Christine Richard

Freie Mitarbeiterin
Christine Richard unterrichtete nach dem Staatsexamen (Germanistik, Geschichte, politische Wissenschaften) am Gymnasium, gab aber den Beamtenstatus auf, um ihrer Leidenschaft zu frönen: Schreiben! Zeitung! Sie ist seit 1996 Kulturredakteurin der Basler Zeitung, arbeitet unter anderem für die ZEIT und ist Mitglied einschlägiger Jurys.

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Konstanz Wie Maschinen uns zu Puppen machen
Von Vinyl-Babys bis zu Sex-Puppen: Künstliche Gesellschaft liegt im Trend und erregt die Gemüter. Das hat auch mit der Digitalisierung zu tun.
Modell einer Sexpuppe: Was ist es, das uns die aktuelle Puppenmanie so unheimlich erscheinen lässt? Bild: dpa
Debatte Autorinnen drehen den Macho-Spieß um
Wie der feministische Hashtag #dichterdran in den internationalen Medien Furore machte. Eine Geschichte vom Niedergang der Literaturkritik
Auch Martin Walser nehmen die Autorinnen aufs Korn.
Gesellschaft Nörgeln gegen den Bewusstseinswandel
Veganer werden die Welt allein nicht retten. Nichtraucher auch nicht und Fahrradfahrer ebenso wenig. Das ist aber noch lange kein Grund, jeden Idealismus reflexhaft niederzumachen, oder?
„Greta is(s)t vegan – und du?“ Veganer (hier bei einer Demonstration in Berlin) müssen sich immer wieder Kritik anhören.
Lesen Wie Bücher in Ferienhotels uns zum Lesen verführen
Wildes Lesen: Unsere Hotel-Bibliotheken mit ihren Schmuddelbüchern, den Klassikern und Regionaldichtern – wo sind sie nur geblieben? Warum Bücherschränke in Ferienhotels geheime Verführer sind und warum es deshalb wieder mehr davon geben sollte.
Der Koffer ist gepackt, der Urlaub kann losgehen. Dumm nur, wenn man die gesammelten Werke dann zu Hause vergisst …
Literatur Warum wir öfter „Ich möchte lieber nicht“ sagen sollten
US-Schriftsteller Herman Melville hat nicht nur „Moby Dick“ erfunden, sondern auch den Möchtenicht. Der Schreiber Bartleby aus ebendiesem Roman ist so ein Möchtenicht. Er will nicht vor und nicht zurück – er will einfach gar nichts verändern. Ein äußerst anspruchsvolles Lebensprogramm, oder?
Walfang als Unterhaltung in Japan: Männer springen von einem Boot ins Wasser und werfen eine Harpune in Richtung einer Walnachahmung.
Gefühle Je heißer das Klima, desto kühler der Mensch
Die Rekordtemperaturen sind vorerst vorbei, aber die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Im Inneren unserer Gefühlskultur jedoch wird es trotzdem immer kühler. Das Motto lautet: Zeig‘ keine Rührung, keep cool!
Mann im Eis: Wer heute ansprechend wirken will, der gibt sich möglichst abweisend. Die Coolness ist ein stahlharter Gefühlspanzer. Bild: Adrian Hillman – stock.adobe.com
Schweiz Was wäre die Schweiz bloß ohne Wilhelm Tell?
Jedes Volk hat die Nationalhelden, die es verdient, oder? Die Schweiz bleibt auch in diesem Fall neutral – sie hat Wilhelm Tell, der doch gar kein echter Held ist. Und vielleicht hat er ja auch nie gelebt …
Typisch Schweiz: vorn die Flagge, dahinter das Matterhorn.
Politik Die zitternde Frau Merkel
Bundeskanzlerin Angela Merkel erlebt gerade, was die amerikanische Schriftstellerin Siri Hustvedt lange hinter sich hat: die Ohnmacht, wenn der eigene Körper unkontrolliert bebt. Hustvedt hat den Grund dafür gefunden – und das in ihrem Roman „Die zitternde Frau“ verarbeitet.
Die Hände zur Faust geballt: Angela Merkel kämpft gegen das Zittern an.
Verkehr Von Männern, die im Auto durchdrehen
Eigentlich wirkt Schauspieler Christian Ulmen ja ganz nett – aber sobald er sich im Straßenverkehr bedrängt fühlt, wird er nach eigenen Angaben zum „zornigen alten Mann“. Und er ist bei Weitem nicht der Einzige, mit dem im Auto schon mal die Pferde durchgehen.
Dieses Foto der Polizei vom März 2019 zeigt einen Hochzeitskorso auf der Autobahn A3.
Männer Warum Mann jetzt wieder Bart trägt
Es gab Zeiten, da waren Bärte nicht gerade gern gesehen – inzwischen ist die gepflegte Gesichtsbehaarung wieder schwer in Mode, sogar Hollywoodstars lassen den Bart wachsen. Schon vor mehr als 100 Jahren hat sich der Dichter Walt Whitman Gedanken gemacht zum Thema – in dem Buch „Tipps für den schönen Mann“.
US-Schauspieler George Clooney weiß: Der Bart steht ihm gut.
Kunst Kurt Cobains heiliger Pappteller
Ist das Kunst oder kann das weg? Heute verschwimmen die Grenzen. Wie sonst kann man erklären, dass ein 29 Jahre alter Pappteller in den USA für 22.400 Dollar versteigert wird, nur weil ein längst verstorbener Musiker ihn mal benutzt hat?
Erst lag Pizza darauf, dann soll Kurt Cobain auf dem Pappteller die Songs fürs nächste Konzert notiert haben. Nun wurde er bei Julien‘s Auctions für 22.400 US-Dollar versteigert.