In diesem Artikel bündeln wir für Sie die wichtigsten Informationen zur Corona-Lage. Dieser Artikel ist für alle Leser freigeschaltet. Lesen Sie auch alle anderen Artikel - die ersten 30 Tage gratis. 

8.30 Uhr: Bundestag debattiert erstmals ausführlich über Impfpflicht

Der Bundestag debattiert erstmals ausführlich über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland. Ihre Befürworter sehen darin eine nötige Maßnahme, um im Kampf gegen das Coronavirus die Impfquote deutlich zu erhöhen und damit die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Gegner bezweifeln die Notwendigkeit einer solchen Pflicht und verweisen darauf, dass führende Politiker aller Parteien bis kurzem unisono erklärt haben, es werde keine Impfpflicht geben.

Die Beratungen beginnen um 15.00 Uhr und sind auf drei Stunden angesetzt. Es handelt sich um eine sogenannte Orientierungsdebatte. Dieser liegt noch kein konkreter Gesetzentwurf zugrunde. 

7.20 Uhr: RKI registriert Höchststände bei Neuinfektionen und Inzidenz

Erstmals in der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 150.000 Neuinfektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Mittwochmorgen 164.000 Fälle in 24 Stunden. Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals über 100 000 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt erstmals die Schwelle von 900: Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 940,6 an. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). 

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 25. Januar:

21.38 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz im Bodenseekreis schnellt auf über 1000 

Die neue Corona-Welle in der Region türmt sich immer höher auf. Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1024,3 am Dienstagnachmittag, 25. Januar meldete das Landesgesundheitsamt einen vorläufigen neuen Höchstwert für den Bodenseekreis. Wie sich weitere Kennzahlen der Pandemie in der vergangenen Woche entwickelt haben, lesen Sie hier.

20 Uhr: Lauterbach redet in Impfpflicht-Debatte, Scholz nicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wird an diesem Mittwoch in der Bundestagsdebatte über die Corona-Impfpflicht als SPD-Abgeordneter das Wort ergreifen - Kanzler Olaf Scholz dagegen nicht. Das geht aus der Rednerliste hervor, auf die sich die SPD-Fraktion verständigte. Darauf stehen 12 Abgeordnete, darunter die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dagmar Schmidt und Dirk Wiese, die zusammen mit Parlamentariern von Grünen und FDP einen Antrag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren vorbereiten.

18.20 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten sinkt wieder

Die Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt wieder. Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt 869,6 registrierte Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das war ein Minus von 7,7 im Vergleich zum Montag. Erst am Sonntag hatte der Wert die 800er Marke überschritten. Vor einer Woche lag der Wert bei 575,6.

Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen sank im Vergleich zum Vortag weiter - um 7 auf 286. In der Vorwoche waren es 330 gewesen. Rund 12,7 Prozent der Intensivbetten im Land sind den Angaben zufolge mit Covid-Erkrankten belegt. In der Vorwoche waren es 14,6. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz sank im Vergleich zum Vortag um 0,2 auf 4,8.

17 Uhr: Geimpften soll bei Reisen in EU Corona-Zusatztest erspart bleiben

Die EU-Mitgliedstaaten wollen das Reisen für Bürger mit einem gültigen Corona-Zertifikat innerhalb der EU einfacher gestalten. Sie sprachen sich am Dienstag in Brüssel dafür aus, dass Geimpfte oder Genesene keinen zusätzlichen Corona-Test für die Einreise in ein anderes EU-Land brauchen. Derzeit verlangt etwa Italien für die Einreise von vollständig Geimpften oder Genesenen noch einen zusätzlichen negativen Corona-Test.

15.31 Uhr: Baden-Württemberg passt die Absonderungsregelungen für Genesene an

Die Landesregierung Baden-Württembergs hat die Regeln für die Absonderung von Genesenen geändert. Demnach gilt die Ausnahmeregelung zur Quarantäne für Genesene nur noch, wenn deren Infektion mindestens 15 Tage, aber nicht länger als 90 Tage zurückliegt. In diesem Fall müssen Genesene trotz Kontakts mit Infizierten nicht in Quarantäne.

Die Änderung war nötig geworden, weil das RKI die Vorgaben zum Genesenenstatus mit Blick auf die neue Omikron-Variante geändert hat. Präzisiert wurden zudem die Regelungen zum Beenden der Quarantäne: Freitesten können sich Betroffene erst nach sieben Tagen und nur dann, wenn sie zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei waren.

Von der Quarantäne ausgenommen sind nach wie vor auch Geimpfte, deren Impfung nicht länger als drei Monate zurückliegt, oder Genesene, die zusätzliche Impfungen in Anspruch genommen haben.

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15.17 Uhr: Gericht kippt 2G-Regel für Einzelhandel in Baden-Württemberg

Ungeimpfte dürfen vorerst im Südwesten wieder mit einem aktuellen Test shoppen gehen. Der Verwaltungsgerichtshof kippte die 2G-Regel für den Einzelhandel. Die vorgesehene 2G-Regel werde mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt. Damit gilt für den Einzelhandel vorläufig, dass neben Geimpften und Genesenen auch wieder Menschen mit einem aktuellen Test (3G) in Läden einkaufen dürfen. Geklagt hatte eine Frau aus dem Ortenaukreis, die ein Geschäft für Schreibwaren betreibt.

14.45 Uhr: Biontech und Pfizer starten klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Biontech und Pfizer haben ihre erste klinische Studie zur Untersuchung eines speziell auf die Omikron-Variante zugeschnittenen Corona-Impfstoffs begonnen. Dabei sollen die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten geprüft werden, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

13.31 Uhr: Auch Baden-Württemberg plant Öffnung bei Großveranstaltungen

Baden-Württemberg will die Corona-Regeln für Sport und Kulturveranstaltungen ebenfalls lockern, aber nicht so stark wie Bayern. Anders als der Freistaat wolle die grün-schwarze Landesregierung in der Fußball-Bundesliga keine Spiele mit bis zu 10.000 Zuschauern zulassen, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Stuttgart.

„Wir werden sicher mit den Zahlen erheblich drunterbleiben.“ Andererseits müsse es eine gewisse Öffnung geben, ansonsten werde es wieder „gigantische Debatten“ über Unterschiede bei den Corona-Regeln zwischen den Ländern geben. Das Land werde in der neuen Corona-Verordnung „einen mittleren Weg“ gehen, kündigte der Grünen-Politiker an.

12.20 Uhr: FFP2-Masken künftig auch in Bussen und Bahnen im Südwesten

In Baden-Württemberg gilt künftig auch in Bussen und Bahnen eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken. Das Sozialministerium bestätigte  eine entsprechende Ankündigung von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) im Radiosender Antenne 1. Die Pflicht werde in der neuen Corona-Verordnung verankert, die Ende der Woche in Kraft treten soll.

12 Uhr: Londoner Polizei leitet Ermittlungen zu Lockdown-Partys am Regierungssitz ein

Die Londoner Polizei hat Ermittlungen wegen Partys am britischen Regierungssitz während des Corona-Lockdowns eingeleitet. Die Polizei ermittele zu „einer Reihe von Veranstaltungen“ in der Downing Street und im Regierungsviertel, sagte Polizeichefin Cressida Dick. Dabei gehe es um „mögliche Verstöße gegen die Corona-Regeln“.

Der britische Regierungschef Boris Johnson steht seit Wochen wegen immer neuer Berichte über Partys am Regierungssitz Downing Street trotz seinerzeit geltender strikter Corona-Lockdown-Regeln unter Druck. Kürzlich hatte er im Parlament den Besuch einer Gartenparty am 20. Mai 2020 eingestanden und um Entschuldigung gebeten. 

10.30 Uhr: Infektionszahlen am Hochrhein steigen weiter stark an

Die Omikron-Welle erreicht einen neuen Höhepunkt. Die Infektionszahlen am Hochrhein steigen weiter stark an.  Mit Sorge blicken die Verantwortlichen in den Krankenhäusern auf die explodierenden Fallzahlen. Noch aktiver ist das Infektionsgeschehen nach wie vor in den Schweizer Grenzkantonen.

8.20 Uhr: RKI registriert 126.955 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 894,3

Das Robert Koch-Institut hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 894,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 840,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 553,2 (Vormonat: 242,9). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 126.955 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 74.405 Ansteckungen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind.

7.30 Uhr: Zehntausende demonstrieren wieder wegen Corona-Maßnahmen

In verschiedenen Städten Deutschlands haben am Montagabend erneut mehrere Zehntausend Menschen gegen eine allgemeine Impfpflicht und die Corona-Maßnahmen demonstriert.

Vielerorts hielten auch Gegendemonstranten mit eigenen Veranstaltungen oder Mahnwachen für die Toten der Pandemie dagegen. Teilweise unterband die Polizei verbotene Aufzüge mit starken Kräften. Immer wieder gab es auch Verstöße gegen die Maskenpflicht oder andere Auflagen. Größere Zwischenfälle oder Auseinandersetzungen wurden am Abend aber zunächst nicht bekannt.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 24. Januar:

22.39 Uhr: Der impfkritische ungarische Olympia-Gewinner Szilveszter Csollany nach Erkrankung mit Covid-19 gestorben

Der impfkritische ungarische Turner und Olympia-Gewinner Szilveszter Csollany ist nach einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben. Wie die örtlichen Behörden mitteilten, verstarb der Sportler im Alter von 51 Jahren. Er hatte sich im Dezember mit dem Coronavirus infiziert und musste im Krankenhaus künstlich beatmet werden.

Laut einem Bericht der Zeitung "Blikk" von Anfang Januar hatte der Turner auf seiner Facebook-Seite mehrere Beiträge gegen die Corona-Impfungen veröffentlicht. Er habe sich dennoch impfen lassen, um weiter als Trainer arbeiten zu können, berichtete die Zeitung. Die Impfung war demnach aber erst kurz vor der Infektion erfolgt, wodurch sein Körper offenbar nicht genügend Antikörper bilden konnte.

21.36 Uhr: Lauterbach: Nach Omikron-Welle ist Zeit für Lockerungen gekommen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Corona-Maßnahmen in Deutschland nach Überschreiten der Omikron-Welle gelockert werden können. Im Moment müsse man angesichts der steigenden Fallzahlen noch hoffen, „dass wir ohne Verschärfungen hinkommen“, sagte er nach Ende der Bund-Länder-Beratungen in der ARD. Wenn die Welle aber überwunden sei, „beispielsweise Mitte Februar“, und die Infektionszahlen wieder runtergingen, „dann ist die Zeit für Lockerungen gekommen“.

20.37 Uhr: Ergebnisse der Bund-Länder-Runde im Überblick

Die Omikron-Variante des Coronavirus lässt die Infektionszahlen in die Höhe schnellen. Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen wollen zunächst an den aktuellen Maßnahmen festhalten - und sehen eine „realistische Chance“, dass Deutschland gut durch die Omikron-Welle kommt. Ein Überblick.

Die neuen Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern

20.21 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter schnell

Die Corona-Inzidenz in Baden-Württemberg steigt weiter schnell. Heute meldete das Landesgesundheitsamt 877,3 registrierte Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Das war ein Plus von 22,9 im Vergleich zum Vortag.

Erst am Sonntag hatte der Wert die 800er Marke überschritten. Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen sank im Vergleich zum Vortag um 6 auf 293.

In der Vorwoche waren es 340 gewesen. Rund 13,1 Prozent der Intensivbetten im Land sind den Angaben zufolge mit Covid-Erkrankten belegt. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz stieg im Vergleich zum Vortag um 0,4 auf 5,0 an.

19.19 Uhr: Kretschmann: Landesregierung will am Dienstag die neue Corona-Verordnung besprechen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat das grundsätzliche Festhalten an den aktuellen Corona-Maßnahmen verteidigt. Da die Ansteckungen mit der Omikron-Variante des Coronavirus drastisch steigen würden, müssten die Krankenhäuser weiter entlastet werden, sagte der Grünen-Politiker.

Deswegen habe es bei der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzler Olaf Scholz keine wesentlichen Änderungen an dem bisherigen Kurs gegeben. „Es bleibt beim Kurs der Vorsicht.“ Kretschmann kündigte an, es werde keine größeren Lockerungen oder Verschärfungen geben. „Es wird also jetzt nicht zu gravierenden Änderungen nach oben oder unten kommen.“

Die Landesregierung werde an diesem Dienstag in der Kabinettssitzung die neue Corona-Verordnung besprechen, die dann im Laufe der Woche umgesetzt werden solle.

Klar sei, dass das Land nach dem Einfrieren der Alarmstufe II das normale Stufensystem wieder in Kraft setzen werde. „Wir werden das aber entsprechend der Omikron-Variante etwas anpassen“, sagte Kretschmann. Was das genau bedeutet, sagte er nicht.

19.05 Uhr: Vorerst keine Rückkehr von Zuschauern in Stadien und Hallen

Eine verstärkte Rückkehr von Zuschauern zu Spielen der Fußball-Bundesliga und anderen deutschen Profiligen wird es wegen der steigenden Zahl an Corona-Infektionen vorerst nicht geben. Bei ihren Beratungen mit dem Bund beschlossen die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder, dass die Chefs der Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar zumindest eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen.

19 Uhr: Bund will Verlängerung von Corona-Wirtschaftshilfen prüfen

Die Bundesregierung will prüfen, ob die Corona-Wirtschaftshilfen und die Sonderregelungen beim Kurzarbeitergeld über den März hinaus verlängert werden. Im Beschlusspapier zu den Beratungen von Kanzler Olaf Scholz mit den Regierungschefs der Länder heißt es, man sei sich einig, dass zeitnah über eine Fortführung und Ausgestaltung der Hilfen entschieden werden müsse.

Dazu werde die Bundesregierung bis zum nächsten Treffen unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens und der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einen Vorschlag vorlegen. Die nächste Bund-Länder-Runde soll am 16. Februar stattfinden.

18.38 Uhr: Scholz: Neue Kampagne soll Impfquote steigern

Zur Erhöhung der Impfquote in Deutschland will die Bundesregierung nach Angaben von Bundeskanzler Olaf Scholz noch stärker als bisher für den Impfschutz gegen das Coronavirus werben. Mit großer Anstrengung habe die Bundesregierung eine neue Kampagne zum Impfen und Boostern aufgelegt, erklärte Scholz.

Neben Plakaten mit der Motto-Aufschrift „Impfen hilft“ solle es nun auch verstärkt Aufrufe im Radio und auch auf Social-Media-Plattformen geben.

18.36 Uhr: Regierung mahnt weiter zur Vorsicht

Die eingeschlagene Richtung mit den sehr strengen Kontaktbeschränkungen habe laut Kanzler Scholz dazu beigetragen, dass Deutschland die Pandemie aktuell anders bewältigen könne als viele Nachbarländer, sagte er. „Trotzdem sind es sehr hohe Infektionszahlen und deshalb gilt für uns auch, dass wir unverändert vorsichtig sein müssen.“

Man wisse noch nicht, wie sich die Infektionszahlen weiter entwickeln würden und ob mit einer dramatischeren Situation zu rechnen sei. Man werde in beiden Fällen zur richtigen Zeit die notwendigen Entscheidungen treffen.

18.31 Uhr: Bundeskanzler Scholz bestätigt, dass keine weiteren Verschärfungen kommen

Trotz des rasanten Anstiegs der Infektionszahlen wollen Bund und Länder die Corona-Maßnahmen vorerst nicht verschärfen. Es gelte jetzt, Kurs zu halten, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz nun nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder.

18 Uhr: Kretschmer: Bund und Länder halten an bisherigen Corona-Beschränkungen fest

Bund und Länder halten an den bisherigen Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie fest. Beide Seiten seien „zu dem dem Ergebnis gekommen, dass im Kern alles für die nächsten Wochen so bleiben soll, wie es jetzt aktuell ist“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer nach Beratungen der Länderregierungschefs mit Bundeskanzler Olaf Scholz. „Also keine Verschärfungen, aber auch keine Lockerungen.“ Diese grundsätzliche Linie bestätigte auch die brandenburgische Landesregierung.

