen nach Angaben von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bis Anfang Januar verlängert werden. Im Beschluss des Corona-Gipfels der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei aus formalen Gründen eine Verlängerung bis zum 20. Dezember festgelegt worden, doch die Maßnahmen würden danach nochmals bis Anfang Januar verlängert, sagte Ramelow am Mittwochabend im Anschluss an den Gipfel.

Dem Thüringer Ministerpräsidenten zufolge geht unter den Regierungschefs niemand davon aus, dass Hotels und Gaststätten öffnen werden. Ramelow sagte, es solle zudem keinen grenzüberschreitenden Reiseverkehr geben in der Weihnachtszeit. Es sei von einem stillen Weihnachten auszugehen. Die Ministerpräsidenten und Merkel tagten rund sieben Stunden. Merkel wollte sich im Anschluss äußern.

20.49 Uhr: Hersteller Moderna will Corona-Impfstoff schon im Dezember liefern

Der US-Hersteller Moderna will die Lieferung seines Corona-Impfstoffs an die Europäische Union womöglich schon im Dezember starten - vorausgesetzt, das Mittel erhält eine Zulassung. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es bestätigte den Abschluss eines Rahmenvertrags mit der EU-Kommission. Demnach sollen zunächst 80 Millionen Impfstoffdosen geliefert werden, mit der Option auf 80 Millionen weitere Einheiten.

„Moderna geht davon aus, mit der Lieferung von mRNA-1273 in die Europäische Union im Dezember 2020 zu beginnen“, bestätigte das Unternehmen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Strategische Partner in Europa seien die Unternehmen Lonza in der Schweiz und Rovi in Spanien zur Produktion und Abfüllung des Impfstoffs.

20.45 Uhr: Wohl weitere Finanzhilfen im Dezember geplant

Angesichts der geplanten Verlängerung des Teil-Lockdowns bis kurz vor Weihnachten soll es weitere Finanzhilfen für betroffene Unternehmen geben. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie vonseiten des Bundes erfuhr. Ein endgültiger Beschluss des Gesamtpapiers stand noch aus.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen erfahren hatte, plant der Bund im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Damit sollen von den temporären Schließungen erfasste Betriebe wie Kneipen und Restaurants sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen und Selbstständige weiter unterstützt werden.

20 Uhr: Weltweit mehr als 60 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen liegt inzwischen bei mehr als 60 Millionen. Das ging nun aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore in den USA hervor. In weniger als drei Wochen stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen damit um 10 Millionen an - am 8. November war die Marke von 50 Millionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt seit Beginn der Pandemie bei über 1,4 Millionen. Experten gehen von hohen Dunkelziffern aus.

19.05 Uhr: Mehr als 2800 neue Corona-Fälle im Südwesten

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg innerhalb von 24 Stunden um 2837 gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Mittwoch lag die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie damit nun bei 139.767. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 49 auf 2579. Als genesen gelten 92.258 Menschen, 2221 mehr als am Tag zuvor. Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 128,8 weiter leicht gesunken. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

18.31 Uhr: Wohl strenge Kontaktbeschränkungen im Dezember geplant

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten strenger begrenzt werden: auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Fall auf maximal fünf Personen.

Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr.

Eine Bestätigung vonseiten des Bundes sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers standen aber noch aus. Schleswig-Holstein will an seinen eigenen Kontaktbeschränkungen festhalten.

18 Uhr: Bund und Länder wollen wohl Verzicht auf Silvesterböller empfehlen

Bund und Länder wollen den Bürgern empfehlen, zum Jahreswechsel auf ein Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Auf belebten Plätzen und Straßen soll die Verwendung von Pyrotechnik untersagt werden, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden - darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern sowie vonseiten des Bundes erfuhr. Ein endgültiger Beschluss des Gesamtpapiers stand noch aus. 

Die örtlich zuständigen Behörden sollen demnach die betroffenen Plätze und Straßen bestimmen. Öffentlich veranstaltete Feuerwerke sollen untersagt werden. Im Vorfeld der Beratungen hatten sich die unionsgeführten Bundesländer anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller ausgesprochen.

17.45 Uhr: Kontaktbeschränkungen sollen für Weihnachten wohl gelockert werden

Die strengen Kontaktbeschränkungen zum Eindämmen der Corona-Pandemie sollen nach Angaben aus Länderkreisen über Weihnachten gelockert werden. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern aus verschiedenen Bundesländern erfuhr. Eine Bestätigung der Bundes-Seite sowie der endgültige Beschluss des Gesamtpapiers standen aber noch aus.

Demnach sollen vom 23. Dezember an Treffen „im engsten Familien- oder Freundeskreis“ möglich sein, und zwar bis maximal zehn Personen insgesamt. Dazu gehörige Kinder bis 14 Jahre sollen hiervon ausgenommen sein. Die Ausnahmeregelung soll nach Angaben aus Teilnehmerkreisen nunmehr „längstens“ bis zum 1. Januar gelten. Sollte es bei dieser Formulierung bleiben, wäre also zunächst offen, ob die Lockerungen am Ende überall auch über Silvester gelten werden.

17.41 Uhr: Merkel gibt Regierungserklärung zur Corona-Pandemie ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt am Donnerstag (9 Uhr) im Bundestag eine Regierungserklärung zur Corona-Pandemie ab. Sie will dabei den Kurs von Bund und Länder für die Wochen bis zum Jahresende erläutern, auf den sie sich am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten verständigen wollte. Im Anschluss ist eine rund 90-minütige Aussprache vorgesehen.

17.17 Uhr: Parlamentarischer Schlagabtausch um soziale Corona-Folgen

Über die sozialen Folgen der Corona-Pandemie ist heute im Bundestag gestritten worden. Linke und Grüne warfen der Bundesregierung in einer Aktuellen Stunde vor, die gesellschaftliche Spaltung voranzutreiben. Die große Koalition wies dies zurück. „Wohl kaum ein anderes Land leistet derzeit auf dieser Welt so viel wie unser Sozialstaat“, sagte Sozial-Staatssekretärin Kerstin Griese (SPD).

Sie verwies auf Maßnahmen wie die Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld und der Grundsicherung. Die Vizefraktionschefin der Linken, Susanne Ferschl, kritisierte jedoch, Deutschlands Milliardäre seien in der Corona-Krise um fast 100 Milliarden Euro reicher geworden, während ein Drittel der Arbeitnehmer Einkommenseinbußen zu beklagen habe. Wolfgang Strengmann-Kuhn von den Grünen ergänzte, der Staat habe den Unternehmen viel Geld gegeben, aber die Menschen vergessen.

17 Uhr: Anträge auf Novemberhilfen ab sofort möglich

Firmen im Teil-Lockdown und Selbstständige wie Künstler können ab sofort Anträge auf die Novemberhilfen stellen. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage mit. Erste Gelder sollen ab Ende November gewährt werden, und zwar in Form von Abschlagszahlungen - das ist ein Vorschuss auf spätere Zahlungen ohne eine tiefergehende Prüfung. Konkret sollen Unternehmen einen Abschlag in Höhe von bis zu 50 Prozent ihrer beantragten Summe erhalten, maximal 10.000 Euro. Betroffene können in ihrem Antrag auf die Novemberhilfe angeben, ob sie eine Abschlagszahlung wollen.

16.05 Uhr: Bund und Länder wollen strengere Auflagen für größere Geschäfte

Bund und Länder wollen in der Corona-Krise den Groß- und Einzelhandel weiter geöffnet lassen - aber strengere Auflagen für größere Geschäfte machen. Wie die Deutsche Presse-Agentur von verschiedenen Teilnehmern der Beratungen erfuhr, gibt es zum Punkt Einzelhandel eine Einigung. Ein Gesamtpapier war aber noch nicht beschlossen.

Zum Einzelhandel ist demnach ein abgestuftes Verfahren geplant. So soll künftig gelten, dass sich in kleineren und mittleren Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche befinden soll. In größeren Geschäften mit einer Verkaufsfläche ab 801 Quadratmetern insgesamt wie Kaufhäusern ist folgendes geplant: Bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern soll sich höchstens eine Person pro 10 Quadratmetern befinden - auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmetern.

15.38 Uhr: Kurz gegen einheitliche Regeln für Wintersportsaison im Alpenraum

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz lehnt eine länderübergreifend spätere Öffnung der Wintersportgebiete in der Corona-Krise ab. Öffnungsschritte in allen Bereichen, darunter der Sport, würden von den Staaten unterschiedlich gehandhabt, sagte Kurz am Mittwoch auf eine Frage bei einer Pressekonferenz in Wien. „Das hängt immer mit den Infektionszahlen zusammen und zwar den Infektionszahlen bei uns in Österreich.“ Österreich setzt darauf, mit Lockdown und Massentests die Corona-Zahlen im Dezember zu senken.

„Ich kann Ihnen nur sagen, wenn jemand alleine laufen geht im Moment, dann ist das ähnlich gefährlich, wie wenn jemand alleine eine Skitour geht“, so Kurz. „Wenn jemand einen Lift verwendet, dann ist das ähnlich, wie wenn er ein öffentliches Verkehrsmittel verwendet. Anhand dieser Gesichtspunkte muss man Entscheidungen treffen.“ Dass es internationale Abstimmungen dazu gebe, sei „übertrieben“, sagte Kurz. Einige Länder hätten lediglich einen Wunsch geäußert.

14.30 Uhr: Merkel und Ministerpräsidenten beraten über Corona-Kurs für Dezember

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder haben ihre Beratungen über den Kurs im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis zum Jahresende begonnen. Nach Vorberatungen der Ministerpräsidenten untereinander und mit dem Kanzleramt zeichnete sich ab, dass der zunächst bis Ende November befristete Teil-Lockdown voraussichtlich bis zum 20. Dezember bundesweit verlängert werden.

Wahrscheinlich ist nach den Vorbesprechungen, dass die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtstage und Silvester gelockert werden. Noch am Vormittag hatten sich die Ministerpräsidenten zu virtuellen Vorberatungen getroffen und erneut über Details der geplanten Regelungen gesprochen.

14 Uhr: FDP wünscht sich „ambitionierten Impfplan“ gegen Corona

Die FDP hat Bund und Länder aufgerufen, mehr Sicherheit bei den geplanten Impfungen gegen das Coronavirus zu schaffen. „Es müsste doch möglich sein, einen ambitionierten Impfplan zu erstellen“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann.

Es gehe darum, in diesem Plan klar aufzuzeigen, wann in einer Region das medizinische Personal und besonders verletzliche Gruppen geimpft sein sollen. Die Impfung eines signifikanten Teils des medizinischen Personals würde dem Gesundheitssystem eine erhöhte Stabilität verleihen, weil dort nicht mehr oder jedenfalls viel weniger mit Personalausfällen aufgrund von Infektionen gerechnet werden müsste, erläuterte Buschmann.

13 Uhr: Eisenmann: „Wechselunterricht wäre ein existenzieller Fehler“

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann stemmt sich vehement gegen Forderungen, Schüler im Wechsel in der Schule und zu Hause unterrichten zu lassen. „Wechselunterricht in Baden-Württemberg wäre ein existenzieller Fehler“, sagte die CDU-Politikerin in Stuttgart. Es gebe auch keine guten Argumente, warum diese Form des Unterrichts aus Schutz vor Corona-Infektionen eingeführt werden sollte.

„Für den Wechselunterricht spricht gar nichts. Es gibt keine inhaltliche Begründung, weder Zahlen noch Fakten“, sagte sie in der dpa-Kundenkonferenz weiter. Der Wechselunterricht sei in Baden-Württemberg bereits zwischen Pfingsten und den Sommerferien ausprobiert worden - allerdings ohne durchschlagenden Erfolg, kritisierte Eisenmann die jüngsten Forderungen von Verbänden.

12.50 Uhr: Ministerin warnt bei längeren Ferien vor Problemen mit Notbetreuung

In der Debatte um längere Weihnachtsferien zum Schutz vor Corona-Infektionen warnt die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) vor scharfer Kritik von arbeitenden Eltern und Problemen mit der Notbetreuung. „In der Lebenswirklichkeit löst das schon bei dem einen oder anderen Probleme aus“, sagte sie in Stuttgart.

„Das ist vor Ort ein großes Thema.“ Wenn man plane, die Weihnachtsferien um einige Tage nach vorne zu verlegen, werde der Ruf nach einer Notbetreuung laut, warnte die CDU-Politikerin. Das widerspräche aber dem Ansatz der Selbstquarantäne, die ja Ziel der Ferienverlängerung sei. „Deshalb glaube ich, dass die Maßnahme nicht wirklich greift, sondern Probleme macht“, sagte Eisenmann.

11.22 Uhr: Weselsky will bevorzugte Corona-Impfung von Bahnmitarbeitern

Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat sich für eine bevorzugte und kostenfreie Corona-Impfung von Bahnmitarbeitern ausgesprochen. Das gesamte direkte Personal der Eisbahnverkehrs- und Infrastrukturunternehmen sei „systemrelevant“, sagte Weselsky der „Rheinischen Post“ vom Mittwoch. Dazu gehörten auch Fahrdienstleiter und Werkstattmitarbeiter. Dieselbe Forderung kam auch von Gewerkschaften der Polizei, Lehrern und Erziehern. Für den nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden der Polizeigewerkschaft GdP, Michael Mertens, sei es „zwingend erforderlich“, dass Polizisten zur ersten Impfgruppe gehörten. „Die Polizei ist in Gänze systemrelevant“, sagte er der „Rheinischen Post“.

9.55 Uhr: Ärztegewerkschaft hält Zahl der Corona-Tests in Deutschland für zu niedrig

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund ist mit der Zahl der Corona-Tests in Deutschland unzufrieden. "Pro eine Million Einwohner wird beispielsweise in Belgien und Spanien viel mehr, in Großbritannien sogar doppelt so viel getestet wie bei uns", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der "Passauer Neuen Presse" vom Mittwoch. "Wir schöpfen nicht alle Möglichkeiten aus, die es gibt, zum Beispiel PCR-Diagnostik in veterinärmedizinischen Laboren". Auch die Verfügbarkeit von Antigen-Schnelltests lasse noch sehr zu wünschen übrig. Zwar gebe es hierzu seit mehr als einem Monat neue Vorschriften. "Dennoch werden Ärztinnen und Ärzte in den Kliniken nur in sehr geringem Umfang getestet", kritisierte Johna. "Das ist nicht nachvollziehbar und stellt eine potenzielle Gefahr für das Personal und die Patienten dar."

9 Uhr: Söder warnt vor Lockerung der Corona-Regeln über Silvester

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat sich vor den Beratungen der Länderchefs mit der Bundeskanzlerin für strenge Kontaktbeschränkungen auch über Silvester ausgesprochen - anders als von den meisten Ländern angestrebt. „Denn Weihnachten ist das Fest der Familie, Silvester natürlich mehr das Fest der Freunde“, sagte der CSU-Chef im ARD-„Morgenmagazin“. Ihm sei lieber, dass man über den Jahreswechsel konsequenter sei als über Weihnachten.

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen an diesem Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über eine Verlängerung der Corona-Regeln beraten. Am Montagabend hatten sie sich auf eine Linie geeinigt, mit der sie in die Beratungen gehen. Demnach sollen Kontaktbeschränkungen ab Anfang Dezember verschärft werden. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar aber soll es zu Lockerungen kommen. Allerdings forderten einige Regierungschefs kurz nach den Verhandlungen im Länderkreis bereits Nachbesserungen.

8.18 Uhr: Handwerkspräsident fordert weitere Coronahilfen

Vor der Bund-Länder-Schalte zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer erneut eine stärkere Unterstützung der Wirtschaft gefordert. Weitere Überbrückungs- und Liquiditätshilfen seien für viele Handwerksbetriebe überlebensnotwendig, sagte Wollseifer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Mit einem mannigfachen Betriebe-Kollaps ist niemandem geholfen.“ Dieser könne sogar zu einem Kollaps des Gesundheitssystems führen, weil zur Finanzierung die Beiträge der Betriebe dringend gebraucht würden.

Konkret forderte Wollseifer, eine Überbrückungshilfe III. Diese müsse auch mittelbar Betroffene sowie jene berücksichtigen, die „bislang keine Hilfen erhalten haben und etwa wegen viel zu hoher Schwellenwerte durch das Unterstützungsraster gefallen sind“. Außerdem brauche es neue Liquiditätshilfen, schließlich werde sich die Lage der Handwerksbetriebe weiter zuspitzen, solange die Beschränkungen dauerten.

7.34 Uhr: Grünen-Fraktion fordert 500 Millionen Euro für Luftfilteranlagen in Schulen

Die Grünen-Fraktion fordert ein 500 Millionen Euro schweres Förderprogramm des Bundes zur Anschaffung von Luftfilteranlagen für Schulen. Mobile Luftfilter könnten "sofort zum Einsatz kommen" und einen "wichtigen Baustein in der Pandemiebekämpfung" leisten, heißt es in einem Antrag, den die Fraktion am Dienstagabend beschloss und der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt. "Der Schutz unserer Kinder darf nicht am fehlenden Geld scheitern", sagten die Grünen-Familienpolitikerin Ekin Deligöz und die Grünen-Bildungsexpertin Margit Stumpp zu AFP.

Von dem Bundesprogramm sollten "vor allem solche Schulen zeitnah profitieren, in denen sich Klassenräume nicht pandemiegerecht lüften lassen und wo Kommunen als Träger nur über geringe eigene finanzielle Spielräume verfügen", heißt es in dem Antrag weiter. Das Geld solle "ausschließlich finanzschwachen Kommunen beziehungsweise Quartieren in den drei Stadtstaaten zugutekommen".

7.06 Uhr: RKI meldet neuen Höchstwert von 410 Corona-Todesfällen binnen 24 Stunden

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist am Mittwoch (Stand: 25. November, 0 Uhr) ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden lag am Mittwoch bei 18.633. Das waren gut 1000 Fälle mehr als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 961.320 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Das RKI schätzt, dass rund 656.400 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,97 (Vortag: 0,97).

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 24. November:

22.30: Ausbau von Corona-Testkapazitäten vor Bund-Länder-Runde im Gespräch

Vor den neuen Corona-Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs am Mittwoch ist auch ein Ausbau der Testkapazitäten im Gespräch. Der Bund werde aufgefordert, "einen noch umfassenderen und niedrigschwelligeren Einsatz von Schnelltests vorzusehen und die Testverordnung gegebenenfalls entsprechend zu ändern", heißt es in der jüngsten Beschlussvorlage, die der Nachrichtenagentur AFP am späten Dienstagabend vorlag. Zudem ist davon die Rede, "bei Erkältungssymptomen vor Weihnachten eine großzügigere Testmöglichkeit" anzubieten, "um die Begegnungen zur Weihnachtszeit so sicher wie möglich zu machen".

Bei dem Papier handelt es sich um eine zwischen Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sowie den Staats- und Senatskanzleichefs der Länder abgestimmte Vorlage. Einige Punkte sind darin allerdings noch als strittig markiert, darunter auch die erweiterten Testmöglichkeiten vor Weihnachten.

21.30 Uhr: Bund will Länder-Vorschläge für Corona-Regeln ergänzen

Der Bund will in den Beratungen mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch die Vorschläge der Länder für neue Corona-Regeln ergänzen. Das geht aus einem Papier mit Änderungsvorschlägen des Bundes von Dienstagabend hervor, das der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. Am Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

Nach dem Entwurf, der auf dem Papier der Länder aufbaut, heißt es, die Bevölkerung solle aufgerufen werden, die Weihnachtseinkäufe möglichst auch unter der Woche zu tätigen. Dabei sei sicherzustellen, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhält. Bisher darf sich nicht mehr als ein Kunde pro 10 Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

Weiter heißt es wie bereits in einem Beschlussentwurf der Länder, bundesweit sollten die Weihnachtsferien auf den 19. Dezember vorgezogen werden. In einer früheren Fassung, mit dem das Kanzleramt am Dienstag in Beratungen mit den Ländern gegangen war, war die Rede davon, dass die Weihnachtsferien bundesweit auf den 16. Dezember vorgezogen werden sollten.

20 Uhr: Mehr als 2100 neue Corona-Fälle im Südwesten bestätigt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 2111 innerhalb von 24 Stunden gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Dienstag lag die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie bei 136.930. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 34 auf 2530. Als genesen gelten 90.037 Menschen, 2127 mehr als am Tag zuvor.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 132,0 weiter leicht gesunken. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 426 schwer Covid-19-Erkrankte mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 245 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet.

18.15 Uhr: Österreich plant Start von Corona-Impfung bereits im Januar

Österreich will mit der Impfung seiner Bevölkerung gegen das Coronavirus im Januar beginnen. Dabei sollen ältere Menschen, Risikogruppen sowie das Gesundheitspersonal zuerst geimpft werden, wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober in Wien mitteilte. Ziel sei eine Durchimpfungsrate von mindestens 50 Prozent, wobei die Impfung freiwillig ist.

Das Land werde mehr als 16 Millionen Dosen des Impfstoffs über die Europäische Union beschaffen, erklärte Clemens Martin Auer, der die Pandemiebekämpfung des Gesundheitsministeriums koordiniert. Für den Ankauf stünden 200 Millionen Euro zur Verfügung. Jeder Mensch muss zweimal innerhalb eines Zeitraums von ungefähr drei bis vier Wochen geimpft werden. Für nicht priorisierte Gruppen würden die Impfstoffe ab etwa April zur Verfügung stehen, hieß es aus dem Ministerium weiter.

17.03 Uhr: Kanzleramt denkt über stärkeres Vorziehen der Ferien nach

Das Kanzleramt will bei den Verhandlungen mit den Ministerpräsidenten Nachschärfungen bei den Kontaktbeschränkungen in mehreren Bereichen durchsetzen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin aus Verhandlungskreisen wird in der Regierungszentrale darüber nachgedacht, die Weihnachtsferien noch früher als von den Ländern geplant beginnen zu lassen. Das soll demnach zu einer noch größeren Reduzierung der Kontakte vor den Feiertagen beitragen. Eine entsprechende Überlegung sei in der Besprechung von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Chefs der Staatskanzleien am Dienstag geäußert worden, hieß es.

15.40 Uhr: Merkel kündigt eigene Vorschläge für Runde mit Ministerpräsidenten an

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Vorschläge der Ministerpräsidenten zum Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen begrüßt, aber zugleich eigene Vorschläge zur Kontaktreduzierung für die Verhandlungen an diesem Mittwoch angekündigt. Das Papier der Länder sei gut, die Überlegungen fänden zum großen Teil die Unterstützung des Bundes, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in der virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Der Bund werde aber noch weitere Vorschläge machen.

In einigen Bereichen seien gegebenenfalls nochmals spezifische Maßnahmen notwendig. Die Kanzlerin kündigte nach diesen Informationen an, sie werde sich am 14. oder 15. Dezember nochmals mit den Ministerpräsidenten zusammenschalten, um zu beurteilen, wo man dann bei der Infektionslage stehe.

14.40 Uhr: Söder plädiert für europaweite Schließung von Skigebieten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert wegen Corona für ein vorübergehende europaweite Schließung von Skigebieten und Skiliften. „Wenn wir Grenzen offen halten wollen, brauchen wir auch eine klare Übereinkunft, was das Skifahren betrifft. Ansonsten wird es eine schwierige Entwicklung“, sagte Söder am Rande einer Landtagssitzung in München. Er verwies darauf, dass jemand, der in Risikogebieten Skifahren gehe, zehn Tage in Quarantäne müsse. Söder betonte dann aber: „Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.“

14.20 Uhr: Bund plant „Dezemberhilfen“ für Firmen von 17 Milliarden Euro

Der Bund plant bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember Finanzhilfen für betroffene Unternehmen im Umfang von voraussichtlich 17 Milliarden Euro. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Regierungskreisen. Zuerst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichtet, Firmen könnten mit Hilfen in einem Umfang von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen.

13.55 Uhr: Kretschmann: Kultur und Gaststätten wohl auch im Januar noch geschlossen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hält eine Öffnung von Kultur und Gastronomie auch nach Weihnachten für unwahrscheinlich. An eine Öffnung sei bei den derzeitigen Infektionszahlen auch im Januar noch nicht zu denken, sagte Kretschmann. „So bitter das für diese Betriebe ist - ich kann deren Zorn wirklich verstehen.“ Für den Januar könne er nur eine Prognose abgeben, aber die Entwicklung der Infektionszahlen gebe Lockerungen derzeit nicht her, sagte Kretschmann.

13.50 Uhr: Söder nennt Beschlussvorlage für Coronagipfel nicht ausreichend

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält die Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für den Coronagipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für nicht ausreichend. „Ich glaube, an einigen Stellen braucht es noch Verbesserungen“, sagte Söder in München vor Journalisten. Es stehe viel Gutes in dem Papier, aber es gehe nicht weit genug - „da müssen wir nachschärfen“.

13.05 Uhr: Von der Leyen: Vertrag über Moderna-Impfstoff gegen Corona steht

Die EU-Kommission hat einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Dosen des aussichtsreichen Corona-Impfstoffs von Moderna ausgehandelt. Dies teilte Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Dienstag in Brüssel mit. Der Vertrag solle am Mittwoch besiegelt werden.

13 Uhr: Kretschmann skeptisch: Zeitraum für Corona-Lockerungen zu lang

Nach den Beratungen der Ministerpräsidenten zur Corona-Krise zeigt sich der baden-württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) nicht vollends überzeugt von der Linie der Länder. „Ich bin skeptisch, ob das Paket insgesamt die nötige Wirkung entfalten wird“, sagte Kretschmann. Er halte unter anderem den Zeitraum der vorgeschlagenen Lockerungen vom 23. Dezember bis zum 1. Januar für zu lang. Es sei allerdings für die Bundesländer wichtig gewesen, die Vorhaben möglichst einstimmig zu beschließen. „Man muss halt auch Kompromisse machen, wenn man 16 zusammenhalten will“, sagte Kretschmann.

12.50 Uhr: Kretschmann: Weihnachtsferien werden landesweit verlängert

Die Weihnachtsferien werden nach Angaben von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) aus Schutz vor Corona-Infektionen landesweit verpflichtend verlängert. Darauf hätten sich die Ministerpräsidenten bei ihren Gesprächen über die Corona-Regeln mit Ausnahme von Bremen geeinigt, sagte Kretschmann. In Baden-Württemberg wie in einigen anderen Ländern ist bislang der letzte Schultag der 22. Dezember (Dienstag). Wenn die Schüler bereits am 18. Dezember (Freitag) in die Ferien entlassen würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren, sagte der Regierungschef. „Man hat dann bis Weihnachten eine ganze Inkubationsphase.“ Dagegen hatte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) vor zwei Wochen noch betont, sie werde keine längeren Weihnachtsferien landesweit anordnen.

12.13 Uhr: Land verlängert finanzielle Unterstützung für Sportvereine

Die von der Corona-Pandemie betroffenen Sportvereine in Baden-Württemberg können auch im kommenden Jahr auf finanzielle Hilfen der Landesregierung zurückgreifen. Das Sonderprogramm „Soforthilfe Sport“ wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert, wie der Ministerrat am Dienstag beschloss.

„Weil die Pandemie anhält und sich möglicherweise sinkende Mitgliederzahlen erst im neuen Jahr auswirken, verlängern wir das Programm“, sagte Sportministerin Susanne Eisenmann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. „Wir lassen unsere Sportvereine und Sportverbände nicht im Stich.“ Die 55-Jährige appellierte auch an die Mitglieder: „Bleiben Sie Ihrem Verein bitte auch in diesen schwierigen Zeiten treu.“

10.55 Uhr: Selbstquarantäne und Kontaktbeschränkungen – was die Länder morgen erreichen wollen

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf ein gemeinsames Konzept für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie geeinigt. Wegen der weiter hohen Infektionszahlen soll der aktuelle Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten beibehalten bleiben, dann über die Feiertage aber gelockert werden. Das Länderpapier ist die Basis für die Verhandlungen mit dem Bund an diesem Mittwoch. Die Punkte im Einzelnen:

10.28 Uhr: Vorerst keine Corona-Lockerungen für den Sport geplant

Der Sport darf vorerst nicht auf Lockerungen der Corona-Regelungen hoffen. Die Bundesländer plädieren dafür, den Ende Oktober verfügten Teil-Lockdown zunächst bis zum 20. Dezember bundesweit aufrechtzuerhalten. Für den Profi-Sport würde dies konkret bedeuten, dass der Ligen-Betrieb nur mit Geisterspielen fortgesetzt werden kann. Nach dem Fußball, Handball, Basketball und Volleyball will auch die Deutsche Eishockey-Liga am 17. Dezember in die Saison starten. Weiterhin ruhen soll der Amateursport.

Die Profivereine dürfen aber neben der Saisonfortsetzung auch auf eine Verlängerung der Hilfsmaßnahmen durch den Bund bis zur Mitte des kommenden Jahres hoffen. Die Regelung solle für diejenigen Wirtschaftsbereiche gelten, „die absehbar auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen, ohne von Schließungen betroffen zu sein“, heißt es in dem Papier der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

9.48 Uhr: Länder wollen Maskenpflicht erweitern

Die Länder sprechen sich dafür aus, für eine Eindämmung des Coronavirus ab Anfang Dezember die Maskenpflicht zu erweitern. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung solle an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten gelten - so auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch hervor, der der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag. Die örtlich zuständigen Behörden sollen die Orte festlegen.

Auch in Arbeits- und Betriebsstätten sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen - dies soll aber nicht am Platz gelten, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden könne. Weiter heißt es in dem Papier, Hochschulen und Universitäten sollten grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen - mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika, praktischen und künstlerischen Ausbildungsabschnitten sowie Prüfungen.

9.09 Uhr: 20 Corona-Schnelltests pro Woche für Pflegebedürftige

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen den Schutz von Risikogruppen wie Pflegebedürftigen verbessern. So sollten im Rahmen der Corona-Teststrategie je Pflegebedürftigem 20 Schnelltests pro Woche vorgesehen werden, heißt es im Beschlussentwurf der Länder. Der Bund will für die Risikogruppen ab Anfang Dezember gegen eine geringe Eigenbeteiligung die Abgabe von insgesamt 15 FFP-2-Masken ermöglichen - rechnerisch eine pro Winterwoche.

Die Ministerpräsidenten schlagen zudem vor, dass Bund und Länder sich darauf einigen, das Zeitintervall der häuslichen Quarantäne grundsätzlich einheitlich auf im Regelfall zehn Tage festzulegen. „Mit den nunmehr in größerer Zahl zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests ist eine testgestützte Verkürzung der Quarantänezeit möglich.“ Einen kürzere Quarantänezeit entlaste die betroffenen Bürger und die Gesundheitsämter und mildere die wirtschaftlichen Folgen von Quarantäneanordnungen für den Einzelnen und für die Volkswirtschaft.

8.51 Uhr: Länder für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an

Die Ministerpräsidenten der Länder plädieren im Kampf gegen die anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen für strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember an - für Weihnachten und Silvester soll es eine Sonderregelung geben. „Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken“, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel. Kinder bis 14 Jahre seien hiervon ausgenommen.

8.30 Uhr: Länder bitten Arbeitgeber um Betriebsferien oder Homeoffice-Lösungen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen im Kampf gegen die hohen Corona-Infektionszahlen die Arbeitgeber rund um Weihnachten um Unterstützung bitten. Arbeitgeber sollten prüfen, ob die Betriebsstätten entweder durch Betriebsferien oder großzügige Homeoffice-Lösung vom 23. Dezember bis 1. Januar geschlossen werden könnten, heißt es in dem Beschlussentwurf der Länder. Damit solle bundesweit der Grundsatz „Stay at Home“ („Bleibt Zuhause“) umgesetzt werden.

8.17 Uhr: Entwurf der Länder sieht Maskenpflicht in Corona-Hotspots ab Klasse sieben vor

In Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen soll nach dem Willen der Länder künftig ab Klasse sieben grundsätzlich eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten. Das geht aus dem geeinten Beschlussentwurf der Ministerpräsidenten für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel an diesem Mittwoch hervor. In „besonderen Infektionshotspots“ soll es demnach in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch „weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung“ geben, beispielsweise Hybridunterricht.

8.10 Uhr: Länder einigen sich auf Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar können Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Kinder bis 14 Jahren seien hiervon ausgenommen.

Die Ministerpräsidenten der Länder rufen die Menschen aber auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen. „Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden“, heißt es in dem Beschlussentwurf. Mit der Selbstquarantäne solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden.

8.03 Uhr: Länder wollen zu Silvester Böllerverbot auf belebten Plätzen und Straßen

Die Ministerpräsidenten der Länder wollen Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagen, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. „Die örtlich zuständigen Behörden bestimmen die betroffenen Plätze und Straßen“, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Grundsätzlich wird „empfohlen“, zum Jahreswechsel auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten - ein Verkaufsverbot ist demnach aber nicht vorgesehen.

7.13 Uhr: Corona-Neuinfektionen mit 13.554 Fällen etwas unter dem Vorwochenstand

Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) im Vergleich zum Vorwochenstand erneut etwas weniger Corona-Neuinfektionen gemeldet. Binnen 24 Stunden wurden 13.554 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Dienstagmorgen bekanntgab. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl bei 14.419 gelegen. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Zu Beginn der Woche sind die Zahlen regelmäßig vergleichsweise niedrig, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 24.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 249 auf insgesamt 14.361. Das RKI schätzt, dass rund 636.700 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Montag bei 0,97 (Vortag: 1,03).

Das waren die Entwicklungen am Montag, 23. November: 

22.45 Uhr: Länder wollen Teil-Lockdown bis kurz vor Weihnachten verlängern

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen wollen die Länder den Teil-Lockdown bis zum 20. Dezember verlängern. Darauf verständigten sich die Ministerpräsidenten am Montagabend in einer Schaltkonferenz, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch geben.

22.15 Uhr: Schweden verlässt mit Inkrafttreten von strengen Vorschriften Corona-Sonderweg

Mit dem Inkrafttreten von strengeren Vorschriften verlässt Schweden am Dienstag seinen Corona-Sonderweg. Erstmals gelten nun Auflagen für Treffen in der Öffentlichkeit, nur noch acht Menschen dürfen zusammenkommen. Bisher durften sich je nach Anlass 50 bis 300 Menschen treffen. Schulen und Restaurants sollen laut der Regierungsanordnung weiter geöffnet bleiben. Betreiber von Restaurants müssen allerdings darauf achten, dass pro Tisch nicht mehr als acht Gäste Platz nehmen.

Schweden ging seit Beginn der Corona-Pandemie einen weniger restriktiven Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Kritiker warfen den schwedischen Behörden deshalb vor, mit ihrer Strategie Menschenleben zu gefährden. Dennoch verzichtete die Regierung bisher auf das Verhängen von Einschränkungen - stattdessen sprach sie lediglich Empfehlungen für die Bürger aus. Die nun erstmals verhängten Einschränkungen gelten allerdings nicht für Treffen in privaten Wohnungen - der Regierung fehlt die Befugnis, um dafür Vorschriften zu machen.

20 Uhr: Kretschmann will Weihnachtsferien verlängern

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist wegen der Corona-Pandemie für einen früheren Start der Schüler in die Weihnachtsferien als bisher geplant. Er wolle sich auch bei der anstehenden Bund-Länder-Schalte für längere Weihnachtsferien stark machen, sagte ein Regierungssprecher.

In Baden-Württemberg wie in einigen anderen Ländern sei bislang der letzte Schultag der 22. Dezember (Dienstag). Wenn die Schüler bereits am 18.12. (Freitag) in die Ferien entlassen würden, habe man bis Heiligabend eine Strecke von fünf bis sechs Tagen, die man nutzen könne, um Kontakte zu minimieren. „Dann wird man an den Feiertagen mit einem entspannteren Gefühl zu den Großeltern fahren und im Kreise der Familie das Weihnachtsfest begehen können“, hieß es aus dem Staatsministerium.

19.13 Uhr: Die Schwenninger Tennishalle soll nun auch zum Kreisimpfzentrum werden

Eine Fieberambulanz und nun auch Kreisimpfzentrum? Die Schwenninger Tennishalle soll nach Wunsch von Landrat Sven Hinterseh zentraler Ort für die Impfungen gegen Covid-19 werden. Das hat der SÜDKURIER erfahren.

18.30 Uhr: Weniger neue Corona-Fälle im Südwesten bestätigt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg stärker zurückgegangen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes vom Montag wurden 1246 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden bestätigt, insgesamt sind es somit seit Beginn der Pandemie 134.819. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen allerdings auch oft vergleichsweise gering, weil laut Robert Koch-Institut am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Am Montag der vergangenen Woche war die Zahl der Fälle in Baden-Württemberg um 1739 gestiegen, am gleichen Wochentag vor zwei Wochen waren es 1540. Die Zahl der Toten in Zusammenhang mit dem Virus stieg hingegen stark um 48 auf nunmehr 2496, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) weiter mitteilte.

17.30 Uhr: Über 30 Corona-Fälle im Vöhrenbacher Luisenhof

Drastisch zugespitzt hat sich die Corona-Situation im Vöhrenbacher Alten- und Pflegeheim Luisenhof: 25 Bewohner sowie sieben Mitarbeiter sind inzwischen infiziert. Nachdem in der vorletzten Woche im Luisenhof zuerst eine Mitarbeiterin und anschließend auch fünf Bewohner positiv auf den Corona-Virus getestet worden waren, sind nun zum vergangenen Wochenende hin zahlreiche weitere Corona-Infektionen festgestellt worden.

16.30 Uhr: Luxemburg muss in den Teil-Lockdown

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie verschärft Luxemburg seine Maßnahmen: Voraussichtlich ab diesem Donnerstag müssen Gastronomie sowie wie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis zum 15. Dezember schließen. Ein entsprechendes Gesetz hat die Luxemburger Regierung am Montag auf den Weg gebracht. Das Parlament soll am Mittwoch darüber abstimmen, so dass die neuen Regeln in der Nacht zum Donnerstag in Kraft treten könnten.

„Wir ziehen heute die Notbremse“, sagte Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel. Die sozialen Kontakte „müssen für drei Wochen auf ein Minimum reduziert werden“. Künftig dürften nur noch maximal zwei Personen, die nicht zum Haushalt gehören, eingeladen werden. Bisher lag die Zahl bei vier Personen. „Wir bitten darum, dass man drei Wochen auf bestimmte Dinge verzichtet.“ Der Schulbetrieb soll weiterlaufen, für obere Klassen soll es Wechselunterricht zwischen Präsenz und „Homeschooling“ geben.

15.31 Uhr: Gewerkschaft der Polizei: Böllerverbot kaum durchsetzbar

Ein generelles Böllerverbot für Silvester in der Hauptstadt wäre nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei Berlin (GdP) kaum umzusetzen. Mit einem Verbot sei es nicht getan, sagte GdP-Landeschef Norbert Cioma. „Man müsste verhindern, dass Leute Pyrotechnik kaufen können und die Sicherheitsbehörden so ausstatten, dass sie Verstöße ahnden können. Beides ist derzeit nicht gegeben“, warnte Cioma.

„Viele haben noch Vorräte aus den letzten Jahren und zur Wahrheit gehört, dass wir mangels Fahrzeugen gar nicht noch mehr Funkwagen in der Silvesternacht auf die Straße bringen könnten.“ Cioma mahnte, es gehe nicht um schön klingende Forderungen, sondern vor allem auch um Umsetzbarkeit.

Die Länder beraten am Montag weiter über einen gemeinsamen Vorschlag zum Vorgehen in der Corona-Krise, über den am Mittwoch zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entschieden werden soll. Dabei geht es auch um ein Verbot für Silvesterböller. In einem Papier Berlins als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) hieß es, zum Jahreswechsel solle der Verkauf, der Kauf und das Zünden von Feuerwerk verboten werden.

15 Uhr: Strobl: Corona-Kontrollen sorgen für weniger Verstöße

Mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Regeln sieht Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) einen kleinen Erfolg. So habe die anhaltend hohe Zahl von Kontrollen dazu geführt, dass zwischen Freitag und Sonntag weniger Menschen gegen die Regeln verstoßen hätten als noch am Wochenende zuvor. So habe die Polizei zwischen dem 20. und 22. November im gesamten Land etwa 4900 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung festgestellt.

Dabei sei es in etwa 4000 Fällen um Verstöße gegen die Maskenpflicht gegangen, wird Strobl in einer Mitteilung vom Montag zitiert. Noch am vorvergangenen Wochenende hatten Polizeibeamte demnach etwa 5640 Verstöße festgestellt, davon fast 4700 gegen die Maskenpflicht. „Der Kontrolldruck hilft offensichtlich, dass sich mehr Menschen an die Regeln halten“, wird der Innenminister in einer Mitteilung zitiert.

14.13 Uhr: Heinrich Bedford-Strohm glaubt an Gottesdienste zu Weihnachten

Bayerns Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm rechnet trotz der drohenden Verlängerung des Teil-Lockdowns nicht damit, dass Weihnachtsgottesdienste ausfallen müssen. „Ich habe keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass wir an Weihnachten kraftvolle Gottesdienste feiern werden“, sagte er am Montag bei der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Es werde viel gelüftet und mehrere Gottesdienste nacheinander geben. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sprach auch von Freiluftgottesdiensten.

13 Uhr: Corona-Nothilfe für den Profisport: 55 Millionen Euro bewilligt

Etwas mehr als ein Viertel des 200 Millionen Euro schweren Corona-Soforthilfeprogramms des Bundes sind in den Profisport geflossen. Wie das für die Corona-Sportförderung zuständige Bundesministerium des Innern mitteilte, lagen bis zum geplanten Fristablauf am 22. November insgesamt 339 Anträge vor.

Dabei handelt es sich um eine Summe von knapp 69 Millionen Euro (68.883.291,55). 259 Anträge mit einem Volumen von 55.389.636,53 Millionen Euro wurden bewilligt. Sechs Anträge wurden abgelehnt, 74 sind noch in Bearbeitung. Pro Club können bis zu 800.000 Euro beantragt werden.

Einzelaufstellungen zu den Sportarten will das Innenministerium in Berlin nicht veröffentlichen, „da insbesondere bei kleineren Sportarten oder -ligen, bei denen nur wenige Anträge vorhanden sind, möglicherweise Rückschlüsse auf einzelne Antragsteller zu befürchten sind.“ Diese Informationen würden dem Datenschutz unterliegen oder es handle sich um Betriebsgeheimnisse.

11.38 Uhr: Neuer weltweiter Treibhausgas-Rekord trotz Corona-Maßnahmen

Die Treibhausgase in der Atmosphäre haben nach UN-Angaben trotz der weltweiten Corona-Maßnahmen einen neuen Rekordwert erreicht. Die Konzentration der Treibhausgase sei im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand gestiegen, erklärte am Montag die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf. Trotz der weltweiten Beschränkungen beispielsweise für die Industrie wegen der Corona-Pandemie habe die Konzentration in diesem Jahr weiter zugelegt. Die WMO legt alljährlich einen Bericht zu den weltweiten Treibhausgasen vor, die als Hauptverantwortliche für den Klimawandel gelten. Er konzentriert sich auf die Menge an Treibhausgasen, die in der Atmosphäre verbleiben.

Zwar sei durch die Corona-Maßnahmen der Ausstoß an Treibhausgasen vorübergehend gesunken, erklärte die UN-Organisation. Dies habe aber die Rekord-Konzentration in der weltweiten Atmosphäre nicht verringert. "Der Rückgang der Emissionen im Zusammenhang mit den Lockdowns ist nur ein kleines Zucken auf der langfristigen Kurve. Wir brauchen aber einen substantiellen Abfall der Kurve", erklärte WMO-Chef Petteri Taalas.

11.14 Uhr: Unionsländer wollen kein Verkaufsverbot für Silvesterböller

Die unionsgeführten Bundesländer sind anders als SPD-Länder gegen ein Verkaufsverbot für Silvesterböller. Der Verkauf und das Mitführen von Pyrotechnik solle nicht untersagt werden, heißt es in einem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Montag vorlag. Stattdessen solle es einen Appell geben sowie ein Verbot von Feuerwerk auf belebten Plätzen.

In einem Papier Berlins als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz hieß es, zum Jahreswechsel solle der Verkauf, der Kauf und das Zünden von Feuerwerk verboten werden - besonders um die Einsatz- und Hilfskräfte zu entlasten, die Kapazitäten des Gesundheitssystems freizuhalten und um größere Gruppenbildungen zu vermeiden. Am Mittwoch beraten Bund und Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

10.41 Uhr: Rund 20.000 Strafverfahren mit Corona-Bezug

Die Corona-Pandemie hat den Staatsanwaltschaften erhebliche Mehrarbeit beschert. Bundesweit hätten die Strafverfolger seit Beginn der Krise etwa 20 000 Fälle wegen erschlichener Corona-Soforthilfen oder anderer Straftaten mit Pandemie-Bezug erreicht wie Internet-Fakeshops, gefälschte Corona-Medikamente oder minderwertige Masken, sagte der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Richterbundes, Sven Rebehn, der „Welt“ (Montag). Nach Einschätzung des Richterbundes dürfte es bis weit ins nächste Jahr hinein dauern, ehe die Strafjustiz alle Corona-Verfahren abgearbeitet hat.

