«Weder gutes Zureden, noch körperliche Reaktionen von Angst und Panik, noch massive Gegenwehr gaben dem Angeklagten den Anstand, loszulassen», sagte der Richter bei der Urteilsverkündung am Dienstagabend. Der Mann aus Eritrea hatte im Dezember 2018 in Egg an der Günz (Landkreis Unterallgäu) eine Spaziergängerin, die mit ihrem Hund unterwegs war, vergewaltigt. Zwei Tage danach missbrauchte er eine Frau in Babenhausen (Landkreis Unterallgäu) in ihrem Auto.

Eine knappe Stunde nach der Tat lauerte er einer dritten Frau auf. Diese war gerade dabei, Tannenzweige für einen Adventskranz zu sammeln, als sie überfallen wurde. Sie wehrte sich mit einer Schere. Wegen Blutspuren auf dem Hemd und «auffälligen Verletzungen» im Gesicht konnte die Polizei den Täter noch am selben Abend festnehmen. Zudem hatte er seinen Rucksack im Auto von einer der Frauen liegen lassen. Der Angeklagte bestritt die Taten bis zuletzt. (dpa)