Er wolle bei der alljährlichen Trophäen-Saison nicht mitmachen. Schauspieler gegeneinander «auszuspielen» sei die «dümmste Sache der Welt», ereiferte sich Phoenix in dem US-Magazin «Interview». Für seine Leistungen in «The Master» wurde Phoenix bereits bei den Filmfestspielen von Venedig ausgezeichnet.
Ein eigenwilliger Typ, dieser Joaquin Phoenix, der heute seinen 38. Geburtstag feiert. Eine besondere Kostprobe seines Könnens lieferte er im Herbst 2008 ab, als er mit wirren und abgedrehten Auftritten für reichlich Kopfschütteln und Unverständnis sorgte.
Vor laufenden Kameras verkündete der US-Schauspieler damals, er wolle keine Filme mehr machen, sich fortan der Musik widmen. Was folgte, waren völlig missglückte Konzerte als Hip-Hop-Musiker und kuriose TV-Auftritte, etwa in der Show von David Letterman.
Tatsächlich war alles von Beginn an inszeniert - ein einziger Spaß, den Schauspieler und Regie-Debütant Casey Affleck, der mit Joaquins Schwester Summer verheiratet ist, für seine Fake-Doku «I'm Still Here» (2010) nutzte.
Auch mit seinen bisherigen Filmen hat Joaquin Rafael Phoenix, geboren 1974 in Puerto Rico - sein Bruder war der 1993 verstorbene Musiker und Schauspieler River Phoenix - bleibenden Eindruck hinterlassen. Stets investiert der dunkelhaarige Darsteller eine Menge an Leidenschaft. Ob in Ridley Scotts «Gladiator», dem Cop-Drama «Helden der Nacht» oder seiner vielleicht stärksten, mit einer Oscar-Nominierung bedachten Rolle: als Johnny Cash in James Mangolds «Walk the Line».
Eine «ungeschliffene Rohnatur» hat ihn Regisseur M. Night Shyamalan genannt, mit dem Phoenix zwei Filme gedreht hat («Signs», «The Village»). Phoenix gehe es nicht «um Kunstfertigkeit, sondern um spontane Gefühlszustände».
| NAME | BERUF | ALTER | GEBURTSDATUM | GEBURTSORT | GEBURTSLAND |
| TELLKAMP, Uwe | deutscher Schriftsteller | 44 | 28.10.1968 | Dresden | DDR |
| ROBERTS, Julia | amerikanische Schauspielerin | 45 | 28.10.1967 | Smyrna | USA |
| RAMAZZOTTI, Eros | italienischer Popsänger | 49 | 28.10.1963 | Rom | Italien |