Stef Manzini

Freie Mitarbeiterin
Stef Manzini ist am Bodensee aufgewachsen, lebt in Überlingen und ist mit ihrer Heimatstadt sehr verbunden. 15 Lebensjahre verbrachte sie in Berlin und pendelt auch jetzt noch mehrmals im Jahr in die Hauptstadt, zu deren Botschafter sie über ein Sozialprojekt wurde - und immer noch ist. Den Blick auf das lokale Geschehen in und um Überlingen, aber dabei auch über den Tellerrand hinausgucken, ist Markenkern ihrer journalistischen Arbeit für den SÜDKURIER, für den sie nun seit fast 20 Jahren tätig ist.

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Neueste Artikel des Autors
Überlingen Streit zwischen Eigentümer Michael Stehle und Geschäftsfrau Judith Braun um defekte Ladentür endete vor Gericht
Nach einer spektakulären Verbretterungsaktion einer defekten Ladentür an der Überlinger Hofstatt endete der Streit zwischen Eigentümer Michael Stehle und Geschäftsfrau Judith Braun nun vor Gericht. Beide Seiten sehen sich im Recht und starten hier einen Erklärungsversuch. Stehle spricht vom Räumungstitel gegen seine Mieterin, Braun von einem für sie erfolgreichen Abschluss des Verfahrens.
Nach wie vor sind die Ladentüren vom ehemaligen Geschäft „Up to Lake“ an der Überlinger Hofstatt durch Grobspanplatten verschlossen. Eigentümer Michael Stehle und Geschäftsfrau Judith Braun stritten darüber vor Gericht.
Meinung Abseits der Würde: Wohnungslosen Frauen leben in Baracken am Müllentsorgungszentrum, sich selbst überlassen
Im März erklärte Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler, in der Notunterkunft für wohnungslose Frauen solle es Veränderungen geben. Renovierungsarbeiten und psychosoziale Begleitung der Frauen wären dringend nötig. Passiert ist – quasi nichts. Stadt und Landkreis schieben sich den Schwarzen Peter zu.
Überlingen Leere Versprechungen: Zustände in der Notunterkunft Ottomühle für wohnsitzlose Frauen immer noch katastrophal
Im Frühjahr versprach Überlingens Oberbürgermeister Jan Zeitler, dass sich die Zustände in der Notunterbringung Ottomühle für wohnsitzlose Frauen verbessern werden. Geschehen ist – nichts. Seit einigen Tagen werden zwar die Fenster ausgetauscht. Doch eine psychosoziale Begleitung der Frauen gibt es weiterhin nicht, wie Sozialarbeiter Thomas Buneta kritistiert. Stadt und Landkreis streiten auf der Verwaltungsebene um die Übernahme der Kosten. Auf Einladung von Bewohnerin Monika Hartmann waren Stadträtin Kristin Müller-Hauser von der BÜB+ und der SÜDKURIER vor Ort.
Stadträtin Kristin Müller-Hauser von der BÜB+ folgte einer Einladung von Monika und Chantal Hartmann (von links). Monika Hartmann lebt seit fünf Jahren in der Überlinger Notunterbringung für wohnungslose Frauen an der Ottomühle, ihre Tochter lebte hier ebenfalls drei Jahre.
Überlingen Stadt gibt grünes Licht für Heizpilze: Das sagen Wirte, Umweltschützer und Gäste zu der Entscheidung
Überlingen erlaubt den Gastronomen den Einsatz der bisher verbotenen Heizpilze. Die Stadt möchte so Zugeständnisse an die Gastronomie während der Corona-Pandemie machen. Zustimmung kommt von den meisten Wirten und dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Pino Arena, Wirt in der Greth, allerdings findet die Heizpilze gefährlich. Ablehnend äußert sich auch der Bund für Naturschutz, die Heizpilze seien zu umweltbelastend.
Angela Ballweg und Marianne Eicher sind zum ersten Mal seit einem halben Jahr wieder in einem Lokal und haben im Außenbereich Platz genommen. Begeistert äußern sie sich zu den Heizlampen, die über den Tischen hängen. Diese werden elektrisch betrieben. In Innenräumen fühlten sie sich noch nicht wohl, sagen die beiden Frauen, die zur Risikogruppe in der Corona-Pandemie gehören.