16.17 Uhr: Eilanträge gegen Verbot unangemeldeter Corona-Proteste abgelehnt

Ein Gericht hat mehrere Eilanträge gegen ein Verbot unangemeldeter Corona-Proteste in Freiburg abgelehnt. Die seit Anfang Januar gültige Allgemeinverfügung sei „voraussichtlich rechtmäßig“, teilte das Verwaltungsgericht Freiburg am Montag zu dem Beschluss mit. Die Stadt dürfe solche Versammlungen demnach verbieten, da von ihnen „erhebliche Gesundheitsgefahren ausgingen“.

15.23 Uhr: Scholz überprüft mit Ministerpräsidenten bisherige Omikron-Strategie

Bundeskanzler Olaf Scholz hat Beratungen mit den Ministerpräsidenten zur Überprüfung der aktuellen Corona-Maßnahmen aufgenommen. Anlass ist die rasante Ausbreitung der Omikron-Virusvariante. Vor der Video-Konferenz zeichneten sich weder grundlegende Lockerungen noch Verschärfungen des bisherigen Kurses ab. Die Ergebnisse der Gespräche sollten anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Laut einem vorläufigen Arbeitspapier vom Sonntagabend sollen „die geltenden Maßnahmen konsequent fortgesetzt werden“.

15 Uhr: Ein Drittel der Deutschen schätzt Corona-Infektionsrisiko als hoch ein

Fast ein Drittel der Menschen in Deutschland schätzt das eigene Corona-Infektionsrisiko als hoch ein. Besonders 40- bis 59-Jährige glauben nicht, sich vor einer Ansteckung schützen zu können, wie aus dem nun veröffentlichten aktuellen Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung hervorgeht.

Demnach verdoppelte sich der Anteil derjenigen, die ihr Risiko für hoch halten, seit dem Beginn der vierten Welle im Oktober von 14 Prozent auf 30 Prozent nahezu. Als mögliches Ansteckungsrisiko werde vor allem die Nähe zu anderen Menschen gesehen.

13.14 Uhr: Kretschmann will Mittwoch Landtag über Corona-Maßnahmen informieren

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann will an diesem Mittwoch im Landtag über den weiteren Kurs im Kampf gegen das Coronavirus informieren. Wie üblich wolle Kretschmann kurz nach der Ministerpräsidentenkonferenz die Pläne im Parlament vorstellen, bestätigte ein Regierungssprecher in Stuttgart.

11.50 Uhr: Einige Gesundheitsämter im Südwesten halten nichts von Luca-App

Für einen Teil der Gesundheitsämter im Land ist die Luca-App keine große Hilfe bei der Nachverfolgung von Corona-Ausbrüchen. Eine Umfrage, an der sich 34 von 38 Gesundheitsämtern beteiligten, habe ein heterogenes Bild abgegeben, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha bei einem öffentlichen Austausch zur weiteren Nutzung der App. Ein Viertel der Ämter habe keine Aussage zur App gemacht. Von den restlichen Ämtern habe die Hälfte angegeben, dass die App die Kontaktverfolgung im Vergleich zur Zettelwirtschaft erleichtere. Die andere Hälfte gab jedoch an, dass die App keine oder kaum Erleichterung bringe.

Die Luca-App soll Restaurantbesitzern und Event-Veranstaltern helfen, die gesetzlich vorgeschriebene Erfassung der Kontakte der Besucher ohne Zettelwirtschaft zu erledigen. Sie kann direkt mit den Gesundheitsämtern verbunden werden. Derzeit wird aber in fast allen Bundesländern mit einer Lizenz beraten, ob der Vertrag mit den Betreibern der Software verlängert werden soll oder nicht. 

10 Uhr: Olympia-Organisatoren lockern Vorgaben für Corona-Tests

Nach heftigen Debatten um die Corona-Tests bei den Winterspielen haben die Olympia-Organisatoren die strikten Regeln etwas gelockert. Kern der vom Internationalen Olympischen Komitee am Montag veröffentlichten Vorgaben ist die Festlegung des umstrittenen CT-Werts (Cycle Threshold) für einen positiven Test auf unter 35. Je niedriger dieser Wert ist, als umso ansteckender gilt eine Person. In Deutschland liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts ein positiver Befund erst bei einem CT-Wert von unter 30 vor. In China ist dieser Wert eigentlich auf 40 festgelegt.

Wegen der bislang unterschiedlichen und teils unklaren Vorgaben hatten Athleten und Funktionäre die Sorge geäußert, dass viele vor ihrer Abreise negativ getestete Sportler nach ihrer Ankunft positiv getestet werden könnten. Die Anpassung des Grenzwerts dürfte eine Reaktion auf diese Kritik sein.

8.15 Uhr: Wie läuft das Geschäft mit gefälschten Impfpässen? SÜDKURIER-Journalisten recherchieren in den dunklen Vertriebskanälen

Spätestens seit ein Impfnachweis Voraussetzung ist, um Zugang zu vielen Aktivitäten zu erhalten, blüht auch das Geschäft mit gefälschten Impfpässen. Doch wie läuft das konkret ab? Wie leicht wird es Betrügern gemacht? Ein Journalisten-Team des SÜDKURIER hat nachgeforscht.

7.20 Uhr: Bundesweite Inzidenz bei 840,3

Das Robert Koch-Institut hat einen deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit erneut einen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 840,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 806,8 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 528,2 (Vormonat: 222,7).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 63.393 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche waren es 34.145 Ansteckungen. Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 23. Januar:

20.20 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter schnell

Die Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter rasant. Nach den jüngsten Zahlen des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart hat die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg erneut stark zugelegt und die 800er Marke hinter sich gelassen. Am Sonntag  meldete das LGA einen Wert von landesweit 854,4 registrierten Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

19.32 Uhr: MPK-Beschlussvorlage: Bund und Länder planen bei Corona-Maßnahmen keine Lockerungen

Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante planen Bund und Länder keine Lockerung der bestehenden Corona-Maßnahmen. Es bestehe Einigkeit, „dass die bisher geltenden Regeln für soziale Kontakte und Veranstaltungen weiterhin Bestand haben“, heißt es nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP im Beschlussvorschlag für eine Videoschaltkonferenz der Regierungschefs am Montag. Wegen Engpässen bei PCR-Tests sollen diese demnach zudem fortan prioritär für bestimmte Gruppen zur Verfügung stehen. Weiter zur Verfügung stehen sollen sie für das Personal „insbesondere in Krankenhäusern, in Praxen, in der Pflege, Einrichtungen der Eingliederungshilfe und für Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe."

18.42 Uhr:  Lockerungen im Südwesten stehen wieder auf der Kippe

Omikron verbreitet sich rasant, hat aber mildere Verläufe als Delta. Die Ministerpräsidenten und Kanzler Scholz beraten am Montag über die Corona-Strategie. Hält Kretschmann Lockerungen für verantwortbar?

18.25 Uhr: WHO: Ende der Corona-Pandemie in Europa nach Omikron-Welle "plausibel"

Die Weltgesundheitsorganisation hält ein Ende der Corona-Pandemie in Europa nach der derzeitigen Omikron-Welle für möglich. "Es ist plausibel, dass die Region sich auf eine Endphase der Pandemie zu bewegt", sagte der Europa-Chef der WHO, Hans Kluge, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Zugleich mahnte er wegen möglicher weiterer Mutationen des Coronavirus jedoch zur Vorsicht. Nach Einschätzung der WHO könnten sich bis März 60 Prozent aller Menschen im Großraum Europa mit der Omikron-Variante infiziert haben. 

17.50 Uhr: Handel dringt vor Bund-Länder-Runde auf Ende von 2G beim Einkaufen

Vor dem Spitzengespräch von Bund und Ländern zur weiteren Corona-Politik hat der Handelsverband Deutschland an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach appelliert, die 2G-Zugangsbeschränkungen für den Einzelhandel abzuschaffen. In Bayern und Niedersachsen sei die 2G-Regel, die in großen Teilen des Einzelhandels nur Geimpften und Genesenen den Zutritt gestattet, bereits aufgehoben, betonte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an Lauterbach.

Sanktjohanser betonte, es sei an der Zeit, die Zugangsbeschränkungen im Handel nun auch bundesweit auf den Prüfstand zu stellen. „Wir bitten Sie daher, sich im Zuge der Bund-Länder-Abstimmungen bei der Ministerpräsidentenkonferenz kommenden Montag dafür einzusetzen, die strikten 2G-Zugangsbeschränkungen für den Einzelhandel mit Gütern außerhalb des täglichen Bedarfs aufzuheben – mindestens aber in Form von Stichprobenkontrollen an der Kasse zu vereinfachen“, heißt es in dem Schreiben.

16.05 Uhr: Pläne für Impfpflicht ab 18 nehmen Konturen an – so sehen die Vorschläge für Befristung und Bußgelder aus

Für wen soll eine Impfpflicht genau gelten? Welche Sanktionen sind geplant? Und mit wie vielen Impfungen ist die Pflicht erfüllt? Diese Fragen müssen im Bundestag noch geklärt werden. Jetzt gibt es konkrete Vorschläge dazu.

15.19 Uhr: Lauterbach: Einrichtungsbezogene Impfpflicht definitiv im März 

Pflegedienstleister fürchten einen Personalengpass durch die Einführung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht Mitte März. Die Caritas Altenhilfe fordert deshalb ihre Aussetzung. Gesundheitsminister Lauterbach sieht dazu keinen Grund.  Er hat die Einführung einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht gegen das Coronavirus Mitte März bekräftigt. Nach der vom Bundestag am 10. Dezember beschlossenen Reform des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) gilt ab 16. März eine sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungs- und Pflegediensten, Geburtshäusern und anderen medizinisch-pflegerischen Einrichtungen.

14.20 Uhr: 39 Corona-Fälle bei Einreisekontrollen vor Winterspielen

Bei der ersten Anreisewelle zu den Winterspielen in Peking sind 39 Corona-Fälle bei Olympia-Beteiligten festgestellt worden. Es seien keine der 171 Athleten und Team-Funktionäre von den positiven Tests am Flughafen betroffen gewesen, teilten die chinesischen Organisatoren am Sonntag mit. Die Fälle verteilen sich demnach unter den 2415 anderen Akkreditierten, die zwischen dem 4. und 22. Januar in Peking angekommen waren.

Bei den Winterspielen gelten strenge Corona-Richtlinien. Vor der Anreise müssen alle Olympia-Beteiligten zwei negative PCR-Tests nachweisen. Nur mit Impfnachweis kann eine dreiwöchige Quarantäne bei der Einreise in Peking vermieden werden. Die Organisatoren wollen mit einer geschlossenen Blase und täglichen Tests die Verbreitung von Infektionen vermeiden und Kontakte zur chinesischen Bevölkerung verhindern.

12.55 Uhr: Tausende Teilnehmer bei Corona-Demos und Gegenprotesten im Südwesten

Die Debatte um die Corona-Politik und ihre Folgen hat am Wochenende im Südwesten wieder tausende Menschen mobilisiert. Allein in Freiburg protestierten am Samstag etwa 5500 Menschen gegen die staatlichen Corona-Regeln, wie die Polizei berichtete. Bei einer ebenfalls angemeldeten Gegendemonstration versammelten sich demnach rund 2000 Menschen. Kritiker der Corona-Politik demonstrierten auch in Stuttgart. Sie machten dabei auch vor dem Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) im Osten der Landeshauptstadt Halt. Die Polizei gab am Samstag auf Anfrage die Teilnehmerzahl mit über 1000“ an. Eine andere Quelle sprach von bis zu 3000 Menschen. Im Ulm versammelten sich am Samstag Tausende, um ein Zeichen für ein respektvolles Miteinander in Corona-Zeiten zu setzen.

Und auch in der Region zog die Corona-Debatte zahlreiche Menschen auf die Straßen. In Überlingen fand erstmals eine Gegendemonstration zu einem coronakritischen Protest statt. Junge Leute berichteten auf unterschiedlichen Bühnen über teils ganz unterschiedliche Erfahrungen. Wie die Demos mit mehr als 2000 Teilnehmern in Überlingen abliefen, lesen Sie hier.

11.20 Uhr: Corona-Expertenrat kritisiert dünne Datenlage in Deutschland

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung kritisiert eine zu dünne Datenlage bei der Pandemiebeobachtung in Deutschland und mahnt „dringende Maßnahmen für eine verbesserte Datenerhebung und Digitalisierung“ an. Auch zwei Jahre nach Beginn der Pandemie bestehe weiterhin kein Zugang zu einigen wichtigen, aktuellen Versorgungsdaten, heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Gremiums. Die Omikron-Welle verstärke und verdeutliche das Defizit.

„Eine Echtzeitübersicht über alle verfügbaren Krankenhausbetten mit aktueller Belegung auch außerhalb der Intensivmedizin wird dringend benötigt.“ Die Expertinnen und Experten fordern „zeitnahe“, „tagesaktuelle“ Daten etwa zu Krankenhauseinweisungen in allen Altersgruppen und zu freien und belegten „Ressourcen“.

9.35 Uhr: Lauterbach kündigt neue Impfkampagne in verschiedenen Sprachen an

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat für die kommende Woche den Start einer neuen Impfkampagne in der Corona-Pandemie angekündigt. Wir sind in der Pflicht, die Menschen zu erreichen, sagte der SPD-Politiker der Bild am Sonntag. Daher beginne am Dienstag eine breit angelegte Kampagne mit Plakaten sowie Radio- und Fernsehspots. Diese sei kreativer als die bisherigen Versuche, die Bevölkerung zum Impfen zu ermuntern. Und sie ist in ganz unterschiedlichen Sprachen, fügte Lauterbach hinzu.

Laut dem Robert Koch-Institut haben bis zum Samstag (Stand: 9.01 Uhr) in Deutschland mindestens 61 Millionen Menschen ihre Grundimmunisierung mit der meist nötigen zweiten Spritze erhalten. Das sind 73,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 41,7 Millionen Menschen haben zusätzlich eine Auffrischimpfung erhalten.

8.15 Uhr: RKI registriert 85 440 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 806,8

Die vom RKI gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 800 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 806,8 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 772,7 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 85 440 Corona-Neuinfektionen.

Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter zunehmend am Limit sind.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 22. Januar:

20.05 Uhr: Demo und Gegendemo - Mehr als 2.000 Bürger auf Überlingens Straßen

In Überlingen fand erstmals eine Gegendemonstration zu einer coronakritischen Demo statt. Junge Leute berichteten auf unterschiedlichen Bühnen über teils ganz unterschiedliche Erfahrungen. Ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Lager gab es nicht, es blieb hüben wie drüben, am Landungsplatz und auf dem Seesportplatz, friedlich. Die Zahl der Demonstranten lag bei etwa eins zu zehn.

19.10 Uhr: Hunderte protestieren in Stuttgart gegen Corona-Politik

Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Stuttgart gegen die Corona-Politik demonstriert. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, seien die Personalien einiger Teilnehmer festgestellt worden, größere Zwischenfälle habe es nicht gegeben.

Der Protest war nach früheren Angaben vorher angemeldet worden. Die Kritiker der Pandemiemaßnahmen wollten auch vor das Gebäude des Südwestrundfunks (SWR) im Stuttgarter Osten ziehen und eine Kundgebung abhalten. Gegner der Corona-Maßnahmen hatten in der Vergangenheit immer wieder heftige Kritik an den Medien und auch am öffentlich-rechtlichen Rundfunk geübt. Die Stuttgarter Polizei hatte bereits vor der Demonstration ein Großaufgebot angekündigt.

17.10 Uhr: Kontaktnachverfolgung wird auf gefährdete Gruppen konzentriert

Die Gesundheitsämter sollen sich wegen der stark steigenden Infektionszahlen künftig auf die Kontaktnachverfolgung bei Corona-Fällen im Klinik- und Pflegebereich und in Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung konzentrieren. Das haben die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder am Samstag bei einer Schaltkonferenz beschlossen. Neben der Kontaktaufnahme zu infizierten Personen und deren Haushaltsangehörigen solle die Nachverfolgung in diesen Bereichen „mit höchster Priorität“ zum Schutz sogenannter vulnerabler Gruppen durchgeführt werden, hieß es in einem einstimmig gefassten Beschluss.