9.58 Uhr: Gastgewerbe fordert weitere Finanzhilfen in Corona-Krise

Das Gastgewerbe fordert mehr finanzielle Unterstützung des Bundes im Falle einer Verlängerung des Corona-Lockdowns. "Wenn die Politik am Mittwoch eine weitere Schließung von Hotels und Restaurants beschließt, muss es zeitgleich auch eine Zusage zur Fortführung dieser Hilfen geben. Aus der Novemberhilfe muss eine Winterhilfe werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post".

Bereits von März bis Ende November habe der Umsatzverlust für die Branche 32 Milliarden Euro betragen. "Bei einer Fortsetzung der Schließung im Dezember drohen weitere hohe Verluste, da für die meisten Betriebe das Weihnachtsgeschäft eine hohe Relevanz hat", sagte Hartges. "Wenn nicht geholfen wird, ist der Verlust von hunderttausenden Arbeitsplätzen zu befürchten."

8.42 Uhr: Corona-Impfstoffkandidat von AstraZeneca zu 70 Prozent wirksam

Der vom britisch-schwedischen Pharmakonzern AstraZeneca und der britischen Universität Oxford entwickelte Corona-Impfstoffkandidat ist zu 70 Prozent wirksam. Dies gehe aus Zwischenergebnissen klinischer Studien in Großbritannien und Brasilien hervor, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Impfstoffkandidat weist damit bislang eine geringere Wirksamkeit auf als jene der Unternehmen Pfizer und Biontech sowie Moderna, die zu über 90 Prozent wirksam sind.

8.09 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen mit 10.864 auf Vorwochenniveau

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10.864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10.824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929.133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 23.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14.112. Das RKI schätzt, dass rund 618.800 Menschen inzwischen genesen sind. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,03 (Vortag: 1,07).

7.32 Uhr: Immer mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen

Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. „Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu“, sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der „Rheinischen Post“. Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. „Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen.“

Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die Krankenhäuser handlungsfähig blieben und gleichzeitig unbürokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen für Einnahmeverluste bereit gestellt werde. „Es darf nicht dazu kommen, dass wir Notfälle wegen überlasteter Corona-Stationen abweisen müssen“, sagte Janssens. Nach Divi-Daten stieg die Zahl der Patienten auf 3709 (Stand 22.11.) - das waren 79 mehr als am Vortag. 2132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290.

7.08 Uhr: Spahn und Scholz erwarten noch in diesem Jahr erste Corona-Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. „Es gibt Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann können wir mit den Impfungen sofort loslegen“, sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren Mitte Dezember einsatzbereit sein sollen. Das scheine zu klappen.

Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) machte Hoffnungen auf Impfungen noch in diesem Jahr. „Wir haben die Vorbereitungen dafür getroffen, dass es noch im Dezember losgehen könnte“, sagte Scholz am Sonntagabend auf „Bild live“. Er glaube, es gehe „mit der Impfung schneller los, als wir vor einiger Zeit gedacht haben“, betonte der Vizekanzler. Spahn zeigte sich optimistisch, dass es nicht bis Ende 2021 dauern werde, bis alle Bevölkerungsgruppen durchgeimpft sind. So benötige man für viele der voraussichtlichen Impfstoffe keine tiefe Kühlung. Sie könnten in normalen Arztpraxen gegeben werden. „Und dann geht es schnell: Vergessen wir nicht, dass jährlich in wenigen Wochen bis zu 20 Millionen Menschen gegen Grippe geimpft werden“, sagte Spahn.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 22. November:

21.13 Uhr: Silvester-Feuerwerk soll in SPD-geführten Bundesländern untersagt werden

Die SPD-geführten Bundesländer wollen in diesem Jahr kein Silvester-Feuerwerk zulassen. Das Zünden, der Kauf und der Verkauf von Böllern und Raketen sollen deshalb über den Jahreswechsel in Deutschland verboten werden, berichten die „Berliner Morgenpost“ (Online Sonntag, Print Montag) und das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ unter Berufung auf einen Beschlussentwurf des Vorsitzlandes der Ministerpräsidentenkonferenz. Den Vorsitz hat derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) inne.

Ziel sei es, Gruppenbildung zu vermeiden, die Einsatzkräfte wie Polizei und Feuerwehr zu entlasten und Kapazitäten des Gesundheitssystems frei zu halten, heißt es in dem auch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Papier, das das Datum 22. November trägt. An diesem Mittwoch beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Derzeit gilt ein Teil-Lockdown, der aber Ende November ausläuft.

21.10 Uhr: Länder wollen Corona-Beschränkungen verlängern und verschärfen

Die Corona-Beschränkungen sollen nach dem Willen der Bundesländer über den November hinaus verlängert und stellenweise verschärft werden. An privaten Zusammenkünften sollen dann maximal nur noch fünf Menschen aus zwei Haushalten teilnehmen können, heißt es in einer Beschlussvorlage der Bundesländer für die Spitzenberatungen mit dem Bund am Mittwoch. Ausnahmen solle es für die Weihnachtsfeiertage geben.

20.14 Uhr: Bund und Länder bereiten Menschen auf längeren Teil-Lockdown vor

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen müssen sich die Menschen in Deutschland auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember einstellen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) bereiteten die Bürger vor der an diesem Mittwoch geplanten Runde mit den Ministerpräsidenten grundsätzlich auf eine Verschärfung der zunächst bis Ende November geltenden Kontaktbeschränkungen vor.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte im ARD-„Bericht aus Berlin“, es gebe keinen Grund zur Entwarnung. Deswegen „werden wir den Lockdown sicherlich zu verlängern vorschlagen. Und an einigen Stellen - insbesondere in den Hotspots - auch deutlich zu vertiefen.“

Für die Staatskanzleichefs der Länder war es ein arbeitsreiches Wochenende: Gleich mehrfach schalten sie sich in unterschiedlichen Runden zusammen, um ihr weiteres Vorgehen in der Pandemie zu beraten. Am Montag wollten ihre Chefs die Vorlage der Länder für die Beratungen mit Merkel an diesem Mittwoch festzurren - damit es nicht wieder so konfliktträchtig abläuft wie in der Vorwoche.

20.08 Uhr: Mitglied der britischen Königsfamilie mit Corona infiziert

Ein weiteres Mitglied der britischen Royals hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Prinzessin Michael of Kent sei „seit drei Wochen in Isolation im Kensington-Palast“, sagte ihr Sprecher Simon Astaire am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in London. Auch ihr Mann sei vorsichtshalber in Isolation; ihm gehe es gut. Nach Angaben der „Sun“ leidet die 75-Jährige unter hohem Fieber und einem Erschöpfungssyndrom. Sie führt den Vornamen ihres Mannes im Titel.

Bereits im Frühjahr hatte sich Prinz Charles (72) mit dem Coronavirus angesteckt; er litt aber nur unter leichten Erkältungssymptomen. Schwerer hatte es britischen Medien zufolge Prinz William (38) getroffen, der seine Infektion angeblich nicht publik machen wollte.

Prinzessin Michael of Kent hatte vor drei Jahren zum Weihnachts-Lunch im Buckingham-Palast für einen Eklat gesorgt. Sie trug eine Brosche mit einem „Blackamoor“ auf ihrer Jacke; solche afrikanischen Figuren stellen oft Diener aus der Sklaven- und Kolonialzeit dar. Sie musste dafür öffentlich viel Kritik einstecken, auch wegen Prinz Harrys heutiger Frau Meghan, die afroamerikanische Vorfahren hat.

Prinzessin Michael of Kent ist mit einem Cousin der Queen verheiratet. Sie wurde 1945 als Marie Christine von Reibnitz in Karlsbad (tschechisch: Karlovy Vary) geboren. Ihre offizielle Anrede lautet Her Royal Highness.

18.45 Uhr: Protestzüge gegen Corona-Politik in mehreren deutschen Städten

Aus Protest gegen die Corona-Politik von Bund und Ländern sind am Wochenende Tausende Menschen in deutschen Städten auf die Straße gegangen. Allerdings traten ihnen teils auch Hunderte Gegendemonstranten entgegen, die etwa einen groß angekündigten „Schweigemarsch“ durch Berlin mit Blockaden und anderen Störaktionen begleiteten. Leipzig wurde zwei Wochen nach der chaotischen „Querdenken“-Demo ebenfalls erneut zum Schauplatz für Proteste von Gegnern der Corona-Politik und Gegendemos.

Die Berliner Polizei bezifferte die Zahl der Teilnehmer am sogenannten Schweigemarsch vom Prenzlauer Berg zum zentral gelegenen Alexanderplatz mit rund 1000. Angemeldet worden waren fünfmal so viele. Die meisten Demonstranten trugen der Polizei zufolge Mund-Nasen-Schutz, vereinzelt habe es Strafanzeigen wegen mutmaßlich gefälschter Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht gegeben. Der Marsch bis in die Stadtmitte war begleitet von Protesten Hunderter Gegendemonstranten, teils aus dem linken Spektrum.

17.05 Uhr: 2112 neue Corona-Fälle im Südwesten bestätigt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 2112 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 133 573 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Sonntag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Acht weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Samstag - insgesamt sind es 1569 Menschen. Als genesen gelten 86 477 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 139,3 erneut leicht gestiegen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

407 schwer Covid-19-Erkrankte mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 237 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet.

15.53 Uhr: US-Behörden rechnen bereits Mitte Dezember mit Corona-Impfbeginn

Die Behörden in den USA rechnen bereits Mitte Dezember mit den ersten Corona-Impfungen. "Unser Plan ist es, die Impfstoffe binnen 24 Stunden nach der Zulassung an die Impfzentren zu liefern", sagte der Leiter der Impfstoff-Arbeitsgruppe der US-Regierung, Moncef Slaoui, dem Sender CNN am Sonntag. Die US-Arzneimittelbehörde FDA wird sich Medienberichten zufolge zwischen dem 8. und dem 10. Dezember treffen, um über die Zulassung von Corona-Impfstoffen zu entscheiden.

15.12 Uhr: Kommt ein Impfzentrum ins Bodenseeforum?

Die Stadt Konstanz will das Veranstaltungs- und Tagungshaus Bodenseeforum als eines der Impfzentren im Landkreis Konstanz vorschlagen. Das Gebäude erfülle von der Lage an der Reichenaustraße, den vielen Parkplätzen und dem Raum her die Anforderungen, die das Land Baden-Württemberg stelle.

14.24 Uhr: Demonstration gegen Corona-Regeln in Stuttgart

In Stuttgart haben etliche Menschen am Sonntag gegen die Corona-Politik demonstriert. Bislang sei alles ruhig, sagte ein Polizeisprecher am frühen Sonntagnachmittag in Stuttgart. Für die Kundgebung waren laut Innenministerium 500 Teilnehmer angemeldet - wie viele es zu Beginn waren, blieb zunächst unklar. Bereits am Samstag waren Hunderte Menschen im Südwesten gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Kundgebungen gab es etwa in Pforzheim und Göppingen. In Göppingen hatte es der Polizei zufolge auch einzelne Verstöße gegen die Hygieneregeln gegeben. Ansonsten verliefen die Proteste den Angaben nach aber friedlich.

13.50 Uhr: Protestzug gegen Corona-Politik in Berlin - Gegendemonstration

Erneut sind in Berlin Menschen aus Protest gegen die Corona-Beschränkungen auf die Straße gegangen. Zugleich kam es im Stadtteil Prenzlauer Berg zu einer Gegendemonstration. Rund 600 Polizisten waren im Einsatz. Der Protestzug gegen die Corona-Auflagen war am Sonntagmittag mit einigen hundert Teilnehmern gestartet. Angemeldet waren um die 5000; eine Polizeisprecherin sagte, es seien weit weniger.

Die Demonstranten, die in Prenzlauer Berg starteten, hielten sich ihr zufolge weitgehend an die Maskenpflicht. Vereinzelt seien Strafanzeigen geschrieben worden. Bei vorgezeigten Attesten, die von der Maskenpflicht befreien sollten, habe es den Verdacht gegeben, dass sie nicht echt seien, sagte die Sprecherin der Polizei. Die Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen wird als „Schweigemarsch“ bezeichnet. Die Route sollte am Alexanderplatz enden.

An der Strecke standen immer wieder lärmende Menschen mit Kochtöpfen, die den Aufzug stören wollten. Gelegentlich ertönten „Nazis raus“-Rufe. Auf Balkonen waren Transparente zu sehen unter anderem mit der Aufschrift: „klar denken statt quer denken. Kein Platz für Corona-Leugner und Nazis.“

Vermutlich aus Gruppen von Gegendemonstranten kam es kurzzeitig zu einer Sitzblockade und vereinzelt zu kleineren Rangeleien mit der Polizei. An der Schönhauser Allee versammelten sich nach ersten Schätzungen um die 200 bis 300 Menschen, die - überwiegend schwarz gekleidet - gegen den „Schweigemarsch“ demonstrierten.

13.02 Uhr: Ulm probt Betrieb für Corona-Impfzentren im Land

In der Messe Ulm hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Samstag den Betrieb des dort geplanten Impfzentrums gegen das Coronavirus geprobt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), sowie Sozialminister Manne Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) ließen sich bei einem Besuch den geplanten Aufbau der Einrichtung und möglichen Ablauf der Impfung zeigen. Das Sozialministerium hatte den DRK Kreisverband Ulm und den DRK Rettungsdienst Heidenheim-Ulm mit dem Probebetrieb beauftragt.

Dieser solle zeigen, wo eventuell nachzubessern ist, sagte Kreisverbandsarzt Bernd Kühlmuß vom DRK. In dem Ulmer Zentrum sollen einmal pro Stunde bis zu 120 Menschen geimpft werden können. Die Stadt gilt als Testballon für viele weitere Impfzentren, die in den kommenden Monaten folgen werden. Neben Ulm stehen bereits die Messen der Städte Freiburg und Offenburg als weitere Standorte für zentrale Impfzentren fest, wie Sozialminister Lucha der „Heilbronner Stimme“ und dem „Mannheimer Morgen“ (Samstag) sagte.

Das Land will bis zum 15. Dezember in jedem der vier Regierungsbezirke zwei zentrale Impfzentren errichten. In einem zweiten Schritt sollen bis zum 15. Januar ein bis zwei Kreis-Impfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden. Sobald ein Impfstoff verfügbar sei, könnten die Impfungen beginnen, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums.

11.45 Uhr: Corona-Neuansteckungen seit zwei Wochen stabil auf hohem Niveau

Nach einer rasanten Zunahme im Oktober und Anfang November hat sich die Zahl der Corona-Neuansteckungen in Deutschland auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Sonntag hervorgeht. So schwankt die vom RKI täglich gemeldete Zahl der an die Gesundheitsämter binnen sieben Tagen übermittelten Neuinfektionen seit zwei Wochen zwischen rund 115 000 und rund 119 000 Fällen. Die davon abgeleitete 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohner - lag im selben Zeitraum bei rund 140, mit nur wenig Abweichungen nach oben und unten.

11.32 Uhr: Selbst ernannte „Sophie Scholl“ bei Corona-Demo in Hannover

Bei der „Querdenken“-Demonstation gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag in Hannover hat eine Rednerin mit einem Auftritt als selbst ernannte „Sophie Scholl“ heftige Reaktionen im Netz ausgelöst. Auf einem Video, das bei Twitter bis zum Sonntagmorgen über 1 Million Mal angeklickt und mehrere Tausend Male kommentiert wurde, ist eine junge Frau zu sehen, die auf einer kleinen Bühne in der Nähe der Oper zum Publikum spricht. „Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten hier aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde“, sagt sie - und vergleicht sich dabei mit der von den Nazis hingerichteten Widerstandskämpferin.

Nach wenigen Sätzen taucht ein junger Mann vor der Bühne auf. „Für so einen Schwachsinn mache ich doch keinen Ordner mehr“, protestiert er und reicht der Frau sein orangefarbenes Leibchen. Es handele sich um eine „Verharmlosung vom Holocaust“, die „mehr als peinlich“ sei. Die Rednerin entgegnet: „Ich habe doch gar nichts gesagt.“ Dann beginnt sie zu weinen und wirft ihr Mikrofon weg. Polizisten erscheinen und geleiten den Mann von der Bühne weg. In einem später geposteten Ausschnitt ist die Frau erneut zu sehen. Sie gibt sich „schockiert, dass ich von einem Passanten, oder was auch immer, beleidigt wurde“.

Zahlreiche Twitter-Nutzer markierten das Video mit „Gefällt mir“, während des Auftritts der Frau ist vereinzelt Applaus zu hören. Doch in den Kommentarspalten finden sich auch Empörung und Ablehnung: Die Parallelen zu Sophie Scholl seien verantwortungslos, die Gleichsetzung mit dem Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ zur NS-Zeit sei beschämend. Der junge Mann bekommt dagegen mehrfach Zuspruch. Ein Nutzer etwa schrieb: „Respekt für den Ex-Ordner, der die Verhöhnung der realen Holocaust-Opfer erkannte und sich dagegen stellte.“

10.36 Uhr: Scholz und Söder für Verlängerung des Teil-Lockdowns

Spitzenpolitiker von SPD und CSU fordern vor den anstehenden Bund-Länder-Beratungen, den derzeitigen Teil-Lockdown im Dezember zu verlängern. Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte der „Bild am Sonntag“ („BamS“): „Alles spricht dafür, dass die aktuellen Beschränkungen über den 30. November hinaus noch eine Zeit lang fortgesetzt werden müssen.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte dem Blatt: „Um ein schönes Weihnachten verbringen zu können, müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen.“ Der CSU-Chef fügte hinzu: „Auf jeden Fall zwei oder besser drei Wochen. Mindestens so lange, bis wir wieder den Inzidenzwert von 50 erreicht haben.“

Gemeint sind 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dieser Wert war bereits bei Erlass der verschärften Beschränkungen Anfang November als Zielmarke genannt worden, denn dann wird angenommen, dass das Gesundheitssystem nicht dauerhaft überlastet wird. Derzeit liegt der Wert bei rund 140. Bund und Länder beraten am Mittwoch über das weitere Vorgehen.

Söder sagte: „Wenn wir jetzt auf diesem hohen Niveau der Infektionszahlen den Lockdown abbrechen und die Geduld verlieren, dann geht alles wieder von vorne los und wir landen am Ende bei noch härteren Maßnahmen als jetzt in Tschechien oder Österreich.“ Und: „Lieber jetzt einen längeren Lockdown als eine komplette Ausgangsbeschränkung über Weihnachten.“

Zu Weihnachten möchte er zumindest Familienfeiern zulassen: Weihnachten solle „freier“ sein, „dafür Silvester wieder konsequenter“, erklärte er. Auch die SPD-regierten Länder wollen Lockerungen für die Festtage, damit sich enge Freunde und Familien sehen dürfen, wie die „BamS“ weiter berichtet. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte der Zeitung: „Weihnachten und Silvester sollen die Menschen ihre Liebsten treffen können.“

Für Silvester wünscht sich Söder ein Böller- oder Alkoholverbot auf größeren Plätzen. „Ein generelles Böllerverbot braucht es aber nicht.“ Zugleich warnte er vor Urlaubsreisen über den Jahreswechsel. 

9 Uhr: 15 741 Fälle: Corona-Neuinfektionen etwas unter Vorwochenstand

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 15 741 neuen Corona-Infektionen binnen 24 Stunden vergleichsweise wenig Fälle gemeldet. Im Vergleich zum Wert vor einer Woche sind das 1206 Infektionen weniger, wie aus RKI-Daten von Sonntagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl bei 16 947 gelegen. Der Höchststand war am Freitag mit 23 648 gemeldeten Fällen erreicht worden. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Nachdem die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Oktober und Anfang November stark gestiegen war, war der Wert zuletzt vergleichsweise stabil. Einen deutlichen Rückgang der Neuinfektionen gibt es aber bislang nicht, obwohl seit Anfang November ein Teil-Lockdown in Deutschland gilt.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 918 269 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 22.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Sonntag um 138 auf insgesamt 14 022. Das RKI schätzt, dass rund 603 800 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,07 (Vortag: 1,05). Das bedeutet, dass im Durchschnitt jede Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, ungefähr eine weitere Person ansteckt.

8.30 Uhr: Ministerpräsident Günther für infektionsabhängige Corona-Maßnahmen in Ländern

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind aus Sicht des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther bundesweit einheitliche Regeln unabdingbar. „Das bedeutet aber nicht, dass jedes Land die gleichen Maßnahmen ergreifen muss“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur im Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am nächsten Mittwoch. Dies hänge von den Infektionszahlen ab.

Schleswig-Holstein bewege sich bei den Infektionszahlen auf einem deutlich niedrigeren Niveau als Deutschland insgesamt, betonte Günther. „Da wollen wir schon in unserem Land Möglichkeiten haben, angemessen und sachgerecht darauf zu reagieren.“ Dies bringe das Land in die Beschlussvorlage der Länder auch ein.

Auf die Frage, wie weit regionale Differenzierungen gehen können, sagte Günther: „Wichtig ist, dass wir entsprechende Möglichkeiten für die Länder haben.“ Er würde jetzt aber auch nicht ausschließen, auch innerhalb des Landes zu differenzieren. Auch dies hänge vom Infektionsgeschehen ab. Auch in Zeiten mit niedrigeren Infektionszahlen sei im Land differenziert worden. So seien beim Überschreiten bestimmter Schwellenwerte wie 35er- oder 50er-Inzidenz härtere Maßnahmen ergriffen worden. Als Beispiele nannte Günther Sperrstunden für Gaststätten und die Pflicht zum Tragen von Masken auch in der Grundschule. „Ich halte es zumindest für denkbar, in einer solchen Art und Weise weiterhin zu differenzieren.“

Zur Frage, ob es möglich sein wird, im Dezember wieder Gaststätten zu öffnen, wolle er derzeit keine Prognose abgeben, sagte der Ministerpräsident. Hier müsse auch die weitere Entwicklung der Infektionszahlen abgewartet werde.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 21. November:

21 Uhr: Corona-Massentest in Südtirol: Schon über 250 000 Teilnehmer

Am Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben bis Samstag mehr als 250.000 Menschen teilgenommen. Der Andrang auf die Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz blieb damit auch am zweiten Tag groß. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten bis 20 Uhr insgesamt 2553 Menschen (1 Prozent) ein positives Corona-Resultat bei ihrem Abstrich. Die zentrale Phase der Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft bis zum Sonntagabend.

Die Landesregierung will mit der Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen. Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Provinz Bozen-Südtirol, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Behörden hoffen, dass am Ende zwei Drittel der Bürger und Bürgerinnen einen Antigen-Schnelltest machen. Das wären etwa 350.000 Menschen. Sollte die Aktion die Pandemie bremsen, wollen die Politiker möglichst rasch ihre Einstufung als Rote Zone aufheben

19.25 Uhr: Mehr als 2100 neue Corona-Fälle im Südwesten bestätigt

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen ist in Baden-Württemberg um 2112 gestiegen. Seit Beginn der Pandemie sind damit 132 004 Fälle registriert worden, wie das Landesgesundheitsamt am Samstag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Fünf weitere Menschen starben im Vergleich zum letzten Datenstand vom Freitag, die Zahl stieg damit auf 2440. Als genesen gelten 84.722 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 135,1 erneut leicht gestiegen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

406 schwer Covid-19-Erkrankte mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 239 von ihnen wurden über einen Schlauch beatmet.

18.05 Uhr: Merkel wirbt bei G20 für Impfstoff-Initiative Covax und WHO

Kanzlerin Angela Merkel hat beim G20-Gipfel für die Unterstützung der internationalen Impfstoff-Initiative "Covax" und eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Corona geworben. "Wenn wir weltweit zusammenstehen, können wir das Virus und seine Folgen beherrschen und überwinden. Dafür lohnt sich auch mehr Anstrengung", sagte die CDU-Politikerin am Samstag in einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft beim virtuellen Gipfel führender Wirtschaftsmächte unter Leitung Saudi-Arabiens.

Eine globale Herausforderung wie die Corona-Pandemie könne "nur mit einer globalen Kraftanstrengung überwunden werden", sagte Merkel, die im Kanzleramt in Berlin gemeinsam mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) zu den Beratungen geschaltet war. Dabei komme der G20 eine besondere Verantwortung zu. Die Äußerungen Merkels konnten auch als Spitze gegen US-Präsident Donald Trump verstanden werden, der eine protektionistische Politik des "Amerika zuerst" vertritt und internationalen Organisationen ablehnend gegenübersteht.

17 Uhr: Großeinsatz wegen Kundgebungen in Leipzig - Corona-Demo abgesagt

Nach der aus dem Ruder gelaufenen "Querdenken"-Kundgebung vor zwei Wochen sind in Leipzig erneut Demonstranten zusammengekommen. Eine angemeldete Kundgebung von Kritikern der Corona-Politik wurde am Samstag jedoch überraschend abgesagt, obwohl schon Hunderte Menschen vor Ort waren. Der Versammlungsleiter habe die Anmeldung zurückgezogen, teilte die Polizei mit. Hintergrund sei "das unvollständige Attest zur Maskenbefreiung des Versammlungsanmelders, das von der Versammlungsbehörde so nicht akzeptiert wurde". Alle Personen, die an der Versammlung auf dem Kurt-Masur-Platz teilnehmen wollten, wurden aufgefordert, den Bereich zu verlassen.

Ein Polizeisprecher in Leipzig sagte vor der Absage der Kundgebung, die Lage sei nicht einfach. Man wisse, dass es Mobilisierungen für die jeweiligen Versammlungen gebe. Die Polizei war mit einem Großaufgebot aus mehreren Bundesländern im Einsatz, sie brachte Wasserwerfer und Räumpanzer in Stellung. Am frühen Nachmittag kreiste auch ein Polizeihubschrauber über der Stadt. Zudem setzten die Beamten Sperrgitter ein, um die Versammlungen voneinander zu trennen.

Zu Gegenprotesten kamen mehrere Hundert Menschen auf dem Augustusplatz zusammen - teils mit Musik und Tanz. Aufgerufen hatte das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“, das an drei zentralen Orten der Stadt Kundgebungen angemeldet hatte.

15.45 Uhr: Altmaier zu Corona: Wir brauchen mutige Entscheidungen jetzt

Kurz vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Pandemie hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor einer abermaligen Vertagung von Entscheidungen gewarnt. „Wir brauchen mutige Entscheidungen jetzt, die Wirtschaft und alle Beteiligten wollen Klarheit“, sagte der CDU-Politiker im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks.

Ziel müsse es sein, ein Weihnachtsfest zu feiern, das diesem Anspruch nahe kommt, wenn auch in bescheidenem Rahmen. Das aber sei nur zu schaffen, wenn die Corona-Infektionszahlen in den nächsten Wochen nachhaltig gesenkt würden, „und das bedeutet, dass wir uns eine weitere Vertagung einfach nicht leisten können“.

Am Mittwoch wollen die Länderchefs zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Schalte über das weitere Vorgehen entscheiden. Am vergangenen Montag hatte die Runde zunächst keine weiteren Verschärfungen der Corona-Maßnahmen vereinbart. Seit Anfang November sind deutschlandweit alle Freizeit- und Kulturangebote auf Eis gelegt, Bars, Cafés und Restaurants sind geschlossen. Der Teil-Lockdown war zunächst bis Ende des Monats befristet worden.

14.25 Uhr: Demonstrationen gegen Corona-Regeln - Lage zunächst ruhig

In Göppingen und Pforzheim haben Menschen am Samstag gegen die Corona-Politik demonstriert. Bislang verlaufe alles ruhig, sagte ein Polizeisprecher am frühen Samstagnachmittag in Göppingen. Die Teilnehmer hielten sich demnach zunächst weitestgehend an die Hygieneregeln. Auch eine Versammlung in Pforzheim verlief laut Polizei friedlich. Zu den Teilnehmerzahlen äußerte die Polizei sich zunächst nicht. Für die Kundgebung in Göppingen waren laut Innenministerium 2000 Teilnehmer angemeldet, für die in Pforzheim 500 Teilnehmer.

13.51 Uhr: Erste Standorte für Corona-Impfzentren in Baden-Württemberg bekannt

Erste Standorte für die von der grün-schwarzen Landesregierung geplanten großen Corona-Impfzentren in Baden-Württemberg sind bekannt. Es stehe fest, dass solche Zentren in den Messen in Ulm, Freiburg und Offenburg errichtet werden, sagte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) der „Heilbronner Stimme“ und dem „Mannheimer Morgen“ (Samstag). Die Verhandlungen mit den Kommunen über weitere Standorte stünden vor dem Abschluss.

Das Land will bis zum 15. Dezember in jedem der vier Regierungsbezirke zwei zentrale Impfzentren errichten. Lucha zufolge sollen diese das Personal von den Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm beziehen. In einem zweiten Schritt sollen dann ein bis zwei Kreisimpfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden.

Lucha betonte, Bund und Länder teilten sich die Kosten für den Betrieb der Impfzentren, man rechne mit Kosten im hohen zweistelligen Millionenbereich. Das Geld nehme man aus den Corona-Rücklagen. Der Bund besorge den Impfstoff und übernehme die Kosten hierfür.

Mit Blick auf Corona-Prämien für Pflegekräfte in Kliniken kündigte Lucha an: „Wir werden den Danke-Bonus für das Pflegepersonal in den besonders von der Corona-Pandemie belasteten baden-württembergischen Krankenhäusern aus Landesmitteln um bis zu 500 Euro auf bis zu 1500 Euro pro Person aufstocken.“ Ähnlich sei bereits in den Pflegeheimen verfahren worden. Die Zeitungen berichteten unter Berufung auf eine Kabinettsvorlage, es gehe insgesamt um ein Zehn-Millionen-Euro-Paket für das Pflegepersonal in 69 Südwest-Krankenhäusern. Das Kabinett werde die Pläne bei seiner Sitzung am Dienstag beschließen.

13.21 Uhr: Polizei löst mehrere Partys auf - Verstöße gegen Corona-Auflagen

Die Polizei hat in Mannheim und Heidelberg gleich mehrere Partys aufgelöst und mehrere Menschen wegen Verstoßes gegen die Corona-Regeln angezeigt. Die Betroffenen seien größtenteils uneinsichtig gewesen, teilte die Polizei am Samstag mit.

Am Freitagabend hatte es Hinweise auf eine größere Feier in Mannheim gegeben. Bei der Kontrolle trafen die Polizisten dann in der knapp 50 Quadratmeter großen Wohnung auf 23 Menschen, die einen Geburtstag feierten. Das Fest wurde beendet, die Gastgeberin und deren Gäste erwartet eine Anzeige.

Später erfuhren die Beamten von einer weiteren Party. „Die Gastgeberin gestand bereits an der Tür ihren Fehler ein und gewährte den Polizisten Zutritt in ihre Wohnung“, steht im Polizeibericht. 15 Gäste, die sich in einem Zimmer verbarrikadiert hatten, kamen schließlich heraus. Drei weitere versteckten sich auf dem Balkon und hinter einer Tür. Die Folge waren auch hier Anzeigen.

Fast zeitgleich lösten Beamte in Heidelberg eine Party im Keller eines Mehrfamilienhauses auf. Als die Feiernden die Polizisten sahen, versuchten sie sich in verschiedenen Räumen zu verstecken. Eine Kontrolle des Kellers ergab, dass sich drei Frauen unter einem Wäscheständer und ein Mann hinter einer Waschmaschine versteckt hielten. Neben dem Gastgeber müssen auch hier die Gäste mit einer Anzeige rechnen.

12.55 Uhr: Jeder Zweite hat Angst vor Krankheit an Weihnachten

Inmitten der Corona-Pandemie drückt viele in der Advents- und Weihnachtszeit laut einer Umfrage die Angst vor Krankheit und Einsamkeit. Die Mehrheit der Befragten (54 Prozent) belaste die Sorge, dass ein Familienmitglied die Feiertage wegen Corona oder einer anderen Krankheit im Bett oder im Krankenhaus verbringen muss, teilte die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Samstag in Hannover mit. Sie hatte die Umfrage beim Forsa-Institut in Auftrag gegeben. Psychisch belastend sei für viele außerdem die Angst vor der Einsamkeit an Weihnachten. 41 Prozent der Befragten befürchteten, das Fest wegen der Pandemie im kleineren Kreis oder allein feiern zu müssen.

Einer der sonst größten Aufreger in der Adventszeit - die Flut an Weihnachtswünschen über soziale Netzwerke - belastet demnach in diesem Jahr nur 15 Prozent der Befragten. Noch vor zwei Jahren fühlten sich rund 25 Prozent von digitalen Weihnachtswünschen, Bildern und Videos, die über WhatsApp und andere Dienste geteilt werden, gestresst.

10.39 Uhr: Corona-Rekord in den USA: Mehr als 195.000 Neuinfektionen

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195 542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen.

Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254.400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Freitag registrierten die Behörden 1878 Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

8.21 Uhr: Chef der Techniker Krankenkasse erwartet Verdoppelung der Zusatzbeiträge - Kosten der Corona-Pandemie belasten Krankenversicherungen

Der Chef der Techniker Krankenkasse erwartet einen massiven Anstieg der Zusatzbeiträge. „2022 wird ein hartes Jahr für Kassen und Mitglieder. Ohne Gegensteuern durch den Staat droht eine Verdoppelung des Zusatzbeitrags“, sagte TK-Chef Jens Baas der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Dann werde das Loch im Gesundheitsfonds „weit größer sein als 16 Milliarden Euro, und alle Reserven sind verbraucht“.

Er gehe davon aus, dass die Techniker Kasse schon im kommenden Jahr die Zusatzbeiträge erhöhen werde, wobei der genaue Zeitpunkt noch offen sei.

Die eigentlichen Behandlungskosten von Covid-19-Patienten seien für die Kassen finanzierbar, sagte der TK-Chef. Anders sehe es mit Kosten aus, die etwa durch Rettungsschirme entstehen. „Breit angelegte Corona-Tests, der Aufbau von Intensivbetten und der Kauf von Schutzausrüstung - das darf nicht einseitig bei den Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenkassen hängen bleiben.“

Nach Planungen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sollen die Milliardenlasten der Corona-Pandemie für die gesetzlichen Krankenkassen unter anderem durch höhere Zusatzbeiträge bewältigt werden. Zudem soll der Bundeszuschuss an die Kassen um fünf Milliarden Euro angehoben werden. Ferner ist geplant, dass die Krankenkassen einmalig Finanzreserven in Milliardenhöhe abführen, um einen Teil der Finanzierungslücke zu schließen.

6.12 Uhr: Knapp 23.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland - RKI meldet 254 Todesfälle binnen 24 Stunden

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstag 22.964 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland binnen 24 Stunden gemeldet. Am Freitag war mit 23.648 Neuinfektionen innerhalb eines Tages ein neuer Rekordstand registriert worden. Die Zahl der Todesfälle stieg am Samstag den Angaben zufolge um 254 auf 13.884.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 902.528 Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen lag am Samstag bei etwa 593.100.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 20. November:

22.30 Uhr: Biontech und Pfizer beantragen US-Zulassung für Corona-Impfstoff

Der Mainzer Impfstoffentwickler Biontech und sein US-Partner Pfizer haben eine Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffs in den USA beantragt. Der Antrag wurde am Freitag bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, wie Pfizer mitteilte. Pfizer und Biontech hoffen nach eigenen Angaben auf eine Zulassung und erste Impfungen vor Jahresende. Es wäre die erste Zulassung eines Corona-Impfstoffs in den USA, dem Land mit den meisten Corona-Toten weltweit.

"Die Beantragung einer Notfallzulassung in den USA ist ein entscheidender Schritt, um unseren Impfstoffkandidaten so schnell wie möglich der Weltbevölkerung zur Verfügung zu stellen", erklärte Biontech-Mitgründer Ugur Sahin. Pfizer-Chef Albert Bourla sprach in einem Internetvideo von einem "historischen Tag für die Wissenschaft und uns alle".

21 Uhr: Mehr als 2800 neue Corona-Infektionen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind innerhalb eines Tages 2801 neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 129.892 gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Im Zusammenhang mit dem Virus starben den Angaben zufolge weitere 31 Menschen, damit stieg die Gesamt-Todeszahl auf 2435. Als genesen gelten den Angaben zufolge 82.618 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 134,3 erneut leicht gestiegen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

408 schwer Covid-19-Erkrankte mussten im Südwesten zuletzt auf Intensivstationen behandelt werden, 239 von ihnen wurden über einen Schlauch beamtet.

19.50 Uhr: Wirtschaftsminister Altmaier vorsorglich in Corona-Quarantäne

Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist nach einem Coronafall in seinem Umfeld vorsorglich in Quarantäne. Ein erster Coronatest des Ministers sei negativ gewesen, teilte das Ministerium mit. Altmaier wurde getestet, weil einer seiner engeren Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt ist. Er werde seinen Dienstgeschäften auch von zuhause weiter nachgehen, teilte das Ministerium mit. 

Für den CDU-Politiker ist es bereits die zweite Corona-Quarantäne. Ende September war er vorsorglich für wenige Tage zuhause geblieben, weil ein beim Handelsministerrat in Berlin anwesender Mitarbeiter eines EU-Ministers positiv auf Corona getestet worden war. Eine längere Quarantäne sei nach Prüfung der Umstände seines Kontaktes nicht nötig gewesen, hatte er damals erklärt. 

18 Uhr: Frankreich: Infektions-Höhepunkt in zweiter Corona-Welle überwunden

Frankreich hat nach Ansicht der nationalen Gesundheitsbehörde den Höhepunkt von Neuinfektionen in der aktuellen Phase der Corona-Pandemie bereits hinter sich. „Auch wenn die Indikatoren auf hohem Niveau bleiben, legt ihre Beobachtung nahe, dass der epidemiologische Spitzenwert der zweiten Welle überwunden wurde“, heißt es in einer Erklärung der Behörde. In der vergangenen Woche habe es einen Rückgang positiver Tests um 40 Prozent gegeben. Auch in den Krankenhäusern und auf Intensivstationen wurden demnach weniger Patientinnen und Patienten aufgenommen.

Seit etwa drei Wochen gelten in Frankreich strenge Ausgangsbeschränkungen. Die Menschen dürfen nur mit einem Formular und triftigem Grund vor die Tür, Einzelhandel und Gastronomie sind geschlossen. Mögliche Lockerungen der Beschränkungen hatte die Regierung für Anfang Dezember in Aussicht gestellt. 

16.20 Uhr: Mehrere Staaten setzen auf Reihentests

Immer mehr Staaten in Europa setzen im Kampf gegen die Pandemie auch auf Massentests: Im italienischen Südtirol lief heute eine dreitägige, kostenlose Reihenuntersuchung an. Zum Auftakt bildeten sich dort lange Schlangen vor vielen Teststationen, wie Medien berichteten. Die Slowakei bereitet für 2. Dezember zum wiederholten Mal eine landesweite Corona-Massenuntersuchung vor. Österreich kündigte am Freitag für Anfang Dezember erste Massentests unter Lehrern und Polizisten an.

14.15 Uhr: Ein Skitag am Feldberg – wie geht das in Corona-Zeiten?

Noch ist unklar, ob die Skilifte der Region in diesem Winter überhaupt laufen dürfen. Aber falls grünes Licht aus Stuttgart kommt, ist der Liftverbund Feldberg vorbereitet. Dafür wurde jetzt ein ausgefeiltes Konzept vorgelegt. Was das für die Skifahrer bedeutet, erklären wir hier.

12.50 Uhr: Bundesregierung hält Corona-Infektionszahlen noch für viel zu hoch

Die Bundesregierung macht wenig Hoffnung auf eine rasche Lockerung der corona-bedingten Beschränkungen. Bislang seien die Infektionszahlen noch nicht auf ein niedrigeres Niveau gebracht worden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in der Bundespressekonferenz in Berlin. „Wir haben im Grunde nur den ersten Schritt bisher geschafft, also den starken, steilen, exponentiellen Anstieg zu stoppen und eine Stabilisierung zu erreichen.“ Die Zahlen seien aber noch „weit, weit zu hoch“, sagte Seibert. „Die Zahlen müssen stabil auf ein deutlich niedrigeres Niveau sinken.“

Seibert erinnerte daran, dass sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits bei den Beratungen mit den Ministerpräsidenten am vergangenen Montag „mehr gewünscht hätte“. Nun werde es am Mittwoch weitere Beratungen geben. Man müsse jetzt die pandemische Entwicklung genau betrachten, „um dann zu sehen, welche Schlüsse daraus zu ziehen sind“.

Der Regierungssprecher wies darauf hin, dass die Zahl der belegten Betten in den Intensivstationen und die Zahl der Patienten, die künstlich beatmet werden müssten, schon jetzt deutlich höher als im Frühjahr seien. Und jeden Tag würden rund 250 Menschen in Deutschland ihr Leben wegen dieser Krankheit verlieren. „Das ist etwas, woran wir mehr denken sollten, und womit wir uns eigentlich keine Minute abfinden dürfen.“ Zeit sei eine ganz wichtige Größe in dieser Pandemie, betonte Seibert. „Wenn wir zu spät reagieren, dann laufen wir Gefahr, dass die Krankenhäuser, die Intensivstationen sich weiter mit Patienten füllen.“

11.45 Uhr: Bundestag verlängert höheres Kurzarbeitergeld bis Ende 2021

Auch im nächsten Jahr bekommen Beschäftigte, die länger als drei Monate auf Kurzarbeit sind, ein erhöhtes Kurzarbeitergeld. Der Bundestag hat die entsprechende Sonderregelung in der Corona-Krise am Freitag bis Ende nächsten Jahres verlängert. Das Gesetz zur Beschäftigungssicherung muss abschließend noch durch den Bundesrat, der bereits deutlich gemacht hat, dass er keine Einwände gegen die Verlängerung hat.

Die Regelung sieht vor, dass Kurzarbeitergeld auch weiterhin ab dem vierten Bezugsmonat von seiner üblichen Höhe, nämlich 60 Prozent des Lohns, auf 70 Prozent erhöht wird - für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben. Profitieren sollen davon alle Beschäftigten, die bis Ende März 2021 in Kurzarbeit geschickt werden. Minijobs bis 450 Euro bleiben zudem bis Ende 2021 generell anrechnungsfrei.

11.30 Uhr: Im Schwarzwald-Baar-Kreis steigen die Coronazahlen weiter an

Die Coronazahlen im Schwarzwald-Baar-Kreis steigen weiter: Das Gesundheitsamt meldet heute 2045 bestätigte Corona-Fälle. 1476 Personen sind bereits wieder gesund (29 mehr als am Vortag). Keine Änderung gibt es bei den 40 Todesfällen. Aktuell sind 529 Menschen mit Covid-19 infiziert (30 Fälle mehr zum Vortag). Im Schwarzwald-Baar Klinikum befanden sich am Freitag, 20. November, 56 am Coronavirus erkrankte Personen.

10 Uhr: Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für Mitarbeiter von AfD-Fraktion

Die Maskenpflicht im Bundestag gilt auch für Mitarbeiter der AfD-Fraktion. Die zum 5. Oktober von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) angeordnete Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in den Parlamentsgebäuden sei rechtens, entschied das Berliner Verwaltungsgericht in einem am Freitag veröffentlichten Urteil. Es wies mit der Entscheidung eine Beschwerde von neun Mitarbeitern der AfD-Bundestagsfraktion ab. In seiner Entscheidung verwies das Gericht auf das Hausrecht des Bundestagspräsidenten. Dieser habe "die Befugnis für den Erlass hausrechtlicher Maßnahmen".

9 Uhr: Merkel: Impfstoff vielleicht im Dezember

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen haben große Hoffnungen auf eine schnelle Zulassung eines Corona-Impfstoffes gemacht. Merkel rechnet schon im Dezember oder „sehr schnell nach der Jahreswende“ mit der Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Europa, wie sie nach Video-Beratungen der EU-Staats- und Regierungschefs sagte.

Zudem wollen die EU-Staaten gemeinsame Standards für die schnellen Antigen-Tests festlegen und sich bei der Handhabe der Corona-Maßnahmen um die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage abstimmen. Von der Leyen sagte, dass die Impfstoffe von Biontec/Pfizer sowie von Moderna der Europäischen Arzneimittel-Agentur zufolge in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen könnten - wenn alles problemlos weitergehe.

8.11 Uhr: Südtirol will Virus-Welle mit Massentest bremsen

Die italienische Provinz Südtirol geht im Kampf gegen die Corona-Ausbreitung mit einem Massentest einen neuen Weg. Am Freitag öffneten in der kleinen Alpen-Provinz mit rund einer halben Million Menschen die Test-Stationen. Der Corona-Abstrich ist kostenlos und freiwillig. Die Landesregierung in Bozen will mit der dreitägigen Aktion unter dem Motto „Südtirol testet“ Virusträger aufspüren, die nichts von ihrer Infektion ahnen. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. Die Politiker wollen mit der Test-Aktion die zweite Corona-Welle schneller brechen.

7.31 Uhr: Weitere Corona-Regeln für Kurzarbeit werden verlängert

Damit Unternehmen in der Krise möglichst keine Beschäftigten entlassen, sollen weitere Corona-Sonderregeln für die Kurzarbeit bis Ende nächsten Jahres verlängert werden. Der Bundestag stimmt heute über das sogenannte Gesetz zur Beschäftigungssicherung ab. Es sieht vor, dass das Kurzarbeitergeld auch 2021 ab dem vierten Bezugsmonat von seiner üblichen Höhe, nämlich 60 Prozent des Lohns, auf 70 Prozent erhöht wird - für Berufstätige mit Kindern von 67 auf 77 Prozent. Ab dem siebten Monat in Kurzarbeit soll es weiterhin 80 beziehungsweise 87 Prozent des Lohns geben.

