Rippolingen (ska) Die ersten Gehversuche als selbstständiger Unternehmer, machte Zimmerermeister Bruno Lehmann im früheren Ökonomiegebäude seines Elternhauses in Rippolingen. Heute ist es ein Unternehmen mit acht Angestellten und feiert jetzt sein 25-jähriges Bestehen. Am kommenden Samstag, 8. August, ab 10 Uhr, wird das Jubiläum mit einem Festakt gekrönt. Gleichzeitig kann auch die neu erstellte Galerie im Turm besichtigt werden.

Bereits schon in der Ausbildung zum Zimmermann, stand für Bruno Lehmann fest, dass er sich mit einer eigenen Zimmerei selbstständig machen möchte. Doch statt, wie üblich für einen Zimmermann, seine beruflichen Erfahrungen auf der Walz zu holen, arbeitete Lehmann in Betrieben mit verschiedenen Spezialgebieten in der Schweiz, auf der Schwäbischen Alb und in der nahen Umgebung. Vor allem der Treppenbau mit allen seinen Facetten hat es ihm angetan und ist neben seinen vielen Qualifikationen, auch heute noch sein Spezialgebiet. Es folgte die Weiterbildung zum Zimmerermeister. Für den theoretischen Teil der Ausbildung besuchte er die Abendschule in der Bad Säckinger Gewerbeschule. Für die Praxis reiste der junge Mann damals nach Rottweil. Nach der Meisterprüfung sammelte er weitere berufliche Erfahrung und machte sich dann zwei Jahre später mit einer eigenen Zimmerei selbstständig. Im früheren Ökonomiegebäude seines Elternhauses in Rippolingen, fertigte Bruno Lehmann seine ersten Aufträge. Ihm zur Seite standen und stehen bis heute seine Frau Petra und Vater Walter Lehmann.

Mit Leidenschaft und Präzision

Die einfachen Werkzeuge von damals sind präzisionsgenauen Hochgeschwindigkeitsmaschinen gewichen.
Die einfachen Werkzeuge von damals sind präzisionsgenauen Hochgeschwindigkeitsmaschinen gewichen.

Rippolingen (ska) Dem Fleiß und dem Können von Bruno Lehmann ist es zu verdanken, dass die vorhandenen Räumlichkeiten bald nicht mehr ausreichten.

Lehmann kaufte sich ein Grundstück in der Ledergasse und weil zuvor der Bebauungsplan in ein Mischgebiet umgewandelt worden ist, stand einem Neubau nichts mehr im Weg. 1999 wurde die Werkshalle gebaut, die bis heute das Herzstück des Unternehmens ist. Innerbetriebliche Abläufe ließen sich besser organisieren und auch größere Aufträge konnten in der neuen Halle zugeschnitten und abgebunden werden. Bereits sechs Jahre später standen die nächsten Baumaßnahmen im Unternehmen an. Die bisherigen Räume beim Elternhaus wurden auch weiterhin als Büro genutzt und mussten jetzt ebenfalls erweitert werden. Das Büro und das Schraubenlager wurden nach dem Umbau eingerichtet und auch die Wohnräume nebenan sind erweitert worden.

Längst sind auch die einfachen Werkzeuge, die in den ersten Jahren in der Zimmerei im Einsatz waren, speziellen und hochwertigen Maschinen gewichen, die vor allem im heutigen Treppenbau unentbehrlich geworden sind.

Allein mit den Präzisions- sowie Hochgeschwindigkeitskreissägen, können die Leicht- und Edelhölzergenau zugeschnitten werden. Und Genauigkeit ist gefragt beim Treppenbau. „Ganz fatal, wenn die Abweichungen erst beim Einbau der Treppe bemerkt werden“, heißt es in der Unternehmenschronik, die der frühere Rippolinger Ortsvorsteher Roland Fischer anlässlich des Jubiläums der Zimmerei Bruno Lehmann erstellt hat.