16.33 Uhr: In vielen Fällen soll es keinen PCR-Test mehr geben

Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Deutschland sollen nicht mehr alle per Schnelltest positiv Getesteten einen PCR-Test bekommen. Die Gesundheitsminister der Länder sprachen sich am Samstag einstimmig dafür aus. Sie begrüßten entsprechende Vorschläge von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für eine Priorisierung von PCR-Tests.

Die Laborkapazitäten seien endlich, sagte Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) in Magdeburg nach einer Schaltkonferenz mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern. Unbedingt eine PCR-Testung erhalten sollten Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sowie Hochrisikopatienten und Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe. „Da soll der Zugang zu PCR-Tests erhalten bleiben.“

15.05 Uhr: Impfpflicht für Beschäftigte in Klinken und in der Pflege soll ab Mitte März bundeseinheitlich umgesetzt werden

Die Impfpflicht für Beschäftigte in Klinken und in der Pflege soll ab Mitte März bundeseinheitlich umgesetzt werden. Das Bundesgesundheitsministerium soll dafür gemeinsam mit den Ländern rechtssichere Kriterien entwickeln, wie am Samstag die Ländergesundheitsminister und Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) beschlossen. Betroffene sollen demnach "bevorzugt" die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Impfstoff Novavax impfen zu lassen. 

Ab dem 16. März 2022 gilt in Deutschland eine Corona-Impfpflicht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungs- und Pflegediensten, Geburtshäusern und anderen medizinisch-pflegerischen Einrichtungen. Wer zu diesem Zeitpunkt keinen Immunitätsnachweis vorlegen kann, darf dort in der Regel nicht mehr beschäftigt werden.

13.40 Uhr: Lauterbach: Bestehende Corona-Maßnahmen beibehalten

Vor der nächsten Bund-Länder-Runde zur Corona-Lage hat sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dafür ausgesprochen, die aktuellen Maßnahmen beizubehalten. Auf die Frage, ob es bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag zu Verschärfungen kommen müsse, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“: „Nein, dazu rate ich nicht. Ich bin dafür, dass wir die bestehenden Maßnahmen beibehalten, also nicht ausweiten.“ Eine Lockerung wäre aber fatal, warnte er. „Wir würden Öl ins Feuer gießen und die Welle beschleunigen.“

Man sei zwar auf dem richtigen Kurs und „schon dabei, aus der drohenden Omikron-Wand einen Hügel zu machen“. „Es mag angesichts der riesigen Zahlen nicht so wirken, aber der Anstieg verläuft ungefähr genauso, wie er im Vorfeld berechnet wurde, und er verläuft kontrolliert. Entscheidend war, dass wir die Verdopplungszeit der Fallzahlen dank der vergleichsweise strengen Regeln in Deutschland von zwei auf sechs Tage strecken konnten.“

12.15 Uhr: RKI: Hälfte der Bundesbürger geboostert

Die Hälfte der Bundesbürger ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mittlerweile geboostert. Mindestens 61 Millionen Menschen in Deutschland seien vollständig geimpft, mindestens 41,7 Millionen Menschen hätten zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten, teilte das RKI am Samstag mit. Das entspreche einem Anteil von 50,1 Prozent an der Gesamtbevölkerung. 

Am Freitag wurden demnach eine halbe Million Impfdosen verabreicht. Der Anteil der zweimal Geimpften an der Gesamtbevölkerung entspricht laut RKI aktuell 73,3 Prozent. Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen hat gleichzeitig einen neuen Höchstwert erreicht. Das RKI gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 772,7 an. 179 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden gezählt. 

11 Uhr: Ärztegewerkschaft: Spätestens Anfang Februar wird es "sehr eng" in Kliniken

Angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen werden die Kliniken nach Einschätzung des Marburger Bunds bereits in wenigen Tagen an ihre Belastungsgrenze stoßen. "Spätestens Anfang Februar wird es in den Krankenhäusern deutschlandweit sehr eng werden, wenn die Infektionszahlen weiterhin in diesem Tempo steigen", sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Dabei gehe es nicht nur um steigende Patientenzahlen. "Wir erwarten, dass in den kommenden Wochen sehr viele Beschäftigte des ärztlichen und pflegerischen Personals ausfallen werden, weil sie sich infiziert haben und in Isolation müssen", sagte Johna. Dies gelte sowohl für den ambulanten als auch für den stationären Versorgungsbereich.

9.27 Uhr: Lauterbach: Wichtige PCR-Kapazitäten für Höhepunkt der Welle sparen

Angesichts der erwarteten hohen Corona-Welle will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, dass in vielen Fällen künftig auf einen positiven Schnelltest kein PCR-Test folgt. „Mein Vorschlag für die Ministerpräsidentenkonferenz sieht vor, dass künftig nur noch Beschäftigte der kritischen Infrastruktur einen positiven Schnelltest mit einem PCR-Test bestätigen lassen können“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“. Alle anderen, die beispielsweise zu Hause einen positiven Schnelltest hatten, sollten diesen im Testzentrum nur noch mit einem „professionellen Antigen-Schnelltest“ bestätigen lassen.

Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Montag über die Corona-Lage. An diesem Samstag befassen sich bereits die Gesundheitsminister unter anderem mit dem Umgang mit den PCR-Testkapazitäten. Lauterbach hatte angekündigt, an diesem Wochenende einen Vorschlag für eine Priorisierung vorzulegen.

7.45 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreicht mit 772,7 neuen Höchstwert

Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Höchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstagmorgen mit 772,7 an. Am Freitag hatte der Wert bei 706,3 gelegen, am Samstag vergangener Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz 497,1 betragen.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden betrug nach Daten der Gesundheitsämter am Samstag 135.461 - nach 140.160 am Vortag und 78.022 am Samstag vergangener Woche. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden am Samstag 179 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt. 

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 21. Januar: 

22.08 Uhr: Studentenjob an der Corona-Front: Was junge Menschen von ihren Erfahrungen im Impfzentrum für die Zukunft mitnehmen

Nicht nur Ärzte, Krankenschwestern und Medizinische Fachangestellte leisten einen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Auch Menschen ohne Beruf im medizinischen Bereich packen an vorderster Front mit an – etwa Studenten. Warum sich zwei junge Helfer aus der Bodenseeregion für die Arbeit im Impfzentrum entschieden haben.

21.34 Uhr: Omikron nun in Europa dominierende Coronavirus-Variante

Die Omikron-Variante ist nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC inzwischen die dominierende Variante in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum. Omikron sei nun in den meisten betroffenen Ländern vorherrschend, ihr Anteil an den Coronainfektionen liege derzeit bei rund 78 Prozent, teilte das in Stockholm ansässige Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten mit.

19.30 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt rasant weiter

Die Omikron-Welle hinterlässt weiter deutliche Spuren im Südwesten. Nach den jüngsten Zahlen des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart hat die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg erneut stark zugelegt und die 700er-Marke hinter sich gelassen. Am Freitag meldete das LGA einen Wert von landesweit 734,3 registrierten Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Das war ein Plus von 67,1. Erst am Mittwoch hatte der Wert die 600 überschritten.

Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen sank hingegen leicht um 1 Menschen auf 296. In der Vorwoche waren es 378 gewesen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Omikron-Variante seit der ersten Januarwoche für den Großteil der neuen Infektionsfälle im Südwesten verantwortlich.

Wie viele Infizierte es in den einzelnen Orten zwischen Bodensee, Schwarzwald und Hochrhein gibt, sehen Sie hier.

18 Uhr: Corona-Entspannung für Intensivstationen - aber Druck bleibt hoch

Trotz der sinkenden Zahl von Covid-Patienten auf den Intensivstationen bleibt der Druck auf das Personal nach Angaben der baden-württembergischen Krankenhausgesellschaft hoch. Zwar sei die Situation nicht mehr so angespannt wie noch Anfang Dezember, allerdings sei die Lage in den Kliniken noch weit davon entfernt, entspannt zu sein, sagte Matthias Einwag, Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft.

In der Pandemie habe sich gezeigt, dass die Zahl der Nicht-Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen steigt, sobald die Zahl der Covid-19-Patienten sinkt. „Daran lässt sich ablesen, in welchem Maß planbare Operationen verschoben werden mussten und immer noch werden müssen“, erklärte Einwag.

17.25 Uhr: Corona-Schock direkt vor Peking: Springer Wellinger positiv getestet

Zwei Wochen vor der Olympia-Eröffnung wird Skispringer Wellinger positiv auf das Coronavirus getestet. Damit wird dem Goldgewinner von 2018 die letzte Chance genommen, sich sportlich zu qualifizieren. Für einen Start in China müsste nun sehr viel zusammenkommen.

16.24 Uhr: Streit um Kontaktdaten - Gastgewerbe fordert Ende der Sammelpflicht

Wenige Tage vor einer wichtigen Gesprächsrunde zu den Perspektiven für die Luca-App in der Corona-Pandemie fordern Gastronomen und Hoteliers in Baden-Württemberg ein Ende der Kontaktdatenerfassung. Das Sammeln von Daten der Gäste sei enorm aufwendig und trage in der Praxis nicht wirkungsvoll dazu bei, die Pandemie einzudämmen, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Positionspapier des deutschen Hotel- und Gaststättenverbands.

15.36 Uhr: Rottweil startet Unterschriftenaktion im Kampf gegen Corona

Die Stadt Rottweil hat eine Unterschriftenaktion für gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Corona-Pandemie und gegen Versammlungen der Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen gestartet. Die Aktion trägt den Namen „Unser Rottweil: solidarisch - friedlich- vernünftig!“. „Wir wünschen uns alle unser gewohntes Leben zurück und wir können die Frustration und die Verzweiflung, die sich mittlerweile bei vielen Menschen breit machen, sehr gut nachvollziehen“, hieß es in dem am Freitag verbreiteten Aufruf der Stadt.

Oberbürgermeister Ralf Broß lud die Bürger ein, mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für Solidarität, gesellschaftlichen Frieden und Vernunft zu setzen. Mit Sorge blicke man aber auf die wiederholten „Spaziergänge“ von Kritikern der Schutzmaßnahmen und der Impfungen durch Rottweils Innenstadt.

15.05 Uhr: Fast 160 aller rund 200 Länder weltweit Corona-Hochrisikogebiet

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt dafür, dass gut drei Viertel aller rund 200 Länder auf der Welt als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Zu den 136 Ländern, die seit einer Woche insgesamt auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts stehen, kommen an diesem Sonntag nochmals 19 weitere Staaten hinzu, wie das RKI am Freitag in Berlin mitteilte. Insgesamt stehen damit nun 155 Länder auf der Liste. Kein Land wird demnach von der Liste gestrichen.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

14.13 Uhr: GEW fordert Priorisierung der Lehrer und Erzieher bei PCR-Tests

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach aufgefordert, Lehrer und Erzieher bei PCR-Tests zu bevorzugen. „Wenn jetzt bei den PCR-Tests priorisiert wird, müssen Beschäftigte in Schulen und Kitas dazugehören“, sagte die GEW-Vorsitzende Maike Finnern. Diese haben am Arbeitsplatz „sehr viel Kontakt mit ungeimpften Menschen.“ Lauterbach will die zuverlässigeren Labortests aufgrund der hohen Infektionszahlen vorrangig für Beschäftigte im Gesundheitswesen reservieren. Am Wochenende will eine Beschlussvorlage für die Ministerpräsidentenkonferenz am Montag vorlegen.

12.54 Uhr: Behörden schließen den Unterkirnacher Kindergarten St. Elisabeth – 15 Corona-Fälle bei Kindern und Personal

Im Unterkirnacher Kindergarten St. Elisabeth sind mehrere Erzieher und Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt verfügt deshalb die Schließung der Einrichtung bis zum Monatsende. Heute wurden die Eltern informiert.

12 Uhr: Land will reguläres Corona-Stufensystem wieder in Kraft setzen

Baden-Württemberg will schon nächste Woche das reguläre Stufensystem der Corona-Beschränkungen wieder in Kraft setzen. Die grün-schwarze Landesregierung reagiert damit auch auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofs, das das Einfrieren der Alarmstufe II mit harten Einschränkungen für Ungeimpfte für teilweise rechtswidrig erklärt hatte. Das Land wolle aber das Bund-Länder-Treffen am nächsten Montag abwarten, um die Beschlüsse in die neue Verordnung einarbeiten zu können, teilte das Staatsministerium am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart mit.

11.35 Uhr: Einfrieren der Alarmstufe II widerspricht laut Gericht dem Infektionsschutzgesetz – 2G-Regel für Studierende ausgesetzt

Das Einfrieren der Alarmstufe II mit harten Beschränkungen für Ungeimpfte in Baden-Württemberg widerspricht nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs dem Infektionsschutzgesetz des Bundes. Die Mannheimer Richter erklärten am Freitag, dass eine Vorschrift, die ausdrücklich unabhängig von der Sieben-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz weitreichende Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte vorsehe, nicht im Einklang mit den Vorgaben aus dem Infektionsschutzgesetz des Bundes stehe.

Ein ungeimpfter Student hatte dagegen geklagt, dass die Alarmstufe II zum weitgehenden Ausschluss von Nicht-Immunisierten von Präsenzveranstaltungen führe. Der VGH setzte den Teil der Corona-Verordnung zum Studienbetrieb von diesem Montag an außer Vollzug. Die Vorschrift sei „voraussichtlich rechtswidrig“.

11.27 Uhr: Die Omikron-Variante liegt in einem Singener Labor bei 85 Prozent der positiven PCR-Tests

Im Labor Dr. Blessing in Singen werden derzeit täglich 1500 bis 1600 PCR-Tests untersucht. Die Mitarbeiter arbeiten abends und wochenends um dem Testaufkommen Herr zu werden. Wenn die Zahlt der Infizierten immer weiter steigt, kommt das Labor an seine Grenzen.

10.39 Uhr: Ein Drittel weniger Wiederholer im Corona-Schuljahr 2020/21

Während der Corona-Pandemie haben deutlich weniger Kinder eine Klassenstufe wiederholt. Laut Statistischem Bundesamt lag das unter anderem an veränderten Versetzungsregelungen. Wie das Amt am Freitag berichtete, wiederholten im Schuljahr 2020/21 an allgemeinbildenden Schulen 93 100 Schülerinnen und Schüler eine Klasse - entweder freiwillig oder weil sie nicht versetzt wurden. Das waren 50 500 weniger als im Schuljahr davor. Aufgrund von Unterrichtsausfällen, Wechsel- und Distanzunterricht wurden in vielen Bundesländern besondere Regeln in Hinblick auf die Versetzung eingeführt. So wurde die Versetzung vielfach nicht mehr an die schulischen Leistungen geknüpft.

9.30 Uhr: Gegendemo zu Protesten der Impfkritiker in Überlingen geplant

Am Samstag gibt es neben der dritten Coronademo von Ruth Meishammer eine Gegendemonstration. Hier meldet sich ein „Kritiker der Kritiker“ zu Wort, ein Bürger, der auf einem YouTube-Kanal für Diskussionen sorgt und gegen Bodo Schiffmann, einen prominenten Redner der Querdenken-Szene, Position bezieht. Er organisiert eine Gegendemo.

8.22 Uhr: CSU dringt vor Bund-Länder-Runde auf Omikron-Check der Corona-Regeln

Vor Spitzenberatungen von Bund und Ländern und mit Blick auf die Omikron-Variante dringt die CSU auf eine Neubewertung der Corona-Maßnahmen. „Wahr ist, mit Omikron ändern sich die Grundlagen. Wir brauchen einen Omikron-Check für das Corona-Management in Deutschland“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume der „Welt“. „Die kommende Ministerpräsidentenkonferenz kann ein wichtiger Meilenstein sein, um über diese Dinge zu reden.“ Bund und Länder wollen am Montag über Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise beraten. Auch CSU-Chef Markus Söder plädierte dafür, den bisherigen Corona-Kurs zu überprüfen.

