Zustand der Immobilie bei der Übergabe

Im Kaufvertrag halten Verkäufer und Käufer fest, in welchem Zustand die Immobilie übergeben werden soll. In der Regel steht dort zu lesen: besenrein. Das bedeutet aber nicht nur, dass der bisherige Besitzer lediglich einmal die Böden fegt, sondern auch, dass er all seine Möbel und seine sonstigen Besitztümer aus dem Objekt entfernt. Es sei denn, er hat sich mit dem Käufer darauf geeinigt, dass dieser sie mit kauft. Außerdem sollte der Verkäufer zumindest grobe Verunreinigungen vor der Übergabe beseitigen und neben einem Besen beispielsweise auch einen Farbeimer und einen Pinsel zur Hand nehmen, um eine Wand zu streichen.

Alle Details auf einen Blick: das Protokoll

Ein detailliertes Übergabeprotokoll verschafft sowohl dem Verkäufer als auch dem Käufer einen Überblick über den Ist-Zustand der Immobilie zum Zeitpunkt des Besitzerwechsels – im Idealfall in Wort und Bild. Das kann den Verkäufer vor Nachforderungen durch den Käufer schützen, aber auch vor anderen Nachteilen, die sich nach dem Verkauf ergeben könnten. Zu Beginn eines Übergabeprotokolls stehen die allgemeinen Angaben wie die Adresse des Objektes, die Kontaktdaten der bisherigen und der neuen Eigentümer und das Übergabedatum. Es enthält außerdem alle Unterlagen, Dokumente und weitere Gegenstände, die mit den vier Wänden den Besitzer wechseln. Auch die Anzahl der übergebenen Schlüssel wird im Protokoll notiert, allerdings sollte eine Schlüsselübergabe erst erfolgen, wenn der vollständige Kaufpreis beglichen ist. Und nicht zuletzt hält das Protokoll natürlich alle Einzelheiten zum Zustand der Immobilie fest. Eine Kopie geht an alle an dem Verkauf beteiligten Parteien und den Notar. Ist der Verkauf über einen Makler erfolgt, regelt er die Übergabe und übernimmt das aufwändige Erstellen des Protokolls.

Wichtige Unterlagen wechseln den Besitzer

Mit der Unterzeichnung des Übergabeprotokolls händigt der alte Besitzer dem neuen auch alle relevanten Unterlagen aus. Bauzeichnungen gehören hier dazu, aber auch der Energieausweis, die Versicherungsunterlagen oder auch Abnahmeprotokolle, Wartungsverträge und Garantiebelege für technische Anlagen. Das letzte Prüfprotokoll der Heizung und des Schornsteins wechselt ebenso den Besitzer wie die aktuellen Abrechnungen für Heizung, Wasser, Müll und Grundsteuer. Auch die Rechnungskopien von wichtigen Reparaturen und eine Handwerkerliste können wichtige Informationen für den Käufer enthalten.

Den Schlüssel gibt es gegen Geld

Genau genommen übergibt der Verkäufer die Immobilie Schritt für Schritt an den Käufer. Dabei wird Letzterer Stück für Stück zum neuen Herrn im Haus, bis er am Ende auch im Grundbuch als neuer Eigentümer steht. Gleichzeitig gibt der bisherige Besitzer Stück für Stück die Verfügungsgewalt über sein Objekt ab. Der Notar hat ein Auge darauf, dass alles mit rechten Dingen zugeht und die Abwicklung richtig und für beide Seiten fair gestaltet ist. Wann der Käufer zahlen muss und wann er den Schlüssel erhält, regeln die Parteien im Kaufvertrag. Grundsätzlich gilt, dass Verkäufer den Hausschlüssel erst übergeben sollten, wenn der volle Kaufpreis erstattet ist. So lange behält er die Kontrolle und das Sagen. So ist auch gewährleistet, dass der Käufer sich die Immobilie tatsächlich leisten kann und nicht noch eine böse Überraschung am Ende auf den Verkäufer wartet.

 

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