Martin Baur

Martin Baur

Lokalredakteur Überlingen
Martin Baur arbeitete schon während er in Konstanz Germanistik und Geschichte studierte, als freier Mitarbeiter beim SÜDKURIER. Nach dem Volontariat folgten Redakteursstellen in Stockach und Konstanz. Von 1999 bis 2016 leitete er die Lokalredaktion Überlingen; der Stadt fühlt er sich seit der Schulzeit auch über die Fastnacht eng verbunden. Nach überstandener Krankheit gab er die Redaktionsleitung in jüngere Hände und arbeitet seither leichteren Herzens und mit ungebremster Begeisterung weiterhin als Redakteur in Überlingen.

Anmerkungen? Hinweise?
Gerne können Sie Martin Baur schreiben. Bitte geben Sie Ihren Namen und ggf. den Link zum Artikel an.

Neueste Artikel des Autors
Überlingen Schwerttänzer aus ganz Europa treffen sich in Überlingen: Doch woher kommt eigentlich der uralte Brauch?
Die Überlinger Schwerttanzkompanie feiert im kommenden Jahr ihr 375. Jubiläum. Ein Anlass, um Schwerttanzgruppen aus Italien, Belgien, Kroatien und England zum ersten Internationalen Schwerttanztreffen am Bodensee einzuladen. Die drei Tage im Juni sollen auch Rahmen dafür sein, in Überlingen eine Brunnenfigur aus Bronze zu enthüllen, die derzeit entsteht. Und dann will die Kompanie auch noch eine wissenschaftliche Arbeit zu ihrem uralten Brauch beauftragen, der ursprünglich zur Fastnacht gehört.
Die Überlinger Schwerttanzkompanie ist im Stadtteil „Dorf“ angetreten, vor dem Haus in der Aufkircherstraße, an dessen Front ein Wandgemälde den Tanz zeigt. Hier beim Sammeln vor dem Marsch zum Gottesdienst im Münster mit dem Ersten Platzmeister Fridolin Zugmantel (rechts).
Überlingen Überlinger Kirchen suchen auf der Landesgartenschau neue Wege der Ökumene auf der historischen Fähre „Meersburg ex Konstanz“
Die beiden großen Kirchen, katholische und evangelische Kirche, nehmen bei der LGS auch kleinere christliche Gemeinschaften mit aufs Boot. Ihr Kirchenschiff wird für 120 000 Euro gechartert. Ohne eigenen finanziellen Beitrag, aber mit personeller Unterstützung, gehen sowohl die Freikirche Lindenwiese, die Methodisten als auch die Neuapostolische Kirche mit an Bord. Unklar ist noch, inwieweit die jeweilige Konfession bei der Ansprache der Besucher kenntlich gemacht wird.
Das „Kirchenschiff“: Die historische Fähre „Meersburg ex Konstanz“, hier 2018 beim 90-jährigen Fährejubiläum im Meersburger Hafen, wird während der gesamten Landesgartenschau an der „Landestelle Überlingen-West“ liegen. Das ökumenische Team der fünf Kirchen, die bei diesem Kirchenschiff kooperieren, werden täglich von 9 bis 18 Uhr Besucher empfangen.
Bodenseekreis/Langenargen Warum könnte der Bodensee in 15 000 bis 20 000 Jahren verschwunden sein? Wir nehmen Sie mit auf eine Zeitreise
Schon im frühen Eiszeitalter, das vor 2,6 Millionen Jahren begann, gab es einen ersten „Ur-Bodensee“. Nach der Würm-Eiszeit war er sogar kurz Teil eines riesigen Binnenmeers. Doch seine Tage sind gezählt. In 15 000 bis 20 000 Jahren könnte der Bodensee verschwunden sein. Der Klimawandel hat auf die Entwicklung bislang unabsehbare Auswirkungen. Eine Zeitreise in die Zukunft und Vergangenheit des drittgrößten Sees in Europa.
Eine Vorahnung auf die Zukunft des Bodensees gibt der Blick auf die Bregenzer Bucht. Der Alpenrhein, der bei Fussach in den See mündet, bringt große Mengen an Sedimenten mit, die das Gewässer verlanden lassen.
Meersburg Als der Kaiser der Franzosen sich in Meersburg amüsierte
Im neuen Buch „Trinkstuben und Herbergen“ blättert das Autorenduo Margret Meier und Peter Schmidt wieder in der Stadtgeschichte. Und sorgt damit wohl für so manche Überraschung, wenn die beiden mit alten Wanderlegenden aufräumen.