7.14 Uhr: RKI registriert 140.160 Corona-Neuinfektionen

Die vom Robert Koch-Institut gemeldete bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 700 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagmorgen mit 706,3 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 140.160 Corona-Neuinfektionen und 170 Todesfälle. Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Labore und Gesundheitsämter zunehmend an Kapazitätsgrenzen geraten.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 20. Januar:

21.30 Uhr:  RKI: Maximaler Ausschlag der Omikron-Welle nicht exakt zu bemessen

Das Robert Koch-Institut erwartet, dass der maximale Ausschlag der Omikron-Welle in Deutschland durch Meldedaten nicht genau bemessen werden kann. „Die Größenordnung und die entscheidenden Trends in der epidemiologischen Entwicklung werden jedoch zuverlässig angezeigt“, schreibt das RKI. Hintergrund für die vorübergehend unvollständiger werdende Erfassung von Infizierten sind etwa begrenzte Testkapazitäten und Personalressourcen wegen der hohen Fallzahlen, wie es hieß.

Meldedaten bleiben laut Bericht „für das Management und Entscheidungen über Maßnahmen vor Ort während der Omikron-Welle weiter von hoher Bedeutung“. Sie seien aber nicht allein zu betrachten, sondern zusammen mit Erkenntnissen aus weiteren Überwachungssystemen zu akuten Atemwegserkrankungen. Die Krankheitsschwere werde somit bedeutsamer für die Lage-Einschätzung.

19.10 Uhr: Österreich führt allgemeine Corona-Impfpflicht ein

Österreich führt eine allgemeine Impfpflicht zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein. Das hat der Nationalrat mit breiter Mehrheit beschlossen. Der Bundesrat, also die Länderkammer, muss dem Gesetz noch zustimmen. Das Land geht in der EU damit so weit wie bisher kein anderes Mitglied. Das Land setzt weitere Anreize durch Preisgelder.

19 Uhr: Warum trugen die Narren keine Masken? VSAN setzt bei Treffen auf strenge Corona-Regeln – und macht einen Fehler

Nachdem der SÜDKURIER von der Hauptversammlung der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte berichtete, fragten einige Leser: Was war da denn los? Warum trugen die Zunftvertreter am Platz keine Maske? Die Frage ist nicht unberechtigt. Wie es dazu kam und was VSAN-Präsident Roland Wehrle sagt, lesen Sie hier.

17.47 Uhr: Ermittler fragten in hundert Fällen Daten aus Corona-Kontakterfassung ab

Ermittler haben einem Bericht zufolge seit 2020 in mehr als hundert Verfahren auf Daten aus der Luca-App oder anderen Formen der Corona-Kontakterfassung zugegriffen. Das berichtete das Nachrichtenportal "ZDFheute.de" am Donnerstag unter Berufung auf eine Umfrage unter allen Staatsanwaltschaften und Landesatenschutzbeauftragten. Dabei seien die Daten mindestens fünfmal verwendet worden, obwohl das Infektionsschutzgesetz es zu diesem Zeitpunkt verboten habe.

16.30 Uhr: Omikron-Angst hält viele Kunden von den Donaueschinger Fitnessstudios fern – So gehen die Betreiber damit um

Die Zeit nach den Weihnachtsferien gehört traditionell zu den wichtigsten Geschäftsmonaten für Fitnessstudiobetreiber. Angesichts der Corona-Lage beklagen Betreiber in Donaueschingen aber über geringe Auslastung ihrer Studios und eine ungewisse Zukunft für ihre Betriebe. Manche gehen aber auch in die Offensive und investieren sogar.

14.20 Uhr: Leichter Rückgang der täglichen Impfquoten

Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen geht leicht zurück. Sie lag am Mittwoch bei rund 610.000 verabreichten Impfdosen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht. Es seien am 17. November weniger registriert worden als zuvor. Am Mittwoch vergangener Woche waren es 864.000, am Mittwoch vor Weihnachten knapp 1,2 Millionen.

Mindestens 75,3 Prozent der Bevölkerung (62,6 Millionen Menschen) haben mindestens eine erste Impfdosis erhalten. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

12.34 Uhr: Sechs von zehn Baden-Württemberger für allgemeine Impfpflicht

Die Mehrheit der Menschen in Baden-Württemberg spricht sich für eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab 18 Jahren aus. 59 Prozent sind dafür, 37 Prozent dagegen, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage von infratest dimap im Auftrag von SWR und „Stuttgarter Zeitung“ ergab. Je älter die Menschen sind, desto höher ist die Zustimmung. So sind 74 Prozent der über 65-Jährigen laut Umfrage dafür, bei den 40- bis 64-Jährigen sind es 57 Prozent. Von den Jüngeren bis 39 Jahre sind noch die Hälfte der Menschen für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus.

10.12 Uhr: Österreich begleitet Impfpflicht mit finanziellen Anreizen

Zusätzlich zur geplanten Corona-Impfpflicht in Österreich sollen finanzielle Anreize die Menschen zur Immunisierung bewegen. Vor der parlamentarischen Abstimmung über die allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren kündigte die konservativ-grüne Koalitionsregierung am Donnerstag gemeinsam mit den oppositionellen Sozialdemokraten eine Impflotterie an. Außerdem sollen Gemeinden bei Erreichen von hohen Impfquoten mit Förderungen belohnt werden. Insgesamt soll rund eine Milliarde Euro für diese Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Bei der Lotterie sind pro Teilimpfung 500 Euro zu gewinnen, die als Gutscheine in Gastronomie oder im Handel eingelöst werden können. Teilnehmen können nicht nur Spätentschlossene, sondern auch jene, die schon geschützt sind. 

9.50 Uhr: Verordnung zu PCR-Test-Priorisierung kommt laut Lauterbach am Wochenende

Gesundheitsminister Karl Lauterbach will am Wochenende eine Verordnung zur Priorisierung der Auswertung von PCR-Tests vorlegen. „Wir brauchen gute Test-Regeln, dass wir die PCR-Tests in der Regel für diejenigen verwenden, wo wir ganz sicher sein müssen, die sind entweder krank oder die sind wieder gesund. Dafür kommt die Verordnung am Wochenende“, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Beschäftigte in sensiblen Gesundheitseinrichtungen sollen dann etwa bevorzugt zum Zuge kommen. Die Beschlussvorlage soll laut Lauterbach bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag beschlossen werden.

8.20 Uhr: So ist die aktuelle Corona-Lage in der Schweiz

Die Schweiz verlängert die Gültigkeit ihrer Corona-Regeln, die Infektionszahlen in unserem Nachbarland erreichen immer neue Rekorde. Trotzdem könnte der Höhepunkt bald erreicht sein. Wie der Bundesrat mit der Lage umgeht und was Experten zur Situation in der Schweiz sagen, lesen Sie hier.

7.16 Uhr: RKI meldet neue Rekord-Infektionszahlen in Deutschland

Die vom Robert Koch-Institut gemeldete bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 600 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 638,8 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 133.536 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.01 Uhr wiedergeben. Experten rechnen mit immer mehr Fällen, die nicht erfasst werden können, unter anderem, weil Labore und Gesundheitsämter zunehmend an Kapazitätsgrenzen geraten. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 234 Todesfälle verzeichnet.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 19. Januar: 

21.40 Uhr: WHO: Corona-Pandemie bleibt Notlage von internationaler Tragweite

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hebt den Gesundheitsnotstand wegen der Corona-Pandemie vorerst nicht auf. Die Situation bleibe eine Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC), entschied die WHO, wie sie am Mittwoch in Genf mitteilte. Die Erklärung einer solchen Notlage ist das höchste Alarmsignal, das die WHO geben kann. So sollen Regierungen wachgerüttelt werden, damit sie sich auf ein potenziell gefährliches Gesundheitsrisiko einstellen. Zudem sind damit besondere Meldepflichten der Mitgliedsländer verbunden.

Die WHO hatte den Notstand wegen Corona am 30. Januar 2020 erklärt. Zu dem Zeitpunkt waren außerhalb Chinas rund 100 Infektionen in 21 Ländern bekannt. Mit Stand dieser Woche waren es mehr als 326 Millionen gemeldete Infektionen weltweit und mehr als 5,5 Millionen Todesfälle.

20.15 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten klettert auf 617

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen im Land hat die Marke von 600 deutlich überschritten. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts vom Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) haben sich in den vergangenen sieben Tagen 616,9 je 100 000 Menschen landesweit nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen sank hingegen um 4 auf 326. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz stieg um 0,1 auf 3,5 an. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden. 

18.45 Uhr: Baden-Württemberg will an 2G im Einzelhandel festhalten

Der Handelsverband Baden-Württemberg hat die schwarz-grüne Landesregierung dazu aufgefordert, 2G im Einzelhandel im Südwesten sofort zu kippen. Zuvor hatte ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichthofs dafür gesorgt, dass die 2G-Regel im Freistaat gekippt wurde. „Die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung ist nicht nur pragmatisch, sondern aus unserer Sicht auch zwingend und für den Handel in ganz Deutschland zwangsläufig", so Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Verbands. Im Staatsministerium in Stuttgart sieht man dafür allerdings keinen Anlass. Wie eine Sprechern auf SÜDKURIER-Anfrage mitteilte, habe Bayern eine andere Regel als Baden-Württemberg. Das bayerische Problem der konkreten Umsetzung der 2G-Regel könne nicht auf die Corona-Verordnung im Land übertragen werden. 

17.25 Uhr: 2G-Plus oder nur 2G oder nicht einmal mehr das? Hier erhalten Sie Durchblick im Impfstatus-Dschungel

Sind Sie geimpft? Wenn die Antwort ja lautet, bringt das im Alltag gewisse Erleichterungen. Nur welche eigentlich genau und worauf muss man je nach Impfstoff und Impfzeitpunkt achten? Das kann aus dem Stand kaum noch jemand beantworten. Zuletzt änderten sich die Regeln für Johnson&Johnson-Geimpfte. Was gilt für wen und wer darf in Baden-Württemberg wo rein? Ein möglichst einfacher Überblick über die jeweiligen Szenarien.

15.30 Uhr: Bayerns Verwaltungsgerichtshof kippt 2G-Regel im Einzelhandel

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die 2G-Regel im Einzelhandel des Freistaats vorläufig außer Vollzug gesetzt, wonach in den Läden grundsätzlich nur Geimpfte und Genesene Zutritt haben. Das Gericht gab damit einem Eilantrag gegen diese Corona-Maßnahme statt. Klägerin war die Inhaberin eines Lampengeschäfts.

Auch für Niedersachsen hatte das dortige Oberverwaltungsgericht in Lüneburg bereits Mitte Dezember überraschend die 2G-Regel für den Einzelhandel gekippt.

14.32 Uhr: Österreich passt wegen Rekord-Infektionszahlen Teststrategie an

Wegen rekordhoher Corona-Zahlen will Österreich mit Antigen-Schnelltests für zu Hause die PCR-Testlabore entlasten. Am Mittwoch wurden laut Bundeskanzler Karl Nehammer rund 30.000 Neuinfektionen registriert. Dieser neue Spitzenwert lag rund 80 Prozent über dem des Vortages. „Die Infektionszahlen, die wir jetzt haben, würden und werden jedes PCR-Testsystem massiv fordern“, sagte der konservative Kanzler nach einer Regierungssitzung. Die Regierung will deshalb künftig zu Hause durchgeführte Antigen-Schnelltests wieder als Nachweis für Arbeit, Freizeit und beim Einkaufen akzeptieren.

13.25 Uhr: Steinmeier: Stille Mehrheit soll sich zu Wort melden

In der sich verschärfenden Auseinandersetzung über den richtigen Corona-Kurs hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu aufgerufen, den Pandemie-Leugnern nicht das Feld zu überlassen. Die große, oft stille Mehrheit in unserem Land handele seit Monaten solidarisch und verantwortungsvoll, sagte Steinmeier. „Nur fürchte ich, diese Mehrheit darf nicht still bleiben, wenn Extremisten die Axt ans demokratische Urvertrauen legen.“

Jeder in Deutschland habe das Recht, gegen Corona-Maßnahmen friedlich zu protestieren, betonte Steinmeier. „Wenn sogenannte Spaziergänger von einer "Corona-Diktatur" schwurbeln, dann steckt darin nicht nur Verachtung für staatliche Institutionen. Sondern das beleidigt uns alle! Denn wir alle sind diese Demokratie! Wir alle ringen darum, das Richtige zu tun in dieser zermürbenden Pandemie.“

13 Uhr: Omikron-Welle stellt Konzept der Corona-Warn-App auf den Prüfstand

Mit über 40 Millionen Downloads gehört die offizielle Corona-Warn-App des Bundes zu den weltweit erfolgreichsten digitalen Werkzeugen, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Doch trotz dieser Erfolgsgeschichte reißt die Kritik am Konzept und an der konkreten Umsetzung nicht ab. Entwicklung, Weiterentwicklung und Betrieb durch die beiden Unternehmen 2020 und 2021 kosteten insgesamt 116,3 Millionen Euro. Inzwischen geht es aber vor allem um die Frage, ob die App ihren eigentlichen Zweck erfüllen kann, nämlich einen nennenswerten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.

11.40 Uhr: Mehr als Tausend Fälle gefälschter Impfpässe in Baden-Württemberg

Der Handel mit gefälschten Corona-Impfpässen floriert auch im Südwesten: Die Polizei ermittelt derzeit zu mehr als Tausend Fällen wegen falscher Impfnachweise. Die Zahl der einschlägigen Verfahren liege im unteren vierstelligen Bereich, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts in Stuttgart mit. Seit Beginn des Jahres gebe es zudem eine leichte Zunahme an Fällen.

Bundesweit geht die Polizei bereits in weit mehr als 12 000 Verfahren solchen Verdachtsfällen nach, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Polizeibehörden der Bundesländer ergab. In Baden-Württemberg weisen vielfach Apotheken die Ermittler auf gefälschte Impfpässe hin. Um der großen Masse an Verfahren zu gefälschten Impfnachweisen Herr zu werden, haben mehrere Polizeipräsidien im Land Fachgruppen für Schwerpunktermittlungen gebildet. 

10.15 Uhr: Welche Berufsgruppen erkranken verstärkt an Corona? Krankenkassen-Auswertung liefert überraschende Erkenntnisse

Corona, daran erkranken berufsbedingt vor allem Pfleger und Erzieher – so ein gängiges Vorurteil. Eine Zeitlang war das auch korrekt – doch Zahlen der AOK aus Baden-Württemberg zeigen, dass sich das geändert hat. Die Statistik zeigt auch, welche Berufsgruppen kaum betroffen sind – was bei manchen Branchen durchaus überrascht.

9.30 Uhr: Lauterbach für Impfpflicht ab April oder Mai

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hält es für wichtig, dass eine mögliche Corona-Impfpflicht nach einer entsprechenden Entscheidung des Bundestags schnell in Kraft tritt. Die Impfpflicht müsse schnell kommen, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der Sendung „RTL Direkt“. „Wenn wir einen Antrag machen wollen, der noch funktioniert, dann ist das ein Antrag, der die Impfpflicht in Kraft setzt - was weiß ich - im April oder um den April herum, vielleicht im Mai.“ Zur Begründung führte er an, dass noch genug Zeit bleiben müsse, um Ungeimpfte vor einer möglichen neuen Corona-Welle im Herbst zu immunisieren.

7.07 Uhr: RKI meldet erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 100.000 neue Corona-Infektionen an das Robert Koch-Institut übermittelt worden. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Mittwochmorgen 112.323 Fälle in 24 Stunden. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI nun mit 584,4 an. Das ist ebenfalls ein Höchststand. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 239 Todesfälle verzeichnet.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 18. Januar: 

20.20 Uhr: Geburt unter Corona-Bedingungen: Mütter aus der Region schildern, wie sie es erlebten

Selten ist die Unterstützung des Partners wichtiger als bei der Entbindung. Doch in der Pandemie ist das schwierig geworden: Väter dürfen erst unmittelbar vor der Geburt in den Kreißsaal. Danach sind Besuche nur eingeschränkt möglich. Zwei junge Frauen aus dem Schwarzwald schildern, wie sie die Geburt überstanden haben.

18.40 Uhr: PCR-Tests werden knapp 

Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Welle drohen die besonders sicheren PCR-Tests in Deutschland knapp zu werden. „Wir werden nicht genug PCR-Tests haben“, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Dienstag im Deutschlandfunk. Allerdings funktioniere für die Freitestung etwa für die Rückkehr in die Schule oder an den Arbeitsplatz auch ein Antigentest sehr gut.

