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Gesundheit Helferinnen aus Osteuropa kommen zu Senioren ins Haus

Ältere Menschen wollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben. Häufig ist das auch der Fall, obwohl sie Hilfe brauchen oder sogar pflegebedürftig sind.

Die Angehörigen können eine Rundum-Betreuung nur in den wenigsten Fällen leisten. Als Alternative zum Pflegeheim greifen immer mehr Menschen auf Frauen aus Osteuropa zurück, die 24 Stunden für die Senioren in ihrem Haushalt da sind. In der Region Bodensee-Oberschwaben vermittelt Agafia Maurer aus Ravensburg Seniorenbetreuerinnen beziehungsweise Pflegerinnen – in erster Linie deutschsprachige Frauen aus Rumänien.

„Mir ist wichtig, dass alles seine Ordnung hat“, betont Agafia Maurer. „Die Frauen müssen die Sicherheit haben, dass sie ganz legal gemeldet sind.“ Sie stellt auch den Antrag für die EU-Arbeitsgenehmigung bei der Bundesagentur für Arbeit in Bonn. Erst dann kommt es zum Arbeitsvertrag, der 30 Tage Urlaub im Jahr vorsieht. „Da die Haushaltshilfe bei der zu betreuenden Person wohnt, muss für ihre Unterkunft und Verpflegung gesorgt sein“, erläutert Agafia Maurer. Freizeit habe sie entweder einen ganzen Tag pro Woche oder an zwei Nachmittagen. In der Regel arbeiten die Frauen längerfristig in einem Haushalt, in schwierigen Fällen wechseln sie im Rhythmus von zwei bis drei Monaten.

Zu den Aufgaben der Haushaltshilfen gehört die Unterstützung bei der Grundpflege, zum Beispiel beim Duschen, beim Wechseln der Windeln, Hilfe bei der Nahrungsaufnahme und Unterstützung beim Aufstehen und Zubettgehen. „Sie übernehmen jedoch keine medizinischen Aufgaben“, betont Agafia Maurer. Nichtsdestotrotz haben die Frauen aus Rumänien in ihrem Heimatland häufig eine Ausbildung zur Pflegerin oder zur Krankenschwester absolviert. Weiterer Bestandteil sind alle Tätigkeiten rund um den Haushalt vom Einkaufen über Waschen und Bügeln, Reinigen der Wohnung und Pflege des Gartens bis zum Schneeräumen.

Natürlich begleiten die Frauen ihre Senioren auch bei Erledigungen außer Haus, bei Arzt- und Friseurbesuchen oder bei einem Spaziergang. „Ganz wichtig ist die menschliche Zuwendung, Einfühlungsvermögen und Zuverlässigkeit“, so ihre Erfahrung.

Organisation und Formalitäten machen einen großen Teil von Agafia Maurers Arbeit aus. Zugute kommt ihr dabei, dass sie in ihrem Heimatland Rumänien Jura studiert hat.

Nach gut fünf Jahren Erfahrung hat Agafia Maurer in der Regel ein Gefühl, welche Frau zu welchem Senior passt. Trotzdem besteht eine Probezeit und eine vierwöchige Kündigungsfrist für beide Seiten. / Claudia Wörner

Agafia Firuta Maurer,

Bertha-Bosch-Weg 9,

88213 Ravensburg,

T 0751/7694981,

www.betreuung-agafia.de

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