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Torture Ship

Lack, Leder und Latex: Das Torture Ship - auch unter dem Namen SM-Schiff bekannt - lockt regelmäßig zur schrillen Fetischparty auf dem Bodensee. Alle Beiträge zum Thema finden Sie hier.
Szene vom vergangenen Jahr. Zwei Frauen machen aus ihrer Fetisch-Vorliebe keinen Hehl. Das „Torture Ship“ sticht am Samstag, 20. Juni, zu einer Fetischparty in See. Dresscode laut Veranstalter: Lack, Leder, Latex, Dessous oder sündiges Schwarz. In Friedrichshafen steigen die Teilnehmer an Pier 6 von 19 bis 19.45 Uhr zu, in Konstanz an Pier 9/10 von 20.50 bis 21.30 Uhr.

17.06.2015 | Friedrichshafen | Archiv

SM-Schiff legt in Friedrichshafen ab: Fetischparty unter strengeren Auflagen

Das „Torture Ship“ – allgemein als SM-Schiff bekannt – ist am Samstag wieder auf dem Bodensee unterwegs. Boarding ist in Friedrichshafen und in Konstanz. Die Bodensee-Schiffsbetriebe, die für diese Veranstaltung ein Schiff vermieten, wollen im Vorfeld darauf achten, dass Auflagen eingehalten werden. Es darf zum Beispiel keine Räume für sexuelle Aktivitäten geben.
Das Fetisch-Schiff fährt am Samstag bereits zum 18. Mal zwischen Friedrichshafen und Konstanz. Es könnte das letzte Mal sein. Die Bodensee-Schiffsbetriebe wollen anhand neuer Richtlinien Charter-Fahrten in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen. (Archivbild)

27.06.2014 | Friedrichshafen | Archiv

Fesselspiele auf dem Bodensee: SM-Schiff legt in Friedrichshafen ab

Bereits zum 18. Mal legt das „Torture Ship“ am Samstag in Friedrichshafen ab. Doch es könnte das letzte Mal für das "SM-Schiff" sein. Die Bodensee-Schiffsbetriebe wollen anhand neuer Richtlinien Charter-Fahrten in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen.
Offen: Fahrgäste des Sado-Maso-Schiffs (hier ein Bild aus dem Konstanzer Hafen im Jahr 2012) zeigen sich gern. Und genau das gefällt nicht allen.

27.06.2014 | Konstanz | Archiv

Sadomaso-Schiff: Am Wochenende schlägt wieder die Stunde der Lack- und Lederfreunde

Am Samstag schippert zum 18. Mal das Torture Ship über den Bodensee. Doch für die Freunde von knappem Latex, Lack- und Lederfummel könnte es die letzte Ausfahrt dieser Art werden – und für die Zaungäste die letzte bizarre Show dieser Art.
Das SM-Schiff sorgt am Bodensee fast jährlich für Aufregung und Schlagzeilen. Seine offizielle Bezeichnung ist Torture Ship, was übersetzt so viel heißt wie Folter-Schiff; natürlich im erotischen Sinne. Ernsthaft wehtun möchte sich auf dem Sado-Maso-Schiff niemand auch wenn Fesselspiele sicherlich eine beliebte Beschäftigung sind. Im Grunde genommen ist es eine riesige Party mit ungewöhnlichen Outfits.

Sado-Maso setzt sich im Übrigen aus den Worten Sadismus und Masochismus zusammen. Sex steht hier (jedenfalls offiziell) nicht auf dem Programm. Der Dresscode ist auf dem Torture Ship ganz klar definiert: Lack, Leder, Latex. Wobei jeder Gast seiner Fantasie freien Lauf lassen darf. Beliebt sind zum Beispiel auch mit Plastik vergrößerte Brüste, viel nackte Haut und die ein oder andere angeleinte Begleitpersonen. Denn das Torture Ship will seinem Namen alle Ehre machen. Ein bisschen Schmerz und Demütigung gehört auf dem SM-Schiff zum Tagesprogramm.

Jahr für Jahr legt das Torture Ship in Friedrichshafen ab und dreht mit bis zu 700 Gästen seine Runden auf dem Bodensee. An der Uferpromenade herrscht dann nahezu Volksfeststimmung: Jeder möchte das Folter-Schiff aus nächster Nähe sehen und das ein oder andere Foto von den Fetischisten in Lack und Leder machen. So beliebt wie das SM-Schiff am Bodensee bei Schaulustigen ist, so verpöhnt ist es beim Konstanzer Gemeinderat. Lack und Leder, Peitschen und Plastikpenisse, fußballgroße Brüste und viel Fleisch - so manch einer fürchtet, dass beschauliche Städtchen wie Konstanz und Friedrichshafen durch das SM-Schiff einen Imageschaden davontragen könnten.

Dass das Erotikschiff in den vergangenen Jahren heftiger Kritik ausgesetzt war, ärgert den Veranstalter Thomas Siegmund. Denn fast zwei Jahrzehnte lang hatte SM-Schiff fröhlich seine Runden gedreht, ohne dass es jemanden interessiert hat. Und plötzlich war die Aufregung da und die Schlagzeilen groß. Sadomaso! Und das am schönen Bodensee! Wo kommen wir denn da hin? Was den Betreiber des Torture Ships ärgert ist, dass die Gespräche zwischen der Geschäftsführung der Bodensee-Schiffahrtsbetriebe (BSB), dem Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt und ihm als Veranstalter in der Öffentlichkeit ausgetragen wurden. Damit gelangte das Sado-Maso-Schiff sogar national in die Presse. Und nicht nur das SM-Schiff erhitzt am Bodensee die Gemüter. Auch das Swingerschiff hat hier schon für große Aufregung gesorgt. Am Ende wurde es verboten, weil die Schiffe der BSB keine kommerzielle Sex-Veranstaltung unterstützen wollte. Das Vermietungsverbot der BSB-Schiffe solle aber nur für Sex-Veranstaltungen wie das Swingerschiff gelten, hieß es in diesem Zusammenhang. Das SM-Schiff sei davon nicht betroffen, da es als ein reines Partyschiff gilt. Naja, zumindest noch nicht. Und wer weiß, vielleicht kurbelt das Sado-Maso-Schiff am Bodensee sogar den Tourismus an?