Lauterbach begründete, warum ein Antigentest aus seiner Sicht zum Freitesten reicht: Er funktioniere aus biologischen Gründen nicht ganz so gut am Anfang einer Infektion, sagte er. „Er funktioniert aber sehr gut, wenn man zurück will.“ Deutschland sei mit den Antigentests für diesen Zweck sehr gut ausgestattet.

An welcher Stelle künftig noch welcher Corona-Test nötig ist, soll bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag beraten werden, wie Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey  mitteilte. 

17.20 Uhr: Baden-Württemberg ändert den Impfstatus von Johnson&Johnson-Geimpften

Baden-Württemberg hat den Impfstatus von Menschen, die mit Johnson&Johnson geimpft wurden, geändert: Sie gelten nach nur einer Impfdosis nicht mehr als vollständig geimpft. Das habe das Land entsprechend der kurzfristig geänderten Bundesverordnung entschieden, erklärte das Sozialministerium. Wer bislang mit einer zweiten Impfung rechtlich als „geboostert“ galt, muss demnach neu einen Test bei 2G-Plus-Einrichtungen vorweisen. Dies gilt nicht für Johnson-Geimpfte, deren Zweitimpfung weniger als drei Monate zurückliegt oder die von einer Infektion vor weniger als drei Monaten genesen sind. Als „geboostert“ gelten sie aber künftig erst nach einer Drittimpfung. Hintergrund ist eine geänderte Einstufung des Paul-Ehrlich-Instituts zum Schutz der Impfung mit Johnson&Johnson.

16 Uhr: Kritiker der Corona-Maßnahmen gehen wieder auf die Straße – so verliefen die Proteste in Markdorf, Überlingen und Friedrichshafen

Laut Schätzungen der Polizei nahmen in Friedrichshafen rund 1000 Menschen, in Überlingen um die 750 und in Markdorf etwa 330 Personen an den Corona-Demonstrationen teil. Die Proteste der sogenannten Montagsspaziergänger blieben friedlich.

15.12 Uhr: Zwei weitere Corona-Fälle bei deutschen Handballern

Wenige Stunden vor dem abschließenden Vorrundenspiel der deutschen Handballer bei der Europameisterschaft gegen Polen hat es zwei weitere positive Corona-Fälle im DHB-Team gegeben. Nach den Infektionen von Torwart Till Klimpke und Marcel Schiller fallen insgesamt neun Akteure für die Partie an diesem Dienstag (18 Uhr, ZDF) aus.

15 Uhr: Kretschmann will noch keine Lockerungen zusagen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann will trotz der absehbar milderen Krankheitsverläufe der Omikron-Variante noch keine Lockerungen der Corona-Regeln zusagen. „Natürlich kann ich mir die vorstellen. Ob sie kommen, weiß ich noch nicht“, sagte der Grünen-Politiker.

Klar sei aber, dass die Landesregierung mit der nächsten Verordnung Anfang Februar „neue Spielregeln“ aufstellen müsse. Die Daten zu den Konsequenzen der Omikron-Variante für das Gesundheitswesen seien aber noch nicht belastbar, erklärte Kretschmann. Erste Trends zeigten, dass es weniger schwere Verläufe gebe. „Das ist ein Trend, der natürlich höchst erfreulich ist, wenn er sich denn bewahrheitet.“

14.30 Uhr: Würzburger Grüne wollen Corona-Bußgelder für Impfkampagne nutzen

Die Würzburger Grünen-Fraktion möchte coronabedingt verhängte Bußgelder der Stadt für eine lokale Impfkampagne nutzen. Die Fraktion habe für die Stadtratssitzung an diesem Donnerstag einen entsprechenden Antrag eingereicht, so Fraktionsvorsitzende Sandra Vorlová. In Würzburg kommt es wie in vielen anderen bayerischen Städten seit Wochen zu nicht angemeldeten Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik. Dabei verstießen einige Teilnehmer zuletzt gegen die Ende Dezember erlassene Allgemeinverfügung, wonach etwa ein Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten ist und medizinische oder FFP2-Masken zu tragen sind. 

13.50 Uhr: Kitzbühel verschärft Maßnahmen nach verbotener Après-Ski-Party

Der österreichische Luxus-Skiort Kitzbühel will scharf gegen wegen der Corona-Pandemie verbotene Après-Ski-Partys vorgehen. Die Bezirksbehörde kündigte an, dass die Außengastronomie bis Ende der Woche geschlossen bleiben muss - also auch während der traditionellen Weltcup-Skirennen der Herren am Wochenende. Ausgelöst wurden die strengeren Maßnahmen durch ein Video einer Après-Ski-Party. Ein Unternehmer, der als Gast in einer Bar in Kitzbühel war, hatte Aufnahmen von dicht gedrängt Feiernden vor wenigen Tagen online geteilt. Im Bezirk Kitzbühel lag die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus pro 100.000 Einwohner zuletzt bei etwa 3600 - fast dreimal so hoch wie der bundesweite Wert.

12.40 Uhr: Lauterbach gegen Impfregister

Karl Lauterbach plädiert für eine allgemeine Impfpflicht ohne ein erst noch zu schaffendes Impfregister. „Wir können die Impflicht auch monitorisieren ohne Impfregister“, sagte der SPD-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. Er warne davor, auf ein Register zu setzen. „Der Aufbau eines Impfregisters dauert lange und ist auch datenschutzrechtlich nicht unumstritten.“ Auf Details einer Impfstatus-Kontrolle ohne Register wollte er aber nicht eingehen, um noch zu formulierenden Anträgen im Bundestag nicht vorzugreifen.

11.45 Uhr: Ministerium: Zehntausende bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen

Bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen sind in Baden-Württemberg erneut Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Landesweit beteiligten sich am Montagabend insgesamt etwa 64 700 Personen an 326 Versammlungen, wie das Innenministerium am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Lediglich 51 von ihnen seien angemeldet gewesen. An 29 Orten im Südwesten fanden angemeldete Gegenkundgebungen statt. Daran beteiligten sich etwa 3 800 Menschen.

10.10 Uhr: Ausflug ins Hochrisikogebiet: Welche Regeln gelten für Kurztrips nach Österreich, Frankreich und in die Schweiz?

Der Winter bietet viele Möglichkeiten für Tagesausflüge ins benachbarte Ausland. Doch auf welche Corona-Regeln muss man achten, wenn man nach Österreich, Frankreich oder in die Schweiz möchte – was gilt bei Einreise und Rückreise und welche Regeln gelten vor Ort? 

9.15 Uhr: Land will Corona-Stufensystem wegen Omikron-Variante anpassen

Das Land Baden-Württemberg will sein Stufensystem der Anti-Corona-Maßnahmen wegen der Omikron-Variante überarbeiten. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart erfuhr, will das Sozialministerium die Regeln in der neuen Corona-Verordnung Ende Januar anpassen. Dann könnte es dem Vernehmen nach voraussichtlich in einigen Bereichen auch leichte Lockerungen geben. Minister Manne Lucha wolle an diesem Dienstag im Kabinett erste Vorschläge dazu machen, hieß es.

Zurzeit gilt im Südwesten weiter die Alarmstufe II mit zahlreichen Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte, obwohl auf den Intensivstationen der Krankenhäuser längst nicht mehr so viele Covid-19-Patienten liegen wie noch vor Weihnachten. Experten gehen davon aus, dass die äußerst ansteckende Omikron-Variante deutlich mildere Verläufe hat als Delta und deswegen weniger Menschen schwer erkranken. Allerdings sind die Sieben-Tages-Inzidenzen zuletzt wieder stark gestiegen.

7.55 Uhr: Ab heute gelten Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte im Kreis Tuttlingen

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt für eine steigende 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Tuttlingen. Das Landratsamt hat daher zusätzliche lokale Beschränkungen erlassen, die ab heute in Kraft treten. Damit gilt für nicht vollständige Geimpfte eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Ausnahmen würden nur "bei Vorliegen triftiger Gründe" gelten, so die Mitteilung des Landratsamts.

7.23 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 553,2

Das Robert Koch-Institut hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit einen neuen Höchstwert. Das RKI gab den Wert am Dienstagmorgen mit 553,2 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 74.405 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.06 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 193 Todesfälle verzeichnet.

Das waren die Entwicklungen am Montag, 17. Januar:

21.39 Uhr: Strenge Regeln in Liften und auf Pisten? So unterschiedlich gehen die Skigebiete mit Corona um

In den Skigebieten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz gelten klare Corona-Regeln. Das ist zumindest die Theorie – doch wie läuft das in der Praxis ab? Sieben SÜDKURIER-Redakteure berichten von ihren Erfahrungen. So sehen die Ergebnisse aus.

19.41 Uhr: Lauterbach sieht bei Omikron keinen Grund zur Entwarnung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt davor, die Omikron-Variante des Coronavirus zu unterschätzen. Es gebe "keinerlei Grund zur Entwarnung", sagte Lauterbach während eines Besuchs in Mecklenburg-Vorpommern bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Je nach Entwicklung könnte es sein, dass die Schutzmaßnahmen noch einmal verschärft werden müssten.

Noch sei die aktuelle Welle "schwer einzuschätzen", sagte Lauterbach. Bislang seien vor allem Menschen mittleren Alters und jüngere Menschen betroffen. Wenn sich mehr Ältere infizierten, könne es auch wieder eine stärkere Belastung auf den Intensivstationen geben. Ob man dann mit den aktuellen Schutzmaßnahmen hinkomme, "werden wir sehen", sagte der Minister.

18.30 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt leicht 

In Baden-Württemberg steigt die Sieben-Tage-Inzidenz zwar weiter leicht, doch liegen immer weniger Covid-19-Patienten auf der Intensivstation. Die Zahl der Menschen, die sich in den vergangenen 7 Tagen und pro 100.000 Einwohner nachweislich mit dem Coronavirus infizierten, lag bei 549,8 (Vortag: 545,8), teilte das Landesgesundheitsamt mit. Damit liegt Baden-Württemberg im Mittelfeld der Bundesländer, ungefähr auf gleichem Niveau wie Bayern.

Auf den Intensivstationen lagen noch 340 Patientinnen und Patienten, die an Covid 19 erkrankt sind. Die Zahl ist in den vergangenen zwei Wochen um 150 gesunken. Als Grund dafür wird gemutmaßt, dass wegen der angeblich milderen Verläufe der Omikron-Variante weniger infizierte Menschen auf die Intensivstation müssen. 

Eigentlich müsste die Landesregierung die Corona-Regeln gemäß seinem Stufensystem lockern, wenn die Grenzwerte bei der Belastung der Kliniken unterschritten werden. Wegen der wieder steigenden Inzidenzen hatte das Land Baden-Württemberg aber vergangene Woche entschieden, bis Ende Januar in der Alarmstufe II mit zahlreichen Einschränkungen zu bleiben.

17.25 Uhr: Millionenschaden und Anklage wegen erfundenen Coronatest-Zentren 

Weil sie mindestens elf Corona-Testzentren komplett erfunden und fiktive Tests und Impfungen abgerechnet haben soll, ist eine Frau in Essen angeklagt worden. Wie aus einem Bericht an den Rechtsausschuss des Landtags hervor geht, soll ein Schaden von 1,1 Millionen Euro entstanden sein. Das meiste Geld sei sichergestellt worden - 925.000 Euro der mutmaßlichen Beute habe man durch Kontopfändungen sichern können. Die Angeschuldigte sitze in Untersuchungshaft.

16.30 Uhr: Wegen Corona: Führerschein-Umtauschfrist um halbes Jahr verlängert

Ältere Autofahrer sollen mehr Zeit für einen Umtausch alter Papierführerscheine bekommen. Eine erste Frist - und zwar für die Geburtsjahre 1953 bis 1958 - wäre eigentlich an diesem Mittwoch abgelaufen. Verstöße gegen die Umtauschpflicht aber sollen angesichts der aktuellen Belastungen durch die Corona-Pandemie vorerst nicht sanktioniert werden. Das beschloss die Innenministerkonferenz unter dem Vorsitz von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), wie Bayerns Innenministerium am Montag mitteilte. Demnach soll die aktuelle Umtauschfrist um ein halbes Jahr vom 19. Januar auf den 19. Juli 2022 verlängert werden.

14.05 Uhr: Ministerium: Kürzerer Genesenenstatus wegen Omikron

Der Corona-Genesenenstatus ist auf drei Monate verkürzt worden - das Bundesgesundheitsministerium begründet dies mit der neuen Virusvariante Omikron. Diese Festlegung des Robert Koch-Instituts sei aus wissenschaftlicher Sicht erfolgt, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Hintergrund sei, dass aufgrund der vorherrschenden Omikron-Variante ein sehr viel größeres Risiko bestehe, nach dieser Zeit zu erkranken oder Überträger zu sein. Die vorherige Zeitspanne von sechs Monaten habe gegolten, so lange man mit der vorherrschenden Delta-Variante umgehen musste.

Die neue Vorgabe knüpft an eine vom Bundesrat am vergangenen Freitag besiegelte Verordnung an und gilt seit Samstag. Demnach müssen Genesenennachweise Kriterien entsprechen, die das RKI auf einer Internetseite bekannt macht. Dazu gehört: „Das Datum der Abnahme des positiven Tests muss mindestens 28 Tage zurückliegen“. Und: „Das Datum der Abnahme des positiven Tests darf höchstens 90 Tage zurückliegen.“ Das RKI erläutert: „Diese Vorgaben werden regelmäßig überprüft und können sich gemäß Stand der Wissenschaft ändern.“ Zuvor hatte in der Verordnung als generelle Regelung gestanden, dass der Test „mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt“.

13 Uhr: Lucha rechnet mit weiteren Corona-Toten in Pflegeheimen

Gesundheitsminister Manne Lucha rechnet mit weiteren Corona-Toten in Pflegeheimen im Land. Solange es noch keine allgemeine Impfpflicht gäbe, würden sich einzelne Ausbrüche nicht komplett verhindern lassen, sagte der Grünen-Politiker am Montag in einer Sondersitzung des Sozialausschusses des Landtags. Trotz wohl milderer Verläufe der Omikron-Variante werde es auch zu weiteren Todesfällen kommen. Lucha rief in dem Zusammenhang erneut zur Impfung auf. Wenn Betreuer und Bewohner sich aber gegen eine Impfung entscheiden würden, sei das leider hinzunehmen, sagte der Minister. Es mangele nicht am Angebot.

Die Impfquote hänge auch von der Binnendynamik in den Einrichtungen ab, sagte Lucha. Einige wenige Impfskeptiker in einem Heim könnten die Belegschaft aufwiegeln und Zweifel an der Impfung streuen. Bei einem Corona-Ausbruch in einem Rastatter Pflegeheim waren vor kurzem 13 Menschen gestorben. Keiner von ihnen hatte laut Landratsamt eine Auffrischungsimpfung. 

11.11 Uhr: Familienministerin lehnt Impfpflicht für Kinder und Jugendliche ab

Bundesfamilienministerin Anne Spiegel hat beim Thema Impfpflicht die Erwachsenen zur Solidarität mit Kindern und Jugendlichen aufgerufen. Die Debatte und die Umsetzung einer Impfpflicht seien richtig, sagte Spiegel am Montag im Deutschlandfunk. Alle anderen Mittel seien ausgeschöpft. Kinder und Jugendliche sollten aber nicht von einer Pflicht betroffen sein: "Es sollte absolut klar sein, dass bei einer Impfpflicht wir über Erwachsene sprechen und nicht über Kinder und Jugendliche."

10 Uhr: Krankenhäuser verschieben wegen der Pandemie erneut planbare Operationen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft geht davon aus, dass wegen der neuen Corona-Infektionswelle erneut planbare Operationen verschoben werden müssen. „Die Krankenhäuser müssen Personal auf die schwerkranken Patienten konzentrieren“, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der „Rheinischen Post“. Personelle Reserven gebe es nicht. „Deswegen müssen wir erneut, wenn es soweit medizinisch vertretbar ist, Patienten auf die Warteliste nehmen.“

8.45 Uhr: Ab heute nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte im Kreis Konstanz und Bodenseekreis

Die Sieben-Tage-Inzidenz von 500 ist im Landkreis Konstanz an zwei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten worden. Damit gilt ab jetzt für Nicht-Geimpfte nachts eine Art Ausgangssperre, wie das Landratsamt mitteilt. Konkret bedeutet es, dass Ungeimpfte ihre Wohnungen von 21 Uhr bis 5 Uhr morgens nur noch aus triftigen Gründen verlassen dürfen. Zu diesen Gründen zählen etwa der Besuch von Versammlungen gemäß der Coronaverordnung, die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit zu diesen Uhrzeiten, der Besuch von Gottesdiensten, der Besuch eines Ehepartners oder Partners. Auch wenn man ein Kind begleitet oder betreut oder ein Umgangsrecht wahrnimmt, liege ein triftiger Grund vor. Ebenso ist es möglich, einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen oder Tiere zu versorgen oder sie tierärztlich versorgen zu lassen.

