Stef Manzini

Freie Mitarbeiterin
Stef Manzini ist am Bodensee aufgewachsen, lebt in Überlingen und ist mit ihrer Heimatstadt sehr verbunden. 15 Lebensjahre verbrachte sie in Berlin und pendelt auch jetzt noch mehrmals im Jahr in die Hauptstadt, zu deren Botschafter sie über ein Sozialprojekt wurde - und immer noch ist. Den Blick auf das lokale Geschehen in und um Überlingen, aber dabei auch über den Tellerrand hinausgucken, ist Markenkern ihrer journalistischen Arbeit für den SÜDKURIER, für den sie nun seit fast 20 Jahren tätig ist.

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Neueste Artikel des Autors
Überlingen/Salem Zwei Männer werfen Polizisten rassistische Diskriminierung vor und fordern: „Kontrolliert auch Weiße, dann fühlen wir uns besser“
Sind es Einzelfälle, wenn Schwarze im Bodenseekreis sich diskriminiert fühlen? Der Fall Jamal, der aus dem Foyer eines Bankhauses in Überlingen gewiesen wurde, löste eine breite Debatte aus. Nun berichtet auch Leon, dass bei Polizeikontrollen immer wieder gezielt nur er herausgegriffen werde. Beide Männer fordern: „Kontrolliert auch Weiße, dann fühlen wir uns besser.“ Die Polizei bestreitet selektives Vorgehen und wirbt um Verständnis.
Leon lässt sich am Bahnhof Salem nur von hinten fotografieren, weil er sonst noch mehr Ausgrenzung befürchtet, die seiner Meinung nach allein auf seine Hautfarbe zurückzuführen ist. Er erzählt, dass er seinen Rucksack immer wieder für die Polizei öffnen muss. Wenn er als einziger kontrolliert wird und alle umstehenden Weißen nicht, ist das für ihn rassistische Diskriminierung.
Überlingen Wie geht es unserer Polizei zwischen Angriff und Verteidigung?
Jamal aus Überlingen sagt, er würde viel zu oft ohne Begründung kontrolliert – und führt das auf seine nicht weiße Hautfarbe zurück. Vor wenigen Tagen wurden Polizisten in Ravensburg bei einer Verkehrskontrolle angegriffen, verletzt, und mussten ins Krankenhaus. Kommissarin Lisa Unger vom Revier Überlingen und Hauptkommissar Oliver Weißflog, Pressesprecher vom Polizeipräsidium Ravensburg, geben Einblicke in ihre Gefühlswelt, und beziehen Stellung zu Rassismus, Gewaltbereitschaft und mangelndem Respekt in der Bevölkerung.
Lisa Unger, Polizeikommissarin, antwortete in einem Interview auf die Frage, ob ihre Familie Angst um sie haben müsse angesichts ihres Berufs. Das Bild zeigt sie mit ihrem Kollegen, Polizeimeister Andrian Bürsner, auf Fußstreife in der Altstadt von Überlingen.
Überlingen Eine Stadt in Buchstaben und Zahlen: Designerin Therese Olivier schafft „Überlingen ABC“ für weltweite Instagram-Aktion
Schon lange ist Künstlerin und Designerin Therese Olivier, die in Überlingen lebt, mit der Kamera unterwegs, um Buchstaben, Zahlen und Mosaike festzuhalten. Im Rahmen einer weltweiten Instagram-Aktion machte sie sich während der Corona-Pandemie zu Spaziergängen in Überlingen auf: 36 Buchstaben und Zahlen hielt sie für ihr Werk fest, die Stadtgeschichte und aktuelles Zeitgeschehen widerspiegeln. Daraus entsteht jetzt ein Büchlein, auch ein Spaziergang zu den 36 Schauplätzen ist im Oktober geplant.
Therese Olivier vor der alten Inschrift am Haus in der Krummebergstraße: Einen der Buchstaben hat sie für ihr „Überlingen ABC“ verwendet. Ihr Werk setzt sich aus weiteren 35 Zahlen und Buchstaben aus dem Überlinger Stadtbild zusammen.
Überlingen Diskriminiert wegen seiner Hautfarbe: Sparkassen-Mitarbeiter setzt 23-Jährigen vor die Türe, jetzt tritt der Rapper an die Öffentlichkeit – mit Video
Der 23-jährige Jamal wurde aus dem Bankgebäude verwiesen, obwohl er dort Kunde ist. Die Sparkasse Bodensee entschuldigte sich ausdrücklich dafür. Doch sei dies nicht der einzige Fall von Diskriminierung, sagt Jamal. Er stelle auch fest, dass er unverhältnismäßig oft am Busbahnhof von der Polizei kontrolliert werde. „Ich bin nicht weiß, das ist der Grund“, sagte der Rapper verbittert, der in einem Dorf bei Überlingen wohnt. Die Polizei weist die Vorwürfe zurück und schlägt ein persönliches Gespräch zur Klärung der Fälle vor.
Jamal wird am ZOB, dem Zentralen Omnibusbahnhof in Überlingen, regelmäßig von der Polizei kontrolliert. Den Grund dafür sieht er in seiner Hautfarbe.
Überlingen Auf dem Weltacker bei Andelshofen wächst und gedeiht es – auch ohne Landesgartenschau
Erfolgreich angelaufen ist das Projekt des Überlinger Weltackers. Es soll unter anderem zeigen, dass von 2000 Quadratmetern Fläche ein Mensch ernährt werden kann. Umso entsetzter ist Projektleiter Benjamin Fäth über das Vorgehen der Stadt Überlingen mit einer Unterlassungsklage gegen den Kleingärtner Victor Schlak und will dessen Aktion Menschenacker unterstützen.
