In Liebesfilmen ist Gere offenbar heutzutage kaum noch gefragt. Das mag an seinem Alter liegen. Heute wird er 63, doch er sieht jünger und immer noch sehr gut aus. Inzwischen ist es zwar schon 22 Jahre her, dass er Julia Roberts' Traumprinz in «Pretty Woman» (1990) war und 13 Jahre, seit das US-Magazin «People» in zum «Sexiest Man Alive» kürte. Doch der Mann, der schon in jungen Jahren mit seinem silberfarbenen Haar auffiel, scheint kaum sichtbar zu altern. Ein Sexsymbol will er dennoch schon lange nicht mehr sein, wie er in früheren Interviews sagte. Vor allem aber scheint ihm anderes im Leben wichtiger zu sein als makelloses Aussehen: Familie und Buddhismus zum Beispiel.
Mit dem Dalai Lama verbindet ihn eine tiefe Freundschaft. Im Exil des religiösen Oberhaupts der Tibeter, dem indischen Dharamsala, verbringt Gere häufig Zeit mit innerer Einkehr, philosophischen Gesprächen und Meditation. Daheim in Manhattan haben sich Gere und seine Frau, das ehemalige Bond-Girl Carey Lowell (51), eine Gebetshütte auf dem Dach ihres Hauses im Künstlerviertel Greenwich Village eingerichtet. An Carey schätze er besonders, dass sie «auf dem gleichen spirituellen Weg» sei wie er, sagt Gere. Das Paar hat einen gemeinsamen, inzwischen zwölf Jahre alten Sohn namens Homer James Jigme und eine schon erwachsene Tochter, die Hannah heißt und aus Lowells vorheriger Ehe stammt.
Für seine Überzeugungen setzt der Filmstar viel aufs Spiel. 1993 wagte er es, Chinas Politik in Tibet in einer Rede bei der Oscar-Verleihung anzuprangern. Seitdem ist er dort nicht mehr gern gesehen. Auch heute meldet er sich noch lautstark zu Wort, wenn es um die Unterdrückung Tibets geht. Gere ist Mitbegründer des Tibet-Hauses in New York.
Richard Tiffany Gere wurde am 31. August 1949 in Philadelphia geboren. Er wuchs als Sohn eines Versicherungsvertreters und einer Hausfrau auf einer Farm auf, spielte Klavier, Gitarre und Trompete, war ein erfolgreicher Lacrosse-Spieler und Skifahrer, galt aber als «der Introvertierte» unter den fünf Geschwistern. Richard studierte Philosophie, bevor der Broadway ihn lockte. In der Londoner Inszenierung des Musicals «Grease» kam er erstmals groß heraus. Den endgültigen Durchbruch zum Star und Filmidol schaffte er dann als «American Gigolo» («Ein Mann für gewisse Stunden», 1980). Mit der Romanze «Ein Offizier und Gentleman» (1982) zementierte er seinen Ruhm. Auch wenn danach einige Flops folgten - ganz weg von der Bildfläche war der Frauenschwarm Richard Gere nie.
| NAME | BERUF | ALTER | GEBURTSDATUM | GEBURTSORT | GEBURTSLAND |
| GIBSON, Deborah | amerikanische Popsängerin | 42 | 31.08.1970 | New York | USA |
| SCHENKER, Rudolf | deutscher Rockmusiker | 64 | 31.08.1948 | Hildesheim | Deutschland |
| MORRISON, Van | britischer Sänger | 67 | 31.08.1945 | Belfast | Großbritannien |