Donaueschingen: Firma MFT: Pleite – Erholung – Pleite
09.02.2012
Vom Insolvenz-Pech geradezu verfolgt müssen sich in diesen Tagen die zwei Dutzend Beschäftigten des Herstellers von Behältern und anderen Metallkonstruktionen für die Galvanik-Industrie, MFT Münster GmbH, fühlen. Das an der Stettiner Straße 15 residierende Unternehmen hat – wir berichteten gestern – angesichts akuter Auftragsflaute Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen müssen. Obwohl die Produktion mit ganz niedriger Schlagzahl weiter läuft, könne – so kommentierte gestern der Stuttgarter Insolvenzverwalter Wolfgang Bilgery, im März das Ende drohen. Dann stünden die zwanzig Beschäftigten um die erst 24-jährige Geschäftsführerin Amela Krkic vor einem Schicksal wie schon einmal im Winter 2003. Damals gehörten sie mit mehr als sechzig weiteren Kollegen zur Belegschaft des namhaften Villinger Metallbaubetriebes Korrotec, der in Konkurs ging. Unter der jetzt wieder von einer drohenden Havarie betroffenen MFT-Belegschaft ist auch der heute im Vertrieb tätige einstige Korrotec-Geschäftsführer Thorsten M., der wegen Konkursdelikten vor einem Jahrzehnt gar zu einer Bewährungs-Freiheitstrafe verurteilt worden war. Nach Bekanntwerden des Insolvenzantrages herrschte in Baaremer Wirtschaft- und auch Behördenkreisen erst einmal Unklarheit über das zahlungsunfähige Unternehmen, weil dessen juristischer Sitz erst vor wenigen Wochen von Grünwald nach Donaueschingen verlegt worden ist, während sich die Produktion von Behältern, Rohrsystemen und Abluft-Konstruktionen seit Jahren an der Stettiner Straße befindet. Während MFT über Jahre hinweg recht gut florierte, habe sich – so der Insolvenzverwalter – die Auftragslage zuletzt immer mehr verschlechtert. Bis März soll Klarheit herrschen, ob sich MFT von der Schwäche wieder erhole.