Der Überlinger Weltacker in Andelshofen ist seit dem Spatenstich vor über einem Jahr prächtig gediehen, so die Organisatoren. Lernen und kulturelle Unterhaltung findet nun auf dem Feld in Andelshofen statt.
Überlingen So schließt Amadou Kouaté über seine Trommeln mit vielen Menschen Freundschaft
Amadou Kouaté stammt aus dem Senegal und unterrichtet seit fast 40 Jahren wöchentlich über 100 Schüler in Süddeutschland im Trommeln. In Überlingen kommt eine Trommelgruppe seit 27 Jahren zusammen. Kouaté vermittelt seinen Schülern nicht nur die nötige Technik, um auf der Djembe zu trommeln – sondern auch seine Kultur.
Amadou Kouaté gibt seit 27 Jahren in Überlingen Trommelkurse. Das geplante Afrikafestival wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf November verschoben.
Überlingen Vergiftete Atmosphäre im Überlinger Gemeinderat
Neue Runde im Streit zum Thema Wasserkraftwerk. Aktuell entzündet sich ein Konflikt an rund 11 000 Euro für Beraterkosten. Die SPD hält die Fraktion BÜB+ um Roland Biniossek für populistisch, auf Anfrage beziehen nun auch LBU/Die Grünen Stellung. Die BÜB+ wiederum gibt sich weiter kämpferisch: „Unsere Anfragen an das RP hatten immer einen bedeutsamen Hintergrund hatten. Wir werden auch weiterhin welche stellen.“
Abstand schafft nicht unbedingt menschliche Nähe: Coronabedingt musste der Gemeinderat im April im Kursaal tagen, voneinander abgerückt. Damals gab OB Jan Zeitler die Kosten für eine Anwaltsberatung bekannt, die nach seiner Ansicht wegen der BÜB+ nötig wurden.
Überlingen Veranstalter der Anti-Corona-Demo lehnt Streitgespräch mit Lokalpolitikern ab
Udo Daecke, der Hauptorganisator der Anti-Corona-Demonstrationen „zur Wahrung der Grundrechte“, die in Salem und Überlingen stattfanden, lehnt die Teilnahme an einer kontroversen Diskussion ab. Die beiden Kreisvorsitzenden von CDU und SPD, Volker Mayer-Lay und Rainer Röver, hatten dazu angeregt. Daecke findet, die besorgten Bürger bekämen in den Medien generell zu wenig Gehör, die Lokalpolitiker bedauern, dass diese Runde nicht zustande kommt.
Versammlungsleiter Udo Daecke aus Owingen konnte gut 400 Teilnehmer auf der Hofstatt begrüßen. Eine zweite Demonstration, ebenfalls von ihm organisiert, folgte in Salem, mit etwa 600 Besuchern.
Überlingen Freier Zugang zum LGS-Gelände: Eine Bürgerin rüttelt am Zaun
Gerlinde Schmid-Nafz fordert freien Zugang zum geschlossenen Gelände der Landesgartenschau. Die LGS in Kamp-Lintfort öffnet am 5. Mai. Überlingen plädiert weiter für eine Verschiebung auf 2021 und dafür, die Anlagen und Parks so lange geschlossen zu halten.
Gerlinde Schmid-Nafz steht, Trägerin der Stauffer-Medaille des Landes, steht am Eingangstor zur Landesgartenschau, das zu den Villengärten führt. Wenigstens diesen Abschnitt, so ihre Erwartung als Bürgerin, solle man öffnen, auch wenn die LGS noch nicht offiziell startet.
Überlingen Corona bremst auch die Lakewood High School in Kenia aus
Der Förderverein Green Olive aus Überlingen hat 2006 die Lakewood High School in Kenia aufgebaut und trägt sie seither. Jetzt ist auch die Schule von der Corona-Pandemie betroffen. Der Unterricht ruht, die Schüler sind zuhause in ihren Dörfern, ebenso die Lehrer. Diese werden weiterhin bezahlt, um ihre Familien unterstützen zu können. Doch die Corona-bedingten Ausgaben lassen das finanzielle Polster des Vereins schmelzen.
Thomas David, Michael Seehuber und Ruth Seehuber (von links) beim Kauf von Büchern für die High School. Der Überlinger Verein Green Olive finanziert die Schule in Afrika, die derzeit ebenso unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu leiden hat.
Frickingen Karriere, Familie, Ehrenamt: Die 40-jährige Pianistin Lida Panteleev ist vielfältig engagiert
Mit vier Jahren wollte die kleine Lida aus Bulgarien Klavier spielen lernen, als Jugendliche war sie täglich bis zu zehn Stunden am Üben. Im Alter von 26 Jahren gab Lida Panteleev ihre Karriere als Konzertpianistin auf und entschied sich für eine Familie. Heute lebt Lida Panteleev mit ihrer Familie in Frickingen und ist vielfältig engagiert: als Choreografin, Pianistin, Klavierlehrerin. Zusammen mit ihrem Mann Martin Panteleev hat sie auch die Owinger Musiktage ins Leben gerufen.
Lida und Martin Panteleev sind die Initiatoren der Owinger Musiktage und hier stets selbst mit anderen namhaften Musikern zu hören.