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19.10.2011  |  von  |  0 Kommentare

Berlin (dpa/tmn) Volle Unis: Jetzt schlägt die Stunde der Nachrücker

Der Zug scheint längst abgefahren zu sein, schließlich hat das Semester schon wieder angefangen: Aber auch wer keinen Studienplatz abbekommen hat, muss nicht verzweifeln. Da geht manchmal noch was. Jetzt schlägt die Stunde der Nachrücker.

Voll bis unters Dach - doch Studienanwärter sollten nicht nach der ersten Absage aufgeben. Da geht noch was. (Bild: Patrick Pleul/dpa)



Voll bis unters Dach - doch Studienanwärter sollten nicht nach der ersten Absage aufgeben. Da geht noch was. (Bild: Patrick Pleul/dpa)

Noch ohne Studienplatz und das Semester hat bereits begonnen? «Jetzt nicht die Flinte ins Korn werfen», sagt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. Oft helfe es, noch ein wenig länger zu warten, denn die Nachrückverfahren sind an vielen Hochschulen nicht abgeschlossen. Auch nachdem die Vorlesungen längst laufen, könne es passieren, dass noch Studienbewerber zugelassen werden.

Die Strategie sich in einen Studiengang einzuklagen, mag Grob nicht empfehlen. Er plädiert dafür, wenn überhaupt, erst nach einer längeren Wartezeit diesen Weg zu wählen. Zudem gelten für die Klagen meist strenge Fristen. Nach dem Beginn der Vorlesungszeit ist es in kaum einem Bundesland noch möglich, sich in das laufende Semester zu klagen. Eine Chance hätten eventuell zum Beispiel noch Studienanwärter in Bayern, erläuterte die Rechtsanwältin Mascha Franzen aus Köln, die sich auf Studienplatzklagen spezialisiert hat.

Das Ausland bietet nur mit viel Glück noch die Möglichkeit zu einem schnellen Studienbeginn, sagte Grob. Durch die ähnlich strukturierten Studiensysteme hat in den meisten anderen Ländern Europas das Semester bereits begonnen. Das gelte vor allem für die bei deutschen Studenten beliebten Nachbarländer. «Österreich hat zum Beispiel schon gemeldet, dass alle Unis voll sind», sagte Grob. Außerdem erfordere der Schritt ins Ausland eine Menge Planung und sei deshalb für den kurzfristigen Start ins Studium denkbar schlecht geeignet.

Wenn es mit dem Studienplatz tatsächlich nicht geklappt hat, empfiehlt Stefan Grob, dass Studienwillige die Zeit nutzen sollten, um sich studien- und fachbezogene Fähigkeiten anzueignen. Zum Beispiel in Vorbereitungskursen an den Hochschulen oder einem längeren Praktikum. Das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr seien ebenfalls Alternativen: «Sie sollten auf keinen Fall einfach nur jobben gehen, damit die Zeit herumgeht».

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