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Games Spiele-Test: So wurde Lara Croft zum "Tomb Raider"

17 Jahre nach dem ersten Abenteuer von Lara Croft erzählt Square Enix im neuen «Tomb Raider» die Ursprungsgeschichte der Action-Archäologin. Und was für eine!

Lara Croft ist zweifellos die bekannteste Videospiel-Dame der Welt. In ihrem neuen Spiel für Konsolen und PC, schlicht «Tomb Raider» genannt weil die Serie einen wahren Neustart hinlegt, können Fans jetzt Laras erstes Abenteuer miterleben. Als junge Uni-Absolventin verschlägt es sie an Bord eines Forschungsschiffs in das sagenumwobene Teufelsmeer, eine Art Bermuda-Dreieck im Pazifik. Gestrandet auf einer mysteriösen Insel, macht Lara sich auf die Suche nach Möglichkeiten, zurück in die Zivilisation zu kommen. Schnell stellt sich aber heraus, dass die Schiffbrüchigen nicht alleine sind: Die Insel birgt ein finsteres Geheimnis, das mit einer legendären, lange verschollenen japanischen Königin zusammenhängt.

Lara Croft: Jägerin und Sammlerin

Ähnlich wie in den Vorgängern springt und klettert Lara (besser den je) in «Tomb Raider» durch Dschungel oder Höhlen und kämpft dabei mit Pfeil und Bogen (mega cool) und anderen Schusswaffen gegen wilde Tiere und menschliche Gegner. Das Schuss-System ist richtig flott, doch wildes Geballer hilft nicht immer weiter - in manchen Situationen ist auch Nachdenken gefragt, wenn sich Lara zum Beispiel mit einer Fackel aus unterirdischen Höhlen befreien muss. Dabei sammelt sie Erfahrungspunkte, schaltet neue Fähigkeiten frei und wird so langsam zu der knallharten Abenteurerin, die Spieler aus anderen «Tomb Raider»-Titeln kennen.


 

Viel Wert haben Publisher Square Enix und Entwickler Crystal Dynamics auf die Inszenierung des Abenteuers gelegt: Laras Wandlung von der eingeschüchterten Schiffbrüchigen zur erfahrenen Kämpferin wird in aufwendigen Zwischensequenzen erzählt. Außerdem sind überall auf der Insel vertonte Tagebücher anderer Schiffbrüchiger versteckt, die das Geheimnis der Insel lüften. In der deutschen Version wird Lara von der Schauspielerin Nora Tschirner gesprochen. Die Grafik ist top. Die Stimmung im Grundsatz düster. Die Action grandios. Das perfekte Make-Up hat die Heldin gegen Blutspritzer und Schlamm getauscht. Das Gewalt-Level ist deutlich angestiegen - daher nix für Kinder.

Tomb Raider: Das Fazit der Redaktion

In keiner Jahres-Top 10 wird «Tomb Raider» fehlen, da sind wir uns sicher. Das Spiel erfindet nicht alles neu, dafür sich selbst in beeindruckender Weise und erzählt eine Geschichte, die lange in einer Höhle schlummerte und ans Tageslicht musste. Lara Croft liefert einen Frühlingshit, der fesselt und unglaublichen Spaß macht. Wir haben uns neu verliebt und sind gespannt wie Laras Langbogen, wie es mit dem Adventure-Spektakel weitergeht.

«Tomb Raider» ist seit dem 5. März 2013 für Xbox 360, Playstation 3 und PC erhältlich und kostet je nach Version 40 bis 60 Euro. Freigegeben ab 18 Jahren.

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