7.13 Uhr: Neuer Höchststand: 23.648 neue Corona-Infektionen gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1000.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 879.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 260 auf insgesamt 13.630. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,99 (Vortag: 0,95).

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 19. November:

21.25 Uhr: Biontech-Gründer hält Auslieferung von Corona-Impfstoff im Dezember für möglich

Der Mitgründer des Impfstoffentwicklers Biontech, Ugur Sahin, hält eine Auslieferung des Corona-Impfstoffs noch in diesem Jahr für möglich. Es sei "im Bereich des Möglichen, dass wir noch im Dezember vielleicht den Impfstoff ausliefern können", sagte Sahin im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. "Aber da müssen wirklich alle sehr, sehr eng und intensiv zusammenarbeiten." Der von Biontech und dem US-Pharmariesen Pfizer entwickelte Impfstoff ist einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen die Pandemie.

Sahin hält es für möglich, dass der Impfstoff noch in diesem Jahr in den USA oder in Europa "oder in beiden Regionen" zugelassen wird. Sein Team arbeite "fieberhaft" an einer Zulassung, erklärte der Mainzer. "Die Dokumente werden heute und morgen fertiggestellt und bei der FDA eingereicht." Bei den europäischen Behörden würden die "aktualisierten Daten mit den Wirksamkeitsdaten" voraussichtlich nächste Woche eingereicht. Eine Zulassung könnte dann "innerhalb von wenigen Wochen" erfolgen.

Nach Angaben des Biontech-Gründers könnten im Falle einer Zulassung bis zu 70 Prozent der Bevölkerung vor Herbst kommenden Jahres geimpft werden. "Ich denke, wenn wir wirklich einen guten Job machen, und mit 'Wir' meine ich alle Beteiligten - Regierungen, verschiedene Pharmaunternehmen und auch die Impfstoff-Logistiker - dann könnten wir es schaffen, dass 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung vor Herbst 2021 geimpft werden", sagte er AFP. "Und wenn wir das schaffen, dann können wir einen normalen Winter haben, ohne wieder in den Shutdown zu gehen."

Das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten weltweit mit der Mitteilung für Schlagzeilen gesorgt, dass in der klinischen Prüfung eine Wirksamkeit ihres Impfstoffkandidaten von mehr als 90 Prozent festgestellt worden sei. Nach Abschluss der Analysen der letzten klinischen Großstudie wurde nach Unternehmensangaben sogar eine Wirksamkeit von 95 Prozent bestätigt.

21 Uhr: Mehr als 3000 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind innerhalb eines Tages nach Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 3168 neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 127.091 gestiegen. Mehr als 3000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages hatte es zuletzt vor zwei Wochen gegeben. Diese Marke war am Mittwoch überschritten waren.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 133,5 leicht gestiegen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 409 schwer Covid-19-Erkrankte befanden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 230 von ihnen wurden den Angaben zufolge invasiv beatmet - etwa über einen Schlauch.

19.20 Uhr: Werden die Intensivbetten knapp? Klinikum Hochrhein räumt zeitweise Engpässe ein

Die Kapazitäten auf der Intensivstation des Klinikums Hochrhein sind infolge eines erheblichen, Corona-bedingten Patientenzustroms aus umliegenden Pflegeheimen am Wochenende zeitweise an ihre Grenzen gelangt. Unter anderem hatte dies dazu geführt, dass mit dem Klinikum Singen die Verlegung von Intensivpatienten vereinbart wurde. Laut Klinikführung in Waldshut sei die Lage trotz allem unter Kontrolle.

17.30 Uhr: Corona-Massentest in Südtirol startet offiziell

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus startet die Landesregierung in Südtirol in Norditalien am Freitag einen kostenlosen Corona-Massentest. Die Aktion unter dem Motto „Südtirol testet“ läuft über drei Kerntage. Die Provinz Bozen-Südtirol hofft, dass bis Sonntag rund zwei Drittel der Bürger an den Antigen-Schnelltests teilnehmen. Das wären etwa 350.000 Menschen. Die Teilnahme ist freiwillig. Die kleine Alpen-Provinz geht damit in Italien einen Sonderweg.

Mit der Aktion sollen möglichst viele Träger des Coronavirus ohne Symptome von ihrer Infektion erfahren. Wer ein positives Testergebnis bekommt, aber beschwerdefrei ist, soll sich zehn Tage zu Hause isolieren. Experten vermuten, dass viele Corona-Ansteckungen durch Menschen passieren, die nichts von ihrer Infektion mit Sars-CoV-2 wissen.

Den Abstrich können Männer, Frauen und Kinder ab dem Alter von fünf Jahren vornehmen lassen. Dafür gibt es knapp 200 Teststandorte in den Gemeinden. Das jeweilige Ergebnis soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen. Die Bürger könnten es sich per E-Mail oder Kurzmitteilung aufs Handy schicken lassen.

16.10 Uhr: Konzern: Corona-Impfstoff von AstraZeneca zeigt gute Wirkung bei Älteren

Nach dem US-Pharmakonzern Pfizer und seinem Mainzer Partner Biontech sowie dem US-Hersteller Moderna hat nun auch der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca vielversprechende Ergebnisse für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gemeldet. Laut einem im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlichten Abschlussbericht zur klinischen Phase 2 hat der gemeinsam mit der Universität von Oxford entwickelte Wirkstoff auch bei älteren Probanden eine starke Immunantwort hervorgerufen.

Laut „The Lancet“ ist das Ergebnis wichtig, da insbesondere Menschen ab 56 Jahren zur Corona-Risikogruppe gehören. Hauptautor Andrew Pollard von der Oxford-Universität wies darauf hin, dass die Immunantwort nach Impfungen bei älteren Menschen oftmals schwächer ausfällt, da ihr Immunsystem über die Jahre insgesamt nachlässt.

Allerdings räumen die Forscher auch eine Schwäche ihrer klinischen Studie ein. Demnach waren die Teilnehmer in der Gruppe der Älteren im Durchschnitt 73 bis 74 Jahre alt und hatten nur selten gesundheitliche Probleme. Deshalb sollten in der dritten und letzten Phase der klinischen Studien auch ältere Menschen mit gesundheitlichen Problemen stärker berücksichtigt werden.

14.50 Uhr: Deutsche Eishockey Liga startet im Dezember

Nach mehr als neunmonatiger Zwangspause startet die Deutsche Eishockey Liga eine Woche vor Heiligabend doch noch in eine neue Spielzeit - mit allen 14 Clubs, aber mit einem stark veränderten Modus. Darauf einigten sich die 14 Clubs, nachdem sie den Saisonstart wegen der Corona-Krise zuvor bereits zweimal verschoben hatten.

Die Liga wird ihren Meister 2021 nun in einem ungewohnten Modus mit einer Gruppeneinteilung in Nord und Süd küren. In der Gruppe Süd spielen die Schwenninger Wild Wings, Augsburger Panther, Adler Mannheim, Nürnberg Ice Tigers, Straubing Tigers sowie der ERC Ingolstadt und EHC Red Bull München. Zur Gruppe Nord gehören die Eisbären Berlin, Fischtown Pinguins Bremerhaven, Düsseldorfer EG, Kölner Haie, Iserlohn Roosters, Krefeld Pinguine und Grizzlys Wolfsburg.

Anstatt 52 Hauptrundenspiele gibt es in diesem Winter nur 38, gespielt werden soll an mehreren Wochentagen. Auch Playoffs sind geplant. Auf einen Absteiger, den es ursprünglich erstmals in der kommenden Saison wieder geben sollte, wird verzichtet.

13 Uhr: Stör-Aktion wirft Fragen nach der Sicherheit in den Gebäuden des Bundestags auf

Die Stör-Aktionen von Besuchern des Bundestags, die gestern möglicherweise von der AfD ins Parlamentsgebäude eingeschleust worden waren, wirft Fragen nach der dortigen Sicherheit auf. Denn die Regelungen für Besucher der Abgeordneten waren extra für Mittwoch verschärft worden.

Normalerweise gilt die Regelung, dass ein Abgeordneter bis zu sechs Menschen unangemeldet im Reichstagsgebäude empfangen darf, wenn er sie während ihres Aufenthalts begleitet. Es findet dementsprechend auch keine Sicherheitsüberprüfung statt. Genau diese Regelung hatte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble für den Mittwoch aufgehoben.

Der Bundestag will nun untersuchen, wie die Besucher trotz der verschärften Regelungen ins Parlamentsgebäude gelangen konnten und ob sie sicherheitsüberprüft wurden. Der Ältestenrat will sich noch heute mit der Angelegenheit befassen.

11.30 Uhr: Caritas: Teil-Lockdown schadet vor allem Kindern aus ärmeren Familien

Von den Folgen des Teil-Lockdowns sind nach Ansicht des Caritas-Verbandes Kinder und Jugendliche aus ärmeren Familien besonders betroffen. Jungen und Mädchen aus benachteiligten Haushalten könnten den digital vermittelten Schulstoff nicht so gut bearbeiten und aufholen, außerdem komme die digitale Ausstattung nur schleppend voran, warnte der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Tag der Kinderrechte (20. November). Die Kinder und Jugendlichen lebten oft in engen Wohnungen und hätten daher weniger Möglichkeiten, sich zu beschäftigen.

10.30 Uhr: Fallzahlen-Stabilisierung deutet auf wirksame Maßnahmen hin

Die Stabilisierung der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland steht nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Zusammenhang mit den getroffenen Eindämmungsmaßnahmen. Die Stabilisierung der Zahlen auf hohem Niveau sei ein Hinweis, dass man langsam sehen könne, dass die strengen Regeln greifen, sagte die Leiterin des RKI-Lagezentrums, Ute Rexroth, in Berlin. Die Bevölkerung halte sich daran und die Maßnahmen wirkten. Ob es sich bei der Entwicklung aber um eine Trendwende handle, müsse man noch abwarten.

10.10 Uhr: RKI-Chef Wieler: Corona-Fallzahlen „immer noch viel zu hoch“

Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Coronalage in Deutschland nach wie vor als „sehr ernst“ ein. „Die Fallzahlen sind insgesamt immer noch sehr hoch, viel zu hoch“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler in Berlin mit Blick auf die Infektionen mit dem Virus. Eine „gute Nachricht“ sei allerdings, dass sich die Zahlen „auf einem hohen Niveau stabilisiert“ hätten.

9.20 Uhr: Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt ist eine so hohe Zahl an Todesfällen bekannt. Seit Ende September starben allein 50.000 Menschen. Kritiker werfen dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump schwere Versäumnisse in der Pandemie vor. Der gewählte Präsident Joe Biden forderte Sofortmaßnahmen von Trumps Regierung.

8.13 Uhr: Kretschmann: Weihnachts-Gottesdienste wohl „nicht voll geöffnet“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann stimmt die Menschen auch hinsichtlich kirchlicher Gottesdienste auf ein Weihnachtsfest mit Corona-Beschränkungen ein. „Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die Gottesdienste voll geöffnet sind“, sagte der Grünen-Politiker. Er betonte allerdings, er glaube, Gottesdienste könnten mit entsprechenden Einschränkungen stattfinden.

Kretschmann dämpfte auch Erwartungen an einen Winterurlaub während der Weihnachtsferien: „Sicher werden wir dringend empfehlen, keine großen Reisen zu machen, schon gar nicht ins Ausland.“ Mit Blick auf die Infektionszahlen sagte der Ministerpräsident: „Die Kurve hat sich abgeflacht, aber sie geht auch nicht richtig runter. Deswegen kann es schon sein, dass wir jetzt vielleicht noch mal sogar verschärfen müssen. Lockerung ist jedenfalls nicht in Sicht.“

7.23 Uhr: Schweizer Regierung sagt überlasteten Kliniken weitere Unterstützung zu

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage will die Schweizer Regierung die militärische Unterstützung für überlastete Kliniken ausweiten. Soldaten könnten die Kliniken bis Ende März kommenden Jahres logistisch und bei der Kontaktverfolgung unterstützen, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd.

Am Tag zuvor hatte die Schweizer Gesellschaft für Intensivmedizin mitgeteilt, dass landesweit alle Intensivbetten belegt seien. Der am schwersten von der Pandemie betroffene Kanton Genf hatte am Mittwoch zusätzliche Unterstützung für die Krankenhäuser angefordert.

Der Rettungssanitäter Eric Golay sagte der Nachrichtenagentur ATS, es sei nicht mehr möglich, mit den vielen Notrufen Schritt zu halten. Landesweit wurden in der Schweiz am Mittwoch mehr als 6000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert, 84 Menschen starben. Damit erhöhte sich die Zahl der seit Pandemie-Beginn registrierten Infektionsfälle in dem Land auf fast 280.000, die Zahl der Corona-bedingten Todesfälle stieg auf 3377.

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7.15 Uhr: Störer auf AfD-Einladung im Bundestag? Ältestenrat berät

Der Ältestenrat des Bundestags befasst sich heute mit dem Verdacht, dass die AfD am Vortag rechte Störer ins Reichstagsgebäude eingeschleust hat. Diese sollen dann auf den Fluren während der Debatte zum Infektionsschutzgesetz Abgeordnete bedrängt haben, wie mehrere Parlamentarier berichteten.

„Sollte es sich erweisen, dass AfD-Abgeordnete Personen Zugang zum Reichstag verschafft haben, die gezielt Druck auf Abgeordnete ausgeübt oder daran gehindert haben, ihren Mandatspflichten nachzukommen, dann muss das ein Nachspiel haben“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion, Marco Buschmann. „Das wäre grob unparlamentarisch. Wir werden der Sache in jedem Fall im Ältestenrat nachgehen.“

7.07 Uhr: Nach Protesten gegen Corona-Politik bleibt Nacht in Berlin ruhig

Nach den Protesten von Gegnern der Corona-Politik in Berlin ist es in der Nacht zum Donnerstag zu keinen weiteren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. „Es ist alles ruhig“, sagte eine Sprecher der Polizei am frühen Donnerstagmorgen in Berlin.

Bei den Protesten am Mittwoch hatte die Polizei Wasserwerfer eingesetzt - allerdings nicht mit scharfen Strahl, sondern im Sprühmodus. Grund war laut der Behörde, dass die Demonstranten im Regierungsviertel die Regeln zur Eindämmung der Pandemie missachteten. Sie wollten auch nach erklärtem Ende der Versammlung nicht weichen. Laut Polizei wurden 365 Menschen vorübergehend festgesetzt.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 18. November:

22 Uhr: Mehr als 3000 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind innerhalb eines Tages nach Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 3062 neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 123 923 gestiegen, wie die Behörde am Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Mehr als 3000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages hatte es zuletzt vor knapp zwei Wochen gegeben.

Im Zusammenhang mit dem Virus starben bisher landesweit 2368 Menschen - das waren 36 mehr als am Vortag. Als genesen gelten den Angaben zufolge 78 185 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 132,0 wieder ganz leicht gestiegen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

403 schwer Covid-19-Erkrankte befanden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 216 von ihnen wurden den Angaben zufolge invasiv beatmet - etwa über einen Schlauch.

21.11 Uhr: Berliner Corona-Demo: 365 Menschen vorübergehend in Gewahrsam

Bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz in Berlin hat die Polizei bis zum Abend 365 Menschen vorübergehend festgehalten. Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen seien häufig wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz erfolgt, twitterte die Polizei am Abend. Es gab aber auch den Verdacht auf Landfriedensbruch. Bei zwei Verdächtigen prüfe ein Richter, ob sie in Untersuchungshaft kommen.

Bislang sind der Polizei zehn verletzte Beamte bekannt. Darunter sei eine Polizistin, die einen Tritt gegen den Kopf bekommen habe, als sie ihren Helm abnahm, sagte ein Sprecher. Sie sei in ein Krankenhaus gekommen. Einem anderen Kollegen sei die Schulter ausgekugelt worden.

20.40 Uhr: Weitere Donaueschinger Schule betroffen

Das Corona-Virus trifft nun auch das Fürstenberg Gymnasium: Eine fünfte Klasse und eine Lehrkraft befinden sich in Quarantäne. Am Wochenende erfuhr die Schule über das Gesundheitsamt von zwei positiven Corona-Fällen. Das Fürstenberg Gymnasium ist die vierte Schule in Donaueschingen, an der Corona-Fälle gemeldet wurden. Neben den Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen (KHS) hat das Virus auch die Gewerblichen Schulen und die Realschule erreicht.

19 Uhr: Protest vor Amtssitz des Bundespräsidenten – Polizei im Einsatz

Demonstranten haben am Abend auch ganz in der Nähe des Amtssitzes des Bundespräsidenten in Berlin gegen die Corona-Auflagen und das Infektionsschutzgesetz protestiert. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fertigte das neue Gesetz aus, das zuvor von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde. In der Parkanlage am Schloss Bellevue versammelten sich nach Schätzungen eines dpa-Reporters mehrere hundert Menschen. Die Polizei forderte die Menschen mehrmals auf, wegen der unerlaubten Versammlung das Gebiet zu verlassen. Einige Demonstranten wurden weggetragen. Menschen riefen in Sprechchören etwa „Wir sind das Volk“.

18.30 Uhr: So haben Abgeordnete aus der Region abgestimmt

Von „Ermächtigungsgesetz“ sprechen die Querdenker in Bezug auf das Infektionsschutzgesetz. Werden die Parlamente in der Corona-Krise an den Rand gedrängt? Wir haben Abgeordnete aus der Region befragt, was sie zu dem Vorwurf sagen und wie sie beim Infektionsschutzgesetz abgestimmt haben.

17.20 Uhr: Polizei begleitet Demonstranten nach Protest-Ende

Die Versammlungen gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen mit mehreren Tausend Teilnehmern in Berlin sind nach Einschätzung der Polizei beendet. Viele der Teilnehmer seien allerdings noch in kleinen und mittelgroßen Gruppen in der Innenstadt unterwegs, twitterte die Behörde. „Wir begleiten diese und passen auf, dass niemand Unfug macht.“ Zuvor sprach Innensenator Andreas Geisel von erneut aggressiver Stimmung bei den Protesten. Man habe am Mittwoch keine andere Wahl gehabt, als den Platz vor dem Brandenburger Tor mit Wasserwerfern zu räumen. Die Polizei habe die Wasserwerfer mit Augenmaß eingesetzt, sagte Geisel. Es habe keinen harten Wasserstrahl gegeben, sondern „ein Sprühen, um es ungemütlich zu machen“. Die meisten Demonstranten waren im Corona-Hotspot Berlin-Mitte den Aufforderungen zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz und Abstandhalten nicht nachgekommen.

18.11.2020, Berlin: Teilnehmer stehen bei einer Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor. Die Polizei hat die Demonstration wegen zahlreicher Verstöße gegen die Maskenpflicht aufgelöst
18.11.2020, Berlin: Teilnehmer stehen bei einer Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor. Die Polizei hat die Demonstration wegen zahlreicher Verstöße gegen die Maskenpflicht aufgelöst | Bild: Christoph Soeder (dpa)

17.12 Uhr: Bundestag beschließt Fortbestehen der epidemischen Notlage

Deutschland befindet sich wegen der anhaltend hohen Zahl an Corona-Infektionen weiterhin offiziell in einer epidemischen Notlage. Der Bundestag beschloss am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit, dass die seit März bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" weiterhin fortbesteht. In namentlicher Abstimmung votierten 423 von 648 Parlamentariern für einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen, es gab 91 Nein-Stimmen und 134 Enthaltungen.

Notwendig geworden war der neuerliche Beschluss durch die Reform des Infektionsschutzgesetzes, die Bundestag und Bundesrat zuvor beschlossen hatten. Das neue Gesetz präzisiert auch die Regelung zur epidemischen Notlage, bei deren Vorliegen der Bund eine Reihe von Einschränkungen und Schutzmaßnahmen treffen kann.

16.56 Uhr: Jetzt 15 Corona-Fälle im Villinger Altenheim St. Lioba

Nachdem bereits am Montag über zehn Coronafällen im Villinger Altenheim St. Lioba berichtet worden war, wurden bei einem Massentest alle Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung auf das Virus getestet. Nun teilt das Pflegeheim mit: "Die systematische Untersuchung aller Mitarbeitenden und Bewohner hat ergeben, dass leider elf Bewohner und vier Mitarbeitende mit dem Coronavirus infiziert sind." Eine betroffene Person befinde sich zur Behandlung im Klinikum. Die anderen Bewohner seien im Haus in einer Isolierstation untergebracht worden.

16.28 Uhr: Auch Bundesrat stimmt Infektionsschutzgesetz zu

Nach dem Bundestag hat auch der Bundesrat dem neuen Infektionsschutzgesetz zusgestimmt. In der Länderkammer erhielt das Gesetz am Mittwoch 49 Stimmen und damit eine deutliche Mehrheit der insgesamt 69 Stimmen der Länderkammer. Ebenfalls noch am Mittwoch soll Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz unterzeichnen, damit es am Donnerstag in Kraft treten kann.

15.50 Uhr: Darum geht es bei dem neuen Infektionsschutzgesetz

Beim Corona-Krisenmanagement geben die Regierungen von Bund und Ländern den Takt an. Künftig sollen dafür präzisere Vorgaben und eine festere Rechtsgrundlage gelten - und zwar so, wie sie das Parlament absteckt.

15.45 Uhr: Bundestag beschließt neues Infektionsschutzgesetz

Der Bundestag hat das neue Infektionsschutzgesetz mit klarer Mehrheit beschlossen. Für das Gesetz, mit dem die Corona-Maßnahmen künftig besser vor Gericht Bestand haben sollen, votierten in namentlicher Abstimmung 415 Abgeordnete, es gab 236 Nein-Stimmen und acht Enthaltungen. In dem Gesetz werden Einschränkungen wie Restaurantschließungen oder Kontaktauflagen explizit aufgelistet.

15.30 Uhr: Querdenker-Demonstration in Überlingen: Polizei nimmt Frau ohne Mundschutz mit auf die Wache

Aus Protest gegen das Infektionsschutzgesetz haben die Überlinger Querdenker am Dienstagabend einen Demonstrationszug veranstaltet. Eine Frau wurde von der Polizei abgeführt, weil sie keine Maske trug und sich weigerte, ihre Personalien anzugeben. Eine weitere Frau begleitete sie Richtung Polizeirevier und erstattete aus Solidarität eine Selbstanzeige, sie wolle selbst „festgenommen“ werden. Ein Mann beschimpfte die Polizeibeamten als „Verbrecher“.

14.17 Uhr: Corona-Impfstoff: Pfizer und Biontech melden 95 Prozent Wirksamkeit

Nach Abschluss der letzten Analysen bei der Erprobung ihres Corona-Impfstoffes haben der Mainzer Hersteller Biontech und der US-Konzern Pfizer erneut vielversprechende Daten vorgelegt. Demnach liegt die Wirksamkeit ihres Mittels zur Bekämpfung der Krankheit Covid-19 bei 95 Prozent. Der Impfstoff funktioniere über alle Altersgruppen hinweg ähnlich gut, schrieben die Unternehmen.

So betrage die Wirksamkeit in der Gruppe von Menschen über 65 Jahren 94 Prozent. Auch die für eine Notfallzulassung in den USA notwendige Sicherheit des Impfstoffes sei gewährleistet.

Vergangene Woche hatten Biontech und Pfizer bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff nach Zwischenergebnissen klinischer Studien einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Auch der US-Pharmakonzern Moderna hatte zuletzt für sein ähnliches Präparat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet.

13.20 Uhr: Polizeigewerkschaft erwartet stundenlangen Einsatz gegen Corona-Demonstranten

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, erwartet einen „viele Stunden“ dauernden Polizeieinsatz, um die gestoppte Berliner Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen auch wirklich aufzulösen. Die Demonstranten vor Ort seien in aggressiver Grundstimmung, sagte Wendt im Fernsehsender „Welt“. Die Polizei werde deshalb noch einige Zeit brauchen, den Versammlungsort vor dem Brandenburger Tor zu räumen.

Wendt verteidigte den Einsatz von Wasserwerfern und die Festnahmen von Demonstranten. Der Einsatz polizeilicher Zwangsmittel löse nie schöne Bilder aus, sagte Wendt. Aber er sei rechtmäßig und auch angemessen.

Den Aufforderungen zum Tragen von Mund-Nase-Schutz und zum Abstandhalten waren viele der Demonstranten nicht gefolgt.

12.40 Uhr: Polizei löst Berliner Corona-Demonstration auf - Zahlreiche Verstöße gegen Maskenpflicht

Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor in Berlin wird aufgelöst. Wie die Polizei nach einer Reihe von Verstößen gegen die Maskenpflicht mitteilte, erklärte der Versammlungsleiter die Versammlung auf der Straße des 17. Juni für beendet. Die Demonstranten hätten nun die Pflicht, den Versammlungsort zu verlassen - vorher hatte die Polizei bereits den Einsatz von Wasserwerfern angedroht. Der Entscheidung zur Auflösung war ein Ultimatum der Polizei an den Versammlungsleiter voraus gegangen, die Auflagen für die angemeldete Demonstration umzusetzen. Nach Polizeiangaben befanden sich im Bereich des Brandenburger Tors mehrere tausend Demonstranten. Ob diese der Aufforderung zum Verlassen des Orts friedlich Folge leisten, stand zunächst nicht fest.

11.09 Uhr: Knappe Intensivbetten: Klinik in Singen hilft Kreis Waldshut aus

Es wird enger auf den Intensivstationen, sagt Frank Hinder, Ärztlicher Direktor an den Hegau-Bodensee-Kliniken in Singen. Aber im Kreis Konstanz ist die Lage noch nicht ernst. Anders sehe es im Landkreis Waldshut aus.

42,86 Prozent (sechs Betten) der Intensivbetten im Kreis Waldshut sind laut dem Intensivregister dort mit Covid-19-Patienten belegt. Insgesamt gibt es 14 Intensivplätze. Damit sei der Kreis Waldshut an seiner Belastungsgrenze, so Hinder.

In einer E-Mail informierten die Verantwortlichen, dass keine weiteren Intensivbetten vorhanden wären und Notpatienten nur noch im Schockraum aufgenommen werden könnten.

Laut Hinder werden nun Patienten aus dem Raum Waldshut, die vom Notarzt abgeholt werden, in benachbarte Krankenhäuser eingeliefert. Auch in Singen könnten Patienten aufgenommen werden.

10.40 Uhr: Neue GEW-Landeschefin verlangt besseren Schutz für Lehrer

Der Corona-Infektionsschutz an den Schulen lässt aus Sicht der neuen Landeschefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Monika Stein, sehr zu wünschen übrig. Dafür müssten Wechselunterricht eingeführt und die Lehrer mit den hochwirksamen FFP2-Masken ausgestattet werden, sagte sie. „Ein guter Arbeitgeber würde sich besser um seine Beschäftigten kümmern.“ Für einen Schichtunterricht mit geteilten Kassen sollten pädagogische Assistenten oder Lehramtsstudenten eingesetzt werden.

9.50 Uhr: Gericht pocht auf Maskenpflicht bei Demo

Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat einen Antrag gegen das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen bei Demonstrationen abgelehnt. Angesichts der derzeit bundesweit beschleunigt ansteigenden Zahlen an Corona-Infektionen, Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen sowie Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, sei das nicht verhältnismäßig, entschied die 5. Kammer.

Die Auflage, bei Demos grundsätzlich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sei ein geringfügiger Eingriff, hieß es. Er vereitle den Zweck der Veranstaltung nicht, sondern ermögliche ihn im Gegenteil angesichts des Infektionsgeschehens und sei damit auch unter Berücksichtigung des besonderen verfassungsrechtlichen Schutzes der Versammlungsfreiheit gerechtfertigt.

9 Uhr: Bundestag und Bundesrat stimmen über Infektionsschutzgesetz ab

Im Schnellverfahren soll die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes an diesem Mittwoch durch Bundestag und Bundesrat gehen. Ziel der Änderung ist es vor allem, bislang von der Regierung per Verordnung erlassene Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gesetzlich zu untermauern und damit mehr Rechtssicherheit zu schaffen.

Um 12 Uhr wird der Bundestag in zweiter und dritter Lesung über den Entwurf der Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD beraten und anschließend abstimmen. Der Bundesrat wird dann um 15 Uhr in einer Sondersitzung ebenfalls darüber entscheiden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird das Gesetz möglicherweise noch am selben Tag ausfertigen, so dass es in Kraft treten kann. Gegner der staatlichen Corona-Politik haben zu Protesten aufgerufen.

08.31 Uhr: Bundesregierung unterstützt Autoindustrie mit weiteren drei Milliarden Euro

Die Bundesregierung unterstützt die Automobilindustrie mit weiteren drei Milliarden Euro. Wie aus einer Mitteilung von Regierungssprecher Steffen Seibert hervorgeht, stellt sie der Branche damit insgesamt rund fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Seibert begründete die neuen Hilfen mit einem „langfristigen Strukturwandel“, der „große Herausforderungen“ mit sich bringe. Gleichzeitig räumte Seibert ein, dass die Autoindustrie „nach starken Absatzeinbrüchen in der ersten Jahreshälfte“ nun wieder „erste Anzeichen der Erholung“ zeige.

Bereits zuvor waren Hilfen in Höhe von zwei Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket für die Zulieferindustrie zugesagt worden. Zusätzlich kündigte Seibert nun eine Milliarde Euro für einen „Zukunftsfonds Automobilindustrie“ an. Ziel des Fonds sei es, mittel- und langfristige „Transformationsstrategien“ für die Automobilindustrie zu erarbeiten.

08.08 Uhr: Medienbericht: Weinstein möglicherweise an Covid-19 erkrankt

Der wegen Sexualdelikten im Gefängnis sitzende frühere Film-Mogul Harvey Weinstein (68) ist nach einem Medienbericht möglicherweise an Covid-19 erkrankt. Er sei am Dienstagmorgen (Ortszeit) auf das Coronavirus getestet worden, berichtete das Promi-Portal „TMZ“. Demnach wird nun auf das Ergebnis gewartet.

Dem Bericht zufolge geht es Weinstein nicht gut, er befinde sich in Isolation mit Fieber. Die Ärzte gingen davon aus, das es Covid-19 ist. Weinstein habe ein Herzleiden, hohen Blutdruck und eine Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals), hieß es in einem Statement, aus dem „TMZ“ und „People“ zitierten.

07.07 Uhr: Logistikbranche bereitet sich auf Corona-Impfstoffverteilung vor

Nachdem die Entwicklung von Corona-Impfstoffen vielversprechend verläuft, bringt sich die Logistikbranche in Position. DHL sowie Kühne + Nagel teilten mit, dass sie bereits Lieferverträge abgeschlossen haben. Details dazu nannten sie nicht. Auch Fedex und UPS wollen sich einen Teil des globalen Geschäfts sichern.

Ein Knackpunkt ist die Kühlung - manche Präparate benötigen durchgängige Temperaturen von minus 70 Grad Celsius. DHL erwägt, für sein Pharma-Logistiknetz mehrere Hundert Tiefkühlschränke für solche extremen Temperaturen zu beschaffen. Schon jetzt hat die Firma solche „Ultralow-Freezer“ für spezielle Substanzen im Lager.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 17. November:

22 Uhr: Über 2100 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg – 36 weitere Tote

In Baden-Württemberg sind innerhalb eines Tages nach Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2135 neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf mehr als 120 800 gestiegen, wie die Behörde am Dienstag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Am Montag gab es gut 1700 Neuinfektionen, am Dienstag vor einer Woche waren es gut 2400 gewesen. Im Zusammenhang mit dem Virus starben bisher landesweit 2332 Menschen - das waren 36 mehr als am Vortag. Als genesen gelten den Angaben zufolge 76 246 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit 131,6 leicht gesunken. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen weiter über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt.

405 schwer Covid-19-Erkrankte befanden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 221 von ihnen wurden den Angaben zufolge invasiv beatmet - etwa über einen Schlauch.

20.40 Uhr: Altmaier kündigt weitere drei Milliarden Euro für Autoindustrie an

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat angekündigt, die Automobilindustrie mit weiteren drei Milliarden Euro zu unterstützen. Damit stellt die Bundesregierung insgesamt rund fünf Milliarden Euro für die Autoindustrie zur Verfügung, sagte Altmaier bereits vor Beginn des Autogipfels. Zur Begründung der neuen Hilfen nannte er die aktuelle „schwere Phase“, in der sich die Autoindustrie befinde. Betroffen seien hunderttausende Arbeitsplätze. Bereits zuvor waren Hilfen in Höhe von zwei Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket für die Zulieferindustrie zugesagt worden. Zusätzlich dazu kündigte Altmaier eine Milliarde Euro für einen "Zukunftsfonds Automobilindustrie" an. Bundeskanzlerin Angela Merkel tauscht sich am Dienstagabend erneut mit Vertretern der Automobilindustrie zur Zukunft der Branche in Deutschland aus.

18 Uhr: Wöchentlich über 1000 verschobene Operationen wegen Corona

In Krankenhäusern im Südwesten werden aktuell über 1000 nicht dringend notwendige Operationen wegen der Corona-Pandemie verschoben. Das teilte eine Sprecherin der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) auf Anfrage mit. So sollen Betten für schwer erkrankte Corona-Patienten verfügbar bleiben. 404 Menschen, bei denen zuvor eine Infektion mit dem Virus festgestellt wurde, werden aktuell (Stand 17. November) auf Intensivstationen in Baden-Württemberg behandelt. 54 Prozent - 221 Patienten - davon werden invasiv beatmet, so die Sprecherin der BWKG. Von 3011 im Südwesten verfügbaren Intensivbetten seien noch 689 frei. 

16.34 Uhr: Innenministerium lässt Kundgebungen direkt vor Bundestag nicht zu

Mehrere von Gegnern der Corona-Maßnahmen für diesen Mittwoch geplante Kundgebungen vor dem Bundestag dürfen dort nicht stattfinden. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, lehnte das Bundesinnenministerium am Dienstag zwölf Anträge auf Zulassung von Versammlungen in der Umgebung von Bundestag und Bundesrat ab. Aus dem Ministerium hieß es, eine Zulassung im sogenannten befriedeten Bezirk sei nur möglich, wenn eine Beeinträchtigung der Arbeit des Parlaments und seiner Fraktionen sowie des Bundesrates nicht zu befürchten sei. Diese Voraussetzung sei hier nicht erfüllt.

Die angemeldeten Versammlungen würden nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden intensiv beworben, unter anderem „wird dazu aufgerufen, die Zugänge zum Deutschen Bundestag und zum Bundestag zu blockieren“.

15.20 Uhr: Neue Corona-Regeln in Österreich: Das gilt für Familienbesuche und Tagesausflüge aus Deutschland

In Österreich gelten seit heute strenge Ausgangsbeschränkungen. Was bedeuten sie für den Tagesausflug aus Deutschland in die Alpenrepublik? Und darf man noch österreichische Verwandte und Freunde besuchen? Die wichtigsten Fragen und Antworten lesen Sie hier im Überblick.

13.35 Uhr: Behörden prüfen Anne-Frank-Vergleich auf „Querdenken“-Demo

Dass eine Elfjährige ihren Geburtstag unter coronabedingten Einschränkungen auf einer „Querdenken“-Demonstration mit der Lage des jüdischen Mädchens Anne Frank im Zweiten Weltkrieg verglichen hat, ist nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Die Polizei habe den Sachverhalt und die Dokumentation zur Prüfung an die Staatsanwaltschaft weitergegeben, sagte ein Sprecher. Diese müsse klären, ob ein Straftatbestand vorliegt.

Die Elfjährige hatte am Samstag in Karlsruhe auf der Bühne eine Rede vorgelesen, in der sie sagte, die Geburtstagsfeier mit ihren Freunden sei ganz anders gewesen als in den Jahren davor: „Wir mussten die ganze Zeit leise sein, weil wir sonst vielleicht von unseren Nachbarn verpetzt worden wären. Ich fühlte mich wie bei Anne Frank im Hinterhaus, wo sie mucksmäuschenstill sein mussten, um nicht erwischt zu werden.“ Bis zu 1000 Menschen hatten sich bei der Demo versammelt.

Anne Frank hatte von 1942 bis 1944 mit ihrer Familie in Amsterdam im Versteck vor den deutschen Nationalsozialisten gelebt und dort ihr weltberühmtes Tagebuch geschrieben. Sie starb im Frühjahr 1945 im Konzentrationslager Bergen Belsen im Alter von 15 Jahren.

12.30 Uhr: 38 Menschen in Pflegeeinrichtung in Rheinfelden mit Corona infiziert

In einem Heim für Menschen mit Behinderungen in Rheinfelden (Kreis Lörrach) sind 38 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Auskunft eines Sprechers des katholischen St. Josefshaus Herten vom Dienstag handelt es sich um 18 Mitarbeiter und 20 Bewohner. Nach Bekanntwerden erster Verdachtsfälle sei am Donnerstag eine Reihentestung mit Schnelltest bei allen Bewohnern und allen Mitarbeitern des Martinshauses auf dem Campus Markhof durchgeführt worden.

Gleichzeitig sei auch ein sogenannter PCR-Test bei allen veranlasst worden. Alle erkrankten Bewohner zeigten milde Krankheitsverläufe. Die infizierten Mitarbeiter befinden seien in häuslicher Quarantäne. Das Martinshaus sei in Absprache mit dem Gesundheitsamt für Besucher geschlossen.

11.40 Uhr: Aus für die Fasnet: Zuggesellschaft Villingen-Schwenningen sagt alle offiziellen Veranstaltungen ab

Keine Veranstaltungen zur Fastnachtseröffnung, keine Umzüge und keine Saalfastnacht: Die heimischen Narrenvereine in Villingen-Schwenningen haben die Konsequenzen aus der aktuellen Corona-Situation gezogen: Am Montagabend hat die Zuggesellschaft nach SÜDKURIER-Informationen beschlossen, alle offiziellen Veranstaltungen zur Fastnacht 2021 abzusagen. Hier lesen Sie alle Details.

10.50 Uhr: Corona-Quarantäne trifft immer mehr Schulen im Schwarzwald

16 Bildungsstätten im Schwarzwald-Baar-Kreis melden Corona-Fälle. In der Doppelstadt Villingen-Schwenningen waren zuletzt das Villinger Gymnasium am Romäusring und die Schwenninger Neckar-Schule betroffen. Wie an allen Schulen gilt: Hunderte von Schülern und Lehrern treffen aufeinander, Abstandsgebot, Maskenpflicht und Hygieneregeln können helfen, aber Corona-Fälle sind nicht völlig auszuschließen.

9.10 Uhr: Merkel: Corona-Entscheidungen gehören zu schwierigsten der Amtszeit

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat um Verständnis für die starken Einschränkungen des öffentlichen Lebens in der Corona-Pandemie geworben. Die Maßnahmen seien eine „demokratische Zumutung“, sagte sie heute. Die Entscheidungen, die gerade getroffen werden müssten, gehörten zu den schwersten ihrer Amtszeit. Doch klar sei: „Wenn wir warten würden, bis die Intensivbetten voll belegt sind, wäre es zu spät.“

Merkel betonte, Risikogruppen gebe es in Deutschland nicht nur in Alten- und Pflegeheimen. Es gebe viele Bürger mit Vorerkrankungen und solche, die älter als 60 Jahre seien. Diese müssten geschützt werden. Dabei hätten Wissenschaft und Gesellschaft in den vergangenen Monaten bereits viel gelernt. „Wir lernen in und mit der Pandemie“, sagte Merkel. Das wichtigste bleibe die Nachverfolgung von Kontakten zur Unterbrechung von Infektionsketten.

8 Uhr: Bei Hausärzten wird das Personal knapp

Die Suche nach medizinischem Personal wird für Hausärzte zunehmend zum Problem. „In der letzten Zeit hören wir aus den Praxen, dass es schwer ist, Personal zu finden“, sagt Manfred King, Sprecher des Hausärzteverbands Baden-Württemberg. Er fordert die Politik auf, in der aktuellen Diskussion um bessere Bezahlung nicht nur den stationären Bereich in den Blick zu nehmen.

„Der ambulante Bereich der niedergelassenen Praxen darf nicht vergessen werden“, sagte King. Wenn Hausärzten das Personal fehle, müssten sie ihren Praxisbetrieb auf die vorhandenen Kapazitäten einstellen. Die Folge: Im schlimmsten Fall könnten weniger Patienten versorgt werden. Viele Medizinische Fachangestellte (MFA) zieht es an Kliniken, wo eine bessere Bezahlung lockt.

7.07 Uhr: Land schnürt Millionenpaket für angeschlagene Tourismusbranche

Mit einem weiteren millionenschweren Finanzierungspaket soll der angeschlagenen baden-württembergischen Tourismusbranche nach dem Ende des befristeten Teil-Lockdowns so schnell wie möglich auf die Beine geholfen werden. Nach ersten Informationen plant das Tourismusministerium unter anderem Programme für die Thermen und für eine Werbekampagne.

Auch das Wissenschaftsministerium ist mit einem Projekt eingebunden. Darin sollen Studenten nach ihrem Abschluss für eine Übergangszeit ein Beschäftigungsverhältnis an den Hochschulen erhalten, um von dort aus Unternehmen der Tourismusbranche bei Projekten zu unterstützen.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 16. November:

21.32 Uhr: Kretschmann warnt vor „langen, harten Wintermonaten“ wegen Corona

Angesichts der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen hat der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Menschen im Südwesten auf weitere harte Monate eingestimmt. „An Lockerungen ist in den kommenden Wochen nicht zu denken“, sagte der Grünen-Politiker am Montagabend nach den Gesprächen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder. „Wir müssen uns vielmehr auf lange, harte Wintermonate einstellen“.

Die Infektionszahlen stagnierten zwar, sie seien aber nach wie vor zu hoch, um die aktuellen Einschränkungen zu lockern. „Wir müssen alle noch eine Schippe drauflegen“, sagte Kretschmann.

Bund und Länder hätten daher in ihrer mehrstündigen Beratung vereinbart, die weitere Entwicklung zunächst noch „einige Tage zu beobachten“. Mitte der kommenden Woche würden Merkel und die Ministerpräsidenten die Lage erneut bewerten und dann gegebenenfalls auch Vorschriften verschärfen. Das Offenhalten von Kitas und Schulen habe aber nach wie vor eine Priorität, sagte Kretschmann.

Die Bürger rief er unter anderem dazu auf, private Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten und private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten auf einen festen weiteren Hausstand beschränken. „Treffen Sie sich nicht heute mit den einen und morgen mit den anderen“, appellierte er.

21.03 Uhr: Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen – Über 1700 Infizierte im Südwesten

Gleich zwei Alten- und Pflegeheime in Mannheim haben mit Corona-Ausbrüchen zu kämpfen. Acht Menschen sterben. Landesweit steigt die Zahl der Infizierten weiter an.

In zwei Alten- und Pflegeheimen in Mannheim sind nach Corona-Ausbrüchen acht Bewohner gestorben. Mehr als 120 Bewohner und Mitarbeiter haben sich nach Angaben der Einrichtungen mit dem Virus angesteckt. Landesweit ist die Zahl der Infizierten auf mehr als 118.700 gestiegen, wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg am Montag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Im Südwesten registrierte die Behörde innerhalb eines Tages 1739 neue Corona-Infektionen.

In einem Pflege- und Altenheim im Mannheimer Stadtteil Gartenstadt seien vier Frauen und drei Männer im Alter zwischen 77 und 88 Jahren am Wochenende und vergangenen Woche gestorben, teilte die Evangelische Kirche Mannheim als Betreiber mit. 51 der 90 Bewohner seien infiziert. Auch 20 Mitarbeiter hätten sich mit dem Coronavirus angesteckt. Besuche seien aktuell nicht gestattet. Derzeit gelte es, die Infektionskette zu unterbrechen, hieß es am Montag von der Leitung. Wie es zu dem Ausbruch kam, sei noch unklar.

In einem Mannheimer Seniorenzentrum wurden 42 Bewohner sowie acht Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Ein über 80-Jähriger mit Vorerkrankungen sei am Sonntag gestorben, teilte ein Sprecher des Heims am Montag mit. Alle 127 Bewohner seien nun in Quarantäne auf ihren Zimmern. Die betroffenen Mitarbeiter seien in häuslicher Isolation. Auch hier seien derzeit keine Besuche möglich. Ein Testteam des Universitätsklinikums Mannheim sei vor Ort.

Im Zusammenhang mit dem Virus starben bis Montag landesweit laut zuständiger Behörde 2296 Menschen - das waren 32 mehr als am Vortag. Als genesen gelten den Angaben zufolge 74.511 Menschen.

19.49 Uhr: Bund und Länder vertagen Entscheidung über Schulen

Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben eine Entscheidung über das weitere Vorgehen an den Schulen in der Corona-Pandemie vertagt. „Bund und Länder werden auf der nächsten Konferenz darüber beraten, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich in Hotspots reduziert werden können“, beschlossen Merkel und die Länderchefs am Montag nach mehrstündigen Beratungen. Das nächste Gespräch ist nach Angaben der Bundeskanzlerin für den 25. November geplant.

