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Schwarzwald-Baar-Kreis:  IG Metall zeigt sich kampfbereit

02.02.2012
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Einhellig unterstützt die regionale Delegiertenversammlung der Industriegewerkschaft (IG) Metall die Forderung nach bis zu 6,5 Prozent mehr Lohn für die bald beginnenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektrobranche.Michael Ruhkopf, Erster Bevollmächtigter der IG-Metall-Verwaltungsstelle Villingen-Schwenningen, stimmte die Delegierten im Villinger Theater am Ring auf die Tarifverhandlungen ein. Die Friedenspflicht ende am 28. April.

Dann werde die Industriegewerkschaft auch wieder, wenn nötig, Kampfbereitschaft demonstrieren. „Wir haben eine Tarifrunde vor uns, in der wir glaubhaft machen müssen, dass wir durchsetzungsfähig sind“, so der Erste Bevollmächtigte.

Der jetzt auslaufende Tarifvertrag sei vor zwei Jahren unter dem Eindruck der gravierenden Finanz- und Wirtschaftskrise zustande gekommen. Viele Betriebe in der Metall- und Elektroindustrie waren von Auftragseinbrüchen betroffen und mussten Kurzarbeit beantragen. „Wir haben vor zwei Jahren einen Tarifvertrag abgeschlossen, der ganz im Zeichen der Beschäftigungssicherung lag.“

Eine Aufholjagd dürfe es jetzt nicht nur für die Unternehmen geben. „Es liegen zwei Jahre hinter uns, in denen wir nicht vom Aufschwung profitiert haben – jetzt ist es an der Zeit zu bezahlen“, rief Ruhkopf unter dem Beifall der 56 anwesenden Delegierten. In den meisten in der Region ansässigen Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie habe man das sehr gute Niveau vom Jahr 2008 inzwischen wieder erreicht. In einer nicht unerheblichen Zahl von Betrieben laufe es derzeit sogar besser als im Boomjahr 2008.

Auch IHK-Präsident Dieter Teufel habe im Rahmen des IHK-Neujahrstreffs in VS-Schwenningen gesagt, dass die Unternehmen in der Region bestens aufgestellt seien. Nicht Auftragsmangel sei mehr das Problem, sondern Fachkräftemangel. „Es wäre gut, wenn Südwestmetall nicht erst nach Ende der Friedenspflicht und nach Arbeitskämpfen begänne, ernsthaft zu verhandeln“, sagte Ruhkopf in Richtung der Arbeitgeber.

Seitens der Gewerkschaft habe man gehofft, bei den sogenannten nicht-materiellen Forderungen – also die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und Regelungen von Leiharbeit und Werkverträgen – vor Ende der Friedenspflicht eine Einigung mit der Arbeitgeberorganisation zu erzielen. Danach sehe es derzeit allerdings nicht aus. „Allein die Arbeitgeber wollen offensichtlich über die Einstellung von Auszubildenden und Leiharbeitern bestimmen. Das ist der gleiche Kreis, der jetzt mehr Familienfreundlichkeit fordert.“ Es gebe eine Reihe von Betrieben in der Region wie beispielsweise Continental, Mahle oder Ebm Papst, mit denen es mittlerweile Vereinbarungen zur Leiharbeit gebe. Landesweit seien es inzwischen 230 Unternehmen.

Wirtschaft in der Region Region Schwarzwald-Baar-Heuberg
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