Neuschnee könnte in diesen Tagen zu einer erhöhten Lawinengefahr am Feldberg führen. Vor zwei Wochen hatte es im Bereich der bei Touristen beliebten Zastler Hütte in einer Höhe von 1256 Meter über dem Meeresspiegel einen Schneebrettabgang gegeben, bei dem aber niemand verletzt wurde. Das Gebiet oberhalb des Zastler Tals gehört ebenso wie der Hang oberhalb der Baldenweger Hütte und der Feldseekessel am Seebuck zu den Risikogebieten am Feldberg. Dort kam es in früheren Jahren zu Lawinenunfällen, darunter auch zu tödlichen Unglücken.

Das Bild unseres Fotografen Achim Mende zeigt die extrem gefährliche Lawinenschneise unterhalb des Bismarck-Denkmals. Die roten Punkte zeigen den Pfad auf, den Freerider kürzlich unter Lebensgefahr in Richtung Feldsee abgefahren sind. Tags darauf soll es dort zu einem Lawinenabgang gekommen sein.
Das Bild unseres Fotografen Achim Mende zeigt die extrem gefährliche Lawinenschneise unterhalb des Bismarck-Denkmals. Die roten Punkte zeigen den Pfad auf, den Freerider kürzlich unter Lebensgefahr in Richtung Feldsee abgefahren sind. Tags darauf soll es dort zu einem Lawinenabgang gekommen sein. | Bild: Achim Mende

Unterschätzt wird die Lawinengefahr regelmäßig von Wintersportlern. So bretterten Wintersportler erst kürzlich den steilen Hang oberhalb des Feldsees hinunter. Der Bereich ist auf der Lawinen-Warnzone des Naturschutzzentrums rot markiert.

 

Die Panoramatour zum Feldberg unseres Fotografen Achim Mende gibt einzigartige Ausblicke unter www.feldberg360.de

Bild: Achim Mende

 

Schwere Unglücke

Mehrere tödliche Lawinenverschüttungen sind bekannt. Im Februar 1941 stirbt ein Bergretter an der Zastler Hütte bei einer Hilfsaktion. Am 9. März 1980 wird ein Bergwacht-Mitglied bei einer Übung am Zastler Loch von einer Lawine verschüttet und stirbt. Am 30. Januar 2015 werden zwei Tourengeher im Zastler Loch von einer Lawine erfasst, einer getötet. Am Herzogenhorn wird eine Frau von einer Lawine erfasst, sie stirbt.