Anja Greiner

Anja Ganter

Lokalredakteurin Villingen-Schwenningen
Anja Ganter hat im fränkischen Bamberg das Handwerk des Journalismus gelernt, zuvor Betriebswirtschaftslehre in Kempten und Interreligiöse Studien in Bamberg studiert. Seit April 2015 ist sie als Redakteurin in der Stadtredaktion in Villingen-Schwenningen tätig.

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Villingen-Schwenningen Wo kommen denn plötzlich die ganzen Azubis her? Über einen Boom bei den Elektrikern – nicht nur bei den Aufträgen
Ob Elektrofachmann, Sanitär- oder Baufirma: Die Preise explodieren und einen Termin bekommt man mit Glück in ein paar Monaten. Woran das liegt und worauf sich Kunden einstellen müssen. Wir haben uns bei einzelnen Gewerken einmal umgehört. Heute: Elektroniker.
Elektromeister Ralf Pfaff vor seinem Ausstellungsraum in Buchenberg.
Villingen-Schwenningen „Wir haben nur das“: Wie Angehörige die Verlegung der Stolpersteine in Villingen erlebten und warum der Schmerz nie verschwinden kann
Nach der Verlegung der Stolpersteine fand im Rathaus ein Empfang der Stadt für die Angehörigen statt. Dabei waren auch Pierre Bikart und seine Schwester Jeanette. Sie leben heute in Straßburg, besuchen Villingen jedes Jahr. Bis zum Jahr 2000 auch noch mit ihrem Vater, Sigmund Bikart. Er überlebte den Holocaust. Und sie leben bis heute damit.
Es ist nicht leicht für Pierre Louis Bikart und seine Schwester, Jeanette Ruth Silva Bikart Levy. Er trägt den Namen seines Großvaters, sie die ihrer Großmutter und Tanten. Keinen davon haben sie je kennengelernt. Ihr Vater, Sigmund Bikart, war der einzige der Familie, der den Holocaust überlebte. Nun haben sie in Villingen einen Ort des Gedenkens. In der Waldstraße 11.
Visual Story Nach Jahrzehnten des Wartens und Kämpfens: So wurden die ersten Stolpersteine in VS verlegt
Über viele Jahre hat der Verein Pro Stolperstein dafür gekämpft, dass auch in VS den Opfern des Nationalsozialismus gedacht wird. Am 20. Oktober, um 11.30 Uhr, war es dann soweit: Der Künstler Gunter Demnig hat in der Rietstraße den ersten von insgesamt 18 Gedenksteinen verlegt.
Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt am Mittwoch die ersten vier Stolpersteine in der Rietstraße 40. Zum Gedenken an die Familie Schwab.
Schwarzwald-Baar-Kreis „Nehmen Sie den Einsatz an?“ – Wie eine App künftig im Kreis Leben retten soll
In zehn Landkreisen in Baden-Württemberg werden bereits Ersthelfer per App zum Notfall gerufen. Auch im Schwarzwald-Baar-Kreis soll die First-AED-App in ein paar Monaten in Betrieb gehen. Dafür braucht es jetzt aber vor allem eines: Freiwillige Helfer mit medizinischen Vorkenntnissen.
„Nehmen Sie den Einsatz an?“ fragt die App den registrierten Lebensretter bei der Alarmierung (in diesem Beispiel auf dänisch, da die App in Dänemark entwickelt wurde). Sag dieser ja, wird er zum Einsatzort navigiert. In zehn Landkreisen in Baden-Württemberg ist die App bereits im Einsatz. Im Schwarzwald-Baar-Kreis soll sie zum Jahresende starten.
Villingen-Schwenningen Ausgebucht bis Jahresende: Die Folgen des Baubooms und warum beim Gartenbauer gerade am Montagmorgen die Telefone heiß laufen
Ob Elektrofachmann, Sanitär- oder Baufirma: Die Preise explodieren und einen Termin bekommt man mit Glück in ein paar Monaten. Woran das liegt und worauf sich Kunden einstellen müssen. Wir haben uns bei einzelnen Gewerken einmal umgehört. Heute: Garten- und Landschaftsbauer.
