«Dieser Schmerz kam schockartig, explosionsartig», sagte Gedeck. «Plötzlich öffneten sich andere Tiefen und Räume, die man nicht einfach wieder verschließen konnte.» Ihr Wissen um Verlust, Schmerz und Trauer, aber auch um Schuldgefühle sei gewachsen.
In ihrem neuen Film «Die Wand» (Kinostart 11. Oktober) hätten diese Erfahrungen eine wichtige Rolle gespielt. In der Verfilmung des Bestsellers von Marlen Haushofer verkörpert Martina Gedeck eine Frau, die eines Tages feststellt, dass sie hinter einer unsichtbaren Wand gefangen ist. Gedeck: «Es war fast wie ein Geschenk des Lebens, diesen Schmerz noch einmal auf eine ganz andere Weise durchzuarbeiten und so zu verwandeln, dass es auch anderen Menschen etwas sagt oder gibt.»