19.43 Uhr: Länder wollten mehrheitlich keine Corona-Rechtsänderungen

Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben nach Darstellung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) neue verpflichtende Beschränkungen wegen der Corona-Krise verhindert. Die Länder seien mehrheitlich der Meinung gewesen, vor Ablauf der derzeitigen Vorschriften Ende November keine „Zwischen-Rechtsänderungen“ vorzunehmen, sagte Merkel nach den Beratungen am Montagabend in Berlin. Bei diesem Thema sei sie durchaus etwas anderer Meinung gewesen. Merkel betonte, seit den im Oktober getroffenen Beschlüssen habe sich die Infektionslage zwar verbessert, aber eine Trendumkehr sei nicht erreicht worden. Von einem Wert von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohnern in einer Woche sei man noch weit entfernt.

19.35 Uhr: Gefährdete Gruppen erhalten günstige FFP2-Masken

Bund und Länder wollen besonders gefährdete Menschen mit günstigen FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Corona- Virus bewahren. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können, heißt es in einem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten der Länder vom Montag. Die Kosten übernimmt demnach der Bund.

19.30 Uhr: Merkel kündigt für kommende Woche längerfristiges Corona-Konzept an

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für die kommende Woche ein längerfristig geltendes Corona-Konzept angekündigt. Am Mittwoch kommender Woche sollten von der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten Beschlüsse auf den Weg gebracht werden, die auch über den Jahreswechsel hinweg gelten sollten, kündigte Merkel am Montagabend nach stundenlangen Beratungen mit den Ministerpräsidenten an. Es müsse dabei aber eine „Vielzahl von Problemen“ angegangen werden.

19.25 Uhr: Bürger sollen Kontakte auf Minimum beschränken

Zum Eindämmen der Corona-Pandemie rufen Bund und Länder die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten gänzlich auf private Feiern verzichten, private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Auf diesen Appell verständigten sich nach dpa-Informationen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag in ihrer Videokonferenz.

18.34 Uhr: Salem Open Air mit Roger Hodgson im August 2021 fällt aus

Das Salem Open Air mit Roger Hodgson im August 2021 fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Die Planungen für die Welttournee hätten jetzt beginnen müssen, doch der ehemalige Supertramp-Frontmann sieht die Sicherheit der Mitarbeiter und Konzertbesucher an erster Stelle. Voraussichtlich ab der kommenden Woche können bereits gekaufte Tickets an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.

17.54 Uhr: Land Baden-Württemberg schnürt Millionenpaket für angeschlagene Tourismusbranche

Mit einem weiteren millionenschweren Finanzierungspaket soll der angeschlagenen baden-württembergischen Tourismusbranche nach dem Ende des befristeten Teil-Lockdowns so schnell wie möglich auf die Beine geholfen werden. Nach dpa-Informationen plant das Tourismusministerium unter anderem Programme für die Thermen und für eine Werbekampagne. Auch das Wissenschaftsministerium ist mit einem Projekt eingebunden. Darin sollen Studenten nach ihrem Abschluss für eine Übergangszeit ein Beschäftigungsverhältnis an den Hochschulen erhalten, um von dort aus Unternehmen der Tourismusbranche bei Projekten zu unterstützen. Nach dpa-Informationen werden insgesamt Mittel in höherer zweistelliger Millionenhöhe investiert. Details zum Programm will die Landesregierung am Dienstag in Stuttgart vorstellen.

17.38 Uhr: Strobl unzufrieden – wieder Tausende Verstöße gegen Maskenpflicht

Tausende Verstöße allein am vergangenen Wochenende, sogar mehr als 26 000 Regelbrüche seit Beginn des Teil-Lockdowns vor zwei Wochen: Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) hadert mit der Disziplin vieler Baden-Württemberger bei Mundschutz und Abstand. „Mit dem Erreichten können wir nicht zufrieden sein“, sagte er am Montag. Bei den 26 000 Fällen in den vergangenen beiden Wochen sei es in 23 000 Fällen um Verstöße gegen die Maskenpflicht gegangen. Am Wochenende seien 4700 der mehr als 5600 Verstöße darauf zurückzuführen. Allein bei einer Veranstaltung auf einem Privatgelände in Ehningen seien am Sonntagmittag 50 Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz kontrolliert worden.

„Wer sich beim Autofahren nicht anschnallt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und gefährdet mitunter sein eigenes Leben – das ist schlimm“, sagte Strobl. „Wer aber die Maske nicht trägt, gefährdet darüber hinaus die Gesundheit seiner Mitmenschen – das ist in höchstem Maße rücksichtslos.“ Es gehe nicht um die Frage unterschiedlicher Philosophien. „Es geht vielmehr um die Frage, ob wir genug Gemeinschaftssinn aufbringen, um uns gegenseitig zu schützen.“

16.46 Uhr: Impfstoff-Vertrag mit Curevac abgeschlossen

Die EU-Kommission hat mit der Tübinger Firma Curevac einen Vertrag über den Kauf von bis zu 405 Millionen Dosen Corona-Impfstoff vereinbart. Dies teilte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montagnachmittag in Brüssel mit. Es handelt sich um den fünften Rahmenvertrag mit Pharmafirmen, die einen aussichtsreichen Impfstoff gegen das Coronavirus in der Entwicklung haben.

Von der Leyen betonte, noch sei nicht klar, welcher der Impfstoffe sich als sicher und wirksam herausstellen werde. Deshalb setze die EU-Kommission auf ein breites Portfolio. Nach der Zulassung würden die angekauften Mengen nach Bevölkerungsstärke an die EU-Staaten verteilt. Die zuständige Arzneimittelbehörde EMA werde die Mittel vor der Zulassung einer robusten Überprüfung unterziehen und keine Abstriche bei der Sicherheit machen, betonte von der Leyen.

16.27 Uhr: Forschungsministerin spricht von „weiterem Lichtblick“ in der Impfstoff-Entwicklung

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die vielversprechenden Nachrichten des US-Pharmakonzerns Moderna bei dessen Suche nach einem Corona-Impfstoff begrüßt. Dies sei ein „weiterer Lichtblick im Kampf gegen Covid-19“, sagte Karliczek der Deutschen Presse-Agentur am Montag.

Karliczek sprach von „sehr erfreulichen“ Daten. „Ich hoffe, dass sich diese aktuellen Studiendaten im weiteren Verfahren bestätigen werden.“ Moderna werde durch die internationale Impfstoff-Allianz CEPI gefördert. Deutschland beteiligt sich finanziell an der Allianz und fördert laut Ministerium darüber Projekte zur Corona-Impfstoffentwicklung mit 230 Millionen Euro.

15.42 Uhr: Schweden senkt Teilnehmergrenze für Veranstaltungen auf acht Personen

Die schwedische Regierung führt im Zuge von schnell steigenden Infektionszahlen verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ein. Ab Dienstag kommender Woche dürfen sich nur noch maximal acht Menschen für öffentliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen versammeln, wie Ministerpräsident Stefan Löfven am Montag auf einer Pressekonferenz bekanntgab. Dies sei dringend notwendig, um die Corona-Ausbreitung einzudämmen, während die Bereitschaft zur Einhaltung der Maßgaben geringer geworden sei.

Bislang liegt die maximale Teilnehmerzahl für Versammlungen und Veranstaltungen in Schweden bei 50 Personen. Für Kinos, Konzerte, Theater und Sportveranstaltungen mit gewissen Sitzplatzkapazitäten gelten seit wenigen Wochen Ausnahmen von bis zu 300 Teilnehmern.

14.37 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband droht mit Klage vor Verfassungsgericht

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hat wegen der geplanten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht gedroht. Mit den Änderungen werde eine neue Rechtsgrundlage für umfangreiche Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie geschaffen. Diese bedeutet nach Auffassung des Verbands einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte der betroffenen Gastwirte und Hoteliers. „Es ist jedoch inkonsequent und unseres Erachtens verfassungswidrig, dass keine Entschädigung für diesen Fall für unsere Betriebe vorgesehen ist“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick am Montag in Berlin. Sollte es keine entsprechenden Korrekturen geben, „werden wir für die Branche Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe einlegen“.

14.03 Uhr: FDP lehnt diskutierte neue Corona-Maßnahmen als überzogen ab

Vor den neuen Beratungen über weitere Schritte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie hat FDP-Chef Christian Lindner das Konzept des Bundes als überzogen abgelehnt. „In der Summe laufen die aktuellen Vorschläge aus dem Kanzleramt auf einen weitgehenden Lockdown hinaus. Das ist aus Sicht der Freien Demokraten zum jetzigen Zeitpunkt weder erforderlich noch verhältnismäßig“, erklärte Lindner am Montag in Berlin. Es sei zwar notwendig, Kontakte zu reduzieren. „Aber das Ausmaß selbst der Trennung von Familien ist überzogen.“ Die empfohlene Quarantäne bei Erkältungssymptomen jeder Art würde das Land lahmlegen. Flächendeckende Schnelltests wären besser.

Lindner sagte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten sprächen bei ihrer Videokonferenz am Nachmittag über neue Einschränkungen der Freiheit. „Aus Sicht der Freien Demokraten sollte aber zunächst die Wirksamkeit der bestehenden Maßnahmen abgewartet und analysiert werden, bevor neue und zum Teil empfindliche Beschränkungen auf den Weg gebracht werden.“ Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass fortwährend mit Vorgaben und Verboten experimentiert werde, ohne dass die Regierung erkläre, welche Schritte tatsächlich wirksam seien. Durch die diskutierte Änderung des Schulbetriebs würden Kindern und Jugendlichen erneut Bildungschancen genommen, kritisierte der FDP-Vorsitzende.

13.06 Uhr: Auch US-Konzern Moderna legt positive Daten zu Corona-Impfstoff vor

Mit dem US-Pharmakonzern Moderna hat ein weiterer für Europa relevanter Hersteller maßgebliche Daten für seinen Corona-Impfstoff vorgelegt. Der RNA-Impfstoff habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung von Moderna am Montag. Die EU-Kommission verhandelt mit dem US-Konzern über die Lieferung von bis zu 160 Millionen Impfdosen. Am vergangenen Montag hatten das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer solche Zwischenergebnisse aus der entscheidenden Studienphase für ihren Impfstoff-Kandidaten vorgelegt.

12.41 Uhr: Debatte um Regierungsbestellung von Corona-Schnelltests

Die baden-württembergische Landesregierung hat sich bei der Bestellung von fünf Millionen Corona-Schnelltests als Notreserve aus Sicht der Opposition zu viel Zeit gelassen. „Es ist nicht akzeptabel, dass die Vorlage drei Wochen durch die Ministerien gewandert ist“, sagte der finanzpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag, Peter Hofelich, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag). Die FDP fürchtet Engpässe bei der Lieferung und zu hohe Kosten. Patientenschützer beklagen indes, dass die Zahl der fünf Millionen Tests nicht entscheidend sei - es brauche ein Testkonzept.

Die Regierung müsse sich die Frage gefallen lassen, ob sie trödle, sagte Hofelich den Angaben nach weiter. „Offensichtlich hat die Leitung des Ministeriums Defizite in der Verwaltungsführung.“ Auch der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jochen Haußmann, kritisierte: „Die Öffentlichkeit und die Steuerzahler haben ein Recht zu erfahren, wie es wirklich mit dem Krisenmanagement des Landes in Sachen Antigentests insbesondere für Pflegeheime aussieht.“ Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte vergangene Woche verkündet, die Antigen-Tests könnten etwa bei großen Ausbrüchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern genutzt werden. Zudem seien sie unter anderem für Personal, Bewohner oder Patienten in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen, Arztpraxen und Kliniken gedacht.

11.54 Uhr: Corona-Beschlüsse zu Schulen könnten vertagt werden

Die von der Bundesregierung ins Auge gefassten Beschlüsse für schärfere Corona-Eindämmungsmaßnahmen in Schulen könnten vertagt werden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Verhandlungskreisen vor dem für den Nachmittag geplanten Spitzengespräch zwischen Bund und Ländern. Der Bund hatte unter anderem eine generelle Maskenpflicht in allen Schulen vorgeschlagen.

11 Uhr: Söder meldet Bedenken gegen Pläne für Quarantäne bei Erkältungssymptomen an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Bedenken gegen die Pläne des Bundes angemeldet, Menschen bei jedem Auftreten von Erkältungssymptomen sofort in die häusliche Quarantäne zu schicken. Darüber müssten Bund und Länder noch einmal „ausführlich diskutieren“, sagte Söder mit Blick auf das für Montagnachmittag geplante Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der 16 Bundesländer. Anstelle dieses Weges sollte in Schulen besser eine Umstellung auf „Wechselunterricht“ erfolgen, sagte der CSU-Chef.

10.12 Uhr: Japan und IOC: Olympische Spiele in Tokio werden ausgetragen

Die wegen der Corona-Pandemie auf den Sommer 2021 verlegten Olympischen Spiele in Tokio sollen wie geplant ausgetragen werden. Darauf verständigte sich der Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, am Montag mit dem japanischen Ministerpräsidenten Yoshihide Suga in Tokio.

9.34 Uhr: Merkel bleibt voller Sorge wegen Entwicklungen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Forderung des Bundes nach neuen drastischen Kontaktbeschränkungen mit einer weiterhin zu hohen Zahl von Corona-Neuinfektionen begründet. Zwar sei durch die seit Anfang November geltenden Einschränkungen eine Stabilisierung erreicht worden, machte Merkel am Montag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in der Sitzung des CDU-Präsidiums deutlich.

Dies sei aber nicht ausreichend. „Die Zahlen stabilisieren sich etwas. Aber zu langsam“, wurde die Kanzlerin zitiert. Notwendig sei es nun, die Kontakte im privaten Bereich weiter zu reduzieren, sagte Merkel nach diesen Informationen. Dabei sei die Bundesregierung auf die Mitwirkung der Bevölkerung angewiesen.

9 Uhr: Biontech-Chef erwartet Rückkehr zur Normalität Ende nächsten Jahres

Biontech-Vorstandschef und Mitgründer Ugur Sahin rechnet in der Corona-Krise erst im Winter 2021 mit einer Rückkehr zum normalen Leben. „Absolut essenziell“, um dieses Ziel zu erreichen, sei eine hohe Impfquote gegen das Coronavirus bis zum Herbst, sagte Sahin am Sonntag in einem BBC-Interview.

„Ich bin zuversichtlich, dass dies geschehen wird.“ Mit Blick auf die jetzige kalte Jahreszeit fügte er hinzu: „Dieser Winter wird hart.“ Vorerst werde der Impfstoff noch keinen großen Einfluss auf die Infektionszahlen haben. Wenn alles weiterhin gut laufe, werde der Impfstoff ab „Ende dieses Jahres, Anfang nächsten Jahres“ ausgeliefert.

Ein mittelfristiges Ziel sei, bis April mehr als 300 Million Dosen weltweit zur Verfügung zu stellen. Dies könnte einen ersten Effekt auf Infektionszahlen haben.

8.30 Uhr: Schon mehr als elf Millionen Corona-Infektionen in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Infektionen die Schwelle von elf Millionen Fällen überschritten. In weniger als einer Woche kamen eine Million Neuansteckungen hinzu, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte. Seit Beginn der Pandemie wurden in den USA demnach insgesamt 11.025.046 Infektions- und 246.108 Todesfälle registriert.

Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen weltweit. Seit Anfang November hat sich der Anstieg der Infektionszahlen massiv beschleunigt. Zuletzt wurden jeden Tag mehr als 100.000 neue Ansteckungen registriert. Die Schwelle von zehn Millionen Infizierten war erst am Montag vergangener Woche überschritten worden.

8 Uhr: Kein Glühwein-Tourismus: SPD-Chef fordert einheitliche Corona-Regeln

Aus Sorge vor weiteren Corona-Hotspots von Feiernden vor Weihnachten fordert der wiedergewählte SPD-Landesvorsitzende Andreas Stoch einheitliche Corona-Regeln und klare Ansagen des Landes für die Advents- und Weihnachtsmärkte.

„Wenn wir im Dezember in einem Landkreis Märkte mit Maskenpflicht haben und im Nachbarkreis nicht, wenn es in einem Ort Alkohol-Ausschank gibt und im nächsten Ort nicht, dann gibt die Politik einen chaotischen Glühwein-Tourismus vor“, sagte Stoch.

Notwendig sei auch eine Strategie, die über den November hinausreiche. Dies gelte sowohl für den Fall einer kontrollierten Wiedereröffnung derzeit geschlossener Bereiche als auch für den Fall, dass die Lage sich nicht bessere.

7.07 Uhr: Bund fordert flächendeckend deutlich strengere Anti-Corona-Maßnahmen

Der Bund will die Kontaktbeschränkungen schon vor Ablauf des Teil-Lockdowns im November drastisch verschärfen. Unter anderem sollen sich weniger Menschen verschiedener Haushalte treffen dürfen, auf private Feiern soll bis zum Weihnachtsfest ganz verzichtet werden. Zudem will der Bund die Maskenpflicht an Schulen ausweiten, bei zu kleinen Räumen sollen Klassen geteilt werden.

Das geht aus dem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegendem Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Montag vor.

Darin heißt es zur Begründung: „Der Verlauf der letzten Tage lässt hoffen, dass die hohe exponentielle Infektionsdynamik gestoppt werden konnte, ein Sinken der Neuinfektionszahlen ist jedoch noch nicht absehbar. Deshalb sind weitere Anstrengungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens erforderlich.“ Vorgeschlagen wird zudem ein weiteres Treffen eine Woche später, am 23. November.

Die Pläne im Überblick

 

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 15. November: 

20.24 Uhr: Söder verlangt einheitliche Corona-Schul-Regeln

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs an diesem Montag schärfere und einheitliche Regeln für die Schulen verlangt. „Ich werbe dafür, dass wir die Maskenpflicht überall einführen“, sagte Söder am Sonntag im Format „Die richtigen Fragen“ auf „Bild live“. Wer Schule offen halten wolle, müsse auf Masken setzen, auch in der Grundschule. Man müsse „beim Thema Schule noch mal intensiv nacharbeiten“. Wenn es zu Wechselunterricht käme, vor allem für ältere Schüler, gehe es um die Frage: „Wie können wir dann das Digitalformat weiter gestalten?“

19.32 Uhr: Rund 1300 neue Corona-Infektionen im Südwesten registriert

In Baden-Württemberg sind innerhalb eines Tages nach Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 1330 neue Corona-Infektionen registriert worden. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf knapp 117 000 gestiegen, wie die Behörde am Sonntag (Stand 16 Uhr) mitteilte. Am Samstag gab es gut 2100 Neuinfektionen, am Sonntag vor einer Woche waren es rund 1700. Die Werte sind an den Wochenenden häufig niedriger als unter der Woche, weil die Daten verzögert bei den Behörden registriert werden. Im Zusammenhang mit dem Virus starben bisher landesweit 2264 Menschen - sieben mehr als am Vortag. Als genesen gelten den Angaben zufolge 73 190 Menschen.

Landesweit ist der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen leicht gestiegen, am Samstag lag er bei 132,3. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50, ab dem ein Kreis als Risikogebiet gilt. 399 schwer Covid-19-Erkrankte befanden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 215 von ihnen wurden den Angaben zufolge invasiv beatmet - etwa über einen Schlauch.

18.47 Uhr: Bundeswehr vergrößert Corona-Kontingent auf 20 000 Soldaten

Die Bundeswehr erhöht ihr Kontingent für Corona-Hilfseinsätze um 5000 Soldatinnen und Soldaten auf insgesamt 20 000 Kräfte. „Es geht noch mehr und wir wollen noch mehr helfen“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Sonntag im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Wir sind in den Gesundheitsämtern unterwegs, wir helfen bei Abstrichen, wir stellen natürlich auch mit unseren Bundeswehrkrankenhäusern und der Sanität einen Teil der zivilen Versorgung sicher, wir helfen in Pflegeheimen und wir wissen, dass wir auch bei der Impfstrategie, die jetzt aufgesetzt wird, auch unsere Rolle spielen, zumindest in der Logistik.“

Die 20 000 Kräfte spiegeln das theoretisch verfügbare Kontingent wider, tatsächlich im Einsatz sind derzeit noch weniger Soldaten. 7300 Angehörige aus allen Bereichen der Bundeswehr seien derzeit im Rahmen der Amtshilfe im Einsatz, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

17.04 Uhr: Bund und Länder wollen am 23. November Corona-Fahrplan entscheiden

Bund und Länder wollen bei Beratungen am 23. November entscheiden, ob der auf November befristete Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie vor Weihnachten verschärft werden muss oder teils gelockert werden kann. Mehrere Länder plädierten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei einer Vorbesprechung mit dem Kanzleramt am Sonntag dafür, vor weitreichenden Entscheidungen eine weitere Woche die Entwicklung bei den zuletzt auf hohem Niveau stagnierenden Corona-Infektionszahlen abzuwarten. Zuerst hatte der „Spiegel“ über das Datum berichtet.

16.02 Uhr: Große Koalition einigt sich auf Infektionsschutzgesetz

Die SPD hat eine Einigung der großen Koalition auf Nachbesserungen an der geplanten Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes bestätigt. Damit gebe es mehr Rechtssicherheit der Corona-Schutzmaßnahmen, erklärten die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, und der rechtspolitische Sprecher Johannes Fechner am Sonntag in Berlin. Die Neuregelung soll am Mittwoch von Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden.

Laut Dittmar und Fechner werden "mit einer präzisen Definition der epidemischen Lage" in dem geänderten Infektionsschutzgesetz die Voraussetzungen für Corona-Schutzmaßnahmen präzisiert. Außerdem sollten die Maßnahmen künftig im Gesetz definiert werden, was zu mehr Bundeseinheitlichkeit und Rechtsklarheit führen werde. Das überarbeitete Infektionsschutzgesetz werde die Befugnisse der Landesregierungen beschränken, indem die Schutzmaßnahmen durch Rechtsverordnung nur befristet zulässig seien und begründet werden müssten. Auch sei gesetzlich festgeschrieben, dass gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen von Corona-Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden müssen und insbesondere die soziale Isolation vermieden werden soll.

14.18 Uhr: „Züge voller als im ersten Lockdown“ – Aber minus 42 Prozent in 2020

Die Fernzüge der Deutschen Bahn sind während des aktuellen Teil-Lockwdowns deutlich voller als während der ersten Phase strenger Corona-Beschränkungen im Frühjahr. „Die Züge sind voller als beim ersten Lockdown. Unsere Kunden sollen sicher reisen können, deshalb halten wir unser Angebot hoch“, sagte eine Bahn-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte die „Bild am Sonntag“ berichtet, dass die Nachfrage nach Bahnfahrten derzeit etwa dreimal so hoch sei wie im Frühjahr, als zum ersten Mal strenge Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie galten, etwa die weitgehende Schließung von Hotels und Restaurants sowie Kontaktbeschränkungen.

Von Anfang Januar bis Ende Oktober 2020 sind dem Bericht zufolge 42 Prozent weniger Menschen im Fernverkehr gereist als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In diesem Jahr seien bisher 72 Millionen Passagiere in Fernzügen gereist, 53 Millionen weniger als in den ersten zehn Monaten 2019. Die Auslastung der Züge liege derzeit zwischen 20 und 25 Prozent.

Unter anderem durch kürzere Züge und weniger internationale Verbindungen sei die Zahl verfügbarer Sitzplätze im Fernverkehr auf 85 Prozent reduziert worden. Um ausreichend Abstand und weiterhin Fernfahrten zu ermöglichen, will das Bundesunternehmen aber grundsätzlich an Fahrplan und Streckennetz festhalten.

13.07 Uhr: Doch noch keine elektronischen Arztrezepte für den Südwesten

igentlich sollte Baden-Württemberg ein Pilotstandort für die Einführung von elektronischen Arztrezepten für Smartphones sein. Doch das vor einem Jahr gestartete Pilotprojekt dazu liegt auf Eis, wie der Geschäftsführer der Landesapothekerkammer, Karsten Diers, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Grund dafür sei, dass das abwickelnde IT-Unternehmen abgesprungen sei. „Wir bedauern das sehr.“

Rund 50 E-Rezepte seien von November bis zum Ende des Pilotprojekts im April ausgestellt worden, sagte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg. Die Zahl sei nicht so hoch. „Aber eines konnten wir dennoch damit zeigen: Der Prozess funktioniert!“

Patienten aus dem Raum Stuttgart und Tuttlingen konnten als erste bundesweit Medikamente mit sogenannten E-Rezepten bekommen. Das Programm dazu trug den Namen „Gerda“ (Geschützter e-Rezept-Dienst der Apotheken). Die Rezepte gab es nur bei zehn teilnehmenden Apotheken und nur für jene, die sich telemedizinisch behandeln ließen.

Die Patienten mussten dafür weder in die Praxis noch in eine Apotheke. Sie konnten sich die verschriebenen Medikamente per App liefern lassen. Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) hatte die Einführung in Baden-Württemberg als historische Stunde bezeichnet. Das Land hatte das Projekt mit einer Million Euro gefördert.

12 Uhr: Mehr als jeder fünfte Bundespolizist von Corona-Pandemie betroffen 

Mehr als jeder fünfte Bundespolizist war oder ist wegen der Corona-Pandemie laut einem Medienbericht in Quarantäne. 11 890 der insgesamt rund 51 000 Mitarbeiter seien betroffen, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) unter Hinweis auf die Behörde mit Sitz in Potsdam. Seit Beginn der Pandemie im März erkrankten demnach 594 Bundespolizisten an Covid-19. Knapp 1900 Mitarbeiter seien derzeit in Quarantäne. Bei 261 Beamten waren nach den Angaben die Tests positiv. 54 Prozent der Fälle hätten einen privaten Bezug, beim Rest gebe es einen dienstlichen.

11.25 Uhr: Vor Bund-Länder-Schalte wenig Erwartungen an neue Beschlüsse

Vor den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am Montag dämpfen die baden-württembergischen Parteien die Erwartungen an neue Beschlüsse. „Wir müssen da vorerst auf Sicht fahren“, sagte CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart der Deutschen Presse-Agentur. Er rechne nicht damit, dass bei der Runde der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weitere Verschärfungen oder Lockerungen der Auflagen beschlossen würden. „Wir sollten noch eine weitere Woche warten, bis wir die Auswirkungen der Maßnahmen realistisch beurteilen können. Dann lässt sich besser in den Rückspiegel schauen.“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will zwei Wochen nach dem Start der für November angesetzten jüngsten bundesweiten Kontaktbeschränkungen an diesem Montag (14.00 Uhr) mit den Ministerpräsidenten der Länder eine Zwischenbilanz ziehen. Die Bundesregierung hat bereits klar gemacht, dass sie angesichts der bis zuletzt gestiegenen Zahlen derzeit keinen Anlass für Lockerungen sieht. Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen.

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz betonte, es sei wichtig deutschlandweit weiter an einem Strang ziehen. Priorität habe für die Grünen der Schutz der Gesundheit und das Offenhalten von Kindertagesstätten und Schulen. Für SPD-Landeschef Andreas Stoch sind die Infektionszahlen noch auf deutlich zu hohem Niveau. „Es ist sicher viel zu früh, schon am morgigen Montag abschließend zu bewerten, ob all die Regeln wirken, die seit dem 2. November gelten“, sagte er.

10.28 Uhr: Corona-Risikogruppen sollen Schutzmasken kostenlos bekommen

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen Risikogruppen wie Ältere und Pflegeheimbewohner nach Plänen der großen Koalition kostenlos Schutzmasken erhalten können. Vorgesehen ist ein Anspruch für Versicherte, wenn sie zu einer Gruppe „mit einem signifikant erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion“ gehören. Das sieht nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine geplante Ergänzung eines Gesetzes zu weiteren Corona-Krisenmaßnahmen vor. Es soll an diesem Mittwoch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Konkret soll das Bundesgesundheitsministerium den Anspruch auf Gratismasken mit einer Rechtsverordnung ermöglichen können. Diese soll dann auch die Risikogruppe festlegen und regeln, welche Art von Masken und wie viele davon abgegeben werden können. Die von Fachpolitikern von Union und SPD und dem Ministerium erarbeiteten Pläne sehen eine Finanzierung durch den Bund aus Steuermitteln vor.

Auf Landesebene hat Bremen ein ähnliches Angebot gestartet. Dort kann jeder Bürger über 65 Jahre zehn FFP2-Schutzmasken im Monat erhalten. Um Risikogruppen zu schützen, sollen in Pflegeheimen und Kliniken auch deutlich mehr Tests gemacht werden, darunter neue Schnelltests.

Das vom Kabinett auf den Weg gebrachte weitere Corona-Gesetz umfasst daneben auch Neuregelungen zu Verdienstausfällen für Eltern und Reiserückkehrern aus Risikogebieten im Ausland. Angesichts von Kritik am Vorgehen von Bund und Ländern soll zudem eine genauere gesetzliche Grundlage für weitreichende Corona-Beschränkungen geschaffen werden.

9.18 Uhr: Corona-Einschränkungen für Menschen mit Behinderung besonders hart

Die Corona-Einschränkungen treffen Menschen mit Behinderung oft besonders hat. „Ein Beispiel sind die Anwendungen für Video-Konferenzen, die für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen eine große Herausforderung sind“, sagte der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, der Deutschen Presse-Agentur. An diesem Dienstag findet eine von Dusel initiierte große EU-Veranstaltung zur Lage der Menschen mit Behinderung statt. Ein zentrales Thema: Gewalt gegen Frauen und Kinder.

8.23 Uhr: Altmaier: Wende noch nicht erreicht – Mehrere Monate Einschränkungen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier sieht noch keine wesentlichen Erfolge des Teil-Lockdowns. „Zur Zwischenbilanz gehört auch, dass die Infektionszahlen nach wie vor viel zu hoch sind. Sehr viel höher sogar als vor zwei Wochen“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Trotz aller Anstrengungen ist eine Wende zum Besseren noch nicht erreicht“, sagte Altmaier. Für das Öffnen von Restaurants und Kinos sehe er wenig Spielraum. „Wir sind aus dem Gröbsten noch nicht raus.“ Einen „Jo-Jo-Shutdown“ mit ständigem Öffnen und Schließen der Wirtschaft könne sich Deutschland nicht leisten.

Altmaier rechnet nach eigener Aussage damit, dass sich die Deutschen noch weit über den Dezember hinaus einschränken müssen. „Wir werden zumindest in den nächsten vier bis fünf Monaten mit erheblichen Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen leben müssen.“

Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) sieht keine Chance für Lockerungen. „Aus meiner Sicht gibt es für Lockerungen aufgrund der hohen Infektionszahlen keine Grundlage“, sagte er der Zeitung. „Wir sollten uns deshalb in sieben Tagen noch einmal treffen, um über die Entwicklung zu sprechen. Eingriffe in die Grundrechte der Menschen müssen sehr genau erklärt und begründet werden.“

Am Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns ziehen. Derzeit haben unter anderem Restaurants geschlossen, Hotels dürfen keine Urlauber aufnehmen, auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen mussten schließen.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 14. November: 

21.26 Uhr: Mehr als 2100 Corona-Neuinfektionen und 16 Tote in Baden-Württemberg registriert

In Baden-Württemberg sind innerhalb eines Tages mehr als 2100 neue Corona-Infektionen festgestellt worden - zudem werden weitere 16 Todesfälle mit dem Virus in Verbindung gebracht. Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt (LGA) konkret 2122 Fälle mehr als am Vortag. Insgesamt ist das Virus Sars-CoV-2 den Angaben zufolge inzwischen bei 115 657 Menschen im Südwesten nachgewiesen worden. In Zusammenhang mit dem Virus sind mittlerweile 2257 Menschen gestorben - 16 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen schätzte das LGA am Samstag auf 10 970 (plus 1661).

Der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 132,3 und ist damit etwas niedriger als am Vortag (134,8). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Risikogebiet-Grenzwert von 50.

381 Covid-19-Patienten sind laut Lagebericht in intensivmedizinischer Behandlung, mehr als jeder Zweite (208) von ihnen wird beatmet. Die Auslastung der Intensivbetten liege bei rund 77 Prozent.

20.53 Uhr: Brand auf rumänischer Intensivstation: Zehn Covid-19-Patienten sterben in Flammen

Zehn schwerkranke Covid-19-Patienten sind am Samstagabend in einem Krankenhaus der nordostrumänischen Stadt Piatra Neamt an schweren Verbrennungen gestorben. Das Feuer war in der Intensivstation ausgebrochen, wo insgesamt 16 Patienten künstlich beatmet wurden. Sieben weitere Menschen erlitten schwere Verbrennungen, darunter auch der für die Intensivstation verantwortliche Arzt.

Nach Angaben der Behörden dürfte ein Kurzschluss den Brand ausgelöst haben. Medien kommentierten, dass der Sauerstoff in den Beatmungsvorrichtungen das Feuer wohl noch verstärkt habe. Gesundheitsminister Nelu Tataru reiste umgehend zum Unglücksort. Es wurde erwartet, dass die Staatsanwaltschaft zu den Ursachen ermitteln werde.

18 Uhr: Umfrage: Deutliche Mehrheit für Öffnung der Restaurants im Dezember

Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland hat sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen, dass im Dezember Restaurants und Kultureinrichtungen wieder öffnen dürfen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar für die „Bild am Sonntag“ gaben 78 Prozent der Befragten an, dass Restaurants im Dezember wieder öffnen sollten. Eine Öffnung von Kultureinrichtungen würden 68 Prozent der Befragten begrüßen. Bei den geltenden Kontaktbeschränkungen ist die Lage anders: 59 Prozent sind dagegen, diese im Dezember aufzuheben.

Am Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns ziehen. Derzeit haben unter anderem Restaurants geschlossen, Hotels dürfen keine Urlauber aufnehmen, auch Kultur- und Freizeiteinrichtungen mussten schließen.

16.50 Uhr: DFB-Länderspiel findet trotz Corona-Fällen bei Gegner Ukraine statt

Das Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine kann trotz Corona-Fällen beim Gegner stattfinden. Alle Nachtests bei Spielern und Betreuern am Samstag seien negativ ausgefallen, berichtete der ukrainische Verband. Auf dieser Grundlage erlauben die Leipziger Gesundheitsbehörden eine Spielaustragung.

16.43 Uhr: Finanzspritze für die Wirtschaft: Weitere 22 Milliarden Euro

Geschlossene Restaurants, leere Innenstädte, Kultur auf Sparflamme: Unternehmen und Solo-Selbstständige dürfen in der Krise mit einem weiteren Corona-Hilfspaket im Umfang von 22 Milliarden Euro bis Ende Juni 2021 rechnen. Bei der Zahl handelt es sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um das geschätzte Programmvolumen für die von Januar bis Ende Juni 2021 geplante „Überbrückungshilfe III“, auf die sich Wirtschafts- und Finanzministerium zuvor geeinigt haben. Zuerst hatten das Nachrichtenportal „The Pioneer“ und der Deutschlandfunk über das Volumen berichtet.

Bei der zudem verabredeten Konkretisierung der „Novemberhilfe“, die Umsatzeinbußen während des Teil-Lockdowns ausgleichen soll, wird nun nach Schätzungen von einem Volumen von etwa 14 Milliarden Euro ausgegangen. Bisher stand ein Volumen von etwa 10 Milliarden Euro im Raum. Im Rahmen der Konkretisierung wird klargestellt, dass auch Beherbergungsbetriebe und Veranstaltungsstätten als direkt betroffene Unternehmen antragsberechtigt sind.

15.29 Uhr: Ärzte fordern OP-Stopp wegen Corona - „Die Zeit drängt“

Deutschlands Klinikärzte fordern die Bundesländer mit vielen Corona-Fällen zu einem Stopp verschiebbarer Eingriffe in den Krankenhäusern auf. In einer der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Erklärung kritisieren die Ärzteorganisation Marburger Bund und die intensivmedizinischen Fachgesellschaften, dass Krankenhäuser aus Umsatzgründen ihre Kapazitäten nicht auf Covid-19-Patienten konzentrierten.

„Die Krankenhäuser in stark belasteten Regionen müssen unverzüglich von der Politik aufgefordert werden, plan- und verschiebbare stationäre Eingriffe je nach Belastungssituation zu reduzieren beziehungsweise einzustellen“, fordern die Ärzte. „Nur dann ist es möglich, kurzfristig weiteres Personal für die Versorgung akut und kritisch erkrankter Patienten einzusetzen“, so die Ärzte. „Ohne diese zusätzliche Unterstützung ist die Belastungsgrenze insbesondere auf vielen Intensivstationen schon bald überschritten.“

Derzeit seien die Verantwortlichen für die Finanzen in den Kliniken nicht bereit, verschiebbare Eingriffe zurückzustellen, kritisierten die Mediziner. Deshalb müsse die Politik für eine Gegenfinanzierung der Erlösausfälle sorgen, die entstünden, wenn verschiebbare Behandlungen zurückgefahren werden.

14.35 Uhr: „Querdenken“-Demo mit 800 Teilnehmern in Regensburg

In Regensburg sind am Samstag rund 800 Anhänger der „Querdenken“-Bewegung gegen staatlich vorgeschriebene Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Bislang seien noch keine Verstöße registriert worden, hatte eine Polizeisprecherin kurz vor Beginn der Veranstaltung unter dem Motto „Demonstration für Selbstbestimmung und Maskenbefreiung“ gesagt. Bei einer Gegendemonstration kamen zunächst rund 90 Menschen zusammen. 

Die Veranstalter hatten 2000 Teilnehmer angemeldet, die Stadt beschränkte die Zahl aber auf 1000 Menschen. Zudem müssen die Teilnehmer Maske tragen und einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten.

Das Verwaltungsgericht Regensburg hatte am Freitag einen Eilantrag gegen die Auflagen abgelehnt. Der Antrag sei unzulässig, teilte das Gericht mit. Die Antragsteller hätten es versäumt, zuerst eine Klage einzureichen, ohne die ein Eilantrag nicht zulässig sei, so die Begründung für die Entscheidung.

12.41 Uhr: Österreichs Regierung will vollen Lockdown bis zum 6. Dezember

Die österreichische Regierung will zur Eindämmung der Corona-Krise für drei Wochen Geschäfte und Schulen schließen und Ausgangsbegrenzungen rund um die Uhr verordnen. Das ging am Samstag aus einem Verordnungsentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Wien vorlag.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und weitere Regierungsmitglieder sollen den Plan am Nachmittag bei einer Pressekonferenz verkünden. Gelten sollen die Maßnahmen ab Dienstag und bis einschließlich Sonntag, dem 6. Dezember.

Geplant sind demnach weitreichende Eingriffe wie im sogenannten strengen Lockdown im Frühjahr, als erstmals wegen der Pandemie ein völliger Stillstand des öffentlichen Lebens inklusive Ausgangsregeln galt. Schon seit dem 3. November sind Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Außerdem gelten Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr, die das Verlassen des „privaten Wohnraums“ nur für mehrere konkrete Gründe wie etwa die Erfüllung von Grundbedürfnissen, Arbeit und Ausbildung, die Betreuung Hilfsbedürftiger sowie zur Erholung im Freien zulassen.

Diese Ausgangsbeschränkung gilt laut dem Entwurf nun rund um die Uhr. Private Treffen sind demnach nur mit einem Partner, einzelnen engsten Angehörigen oder einzelnen wichtigsten Bezugspersonen erlaubt. Offen bleiben nur Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Kioske. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten Betreuungsmöglichkeiten bei Bedarf.

Die Infektionszahlen sind trotz des sogenannten Teil-Lockdowns seit Anfang November weiter gestiegen. Mediziner befürchten einen Zusammenbruch der Intensivversorgung. Der Durchschnittswert der Neuansteckungen binnen sieben Tagen lag am Freitag österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100 000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850.

12.30 Uhr: Ukraine-Elf vorerst nicht in Quarantäne - Weitere Tests am Nachmittag

Die Entscheidung über eine mögliche Absage des Länderspiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine wird möglicherweise erst unmittelbar vor dem geplanten Anpfiff (20.45 Uhr) fallen. Wie der Leipziger Stadtsprecher Matthias Hasberg der Deutschen Presse-Agentur am Samstagmittag bestätigte, wird die nach fünf positiven Corona-Tests im Team der Ukraine notwendige weitere Testreihe erst am Nachmittag stattfinden.

Bis dahin werde die Stadt keine Quarantäne für das ganze Team anordnen. Sie habe sich vergewissern können, dass die vier mit dem Virus infizierten Spieler und der Manager keine zu engen Kontakte zum Rest der Delegation hatten.

Die Partie der Nations League am Abend (20.45 Uhr/ZDF) droht somit weiterhin auszufallen, sollte es bei den Nachtestungen weitere positive Fälle geben. Dann müsste auch für diese Akteure eine Kontakt-Nachverfolgung gestartet werden. Die UEFA-Regularien sehen vor, dass eine Mannschaft antreten muss, sofern sie 13 gesunde Spieler in ihren Reihen hat, darunter ein Torwart.

10 Uhr: Merkel: "Der vor uns liegende Winter wird allen noch viel abverlangen"

Die Deutschen müssen sich nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf weitere Monate mit Corona-Beschränkungen einstellen: "Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen", sagte Merkel am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Das Virus werde noch eine ganze Weile "unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können", sagte die Kanzlerin.

Die Möglichkeiten neuer Kommunikationsmittel könnten helfen, seien aber natürlich kein Ersatz für persönliche Begegnungen. Auch "mir persönlich fehlt am meisten der direkte Kontakt mit Menschen - privat und als Bundeskanzlerin", sagte Merkel. 

Sie verwies auf die neue Reihe von Bürgerdialogen im Netz unter dem Titel "Die Bundeskanzlerin im Gespräch": "Den Bürgerinnen und Bürgern zu begegnen, zuzuhören, das ist mir in meinem Amt sehr wichtig", sagte Merkel. In den Videokonferenzen wolle sie erfahren, wie Menschen mit den Herausforderungen des Lebens in der Pandemie umgehen, was sie beschwert, welche Sorgen und Wünsche an die Politik sie haben.

Am kommenden Donnerstag komme sie so mit Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörige und Pflegekräften aus der stationären und ambulanten Versorgung zusammen, kündigte die Kanzlerin an. Sie setzt Hoffnung auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus: "Sobald zuverlässige Impfstoffe vorliegen, können sich diejenigen, die für die Versorgung von Kranken und Betreuungsbedürftigen zuständig sind, zügig impfen lassen", sagte sie. Das gelte auch für Risikogruppen, also auch für Pflegebedürftige.

8.50 Uhr: 22 461 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1 081 Fälle weniger als am Freitag, wie aus den Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervorgeht. Auch im Vergleich zum Samstag vergangener Woche ist der Wert etwas niedriger. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23 399 gelegen.

Am Freitag war mit 23 542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1 700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 773 556 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 178 auf insgesamt 12 378. Am Freitag betrug diese Steigerung 218 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 493 200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,99 (Vortag: 0,93). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

8.18 Uhr: Weltethos-Institut: Corona-Impfstoff Beitrag zum guten Leben

Das vom Theologen Hans Küng gegründete Tübinger Weltethos-Institut bezeichnet den in Deutschland entwickelten Impfstoff gegen Covid-19 als wichtigen Beitrag zum guten Leben weltweit. Die Pharmabranche habe auf eine globale Herausforderung mit einem Beitrag zum Gemeinwohl reagiert. „Die Pharmabranche hat es geschafft, innerhalb von nur neun Monaten auf eine Pandemie mit einem Impfstoff zu antworten“, sagte Christopher Gohl, der seit 2012 am Weltethos-Institut an der Universität Tübingen zur Entstehung und Wirkung von Werten, zur Ethik in Unternehmen und Wirtschaft und zur lernenden Demokratie lehrt.

Das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer hatten Anfang der Woche mitgeteilt, dass ihr Impfstoff nach Studiendaten einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19 bietet.

Der Impfstoff ist laut Gohl mehr als nur der Versuch der Pharmabranche, das eigene Image aufzupolieren. „Die Welt wird besser, wenn wir mit guten Produkten gutes Geld verdienen können. Mit Prinzipien lassen sich auch Profite machen“, erklärte Gohl.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 13. November: 

22.57 Uhr: Biontech-Impfstoff soll laut Trump „sehr, sehr schnell“ zugelassen werden

Der von Pfizer und Biontech entwickelte Corona-Impfstoff soll nach Worten des amtierenden Präsidenten Donald Trump in den USA „sehr, sehr schnell“ zugelassen werden. Die jüngst von den Herstellern berichtete Wirksamkeit des Impfstoffs „übertrifft bei Weitem alle Erwartungen“, sagte Trump am Freitag im Rosengarten des Weißen Hauses. Die US-Regierung habe sich vertraglich bereits die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen gesichert und habe die Option, schnell Millionen weitere Dosen zu bekommen, sagte Trump.

Das deutsche Biotech-Unternehmen und der US-Pharmakonzern wollen dem Vernehmen nach noch im Lauf des Monats bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den Impfstoff beantragen. Biontech und Pfizer hatten jüngst mitgeteilt, dass ihr Impfstoff nach ersten Erkenntnissen einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor einer Coronavirus-Infektion biete. Sie wollen in diesem Jahr 50 Millionen und 2021 rund 1,3 Milliarden Impfdosen zur Verfügung stellen - weltweit. Jede Person muss mit dem Impfstoff, der auch besonders gekühlt werden muss, zwei Mal geimpft werden.

Die Kriterien für eine Notfallzulassung der FDA sind nicht sehr anspruchsvoll. Grob gesagt muss dafür nachgewiesen werden, dass ein Medikament oder eine Impfung mehr hilft als schadet. Für eine volle Zulassung der FDA hingegen gelten deutlich höhere Hürden - dies dürfte daher noch deutlich länger dauern. Ein Regierungsvertreter, Moncef Slaoui, sagte am Freitag, falls eine Notfallzulassung erteilt werde, könnten erste Impfungen noch im Dezember beginnen.