Eigentlich ist Detlef Pfundstein kein Gemüsegärtner, sondern Garten- und Landschaftsbauer. Auf dem Betriebsgelände der Gartengestaltung Späth baut er aber für seine Mitarbeiter unter anderem Salate jeglicher Sorten, Kohlrabi, Zucchini und Lauch an. Dabei bleibt auch noch Zeit, selbst wenn die Auftragsbücher aktuell so voll sind wie noch nie.
Villingen-Schwenningen Hier tut sich was in der Villinger Innenstadt: Warum Leerstand nicht gleich Leerstand ist und welcher neue Pächter beispielsweise im Café Rose einziehen
Künftig wird es in der Villinger Innenstadt einige Neuerungen geben. Ein Streifzug durch die Fußgängerzone mit überraschenden Ausgang.
Leerstände gibt es in der Villinger Innenstadt einige – wie hier in der Rietstraße. Dennoch ist das für Wirtschaftsförderer Matthias Jendryschik kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil.
Schwarzwald-Baar Im Supermarkt, im Rathaus oder in der Bank: Jeder hat dort schon mal einen Defibrillator gesehen – aber wer weiß, wie man das Gerät im Notfall richtig einsetzt?
Erleidet jemand einen Herz-Kreislauf-Stillstand, zählt wortwörtlich jede Minute. An vielen Orten im Kreis hängen mittlerweile sogenannte automatisierte externe Defibrillatoren. Sie sollen die Erste Hilfe erleichtern. Und werden doch immer noch viel zu wenig eingesetzt, sagt Jens Schwarzwälder vom DRK. Eine Schritt-für-Schritt-Videoanleitung.
Jens Schwarzwälder ist Ausbildungsleiter beim DRK. Er und seine Schüler erleben nicht selten, dass bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand niemand Erste Hilfe leistet. Dabei hängen inzwischen an vielen Orten auch sogenannte AED-Defibrillatoren. Deren Einsatz ist leichter, als man als Laie vielleicht annimmt.
Villingen-Schwenningen Wohin mit dem Geld in Zeiten des Niedrigzins? Eine derzeit beliebte Anlageform sind ETFs – was es damit auf sich hat und für wen sie geeignet sind
Es war wohl noch nie so einfach wie heute, sich über Finanzanlagen zu informieren. Und vielleicht auch noch nie so nötig. Stichwort Niedrig- oder Minuszinsen. Doch worauf komme es wirklich an und was hat es mit den ETFs auf sich, von denen zur Zeit jeder spricht?
Wolfgang Disch ist Professor für Banking und Finance an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Schwenningen. Er sagt: „Es ist immer ein guter Zeitpunkt, Aktien zu kaufen.“ Man muss halt nur wissen wie.
St. Georgen Wer zahlen muss und wer nicht – So geht es mit den Corona-Tests am Marktplatz weiter
Ab dem 11. Oktober werden die Corona-Tests erstmals kostenpflichtig. Für Guido Eichenlaub, der das Testzentrum am Marktplatz betreibt, heißt es dann erstmal: beobachten.
In der kommenden Woche hat das Testzentrum am Marktplatz noch wie gewohnt offen. Guido Eichenlaub will noch beobachten wann und wie viele Menschen kommen. Und dann entsprechend die Öffnungszeiten anpassen.
St. Georgen Personal und Gäste fehlen – Mit diesen Maßnahmen halten drei St. Georgener Gastronomie-Betriebe dagegen
Nein, Corona ist nicht Schuld. Jedenfalls nicht nur. Mit Personalmangel hatten die Gastronomen in St. Georgen schon immer zu kämpfen. Neu ist die Intensität. Und die Reaktion der Wirte.
Nur noch an drei Abenden hat der „Klimperkasten“ aktuell geöffnet. Wenn sich die Regeln in Richtung 2G ändern, könnten es noch weniger werden.
Villingen-Schwenningen Das „Limba“ heißt jetzt „Musikbar crazy“ – Was von Villingens einstiger Kultkneipe übrig bleibt
Ende kommender Woche eröffnet in der Schlösslegasse eine neue Kneipe in den Räumen des ehemaligen Limba. Hits der 60er-, 70er- und 80er-Jahre sollen gespielt werden. Damit ist die Geschichte der einstigen Kultkneipe endgültig besiegelt. Was bleibt und was neu ist: erste Eindrücke in Bildern.