Die gleiche Regelung gilt ab heute auch im Bodenseekreis, nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag zum zweiten Mal in Folge die 500er-Marke überschritten hatte.

7.14 Uhr: RKI registriert 34.145 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf neuen Höchstwert

Das Robert Koch-Institut hat erneut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet und damit einen neuen Höchstwert. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 528,2 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 34.145 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.57 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet.

Das waren die Entwicklungen am Sonntag, 16. Januar:

21.32 Uhr: Gesundheitsminister beraten mit Lauterbach über Corona-Lage

Die Gesundheitsminister der Bundesländer beraten am Montag ein weiteres Mal über ihr Vorgehen in der Corona-Pandemie. An der Videokonferenz, die unter dem Eindruck der Ausbreitung der Omikron-Variante und eines damit verbundenen starken Anstiegs der Neuinfektionen steht, wird auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach teilnehmen. Die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Sachsen-Anhalts Ressortchefin Petra Grimm-Benne, wird im Anschluss über die Ergebnisse informieren (20.00 Uhr).

Lauterbach hatte die Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld der Gesundheitsministerkonferenz in einem Interview dazu aufgerufen, sich mehrmals pro Woche mit einem Schnelltest auf das Coronavirus zu testen. Außerdem forderte er, dass zur Erfüllung der geplanten Impfpflicht drei Corona-Impfungen vorgeschrieben werden.

18.17 Uhr: Bundeswehr leitet dutzende Verfahren gegen Impfverweigerer ein

Nach der Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in ihren Reihen hat die Bundeswehr einem Bericht zufolge dutzende Disziplinarverfahren gegen Soldaten eingeleitet, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen. Laut internen Zahlen des Verteidigungsministeriums liefen derzeit zwischen 50 und 60 Verfahren gegen Soldaten, die trotz der so genannten Duldungspflicht die Impfung ablehnten, berichtete der "Spiegel" am Sonntag. 

Die bisher nicht bekannte Zahl der eingeleiteten Verfahren gegen Impfverweigerer nannte das Ministerium laut "Spiegel" in einer vertraulichen Sitzung des Verteidigungsausschusses. Für die rund 180.000 Soldaten und Soldatinnen gelte das Ablehnen der Impfung als Befehlsverweigerung. Zunächst drohten den Verweigerern in Uniform Disziplinarstrafen, berichtete das Magazin. Letztlich könne die Verweigerung der Impfung aber auch auf einen Ausschluss aus der Truppe hinauslaufen.

16 Uhr: Ministerium sorgt sich wegen Omikron-Variante um Bus- und Bahnverkehr im Südwesten

Das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg stellt sich auf eine Verknappung des Zug- und Buspersonals wegen der Verbreitung der Omikron-Variante ein. „Wir werden im Krisenfall täglich mit Eisenbahn- und Busunternehmen konferieren“, sagte Berthold Frieß, Amtschef im Ministerium, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“.

Besonders wichtig für den Betrieb seien Lokführer, Mitarbeiter in den Leitstellen und diejenigen, die die Züge bereitstellten sowie im Bahnnetz tätig seien. Zwar werde die Art der Krankheiten den Arbeitgebern nicht mitgeteilt. Auffällig sei aber ein regionaler Zusammenhang von hohen Inzidenzen und hohen Krankenständen.

13:58 Uhr: Omikron-Welle macht sich in Krankenhäusern bemerkbar

Die rasche Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus lässt die Patientenzahlen in den Kliniken steigen: In Regionen mit besonders hohen Inzidenzzahlen wie etwa Bremen, Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein mache sich die Omikron-Welle bereits bemerkbar, sagte der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, der "Augsburger Allgemeinen". Dort seien mehr Patientenaufnahmen mit Covid-Erkrankungen auf den Normalstationen zu verzeichnen - allerdings noch nicht auf den Intensivstationen.

Es sei aber mit zusätzlichen Belastungen zu rechen, sagte Gaß. "Wenn die Modelle sich bewahrheiten und wir schon sehr bald mit mehr als 100.000 Infizierten pro Tag rechnen müssen, werden auch weiterhin viele Patienten im Krankenhaus versorgt werden müssen", sagte er. "Im Unterschied zu vorangegangenen Wellen werden Patienten in den kommenden Wochen aber wohl vermehrt in den Normalstationen ankommen, da die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Verlauf zu haben, bei Omikron geringer ist."

13.01 Uhr: Österreich will Corona-Impfpflicht wie geplant im Februar einführen

In Österreich soll die Impfpflicht gegen das Coronavirus wie geplant Anfang Februar in Kraft treten. So steht es in dem Gesetzentwurf, den die Regierung am Sonntag vorstellte. Die Impfpflicht soll für Personen ab 18 und nicht wie bislang geplant ab 14 Jahren gelten. Kontrollen sollen Mitte März beginnen, darunter im Straßenverkehr, wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte. Für Impfverweigerer gilt ein Strafrahmen von 600 und 3600 Euro, wenn sie einer Impfaufforderung nicht nachkommen und einen gesetzten Impftermin verstreichen lassen.

10.57 Uhr: Drosten sieht Omikron-Verbreitung als „Chance“ in Kampf gegen Pandemie

Der Chefvirologe der Berliner Charité, Christian Drosten, sieht in der Ausbreitung der Omikron-Variante eine „Chance“ zur Überwindung der Corona-Pandemie: Die rasche Ausbreitung der „abgeschwächten Infektion“ könne dazu beitragen, die Pandemie Ende 2022 für beendet erklären zu können, sagte Drosten dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Dann gehe die Pandemie in eine Endemie über.

Man könne „nicht auf Dauer alle paar Monate über eine Booster-Impfung den Immunschutz der ganzen Bevölkerung erhalten“, sagte der Virologe: „Das muss das Virus machen.“ Drosten betonte jedoch, dass dies nur „auf Basis eines in der breiten Bevölkerung verankerten Impfschutzes“ möglich sei - sonst würden „zu viele Menschen sterben“.

9.28 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz erreicht Höchstwert und steigt über 500

Das Robert Koch-Institut hat erneut einen Höchstwert bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Demnach lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen bei 515,7 - und damit erstmals über der Schwelle von 500. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 497,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 362,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 52.504 Corona-Neuinfektionen.

8.40 Uhr: Lauterbach: Für Erfüllung von Impfpflicht sollten drei Dosen vorgeschrieben sein

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) setzt sich dafür ein, dass zur Erfüllung der geplanten Impfpflicht drei Corona-Impfungen vorgeschrieben werden. "Eine vollständige Impfung besteht aus drei Dosen", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag". Derart Geimpfte seien "gegen alle Corona-Varianten – zumindest vor schwerer Krankheit und Tod – geschützt". "Daran muss sich die Impfpflicht orientieren", forderte der Minister. 

Weltweit herrsche große Einigkeit zwischen Wissenschaftlern: "Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass eine Variante entsteht, gegen die man als dreifach Geimpfter keinen Schutz hat", sagte Lauterbach.

Das waren die Entwicklungen am Samstag, 15. Januar:

20.30 Uhr: Hohe Corona-Zahlen: Nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Stuttgart

Wegen gestiegener Corona-Zahlen gelten in der Landeshauptstadt Stuttgart ab diesem Sonntag (00.00 Uhr) erneut nächtliche Ausgangsbeschränkungen für Nicht-Immunisierte. Sie sind zwischen 21.00 und 5.00 Uhr in Kraft, wie die Stadt am Samstagabend mitteilte. Hintergrund ist, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Stuttgart zum zweiten Mal in Folge über dem Schwellenwert von 500 liegt. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

18.18 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten bei 538,9

Die Zahl der Menschen, die sich in den vergangenen sieben Tagen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben, steigt weiter. Wie das Landesgesundheitsamt am Samstag (Stand 16.00 Uhr) in Stuttgart mitteilte, lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 538,9 (Vortag: 519,4) Menschen je 100 000 Einwohner.

Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz blieb nach Angaben der Behörde bei 3,1. Sie steht für die Zahl der Corona-Infizierten pro 100 000 Einwohner, die innerhalb einer Woche in Kliniken aufgenommen werden. Die Zahl der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf Intensivstationen im Südwesten sank binnen eines Tages um 17 auf 355.

16.35 Uhr: Mehrere tausend Menschen bei Demos in Freiburg

In Freiburg sind am Samstag mehrere tausend Menschen für und gegen die staatlichen Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Rund um die Innenstadt zogen am Nachmittag laut Polizei etwa 6000 Gegner der Corona-Politik. In der Stadtmitte hatten sich zuvor etwa 2500 Menschen zu einer Gegendemonstration versammelt, um sich unter anderem gegen Verschwörungsideologien und Corona-Verharmlosung zu wenden. Größere Zwischenfälle verzeichnete die Polizei zunächst nicht.

Die Freiburger Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort und wurde von auswärtigen Beamten unterstützt. Ihr Einsatzkonzept zielte darauf ab, dass sich beide Demo-Lager nicht in die Quere kommen. Es galten Auflagen: Neben der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung waren die Demos auf bestimmte Bereiche begrenzt.

15 Uhr: Infektiologe Wendtner: Vierte Impfung jetzt schon vorbereiten

Der Münchner Corona-Experte Clemens Wendtner mahnt zur zügigen Vorbereitung auf die vierte Corona-Impfung - mit den verfügbaren Impfstoffen. „Für mich wäre eine Viertimpfung vier bis sechs Monate nach der dritten Impfung eine adäquate Maßnahme“, sagte der Chefarzt der Infektiologie an der München Klinik Schwabing der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies zugleich jedoch darauf, dass es aufgrund mangelnder Daten noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Viertimpfung gibt.

Oft heiße es, man wolle auf den angepassten Omikron-Impfstoff warten. „Ich fürchte aber, das wird zu lange dauern“, sagte Wendtner. Vor April sei nicht mit neuen Impfstoffen zu rechnen - die Omikron-Welle rolle aber jetzt heran. „Man muss eine Viertimpfungs-Kampagne jetzt schon vorbereiten, auch von der Verfügbarkeit der derzeit zugelassenen Impfstoffe her. Da dürfen wir nicht erst daran denken, wenn wir März oder April haben“, sagte Wendtner. 

12.18 Uhr: 72,6 Prozent vollständig geimpft - 650.000 Impfungen am Freitag

In Deutschland sind inzwischen mindestens 60,4 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht mindestens 72,6 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts in Berlin vom Samstag hervorgeht. Demnach hatten bis einschließlich Freitag 38,7 Millionen Menschen bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten (46,6 Prozent). Diese ist wichtig für einen wirksamen Schutz vor der ansteckenderen Virusvariante Omikron. Das RKI gab die Zahl der Impfungen für Freitag mit gut 650.000 an.

Die Bundesregierung strebt eine Quote von 80 Prozent vollständig Geimpfter bis Ende Januar an. Als solcher gilt, wer zweifach geimpft oder die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten hat. Den höchsten Anteil hat bei diesem Wert im Vergleich der Bundesländer Bremen mit einer Quote von 85,1 Prozent. Bei den Auffrischungsimpfungen liegt das Saarland mit 55,5 Prozent vorne. Beide Male bildet Sachsen mit 61,7 Prozent beziehungsweise 37,1 Prozent das Schlusslicht.

10.45 Uhr: Land schafft wegen Corona 264 neue Stellen im Gesundheitsdienst

Baden-Württemberg hat in den Gesundheitsämtern und weiteren Bereichen des öffentlichen Gesundheitsdienstes im Zuge der Corona-Pandemie bisher 264 Stellen neu geschaffen. Davon sind 251 Stellen besetzt. Damit seien die Vorgaben für die erste Tranche des Bund-Länder-Paktes „übererfüllt“ worden, teilte das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg mit. Vorgesehen waren 200 Stellen.

Für dieses Jahr sind 467 neue Stellen in den Gesundheitsämtern der Landkreise und den Städten, Regierungspräsidien und im Ministerium einschließlich Landesgesundheitsamt geplant. „Ausschreibungs- und Besetzungsverfahren für diese Stellen laufen“, so das Ministerium.

Das waren die Entwicklungen am Freitag, 14. Januar:

21 Uhr: Inzidenz über 500 im Schwarzwald-Baar-Kreis: Nächtliche Ausgangsbeschränkung tritt wieder in Kraft

Am Freitag, 14. Januar, wird die Sieben-Tage-Inzidenz von 500 im Schwarzwald-Baar-Kreis am zweiten aufeinanderfolgenden Tag überschritten. Daher tritt die nächtliche Ausgangsbeschränkung für nicht-geimpfte und nicht-genesene Personen zwischen 21 und 5 Uhr wieder in Kraft.

20.15 Uhr: Ab Samstag gelten in den Landkreisen Waldshut und Lörrach wieder Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte

Nicht immunisierte Personen dürfen ab Samstag, 15. Januar, zwischen 21 Uhr und 5 Uhr die Wohnung nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen. Die Beschränkungen werden eingeführt, weil die 7-Tage-Inzidenz in den Landkreisen Waldshut und Lörrach den zweiten Tag in Folge über der Marke von 500 lag.

19 Uhr: Österreich wird wieder Corona-Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Österreich wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an erneut als Hochrisikogebiet ein. Ausgenommen davon sind die Gemeinden Mittelberg und Jungholz sowie das Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Damit werden dann alle neun Nachbarländer Deutschlands auf der Risikoliste stehen. Dänemark, Polen, Tschechien, die Schweiz, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande sind schon seit längerem als Hochrisikogebiete ausgewiesen.

18 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten wieder über 500

Nach mehr als einem Monat ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg wieder über die 500er-Marke gestiegen. Heute teilte das Landesgesundheitsamt in Stuttgart mit, dass sich in den vergangenen sieben Tagen landesweit 519,4 Menschen je 100.000 nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hätten. Zuletzt hatte der Wert am 8. Dezember über 500 gelegen. Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz blieb nach Angaben der Behörde bei 3,1.

17.02 Uhr: Lauterbach sieht vorerst keinen Anlass für schärfere Corona-Auflagen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht in der Corona-Krise vorerst keinen Anlass für zusätzliche Verschärfungen von Alltagsbeschränkungen. Aus seiner Sicht sei zur jetzigen Zeit „das richtige Maßnahmenpaket am Platz“, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Sollten die Fallzahlen aber noch deutlich steigen und eine Überlastung der medizinischen Versorgung zu erwarten sein, müsse auch mit anderen Maßnahmen gegengesteuert werden. „An dem Punkt sind wir nicht.“ Noch könne man der Welle mit der neuen Omikron-Variante auch mit beschleunigten Auffrischimpfungen Herr werden. Nötig seien aber Kontrollen und flächendeckende Umsetzung bestehender Beschränkungen.

15.45 Uhr: Firmen bekommen länger Zeit für Rückzahlung von Corona-Soforthilfen

Firmen sollen länger Zeit für die mögliche Rückzahlung von Corona-Soforthilfen bekommen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium  mitteilte, sind großzügigere Fristen nun möglich. Die Länder erhielten im Zuge von Überprüfungen der Soforthilfen mehr Flexibilität. Durch eine Änderung der Verwaltungsvereinbarung werde die Frist zur Vorlage von Schlussberichten der Länder um weitere sechs Monate auf den 31. Dezember 2022 verschoben. Damit werde es möglich, Unternehmen und Selbstständigen großzügigere Rückzahlungsfristen einzuräumen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte sich für einen zeitlichen Aufschub möglicher Rückzahlungen ausgesprochen, um die Fortführung von Betrieben zu sichern.