22.28 Uhr: Biden fordert Sofortmaßnahmen der US-Regierung gegen Corona

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat dringende Sofortmaßnahmen der Regierung gegen die beschleunigte Ausbreitung der Corona-Pandemie gefordert. Nach einem Treffen mit seinem Corona- Expertenrat erklärte Biden am Freitag in einer schriftlichen Mitteilung, die von den Medizinern präsentierten Fakten seien alarmierend.

Die Krise erfordere eine sofortige, entschiedene Antwort der Regierung in Washington, sagte Biden. Leider gebe es diese bisher nicht. „Ich bin der gewählte Präsident, aber Präsident werde ich erst im nächsten Jahr sein“, führte Biden mit Blick auf den Amtsantritt am 20. Januar aus. „Die Krise respektierte keine Termine im Kalender, sie beschleunigt sich jetzt.“

Im ganzen Land zeigten Infektionen, Einweisungen in Krankenhäuser und Todesfälle eine steigende Tendenz, erklärte Biden. „Unsere Ärzte, Pflegekräfte und anderen Mitarbeiter im Gesundheitswesen stehen unter enormen und wachsendem Druck.“ Bis ein wirksamer Impfstoff gegen Covid-19 allgemein zur Verfügung stehe, werde es noch viele Monate dauern. „Dringendes Handel ist heute geboten, jetzt, von der gegenwärtigen Rewgierung - angefangen mit einem Eingeständnis, wie ernst die gegenwärtige Lage ist.“

21.36 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag gegen Auflagen für Maskengegner-Demo ab

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat einen Eilantrag gegen die Auflagen für eine geplante Demonstration von Corona-Maskengegnern in der Stadt abgelehnt. Der Antrag sei unzulässig, teilte das Gericht am Freitagabend mit. Die für Samstag auf dem Dultplatz in Regensburg geplante Demo der Initiative „Querdenken“ soll unter dem Motto „Demonstration für Selbstbestimmung und Maskenbefreiung“ stehen. Die Antragsteller hätten es versäumt, zuerst eine Klage einzureichen, ohne die ein Eilantrag nicht zulässig sei, so die Begründung der Richter. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden.

An zahlreichen Städten in Deutschland wollen am Wochenende erneut Anhänger der „Querdenken“-Bewegung gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gehen. In Regensburg ist eine Kundgebung mit bis zu 1000 Menschen angekündigt. Die Veranstalter hatten 2000 Teilnehmer angemeldet, die Behörden beschränkten die Zahl aber auf 1000 Menschen. Zudem müssen die Teilnehmer Maske tragen und einen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten. - Am vergangenen Samstag war eine „Querdenken“-Kundgebung von mehr als 20.000 Gegnern der Corona-Maßnahmen in Leipzig aus dem Ruder gelaufen.

20.42 Uhr: Trotz Corona-Rekord - Hoffnung auf Besserung der Lage in Italien

Am vergangenen Samstag hatte Italien knapp 40.000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. Diese Marke hat das Land am Freitag überschritten. Dennoch gibt es Hoffnung auf eine Trendwende in der Pandemie.

Trotz eines erneuten Höchststandes der Corona- Neuinfektionen in Italien scheinen sich die Maßnahmen der Regierung gegen die Pandemie bemerkbar zu machen. Nach Darstellung des Gesundheitsministeriums war der Reproduktionswert von 1,7 auf 1,4 gesunken, teilte der Experte der Behörde, Giovanni Rezza, am Freitagabend mit. Der R-Wert zeigt an, wie viele Menschen eine mit dem Virus infizierte Person im Schnitt ansteckt.

Es sei nur ein erstes Signal für einen Rückgang der Übertragungen, erklärte Rezza weiter. Dieser könne auf das zurückgeführt werden, was bisher unternommen wurde. Besorgniserregend sei jedoch der Anstieg der Zahlen der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern und auf Intensivstationen. „Das rechtfertigt weitere restriktive Maßnahmen“, erläuterte Rezza.

Unterdessen verzeichnete Italien am Freitag einen neuen Höchstwert von knapp 41.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. In dieser Zeit starben 550 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Insgesamt wurden in Italien damit etwas mehr 1,1 Millionen Fälle nachgewiesen. Mehr als 44.000 Menschen starben bereits mit dem Coronavirus. Aktuell liegen etwa 3200 Corona-Patienten den Angaben zufolge auf der Intensivstation.

19.04 Uhr: Mehr als 2900 Neuinfektionen im Südwesten

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter gestiegen. Am Freitag (Stand 16 Uhr) meldete das Landesgesundheitsamt 2905 Fälle mehr als am Vortag. Am Donnerstag hatte der Anstieg 2984 Infektionen betragen. Insgesamt ist Sars-CoV-2 den Angaben zufolge damit inzwischen bei 113 535 Menschen im Südwesten nachgewiesen worden.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 17 auf 2241. Die Zahl der Genesenen schätzte das LGA am Freitag auf 70 309 (plus 1436). Der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,8 und ist damit wieder etwas höher als am Vortag (134,3).

18.30 Uhr: Spanien-Einreise ohne PCR-Test kann bis zu 6000 Euro kosten

Wer ab dem 23. November aus Deutschland oder einem anderen Risikogebiet in Spanien einreist und keinen negativen PCR-Test vorlegen kann, riskiert eine schmerzhafte Geldstrafe. Verstöße könnten mit bis zu 6000 Euro geahndet werden, warnte am Freitag die spanische Außenministerin Arancha González Laya im Interview des Fernsehsenders „Antena 3“. Man empfehle deshalb den Airlines, dass schon vor Abflug geprüft werde, ob die Passagieren diese Auflage erfüllen. Wer in Spanien ohne PCR-Test eintreffe, müsse diesen neben der Geldstrafe nachholen. Die Vorschrift gilt für alle Besucher, die über einen Flughafen oder Hafen einreisen.

Gemäß der am Mittwoch erlassenen Verordnung der linken Regierung darf der Test bei Einreise nicht älter als 72 Stunden sein. Das Ergebnis des Corona-Tests muss auf Spanisch oder Englisch verfasst sein und kann sowohl in Papierform als auch digital vorgelegt werden. Zudem muss es in dem Formular angegeben werden, das Spanien-Besucher schon seit einiger Zeit vor der Einreise ausfüllen müssen.

17.50 Uhr: Schweizer Arzneimittelbehörde testet Corona-Impfstoff von US-Hersteller Moderna

Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic hat mit der Prüfung des Corona-Impfstoffs des US-Medikamentenherstellers Moderna begonnen. Der experimentelle Impfstoff werde in einem „rollenden Zulassungsverfahren“ überprüft, das es ermögliche, Daten auszuwerten, bevor die endgültigen Ergebnisse der klinischen Studien zur Zulassung vorliegen, teilte die Behörde am Freitag mit. Auf diese Weise könne ein erster Eindruck vom „Risiko-Nutzen-Profil“ des untersuchten Impfstoffs gewonnen werden. So sei eine schnelle, aber gleichzeitig gründliche Prüfung von Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des Impfstoffs möglich.

In der Schweiz laufen bereits Zulassungsverfahren für den Impfstoffkandidaten des Pharmakonzerns AstraZeneca sowie den vom Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer entwickelten Impfstoff. Bereits im August hatte die Schweiz mit Moderna einen Vertrag über den Kauf von 4,5 Millionen Impfdosen unterzeichnet. Obwohl die pharmazeutische Industrie in der Schweiz stark vertreten ist, sind Schweizer Pharmakonzerne nicht in das weltweite Rennen um den Corona-Impfstoff eingestiegen.

16.45 Uhr: Landratsamt Waldshut meldet sieben positiv getestete Personen im Matthias-Claudius Haus

Bisher waren die Pflegeheime in Waldshut-Tiengen von Corona verschont. Nun meldet das Landratsamt Waldshut, dass sieben Personen des Matthias-Claudius-Hauses in Waldshut, sechs Bewohner und ein Mitarbeiter, positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Schon nach einem zuvor im Haus durchgeführten Antigen-Schnelltest bestand der Verdacht, dass sich die Betroffenen infiziert haben könnten.

16.22 Uhr: Kretschmann will Corona-App nachschärfen

Die Corona-Warn-App hat nach Ansicht des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann noch immer Mängel und sollte deshalb nachgebessert werden. „Nach der ersten Auswertung können wir festhalten: Die App ist eine gute Ausgangsbasis, aber sie schöpft ihr Potenzial nach meinem Eindruck bislang bei weitem nicht aus, vor allem bei der Kontaktnachverfolgung“, sagte der Grünen-Politiker. Bei der Videokonferenz der Länder-Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Montag will Kretschmann deshalb einige Vorschläge dazu machen.

So könnten Testlabors schon bei der Probenentnahme die Einwilligung einholen, dass positive Testergebnisse tatsächlich in die App eingespeist werden. Kretschmann sagte: „Mit einer automatisierten Weitergabe positiver Testergebnisse auf Basis einer Einwilligung bereits bei der Probenentnahme könnte zum Beispiel zeitnah eine sehr effektive und extrem wichtige Verbesserung bei der Wirksamkeit der App realisiert werden.“

15.36 Uhr: Regierung will Nebenwirkungen einer Corona-Impfung mit App erfassen

Die Bundesregierung plant, Nebenwirkungen eines möglichen Impfstoffs gegen Covid-19 mithilfe einer App zu erfassen. Die App werde Teil der vom Bundesgesundheitsministerium veröffentlichten Nationalen Impfstrategie sein, erklärte eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen und bestätigte damit einen Bericht des „Tagesspiegel“. Weitere Angaben könne sie derzeit nicht machen. Das PEI ist als Bundesbehörde unter anderem für die Zulassung von Impfstoffen und deren Sicherheit zuständig.

Nach Informationen des „Tagesspiegels“ handelt es sich dabei um eine Anwendung, in deren Rahmen bereits geimpfte Personen in Echtzeit mögliche Symptome an die zuständigen Behörden übermitteln können. „Die Anwendung soll uns dabei helfen, mögliche Probleme in einer Langzeitanalyse zentral zu erfassen und auszuwerten“, sagte Reinhold Schmidt, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des PEI, der Zeitung.

13.45 Uhr: RKI weist ganz Schweden und britische Kanalinsel Jersey als Risikogebiete aus

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Liste der Corona-Risikogebiete erneut erweitert. Unter anderem werden seit Freitag ganz Schweden und Kanada als Risikogebiete ausgewiesen. Dies trifft auch auf die britische Kanalinsel Jersey sowie weitere Regionen in Estland, Griechenland, Lettland und Norwegen zu. Für Frankreich gilt nun auch das Überseegebiet Französisch-Polynesien als weiteres Risikogebiet. Dagegen wurde die Region Österbotten in Finnland von der Liste gestrichen. Die Einstufungen als Risikogebiete sind ab Sonntag um Mitternacht wirksam.

Für Länder oder Regionen, die als Risikogebiet eingestuft wurden, gibt das Auswärtige Amt eine Reisewarnung heraus. Entscheidend für die Einstufung als Risikogebiet ist, dass die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Für Menschen, die aus den aufgelisteten Gebieten nach Deutschland einreisen, gilt eine Quarantänepflicht von zehn Tagen. Sie kann verkürzt werden, wenn frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise" ein negativer Coronatest vorgelegt wird.

13.08 Uhr: Bundesregierung will Einschränkungen wegen Corona nicht lockern

Nach der Halbzeit des Teil-Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland will die Bundesregierung an den Einschränkungen absehbar festhalten. „Für die Bundesregierung kann ich sagen, dass bei diesem Stand der Dinge für Montag jedenfalls keine Lockerungen von Einschränkungen zu erwarten sind“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. „Die kann es noch nicht geben.“ An diesem Montag beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über die seit Anfang vergangener Woche geltenden Einschränkungen. Bereits bislang war geplant, dass diese den ganzen November über aufrecht erhalten bleiben. Mit den Worten Seiberts bleibt nun zunächst weiter unklar, ob weitere Maßnahmen für nötig gehalten werden und wie es danach weitergeht.

Seibert wies darauf hin, dass sich weiter immer mehr Menschen mit dem Virus anstecken. „Der Anstieg der Zahlen hat sich abgeflacht, aber sie steigen eben immer noch an.“ Er sagte, es müsse abgewartet werden, wie die Maßnahmen wirken. „Jeder Tag zählt.“ Es sei zu früh für ein abschließendes Urteil. Mit Lockerungen würde das Land steigende Infektionszahlen riskieren, sagte Seibert. Das Ziel sei die Annäherung an eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50. Diese Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche liegt seit Tagen deutlich über 130. Erst bei der Größenordnung um die 50 sei es aber wieder möglich, dass die Gesundheitsämter einzelne Kontakte von Infizierten nachvollziehen könnten, sagte Seibert. Er rief einen Satz von Merkel in Erinnerung: „Es soll kein Weihnachten in Einsamkeit werden.“ Um das zu erreichen, komme es aber auf die Verantwortung jedes Einzelnen an.

11.40 Uhr: Warum nicht alle Gesundheitsämter in der Region auf Bundeswehr-Hilfe setzen

Die Gesundheitsämter werden seit Monaten aufgestockt. Viele Landkreise kommen mit der Kontaktpersonennachverfolgung trotzdem nicht mehr hinterher. In diesen Fällen schreitet die Bundeswehr ein, leistet Amtshilfe – wie in Lörrach. Das Modell funktioniert – doch in der Region verzichten viele Kreise darauf. Die Landkreise Sigmaringen und Konstanz und der Bodenseekreis wollen derzeit keine Unterstützung bei der Bundeswehr beantragen. Warum? Wir haben nachgefragt.

10.29 Uhr: Charité-Professor rechnet mit Wirksamkeit des Teil-Lockdowns

Der seit fast zwei Wochen geltende Teil-Lockdown in Deutschland dürfte nach Einschätzung eines Charité-Professors Wirkung zeigen. Er rechne damit, dass sich eine gewisse Stabilisierung bei den Fallzahlen in den nächsten Wochen einstelle, sagte Leif-Erik Sander von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Er selbst schaue nicht täglich auf die Statistik der Neuinfektionen - er sehe ja, was auf der Station los sei.

Der Wissenschaftler zeigte sich mit Blick auf den möglichen Impfstoff der Firmen Biontech und Pfizer zuversichtlich: Zwar sei es eine komplett neue Technologie - wenn er sich die Biologie dahinter anschaue, sei er aber „relativ guter Dinge, dass das ein sehr, sehr sicherer Impfstoff ist“. Er wünsche sich, dass sich in den besonders gefährdeten Gruppen die Impfbereitschaft noch erhöhe.

9.50 Uhr: Keine weiteren positiven Corona-Fälle bei der TSG Hoffenheim

Beim Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim gibt es vorerst keine weiteren positiven Corona-Fälle. Bei einem Test am Donnerstag seien alle Ergebnisse negativ ausgefallen, teilte der Verein am Freitag mit. Nachdem sich zuvor sechs Spieler und zwei Betreuer der TSG mit Sars-CoV-2 infiziert hatten, befindet sich die gesamte Mannschaft derzeit in Quarantäne.

8.54 Uhr: Für Debatte über Zukunft der Corona-Maßnahmen ist es laut Spahn zu früh

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will noch keine Prognose dazu abgeben, ob die für November verhängten härteren Corona-Auflagen im Dezember tatsächlich gelockert werden können. „Eigentlich ist es zu früh, das jetzt schon zu bewerten“, sagte er am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Das Coronavirus habe eine „lange Bremsspur“, so dass sich neue Maßnahmen immer erst „sehr zeitverzögert“ niederschlügen.

Ob der derzeitige Teil-Lockdown einen Unterschied mache, werde sich erst „in den nächsten Tagen“ zeigen, sagte Spahn. Die Steigerung der Corona-Neuinfektionen sei zwar „stark zurückgegangen“. Allerdings stiegen die Infektionszahlen weiterhin - „aber wir müssen runter. Da sind wir eben noch nicht“, mahnte Spahn.

7.14 Uhr: 23.542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23.399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 12. November:

22.18 Uhr: Bayern verbietet ab Freitag wegen Corona-Krise Indoor-Sport

Wegen der Corona-Krise müssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben. Einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. „Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstagabend der Deutschen Presse-Agentur in München.

22.04 Uhr: Bislang 34 Millionen Euro Corona-Hilfe für den Spitzensport

Das Bundesinnenministerium hat bislang 34 Millionen Euro als Corona-Hilfe an den deutschen Profisport ausgeschüttet. „Wir wissen, dass die finanzielle Situation im Spitzensport durch die Absage von Wettkämpfen und Ligaspielen sehr schwierig ist“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) am Donnerstag nach seiner Teilnahme an der Sportministerkonferenz der Länder in Bremen. Aus dem Sport sind einer BMI-Mitteilung zufolge bislang Anträge „in Höhe von etwas mehr als 68 Millionen Euro“ gestellt worden. Die Bearbeitung läuft.

„Mit Blick auf die Entwicklung der Corona-Pandemie betonte Mayer, das BMI setze sich in den Haushaltsverhandlungen für eine Verlängerung des Programms in 2021 nachhaltig ein“, hieß es weiter. Das BMI hatte Anfang November die Antragsfrist von Corona-Finanzhilfen bis zum 22. November verlängert. Ursprünglich wäre sie am 11. November abgelaufen. Das Anfang Juli vom Bundestag verabschiedete Hilfspaket hat ein Gesamtvolumen von 200 Millionen Euro.

20.19 Uhr: 21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19.990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 727.553 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 12.11., 00.00 Uhr). Davon gelten 247.800 Menschen als aktuell infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 215 auf insgesamt 11.982. Am Mittwoch hatte diese Steigerung 261 Fälle betragen. Das RKI schätzt, dass rund 467.800 der registrierten Infizierten inzwischen genesen sind.

19.35 Uhr: Fast 3000 neue Corona-Fälle in Baden-Württemberg

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg steigt weiter. Am Donnerstag (Stand 16 Uhr) meldete das Landesgesundheitsamt 2984 Fälle mehr als am Vortag. Am Mittwoch hatte der Anstieg 2944 Infektionen betragen. Insgesamt ist Sars-CoV-2 den Angaben zufolge damit inzwischen bei 110 630 Menschen im Südwesten nachgewiesen worden. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 36 auf 2224. Auch diese Zahl lag am Vortag mit 22 Toten deutlich darunter. Die Zahl der Genesenen werde auf 68 873 (plus 1562) geschätzt.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,3 und ist damit nur unwesentlich niedriger als am Vortag (134,4). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. 357 Covid-19-Patienten sind laut Lagebericht in intensivmedizinischer Behandlung, mehr als jeder Zweite (207) von ihnen wird invasiv beatmet - etwa über einen Schlauch. 2349 von 3046 Intensivbetten seien belegt, was einer Auslastung von 76 Prozent entspricht.

18.50 Uhr: Notfalls müssen Corona-Infizierte laut Spahn in Klinik weiterarbeiten

In der grassierenden Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. „Wenn (...) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste“, sagte Spahn. Dann könne es nötig sein, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten.

17.10 Uhr: Erste Lufthansa-Flieger nur mit negativ auf Corona getesteten Insassen gestartet

Die Lufthansa fliegt auf der Verbindung zwischen München und Hamburg ab sofort zweimal täglich nur mit Insassen, die vor dem Abflug negativ auf das Coronavirus getestet wurden. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, startete am Donnerstagmorgen nach Antigen-Schnelltests bei Passagieren sowie Crewmitgliedern der erste Flug des Pilotprojekts am Münchner Flughafen.

Demnach waren, ebenso wie beim Rückflug aus Hamburg, alle Testergebnisse negativ. „Nach erfolgtem Test bekamen die Kunden innerhalb von kurzer Zeit ihr Testergebnis per Push-Nachricht und E-Mail“, teilte der Konzern mit. Ein negatives Ergebnis ist demnach Voraussetzung für die Freischaltung der Bordkarte. In dem Projekt will die Lufthansa Erfahrung mit den verbindlichen Schnelltests im Flugverkehr sammeln und dann entscheiden, ob die Corona-Testpflicht auch bei anderen Verbindungen eingeführt wird.

17 Uhr: Keine bundesweite Tennis-Erlaubnis? Verband wendet sich an Politik

Mit einem Schreiben an zuständige Minister und Senatoren hat der Deutsche Tennis Bund (DTB) seine Forderung einer bundesweiten Erlaubnis für den Tennissport in Corona-Zeiten unterstrichen. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum es in Bezug auf den Tennissport keine Regelungen gibt, die für ganz Deutschland gelten“, sagte DTB-Präsident Ulrich Klaus in einer Verbandsmitteilung.

„Die Beschlussvorlage der Bundesregierung lässt ausdrücklich Individualsport - zu dem Tennis zweifelsohne gehört - in der Halle zu. Vielmehr bietet sich das Spiel durch den großen Abstand zwischen den Akteuren in diesen Zeiten als sichere Sportart an.“

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16.34 Uhr: Kultusministerium betont: Ordnen keine längeren Weihnachtsferien an

Die Weihnachtsferien in Baden-Württemberg werden trotz der Corona-Pandemie nicht früher beginnen - zumindest nicht offiziell und landesweit. Das hat das Kultusministerium nun betont. „Wir werden in Baden-Württemberg keine längeren Weihnachtsferien anordnen“, teilte das Haus mit. „Eine solche Maßnahme von oben verordnet könnte organisatorische Fragen auslösen und zahlreiche Eltern vor Betreuungsprobleme stellen.“

Allerdings sei es einzelnen Schulen im Land natürlich erlaubt, die Weihnachtsferien dieses Jahr durch bewegliche Ferientage zu verlängern. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte dies zuvor bereits als „ein kluges Vorgehen, für das vieles spricht“ bezeichnet.

16 Uhr: Lehrer und Erzieher haben kein erhöhtes Corona-Risiko

Lehrer und Erzieher haben nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums kein erhöhtes Risiko, sich mit Covid-19 zu infizieren. Eine Auswertung des Landesgesundheitsamtes habe ergeben, dass ihr Risiko dem der vergleichbaren Altersgruppe in der Gesamtbevölkerung entspreche, bestätigte ein Sprecher einen Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag). Dort liege die Anzahl der neu auftretenden Erkrankungen bei den 20- bis 65-Jährigen seit Öffnung der Schulen und Kitas bei etwa 400 Fällen pro 100 000 Einwohnern.

„Gleichwohl hat Minister Manfred Lucha der Kultusministerin angeboten, regelmäßig FFP2-Masken aus dem Lagerbestand des Landes auf Wunsch für Lehrerinnen und Lehrer im Unterricht zur Verfügung zu stellen“, zitierte das Blatt einen Sprecher des Ministeriums. Außerdem sei der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 19 Jahren an allen gemeldeten Corona-Infektionen in den vergangenen vier Wochen von 16 auf 13 Prozent gesunken.

15.21 Uhr: Scholz kündigt Aufstockung der Novemberhilfen an

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat eine Aufstockung der Novemberhilfen angekündigt. Es würden sicherlich mehr als die 10 Milliarden Euro, die bisher diskutiert worden seien, sagte Scholz am Donnerstag in Berlin. Es könnten ein paar Milliarden Euro mehr sein. Dies hänge aber davon ab, in welchem Umfang die Hilfen in Anspruch genommen werden. Scholz bestätigte, dass es zunächst Abschlagszahlungen geben solle, damit erste Gelder schnell fließen könnten. Das Geld kommt früheren Angaben der Regierung zufolge aus einem bestehenden Topf für Überbrückungshilfen, der bisher bei weitem nicht ausgeschöpft ist.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen Soloselbständige eine Abschlagszahlung von bis zu 5000 Euro erhalten, Unternehmen von bis zu 10 000 Euro. Die Bundesregierung hatte Zuschüsse etwa für Gastronomiebetriebe sowie Solo-Selbstständige wie Künstler zugesagt, die von behördlich angeordneten Schließungen im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind. Es sollen Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019 gewährt werden.

13.51 Uhr: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof kippt vollständige Schließung von Fitnessstudios

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die vollständige Schließung von Fitnessstudios im Zuge des teilweisen Lockdowns gekippt. Die vollständige Schließung verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, entschied das Gericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt.

13.35 Uhr: Mehr Corona-Patienten auf der Intensivstation

Die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Corona-Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin meldete am Donnerstag, dass 3186 Covid-Patienten auf Intensivstationen liegen (Stand 12. November, 12.15 Uhr). Das ist ein Höchststand seit Beginn der Pandemie. Am Vortag waren es noch 59 weniger. Etwas mehr als die Hälfte der Intensiv-Patienten muss demnach invasiv beatmet werden, rund 6600 Betten sind frei.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) melden derzeit immer mehr Kliniken Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin. Durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten. Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze, sagte Wieler.

11.59 Uhr: Strobl nennt Corona-Leugner „asozial“

Baden-Württembergs Innenminister und CDU-Bundesvize Thomas Strobl hat die AfD und Leugner des Corona-Virus heftig kritisiert. Über 1,2 Millionen Menschen seien bislang weltweit an Corona verstorben, sagte Strobl am Donnerstag im baden-württembergischen Landtag. Die AfD verspotte und verhöhne diese Menschen. Zudem trügen AfD-Politiker zur Verbreitung der Krankheit bei, indem sie im Landtag und im Bundestag provokativ ohne Maske herumspazierten.

„Was ich auch schlimm finde: Wenn man in Leipzig mitanschauen muss, wie 20 000 Menschen ohne Anstand, ohne Masken so tun, als ob es Corona gar nicht gäbe - das ist schlicht unsolidarisch, verantwortungslos und asozial“, sagte Strobl mit Blick auf eine Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen am vergangenen Wochenende in Leipzig.

10.30 Uhr: Robert-Koch-Institut sieht Infektionsgeschehen „vorsichtig optimistisch“

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, ist nach eigenen Worten „vorsichtig optimistisch“ hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Corona-Infektionslage in Deutschland. „Die Kurve flacht sich ab“, sagte Wieler in Berlin. Es sei aber noch nicht klar, ob dies eine stabile Entwicklung sei. Die Fallzahlen seien zuletzt weniger stark gestiegen. Dies zeige, dass Deutschland dem Virus nicht hilflos ausgeliefert sei. „Wir sind nicht machtlos.“

Insgesamt bewertete Wieler die aktuelle Lage allerdings als „weiter sehr ernst“. Das Infektionsgeschehen nehme immer noch praktisch in ganz Deutschland zu, die Fallzahlen seien weiter sehr hoch. Auch die Zahl der schweren Verläufe und der Intensivpatienten werde weiter steigen, ebenso die Zahl der Todesfälle. Es müsse auch damit gerechnet werden, dass Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen stießen.

10 Uhr: Forscher befürchtet langfristige Schäden für Wirtschaft durch Corona-Pandemie

Das Münchner Ifo-Institut hat vor bleibenden Schäden für die Wirtschaft durch die Corona-Krise gewarnt. Das Problem sei die Zurückhaltung bei den Investitionen, erklärte am Donnerstag der stellvertretende Leiter der Ifo-Niederlassung Dresden, Joachim Ragnitz. "Die realen Ausrüstungsinvestitionen haben sich schon im Jahre 2019 äußerst schwach entwickelt. Den Konjunkturprognosen zufolge werden sie noch bis zum Jahr 2022 auf niedrigem Niveau verharren", schrieb Ragnitz.

Dies könne dazu führen, dass nicht genügend neue Arbeitsplätze entstehen. Die pandemiebedingten Umsatz- und Gewinnausfälle nehmen Unternehmen demnach den Spielraum, notwendige Investitionen in das Sachkapital zu finanzieren. Von den Banken gebe es in dieser Situation ebenfalls wenig Unterstützung. Deren Bereitschaft, Kredite zu gewähren, hänge davon ab, wie viel Eigenkapital der Kreditnehmer zur Verfügung hat.

8.54 Uhr: Laut Spahn keine Feiern mehr in diesem Winter

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht auch über die aktuellen Maßnahmen im November hinaus von coronabedingt harten Einschränkungen aus. „Wir müssen es miteinander schaffen, durch diesen Winter insgesamt zu kommen mit niedrigeren Zahlen auf einem niedrigeren Niveau“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im RBB-Inforadio mit Blick auf die Infektionszahlen.

Veranstaltungen mit mehr als 10 bis 15 Personen wie Weihnachtsfeiern oder andere Geselligkeiten sehe er „in diesem Winter nicht mehr“. Wenn die Infektionszahlen zurückgehen sollten, „heißt das nicht, ab Dezember oder Januar kann es wieder richtig überall losgehen mit Hochzeitsfeiern oder Weihnachtsfeiern als wäre nichts gewesen“. Die Lage verlange Geduld: „Dieses Virus hat sehr lange Bremsspuren.“

7.51 Uhr: Rund 3000 Schulen laut Berichten wegen Corona nicht mehr im Regelbetrieb

Rund 3000 Schulen in Deutschland unterrichten nach Medienberichten wegen Corona nicht mehr im Regelbetrieb. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen aus 14 Bundesländern. Es geht um Schulen, die nicht mehr vollständig Präsenzunterricht anbieten. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es rund 40.000 Schulen mit insgesamt 11 Millionen Schülern und rund 800.000 Lehrern.

Allein in Nordrhein-Westfalen befänden sich nach Angaben des dortigen Kultusministeriums Schülerinnen und Schüler an 552 Schulen auf Anordnung der Gesundheitsbehörden in Quarantäne und würden digital unterrichtet. In Bayern gebe es an 255 Schulen keinen regulären Präsenzunterricht mehr, in Baden-Württemberg an 273 Schulen.

In Niedersachsen seien an 347 Schulen einzelne Klassen oder Jahrgänge vorübergehend aus dem Präsenzunterricht genommen und ins Homeschooling geschickt worden. 221 Schulen in dem Bundesland unterrichten laut Funke im sogenannten Wechselmodell mit geteilten Klassen, bei dem ein Teil der Schüler zum Unterricht in die Schule kommt und ein Teil zu Hause lernt.

7.15 Uhr: 21.866 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21-866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19.990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 11. November:

22.27 Uhr: Bündnis fordert Studiengebührenerlass für internationale Studenten

Die Landesregierung soll nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die von der Corona-Epidemie besonders gebeutelten Studierenden aus Nicht-EU-Ländern entlasten. Diesen und Studierenden im Zweitstudium sollten die Studiengebühren erlassen werden, forderte die GEW gemeinsam mit dem Bundesverband ausländischer Studierender und der Landesstudierendenvertretung. In einem Schreiben appellieren sie an Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne), den Studienerfolg der jungen Menschen nicht zu gefährden. Den Studenten seien Jobs und damit Einnahmequellen weggebrochen.

Das Zweitstudium kostet 650 Euro pro Semester. Studierende von außerhalb der EU zahlen 1500 Euro im Semester. Ohne Nebenjob und ohne Aussicht auf schnelle und unbürokratische Unterstützung bedeute die Zahlungsverpflichtung für viele internationale Studierende wohl das Aus für ihr Studium, sagte GEW-Landeschefin Doro Moritz am Mittwoch in Stuttgart.

21.20 Uhr: Kultusministerin Eisenmann für früheren Start in die Weihnachtsferien

In Baden-Württemberg könnten die Schüler wegen der Corona-Pandemie früher in die Weihnachtsferien starten als geplant. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) rief die Schulen im Land auf, die Weihnachtsferien dieses Jahr durch bewegliche Ferientage um zwei Tage nach vorne zu verlängern. „Das ist sicher ein kluges Vorgehen, für das vieles spricht“, sagte Eisenmann der „Südwest Presse“ (Donnerstag).

Die Entscheidung müssten aber die Schulen vor Ort treffen, das Vorgehen müsse örtlich einheitlich geregelt werden. Schüler würden dann in der Praxis nicht erst am 22. Dezember (Dienstag) in die Weihnachtsferien entlassen, sondern schon am 18. Dezember (Freitag).

Eisenmann riet Familien davon ab, die gewonnene Zeit bis zum 9. Januar für einen Urlaub zu nutzen. „Ich bitte dringend darum, an Weihnachten nicht zu verreisen, sondern zu Hause zu bleiben“, sagte die Spitzenkandidatin der CDU für die Landtagswahl 2021. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte am Dienstag einen früheren Beginn der Winterschulferien in NRW um zwei Tage ins Spiel gebracht.

20.15 Uhr: Fast 2950 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Baden-Württemberg ist um 2944 auf 107 646 gestiegen. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 22 auf 2188, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) in Stuttgart mitteilte. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 67 311 Menschen, 1462 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,4 und ist der Mitteilung zufolge damit leicht gestiegen (Vortag: 132,2). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten war die sogenannte 7-Tage-Inzidenz mit 242,1 in der Stadt Pforzheim.

Die Zahl schwer Erkrankter in intensivmedizinischer Behandlung sank den Angaben nach von 352 auf 347. 203 davon würden invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet, hieß es. 2291 von 3036 Intensivbetten seien belegt, eine Auslastung von 75 Prozent.

18.58 Uhr: Corona-Impfzentren sollen mehrere tausend Menschen täglich versorgen

In den geplanten Corona-Impfzentren in Deutschland sollen voraussichtlich jeweils mehrere tausend Menschen pro Tag geimpft werden können. Je nach Größe könnten dies bis zu 4000 Menschen täglich sein, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Kreisen der Kassenärztlichen Vereinigungen. Das Wirtschaftsmagazins „Business Insider“ berichtete zuerst darüber. Eine erste Anlaufstelle für Menschen, die geimpft werden wollen, könnte der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 sein.

Folgender Ablauf ist nach diesen Informationen aus der Ärzteschaft geplant: Die Impfwilligen müssten am Telefon zunächst einige Fragen beantworten. Dann wird ihnen ein Termin genannt, falls sie zu den zuerst vorgesehenen Gruppen zählen. Denn Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, Ältere sowie Beschäftigte in zentralen Bereichen sollen zuerst mit dem anfangs wohl knappen Impfstoff geschützt werden. Für die Impfzentren ist diesen Plänen zufolge eine große Zahl an Ärzten nötig. Noch ist allerdings kein Impfstoff zugelassen. Experten rechnen mit der Zulassung um die Jahreswende.

18.01 Uhr: Minister können sich nicht einigen bei Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern

Ein Gespräch von Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) und Innenminister Thomas Strobl (CDU) zur Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern hat zu keinem Ergebnis geführt. „Der Ball liegt im Sozialministerium“, teilte Strobl nach dem Treffen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit. Aus Luchas Ministerium heißt es, man suche nach einer einvernehmlichen Lösung.

Aus Sicht des Innenministeriums bietet das Infektionsschutzgesetz die Möglichkeit zur Zwangseinweisung. Strobl sieht den Bedarf für ein geschlossenen Krankenhaus, um uneinsichtige Personen unterzubringen, „die viele Menschen vorsätzlich und grob rücksichtslos gefährden“. Er erntete für seinen Vorstoß viel Kritik. Lucha hatte hingegen von Einzelfällen gesprochen, für die keine zentrale Einrichtung aufgebaut werden müsse.

17 Uhr: Zulieferer ZF muss Werk wegen Coronainfektionen schließen

Deutschlands drittgrößter Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen muss erstmals ein Produktionswerk wegen Corona temporär schließen. Wie das Unternehmen nun mitteilte, gehe das Werk im nordrhein-westfälischen Eitdorf vorübergehend in eine Zwangspause. Rund 700 Mitarbeiter fertigen dort Stoßdämpfer.

16.04 Uhr: Neue Corona-Fälle bei 1899 Hoffenheim - gesamtes Bundesligateam in Quarantäne

Nach weiteren Corona-Fällen ist die gesamte Bundesliga-Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim mit sofortiger Wirkung in Quarantäne. Wie der Fußballverein am Mittwoch mitteilte, habe der turnusmäßige Test am Dienstagabend weitere positive Ergebnisse gebracht.

Schon am Dienstag mussten die Hoffenheimer zwei neue Corona-Fälle melden. Robert Skov (Dänemark) und Munas Dabbur (Israel) waren bei ihren Nationalteams positiv getestet worden und sind ebenso in Quarantäne wie Jacob Bruun Larsen und ein Mitglied des Betreuerteams, die schon vor dem vergangenen Wochenende isoliert werden mussten. Am Mittwochmorgen erhielten Sebastian Rudy, Ishak Belfodil und ein Mitglied des Trainerteams ihre positiven Befunde, hieß es in einer Mitteilung. Ein weiterer Test habe ein nicht eindeutiges Ergebnis gezeigt und müsse wiederholt werden.

15.24 Uhr: Bundesregierung sieht Corona-Welle noch nicht gebrochen

Fünf Tage vor neuen Beratungen von Bund und Ländern zu den Corona-Maßnahmen in Deutschland gibt die Bundesregierung keine Entwarnung. „Wir sehen jetzt eine positive Tendenz, aber ob das jetzt der Wellenbrecher war, wird sich noch zeigen müssen“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. Also haben die seit Anfang vergangener Woche geltenden Verbote etwa von Restaurantbesuchen und touristischen Übernachtungen aus Sicht der Regierung noch nicht zum erwünschten Rückgang der Infektionszahlen geführt.

An diesem Montag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder erneut über die Corona-Lage beraten. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, er hoffe, dass Deutschland um Weihnachten und den Jahreswechsel herum „in einer epidemiologisch besseren Situation“ sei. „Und das geht nur mit Disziplin.“ Der CSU-Politiker warnte, man dürfe nicht nachlassen mit der Begründung, der Anstieg der Infektionszahlen sei nicht mehr so dynamisch.

14.46 Uhr: Deutsche Wirtschaft bricht durch Corona nicht so stark ein wie befürchtet

Die deutsche Wirtschaft bricht nach neuen Berechnungen der sogenannten Wirtschaftsweisen in diesem Jahr nicht so stark ein wie zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr wegen der Corona-Krise um 5,1 Prozent sinken, heißt es im am Mittwoch vorgelegten Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Im Juni waren die Forscher noch von einem Rückgang um 6,5 Prozent ausgegangen. Für 2021 prognostizierten sie nun ein BIP-Wachstum um 3,7 Prozent.

13.56 Uhr: Kanton Aargau führt Antigen-Schnelltests für Patienten ein

Seit dem 3. November 2020 können Spitäler, Arztpraxen, Apotheken und zusätzliche, vom Kanton beauftragte Testcenter im Kanton Aargau Schnelltests auf das Coronavirus beziehen, um Patienten testen zu können. Darüber informiert der der Kanton Aargau in einer Mitteilung. Die Entscheidung, ob ein Schnelltest eingesetzt wird, liege allerdings bei den Anbietern. Damit entstehen zusätzliche Testkapazitäten, doch es gibt seitens der Behörden klare Vorgaben, wer mit einem Schnelltest getestet werden darf.

12.48 Uhr: Spahn offen für Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, zur Eindämmung der Corona-Pandemie die Maskenpflicht an Schulen auszuweiten. Man solle mit allen möglichen Maßnahmen dafür sorgen, Schulen und Kitas offenzuhalten, sagte er am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ der Fernsehsender RTL und ntv. Maskentragen im Unterricht sei nicht schön. „Die Alternative ist in vielen Regionen, Schulen schließen. Und ich bin sehr sicher, wenn die Wahl ist Maske tragen oder keine Schule, dann lieber Maske tragen.“

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich für eine Maskenpflicht im Unterricht auch in Grundschulen ausgesprochen. In mehreren Bundesländern gilt wegen der gestiegenen Infektionszahlen derzeit eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Grundschüler sind allerdings in der Regel davon ausgenommen.

11.30 Uhr: Merkel: Alle Spielräume für Besuche in Pflegeeinrichtungen ausschöpfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, die Besuchsmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen auch in der Corona-Pandemie so wenig wie möglich einzuschränken. "Es ist wichtig, alle Spielräume für Besuche und soziale Kontakte auszuschöpfen", sagte Merkel nun in einer Videobotschaft zur Eröffnung des Deutschen Pflegetags.

Gerade ältere Menschen litten unter Einsamkeit. Sie bräuchten neben Schutz vor allem Zuwendung, allen voran von ihren Angehörigen. Die Aufgabe der Pflege sei schon vor Corona "anspruchsvoll" gewesen, sagte Merkel. Doch unter den Bedingungen der Pandemie seien die Herausforderungen noch "ungleich schwieriger".

Der Schutz der Gesundheit von Pflegebedürftigen habe höchste Priorität, aber Schutz allein könne nicht die ganze Antwort sein, sagte die Kanzlerin mit Blick auf Besuchsmöglichkeiten in Pflegeeinrichtungen.

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11.10 Uhr: Karliczek: Eine Corona-Impfpflicht ist nicht vorgesehen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat angesichts der steigenden Hoffnung auf einen baldigen Corona-Impfstoff klargestellt, dass es keine Impfpflicht geben soll. Eine solche Pflicht sei nicht vorgesehen, sagte Karliczek der "Augsburger Allgemeinen".

Mit Blick auf mögliche Bedenken in der Bevölkerung hob sie hervor, dass die kontinuierliche Information und Aufklärung der Bevölkerung zur Wirksamkeit der Impfung und ihrer Risiken wichtig sei.

"Wenn positive Ergebnisse zur Sicherheit und Wirksamkeit von Impfstoffen vorliegen, sollten diese auch bekannt gemacht werden", sagte Karliczek. Dies solle den Menschen dabei helfen, "eine selbstbestimmte Impfentscheidung zu treffen".

10.30 Uhr: Jetzt bereits 81 Corona-Fälle nach zwei Gottesdiensten der Schwenninger Crystal-Forum Freikirche

Die Corona-Akte der Schwenninger Freikirche Crystal-Forum wird immer dicker. Waren viele schon erschrocken, als vergangene Woche der SÜDKURIER enthüllte, dass sich in der Einrichtung in der Folge von zwei Gottesdiensten laut Behörden 40 Personen mit dem Corona-Virus angesteckt haben, so erreichen die neusten Zahlen zu dem Fall eine noch größere Dimension. „Es sind mittlerweile 81 Infektionsfälle einschließlich der Folgefälle, die wir hier zuordnen müssen“, sagte Heike Frank, Sprecherin des Landratsamtes Schwarzwald-Baar, am Dienstag auf Anfrage des SÜDKURIER.

9.30 Uhr: Spahn sieht bei Corona-Zahlen „Anzeichen für Veränderung“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Anzeichen für eine positive Veränderung der Corona-Infektionslage in Deutschland. Die Dynamik des Infektionsgeschehens habe sich in den vergangenen Tagen „deutlich reduziert“, sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung „Frühstart“ der Fernsehsender RTL und ntv. „Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht.“ Noch sei es zu früh, von einer „Trendwende“ zu sprechen.

8.32 Uhr: Bereits mehr als 300.000 Schüler in Deutschland laut Bericht in Corona-Quarantäne

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Schülerinnen und Schüler in Deutschland ist laut einem Zeitungsbericht deutlich gestiegen. Wie die „Bild“-Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband berichtet, befinden sich derzeit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne. Ende September waren es demnach noch rund 50.000 gewesen. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000. Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger zu „Bild“: „Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown.“ Damit meinte er die schrittweise Schließung von immer mehr Schulen.

7.11 Uhr: 18.487 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17.214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 10. November:

22.29 Uhr: Land ordert fünf Millionen Corona-Schnelltests als Notreserve

Mit Blick auf steigende Corona-Zahlen und mögliche Lieferengpässe hat Baden-Württemberg fünf Millionen Schnelltests als Notreserve geordert. Diese Antigen-Tests könnten auch bei großen Ausbrüchen etwa in Pflegeheimen oder Krankenhäusern genutzt werden, teilte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart nach der Kabinettssitzung mit.

Antigen-Tests funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests: Sie suchen in Abstrichproben nur nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Das Ergebnis liegt normalerweise in bis zu 30 Minuten vor. Bei den sonst üblichen PCR-Tests wird das Erbgut der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorliegt. Die Tests mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) sind genauer als Schnelltests, aber auch aufwendiger etwa in puncto Zeit.

Die Antigen-Schnelltests seien gedacht für Personal und Bewohner beziehungsweise Patienten in pflegerischen und medizinischen Einrichtungen sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe, für das Personal von Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Praxen anderer medizinischer Heilberufe und für Besucher unter anderem von Krankenhäusern, hieß es. Auch könnten Kontaktpersonen im weiteren Sinn bei einem Corona-Fall in einer Schule, Kindertageseinrichtung oder Einrichtung der Kindertagespflege freiwillig die Schnelltests nutzen.

Ferner verlängert die Landesregierung das Angebot freiwilliger Untersuchungen mittels PCR oder Antigen-Test für Lehrer, Erzieher und andere Mitarbeiter in Schulen und Kitas. Sie können sich bis zum Ende der Weihnachtsferien zweimal kostenlos auf Sars-CoV-2 testen lassen. Zur Teststrategie in Baden-Württemberg zählen ansonsten Tests unter anderem für enge Kontaktpersonen von Infizierten, auch wenn sie selbst keine Symptome haben, oder für Leute, die über die Corona-Warn-App eine Warnmeldung „Erhöhtes Risiko“ erhalten haben.