Der Schwenninger Gastronom Andreas Baur hat die Räumlichkeiten des ehemaligen Kultkneipe „Limba“ gemietet und wird in gut einer Woche eine Bar mit Musik aus den 60er, 70er- und 80er-Jahren eröffnen. Die neue Bar, und das ist Andreas Baur wichtig, ist kein neues Limba. „Es hat nichts mehr damit zu tun.“
Villingen-Schwenningen Auf ihren Facharzttermin warten Patienten im Kreis oft monatelang – Warum gilt die Region als überversorgt?
Auch wenn es sich für Patienten, die mitunter mehrere Monate auf einen Termin beim Facharzt warten müssen, nicht so anfühlt: Laut der Kassenärztlichen Vereinigung gilt der Schwarzwald-Baar-Kreis als überversorgt. Bis auf eine Ausnahme. Wie kann das sein?
Wer sich telefonisch auf Terminsuche bei einem Facharzt macht, kann im Schwarzwald-Baar-Kreis schnell an die Grenzen stoßen. Das Bild ist lediglich ein Symbolbild, die Namen der Ärzte sind keine realen Beispiele.
Bad Dürrheim Tamara und Sabrina Benz aus Bad Dürrheim sind bei der Miss Germany-Wahl dabei – als erstes Zwillingspaar überhaupt
Die Zeiten, in denen Frauen im Bikini über einen Laufsteg wackeln, sind inzwischen vorbei. Bei der Miss Germany-Wahl geht es längst nicht mehr nur ums Aussehen. Es geht auch um Engagement, beispielsweise im Umwelt- oder Tierschutz. Auch für die Zwillinge Tamara und Sabrina Benz gibt es einen guten Grund, bei dem Wettbewerb mitzumachen – abseits von Modelmaßen und Fotoshootings.
Tamara (links) und Sabrina Benz aus Bad Dürrheim sind aus 12.000 Bewerbern unter den Top 160 gelandet bei der Wahl zur Miss Germany. Sie sind die ersten Zwillinge überhaupt, die an dem Wettbewerb teilnehmen.
Villingen-Schwenningen Schwangere Lehrerinnen dürfen nicht in Präsenz unterrichten: Für die Schulen ist das eine enorme Herausforderung
100 Unterrichtsstunden musste Zoran Josipovic vier Tage vor Schulbeginn plötzlich umorganisieren. So viele Stunden hätten eigentlich von schwangeren Kolleginnen abgehalten werden sollen. Doch die dürfen – auch doppelt geimpft – in diesem Schuljahr erst einmal nicht in Präsenz arbeiten. Ein Problem für die Schulen und die Schüler.
Auch wenn die schwangeren Lehrerinnen doppelt geimpft sind, dürfen sie nicht in Präsenz an den Schulen unterrichten. Das ist für die Schulleiter schwierig und auch für die Schüler.
Villingen-Schwenningen VS-Gastronomen kapitulieren vor dem Personalmangel: Mehr Schließtage in einer Zeit, in der sie jeden Umsatz brauchen könnten
Sie alle haben es getan: Das Eiscafé Zampolli, das Café Dammert, der Irish Pub in VS: Die Öffnungszeiten heruntergefahren, Ruhetage eingeführt. Sie alle haben zu wenig Personal. Nur die Corona-Pandemie dafür verantwortlich zu machen greift aber zu kurz. Wenn man sich mit Kennern der Branche unterhält, wird klar: Es ist auch ein gesellschaftliches Problem.
Im Zampolli in der Villinger gibt es dienstags alles nur noch zum Mitnehmen. Der Grund: zu wenig Personal, um alle Schichten abzudecken. Und das Eiscafé ist mit seinen Problemen nicht allein.
Villingen-Schwenningen Keine Maske, kein Abstand, Kontaktbeschränkungen: Stadt VS ahndet im Schnitte mehr als vier Verstöße gegen die Coronaverordnung täglich – und die Dunkelziffer liegt noch viel höher
Rund 10.000 Kontrollen und Verstöße in Zusammenhang mit der Coronaverordnung wurden von der Stadt in den vergangenen 18 Monaten erfasst. Nicht alle endeten in einem Bußgeldverfahren. Vor allem für die Mitarbeiter im Ordnungsamt ist das eine enorme Zusatzaufgabe.
Inzwischen dürften Regeln wie Abstand halten und Maskenpflicht den meisten Menschen geläufig sein. Dass sich dennoch nicht alle daran halten, das zeigt eine Nachfrage beim städtischen Ordnungsamt.