Überlingen „Antidemokratische Falle“: Stadtrat Sorms kritisiert Geheimhaltungspolitik am Beispiel der Torkel-Bebauung in Bambergen
Der Überlinger Gemeinderat Walter Sorms (LBU/Die Grünen) spricht über das von der Stadt eingefädelte Tauschgeschäft zwischen „Löwen“-Grundstück in Deisendorf und Torkel in Bambergen. Sorms möchte in Deisendorf ein Dorfgemeinschaftshaus etablieren, zugleich aber auch die öffentliche Debatte um die Bebauung eines Grundstücks in Bambergen. Warum er das Prozedere nun für eine „antidemokratische Falle“ hält, erklärt der Gemeinderat, der bei der letzten Wahl die meisten Stimmen erhielt. Sorms greift die Überlinger Verwaltungsspitze scharf an.
Walter Sorms steht hier auf dem Deisendorfer Bolzplatz, den er zunächst der Schweizer Investorengruppe, die den „Löwen“ gekauft hat, gerne zum Tausch anbieten wollte. Die Schweizer hätten akzeptiert, so Sorms, sollen jetzt aber ein Alternativ-Grundstück in Bambergen erhalten.
Überlingen Fünf Jahre nach der Flucht aus Syrien blickt Familie Alliko zurück. Haben sie es in Überlingen geschafft?
Fünf Jahre nach Angela Merkels „Wir schaffen das“ zieht eine kurdische Familie Bilanz. Die Allikos sind froh, hier zu sein. Dass Sarbast Alliko nach seiner dramatischen Flucht aus Syrien vor fünf Jahren heute eine Geschichte von Glück und Erfolg erzählen kann, dafür sind für den Familienvater drei Faktoren maßgeblich entscheidend: Überlingen, Elke Dachauer und Martina Schütz.
Die Familie Alliko aus Syrien ist im Überlinger Stadtleben angekommen und fühlt sich sehr wohl hier, sagen Mutter Meidia und Vater Sarbast. Ihre Kinder Khaleel, Silva, Nesthäkchen Elsa und Muhammad (von links) gehen zur Schule, machen Musik und spielen Fußball.
Überlingen Spendenaktion nach Überflutungen in seiner Heimat: Pater Theodor dankt den Überlingern
Im vergangenen April wurde das kongolesische Uvira, die Heimatstadt von Pater Theodor Shanika, von starken Überschwemmungen teilweise verwüstet. Der Geistliche, der in der Überlinger Münsterpfarrei wirkt, rief im SÜDKURIER zu einer Spendenaktion auf. Über 8000 Euro seien daraufhin an Spendengeldern zusammengekommen.
Der katholische Priester Theodor Shanika.
Meinung Zeitler oder Walter: Zwei ÜB-Patrioten
Das neue Überlinger Kennzeichen „ÜB“ ruft zum Wettlauf der Oberhäupter auf.
Überlingen Glaube in Zeiten der Pandemie
Mit fünf Monaten Verspätung beginnen am 12. September die Erstkommunionen der Überlinger Münstergemeinde, in vier Etappen über ebensoviele Wochen verteilt. Lange waren die Gotteshäuser leer. Wie geht es weiter mit den christlichen Kirchen? Haben wir bereits einen digitalen Gott? Und wie wird Weihnachten? Antworten suchen der Überlinger Münsterpfarrer Bernd Walter und sein Kollege von der evangelischen Kirchengemeinde, Stadtpfarrer Kai Tilgner, im Interview
Die Kirchen gehen online. Pfarrer Bernd Walter (links) und sein Kollege Kai Tilgner nutzen die Technik der digitalen Medien, um das Wort Gottes zu verbreiten. Wie ihnen das gelingt und worauf es jetzt ankommt, beantworteten sie bei einem Gespräch im Garten des katholischen Pfarrhauses. Zwischen ihnen steht das „ökumenische Bäumchen“, ein Geschenk an Pfarrer Walter.
Überlingen Geschäftsfrau erhält Anruf: Ihre Ladentüre wird gerade zugezimmert
Judith Braun, die Betreiberin von „up to lake, seedesign“ rief die Polizei, die sich hier aber als nicht zuständig bezeichnete. Es stellte sich heraus: Ihr Vermieter hatte die Arbeiten veranlasst, um die Kunden vor einer „möglichen Unfallgefahr“ zu schützen.
Dicht gemacht: Nach Ladenschluss rückten die beiden Handwerker an, die das Geschäft von Judith Braun zuzimmerten.
Überlingen Ex-Oberbürgermeisterin Sabine Becker bewältigt Alpen-Trail auf dem Pferderücken
Gemeinsam mit drei Freundinnen hat Überlingens Ex-Oberbürgermeisterin Sabine Becker 200 Reitkilometer und 6444 Höhenmeter in den Alpen zurückgelegt. Auf den Gruppenritt, bei dem 14 Reiter dabei waren, bereitete sie sich ein Jahr lang vor.
