Ein Mann aus dem Landkreis Waldshut verbreitet kinderpornografisches Material an Pädophile in ganz Deutschland. Die Polizei kommt ihm im Jahr 2018 auf die Schliche. Die Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen ein, der 36-Jährige wird zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. Akte geschlossen? Nicht ganz.

Jetzt wird klar: Die Polizei ermittelte weiter im Sumpf der Pädophilie, durchforstet zwei Laptops des Verurteilten und ist erfolgreich. Wie das Polizeipräsidium Freiburg heute in einer Pressemitteilung öffentlich gemacht hat, führte die Spur zu weiteren Tatverdächtigen.

Ermittlungen gegen 18 Tatverdächtige

Insgesamt wurden laut Polizei auf diesen Rechnern 18 Kontakte identifiziert. Sie alle sollen mit dem 36-Jährigen aus der Region kinderpornografische Bilder und Videos ausgetauscht haben. Wie Polizeipressesprecher Mathias Albicker auf SÜDKURIER-Nachfrage klarstellt, geht es in diesen Verfahren also nicht um die Anfertigung, sondern lediglich um den Austausch von belastbarem Material.

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Zu weiteren Details, wie etwa die Herkunft der Bilder und mögliche Verbindungen zu Kinderporno-Ringen, wollte sich die Polizei nicht äußern.

Über Skype Videos und Bilder verschickt?

Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass die Verdächtigen die kinderpornografischen Medien über das Kommunikationsprogramm Skype verschickt haben. Das Darknet spielte laut Polizeisprecher Albicker in diesen Fällen keine Rolle. Die Verdächtigen hätten keinen persönlichen Kontakt gehabt und ausschließlich über das Internet gechattet.

Sie sind allesamt Männer zwischen 24 und 52 Jahre alt. Zehn von ihnen sind bereits einschlägig in Erscheinung getreten. „Sie kommen aus ganz Deutschland. Es sind fast alle Bundesländer dabei. Einer aus Baden-Württemberg, jedoch nicht aus Südbaden. Einer lebt in der Schweiz„, so Albicker. Genauer wollte er die Wohnorte nicht nennen.