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In der Palliativtherapie und bei der Behandlung bösartiger Tumore finden häufig Mistelpräparate Anwendung. Denn die Mistel enthält als wichtige Wirkstoffe unter anderem sogenannte Lektine.

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Diese lösen eine Reaktion des Immunsystems aus, die Krebszellen beseitigt, erläutert Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin in Würzburg. Dadurch könne das Tumorwachstum gehemmt werden. Nicht angewendet werden sollten Mistelpräparate allerdings bei Eiweißüberempfindlichkeit und chronischen Infektionen wie TBC. Die Mistel fand laut Mayer zwar schon im Jahr 400 vor Christus als Heilpflanze bei dem griechischen Arzt Hippokrates Erwähnung. Doch im 19. Jahrhundert sei sie fast völlig aus der Medizin verschwunden, erst Anfang des 20. Jahrhunderts kam sie als Mittel gegen Krebs und gegen Bluthochdruck wieder ins Gespräch. Eine in Tierversuchen beobachtete Senkung des Blutdrucks konnte beim Menschen bislang klinisch nicht belegt werden.

Die lateinisch Viscum album genannte Schmarotzerpflanze wächst auf nahezu allen Laubbäumen. Ihr Wurzelwerk kann sich in alle Richtungen entwickeln, an idealen Standorten bildet die immergrüne Mistel ein kugelförmiges Geäst aus und ist als weihnachtliche Dekoration sehr beliebt.

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