Derzeit können die Labore im Südwesten den Angaben nach rund 156 000 PCR-Tests pro Woche durchführen. Bei dem aktuellen Testaufkommen seien die Kapazitäten aber zunehmend ausgeschöpft, hieß es. Wegen der weltweit hohen Nachfrage zeichne sich ein Engpass bei benötigten Chemikalien und Labormaterialien ab. Zudem fehle Fachpersonal.

21 Uhr: Mehr als 2400 Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg

Die Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg ist um 2414 auf 104 702 gestiegen. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 34 auf 2166, wie das Landesgesundheitsamt am Dienstag (Stand 16.00 Uhr) in Stuttgart mitteilte. Als genesen gelten den Angaben nach geschätzt 65 849 Menschen, 1334 mehr als einen Tag zuvor.

Der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 132,2 und ist der Mitteilung zufolge damit leicht gesunken (Vortag: 135,7). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten war die sogenannte 7-Tage-Inzidenz mit 234,6 in der Stadt Heilbronn.

Die Zahl schwer Erkrankter in intensivmedizinischer Behandlung stieg den Angaben nach von 343 auf 352. 195 davon würden invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet, hieß es. 2291 von 3036 Intensivbetten seien belegt, eine Auslastung von 75 Prozent.

19.20 Uhr: Südwest-Schulen erhalten 40 Millionen Euro für Pandemie-Ausgaben

Ob Luftfilter oder Laptops - für coronabedingte Investitionen sollen Schulen künftig eigene Budgets bekommen. Diese sollen von 40 Millionen Euro aus der Landeskasse gespeist werden, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) im Interview der Badischen Zeitung ankündigte. Alle 4500 Schulen erhielten einmalig einen Grundsockel plus einen weiteren Betrag je nach Schülerzahl. „Eine Schule mit 100 Schülerinnen und Schülern wird etwa 5000 Euro bekommen, eine mit 500 Schülerinnen und Schülern etwa 15 000 Euro“, erläuterte Eisenmann. Die Schulen könnten dafür Dinge kaufen, die ihnen im Kampf gegen die Pandemie wichtig seien.

Das Geld stehe als Teil des jüngst verabschiedeten Nachtragshaushalts zur Verfügung. „Wir werden mit dem Konzept zügig ins Kabinett gehen und wollen das in den nächsten Wochen umsetzen, damit das Geld rasch bei den Schulen ist“, so Eisenmann, die CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im kommenden Jahr ist.

18.30 Uhr: Sind Besuche trotz der Pandemie noch erlaubt? Diese Regeln gelten in Pflegeheimen in unserer Region

Der erste Corona-Lockdown im Frühjahr sorgte in Pflegeheimen für harte Einschränkungen. In vielen Einrichtungen gab es auch für enge Angehörige strenge Besuchsverbote. Welche Vorgaben gibt es jetzt? Wir geben einen Überblick über die Situation in den Pflegeheimen der Region.

18.09 Uhr: 22 Corona-Fälle in Singener Caritas-Wohnheim

Nun hat Corona auch eine Einrichtung des Caritasverbands Singen-Hegau erwischt. Im Haus St. Klara, in dem 41 Menschen mit Behinderung wohnen, sind nach aktuellem Stand 15 Bewohner und sieben Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden und somit in Quarantäne. Die sieben infizierten Mitarbeiter arbeiten alle im Bereich der Betreuung in den Wohngruppen.

17 Uhr: Was hat der Lockdown mit Familien gemacht?

Familien mit kleinen Kindern brauchen in der Corona-Krise zum Teil starke Nerven. Eine Psychologin vom Hochrhein gibt nun Einblicke in die Arbeit der Familien-Beratungsstelle im Frühjahr und in der jetzigen Situation. Angelika Eschbach erzählt darüber, wie sich diese Hilfe in Zeiten von Corona verändert hat und welche Themen für Familien nun im Corona-Alltag besonders wichtig sind.

15.32 Uhr: Bundeswehr unterstützt nun auch das Gesundheitsamt Waldshut

Die Bundeswehr unterstützt mit zehn Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade seit Dienstag das Gesundheitsamt Waldshut bei der Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten im Kreisgebiet. Das teilt das Landratsamt Waldshut mit. Die Soldaten sollen zunächst bis zum 4. Dezember beim Gesundheitsamt im Einsatz sein. Bei Bedarf sei eine Verlängerung dieses Einsatzes möglich.

13.11 Uhr: Minister sprechen über Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) will an diesem Mittwoch mit Innenminister Thomas Strobl (CDU) über dessen Forderung nach einer Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern sprechen. Die beiden wollten sich am Rande der Landtagssitzung austauschen, kündigte Lucha am Dienstag in Stuttgart an. Strobl hatte vorgeschlagen, Quarantäneverweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus einweisen zu lassen. Die Maßnahme solle dem Schutz der Mitmenschen dienen, die Verweigerer dürften nur auf richterlichen Beschluss untergebracht werden. Dafür war der baden-württembergische Innenminister viel kritisiert worden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte am Dienstag, die Menschen müssten sich an die Quarantänepflicht halten. Notfalls müsse diese zwangsweise durchgesetzt werden, die zwangsweise Unterbringung sei aber nur als Ultima Ratio möglich. Soweit ihm bekannt sei, gebe es nur ganz wenige Verstöße, sagte er. Fraglich sei auch, ob die Unterbringung in einer zentralen Einrichtung zielführend sei.

12.06 Uhr: EU und Biontech schließen Vertrag für Corona-Impfstoff

Den Menschen in Europa soll der vielversprechende Corona-Impfstoff der Pharmafirmen Biontech und Pfizer schnell nach einer Zulassung zur Verfügung stehen. „Die Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sind abgeschlossen“, bestätigten Kommissionskreise in Brüssel. „Der Vertrag ist in trockenen Tüchern.“ Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Deutschland möchte bis zu 100 Millionen Dosen erhalten. Damit sei die Bundesregierung in den Gesprächen in der EU angetreten, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit. Für eine Immunisierung sollen zwei Impfdosen pro Person nötig sein.

Nach Vertragsabschluss in der EU haben alle 27 Länder gleichzeitig Zugriff auf erste Lieferungen. Sie sollen nach Bevölkerungsstärke verteilt werden.

Spahn erwartet einen zügigen Zulassungsprozess. So würden nicht wie üblich erst alle Daten gesammelt und dann nach Ende der Zulassungsstudie bei den Behörden eingereicht. Diesmal laufe das in direktem Austausch. Sowohl eine Zulassung in der USA als auch eine in Europa würden sehr zügig geschehen. Spahn versicherte: „Die Anforderungen, die wir stellen (...), sind nicht irgendwie abgesenkt oder geändert.“

Spahn zeigte sich optimistisch zur weiteren Entwicklung der Pandemie. Es gebe eine „sehr hohe Wahrscheinlichkeit“, dass es im ersten Quartal 2021 einen ersten Impfstoff gebe.

11.10 Uhr: Karliczek für Maskenpflicht im Unterricht an allen Schulen

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hält eine Maskenpflicht im Unterricht an allen Schulen für sinnvoll - auch an Grundschulen. „Eine allgemeine Maskenpflicht im Unterricht halte ich in einer Phase hoher Infektionszahlen selbst an Grundschulen ebenfalls für zumutbar, auch wenn das Maskentragen über den Tag natürlich lästig ist“, sagte die CDU-Politikerin.

„Das Maskentragen ist aber für mich das effektivste Mittel, um Unterricht zu ermöglichen.“ In mehreren Bundesländern gilt wegen der gestiegenen Infektionszahlen derzeit eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen. Grundschüler sind allerdings in der Regel davon ausgenommen.

10.30 Uhr: AfD-Klage gegen Maskenpflicht im Bundestag in Karlsruhe eingereicht

Abgeordnete der AfD-Fraktion haben beim Bundesverfassungsgericht ihre angekündigte Organklage wegen der Maskenpflicht im Bundestag eingereicht. Die Klage sei bereits am 4. November eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher in Karlsruhe. Ein Eilantrag sei damit nicht verbunden. Der Zweite Senat wird die Klage, hinter der 19 Abgeordnete stehen, also nicht auf die Schnelle, sondern gleich umfassend prüfen. Zuvor hatte der „Tagesspiegel“ darüber berichtet.

Demnach klagen mehrere Fraktionsmitarbeiter parallel beim Berliner Verwaltungsgericht, dort auch im Eilverfahren. Die von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) angeordnete Maskenpflicht gilt seit dem 6. Oktober. Seitdem muss in allen Gebäuden des Bundestags, auch im Plenarsaal, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

9.52 Uhr: Über 500 Eilanträge gegen November-Lockdown vor deutschen Gerichten

Allein in der ersten Woche der verschärften Corona-Maßnahmen sind mehr als 500 Eilanträge gegen die Neuregelungen bei den deutschen Verwaltungsgerichten eingegangen. In Berlin zogen über 90 Kläger vor die Verwaltungsgerichte, mehr als in jedem anderen Bundesland, wie die Funke Mediengruppe am Dienstag berichtete.

Beschwerdeführer sind demnach hauptsächlich Unternehmen aus den vom Lockdown betroffenen Branchen wie etwa Gastronomie, Veranstaltungsbetriebe und Hotels. Der Geschäftsführer des Deutschen Richterbunds, Sven Rebehn, rechnet damit, dass die Anzahl der Klagen gegen die Maßnahmen weiter wächst.

8.26 Uhr: Corona-Lage in Italien spitzt sich zu

Wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage will Italien in einigen Landesteilen striktere Einschränkungen verhängen. Die Region Ligurien im Nordwesten und die Abruzzen in Mittelitalien sollen am Mittwoch zu sogenannten orangen Zonen erklärt werden, wie die dortigen Präsidenten auf Twitter schrieben. Auch die beliebte Urlaubsregion Toskana soll dem Bürgermeister von Florenz, Dario Nardella, zufolge in diese Kategorie fallen. Die Nachrichtenagentur Ansa nannte zudem die Basilikata und Umbrien als weitere Kandidaten.

Das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern ist in drei Corona-Zonen eingeteilt, wobei in den roten Zonen die striktesten Maßnahmen gelten. Orange ist die mittlere, gelb die niedrigste Stufe. In orangen Gebieten müssen Restaurants und Bars den ganzen Tag über geschlossen bleiben. Außerdem ist es verboten, sich zwischen verschiedenen Regionen und Kommunen zu bewegen. Ausnahmen gelten für die Fahrt zur Arbeit oder Reisen aus gesundheitlichen Gründen.

7.12 Uhr: In Deutschland sind mehr als 15.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet worden

In Deutschland sind mehr als 15.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 15.332 neue Ansteckungsfälle erfasst. Dies war deutlich weniger als der Rekordwert von 23.399 Fällen, den das Institut am vergangenen Samstag gezählt hatte.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 09. November:

20.30 Uhr: Mehr als zehn Millionen Corona-Infizierte in den USA

In den USA hat die Zahl der Corona-Infektionen die Schwelle von zehn Millionen überschritten. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Montag mitteilte, wurden seit Pandemiebeginn insgesamt 10.018.278 Infizierte und 237.742 Todesfälle registriert. Binnen zehn Tagen kamen demnach eine Million neue Ansteckungen hinzu. 

In den vergangenen vier Tagen wurden den Angaben zufolge täglich jeweils mehr als 100.000 Neuinfektionen gemeldet, der Höchststand wurde von Donnerstag auf Freitag mit 127.000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden verzeichnet. 

Die USA weisen in der Corona-Pandemie die mit Abstand höchsten Zahlen auf. Fast ein Fünftel aller weltweit registrierten Infektionsfälle entfällt auf das Land. Der künftige Präsident Joe Biden hat den Kampf gegen das Coronavirus zu seiner dringlichsten Aufgabe erklärt.

19.16 Uhr: 1540 Neuinfektionen im Südwesten

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 1540 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 102.288 gestiegen, wie die Behörde am Montag (Stand 16 Uhr) mitteilte. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 13 auf 2132. Als genesen gelten den Angaben zufolge 64.515 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 135,7, das ist wieder etwas weniger als am Sonntag. Da war der Wert mit 139 angegeben worden. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. 343 schwer Erkrankte befanden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 190 von ihnen wurden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet.

18.20 Uhr: 33 Coronafälle in Konstanzer Pflegeheim für Senioren mit Demenz

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Konstanzer Pflegeheim Don Bosco hat sich mittlerweile auf 33 erhöht. Noch ist die Lage mit dem vorhandenen Personal zu stemmen, aber das kann sich täglich ändern. Deshalb sucht das Haus der Caritas freiwillige Helfer – die sich für den Ernstfall bereit halten.

17.50 Uhr: Zwei Corona-Fälle an Schulen in Friedrichshafen - 13 Schüler und ein Lehrer in Quarantäne

Insgesamt 13 Schüler und ein Lehrer sind derzeit in Quarantäne, nachdem an zwei Häfler Schulen jeweils ein Corona-Fall bekannt geworden ist. Betroffen sind nach Angaben der Stadt Friedrichshafen die Gemeinschaftsschule Schreienesch sowie die Außenstelle Schnetzenhausen der Grundschule Friedrichshafen-Fischbach.

17.14 Uhr: Südwesten bereitet sich auf Impfstoff-Verteilung vor

Auch wenn der ersehnte Impfstoff gegen das Coronavirus noch nicht vorliegt, laufen die Vorbereitungen für seine Verteilung in Baden-Württemberg auf Hochtouren. „Wir bereiten jetzt unter Hochdruck die Infrastruktur für das Impfen im Land auf, um an dem Tag startklar zu sein, an dem ein Impfstoff genehmigt wird“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne).

Sobald der Corona-Impfstoff zur Verfügung stehe, werde der Bund den baden-württembergischen Anteil zunächst an ein zentrales Lager im Südwesten liefern. Von dort werde der Impfstoff flächendeckend an einzelne Impfzentren gegeben, die dann später in einem zweiten Schritt auf alle Stadt- und Landkreise ausgeweitet werden sollen. Geplant seien ein oder mehrere Zentren pro Regierungsbezirk. „Mittel- und langfristig soll die Impfung in den Arztpraxen stattfinden“, sagte Lucha. Zusätzlich seien mobile Teams geplant, die zum Beispiel Menschen in Altenheimen impfen.

16.22 Uhr: Landesschülerbeirat fordert Einhaltung der Hygieneregeln beim Sport

Der Landesschülerbeirat hat heftige Kritik an den Umständen des Sportunterrichts während der Corona-Pandemie geübt. „Dabei können nicht einmal die von der Landesregierung vorgegebenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, Masken zu tragen und Abstände einzuhalten, was die Mehrzahl der baden-württembergischen Schülerinnen und Schüler beunruhigt“, sagte der Vorsitzende der Organisation, David Jung. Hier könne ein erhöhtes Infektionsrisiko nicht ausgeschlossen werden.

Außerdem könnten viele Turnhallen nicht ausreichend belüftet werden. Ab Klasse 5 gilt an den baden-württembergischen Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht und auf den Gängen. Eine Sprecherin des Kultusministeriums sagte, es gebe im Sportunterricht keine Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

15.20 Uhr: Landesregierung warnt vor Meldung mit angeblich neuer Pandemiestufe

Die baden-württembergische Landesregierung warnt im Internet vor gefälschten Mails mit einer angeblich drohenden weiteren Pandemiestufe in der Corona-Krise. Die E-Mail mit Hinweis auf eine Stufe 3a sei frei erfunden, heißt es in einem Twitter-Beitrag von Montag. Die Landesregierung erklärt darin, Menschen immer über offizielle Kanäle und nicht über derartige Mails zu warnen. „Bitte verbreiten Sie die Mail nicht weiter und verlassen Sie sich ausschließlich auf verlässliche Quellen wie unsere Webseiten und seriöse Medien“, rät die Regierung.

Wegen steigender Infektionszahlen hatte die Landesregierung die dritte - und damit höchste - Pandemiestufe im Oktober ausgerufen. In der „kritischen Phase“ gab es verschärfte Regeln beim Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in Innenstädten und begrenzte Teilnehmerzahlen bei privaten Treffen. Einige Tage später beschlossen Bund und Länder einen Teil-Lockdown bis Ende November, bei dem Restaurants und Bars sowie Kultureinrichtungen und Fitnessstudios geschlossen bleiben müssen.

14.19 Uhr: Spahn begrüßt Empfehlungen zu Prioritätenfolge bei Impfungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Empfehlungen von Wissenschaftlern zur Organisation und Reihenfolge von Impfungen gegen das Coronavirus begrüßt. "Es ist wichtig, dass wir zuerst diejenigen schützen sollten, die das höchste Risiko haben", sagte Spahn am Montag in Berlin. Gleiches gelte für diejenigen im Gesundheitswesen und Pflege, "die sich um diese Risikogruppen kümmern" und für alle "die das öffentliche Leben am laufen halten".

Spahn äußerte sich zu den am Montagmorgen vorgestellten Empfehlungen des Deutschen Ethikrats, der Ständigen Impfkommission und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Diese seien eine "gute Grundlage" für die nun erforderlichen politischen Entscheidungen. Die Bundesregierung plant gegen das Coronavirus den Aufbau von 60 Impfzentren, die durch mobile Impfteams ergänzt werden sollen. Der Minister hob hervor, Entscheidungen über die Impf-Reihenfolge müssten dabei jeweils die Behörden vor Ort treffen. Als Ziel nannte Spahn eine Durchimpfung von mindestens 55 bis 65 Prozent der Bevölkerung, um so die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Eine Impfpflicht stehe aber nicht zur Diskussion. Grundsätzlich äußerte sich der Minister mit Blick auf die Verfügbarkeit eines Impfstoffs optimistisch: "Stand heute wird es wahrscheinlich so schnell wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte einen Impfstoff gegen ein neues Virus geben können."

13.32 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Kranken auf Intensivstation

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat in Deutschland den Höchstwert vom Frühjahr übertroffen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Montag, dass 3005 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Davon werden 1688 (56 Prozent) invasiv beatmet. Der bisherige Höchststand war laut DIVI am 18. April mit 2933 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht worden.

Tatsächlich sei die Lage in den Kliniken derzeit sogar schlimmer als im Frühjahr, hatte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Es gebe wesentlich mehr infizierte Patienten auf den anderen Stationen - von denen ein Teil noch auf den Intensivstationen landen werde. Einige Zentren seien bereits am Anschlag, es müssten vereinzelt bereits Covid-19-Patienten in andere Kliniken gebracht werden.

13.05 Uhr: Biontech meldet Erfolg - Corona-Impfstoff bietet mehr als 90 Prozent Corona-Schutz

Erstmals gibt es zu einem für Europa maßgeblichen Corona-Impfstoff Zwischenergebnisse aus der für eine Zulassung entscheidenden Studienphase. Das Mainzer Unternehmen Biontech und der Pharmakonzern Pfizer teilten am Montag mit, ihr Impfstoff biete einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor der Krankheit Covid-19. Schwere Nebenwirkungen seien nicht registriert worden. Biontech und der Pharmariese Pfizer wollten voraussichtlich ab der kommenden Woche die Zulassung bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragen.

Der Impfstoff BNT162b2 war von Biontech im Projekt „Lighspeed“ (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Januar entwickelt worden. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-3-Studie begann ab Ende Juli in verschiedenen Ländern. Inzwischen haben mehr als 43 500 Menschen mindestens eine der beiden Impfungen bekommen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht.

In der Studie wurden demnach bis Sonntag insgesamt 94 Fälle der Krankheit bestätigt. Die Ergebnisse werden den Angaben zufolge erst dann abschließend ausgewertet, wenn insgesamt 164 Fälle erreicht sind. Zudem werde geprüft, in welchem Maß die Impfung nicht nur vor Covid-19 schützt, sondern auch vor schweren Verläufen der Krankheit. Insgesamt sollen sowohl die Schutzwirkung als auch etwaige Nebenwirkungen über einen Zeitraum von zwei Jahren beobachtet werden.

11.59 Uhr: Corona-Impfung zuerst für Alte, Kranke und zentrale Mitarbeiter

Nach der Zulassung eines Corona-Impfstoffs sollen in Deutschland Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen zuerst gegen das Virus geimpft werden. Ebenso sollen Menschen in Schlüsselstellungen in der Gesellschaft und für die öffentlicher Ordnung zuerst geimpft werden, also Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher, wie die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, am Montag in Berlin mitteilte. Auch Menschen, die etwa in Heimen für Obdachlose oder Asylbewerber sehr beengt untergebracht seien, sollten dazuzählen. Noch seien genaue Feststellungen zur Priorisierung nicht getroffen, also nicht alle Gruppen genau identifiziert. Es fehlten dazu noch Daten.

11.01 Uhr: Vorgezogene Winterpause im regionalen Amateurfußball. Der Spielbetrieb wird bis zum Jahresende eingestellt

Der Südbadische Fußballverband hat beschlossen, den Spielbetrieb bis Ende des Jahres ruhen zu lassen. Ein Trainingsbetrieb soll im Dezember aber möglich sein – sofern es das Land Baden-Württemberg erlaubt. Lesen Sie die Meldung des Verbandes hier.

10 Uhr: Mehrwertsteuer-Senkung in Supermärkten „fast vollständig“ weitergegeben

Die Supermärkte in Deutschland haben die wegen der Corona-Krise gesenkte Mehrwertsteuer nach einer Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts fast vollständig an die Kunden weitergegeben. Die Preise sanken um durchschnittlich zwei Prozent, wie das Ifo am Montag mitteilte. Das Institut untersuchte demnach die Preise von 60.000 Produkten im Online-Shop der Einzelhandelskette Rewe.

7.15 Uhr: 13.363 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12.097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 8. November:

20.30 Uhr: Südtirol weitet Maßnahmen im Kampf gegen Corona-Krise aus

Die italienische Provinz Südtirol weitet im Kampf gegen die Pandemie die Anti-Corona-Maßnahmen aus. Landeshauptmann Arno Kompatscher kündigte am Sonntag an, dass künftig die Menschen unter anderem ihre Wohnorte nur aus triftigem Grund verlassen dürfen, zudem sollen alle Schulen geschlossen werden. Diese und weitere Regeln gelten derzeit nur für einen Teil der Südtiroler Gemeinden. Wann die Ausweitung in Kraft tritt, war zunächst nicht klar.

Kompatscher sagte der italienischen Nachrichtenagentur Ansa, dass es die sich verschlechternde Corona-Lage in Südtirol nötig mache, die Provinz zu einer sogenannten roten Zone zu erklären. „An diesem Punkt macht es keinen Sinn, zwei verschiedene (Beschränkungs-)Regime zu haben“, sagte Kompatscher.

Bisher sind vier Regionen als rote Zonen eingestuft: im Norden die wirtschaftsstarke Lombardei, das Piemont und das Aostatal sowie im Süden Kalabrien. Medien berichteten von Krankenhäusern, die zunehmend an die Belastungsgrenze kommen. In Neapel in Kampanien bildeten sich Schlangen von Autos und Krankenwagen vor den Notfallstationen, die keine Covid-19-Patienten mehr aufnehmen konnten.

18.45 Uhr: Rund 1700 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 1705 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 100.748 gestiegen, wie die Behörde am Sonntag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Am Samstag gab es 2447 Neuinfektionen. Allerdings sind die Werte an den Wochenenden häufig niedriger wegen einer verzögerten Registrierung bei den Behörden. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 9 auf 2119. Als genesen gelten den Angaben zufolge 63 612 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 139, noch einmal höher als an den Vortagen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. 323 schwer Erkrankte befanden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 175 von ihnen wurden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet.

16.55 Uhr: Strobl pocht auf Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hat seine umstrittene Forderung nach einer Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern verteidigt. Zwar sei die zwangsweise Unterbringung Ultima Ratio in der Sanktionskette, sagte Strobl. „Doch es gibt leider bußgeldunempfindliche Personen und das Strafrecht kommt in diesen Fällen zu spät.“ Deshalb dürfe man diese Möglichkeit des Infektionsschutzgesetzes nicht ins Leere laufen lassen.

„Wenn sich die Meinung verbreitet, es sei egal, ob man sich an die Quarantäne hält - werden sich immer weniger Menschen daran halten“, betonte Strobl weiter. „Das wäre fatal im Kampf gegen die Seuche.“

Strobl hatte zuvor in einem Brief an Lucha und Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Zwangseinweisung von Quarantäneverweigerern gefordert. Das Innenministerium sehe dafür den Bedarf für ein geschlossenen Krankenhaus. Die Ortspolizeibehörden sollten bereits nach dem ersten bekannten Quarantäne-Verstoß sofort das gerichtliche Verfahren zur „zwangsweisen Absonderung in einem geschlossenen Krankenhaus einleiten“, hieß es darin.

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15.30 Uhr: Dänemark bekämpft Corona-Mutation - Briten erlassen Einreiseverbot

In Dänemark sind nach dem Auftreten von Nerz-Corona-Varianten bereits 1,9 Millionen der etwa 15 Millionen Nerze in Zuchtanlagen getötet worden. Um die Ausbreitung der mutierten Erreger in der Bevölkerung einzudämmen, schlossen von Samstag an zudem in sieben norddänischen Kommunen mit insgesamt 280.000 Einwohnern alle Lokale.

Großbritannien reagierte auf den Nachweis mutierter, von Nerzen auf den Menschen übertragener Covid-19-Erreger mit Einreiseverboten. Sie gelten für alle Dänen, die keinen ständigen Wohnsitz im Vereinigten Königreich haben. Auch Einreisen von Ausländern über Dänemark sind seit Samstag untersagt.

In Dänemark wurden bei Nerzen aufgetretene Varianten des Coronavirus seit Juni bei mindestens 214 Menschen nachgewiesen. Der von den Dänen als besorgniserregend eingestufte Cluster-5-Virustyp wurde bisher bei zwölf Personen gefunden. Ob und wie viele weitere Menschen betroffen sind, sei derzeit noch unklar, sagte Tyra Grove Krause vom dänischen Gesundheitsinstitut SSI.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte mit, dass bisher aus sechs Ländern mit Sars-CoV-2 infizierte Nerze gemeldet wurden. Betroffen seien neben Dänemark auch die Niederlande, Italien, Spanien, Schweden und die USA. Für Deutschland hat das Geschehen zunächst keine Relevanz: Hierzulande gebe es keine Nerzfarmen, deren Haltung als Pelztiere sei verboten, hatte das Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald erklärt. „Besondere Schutzmaßnahmen sind daher momentan nicht angezeigt.“

Dänemark ist bei der Zucht Weltmarktführer. Von Montag an wird in sieben Kommunen dort vorsorglich der öffentliche Nahverkehr eingestellt, ältere Schüler sowie Studenten sollen Fernunterricht erhalten. Zudem schließen Sporthallen, Schwimmbäder und Fitnessstudios.

13.42 Uhr: Höchststand bei Corona-Kranken auf Intensivstation fast erreicht

Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen hat in Deutschland fast wieder den Höchstwert vom Frühjahr erreicht. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldete am Sonntag, dass 2904 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt werden. Davon werden 1605 (55 Prozent) invasiv beatmet. Der bisherige Höchststand war laut DIVI am 18. April mit 2933 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht worden.

Tatsächlich sei die Lage in den Kliniken derzeit sogar schlimmer als im Frühjahr, sagte Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe wesentlich mehr infizierte Patienten auf den anderen Stationen - von denen ein Teil noch auf den Intensivstationen landen werde. Die gesamte Infektionslage sei nicht mit der im April vergleichbar.

Anders als bei der Spitze am 18. April werde diesmal kein Abflauen folgen, der Anstieg werde sich vielmehr vorerst fortsetzen, sagte Janssens. Der Grund sei, dass sich die jeweilige Zahl an Neuinfektionen erst verzögert in schweren Verläufen und schließlich in der Belegung der Intensiv-Stationen niederschlägt. „In vier Wochen werden wir die Folgen der Spitzenwerte jetzt sehen.“ Einige Zentren seien bereits am Anschlag, es müssten vereinzelt bereits Covid-19-Patienten in andere Kliniken gebracht werden.

12.46 Uhr: Seibert: Auflagen der Behörden für Demonstrationen müssen gelten

Regierungssprecher Steffen Seibert hat Verstöße gegen behördliche Auflagen bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen kritisiert. Zur Lage bei dem Polizeieinsatz am Vortag in Leipzig wolle er sich aber noch nicht äußern, sagte Seibert am Sonntag bei der sogenannten Kinderpressekonferenz zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung.

In der Videoschalte sagte er: „Ich kann zu dem gestrigen Einsatz nichts sagen, weil ich die Details nicht kenne.“ Grundsätzlich seien Auflagen der Behörden zu beachten. Die überwiegende Zahl der Bevölkerung - an die 70 Prozent - hielten die beschlossenen Schritte für richtig oder forderten weitergehende Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie

11.35 Uhr: So verändert die Corona-Krise einer Studie zufolge unsere Einkaufsgewohnheiten

Die Corona-Krise hat die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher in Deutschland nachhaltig verändert. Die Menschen machen sich seltener als früher auf den Weg in die Supermärkte und zu Discountern, aber dafür fallen die Einkäufe meist größer aus. Da geht aus einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor, für die 20 000 Haushalte befragt wurden.

Das neue Einkaufsverhalten habe mit der Corona-Pandemie begonnen, es sei aber auch in den Monaten danach - in der „neuen Normalität“ - beibehalten worden, betonte Nielsen-Handelsexperte Alexander Proske. Gerade Familien mit jungen Kindern seien häufig dazu übergegangen, am Wochenende ihren Bedarf möglichst auf einmal einzukaufen.

Vom veränderten Einkaufsverhalten profitieren Nielsen zufolge vor allem kleine Verbrauchermärkte und Supermarktketten wie Edeka oder Rewe. „Sie bieten eine große Auswahl an Produkten und sind leicht zu erreichen“, sagte Proske. Dies seien „die neuen Schlüsselkriterien“ für viele Verbraucher. Die Discounter hätten dagegen nicht von dem Trend zu Großeinkäufen profitieren können. Alles deute darauf hin, dass auch in der zweiten Corona-Welle der Trend zu Großeinkäufen anhalten werde, sagte Proske.

Shopping-Trips werden Nielsen zufolge nun häufiger geplant. Spontane Einkäufe seien seltener geworden - auch weil viele im Homeoffice arbeiteten und nicht mehr auf dem Heimweg kurz in einen Laden hineinspringen könnten. Wichtig sei für viele Konsumenten heute, keine Zeit zu verschwenden, keine Schlangen an den Kassen zu haben und ihre kompletten Einkäufe möglichst auf einen Rutsch zu erledigen.

Eher zu den Verlierern gehören in der Corona-Krise denn Marktforschern zufolge die Drogeriemärkte. Denn das Interesse an Produkten zur Körper- und Schönheitspflege hat seit Ausbruch der Corona-Krise deutlich nachgelassen. Ein Beispiel: Seit der Maskenpflicht haben Nielsen zufolge 58 Prozent der Lippenstift-Nutzerinnen ihre Gewohnheiten verändert: 32 Prozent tragen keinen Lippenstift mehr, 26 Prozent tragen ihn seltener.

10.16 Uhr: Merkel: Pfleger und Ärzte zuerst gegen Coronavirus impfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will einen dringend erwarteten Impfstoff gegen Corona zuerst für den Schutz des Gesundheitssystems selbst einsetzen. „Die Frage, wer wird zuerst geimpft, die wird diskutiert mit der Ständigen Impfkommission, mit der Wissenschaftsakademie Leopoldina und mit der Ethikkommission“, sagte Merkel am Sonntag zum Tag der offenen Tür in einem Video, in dem sie auf Bürgerfragen antwortete. „Aber ich glaube, ich kann schon so viel verraten, dass ich sage, ganz vorn dran sind natürlich Pflegekräfte, Ärzte und auch Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören. Das sind dann allerdings schon recht viele in unserem Land.“

Die Bundesregierung hofft, dass die ersten Impfstoffe recht bald zugelassen werden. „Dann wird natürlich noch nicht genug Impfstoff zur Verfügung sein“, sagte die Kanzlerin und betonte: „Niemand wird gezwungen werden, sich impfen zu lassen, sondern es ist eine freiwillige Entscheidung.“

Die Vorbereitungen für eine Impfkampagne liefen. Die Bundesländer planten eigene Impfzentren. Sehen müsse man erst noch, wieviel Impfstoff zur Verfügung stehen werde und wie lange dieser Impfstoff immunisiere. Zentrale Aufgabe sei es, die Bevölkerung insgesamt immun gegen das Virus zu machen. Wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun seien - durch Impfung oder eine durchgestandene Krankheit - sei das Virus „mehr oder weniger besiegt“, so Merkel. „Dann können wir auch alle Einschränkungen aufheben“, sagte sie.

8.42 Uhr: Scholz: Senkung der Mehrwertsteuer wird nicht verlängert

Die wegen der Corona-Krise beschlossene Senkung der Mehrwertsteuer auf 16 Prozent wird nach Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) nicht verlängert. Es werde bei den vereinbarten sechs Monaten bleiben, sagte Scholz am Samstag zum Tag der Offenen Tür der Bundesregierung, die in diesem Jahr im Internet stattfindet.

„Das endet mit diesem Jahr. Weil wir gesagt haben, wir wollen alle davon abhalten, dass sie auf bessere Zeiten warten, sondern dass einige schon voranschreiten und Geld ausgeben“, so Scholz. „Und das hat sogar geklappt, wie wir an den Zahlen sehen.“ Die Minister und Kanzlerin Angela Merkel antworten in diesem Jahr in Videos auf Bürgerfragen.

8 Uhr: Neuen Regelungen beim Grenzverkehr für Pendler, Ausflügler, Urlauber, Familien

Die Schweiz, weite Teile Österreichs und ganz Frankreich gelten als Risikogebiet. Damit greift für Einreisen aus diesen Regionen die Quarantänepflicht. Nun hat das Land sie deutlich geändert. Die Regeln treten heute in Kraft. Das ändert sich beim Grenzverkehr konkret.

7.26 Uhr: 16 017 neue Corona-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16 017 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind rund 7 000 Fälle weniger als noch am Tag zuvor, an dem mit 23 399 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden ein neuer Höchstwert erreicht worden war. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 14 177 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 658 505 Infektionen erfasst. (Stand: 8.11., 00.00 Uhr)

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 63 auf insgesamt 11 289. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,04 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

7.08 Uhr: Gewerkschaft fordert Corona-Bonus für Polizisten

Aufgrund der zusätzlichen Belastungen in der Pandemie fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft eine Corona-Sonderzahlung für die Polizisten im Land. „Während manche Behörden oder Schulen schließen, müssen Polizei und Feuerwehr wie auch andere systemrelevante Bereiche unter erhöhten psychischen wie auch physischen Belastungen mehr als nur 100 Prozent Leistung bringen“, sagte der Landesvorsitzende Ralf Kusterer der Deutschen Presse-Agentur. Bereits vor der Corona-Krise habe in der Polizei weit mehr als 10 Prozent des vorgesehenen Personals gefehlt. Corona vergrößere die Personalnot „bis ins Unerträgliche“, sagte Kusterer. Momentan befänden sich mehr als 700 Polizisten in Quarantäne, seit März waren es 8000 Polizeibeschäftigte. „Dazu Castor, Demonstrationen und jetzt Schutzmaßnahmen wegen Terrorgefahr. Die Polizei ist am Limit und hat wahrlich nicht nur Beifall, sondern auch eine Corona-Sonderzahlung verdient.“

Die Bundesregierung hatte vor wenigen Tagen eine einmalige Corona-Sonderzahlung für Soldaten und Bundesbeamte - auch für die Bundespolizei - in Höhe von bis zu 600 Euro bewilligt. Kusterer fordert eine entsprechende Sonderzahlung auch für die Polizeibeschäftigten im Südwesten. „Die Bundesregierung macht es vor, wie man denjenigen, die den Karren ziehen und teilweise weit über der Belastungsgrenze und höchsten Gesundheitsgefahren arbeiten, die entsprechende Wertschätzung entgegenbringt.“

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 7. November: 

19.08 Uhr: Rund 2400 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2447 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 99 043 gestiegen, wie die Behörde am Samstag (Stand 16.00 Uhr) mitteilte. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 4 auf 2110. Als genesen gelten den Angaben zufolge 62 574 Menschen.

Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 135,1, noch einmal höher als an den Vortagen. Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50.

313 schwer Erkrankte befanden sich zuletzt in intensivmedizinischer Behandlung, 172 von ihnen wurden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet. 75 Prozent der Intensivbetten im Südwesten sind belegt.

18.43 Uhr: Tausende widersetzen sich Auflösung von „Querdenken“-Demo in Leipzig

Tausende Demonstranten haben sich in Leipzig der Auflösung einer „Querdenken“-Demonstration widersetzt. Sie marschierten am Samstagabend auf dem Innenstadtring. Wenige Polizisten begleiteten den Zug. Einige der Demonstranten skandierten „Frieden Freiheit, keine Diktatur“ und „Merkel muss weg“. Es kam zu mehreren körperlichen Auseinandersetzungen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Zuvor hatte die Stadt Leipzig die Kundgebung, die sich gegen Corona-Maßnahmen richtete, mit nach Polizeiangaben 20.000 Teilnehmern aufgelöst, da diese größtenteils gegen die Versammlungsauflagen verstoßen hatten. Polizeisprecher Olaf Hoppe sagte, 90 Prozent der Teilnehmer hätten keinen Mund-Nase-Schutz getragen. Ein Gericht hatte am Morgen die zulässige Teilnehmerzahl auf 16.000 begrenzt. Beobachter gingen davon aus, dass insgesamt weit mehr als die 20.000 von der Polizei gezählten Teilnehmer nach Leipzig gekommen waren.

18.04 Uhr: Digitale Einreiseanmeldung startet ab Sonntag

Reisende, die nach Deutschland einreisen wollen und sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen ab Sonntag eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Die Informationen gehen an die Gesundheitsämter am Zielort des Reisenden. So sollen sie kontrollieren können, ob jemand die Quarantänepflicht einhält. „Die Digitalisierung der Einreiseanmeldungen entlastet die Gesundheitsämter“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Die Daten werden nach Angaben von Gesundheits- und Innenministerium verschlüsselt und nur dem zuständigen Gesundheitsamt zugänglich gemacht. 14 Tage nach der Einreise sollen sie automatisch wieder gelöscht werden. Die neue digitale Lösung ersetzt die Aussteigekarte in Papierform. „Mit der digitalen Einreiseanmeldung beenden wir endlich die Zettelwirtschaft im Reiseverkehr“, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU).

16.21 Uhr: "Querdenken"-Demo in Leipzig für beendet erklärt

Die Stadt Leipzig hat die Großdemonstration der Initiative "Querdenken" für beendet erklärt. Grund sind Verstöße gegen Auflagen für die Kundgebung, wie die Stadt im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. An der Demonstration im Stadtzentrum beteiligten sich laut Polizei rund 20.000 Menschen.

Die Stadt wollte ursprünglich erreichen, dass die "Querdenken"-Kundgebung auf den Parkplätzen an der Neuen Messe außerhalb der Innenstadt stattfindet. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht erlaubte dann aber doch unter Einschränkungen eine Kundgebung am Augustusplatz im Stadtzentrum. Das Gericht verband diese Erlaubnis aber mit strengen Auflagen: Unter anderem bestand die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Teilnehmerzahl wurde zudem auf maximal 16.000 Menschen begrenzt.

15.03 Uhr: „Querdenken“-Demo in Leipzig wegen hohen Zulaufs zeitweise unterbrochen

Wegen des hohen Zulaufs haben die Veranstalter der „Querdenken“-Demonstration in der Leipziger Innenstadt ihre Kundgebung gegen die Corona-Politik kurz unterbrochen. Sie riefen die mehreren tausend Teilnehmer auf, die Veranstaltungsfläche voll auszunutzen. Nach etwa einer halben Stunde ging die Kundgebung weiter. Die Polizei hatte die Versammlungsfläche zuvor deutlich vergrößert. Die für 16 000 Teilnehmer auf dem Augustusplatz angemeldete Kundgebung wurde am Samstagmittag auf den innerstädtischen Ring und angrenzende Straßen ausgeweitet, damit die zahlreichen Demonstranten den Mindestabstand einhalten können.

Das taten die zahlreichen Teilnehmer zunächst nicht, fast niemand trug eine Mund-Nasen-Bedeckung. „Die Einsatzkräfte sprechen Personen ohne Maske an, wenn uns ein Attest gezeigt wird, gleichen wir das mit den Angaben im Personalausweis ab“, sagte eine Polizeisprecherin. „Es ist aber schwierig, bei dieser Menge, lückenlos zu kontrollieren.“ Offizielle Angaben zur Teilnehmerzahl machte die Polizei zunächst nicht. Der Augustusplatz war aber schon zu Beginn der Kundgebung um 13.00 Uhr dicht gefüllt gewesen.

14.22 Uhr: Neue Niederlage für „Querdenker“ - keine Demos in München

Die Organisatoren der „Querdenker“-Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen haben in München weitere gerichtliche Niederlagen einstecken müssen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof wies am Samstag zwei Beschwerden im Zusammenhang mit Demonstrationen sowohl an diesem Sonntag als auch von Montag bis Sonntag kommender Woche zurück. Die Stadt München hatte die Demos mit Blick auf den Infektionsschutz zuvor verboten.

Für diesen Sonntag sollte angeblich eine Veranstaltung mit rund 120 000 Menschen auf der Theresienwiese stattfinden. Der Veranstalter habe trotz entsprechender Aufforderung durch den Senat nicht glaubhaft gemacht, dass er diese angekündigten Versammlungen tatsächlich durchführen wolle, hieß es nun in der Mitteilung des Verwaltungsgerichtshofs.

Anders als bei den bisherigen Versammlungen in München und der für Samstag geplanten Versammlung in Leipzig würden Demonstrationen zwischen dem 8. und 15. November in München auf den Internetseiten und Social-Media-Kanälen der „Querdenken“-Bewegung nicht erwähnt. Auch sonst sei nicht ersichtlich, dass diese Veranstaltungen in irgendeiner Form beworben oder vorbereitet würden, so das Gericht weiter. Weitere Rechtsmittel gegen die Beschlüsse können nicht eingelegt werden.

Die Beschwerden der „Querdenker“ hatten sich gegen Entscheide des Verwaltungsgerichts München gerichtet. Das hatte am Freitag das von der Stadt ausgesprochene Verbot bestätigt und einen Eilantrag der Veranstalter abgelehnt. Das Gericht verwies dabei auf das Infektionsschutzgesetz. Die „Querdenken“-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Corona-Maßnahmen - dabei werden Abstandsgebote und die Maskenpflicht oftmals ignoriert.

13.30 Uhr: Coronavirus laut WHO in Nerzfarmen in sechs Ländern gefunden

Nach den alarmierenden Nachrichten über von Nerzen auf Menschen übertragene mutierte Coronaviren in Dänemark hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitgeteilt, dass bisher aus sechs Ländern infizierte Nerze gemeldet wurden. Fälle von Sars-CoV-2 bei Nerzen seien in Dänemark, den Niederlanden, Italien, Spanien, Schweden und den USA nachgewiesen worden, erklärte die WHO in der Nacht zum Samstag.

Dabei sei bisher lediglich die "Cluster 5" genannte Mutation des Virus in Dänemark Besorgnis erregend, hieß es weiter: Mögliche Auswirkungen auf die Diagnostik, Therapien und die Wirksamkeit von Impfstoffen seien weitgehend unerforscht und "noch nicht gut verstanden", warnte die WHO. Wissenschaftler befürchten, dass diese Mutation die Wirksamkeit künftiger Impfstoffe beeinträchtigen könnte.

Dänemark meldete bisher neben einigen betroffenen Tieren auch zwölf infizierte Menschen mit der "Cluster 5"-Mutation. Die Regierung hat deshalb die Notschlachtung aller 15 bis 17 Millionen Nerze im Land angeordnet; Teile Jütlands wurden von der Außenwelt abgeriegelt. 

12.57 Uhr: Bildungsministerin für Überbrückungshilfen an Studenten im gesamten Wintersemester

Von den Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie betroffene Studenten können im gesamten Wintersemester auf Überbrückungshilfen der Bundesregierung hoffen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) zeigte sich in der „Rheinischen Post“ vom Samstag offen dafür, die Nothilfen bis zum Ende des Semester zu zahlen. Die Hilfen sollen zunächst im November wieder eingesetzt werden. Sie richten sich etwa an Studenten, die wegen der Corona-Pandemie ihre Nebenjobs verloren haben.

„Wir lassen die Studierenden in dieser Pandemie nicht allein“, sagte Karliczek der „Rheinischen Post“. Die Regierung sei sich mit dem Deutschen Studentenwerk einig, die „bewährte Überbrückungshilfe für Studierende in pandemiebedingten Notlagen“ im November wiederaufleben zu lassen. Die Ministerin fügte zugleich hinzu: „Ich kann mir vorstellen, dass die Überbrückungshilfe aber auch darüber hinaus bis zum Ende des Wintersemesters weiterläuft.“

Hilfen gab es bereits in den Monaten Juni bis September. Rund 135.000 Studenten hatte diese in Anspruch genommen.

12.02 Uhr: Gesundheitsminister einigen sich auf Vorgehen bei Corona-Impfungen

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben ein gemeinsames Vorgehen bei Impfungen gegen Corona beschlossen. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin am Samstag mit. Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) habe sich unter dem Vorsitz von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) gemeinsam mit Bundesminister Jens Spahn (CDU) auf ein einheitliches und abgestimmtes Vorgehen zur Versorgung mit Impfstoffen verständigt. Der gemeinsame Beschluss vom Freitagabend sieht unter anderem vor, dass der Bund die Impfstoffe beschafft und finanziert und die Länder Impfzentren einrichten.