14.30 Uhr: Drosten warnt vor zu früher Durchseuchung

Der Virologe Christian Drosten warnt angesichts der sich rasch verbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus vor einer zu frühen Durchseuchung in Deutschland. Die Virusvariante sei zwar nach derzeitigem Kenntnisstand milder im Verlauf, weil es aber zu viele Fälle seien, werde dieser Gewinn „wieder ausgelöscht“, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité. Noch gebe es deutlich zu viele ungeimpfte Menschen in Deutschland, besonders auch in der Gruppe der Über-60-Jährigen. Viele Menschen hätten zudem noch keine Auffrischimpfung erhalten, die aber das wirkungsvollste Mittel im Kampf gegen Omikron sei, so Drosten.

Der Virologe sprach von mehreren „schwierigen Doppelbotschaften“ in der derzeitigen Diskussion. So gelte als sicher, dass das Virus selbst die Immunität der Bevölkerung immer wieder „updaten“ und irgendwann „laufen“ müsse. „Wir wissen aber im Moment nicht, ob wir uns das in Deutschland leisten können angesichts der Impflücken“, warnte Drosten. „Da sind wir ein bisschen im Blindflug.“

12.50 Uhr: Strengere Maskenpflicht in beliebten Tiroler Skiorten

Wegen hoher Corona-Inzidenzen ist in den beliebten Tiroler Skiorten Kitzbühel, Ischgl und St. Anton in Österreich eine verschärfte Maskenpflicht im Freien eingeführt worden. Im Zentrum von Kitzbühel müssen seit Freitag FFP2-Masken getragen werden. Die Regelung gilt bis zum 23. Januar - dem letzten Tag der traditionellen Herren-Skirennen, die trotz hoher Corona-Zahlen vor 1000 Zuschauern abgehalten werden sollen.

In Ischgl und St. Anton gilt eine ähnliche Regelung seit Donnerstag. Die beiden Orte liegen im Bezirk Landeck, wo die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner zuletzt bei rund 2900 stand. Im Bezirk Kitzbühel stand sie bei ungefähr 3400. 

11.45 Uhr: Grünen-Fraktion erwägt FFP2-Maskenpflicht für ältere Schüler

Angesichts der wieder stark steigenden Corona-Zahlen im Südwesten hat Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz eine FFP2-Maskenpflicht für ältere Schülerinnen und Schüler ins Gespräch gebracht. „FFP2-Masken bieten ein wesentlich höheres Schutzniveau“, sagte Schwarz am Freitag in Stuttgart. Deswegen seien diese Masken seit Mittwoch auch in Innenräumen wie Geschäften und Museen vorgeschrieben.

Er könne sich gut vorstellen, dass etwa Berufsschüler künftig FFP2-Masken tragen sollten. Bei der Frage, ob Jugendliche an weiterführenden Schulen ebenfalls eine solche Maske tragen sollten, wollte er sich zunächst nicht festlegen. Das müsse man noch beraten. In Grundschulen soll es indes bei einer einfachen Maske bleiben, erklärte Schwarz.

10.55 Uhr: Gastronomie in der Corona-Krise: Jeder vierte Job ist weg

Während der Corona-Krise hat die Gastronomie in Deutschland nahezu jeden vierten Job verloren. Das ergibt sich aus Berechnungen, die das Statistische Bundesamt am Freitag vorgelegt hat. Danach arbeiteten in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres 23,4 Prozent weniger Menschen in der Branche als im gleichen Zeitraum des Vorkrisenjahres 2019. Tiefpunkt war im Februar 2021.

Besonders hart hat es die Beschäftigten von Bars und Kneipen getroffen: Hier musste seit 2019 fast die Hälfte der Belegschaft gehen. Bei Betrieben mit Essensangebot lief es bei einem Rückgang um 22,5 Prozent etwas besser. Am sichersten waren die Jobs bei Caterern, die nur 17,1 Prozent weniger Leute hatten als vor der Krise. Kurzarbeiter wurden weiterhin als Beschäftigte gezählt.

10 Uhr: Impfung für Fünf- bis ElfJährige laut Kinderinfektiologe gut verträglich

Eltern müssen sich aus Sicht des Freiburger Kinderinfektiologen Roland Elling keine Sorgen wegen einer Impfung ihrer jüngeren Kinder gegen das Coronavirus machen. Man habe eine US-Analyse von 8,7 Millionen Impfungen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren sehr positiv wahrgenommen, sagte Elling der „Badischen Zeitung“. Es habe keine Hinweise auf gehäuft relevante Nebenwirkungen gegeben. Auch über eine Herzmuskelentzündung sei bei 8,7 Millionen Impfungen nur in 11 Fällen berichtet worden. 

Nach einer ärztlichen Aufklärung könnten sich Eltern ohne Sorge für die Impfung entscheiden, sagte der Infektiologe. Der Kenntnisstand zur Sicherheit der Impfung habe sich zuletzt positiv verändert. Wie effektiv die Impfung vor Omikron schütze, wisse man allerdings nicht - aber analog zu den Erwachsenen könne man auch bei Kindern von einer guten Schutzrate vor schweren Infektionsverläufen ausgehen.

8.30 Uhr: Ärzteverband befürchtet mehr Infektionen durch neue Quarantäneregeln

Die Ärzteorganisation Marburger Bund befürchtet, dass die neuen Ausnahmen von der Quarantäne zu mehr Corona-Infektionen führen werden. Sie sollen an diesem Freitag vom Bundesrat beschlossen werden. Kontaktpersonen von Infizierten müssen dann künftig nicht mehr in Quarantäne, wenn sie eine Auffrischimpfung (Booster) haben oder frisch - das heißt innerhalb des letzten Vierteljahrs - entweder ihre zweite Impfung bekommen haben oder genesen sind.

Das gelte selbst dann, wenn sie sehr enge Kontaktpersonen seien, also etwa mit Infizierten zusammenlebten. Der Ärzteverband befürchtet, dass dann Infektionen weitergetragen werden. Generell sei es aber richtig, die Quarantäne und Isolationszeiten zu verkürzen, weil die inzwischen vorherrschende Corona-Variante Omikron eine kürzere Generationszeit habe. Das bedeutet, dass die Viruslast schneller steigt, aber dann auch schneller wieder sinkt.

7.05 Uhr: Inzidenz im Südwesten schießt in die Höhe: Verdopplung in einer Woche

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist zuletzt extrem gestiegen und liegt nun bei 478,6. Die Zahl der neu registrierten Corona-Infektionen binnen einer Woche auf 100.000 Einwohner erhöhte sich im Vergleich zum Vortag um 131,1, teilte das Landesgesundheitsamt am Donnerstag mit. Die Behörde erläuterte allerdings, der sprunghafte Anstieg sei auch dadurch zu erklären, dass wegen einer technischen Störung am Mittwoch die Meldedaten teilweise nicht in der Datenbank ankamen. Der Zuwachs komme auch durch die nachgemeldeten Daten zustande. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 256,3.

Der Anstieg bei Ansteckungen spiegelt sich jedoch nicht auf den Intensivstationen der Krankenhäuser wider. Die Zahl der Menschen, die dort wegen des Coronavirus behandelt werden, sank weiter auf 378, das sind 9 Patienten weniger als am Vortag. Vor einem Monat hatten noch 653 Menschen auf den Intensivstationen gelegen.

Das waren die Entwicklungen am Donnerstag, 13. Januar: 

21.16 Uhr: RKI: Omikron-Variante legt in Deutschland weiter rasch zu

Die Omikron-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasant ausgebreitet. In der ersten Kalenderwoche 2022 wurden laut Meldedaten aus den Bundesländern 73 Prozent der auf Varianten untersuchten Corona-Nachweise Omikron zugeordnet. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts hervor. Damit sei laut dieser Datenquelle Omikron die vorherrschende Corona-Variante in Deutschland. Als Vergleichswert für die Woche zuvor wird ein Anteil von 51 Prozent angegeben. Berücksichtigt werden bei diesen Daten sowohl Nachweise per Erbgutanalyse als auch Verdachtsfälle durch sogenannte variantenspezifische PCR-Tests.

19 Uhr: Baden-Württemberg dringt auf FFP2-Masken auch in Bussen und Bahnen

Baden-Württemberg macht Druck auf den Bund, damit künftig auch in Bussen und Bahnen eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken kommt. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dringen Sozialminister Manne Lucha und sein Verkehrskollege Winfried Hermann darauf, diese Verschärfung endlich in die Tat umzusetzen.

17.15 Uhr: Razzia bei 100 Patienten wegen mutmaßlich falscher Impfzertifikate

Nach den Ermittlungen gegen einen schwäbischen Hausarzt wegen mutmaßlich falscher Corona-Impfungen hat es am Donnerstag eine großangelegte Razzia bei rund 100 Patienten in vier Bundesländern gegeben. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass die Betroffenen in die Praxis im Landkreis Donau-Ries gefahren sind, um ohne eine Impfung von dem Arzt ein Impfzertifikat zu erhalten.

Durchsuchungen gab es seit den frühen Morgenstunden außer in Bayern auch in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die Aktionen haben nach Angaben der Ermittler außerhalb Bayerns im Bereich der Polizeipräsidien Ravensburg, Aalen, Ulm, Mannheim, Stuttgart, Heilbronn, Offenburg, Frankfurt/Main, Wiesbaden, Darmstadt und Essen stattgefunden.

16.55 Uhr: Weitere Fälle im Südwesten: Polizei wollte Daten der Luca-App haben

In Baden-Württemberg häufen sich die Fälle, in denen die Polizei an Daten aus der Luca-App herankommen wollte. Nach der Anfrage in Heilbronn wurden nun auch zwei weitere in Heidelberg und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald bestätigt. Zuvor hatte der SWR über die Anfragen berichtet. Sie wurden jedoch in allen Fällen aus rechtlichen Gründen abgelehnt.

Die Polizei in Heidelberg habe beim Gesundheitsamt nachgefragt, ob sie auf Daten der Luca-App zugreifen könne, bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mannheim der dpa, ohne weitere Details zu nennen. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald erklärte, in seinem Bereich habe es ebenfalls eine Nachfrage der Sicherheitsbehörden gegeben. Worum es genau ging, wollte ein Sprecher nicht sagen. Die Polizei in Freiburg erklärte, man sei dabei, der Sache nachzugehen.

16.00 Uhr: Mehrheit aller Covid-19-Fälle auf Intensivstationen sind ungeimpft 

Seit Mitte Dezember sind fast zwei Drittel der Intensivpatienten in Deutschland ohne Impfschutz. Das bestätigen Daten aus dem Intensivregister, teilen das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin mit.

In den vier Wochen zwischen dem 14. Dezember und dem 12. Januar waren demnach von 8912 Corona-Intensivpatienten, deren Impfstatus bekannt war, fast zwei Drittel ungeimpft. Das entsprach insgesamt 5521 Fällen oder 62 Prozent der Neuaufnahmen mit erfasstem Impfstatus. Von etwa jedem zehnten Patienten war der Impfstatus nicht bekannt.

Rund 9,6 Prozent der Patienten (856 Fälle) wiesen einen unvollständigen Immunschutz auf. Sie waren also genesen, aber ungeimpft oder hatten nur eine Teilimmunisierung. Mehr als ein Viertel der Intensivpatienten (28,4 Prozent beziehungsweise 2535 Fälle) hatte eine vollständige Grundimmunisierung oder bereits eine Boosterimpfung.

14.50 Uhr: Ständige Impfkommission spricht sich für Auffrischimpfung bei 12- bis 17-Jährigen aus

Das Gremium empfiehlt laut Robert Koch-Institut eine sogenannte Boosterimpfung für diese Altersgruppe, mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer „in der altersentsprechenden Dosierung“ und mindestens drei Monate nach der vorangegangenen Impfung. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

Die derzeitige Lage mit den stark ansteigenden Fallzahlen durch die Omikron-Variante mache eine entsprechende Ausweitung der Impfkampagne notwendig, hieß es. Durch eine Auffrischimpfung werde der wenige Monate nach der Grundimmunisierung abnehmende Impfschutz wieder verbessert und auch die Übertragungswahrscheinlichkeit von Corona-Infektionen reduziert.

14.15 Uhr: Impfzug fährt etwas schneller:  780.000 Corona-Impfungen am Mittwoch

Die Impfungen gegen das Coronavirus kommen in Deutschland etwas schneller voran. Am Mittwoch wurden 780.000 Impfdosen verabreicht, rund 66.000 mehr als tags zuvor. Das teilte das Robert Koch-Institut in Berlin über sein Dashboard mit. Im Schnitt der vergangenen 7 Tage habe es täglich 593.000 Impfungen gegeben, also rechnerisch 7 Personen pro Sekunde.

Damit sind dem RKI zufolge mindestens 60,1 Millionen Menschen oder 72,3 Prozent der Gesamtbevölkerung zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten.  37,5 Millionen oder 45,1 Prozent haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.  Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind und die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

13.30 Uhr: Wie läuft die Impfkampagne in der Region und dem Land? Unsere Daten-Story zeigt es anschaulich

Wissenschaft und Politik sind sich einig: Impfen ist der einzige Weg aus der Pandemie. Wie ist der aktuelle Stand in Deutschland, Baden-Württemberg und der Region? Hier finden Sie die aktuellen Impfzahlen.

12.45 Uhr: Die Lebensretter aus Tägerwilen: Pharmafirma entwickelt am Bodensee günstiges Corona-Medikament für ärmere Länder

Die Firma Eugenex aus dem Schweizerischen Tägerwilen hat nur zehn Mitarbeiter, aber schon ebenso viele Arzneien entwickelt. Der neueste Coup: Ein Medikament, das schwer an Covid erkrankten Patienten das Leben retten kann. In Schwellenländern ist es bereits im Einsatz.

12.10 Uhr: Corona-Testlabore kommen beim Personal an Grenzen

Aufgrund steigender Omikron-Infektionszahlen droht in den Corona-Testlaboren im Südwesten das Personal knapp zu werden. „Derzeit kann der Bedarf gedeckt werden, doch Erkrankungen und Quarantäne von Labor-Mitarbeitern sowie die angespannte Arbeitsmarktsituation im Laborbereich könnten in den kommenden Wochen die Lage verschärfen“, sagte Martin Holfelder, ärztlicher Leiter des Heidelberger Labors der bundesweit tätigen Limbach Gruppe.

Derzeit schickten die wieder geöffneten Schulen, aber auch Krankenhäuser, Arztpraxen und Testzentren wegen der sehr ansteckenden Omikron-Varianten mehr PCR-Tests. Täglich würden 5000 bis 6000 davon in dem Heidelberger Labor analysiert, sagte Holfelder der Deutschen Presse-Agentur. Werde diese Zahl aber überschritten, stoße man an personelle - weniger an technische - Grenzen.

11.38 Uhr: "Mein Name ist Kovid und ich bin kein Virus": Mann aus Indien erntet mit seinem Vornamen viel Aufsehen

Missverständnisse, Witze und Verwirrung: In Corona-Zeiten praktisch wie die Pandemie zu heißen, ist sicher nicht immer leicht. Der Inder Kovid Kapoor macht das Beste daraus und nutzt seinen kuriosen Namen, um für sein Start-up-Unternehmen die Werbetrommel zu rühren. Auf Twitter hat er über sein anderes Leben seit Beginn der Corona-Pandemie berichtet und für viel Aufmerksamkeit gesorgt. 

Etwa bei seiner ersten Auslandsreise seit Pandemiebeginn seien viele belustigt gewesen. Google glaube ständig, dass er seinen eigenen Namen falsch schreibe. Als ihm seine Freunde zum 30. Geburtstag einen Kuchen bestellt hätten, habe die Konditorei geschrieben: „Happy birthday, #covid-30“. Kapoors Vorname und sein Umgang damit hatten zahlreiche Interviewanfragen an den 31-Jährigen sowie eine Flut an Memes und Witzen zur Folge.

10.45 Uhr: Ein Ornithologe aus der Region warnt: Die Pandemie habe katastrophale Auswirkungen auf den Vogelbestand

Vogelschützer Peter Berthold zieht eine vernichtende Bilanz. Er sagt: Der Heimattourismus bedroht das Ökosystem. Das habe katastrophale Auswirkungen auf die Natur, nicht nur im Schwarzwald, sondern in ganz Deutschland und den Nachbarländern. Er warnt: „In den nächsten Jahren werden wir 30 bis 35 Vogelarten verlieren“. Deshalb fordert der Ornithologe ein Biotop für jede Gemeinde.

