Berlin Kann man Regenwasser trinken?

In Notsituationen kann es Leben retten. Doch wäre Regenwasser auch unter normalen Umständen ein alternativer Durstlöscher? Experten raten ab.

Berlin (dpa) – In Notsituationen kann es Leben retten: Weil sie Regenwasser tranken, konnten schon Erdbebenopfer und Schiffbrüchige dem sicheren Tod entrinnen. Doch wäre Regenwasser auch unter normalen Umständen ein alternativer Durstlöscher? Experten raten ab.

Warum eigentlich?

Ob aus Quellen, Bächen, Flüssen oder Seen – Wasser verdunstet, steigt zum Himmel auf, kühlt ab, kondensiert und fällt als Regen wieder zur Erde. Doch die hohe Luftverschmutzung in unseren Breiten sorgt dafür, dass sich Regentropfen auf ihrem Rückweg aus der Atmosphäre mit allerlei Schadstoffen anreichern, darunter Bakterien und giftige Feinstaubpartikel. Die hygienische Qualität ist mit der von Trinkwasser also nicht annähernd vergleichbar. Hinzu kommt: Es enthält – wie destilliertes Wasser – keine für den Körper lebenswichtigen Mineralstoffe.

Ist es also völlig wertlos?

Ganz und gar nicht. Das Umweltbundesamt rät, das weiche Regenwasser zum Gießen von Blumen und Bäumen, Obst und Gemüse oder den Gartenteich zu verwenden. Im Haus kann es zum Reinigen, für die Toilettenspülung oder unter Umständen zum Wäsche waschen genutzt werden. Doch selbst hier drohen hygienische Risiken, da schädliche Keime in die Kleidung gelangen können. Regenwasser sollte also mit der entsprechenden Technik aufbereitet werden. Als Trinkwasser jedenfalls ist es in der EU nicht zugelassen.

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