Die Impfstoffe sollen den Angaben zufolge durch die Bundeswehr oder durch die Hersteller angeliefert werden. Die Impfdosen sollen dem Bevölkerungsanteil entsprechend an die Länder verteilt werden, die die Impfzentren in eigener Verantwortung errichten. Dabei könne beispielsweise die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung einbezogen werden.

Insgesamt sei von 60 Standorten bundesweit auszugehen. Die Lieferung der Impfdosen sei mit Blick auf Lagerung und Transport nur an einer begrenzten Zahl von Standorten in jedem Bundesland möglich, heißt es in dem Beschluss. Die Standorte sollen bis zum 10. November festgelegt werden. Der Bund übernimmt den Angaben zufolge die Hälfte der Kosten für die Impfzentren.

„Nach Zulassung eines Impfstoffs ist zunächst von einer begrenzten Anzahl verfügbarer Impfdosen auszugehen“, heißt es im Beschlusstext. Zunächst sollen besonders Risikogruppen berücksichtigt werden. Dabei sollen auch mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Den Nachweis, dass sie berechtigt sind, müssen die zu Impfenden selbst erbringen. „Die Teilnahme an der Impfung ist freiwillig“, heißt es weiter.

„Es ist gut, dass Bund und Länder gemeinsam Verantwortung übernehmen. Die gemeinsam verabredete Impfkampagne ist in der Pandemiebewältigung ein entscheidender Meilenstein“, sagte die GMK-Vorsitzende Dilek Kalayci. „Die Länder übernehmen weitreichende Verantwortung bei der Umsetzung der Impfzentren. Der Bund schafft den einheitlichen und technischen Rahmen dafür.“

11.18 Uhr: Nach Protesten billigt Italiens Regierung neue Corona-Hilfen

Nach Protesten gegen die verschärften Corona-Vorschriften in Italien hat die Regierung neue Hilfsmaßnahmen für betroffene Unternehmen und Arbeitnehmer angekündigt. In der Nacht zum Samstag verabschiedete das Kabinett ein Hilfspaket, das nach einer Mitteilung unter anderem Steuererleichterungen, Kredite, Zahlungsaufschübe und Zuschüsse vorsieht.

Genaue Angaben zur Summe gab es darin zunächst nicht. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge hat das Paket einen Umfang von rund 2,5 Milliarden Euro. Ende Oktober hatte die Regierung bereits Hilfsmaßnahmen in Höhe von 5,4 Milliarden Euro bewilligt.

9.55 Uhr: „Querdenken“ darf laut OVG doch in Leipziger City demonstrieren

Die Initiative „Querdenken“ darf nun doch in der Leipziger Innenstadt gegen die Corona-Maßnahmen demonstrieren. Das Oberverwaltungsgericht Bautzen habe entschieden, dass die Demonstration mit 16 000 Menschen auf dem Augustusplatz stattfinden darf, teilte die Stadt am Samstagmorgen mit. Am Freitagabend hatte das Verwaltungsgericht im Eilverfahren die Auflagen der Stadt zunächst bestätigt. Die Stadt wollte die Kundgebung auf die Parkplätze der Neuen Messe außerhalb des Stadtzentrums verlegen.

Für Samstag (13.00 Uhr) sind insgesamt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen in Leipzig angekündigt. Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen „sehr intensiven Einsatz vor, weil auf allen Seiten ein gewisses Radikalisierungspotenzial erkennbar ist“. Die Leipziger Polizei wird von der sächsischen Bereitschaftspolizei, von Einsatzkräften aus acht Bundesländern sowie der Bundespolizei und dem Landeskriminalamt unterstützt.

8.47 Uhr: Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Deutschland auf über 23.000

Die Zahl der täglich verzeichneten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hat mit mehr als 23.000 Fällen einen neuen Rekordstand erreicht. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 23.399 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Damit wurde der erst am Vortag bekanntgegebene Rekordwert von 21.506 Fällen übertroffen.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 642.488 Infektionen registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.226 - dies waren 130 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 412.000.

7.35 Uhr: Corona-Einschränkungen treffen Thermen - Hilfe gefordert

Dem Bäderland Baden-Württemberg droht aus Sicht des Heilbäderverbands der Abstieg. „Noch ist Baden-Württemberg mit seinen 56 höher prädikatisierten Heilbädern und Kurorten das Bäderland Nummer eins in Deutschland“, betonte Verbandspräsident Fritz Link. Doch ohne massive finanzielle Unterstützung drohe ein Sterben der Standorte, darunter 35 mit Thermal- und Mineralbädern. Die Thermen verzeichnen laut Verband coronabedingte Umsatzverluste von insgesamt über 52 Millionen Euro. Mit jedem weiteren Monat Schließung sei mit jeweils mit 17 Millionen Euro Einbußen zu rechnen.

Damit seien die Kommunen als Besitzer der Thermen überfordert. Die von der Landesregierung zur Unterstützung der Mineral-/Thermalbäder vorgesehenen 15 Millionen Euro müssten unverzüglich fließen. Dies könne aber nur die erste Tranche sein, sagte Link. Unbedingt notwendig sei auch die Teilhabe der Thermen an Überbrückungshilfen des Bundes - andernfalls drohten Schließungen und langjährige Investitionsstaus.

Eine Befragung nach dem ersten Lockdown ergab, dass in der Hälfte der Thermen der Betrieb mittel- bis langfristig nicht gesichert ist. Vor der Corona-Krise verzeichneten sie durchschnittlich 720 000 Besucher pro Monat, davon 30 Prozent aus medizinisch-therapeutischem Anlass, 70 Prozent zur Entspannung und Erholung. Die Besucherzahlen hatten sich nach der ersten Schließung halbiert.

Auch die Hotellerie in den Erholungs- und Gesundheitsgemeinden leidet unter den Folgen der Pandemie: Sie verbucht von Januar bis August 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 41,4 Prozent bei den Ankünften und von 33,6 Prozent bei den Übernachtungen. Im Jahr 2019 machten die Betriebe rund 3,5 Milliarden Euro Bruttoumsatz bei über 12,7 Millionen Übernachtungen.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 6. November: 

22.40 Uhr: Rund 200 Anti-Corona-Politik-Demonstranten ohne Masken in Leipzig

Einen Tag vor der geplanten großen Demonstration der Initiative „Querdenken“ haben sich am Freitagabend in Leipzig rund 200 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Sie meldeten laut Polizei eine spontane Demo an, auf der sie gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen protestierten. Die Teilnehmer trugen keine Masken und hielten auch den Mindestabstand nicht ein. Ein Polizeisprecher sagte, es seien Video-Aufnahmen gemacht worden und es werde eine Anzeige gegen die Versammlungsleiterin gestellt. Zu einem Gegenprotest in Hörweite versammelten sich laut Polizei rund 100 Menschen.

Für Samstag sind insgesamt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen in Leipzig angekündigt; darunter die „Querdenken“-Demonstration, zu der 20.000 Menschen erwartet werden. Sie wollen gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Teil-Lockdown-Maßnahmen protestieren. Die Polizei war bereits am Freitagabend mit einem Großaufgebot in der Stadt.

22.02 Uhr: Zahl der Corona-Toten in Europa auf mehr als 300.000 gestiegen

Die Zahl der europaweit registrierten Corona-Toten ist auf mehr als 300.000 gestiegen. 300.688 Infizierte in Europa starben seit Beginn der Pandemie, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP vom Freitag auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Europa ist damit von der Opferzahl die am zweitstärksten von der Corona-Pandemie betroffene Region nach Lateinamerika und der Karibik, wo bereits mehr als 408.000 Corona-Infizierte starben.

Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden in Europa mehr als 22.000 Todesfälle durch das Coronavirus registriert. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg auf mehr als zwölf Millionen - so viele wie in keiner anderen Weltregion.

Insgesamt entfielen fast zwei Drittel aller in Europa registrierten Corona-Todesfälle auf Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und Russland. Angesichts einer zweiten Ansteckungswelle gelten in mehreren der Länder bereits wieder strenge Infektionsschutzmaßnahmen.

21.35 Uhr: Über 200 Menschen mit von Nerzen stammenden Corona-Varianten infiziert

In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Varianten des Coronavirus infiziert. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen, wie das dänische Gesundheitsinstitut SSI mitteilte. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bis Freitag in 216 Zuchtanlagen gefunden. Der von den Dänen als besorgniserregend eingestufte Cluster-5-Virustyp wurde bisher auf fünf Anlagen und bei zwölf Menschen festgestellt.

Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land - etwa 15 bis 17 Millionen Tiere - getötet werden sollen. Das Cluster-5-Virus sei von den Tieren auf Menschen übertragbar, so das SSI. Es sei zwar wohl nicht gefährlicher, aber es bestehe das Risiko, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken.

Die fortgesetzte Nerzzucht stelle während einer anhaltenden Corona-Pandemie ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar, warnte das Gesundheitsinstitut. Eine hohe Anzahl von Nerzfarmen habe mehr Infektionen beim Menschen zur Folge und eine hohe Zahl infizierter Nerze erhöhe das Risiko für Virusmutationen, gegen die die derzeit entwickelten Impfstoffe eventuell nicht schützten.

In sieben Regionen in Nordjütland sind die Menschen nun aufgefordert, in ihren Kommunen zu bleiben. Der öffentliche Nahverkehr wird ab Montag eingestellt. Restaurants, Schwimmbäder und Fitnessstudios müssen schließen. Betroffen von den Beschränkungen sind die Kommunen Hjørring, Frederikshavn, Brønderslev, Jammerbugt, Thisted, Vesthimmerland und Læsø.

21.15 Uhr: Mehr als 60.000 Corona-Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat in den vergangenen 24 Stunden mehr als 60.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das meldeten die französischen Gesundheitsbehörden am Freitagabend. Es handelt sich um einen Höchstwert seit Beginn der groß angelegten Tests. Innerhalb eines Tages sind zudem rund 400 Menschen in Krankenhäusern im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Hinzu kommen noch einmal mehr als 400 Tote in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen. Diese Zahl wird allerdings nicht täglich erhoben.

21 Uhr: Zwei Tote in Stuttgarter Altenheim nach Corona-Ausbruch

Erneut ist es in einem Stuttgarter Altenheim zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Im Haus St. Monika seien zwei Bewohnerinen verstorben, teilte der Caritasverband mit. 43 Bewohner und 19 Mitarbeiter seien inzwischen mit dem Coronavirus infiziert. Die betroffenen Stockwerke seien unter Quarantäne gestellt worden. Seit Donnerstag gebe es für die gesamte Einrichtung ein Ausgangs- und Besuchsverbot. St. Monika ist den Angaben zufolge mit 226 Pflegeplätzen das größte Pflegeheim in Stuttgart. Wie in allen Einrichtungen würden auch hier strengste Hygienevorschriften gelten. Wie das Virus ins Haus gelangen konnte, sei unbekannt.

20.20 Uhr: Coronafall bei der HSG Konstanz: Spiel in Bietigheim kann erneut nicht stattfinden

Das für Samstag, 19.30 Uhr, neu geplante Zweitliga-Spiel der HSG Konstanz in Bietigheim muss erneut kurzfristig verlegt werden. Beim ersten Mal wurde das Baden-Württemberg-Derby wegen drei positiven Tests auf Bietigheimer Seite und der häuslichen Quarantäne der gesamten Mannschaft und des Trainerteams abgesagt, jetzt sind die Konstanzer betroffen.

19.50 Uhr: Mehr als 3300 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 3329 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 96.596 gestiegen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 15 auf 2106. Als genesen gelten den Angaben zufolge 61.190 Menschen.

302 schwer Erkrankte befinden sich in intensivmedizinischer Behandlung, 151 von ihnen werden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet. 75 Prozent der Intensivbetten im Südwesten sind belegt. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 128, etwas höher als an den Vortagen.

19.21 Uhr: Impfkommission: Corona-Herdenimmunität in 2021 ist unrealistisch

Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat Erwartungen an mögliche Impfungen gegen Corona im kommenden Jahr gedämpft. Er sagte, um eine Herdenimmunität zu erreichen, müssten mindestens 50 bis 60 Millionen Menschen geimpft sein, also rund 60 Prozent der Bevölkerung. „Es ist unrealistisch, das im kommenden Jahr zu schaffen.“ Er ergänzte: „Ich fürchte, dass nicht nur dieser, sondern auch der nächste Winter herausfordernd wird.“ Die Ständige Impfkommission ist ein Expertengremium, das Empfehlungen zum Impfen in Deutschland gibt.

18.41 Uhr: Digitale Einreiseanmeldung kommt am 8. November

Wer aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet kommt, muss sich ab Sonntag vor der Einreise nach Deutschland online registrieren. Die Seite www.einreiseanmeldung.de soll dann weltweit abrufbar sein, wie die Bundesministerien für Gesundheit und Inneres am Freitag mitteilten. Die neue Seite ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform, die in Flugzeugen ausgegeben wurden.

Die Informationen gehen an die Gesundheitsämter am Zielort des Reisenden. So sollen sie kontrollieren können, ob jemand die Quarantänepflicht einhält. Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, dass Reisende aus ausländischen Risikogebieten ohne triftigen Reisegrund zehn Tage lang in Quarantäne gehen müssen, mit Ausnahmen für notwendige Reisen und Pendler. Frühestens am fünften Tag nach der Einreise kann man einen Corona-Test machen - und die Quarantäne vorzeitig beenden, falls der Test negativ ausfällt. Die Umsetzung ist allerdings Ländersache.

17.32 Uhr: Bundesregierung stuft ganz Italien als Corona-Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen hat die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet eingestuft. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden und Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut geführte Risikoliste gesetzt.

16.16 Uhr: Corona in Konstanzer Pflegeheimen: Nun auch fünf Bewohner im Don Bosco positiv getestet

Trotz strikter Maßnahmen breitet sich das Virus auch in Konstanzer Pflegeheimen aus. Berufsverbot und Isolation soll eine weitere Ausbreitung verhindern. Erfahren Sie mehr in unserem Artikel.

15.20 Uhr: Eisenmann: Finanzielles Hilfsprogramm für den Sport auch 2021

Die baden-württembergische Landesregierung will den Sportvereinen im Land aufgrund der Folgen der Coronavirus-Krise auch im kommenden Jahr finanziell helfen. Der Zugang zur „Soforthilfe Sport“ soll über den 30. November hinaus verlängert werden und „bis weit ins nächste Jahr hinein“ möglich sein, sagte Sportministerin Susanne Eisenmann in einer Mitteilung: „Wir lassen den Sport in der aktuellen Krise nicht allein.“ Mit der „Soforthilfe Sport“ sollen finanzielle Einbußen als Folge der Corona-Pandemie abgefedert werden.

Das Land stellt insgesamt 11,6 Millionen Euro für die Vereine und die Sportverbände in Württemberg sowie im Gebiet des Badischen Sportbunds Nord und des Badischen Sportbunds in Südbaden zur Verfügung. Bisher seien etwa 6,8 Millionen Euro ausgezahlt worden, teilte das Ministerium mit. „Es zeichnet sich ab, dass bis Jahresende nicht alle Mittel aus dem Soforthilfeprogramm abgerufen werden“, sagte Eisenmann.

14 Uhr: Strobl will Quarantäneverweigerer in Klinik einweisen lassen

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl will Quarantäneverweigerer zwangsweise in ein geschlossenes Krankenhaus einweisen lassen. Seit Mai werde im Ministerium diskutiert, ob Quarantäneverweigerer „vorübergehend zwangsweise untergebracht werden können“, schreibt CDU-Bundesvize Strobl in einem Schreiben an Sozialminister Manfred Lucha und Ministerpräsident Winfried Kretschmann, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

„Das Innenministerium sieht den Bedarf für ein solches geschlossenes Krankenhaus.“ Zunächst hatten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ darüber berichtet. Die Ortspolizeibehörden sollten bereits nach dem ersten bekannten Quarantäne-Verstoß sofort das gerichtliche Verfahren zur „zwangsweisen Absonderung in einem geschlossenen Krankenhaus einleiten“, fordert Strobl.

12.45 Uhr: Verwirrung um Querdenker-Aktion an Schulen

Eine vermeintliche Aktion der Querdenker am kommende Montag hat im baden-württembergischen Bildungssystem für Aufregung gesorgt. Es kursierten Gerüchte und Hinweise, dass Mitglieder der Initiative "Querdenken 711“ Kinder und Eltern auf dem Schulweg abfangen wollen, um ihnen unwirksame Masken zu schenken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten.

Jetzt sagen die Querdenker: Die Aktion sollte nie wirklich in die Tat umgesetzt werden. Die Regionalgruppe „Querdenken Stuttgart“ verkündete, dass es sich bei den Plänen nur um einen „Test der Kommunikationsstrukturen“ handele.

Das Kultusministerium Baden-Württemberg bezeichnete das Vorgehen der Querdenker im Gespräch mit dem SÜDKURIER als inakzeptabel: „Das ist nicht nur ein schlechter Scherz, sondern ein besonders dreister Versuch den Schulfrieden an den Schulen im Land zu stören und die Schulgemeinschaften zu verunsichern.“

Die Schulämter Markdorf, Lörrach, Konstanz und Donaueschingen antworten auf SÜDKURIER-Nachfrage, von dieser Aktion bisher nichts mitbekommen. Anfang der Woche warnte bereits das Kultusministerium Nordrhein-Westfalen alle Schulen in einer Rundmail vor den vermeintlichen Plänen der Querdenker.

10.50 Uhr: Corona-Lage in Österreich: Nur 27 Prozent der Fälle rückverfolgbar

In Österreich können nur noch 27 Prozent der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf eine Quelle zurückverfolgt werden. Dies liege an der Vielzahl der Fälle, sagte Daniela Schmied von der Corona-Kommission. Es sei wichtig, dass sich dieser Wert wieder steigern lasse, um die Pandemie besser in den Griff zu bekommen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober rief die Bürger dazu auf, ehrlich und lückenlos ihre Kontakte anzugeben.

Die Regierung behalte sich vor, die Maßnahmen im teilweisen Lockdown, der seit Dienstag gilt, weiter zu verschärfen. Oberstes Ziel bleibe es, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

9 Uhr: Nächtliche Ausgangssperre und Teil-Lockdown in Italien in Kraft

Im Rahmen der Covid-19-Bekämpfung sind in Italien am Freitag verschärfte Corona-Schutzvorschriften in Kraft getreten. Die Regierung hat eine nächtliche Ausgangssperre für die 60 Millionen Bürger erlassen. In vier roten Regionen trat ein Teil-Lockdown in Kraft, der rund um die Uhr gilt. Darunter ist die wirtschaftsstarke Lombardei mit zehn Millionen Menschen. In den Roten Zonen müssen die Menschen weitgehend zu Hause bleiben, Ausnahmen gelten für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Bars, Restaurants und Geschäfte, die nichts Lebensnotwendiges verkaufen, sind zu.

Gegen die neuen Maßnahmen gab es schon im Vorfeld Proteste. Am Donnerstagabend demonstrierten in Bergamo in der Lombardei nach Medienberichten mehrere hundert Menschen. Bergamo war in der ersten Corona-Welle im Frühjahr schwer getroffen worden. In der aktuellen zweiten Welle sind die Fallzahlen in der Stadt weniger dramatisch.

Freitag, 6. November, 7.15 Uhr: Mehr als 6000 Proben Rückstau in Corona-Laboren im Südwesten

Die Labore in Baden-Württemberg sitzen auf einem Berg an abzuarbeitenden Corona-Tests. Vergangene Woche habe es einen Rückstau von 6182 abzuarbeitenden Proben gegeben, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mit. Allerdings habe man zuletzt ein Stück des Rückstaus abarbeiten können. In der vorvergangenen Woche waren es im Südwesten noch 9384 Proben gewesen.

Es sei nicht vorhersehbar, wie sich das weiter entwickle. Die Labore seien derzeit zu 122 Prozent ausgelastet. „Hieraus ergeben sich logischerweise Rückstaus“, teilte die Sprecherin mit. „Wir haben inzwischen Befundlaufzeiten von zum Teil mehreren Tagen.“ Man tue alles, damit jeder sein Ergebnis schnell bekomme.

Das waren die Entwicklungen am 05. November:

22.51 Uhr: Knapp zwei Prozent der Münchner entwickelten in erster Corona-Welle Antikörper

Knapp zwei Prozent der Münchner haben während der ersten Corona-Welle Antikörper entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Tropeninstituts am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Damit lag der Anteil der Menschen mit nachgewiesenen Antikörpern etwa viermal so hoch wie der Anteil der bis dahin offiziell registrierten Coronavirus-Infektionen in der bayerischen Landeshauptstadt. Für die seit April laufende Studie wurden nur Teilnehmer ab 14 Jahren getestet. Insgesamt beteiligten sich mehr als 5300 Menschen aus knapp 3000 Haushalten.

21.50 Uhr: Bundestag berät über weitere Corona-Krisenmaßnahmen

Der Bundestag berät am Freitag (9.00) über weitere Schritte im Kampf gegen die Corona-Krise. Die Gesetzespläne von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sehen unter anderem neue Regeln bei Verdienstausfällen vor. So sollen Entschädigungsansprüche für Eltern verlängert und erweitert werden, die wegen einer Kinder-Betreuung nicht arbeiten können. Wer eine „vermeidbare Reise“ in ausländische Risikogebiete macht, soll dagegen für eine dann nach der Rückkehr nötige Quarantäne keine Entschädigung für Verdienstausfall bekommen. Angesichts von Kritik am Vorgehen von Bund und Ländern soll zudem eine genauere Gesetzesgrundlage für weitreichende Beschränkungen wie Schließungen von Einrichtungen geschaffen werden. Parallel berät auch der Bundesrat darüber. Weitere Themen im Bundestag sind unter anderem die weltweite Religionsfreiheit und die Lage der Autoindustrie.

21.21 Uhr: Frankreich meldet Rekordzahl von 58.000 Corona-Neuinfektionen

In Frankreich sind innerhalb eines Tages mehr als 58.000 Corona-Infektionen gemeldet worden. Dies sei der höchste Anstieg der Fallzahlen seit dem Beginn der Pandemie, sagte am Donnerstag der Generaldirektor für Gesundheit, Jérôme Salomon.

Insgesamt seien inzwischen 1,6 Millionen Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Frankreich sei damit das Land mit den meisten Infektionen in Europa. Etwa 39.000 Infizierte starben. Die zweite Corona-Welle sei „brutal“, sagte Salomon. Gesundheitsminister Olivier Véran nannte die Lage „sehr ernst“.

Angesichts der massiven Zunahme wächst in Frankreich die Angst vor einer Überlastung der Krankenhäuser. Binnen 24 Stunden seien fast 3000 Corona-Patienten stationär aufgenommen worden, sagte Salomon. Mehr als 4000 Infizierte werden laut den Behörden inzwischen auf den Intensivstationen betreut.

Alleine in Paris liegen nach Angaben von Bürgermeisterin Anne Hidalgo bereits rund tausend Corona-Patienten auf Intensivstationen. Laut der nationalen Gesundheitsbehörde entspricht dies einer Belegung von gut 86 Prozent. Ab Mitte November könnten die Kliniken in Paris an ihre Belastungsgrenze stoßen.

19.44 Uhr: Mehr als 2500 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2529 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit ist die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 93.267 gestiegen, wie die Behörde mitteilte. 299 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, 156 von ihnen werden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet.

75 Prozent der Intensivbetten im Südwesten sind belegt. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 20 auf 2091. Als genesen gelten den Angaben zufolge 59.997 Menschen. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen inzwischen bei 122,4, das ist etwas höher als an den Vortagen.

18.40 Uhr: 1000. bestätigter Corona-Fall im Landkreis Waldshut

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Landkreis Waldshut hat heute die Marke von 1000 Fällen überschritten. Mit 59 Neuinfektionen seit Mittwoch sind aktuell nun insgesamt 1020 Fälle seit Beginn der Pandemie gemeldet. Pro 10.000 Einwohner waren oder sind damit 59,7 Einwohner von einer Infektion direkt betroffen. Das Landratsamt Waldshut nennt derzeit 403 aktive Fälle. Als genesen gelten aktuell 581 Personen. 36 Tote sind zu beklagen. Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 170,2 Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage liegt der Landkreis Waldshut deutlich über dem Landesschnitt (119,6).

18.14 Uhr: Neuer Corona-Höchstwert - aber der Anstieg scheint abzuflachen

Kurz vor Ende der ersten Woche des Teil-Lockdowns im Kampf gegen das Coronavirus bleibt die Lage angespannt. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen innerhalb eines Tages stieg auf den neuen Höchstwert von 19.990, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Der Anstieg der Fallzahlen scheint sich aber etwas zu verlangsamen. Beim Auswerten der massenhaft ausgeweiteten Corona-Tests kommen Labore immer öfter nicht mehr hinterher - helfen soll auch eine stärkere Test-Konzentration.

Bundestag und Bundesrat wollen an diesem Freitag über weitere Krisen-Regelungen beraten. Den bislang höchsten Wert der neuen Infektionszahlen seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19.059 Fällen gemeldet. Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Rechenszenario erläutert, wie es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen geben könnte. Nun ist dieser Wert sieben Wochen früher übertroffen. Es war der fünfte gemeldete Höchststand an einem Donnerstag in Folge.

17.44 Uhr: Die Schweiz vermeldet neue Corona-Rekordwerte. Dennoch gibt es in den Grenzkantonen leichte Hoffnung auf Besserung

Verglichen mit deutschen Landkreisen stehen die eidgenössischen Kantone in der Pandemiebekämpfung katastrophal schlecht da. Trotzdem lassen die neuesten Zahlen in einigen Regionen die Sorgen zumindest nicht noch größer werden. Wir geben einen Überblick auch mit Hinblick auf unsere direkten Grenzkantone.

16.51 Uhr: Urlauber scheitert mit Eilantrag gegen Corona-Verordnung vor Gericht

In einer ersten juristischen Entscheidung zur jüngsten Corona-Verordnung hat ein Reisender wegen eines stornierten Urlaubs in Heidelberg eine Niederlage vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg kassiert. Die Kammer lehnte den Eilantrag des Mannes nach Angaben vom Donnerstag ab. Er hatte nach den Appellen der Bundesregierung für einen Verzicht auf Auslandsreisen extra ein Hotelzimmer in der Neckarstadt gebucht, um eine Woche in Heidelberg zu verbringen.

Das Verbot für touristische Übernachtungen nach der Corona-Verordnung habe ihm den Urlaub zunichtegemacht, hatte er argumentiert. Der Mann habe zwar Nachteile erlitten, weil er auf den geplanten Urlaub verzichten und auch nicht umplanen konnte, erklärte der 1. Senat des VGH.

16.32 Uhr: Insgesamt mehr als 6000 Corona-Tote in Schweden

In Schweden ist die Marke von 6000 Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus überschritten worden. Wie die Gesundheitsbehörde FOHM am Donnerstag mitteilte, ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen rasant angestiegen. Fast zehn Prozent der getesteten Menschen waren vergangene Woche positiv. Vor zwei Wochen waren es den Angaben zufolge noch 5,6 Prozent.

Am Donnerstag wurden insgesamt 141 764 Infizierte und 6002 Tote in der offiziellen Corona-Statistik ausgewiesen. Daraus gehen auch 314 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen hervor.

15.40 Uhr: WHO besorgt über Explosion der Corona-Infektionen in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich besorgt über die massiv beschleunigte Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa geäußert. "Wir erleben eine Explosion" der Fallzahlen auf dem Kontinent, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge, in Kopenhagen. Auch die Sterberate bei den Corona-Infizierten steige "allmählich".

15.11 Uhr: Tourismusverband: Teil-Lockdown reißt weitere Milliardenlöcher

Die Tourismusbranche in Deutschland schätzt die Umsatzeinbußen infolge des Teil-Lockdowns im November auf 10,2 Milliarden Euro. Von März bis August beläuft sich das Minus nach Berechnungen des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institutes für Fremdenverkehr durch die Corona-Krise auf etwa 46,6 Milliarden Euro, teilte der Deutsche Tourismusverband (DTV) mit.

Die Corona-Pandemie habe ein Milliardenloch in die Kassen von Gastronomie- und Unterkunftsbetrieben, Veranstaltern sowie von Kultur- und Freizeiteinrichtungen gerissen, sagte DTV-Präsident Reinhard Meyer. „Selbst in den Sommermonaten konnten die Verluste nicht aufgeholt werden. Der November-Lockdown droht endgültig vielen Betrieben die wirtschaftliche Basis zu entziehen.“ Seit Montag sind Hotels und Restaurants, Kinos, Museen und Theater sowie andere Freizeiteinrichtungen weitgehend geschlossen.

Die Bürger müssen sich an Kontaktbeschränkungen halten. Kitas, Schulen und Geschäfte bleiben im Gegensatz zum ersten Herunterfahren des öffentlichen Lebens im Frühjahr diesmal geöffnet. Sollten die Beschränkungen auch im Dezember anhalten, befürchtet der Tourismusverband weitere Umsatzeinbußen von etwa 9,5 Milliarden Euro.

15 Uhr: Nun auch in England Corona-Lockdown in Kraft getreten

Nach längerem Zögern der Regierung zählt nun auch England zu den vielen Ländern und Regionen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie ihr öffentliches Leben herunterfahren. Der Lockdown in England trat in der Nacht zum Donnerstag in Kraft: Bis mindestens Anfang Dezember bleiben nicht dringend notwendige Geschäfte geschlossen, die Menschen sollen ihr Zuhause nur noch für das Nötigste verlassen.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte den erneuten Lockdown in England am Samstag angekündigt. Am Mittwoch stimmte das Unterhaus in London mit großer Mehrheit zu - allerdings wandten sich 32 Abgeordnete von Johnsons Tories aus Sorge um die Wirtschaft des Landes gegen die Entscheidung. Während Schulen und Universitäten in England geöffnet bleiben, dürfen Cafés, Pubs und Restaurants Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen anbieten.

14.05 Uhr: Ärzte als Corona-Leugner - Kammer spricht von vielen Beschwerden

Die Landesärztekammer Baden-Württemberg berichtet von zahlreichen Beschwerden über Ärzte, die die Gefahren und Risiken der Corona-Pandemie herunterspielen, sie leugnen oder in Verschwörungstheorien einbetten. „Diese Ärztinnen und Ärzte äußern sich unter anderem dahingehend, dass sie Covid-19 als ungefährlich deklarieren sowie aktuelle Forschung zum Virus und die Sinnhaftigkeit von Impfungen infrage stellen“, sagte ein Sprecher der Kammer in Stuttgart. Es handele sich um persönliche Einzelmeinungen.

Die Mehrzahl der mehr als 70.000 Ärzte im Land finde es mehr als bedauerlich, dass Vertreter des Berufsstandes Gefahren durch das Coronavirus verharmlosten, den Glauben an angeblich dahinter steckende „dunkle Mächte“ verbreiteten und wissenschaftlich erwiesenermaßen falsche Informationen streuten. Die Mehrheit der Ärzte arbeite in der medizinischen Versorgung in Kliniken, Praxen, Behörden und an anderen Stellen, oft am Rande der eigenen Belastbarkeit.

„Sie empfinden das Verdrehen der Wirklichkeit als Zumutung – insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie selbst die Corona-Gefahr tagtäglich miterleben, mit erhöhtem Ansteckungsrisiko konfrontiert sind und nicht nur Patienten, sondern auch Mitarbeiter bestmöglich vor dem Virus schützen müssen und wollen“, sagte der Kammersprecher.

13 Uhr: In den Fußgängerzonen im Landkreis Waldshut gilt ab sofort keine generelle Maskenpflicht mehr

Als Reaktion auf die Überschreitung des Inzidenzwertes von 50 hatte das Landratsamt Waldshut Ende Oktober eine generelle Maskenpflicht in den Fußgängerzonen im Kreis Waldshut erlassen. Diese Allgemeinverfügung wurde nun aufgehoben. Warum, und wann jetzt eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss, erfahren Sie hier.

12 Uhr: Laut Studie wohl geringes Infektionsrisiko in Kitas

Bei kleinen Kita-Kindern besteht nach einer Studie der Universität Frankfurt wohl ein vergleichsweise geringes Corona-Ansteckungsrisiko. Bei der „Safe-Kids-Studie“ in Zusammenarbeit mit dem hessischen Sozialministerium waren über einen Zeitraum von zwölf Wochen 825 Kinder sowie 372 Mitarbeiterinnen in 50 Kitas in Hessen getestet worden, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Dabei seien nur zwei Probanden positiv getestet worden - in beiden Fällen Erzieherinnen. Zuerst hatten die Wochenzeitung „Die Zeit“ und die „Ärzte Zeitung“ darüber berichtet.

Im Untersuchungszeitraum (18. Juni bis 10. September) sei die Rate an Neuinfektionen landesweit allerdings als niedrig einzustufen gewesen, hieß es. Daher seien die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf ein Umfeld mit hoher Inzidenz übertragbar. Im Studienzeitraum hätten jedoch auch die hessischen Sommerferien und die Wochen danach gelegen, in denen es reisebedingt zu einem Anstieg der Fallzahlen kam. „In den zwölf Wochen Beobachtungszeitraum hat sich wohl keines der mehr als 800 untersuchten Kinder infiziert“, sagte Studienleiterin Sandra Ciesek der Zeitung. „Die Wahrscheinlichkeit scheint also extrem gering zu sein, dass sich Kinder anstecken.“

10.50 Uhr: Im schweizerischen Thurgau und in Schaffhausen sind die Corona-Fallzahlen rasch angestiegen

Während der Anstieg der Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Konstanz kontinuierlich verläuft, haben es viele Kantone der Schweiz mit einem sprunghaften Anstieg zu tun. Wie die Lage aktuell in den Nachbarkantonen Thurgau und Schaffhausen ist und wie diese reagiert haben, lesen Sie hier.

9.45 Uhr: Verband: neue Corona-Verordnung Katastrophe für Einzelhandel

Kurz nach Beginn der neuen coronabedingten Einschränkungen schlägt der Einzelhandel Alarm. „Die Lage ist superdramatisch“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Einzelhandelsverbands Baden-Württemberg, Sabine Hagmann. Insbesondere die Modebranche leide unter Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent. Auch große Kaufhäuser seien betroffen. Die Einschränkungen träfen die Geschäfte zum ungünstigsten Zeitpunkt. „Im November und Dezember läuft das Weihnachtsgeschäft, auf das etwa 30 Prozent des Jahresumsatzes entfallen.“

Nach der jüngsten Corona-Verordnung darf sich in Geschäften pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche nur noch ein Kunde aufhalten. Hat ein Geschäft weniger Fläche, ist nur ein Kunde im Laden erlaubt. Manche Menschen wüssten gar nicht, dass die Läden offen seien, andere hielten sich an den Appell, möglichst zu Hause zu bleiben, sagte Hagmann. Hinzu komme die Schließung der Gastronomie, die üblicherweise auch Kunden für den Handel anziehe.

9 Uhr: Konsequenzen nach Corona-Ausbruch für Schwenninger Freikirche

Auf eine Schwenninger Freikirche kommen möglicherweise amtliche Konsequenzen in der Folge eines erheblichen Corona-Ausbruchs zu. Nach zwei Gottesdiensten Ende Oktober waren bis Dienstag dieser Woche 40 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Am Mittwoch sagte eine Sprecherin der Behörde, es sei noch nicht abschließend über den Fall entschieden. Die Prüfung der Vorgänge laufe noch.

Bemängelt wurden unter anderem fehlende oder bewusst falsche Einträge in Anwesenheitslisten bei einem Gottesdienst am Samstag und bei einem am Sonntag, Der Umstand, dass sich so viele Personen bei den Gebetsveranstaltungen angesteckt haben, lässt für die Behörde zudem die Frage nach Einhaltung der Hygieneregeln wie Abstand und Tragen eines Mund-Nasenschutzes aufkommen.

8.20 Uhr: Mehr Rückstau in Corona-Laboren - Größerer Anteil an Tests positiv

Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1.11.) 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.799 abzuarbeitenden Proben. 55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

„Mit steigenden Probenzahlen, wie sie zurzeit aufgrund der weiten Indikationsstellung zu beobachten sind, verlängern sich auch die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten, mit möglichen Konsequenzen für die zeitnahe Mitteilung des Ergebnisses an die betroffenen Personen, sowie einem größeren Verzug bei der Meldung an das Gesundheitsamt“, schreibt das RKI. Es gebe in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befänden.

Die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich derweil in den vergangenen zwei Monaten in etwa verzehnfacht. So schlugen in Kalenderwoche 44 (bis 1.11.) laut RKI etwa 7,3 Prozent der Tests an - der höchste Wert seit der ersten Aprilhälfte. In Kalenderwoche 35 (bis 30.8.) waren es noch rund 0,7 Prozent.

Donnerstag, 5.11., 6.50 Uhr: Höchstwert: 19.990 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19.990 Fällen binnen eines Tages einen bisherigen Höchstwert erreicht. Dies ging aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen hervor. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19.059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16.774.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht am Mittwoch bei 0,81 (Vortag: 0,94). Das heißt, dass ein Infizierter im Mittel etwas weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Mittwoch bei 0,92 (Vortag: 0,98). Er zeigt das Geschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Das waren die Entwicklungen am 4. November: 

22.03 Uhr: Blitzhochzeit vor dem Lockdown: Wie dieses Brautpaar innerhalb von 24 Stunden seinen großen Tag organisierte

Schon einmal haben sie ihre Hochzeit verschoben – vom 4. April auf den 7. November. Doch diese Woche kam der Teil-Lockdown und damit auch das Aus für eine größere Feier am zweiten Termin. So entschied sich das Brautpaar Jennifer und Andreas Falkus am vergangenen Freitag dafür, doch gleich am nächsten Tag zu heiraten. Der Beginn einer Zitterpartie.

21.35 Uhr: Italien verhängt Corona-Ausgangssperren und Reisebeschränkungen

Viele Teile Italiens werden rot: Rom legt im Kampf gegen das Coronavirus Hochrisikozonen fest. Dort sollen die Bürger möglichst wenig aus dem Haus gehen. Andere Restriktionen gelten im ganzen Land.

Nächtliche Ausgangssperren und Risikozonen mit Reiseverboten: Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle schränkt die Regierung in Rom die Bewegungsfreiheit der 60 Millionen Bürger ab Freitag verstärkt ein. Die Ausgangssperre gilt von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem teilt die Regierung das Land in drei Risikozonen ein und erlässt Teil-Lockdowns für besonders gefährdete Gebiete. Das geht aus dem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zum Mittwoch unterschrieben hat.

Anfangs sollte das Dekret am Donnerstag in Kraft treten. Am Abend verschob der Regierungschef den Start überraschend auf Freitag. Die Vorbereitung brauche noch Zeit.

In den Zonen mit hohem oder sehr hohem Risiko - sie werden meist als orange und rote Zonen bezeichnet - wird das Verlassen des Wohnorts und der Region beschränkt. Als Ausnahmen gelten die Arbeit oder medizinische Gründe. Zudem müssen dort Bars und Restaurants schließen.

21.20 Uhr: Letzter Dreierpack im Corona-Jahr: Diplomat Löw bereit für Debatten

Wieder tritt die Nationalmannschaft gleich dreimal an. Vor den letzten Länderspielen des Jahres ist Joachim Löw somit erneut nicht nur als Bundestrainer, sondern auch als Moderator gefordert. Seine Personalauswahl folgt der besonderen Logik in kniffligen Zeiten.

Joachim Löw weiß, was auf ihn zukommt. Und er ist auf das Wehklagen vorbereitet. Wenn der Bundestrainer am Freitag seinen letzten Nationalmannschaftskader im schwierigen Corona-Jahr 2020 benennt, werden seine Fähigkeiten als Fußball-Diplomat noch einmal extrem gefordert sein. Sorge und Unverständnis aus der Fußball-Bundesliga über den nächsten Länderspiel-Dreierpack werden angesichts der wieder verschärften Pandemie-Lage kaum geringer sein als bei den viel diskutierten Partien im September und Oktober.

20.50 Uhr: Corona-Ausbruch im Konstanzer Pflegehaus Don Bosco: Sechs Mitarbeiter positiv, zahlreiche Testergebnisse stehen noch aus

Im Konstanzer Pflegehaus Don Bosco sind sechs Mitarbeiter positiv getestet worden. Pfleger klagten am Wochenende über typische Symptome wie Halsschmerzen, Husten und Fieber. Am Montag kam die Diagnose Covid 19. Besuche von Familienangehörigen sind nun bis mindestens Ende der Woche ausgesetzt – außer bei palliativ betreuten Menschen.

20.10 Uhr: Fußball-Nationalspieler Havertz mit Coronavirus infiziert

Fußball-Nationalspieler Kai Havertz vom FC Chelsea ist mit dem Coronavirus infiziert. Das gab Trainer Frank Lampard am Mittwoch kurz vor dem Champions-League-Spiel des Premier-League-Clubs gegen Stade Rennes bekannt. Havertz sei positiv getestet worden, schrieb der Verein auf Twitter. Als Konsequenz habe sich der Spieler in Selbstisolation begeben. Ob der 21-Jährige Symptome auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gezeigt hat, gab der Club nicht bekannt. Havertz gehörte daher im Gegensatz zu Nationalstürmer Timo Werner auch nicht zum Aufgebot für die Partie gegen Rennes.

19 Uhr: Maas zum zweiten Mal in Corona-Quarantäne

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen wegen eines Kontakts mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne begeben. Ein erster Corona-Test sei am Mittwoch aber negativ gewesen, teilte das Auswärtige Amt mit. Maas werde sich erneut in einem Haus in Brandenburg isolieren. Der Kontakt erfolgte bereits am Montagabend mit einem „ausländischen Delegationsteilnehmer“. Staatsminister Michael Roth sei auch dabei gewesen, die Abstands- und Hygieneregeln seien bei dem Treffen eingehalten worden.

18.41 Uhr: Mini-Jobber gehören zu den Corona-Verlierern

Mini-Jobber gehören zu den größten Verlierern der Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt eine nun in Berlin veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach lag die Zahl der Mini-Jobber im Juni 2020 um 850.000 oder 12 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ging im gleichen Zeitraum nur um 0,2 Prozent zurück. „Gerade in einer Rezession wie derzeit werden Minijobberinnen und Minijobber schnell vor die Tür gesetzt“, sagte der Wissenschaftler Markus Grabka.

Die Mini-Jobber haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, was zu einer schnelleren Entlassung führe. In den besonders coronageplagten Branchen Gastronomie und Veranstaltungen gibt es überdurchschnittlich viele Mini-Jobs.

17.43 Uhr: 2840 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2840 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 90.738, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte.

276 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung, 146 von ihnen werden den Angaben zufolge invasiv - also etwa über einen Schlauch - beatmet. 76 Prozent der Intensivbetten im Südwesten sind belegt.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 16 auf 2071. Als genesen gelten den Angaben zufolge 58.960 Menschen. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen inzwischen bei 121,4, etwas höher als an den Vortagen.

17.25 Uhr: Donaueschinger Bürgermeister Severin Graf in Quarantäne

Normalerweiser sitzt im Gemeinderat in Donaueschingen zur Linken von OB Erik Pauly stets Bürgermeister Severin Graf. Doch am Dienstag bliebt der Platz leer und der Bürgermeister fehlte. Aktuell befindet sich die Nummer zwei im Donaueschinger Rathaus in Quarantäne. „Das Testergebnis ist aber negativ“, teilt der Oberbürgermeister mit.

17.10 Uhr: Überlinger Dreikönigstrunk und Bürgerempfang werden Opfer des Coronavirus

Die Stadt Überlingen sieht sich gezwungen, den traditionsreichen Neujahrsempfang mit klingendem Namen und seine „Ergänzungs-Veranstaltung“, den Bürgerempfang, abzusagen. Oberbürgermeister Jan Zeitler geht deshalb online, um den Überlingern seine Sicht aufs vergangene und neue Jahr zu schildern. Hier lesen Sie dazu alle Details.

17 Uhr: Gericht bestätigt Maskenpflicht im Schulunterricht

Schüler an den Südwest-Schulen müssen weiterhin im Unterricht eine Corona-Schutzmaske tragen. Der Verwaltungsgerichtshof lehnte - wie im Oktober - einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht am Mittwoch ab.

Eine Siebtklässlerin konnte sich nicht mit dem Argument durchsetzen, es sei nicht Aufgabe von Kindern, andere zu schützen. Auch der Hinweis der Schülerin einer Schule im Landkreis Sigmaringen auf eine Empfehlung des Vereins Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung überzeugte die Richter nach eigenen Angaben nicht.

Laut dem Verein sollen Arbeitnehmer nach zwei Stunden mit Maske eine Erholungspause von 30 Minuten einlegen. Diese Angaben bezögen sich aber auf mittelschwere Arbeiten, nicht auf Schulunterricht, betonte der 1. Senat. In der Regel müssten Schüler nicht zwei oder mehr Stunden Maske tragen, ohne ungehindert Frischluft einatmen zu können.

16.22 Uhr: Herbert Grönemeyer will Geld reicher Menschen für Kultur

Der Musiker Herbert Grönemeyer („Mensch“) hat zur Stützung der coronabedingt darbenden Kulturszene mehr Einsatz von Wohlhabenden gefordert. In der „Zeit“ sprach sich der 64-Jährige für eine „Kultur der gemeinsamen Verantwortung und des Mitgefühls“ aus. „Wäre die Zeit nicht günstig für eine Solidaritätssonderzahlung der Vermögendsten“, fragte Grönemeyer.