9.35 Uhr: Zahl der Covid 19-Intensivpatienten in den Kliniken sinkt weiter

Erstmals seit fast zwei Monaten werden in Baden-Württemberg wieder weniger als 400 Menschen auf den Intensivstationen wegen des Coronavirus behandelt. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes lag die Zahl der Covid 19-Patienten dort am Mittwoch bei 386, das waren 16 weniger als am Vortag. Vor einem Monat hatten noch 653 Menschen auf den Intensivstationen gelegen, weil sie sich mit dem Virus infiziert hatten.

8.07 Uhr: Bundesregierung droht 80-Prozent-Ziel bei Impfquote erneut zu verfehlen

Die Bundesregierung droht ihr Ziel, 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen, erneut zu verfehlen. Es werde "sehr schwer", die Marke bis Ende Januar noch zu erreichen, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach dem Nachrichtenportal "ThePioneer". Am Mittwoch hatten 62,2 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Impfdosis erhalten. Das entspricht 74,8 Prozent der Bevölkerung. Die Bundesregierung hatte ursprünglich bereits Ende vergangenen Jahres 80 Prozent erreichen wollen.

7.15 Uhr: RKI meldet mit 81.417 Fällen einen erneuten Höchststand der Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erneut einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 81.417 Fälle in 24 Stunden. Am Mittwoch hatte die Zahl erstmals die Schwelle von 80.000 überschritten. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427,7 an, die Zahl der Todesfälle stieg um 316.

Das waren die Entwicklungen am Mittwoch, 12. Januar:

22.30 Uhr: Kaum Demonstranten gegen Corona-Regeln im Freistaat unterwegs

Im Freistaat waren am Mittwoch nach Auskunft der Polizeipräsidien kaum Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen unterwegs. Vorfälle wurden zunächst keine bekannt. Mit rund 250 Teilnehmern versammelten sich demnach die meisten Maßnahmengegner in Würzburg, dort trafen sie auf rund 75 Gegendemonstranten. In München zogen nach ersten Zählungen der Polizei weniger als eine handvoll Gruppen mit jeweils maximal 30 Leuten unangemeldet durch die Innenstadt. Dennoch waren rund 1000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, weil am vergangenen Mittwoch rund 3000 Menschen ohne entsprechende Anmeldung der Demonstration protestiert hatten und es zu mehreren Zwischenfällen gekommen war.

20.13 Uhr: Lauterbach verzichtet auf eigenen Vorschlag für Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet auf einen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht. Dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ sagte der SPD-Politiker am Mittwoch: „Ich habe mich entschieden, keinen eigenen Antrag zu präsentieren, sondern da neutral zu sein.“ Dem Parlament einen eigenen Entwurf zu präsentieren, wäre auf jeden Fall „keine so kluge Idee“. Als Gesundheitsminister müsse er „eine gewisse Neutralität“ haben.

In der Sache stehe er aber „Schulter an Schulter“ mit Bundeskanzler Olaf Scholz (ebenfalls SPD), versicherte Lauterbach. „Wir sind klare Befürworter der Impfpflicht.“ Besonderen Zeitdruck sieht der Minister nicht. Für die Omikron-Variante spiele die Impfpflicht sowieso keine entscheidende Rolle mehr. Sie müsse perspektivisch funktionieren, „damit im Herbst die Welle abgewendet werden kann“. 

19 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag von Schuhgeschäft gegen 2G-Regel ab

Ein Schuhgeschäft ist mit einem Eilantrag gegen die 2G-Regel vor dem Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg gescheitert. Die Forderung, nicht nur Genesenen und Geimpften als Kunden Zutritt zu gewähren, sei abgelehnt worden, weil die Infektionszahlen derzeit stark anstiegen, teilten die Mannheimer Richter mit.

16:30 Uhr: Südwest-Einzelhändler kritisieren neue Corona-Bestimmungen

Die Einzelhändler im Südwesten haben die Landesregierung wegen der neuen Corona-Verordnung kritisiert. „Die Händler sind völlig desillusioniert und aufgebracht“, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Baden-Württemberg, Sabine Hagmann. Sie bemängelte, dass im Land Einschränkungen der Alarmstufe II aufrecht erhalten werden, obwohl die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen sinke. Menschen in Baden-Württemberg müssen nach den geänderten Regeln von Mittwoch an in Geschäften FFP2-Masken tragen. 

Hagmann sagte dazu, auch die Händler wollten die Pandemie bekämpfen. Doch dass in Bussen und Bahnen eine OP-Maske reiche, werde in der Branche nicht verstanden. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Mitglieder gegen die neuen Regeln klagen. Zuvor hatte sich bereits die Südwest-Wirtschaft skeptisch gezeigt. 

15 Uhr: Schweiz verkürzt Quarantäne und Isolation auf fünf Tage

Der Schweizer Bundesrat hat die Dauer der Quarantäne für Kontaktpersonen sowie der Isolation für Corona-Infizierte von zehn auf fünf Tagen verkürzt. Die Neuregelung gilt ab 13. Januar, wie der Bundesrat mitteilte. Um die Isolation beenden zu können, muss der Betroffene allerdings 48 Stunden ohne Symptome sein.

Bei Kontaktpersonen sind Geimpfte ausgenommen, die vor weniger als vier Monaten geimpft wurden oder Genesene, die vor weniger als vier Monaten infiziert waren. Hintergrund für die Entscheidung sei die schnellere Inkubationszeit bei der in der Schweiz zunehmenden Omikron-Variante, hieß es in der Mitteilung des Bundesrats.

Zudem reagierte die Schweizer Regierung damit auf die zunehmend hohe Zahl von Menschen in Quarantäne durch Kontakte mit Infizierten. Allein in der ersten Januarwoche infizierten sich 150.000 Schweizer mit dem Coronavirus, der Anteil der Omikronvariante nimmt stark zu.

14.05 Uhr: Scholz hofft auf zügige Beratung zu Impfpflicht im Bundestag

Bundeskanzler Olaf Scholz hofft auf eine zügige Beratung im Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. „Ich jedenfalls halte sie für notwendig und werde mich aktiv dafür einsetzen“, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Sich nicht impfen zu lassen sei keine persönliche Entscheidung, sondern habe Konsequenzen für das ganze Land.

Zuletzt hätten Krankenhäuser Operationen absagen müssen, um Platz für die vielen Corona-Patienten zu machen. Man treffe nicht nur eine Entscheidung für sich, sondern für 80 Millionen andere. „Es gibt keine Entscheidung, die man nur für sich alleine trifft, und deshalb ist die Impfpflicht auch wichtig“, betonte Scholz.

13.00 Uhr: „Booster“-Quote in Pflegeheimen ist geringer als erwartet

In den baden-württembergischen Alten- und Pflegeheimen haben bislang deutlich weniger Menschen eine Auffrischungsimpfung erhalten als gehofft. Nach einer Auswertung des Landesgesundheitsamtes war zum Jahresende jeder dritte Heimbewohner nicht „geboostert“.  Die Quote der zum dritten Mal Geimpften liegt nur bei 68 Prozent.  Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) appelliert an die Einrichtungen , die Impfangebote besser zu nutzen. „Jede und jeder noch Zögerliche und Unentschlossene, den wir für eine Impfung gewinnen können, ist in meinen Augen die Anstrengung wert“, sagte er. 

Bei den Beschäftigten lag die Quote der Geboosterten noch deutlich unter dem Wert der Bewohner: Nur etwas mehr als jeder dritte Mitarbeitende hat bisher eine Auffrischungsimpfung erhalten. Die Zahl der Berichte über Todesfälle in Alten- und Pflegeheimen steige, argumentierte Lucha in einem Schreiben an die Einrichtungen weiter. Die meisten davon seien nicht oder nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft.  

11.45 Uhr: Schluss mit falscher Nachsicht: Die Polizei muss gegen Scharfmacher und Gewalttäter auf Corona-Demonstrationen entschlossener vorgehen

Ein SÜDKURIER-Team wird bei einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen in Friedrichshafen attackiert. Die Polizei geht dazwischen, setzt den Täter aber nicht fest. So darf es nicht weitergehen, kommentiert SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz.

10.02 Uhr: Lehrerverbände fordern bei sich verschärfender Infektionslage schnelles Handeln

Lehrerverbände warnen vor steigenden Corona-Infektionszahlen an den Schulen und fordern das sofortige Hochfahren des Gesundheitsschutzes bei sich verschärfender Lage. "Wir sind froh, dass die Schulen wieder mit vollem Präsenzunterricht begonnen haben. Doch die Situation ist angesichts der zunehmenden Verbreitung der Omikron-Variante volatil", sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Die Politik muss die Situation genau im Blick haben und schnell reagieren", forderte Meidinger. "Da, wo die Infektionslage sich verschärft, muss der Gesundheitsschutz an den Schulen rasch hochgefahren werden." Der Verbandspräsident nannte als konkrete Maßnahmen tägliche Tests an den Schulen und eine FFP2-Maskenpflicht. "Auch die Aussetzung der Präsenzpflicht ist eine Option", sagte er.

8.29 Uhr: Bund beschafft weitere fünf Millionen Biontech-Impfdosen

Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech für die angestrebte Beschleunigung der Corona-Impfungen in Deutschland organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung stehen, wie es am Dienstagabend aus dem Ministerium hieß. Gekauft werden die Dosen aus einem EU-Kontingent Rumäniens, das sie derzeit nicht benötigt. Insgesamt sollen damit in den drei Wochen vom 17. Januar, 24. Januar und 31. Januar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, wie es weiter hieß - zwölf Millionen von Biontech und 20 Millionen des Mittels von Moderna. Damit könne in den nächsten drei Wochen auch allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten.

7.18 Uhr: Zahl der Neuinfektionen erreicht mit 80.430 neuen Tageshöchstwert

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen neuen Tageshöchstwert erreicht. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden am Mittwochmorgen mit 80.430 an. Die Sieben-Tage-Inzidenz überstieg unterdessen die Marke von 400. Am Mittwochmorgen betrug sie 407,5. Zuletzt hatte die Inzidenz Anfang Dezember mehr als 400 betragen. Ferner wurden am Mittwoch 384 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.

Das waren die Entwicklungen am Dienstag, 11. Januar: 

22.01 Uhr: SPD nennt Zeitplan für Entscheidung über Impfpflicht

Die SPD will Ende Januar einen konkreten Vorschlag für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht in Deutschland machen. Unmittelbar nach der ersten „Orientierungsdebatte“ im Bundestag, die in zwei Wochen stattfinden soll, würden Abgeordnete der SPD Eckpunkte für einen Gesetzentwurf vorlegen, sagte Fraktionschef Rolf Mützenich am Dienstag in Berlin. Sie sollen dann Grundlage für einen Gruppenantrag zusammen mit Parlamentariern anderer Fraktionen sein. Bis zu einer Entscheidung im Bundestag sollte sich das Parlament danach nicht länger als zwei Monate Zeit lassen, meinte Mützenich: „Wir werden das im März abgeschlossen haben, ganz klar.“

20.13 Uhr: Biontech und Pfizer produzieren an Omikron angepassten Impfstoff

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere kommerzielle Nutzung begonnen. Das teilte Biontech-Chef Ugur Sahin am Dienstag auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank J.P. Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. „Wir gehen davon aus, dass wir bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen.“

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat bislang noch nicht erklärt, ob sie einen an Omikron angepassten Impfstoff mit einer anderen Zusammensetzung als bei dem derzeit verwendeten Vakzin für notwendig hält.

19 Uhr: Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

Im Südwesten ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut nach oben gegangen. Wie das Landesgesundheitsamt mitteilte, betrug der Wert pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nun 357,1. Am Vortag hatte er bei 324,0 gelegen, vor einer Woche betrug er nach früheren Angaben des Amts 251,7. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte bereits zuvor gewarnt, dass die Inzidenz weiter steige.

17.10 Uhr: Alarmstufe-II-Regeln bleiben und FFP2-Pflicht wird präzisiert: Die aktuellen Corona-Regeln in Baden-Württemberg im Überblick

Im Kampf gegen die Omikron-Variante hält die Landesregierung die Corona-Regelungen im Südwesten aufrecht. Die unklare Formulierung um die Maskenpflicht ist nun eindeutig. Was Sie jetzt wissen müssen, lesen Sie hier.

15.15 Uhr: WHO: Corona-Fälle verdoppeln sich in Europa innerhalb von zwei Wochen

Die Krankheit Covid-19 breitet sich laut der Weltgesundheitsorganisation in Europa immer schneller aus. In der ersten Woche des Jahres 2022 seien mehr als sieben Millionen neue Corona-Fälle registriert worden, erklärte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Henri Kluge, am Dienstag in Kopenhagen. Damit habe sich die Fallzahl innerhalb von zwei Wochen mehr als verdoppelt, hielt Kluge fest. Anfang dieser Woche hätten 26 Länder der Region berichtet, dass jede Woche mehr als ein Prozent ihrer Bevölkerungen sich mit dem Corona-Erreger infiziere.

Die Virusvariante Omikron sei Treiber der „beispiellos“ hohen Ansteckungsraten in Europa. Nach Berechnungen des „Institute for Health Metrics and Evaluation“ würden in sechs bis acht Wochen mehr als 50 Prozent der Menschen in der Region eine Omikron-Infektion aufweisen, betonte der belgische Mediziner Kluge.

13.10 Uhr: Journalisten angegriffen: Stimmung bei impfkritischer Demonstration immer aggressiver

Die Stimmung wird rauer bei den sogenannten „Spaziergängen“ in Friedrichshafen: Zwar ist der Großteil der etwa 350 Demonstrierenden, die am Montagabend unterwegs waren, friedlich geblieben. Doch ein Teilnehmer griff Reporter des SÜDKURIER an, ein anderer sprach Drohungen aus. Hier schildern die Betroffenen die Vorfälle des Abends.

12 Uhr: Impfen und Boostern gegen Omikron – wie gut ist der Schutz noch?

Deutschland setzt gegen Omikron auf den ersten, zweiten und dritten Piks. Die Corona-Impfung soll es der vorpreschenden Virus-Variante schwer machen. Doch wie gut wirkt sie gegen Omikron? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick lesen Sie hier.

10 Uhr: Zulauf von Rechten bei Corona-Protesten bereitet Faeser Sorgen

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat sich besorgt gezeigt über den Zulauf von Rechtsextremisten bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen. „Wir sind froh, dass es gestern einigermaßen ruhig geblieben ist“, sagte die SPD-Politikerin im ZDF-„Morgenmagazin“. „Aber insgesamt macht uns das Demonstrationsgeschehen natürlich Sorge.“ Regional sei ein sehr großer Zulauf von Rechtsextremisten zu verzeichnen, „und das bereitet uns schon Sorge“, sagte Faeser.

Die Ministerin betonte, es gehöre zu einem Rechtsstaat dazu, andere Meinungen auf den Straßen zu hören. „Aber man muss eben sich auch fragen lassen, mit wem geht man da auf die Straße.“ Faeser dankte den Polizistinnen und Polizisten für ihren Einsatz. Sie sprach von einer sehr großen Belastung der Polizeien in den Ländern, auch trotz Unterstützung durch die Bundespolizei.

8.33 Uhr: Hunderte Menschen beteiligen sich an Demonstrationen in Konstanz

Petra Rietzler hat als Einzelperson eine Kundgebung für Menschen veranlasst, die die Diskussionen rund um die Pandemie nicht länger den Querdenkern und sogenannten Spaziergängern überlassen wollen. Die Resonanz darauf war überwältigend – dagegen verlief die parallel stattfindende Aktion der „Spaziergänger“ zwar mit weniger Zuspruch, doch auch hier schlossen sich mehr als 200 Menschen an. Die Polizei zeigte im Stadtgebiet hohe Präsenz.

7.12 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 387,9

Der Inzidenzwert bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland ist erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 387,9 an. Am Vortag hatte sie bei 375,7 gelegen, vor einer Woche bei 239,9. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 45.690 Neuinfektionen und 322 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet.

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