Die Freundinnen um Überlinges Ex-Oberbürgermeisterin Sabine Becker (hoch zu Ross), die mit ihr auf dem Alpentrail waren: Carmen Amann, Silvia Sulger und Eva Maien (von links) und Beckers Hund Baghira.
Überlingen Pfosten in der Überlinger Münsterstraße: Galgenhölzle-Wirt streitet weiter
Die Pfosten-Aktion von Galgenhölzle-Wirt Michael Jeckel hat Debatten in den sozialen Netzwerken und im Gemeinderat bewirkt. Verschiedene Lösungen werden überlegt. Jeckel hat indes auch einen Anhörungsbogen von der Stadt erhalten.
Michael Jeckel polarisiert mit seiner Pfosten-Aktion, darüber ist er sich im Klaren. Er möchte gegenüber der Stadtverwaltung auf keinen Fall klein beigeben.
Bodenseekreis Für die Bäuerin „Schikane“ und für den grünen Politiker ein „großer Wurf“ – die „Pestizidverordnung“:
Die Überlinger Landwirtin Antonia Kitt befürchtet ein weiteres Sterben landwirtschaftlicher Betriebe, der Landtagsabgeordnete Martin Hahn, selbst Biobauer, verteidigt sein Gesetz, das den Pestizideinsatz um 50 Prozent reduzieren soll. Ein Streitgespräch unterm Nussbaum.
Das neue Gesetz treibe kleine Landwirtschaften im hiesigen Raum in den Abgrund, sagt Antonia Kitt. Als großen Wurf bezeichnet dagegen Martin Hahn die Pestizidverordnung. Zur kontroversen Diskussion trafen sich die Obstbäuerin und der grüne Landtagsabgeordnete unterm Nussbaum in Überlingen.
Überlingen Mit Holzpfosten gegen rasende Radler: Gastwirt stellt mobile Poller in Fußgängerzone auf – Stadt kritisiert eigenmächtige Aktion scharf
Mit den Holzpfosten wollte Michael Jeckel eigenen Angaben zufolge seine Gäste und Kellner vor Fahrradfahrern schützen, die unerlaubterweise und mit hohem Tempo durch die Überlinger Fußgängerzone fahren. Das Ordnungsamt greife zu wenig ein, so sein Vorwurf an die Stadt. Die reagiert erbost auf die eigenmächtige Aktion des Wirts, die ein Verstoß gegen das Straßenverkehrsgesetz sei, und widerspricht seinen Darstellungen. Die Hintergründe des Streits:
Fakten durch Pfosten schaffte jüngst Michael Jeckel, Gastronom des „Galgenhölzles“. Er wollte damit Radler zum Absteigen zwingen und eine schnelle Durchfahrt durch die Überlinger Münsterstraße verhindern, sagt er. Derartige Blockaden duldet die Stadt jedoch keineswegs.
Überlingen/Salem Zwei Männer werfen Polizisten rassistische Diskriminierung vor und fordern: „Kontrolliert auch Weiße, dann fühlen wir uns besser“
Sind es Einzelfälle, wenn Schwarze im Bodenseekreis sich diskriminiert fühlen? Der Fall Jamal, der aus dem Foyer eines Bankhauses in Überlingen gewiesen wurde, löste eine breite Debatte aus. Nun berichtet auch Leon, dass bei Polizeikontrollen immer wieder gezielt nur er herausgegriffen werde. Beide Männer fordern: „Kontrolliert auch Weiße, dann fühlen wir uns besser.“ Die Polizei bestreitet selektives Vorgehen und wirbt um Verständnis.
Leon lässt sich am Bahnhof Salem nur von hinten fotografieren, weil er sonst noch mehr Ausgrenzung befürchtet, die seiner Meinung nach allein auf seine Hautfarbe zurückzuführen ist. Er erzählt, dass er seinen Rucksack immer wieder für die Polizei öffnen muss. Wenn er als einziger kontrolliert wird und alle umstehenden Weißen nicht, ist das für ihn rassistische Diskriminierung.
Überlingen Gedächtnis der Region: So waren die wilden 80er Jahre in der Kultkneipe Galgenhölzle
Wir schauen in der Serie „Gedächtnis der Region“ diesen Sommer auf die 80er Jahre. Die Überlinger KulutkneipeGalgenhölzleöffnete 1979 und erlebte ein wildes Jahrzehnt. Auch heute ist der „Galgen“ noch Kult.
Wer sich mit dem Galgenhölzle verbunden fühlt, der kennt diesen Mann bestens: Inhaber und Wirt Michael Jeckel – Spitzname Micha. Er erzählt, dass sich die Gesellschaft im Laufe der vergangenen 40 Jahre verändert habe, im Galgen mache man aber immer noch weiter wie bisher.