Sie könnten mit Sonderzahlungen die Not im Kreativbereich lindern: „Wenn sich die Wohlhabendsten bereit erklären würden zu einer zweimaligen Sonderzahlung von zum Beispiel 50.000 bis 150.000 Euro, jeweils in diesem wie auch im nächsten Jahr, stünden ad hoc circa 200 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung, um Existenzen zu sichern, Pleiten aufzufangen und Ängste zu mildern“, sagte Grönemeyer. Er bezog sich dabei auf „circa 1,8 Millionen Millionäre“, die es in Deutschland gebe.

Eine Gesellschaft sei wie eine Familie. Es sei an der Zeit, dass die reichsten Familienmitglieder den Ärmeren helfen. „Nicht nur die Regierung, auch eine Gesellschaft, eine Familie muss sich bewegen und handeln und tun, was sie kann.“

15.25 Uhr: Polizeifreiwillige wollen im Kampf gegen Corona-Krise helfen

Knapp 200 Mitglieder des Freiwilligen Polizeidienstes wollen die Gesundheitsämter im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums. Das Innenministerium fragte vergangene Woche bei den Dienststellen ab, ob unter den Ehrenämtlern Interesse an einer Bürotätigkeit in den Gesundheitsämtern besteht. 200 hätten ihr Interesse bekundet.

Laut Innenministerium gibt es insgesamt im Land knapp 600 Polizeifreiwillige. Nun muss der Einsatz noch vom Corona-Lenkungskreis der Landesregierung beschlossen werden, hieß es aus dem Staatsministerium.

14.42 Uhr: Gericht entscheidet ab Freitag über Anträge gegen Corona-Verordnung

Vom Berufsmusiker über ein Bordell bis zu einem Hotelgast: Knapp 30 Verfahren gegen die Regelungen der jüngsten Corona-Verordnung sind am Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Mannheim eingegangen. Wie das Gericht jetzt mitteilte, wird es über erste Eilanträge voraussichtlich am Freitag entscheiden.

Antragsteller sind auch Hotels, Spielhallen, Restaurants, Fitnessstudios, Kosmetikstudios, ein Tattoostudio, eine Tanzschule, eine Wettannahmestelle und Privatpersonen. Auch die vorhergehende Corona-Verordnung hatte aufsehenerregende Entscheidungen des VGH ausgelöst. So kippten die Richter Mitte Oktober das Beherbergungsverbot für Hotels und Pensionen.

14.20 Uhr: Rekordwerte bei Corona-Neuinfektionen in Österreich und der Schweiz

Die Corona-Pandemie hat Österreich und die Schweiz weiterhin fest im Griff. In beiden Ländern gab es binnen 24 Stunden so viele Neuinfektionen wie noch nie. Österreich verzeichnete 6211 Fälle, wie das Innenministerium mitteilte. Insgesamt waren über 2500 Infizierte im Krankenhaus, 383 davon auf einer Intensivstation.

In der Schweiz und Liechtenstein gab es binnen 24 Stunden 10.073 neu bestätigte Corona-Infektionen, wie das Bundesamt für Gesundheit bekanntgab. Das bedeutet eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vortag, als über 6100 bestätigte positive Corona-Fälle gemeldet wurden. Zudem sind 73 Patienten an oder mit dem Virus verstorben.

14 Uhr: Schulen im Corona-Ausnahmezustand: Viele Rektoren, Lehrer und Eltern im Bodenseekreis bleiben skeptisch

Über Monate war aufgrund der Corona-Pandemie nur Fernunterricht möglich. Mit Beginn der „zweiten Welle“ bleiben die Schulen offen, doch Einschränkungen – Stichwort Maskenpflicht – gibt es trotzdem. Wie zufrieden sind die Betroffenen mit dem Krisenmanagement vor Ort? Wir haben nachgefragt.

13.31 Uhr: Kontakte merken, um Nachverfolgung zu erleichtern

Das baden-württembergische Sozialministerium hat an die Bevölkerung appelliert, sich ihre Kontakte zu merken, um diese bei einer Infektion mit dem Corona-Virus besser nachverfolgen zu können. Ein Sprecher sagte in Stuttgart, sicherlich sei es sinnvoll, seine Kontakte im Gedächtnis zu behalten und diese bei einem positiven Testergebnis sofort zu informieren, um die Arbeit der Gesundheitsämter gegebenenfalls zu vereinfachen.

„Allerdings sollten die Menschen in der derzeitigen Situation ohnehin Kontakte so weit wie möglich reduzieren, sodass hier überhaupt keine große Namensliste zusammenkommen sollte.“ Das Sozialministerium empfahl erneut die Nutzung der Corona-Warn-App. Sie sei kein Allheilmittel, nur einer von vielen Bausteinen der Pandemie-Bekämpfung, hieß es.

12.51 Uhr: Bis zu 12.000 Euro pro Verein: Land verlängert Hilfsangebot

Das Land verlängert die Hilfe für notleidende Vereine in der Corona-Pandemie. Gemeinnützige Vereine und zivilgesellschaftliche Organisationen können nun fünf weitere Monate lang Anträge auf finanzielle Unterstützung stellen, wie das Sozialministerium mitteilte. Beantragt werden kann über das Serviceportal des Landes eine jeweils einmalige Förderung von maximal 12.000 Euro pro Verein oder Organisation, die nicht zurückbezahlt werden muss.

Ursprünglich sollten die Fördermittel nur bis Ende Oktober beantragt werden können. Das Hilfspaket richtet sich an Vereine und Organisationen im Zuständigkeitsbereich des Sozial- und Integrationsministeriums, die unverschuldet in Not geraten sind. Anträge stellen können etwa Nachbarschaftshilfen, Tafelvereine, Selbsthilfevereine, Mehrgenerationenhäuser, oder Vereine und freie Träger in der Kinder- und Jugendarbeit.

11.41 Uhr: Die Weihnachtsmärkte in Basel und in der Ravennaschlucht sind abgesagt

Der Regierungsrat habe am Dienstag mit großem Bedauern entschieden, den Basler Weihnachtsmarkt abzusagen, wie er in einer Medienmitteilung bekannt gab. Mit der aktuellen Entwicklung der Pandemie seien die Gesundheitsrisiken zu groß und eine Durchführung nicht vertretbar, heißt es in der Mitteilung. Unter einem strengen Schutzkonzept hätte der Markt vom 26. November bis 23. Dezember stattfinden sollen. So war geplant, den Weihnachtsmarkt mit einer Besucherbegrenzung und entsprechender Zugangskontrolle sowie mit einer Maskentragepflicht durchzuführen.

Unsere Übersicht zu den Weihnachtsmärkten in der Region finden Sie hier.

11.26 Uhr: Teil-Lockdown in Portugal in Kraft getreten

In weiten Teilen Portugals ist am Mittwoch ein zweiter Lockdown wegen der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Auf eine strenge Ausgangssperre wird dabei verzichtet, stattdessen wird den Portugiesen nur dringend empfohlen, möglichst zu Hause zu bleiben. Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitern Homeoffice ermöglichen. Anders als während des ersten Lockdowns im Frühling bleiben Schulen, Geschäfte, Restaurants und Kultureinrichtungen geöffnet.

Die Maßnahmen gelten für 121 der 308 Kommunen des Landes, die gemeinsam etwa 70 Prozent der Gesamtbevölkerung stellen. Sie sind zunächst auf zwei Wochen befristet. Die Regierung erwägt darüber hinaus weitere Maßnahmen, darunter etwa eine Ausgangssperre an Wochenende oder Temperaturkontrollen am Eingang zu öffentlichen Einrichtungen.

9.57 Uhr: Mini-Jobber gehören laut Studie zu den Corona-Verlierern

Mini-Jobber gehören zu den größten Verlierern der Corona-Pandemie. Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch in Berlin veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Demnach lag die Zahl der Mini-Jobber im Juni 2020 um 850.000 oder 12 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs ging im gleichen Zeitraum nur um 0,2 Prozent zurück.

„Gerade in einer Rezession wie derzeit werden Minijobberinnen und Minijobber schnell vor die Tür gesetzt“, sagte der Wissenschaftler Markus Grabka. Die Mini-Jobber haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, was zu einer schnelleren Entlassung führe. In den besonders coronageplagten Branchen Gastronomie und Veranstaltungen gibt es überdurchschnittlich viele Mini-Jobs. Von den Menschen, die 2019 ausschließlich einem Mini-Job nachgegangen sind, hatte rund die Hälfte im Frühjahr 2020 gar keine bezahlte Arbeit mehr.

9.02 Uhr: Italien verhängt nächtliche Ausgangssperre wegen Coronavirus

Wegen der Corona-Pandemie hat Italien eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Regierungschef Giuseppe Conte unterzeichnete laut Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch einen entsprechenden Erlass. Ab Donnerstag müssen die Italiener ab 22 Uhr zu Hause bleiben. Zudem treten weitere Corona-Auflagen in Kraft. Einkaufszentren müssen beispielsweise künftig am Wochenende geschlossen bleiben. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 3. Dezember.

7.16 Uhr: 17.214 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 17 214 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervor. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 14 964 gelegen - das waren beinahe doppelt so viele wie am Mittwoch der Woche davor. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 577 593 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 04.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Mittwoch um 151 auf insgesamt 10 812. Das RKI schätzte am Dienstag, dass rund 371 500 Menschen inzwischen genesen sind - die Angabe für Mittwoch fehlte zunächst noch. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Dienstag bei 0,94 (Vortag: 1,07).

6.48 Uhr: Südwest-Parlament streitet um richtigen Weg gegen das Virus

Nach der Sondersitzung vergangene Woche befasst sich der Landtag am Mittwoch erneut mit der der sich zuspitzenden Corona-Lage. Seit Montag gilt in ganz Deutschland wegen der stark gestiegenen Infektionszahlen ein auf vier Wochen beschränkter Teil-Lockdown. Unter anderem Gastronomie und Kultureinrichtungen wie Kinos und Theater bleiben bis Ende November geschlossen. Die FDP will die aktuelle Stunde nutzen, um die Strategie der Landesregierung im Kampf gegen die Pandemie zu kritisieren. Sie hält den Teil-Lockdown für Aktionismus und Symbolpolitik.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 3. November:

22.40 Uhr: Altmaier: Abschlagszahlung für Unternehmenshilfe bis Ende November

Es komme auf jeden Tag an, warnt die Reisebranche. Zur Untätigkeit verurteilte Unternehmen benötigten die angekündigte November-Hilfe sofort. Wirtschaftsminister Altmaier kann den Wunsch nicht ganz erfüllen, will aber schnell handeln.

Peter Altmaier (CDU) hat rasche Hilfen für die von Corona-Beschränkungen betroffenen Unternehmen bis Ende des Monats angekündigt. Sein Ziel sei es, dass vor Ende November mindestens Abschlagzahlungen gemacht werden könnten, sagte Altmaier nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Dazu werde man notfalls auch neue Wege etwa über die Sparkassen- und Volksbanken gehen, damit das Geld rasch verfügbar sei. Viele Unternehmen hätten keine Reserven mehr.

22.06 Uhr: „Charlie-Hebdo“-Prozess wegen Corona-Infektionen unterbrochen

Wegen mehrerer Corona-Infektionen wird der Prozess um den islamistischen Terroranschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ frühestens Ende kommender Woche fortgesetzt. Drei Angeklagte seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstagabend mit. Der Gerichtspräsident hat demnach erklärt, dass die negativ getesteten Angeklagten, die vor dem Gericht erschienen waren, erneut am Donnerstag getestet werden.

Der Prozess hatte Anfang September unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in Paris begonnen. Vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle wird seitdem eine mehrtägige Anschlagsserie aufgerollt, bei der im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen getötet wurden. Von den Anschlägen war nicht nur die Redaktion von „Charlie Hebdo“ betroffen, sondern auch ein koscherer Supermarkt in Paris. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

Den 14 Angeklagten wird vorgeworfen, bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen zu haben. Drei von ihnen sind flüchtig. Im Gericht galt wie überall in Paris Maskenpflicht. Der Prozess gilt als historisch, eigentlich sollte er bis Ende kommender Woche dauern. Dieser Zeitplan dürfte nun nicht mehr zu halten zu sein.

21.23 Uhr: Merkel: Schnelle Hilfe für Firmen bei Umsatzausfällen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Ziel einer raschen Hilfe für Unternehmen bekräftigt, die wegen Schließungen in der Corona-Krise Umsatzeinbußen haben. Man wolle nicht missbrauchsanfällige, pragmatische und schnelle Lösungen finden, sagte Merkel am Dienstag nach Angaben von Teilnehmern in einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag in Berlin.

Bei den entsprechenden Verhandlungen zwischen dem SPD-geführten Finanz- und dem CDU-geführten Wirtschaftsministerium gibt es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur noch einige offene Punkte.
Merkel sagte demnach, man arbeite mit Hochdruck am Ausgleich für jene, die wegen der staatlichen Anordnung ihre geschäftliche Tätigkeit einstellen mussten. 

20.17 Uhr: Tennishallen sollen nach der neuen Corona-Verordnung des Landes so gut wie leer sein

Corona-Regeln sind das eine, aber die Auslegung und Umsetzung ist bisweilen Interpretationssache. Oder doch nicht? Bei den Tennissportlern stellt sich derzeit die Frage, ob und wie Training in den Tennishallen stattfinden kann. Darf in der Tennishalle jeder Platz nur mit jeweils zwei Spielern belegt sein oder darf nur auf einem Platz in der Halle ein Einzeltraining mit zwei Sportlern stattfinden? Nur noch zwei Personen dürfen etwa in den Tennishallen in Tiengen und Lauchringen zum Training auf einen Platz. In Bad Säckingen bleibt der mittlere von drei Plätzen geschlossen.

20 Uhr: 2450 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 2450 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 87.898, wie die Behörde mitteilte. 253 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung. 139 von ihnen würden invasiv beatmet.

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um elf auf 2055. Als genesen gelten den Angaben zufolge 57.828 Menschen. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen inzwischen bei 119,6, etwas höher als am Vortag (116,7). Den höchsten Wert weist den Angaben zufolge weiterhin der Stadtkreis Heilbronn mit 192 auf.

18.45 Uhr: Auch 2021 fällt der grenzüberschreitende Flohmarkt in Konstanz aus

Der beliebte Flohmarkt, der für den 12. und 13. Juni 2021 geplant war, wird aufgrund der Corona-Pandemie auf Konstanzer Seite nicht stattfinden. Die Kreuzlinger möchten mit ihrer Entscheidung die weiteren Entwicklungen abwarten.

17.30 Uhr: Großer Corona-Ausbruch nach Gottesdiensten in Schwenningen

Das ist der bislang größte Corona-Ausbruch in der Region Schwarzwald-Baar: Nach zwei Freikirchen-Gottesdiensten in Schwenningen spricht das Landratsamt „von 40 Corona-Fällen“, die den beiden Veranstaltungen zugeordnet würden.

Die Gottesdienste sollen demnach bereits am Wochenende des 25. und 26. Oktober stattgefunden haben. Insgesamt geht die Behörde bislang von 150 Gästen bei beiden Veranstaltungen aus. Viele haben falsche Kontaktdaten hinterlassen.

17 Uhr: Bericht: Bund und Länder verabreden Corona-Impfstrategie

Bund und Länder haben sich einem Bericht zufolge auf eine Impfstrategie gegen das Coronavirus verständigt. Der Bund finanziere die Beschaffung des Impfstoffes, die Länder seien für die Organisation zuständig und sollten Impfzentren einrichten, berichteten die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland unter Berufung auf eine Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz.

Die Länder sollen demnach das "notwendige Zubehör zur fachgerechten Durchführung von Impfungen" beschaffen und finanzieren. Je nach Bedarf sollten die Kassenärztlichen Vereinigungen den Ländern helfen. An den Kosten der Impfzentren werde sich der Bund über die gesetzlichen Krankenkassen beteiligen.

Dem Bericht zufolge soll bundeseinheitlich geregelt werden, welche Bevölkerungsgruppen wann geimpft werden. Pflegeheimbewohner, die zur Risikogruppe gehören und voraussichtlich bevorzugt geimpft werden, sollen demnach nicht in die Zentren kommen müssen - sie sollen stattdessen von den Ärzten besucht werden. Auch Transport und Lagerung des Impfstoffes sollen laut dem Bericht nach klaren Regeln erfolgen. Bundesweit soll der Impfstoff demnach an 60 Standorte geliefert werden.

16.36 Uhr: Kretschmann zur zweiten Welle: „Damit haben wir nicht gerechnet“

Die politischen Entscheidungsträger sind aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann von der Wucht der zweiten Pandemiewelle überrollt worden. „Damit haben wir nicht gerechnet, das muss man schon ehrlicherweise sagen“, räumte der Grünen-Politiker mit Blick auf die rasant steigenden Infektionszahlen ein.

Es habe aber auch keine Anzeichen dafür gegeben, dass das mit der Geschwindigkeit so hochgehe. Es gebe immer Leute, die warnten, sagte Kretschmann. Man hätte „extremer vorsorgen“ können, aber damit verwirke man die Akzeptanz in der Bevölkerung. Man sei schon relativ schnell gewesen in der Reaktion auf die Entwicklung der Pandemie. Der Virus und seine Aggressivität diktierten letztendlich das Geschehen.

15.32 Uhr: Land macht Weg frei für Corona-Schnelltests an Schulen und Kitas

Antigen-Schnelltests sollen in Baden-Württemberg künftig auch an Schulen und Kitas zur Eindämmung von Corona-Infektionen eingesetzt werden. Man habe mit Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) beschlossen, kommende Woche eine entsprechende Kabinettsvorlage vorzulegen, verkündete Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.

Die Bundesländer hatten sich bei ihrem Treffen vergangene Woche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf verständigt, dass Corona-Schnelltests künftig in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen eingesetzt werden sollen. Mit den Schnelltests soll ein Ergebnis innerhalb weniger Minuten vorliegen. Bisher setzt die Landesregierung an Schulen und Kitas nur auf sogenannte PCR-Tests. Deren Ergebnisse liegen in der Regel erst nach ein bis zwei Tagen vor - sie gelten aber als weniger fehleranfällig. Zuvor hatte es Debatten in der grün-schwarzen Koalition über den Einsatz von Schnelltests gegeben.

14.57 Uhr: Union und SPD einigen sich auf Neufassung des Infektionsschutzgesetzes

Union und SPD haben sich auf eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes geeinigt, mit der die Corona-Einschränkungen künftig vor den Gerichten besser bestehen sollen. Die Vorlage enthält "gesetzliche Konkretisierungen" für einzelne Corona-Schutzmaßnahmen, wie SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich am Dienstag in Berlin sagte. Nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) soll das Gesetz bereits am Freitag in erster Lesung im Bundestag beraten und in der kommenden Sitzungswoche verabschiedet werden.

Mit der Neuregelung soll die gesetzliche Grundlage für die Länder-Verordnungen zur Pandemiebekämpfung präzisiert werden. Dafür wird es Spahn zufolge neben der bisherigen Generalklausel eine Aufzählung konkreter Maßnahmen in der jetzigen Pandemie geben. Mützenich sagte, es gehe um eine bundeseinheitliche klare Regelung für Maßnahmen wie etwa die pandemiebedingte Schließung von Gaststätten. Dafür solle dem Gesetz ein neuer Paragraf 28a hinzugefügt werden. Dieser neue Paragraph soll konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Pandemien benennen und rechtlich absichern. Nach Angaben von Unionsfraktionsvize Georg Nüßlein (CSU) werden dort 14 Punkte aufgeführt - etwa die Anordnung von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum, von Abstandsgeboten und Maskenpflicht sowie Beschränkungen für Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

14.22 Uhr: Testkapazitäten begrenzt - RKI passt Kriterien für Corona-Tests an

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf die Grenzen der Corona-Testmöglichkeiten in Deutschland hingewiesen. Je höher die Fallzahlen seien, desto schwieriger werde es, alle Menschen mit Erkältungssymptomen zu testen, sagte RKI-Vizechef Lars Schaade am Dienstag in Berlin. Nötig wären dann mehr als drei Millionen Tests pro Woche - dies sei weder nötig noch erforderlich. Deshalb habe das RKI die Empfehlungen an Ärzte hinsichtlich der Testkriterien angepasst, sagte Schaade. Faktoren seien etwa die Symptome, die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe und die Wahrscheinlichkeit, dem Coronavirus ausgesetzt gewesen zu sein.

13.24 Uhr: Spahn sagt Gesundheitswesen umfassende Unterstützung zu

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat dem Gesundheitsbereich in der Corona-Krise umfassende Unterstützung zugesichert. „Keine Klinik soll wegen Corona wirtschaftlich benachteiligt sein“, sagte Spahn in Berlin. „Diese Jahrhundertpandemie erfordert besonders in einem Bereich eine nationale Kraftanstrengung“, sagte Spahn mit Blick auf das Gesundheitswesen.

„Die Lage ist ernst“, so der Minister. Denn die Zahl der Infektionen steige exponentiell an. „Die Zahl derjenigen, die beatmet werden müssen, steigt stark, zu stark.“ Spahn nannte die Pflegerinnen und Pfleger, die Reinigungskräfte und Ärzte - er sagte: „Sie alle sind die Helden unserer Zeit.“

Spahn sagte zudem: „Wir sind in einer entscheidenden Phase.“ Kritik daran, dass die Anti-Corona-Politik immer wieder geändert wird, wies Spahn zurück. „Dieses Virus ist tückisch, es lässt keine einfachen Antworten dazu“, sagte er. „In einer dynamischen Lage gehört das Anpassen der Lage zur Strategie.“ Der November mit seinem Teil-Lockdown könne helfen, das Virus besser in den Griff zu bekommen.

Spahn sieht Corona als enorme Herausforderung sowohl für die Staatsführung als auch für die Bürger. "Diese Pandemie ist eine echte Mammutaufgabe für uns als Regierung und für jede und jeden einzelnen in der Gesellschaft", sagte er. Der Höhepunkt dieser Aufgabe sei noch nicht erreicht.

13 Uhr: Boris Johnson kündigt für Freitag Massentests in Liverpool an

In einem britischen Pilotprojekt sollen alle Einwohner von Liverpool nach dem Willen der Regierung in London auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus getestet werden. Ab Freitag würden die rund 500.000 Einwohner der nordwestenglischen Stadt sowie Berufspendler auf das Virus getestet, kündigte Premierminister Boris Johnson an. Sollte sich die Ausbreitung des Virus damit tatsächlich bremsen lassen, könnte die Maßnahme demnach bis Weihnachten auf weitere Gemeinden ausgeweitet werden.

Mit insgesamt 47.000 Corona-Todesopfern ist Großbritannien das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Im ganzen Land, insbesondere aber in Liverpool, sind die Neuinfektionen in letzter Zeit wieder massiv angestiegen.

12.13 Uhr: Verkehrsminister Scheuer geht in Quarantäne

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) geht nach dem Corona-Fall bei Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Quarantäne. Ein Schnelltest bei Scheuer sei negativ gewesen, er gehe aber nach Absprache mit Ärzten in Quarantäne, sagte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Woidke war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er hatte am Samstag an der Eröffnung des Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen. Dort waren unter anderem auch Scheuer, Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu Gast. Sie standen auf einem Podium mit Woidke.

11.21 Uhr: Labore warnen vor Überlastung durch immer mehr Corona-Tests

Angesichts stark steigender Infektionszahlen warnen Labore vor einer Überlastung beim Auswerten von Corona-Tests. Die Testkapazität sei bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin am Dienstag auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit. Inzwischen sei „die rote Ampel überfahren“ worden. Bei Fortsetzung einer solchen Überflutung mit Proben oder einem möglichen Geräte- oder Personalausfall drohe ein Zusammenbruch der Versorgung. Nötig sei, die Testkapazitäten deutlich stärker auf besonders dringliche Fälle zu konzentrieren.

Verbandschef Michael Müller sprach von „gefährlichen und so nicht mehr akzeptablen Zuständen“. Wie für die Kliniken brauche es auch für fachärztliche Labore Mechanismen gegen solche Überlastungsszenarien. „Denn in den Laboren werden auch alle anderen Untersuchungen für die allgemeine Versorgung der Bevölkerung durchgeführt. Bei weiterer Überlastung wird es schwer, leistungsfähig zu bleiben.“

Der Verband kritisierte, immer noch würden zu viele PCR-Tests auch ohne Symptome gemacht und damit Personen mit sehr niedriger Priorität getestet. Für zusätzliche ungezielte Testkonzepte auf Landesebene gebe es keinen Spielraum mehr. In erster Linie seien medizinische Tests zur Diagnose von Infektionen da - und in der Pandemie auch dazu, die Ausbreitung zu verhindern und Risikogruppen zu schützen.

11.07 Uhr: Seilbahnen setzen auf Winterbetrieb mit strengem Hygienekonzept

Die Seilbahnen in den deutschen Ausflugs- und Wintersportgebieten setzen nach dem Teil-Lockdown auf eine Saison unter Corona-Hygieneregeln. Die Seilbahnen seien für den Winter gut vorbereitet und rechneten derzeit mit einem regulären Start bis Mitte Dezember, teilte der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte am Dienstag mit. Die Vorbereitungen liefen ganz regulär. Auch mit der Beschneiung der Pisten soll wie jedes Jahr begonnen werden, sobald es die Temperaturen zulassen.

In den Wartebereichen und während der Fahrt mussten die Gäste schon im Sommer Abstand halten und Masken tragen. Die Kabinenbahnen fuhren laut Verband nur mit 60 bis zu 80 Prozent der Gäste. Die Kabinen seien gut durchlüftet, die Gäste hielten sich nur für einen kurzen Zeitraum darin auf - und Skifahren und Winterwanderungen fänden ohnehin im Freien mit viel frischer Luft und Platz statt, hieß es weiter.

10.33 Uhr: Mehr Junge schwer an Corona erkrankt

Der Direktor der Intensivmedizin am Hamburger Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE), Stefan Kluge, berichtet von immer mehr jungen Corona-Patienten auf der Intensivstation. Anders als bei der ersten Welle der Virusausbreitung im Frühjahr seien dieses Mal viele Jüngere betroffen, sagte der Professor am Dienstag dem Radiosender Bayern 2. „Wir betreuen mehrere Patienten deutlich unter 50 Jahren und teilweise ohne Vorerkrankungen.“

Kluge, der auch Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ist, wies darauf hin, dass die Entwicklung bei der Zahl der Intensivpatienten der der Infizierten um mehrere Tage hinterherläuft: „In wenigen Tagen werden wir, was die Zahl der Krankenhauspatienten angeht, die erste Welle übertreffen. Und das ist besorgniserregend.“

8.30 Uhr: Lucha: Gesundheitsämter haben keine volle Kontrolle mehr

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben nach Einschätzung von Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) noch nicht völlig die Kontrolle beim Nachvollziehen von Coronainfektionen verloren. „Aber wir haben keine komplette Kontrolle mehr“, sagte er der „Stuttgarter Zeitung“ (Dienstag). Im Südwesten könne bei etwa 60 Prozent der Infektionen der Ursprung nicht mehr festgestellt werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht bundesweit von 75 Prozent aus.

Die Landesregierung unternehme alles, um die Gesundheitsämter mit mehr Personal auszustatten, sagte der Minister. „Am 1. Dezember müssen wir jede Infektionslage kennen, einschätzen und nachvollziehen können.“

Dienstag, 3. November, 7.25 Uhr: Corona sorgt in weiten Teilen Europas für Stillstand

Die Corona-Pandemie sorgt in Deutschland für einen teilweisen Lockdown. Um eine drohende Überlastung der Gesundheitssysteme zu vermeiden, greifen auch andere Länder zu unterschiedlichen Maßnahmen.

In Griechenland etwa wird im Großraum der Hafenstadt Thessaloniki wegen zahlreicher Corona-Fälle ab Dienstag ein Lockdown verhängt. Bürger, die tagsüber ausgehen möchten, müssen eine Nachricht per Kurznachrichtendienst (sms) an die Behörden schicken. Zwischen 21.00 Uhr abends und 05.00 Uhr morgens gilt ein Ausgangsverbot. Zudem wird der Flughafen von Thessaloniki geschlossen.

Italien will im Kampf gegen die zweite Corona-Welle alle Museen und Ausstellungen schließen. Die Mitte-Links-Regierung plant für öffentliche Transportmittel eine Obergrenze, nach der nur die Hälfte der Plätze besetzt werden darf. Einkaufszentren sollen künftig landesweit an Wochenenden schließen. Die italienische Regierung hatte ihre Maßnahmen zum Corona-Schutz bereits im Laufe des Oktobers mehrfach verschärft.

Auch in den Niederlanden wird erwartet, dass die Regierung erneut Maßnahmen verschärfen wird. In Österreich, das am Montagabend von einem Terroranschlag in Wien erschüttert wurde, gilt ähnlich wie Deutschland ein teilweiser Lockdown. Seit Dienstag sind die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot geschlossen. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr in der Früh dürfen die Menschen ihre Wohnung nur noch mit einem guten Grund verlassen.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 2. November:

22.09 Uhr: Teil-Lockdown - Nahverkehr im Südwesten weiter gut genutzt

Zum Start des Teil-Lockdowns sind die Busse und Bahnen in Baden-Württemberg am Montag unverändert stark genutzt worden. „Bei uns herrscht bisher nicht der Eindruck, dass die Fahrgastzahlen gesunken sind“, sagte beispielsweise ein Sprecher der Freiburger Verkehrs AG. Dies könne daran liegen, dass Schulen und Kitas nach wie vor geöffnet und viele Menschen auch regulär zu ihren Arbeitsstellen unterwegs seien.

Ähnlich äußerte sich ein Sprecher der Stuttgarter Straßenbahnen AG. „Es gibt keine erkennbare Veränderung“, teilte er auf Anfrage mit, aber auch er verwies auf den Teil-Lockdown, der ja vor allem Freizeitaktivitäten am Abend betreffe.

Die Deutsche Bahn (DB) wollte zunächst keine Tendenz für den Südwesten äußern. Die Nachfrage im Öffentlichen Nahverkehr liege aktuell bundesweit im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit bei etwa 70 Prozent. Die Bahn halte ihr Angebot weiterhin in vollem Umfang aufrecht, damit Berufspendler und Schüler die Arbeitsstätten und Schulen zuverlässig erreichen könnten.

Ebenfalls zurückhaltend äußerten sich die Verkehrsbetriebe in Konstanz und in Mannheim. Konkrete Einschätzungen lagen demnach am Montag noch nicht vor. Eine Sprecherin des Rhein-Neckar-Verkehrs (RNV) wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die ungewöhnlich milden Temperaturen zurzeit dafür sorgen, dass viele Menschen beispielsweise mit dem Rad statt mit Bussen und Bahnen unterwegs sind. „Insofern ist die Situation momentan ohnehin nicht repräsentativ“, sagte sie.

21.24 Uhr: Blick in die Schweiz: Wie hat sich die Corona-Lage in den Kantonen entlang der Grenze in den vergangenen Tagen entwickelt?

Die Zahl der Covid-19-Patienten steigt in der Schweiz weiter exponentiell an. Auch die Kantone an der Grenze melden immer mehr Neuinfektionen. Immer mehr Covid-19-Patienten werden in den Spitälern versorgt und auch die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen steigt. Eine Übersicht von Basel-Stadt bis nach Schaffhausen.

21.08 Uhr: Grünen-Politiker Poreski will umfassende Schnelltest-Strategie

 Der Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Poreski schlägt eine übergreifende Corona-Schnelltest-Strategie vor, um die wegen der Pandemie beschlossenen Einschränkungen möglichst schnell wieder zu lockern. Millionenfach eingesetzt könnten solche Tests nicht nur in Pflegeheimen, sondern auch in Schulen oder Betrieben, der Gastronomie sowie Kinos und Theatern die Rückkehr zum normalen Leben beschleunigen, sagte er dem „Reutlinger General-Anzeiger“ (Dienstag). „Wir müssen verstärkt den strategischen Einsatz intelligenter technischer Hilfsmittel und Lösungen ins Auge fassen.“

Die Finanzierung solcher Tests müsse politisch geklärt werden, erläuterte er weiter. Es sei weitaus sinnvoller, per Schnelltest-Strategie das kulturelle und soziale Leben wieder zu ermöglichen, als Ausgleichszahlungen für den Lockdown zu leisten.

19.57 Uhr: Österreich geht in einen teilweisen Lockdown

Zur Abwehr eines Gesundheitsnotstands geht Österreich ab Dienstag für zumindest vier Wochen in einen teilweisen Lockdown. Die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot werden geschlossen. Zwischen 20 Uhr und 6 Uhr in der Früh dürfen die Menschen nur noch mit einem guten Grund ihre Wohnung verlassen. Im Gegensatz zum Lockdown im Frühjahr bleiben dieses Mal allerdings der Handel und auch die meisten Schulen offen. Grund für den Schritt ist die drohende Überlastung der Kliniken voraussichtlich ab Mitte November. Binnen einer Woche war die Anzahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten um 78 Prozent gestiegen. Innerhalb von sieben Tagen gab es österreichweit im Schnitt 336 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In einzelnen Bundesländern wie Tirol lag dieser Wert noch deutlich höher.

19.03 Uhr: Genug Platz, aber wenig Personal für Corona-Patienten in Kliniken im Südwesten

Trotz steigender Corona-Zahlen und einem Teil-Lockdown müssen Patienten im Moment keine Angst haben, dass Kliniken im Südwesten wegen Überfüllung oder Engpässen schließen. Es gebe auch noch keinen Hinweis auf einen Aufnahmestopp, sagte eine Sprecherin der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) am Montag in Stuttgart. Nichtsdestotrotz haben viele Einrichtungen Besuchsregeln verschärft und schränken Kontakte auf das Nötigste ein. Von mehr als 3000 Intensivbetten seien rund 800 frei, so die Sprecherin. Hinzu komme eine Notfallreserve von 1746 Betten, die innerhalb einer Woche aufgestellt werden könnten. Von den belegten Betten würden nur 245 für Corona-Patienten genutzt.

Die BWKG fordert von der Politik Sicherheit und Flexibilität bei Finanzen und Personal. So müsse die Regierung etwa Personaluntergrenzen wieder aussetzen, damit Krankenschwestern und Pfleger auf anderen Stationen eingesetzt werden können. Ein Sprecher des Universitätsklinikums Mannheim beispielsweise betonte, die Belastung im Intensiv-Bereich sei grundsätzlich immer hoch, weil es in ganz Deutschland nicht genügend hochqualifizierte Intensiv-Pflegekräfte gebe. Auch ein Sprecher des Klinikverbunds Südwest mit Standorten unter anderem im Calw und Böblingen verwies auf den Fachkräftemangel: „Mehr als die technische Einrichtung ist der limitierende Faktor aber immer das für solche Einheiten benötigte, hochqualifizierte Fachpersonal.“

18.14 Uhr: 1851 Menschen im Südwesten neu mit dem Coronavirus infiziert

In Baden-Württemberg haben sich nach jüngsten Angaben aus dem Landesgesundheitsamt 1851 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Damit steigt die Zahl der nachweislich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckten Personen auf 85.448, teilte die Behörde am Montag mit (Stand 16 Uhr). 247 schwer Erkrankte befinden sich demzufolge derzeit in intensivmedizinischer Behandlung. Davon würden 132 invasiv beatmet. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Verstorbenen stieg um 14 auf 2044. Als genesen gelten den Angaben zufolge 56.935 Menschen. Landesweit liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen inzwischen bei 116,7, etwas höher als am Vortag (116,3).

17 Uhr: Elf Verfahren im Südwesten wegen neuer Corona-Regeln eingegangen

Beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim sind bislang elf Verfahren zur neuen Corona-Verordnung der Landesregierung eingegangen. Zehn davon seien Eilanträge, teilte ein Gerichtssprecher am Montag mit. Antragsteller sind demnach Hotels, Spielhallen, ein Restaurant, ein Fitnessstudio, ein Tattoostudio und Privatpersonen. Der Verwaltungsgerichtshof beabsichtige, zügig über die Anträge zu entscheiden, hieß es.

15.58 Uhr: Mehrwertsteuersenkung läuft zum Jahresende aus

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einer Verlängerung der Mehrwertsteuersenkung über das Jahresende hinaus eine Absage erteilt. Die Mehrwertsteuersenkung laufe automatisch aus, sagte Merkel am Montag in Berlin. Seit Juli gelten für ein halbes Jahr niedrigere Steuersätze: 16 statt 19 Prozent beziehungsweise 5 statt 7 Prozent. Damit wollte die Bundesregierung in der Corona-Krise den Konsum ankurbeln.

14.44 Uhr: Was kommt nach Corona-November? Merkel legt sich nicht fest

Für die Zeit nach dem vierwöchigen Teil-Lockdown will sich die Bundesregierung noch nicht festlegen. „Ich möchte heute über den 30. November noch nicht spekulieren“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag in Berlin. Sollten sich viele Menschen auch im privaten Bereich an die Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie halten, dann schaffe dies die Voraussetzung für einen „erträglichen Dezember“ mit mehr Freiräumen. Sollte sich bis zu ihrem nächsten Gespräch mit den Ministerpräsidenten aber herausstellen, dass die neuen Maßnahmen noch nicht ausreichend seien, um die Zahl der Neuinfektionen stark zu reduzieren, seien womöglich aber auch zusätzliche Maßnahmen notwendig.

„Es wird ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen sein, aber es soll kein Weihnachten in Einsamkeit sein.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Merkel hält Familienbesuche zu Weihnachten in der Corona-Krise für möglich, wenn in den kommenden vier Wochen Kontakte und Ansteckungen reduziert werden. „Wenn wir im November alle sehr vernünftig sind, dann werden wir uns mehr Freiheiten zu Weihnachten erlauben können.“

14.27 Uhr: Merkel verteidigt Schließung der Gastronomie und sagt schnelle Hilfe zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Schließung der Gastronomie im November verteidigt und den Firmen erneut eine schnelle Hilfe zugesagt - wie auch der Kulturszene. Die Betroffenen mit Einnahmeausfällen würden nicht alleine gelassen, sagte Merkel am Montag in Berlin. Die Bundesregierung hatte bereits Nothilfen von zehn Milliarden Euro beschlossen. Die Hilfen sollten auch die Kultur erreichen, sagte Merkel.

Zur umstrittenen Schließung von Gastronomiebetrieben sagte Merkel, erarbeitete Hygienekonzepte würden noch sehr wertvoll sein. Um die schnelle Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, komme es nun aber vor allem darauf an, die Zahl der Kontakte zu verringern. Den Betroffenen solle nun sehr schnell und unbürokratisch geholfen werden. Wirtschafts- und Finanzministerium arbeiten derzeit an der konkreten Umsetzung der Nothilfen. Damit sollen Umsatzausfälle ersetzt werden.

14.16 Uhr: Deutschland steuert laut Merkel auf akute Notlage in den Krankenhäusern zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat angesichts der steigenden Zahlen der Corona-Infektionen und schwer Erkrankten vor einer „akuten Notlage“ in den Krankenhäusern gewarnt. „Das ist exponentielles Wachstum, das uns mit zunehmender Geschwindigkeit auf eine akute Notlage in unseren Krankenhäusern zulaufen lässt“, sagte die CDU-Politikerin nach der Sitzung des Corona-Kabinetts am Montag in Berlin. Man betrachte die Lage mit Sorge. Bei kälteren Temperaturen wie in den kommenden Monaten reagiere das Virus „anders und noch aggressiver“.

„Ich glaube in der Demokratie an die Kraft der Vernunft und der Verantwortung.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel

Merkel hat außerdem an alle Bürgerinnen und Bürger Deutschlands appelliert, die nun greifenden Kontaktbeschränkungen gegen die Corona-Pandemie zu befolgen. „Ob diese große gemeinsame Kraftanstrengung etwas bringt im Monat November, das hängt nicht nur von den Regeln ab, sondern auch davon, ob diese Regeln befolgt werden“, sagte Merkel in Berlin. Jede und jeder habe es in der Hand, ob es einen Wendepunkt in der Pandemie gebe. Deutschlandweit habe es zuletzt im Schnitt 127,8 Infektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gegeben. „Wie müssen in die Region von 50 kommen“, sagte Merkel. „Das ist das Ziel.“ Dann könnten die Beschränkungen in dieser zweiten Welle ein „Wellenbrecher“ sein.

13.44 Uhr: Bayern-Verteidiger Süle positiv auf Coronavirus getestet

Verteidiger Niklas Süle (25) vom FC Bayern ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Münchner am Montag mitteilten, ist der Nationalspieler deshalb in häuslicher Quarantäne. Es gehe ihm gut. Die Bayern treten am Dienstag in der Champions League beim österreichischen Meister Red Bull Salzburg an.

12.47 Uhr: In Tirol hat sich Zahl der Covid-Patienten in Kliniken vervierfacht

In Tirol hat sich nach den Worten von Landeschef Günther Platter (ÖVP) die Zahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken dramatisch erhöht. Mitte Oktober seien erst 59 Menschen in den Krankenhäusern behandelt worden, acht davon auf der Intensivstation. Nun habe sich die Zahl der Patienten fast vervierfacht und liege bei 226, sagte Platter am Montag in Innsbruck. „Wir alle haben es in der Hand, dass unser Gesundheitssystem nicht kollabiert“, appellierte Platter an die Bevölkerung, die neuen Maßnahmen beim österreichweiten Teil-Lockdown zu beachten. Diesen Dienstag schließen die Gastronomie und fast das gesamte Kultur- und Freizeitangebot, landesweit ist das Verlassen der Wohnung zwischen 20 und 6 Uhr nur zu bestimmten Zwecken erlaubt.

In den vergangenen sieben Tagen gab es in Österreich im Schnitt 321,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, in den Bundesländern Vorarlberg und Tirol sogar jeweils deutlich mehr als 400. In Deutschland liegt dieser Wert etwa bei 120.

12.10 Uhr: Kramp-Karrenbauer geht vorsorglich in Corona-Quarantäne

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich nach Kontakt zu einem Corona-Infizierten im privaten Umfeld vorsorglich für sechs Tage in Quarantäne begeben. Ein Test habe aber bereits ein negatives Ergebnis erbracht, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit. Der Kontakt habe vor acht Tagen stattgefunden. „Auch die Corona-Warn-App zeigte am Sonntag ein rotes Warnsignal an“, so das Ministerium. Kramp-Karrenbauer ist auch CDU-Vorsitzende.

10.45 Uhr: Zwei Corona-Fälle an der Gemeinschaftsschule Konstanz

Für die Jahrgangsstufe elf der Konstanzer Gemeinschaftsschule begann der erste Schultag nach den Herbstferien mit Beschulung daheim. Zwei Jugendliche wurden in den Herbstferien positiv auf Covid 19 getestet.Das bestätigt Direktorin Elke Großkreutz auf SÜDKURIER-Nachfrage. Während sie und ihre Familien sich nun für zwei Wochen in häuslicher Quarantäne befinden, müssen die Mitschüler für mindestens einen Tag in den eigenen vier Wänden bleiben und dort lernen.

9.45 Uhr: Krankenhäuser rechnen mit Rekordzahl an Intensivpatienten

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, rechnet mit einem neuen Höchststand an Intensivpatienten in Deutschland während der Corona-Pandemie. „In zwei bis drei Wochen werden wir die Höchstzahl der Intensivpatienten aus dem April übertreffen - und das können wir gar nicht mehr verhindern. Wer bei uns in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert wird, ist heute schon infiziert“, sagte er der „Bild“-Zeitung (Montag). Zudem kündigte er an, auch Pflegepersonal aus nicht-intensivmedizinischen Bereichen auf den Intensivstationen einzusetzen. „Das ist natürlich nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen.“

8 Uhr: Spahn: „Nationale Kraftanstrengung“ nötig

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bürger eindringlich zur deutlichen Reduzierung ihrer Kontakte aufgerufen. Um angemessen mit der „Jahrhundertsituation“ der Corona-Pandemie umzugehen, sei eine „nationale Kraftanstrengung im November“ nötig, sagte Spahn am Sonntagabend im ZDF-„heute-journal“. Damit Kitas und Schulen offen bleiben könnten, müssten die Kontakte anderweitig „umso mehr“ verringert werden.

Spahn zeigte sich zuversichtlich, dass wie durch den Lockdown im Frühling auch durch die Einschränkungen im November die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus deutlich verlangsamt werden könne. Von Vorteil sei, dass mittlerweile mehr über den Erreger und seine Verbreitung bekannt sei. „Wir können mit jedem Monat besser mit diesem Virus umgehen“, sagte Spahn.

Montag, 2. November, 7.10 Uhr: Mehr als 12.000 Neuinfektionen - verschärfte Regelungen in Deutschland in Kraft

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 12.097 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird.

In Deutschland sind heute die neuen bundesweiten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kraft getreten. Diese beinhalten unter anderem Kontaktbeschränkungen für Treffen in der Öffentlichkeit, Schließungen von Restaurants, Kneipen und Kultureinrichtungen.  Der Teil-Lockdown gilt zunächst für vier Wochen. Welche Regeln in Baden-Württemberg gelten, lesen Sie hier.

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