Werbung als zeitgenössische Kunst: Dieses Werbeplakat für Schützen-Bier aus den 1920er Jahren zeigt (von links) Hermann Schmid, genannt „Gerberschmid“, den Maler Theodor Höhn und Franz Sales Meyer, in der Stadt viele Jahre Gast. Geschaffen wurde es von Kasia von Szadurska, geboren 1886 in Moskau, gestorben 1942 in Berlin. Die deutsche Malerin und Grafikerin lebte und arbeitete rund 25 Jahre in Meersburg und Konstanz. Als künstlerischer Höhepunkt ihres Schaffens gilt die Zeit unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg und in den 1920er Jahren, als sie sich in ihren Grafiken, Buchillustrationen und Gemälden mit zeitgenössischen Strömungen wie der bedeutenden zweiten Welle des Expressionismus oder der Neuen Sachlichkeit auseinandersetzte.
Frickingen Krippenbaumeister Rudi Matts Kurse in Frickingen sind bis 2025 ausgebucht
Im ausgehenden Jahr besuchten 24 Teilnehmer die Kurse, die im Teilort Leustetten stattfinden, im Obergeschoss des Wohnhauses von Theresia und Rudi Matt. Verwendet werden nur natürliche Materialien, die beide aus den Österreichischen oder Südtiroler Bergen holen. Die fertigen Krippen sind in der jährlichen Krippenausstellung zu bewundern.
Lucia Staneker (links) und ihre Schwester Monika Marschall, die in Lippertsreute lebt, absolvieren einen Krippenbaukurs bei Rudi Matt in Leustetten, weil für sie „Christbaum und Krippe von klein auf zusammengehören“. Allerdings ging es bei den beiden kleinen Mädchen in Frickingen traditionell zu. Erst an Heiligabend wurden Baum und Figuren aufgestellt. „Das war immer ganz aufregend“, sagt Lucia Staneker. „Meistens hat dann noch was gefehlt, meistens Lametta. Dann musste man noch schnell zum Einkaufen und damals haben die Läden ja schon um 12 Uhr zugemacht.“ Heute indes stellt Lucia Staneker ihre neue selbstgebaute Krippe auf, „sobald wir sie von der Krippenausstellung zurück kriegen – einfach, weil das so wunderschön ist“.
Überlingen Bildhauer Peter Lenk sauer: Sein Überlinger Brunnen wurde zur Biertisch-Kisteninstallation
Nachdem das Podest um die Alte Nixe auf dem Überlinger Landungsplatz für Selfies erklettert wurde, hat der Künstler eingefordert, dass zumindest nachgebessert wird. Die „Steinoma“ ist jetzt ganz verschalt. Die Fraktion BÜB+ nimmt das zum Anlass, „ÜB on Ice“ als „gastronomische Großveranstaltung“ zu kritisieren und stellt die Eisbahn zur Grundsatzdiskussion.
Nur bis zur Höschengrenze war die Alte Nixe (links) des Lenkbrunnens auf dem Überlinger Landungsplatz bis zum Wochenende vom 30. November umbaut. Nachdem sich Peter Lenk bei der Stadt gemeldet hatte, ließ Organisator Reinhard A. Weigelt (links) die Alte Nixe komplette einschalen. Dieses Bild entstand während des Aufbaus der Eisbahn und der Gastronomieinfrastruktur Mitte November. Weiter von links: Weigelts Mitstreiter Robin Schefe und Hardy Wanke.
Salem RAD-Lager in Salem-Grasbeuren ist ein lange vergessenes Stück Heimatgeschichte
Bis zu 144 Männer des Reichsarbeitsdienstes leisteten hier ab 1935 ihren halbjährigen Dienst ab. Lager war ein als „Dorf im Dorf“ oder „Dorf am Dorf“, beschrieb Jörg Lorschiedter in seinem Vortrag, der auf riesiges Interesse stieß und deshalb am heutigen Freitag, 29. November 2019, wiederholt wird.
Die Sanierung der Seefelder Aach bei Mühlhofen gehörte zu den wichtigsten Arbeiten der RAD-Männer aus dem Lager Grasbeuren. Das Bild entstand 1934 oder 1935, denn Lagerführer Emil Hanß aus Meersburg (links in Uniform), ging 1936 nach Auseinandersetzungen mit einem Vorgesetzten vom RAD zu Dornier.
Meersburg Im Wilden Mann amüsierten sich die Droste und der Prince of Wales: Trotzdem endet die Geschichte in der Insolvenz
Der „Wilde Mann“ war als Hotel und Speiselokal über Jahrhunderte Meersburgs erste Adresse. Seit 2018 ist das Haus geschlossen und ein Insolvenzverwalter sucht nach einem Käufer. Nicht einmal er kennt dessen spannende Geschichte. Geprägt auch von vielen illustren Gästen böte sie Stoff für einen Roman – hier amüsierte sich die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und Edward Prince of Wales nahm auf der Terrasse seinen Tee. Der SÜDKURIER erzählt die Historie zum ersten Mal.
Das Hotel Wilder Mann heute, von der Seestraße aus gesehen. Seit dem Ende der Saison 2018 ist das Traditionshaus geschlossen. Derzeit sucht ein Insolvenzverwalter nach einem Käufer für das Gebäude, das auf 1630/31 zurückgeht.