Markdorf | Alle Artikel und Hintergründe

Südumfahrung Markdorf

Helmar Grupp

08.03.2017 | Markdorf

Ein faules Ei gelegt

Fair war das Vorgehen von Landrat Lothar Wölfle und Markdorfs Ex-Bürgermeister Bernd Gerber beim Vertragsabschluss zur Südumfahrung 2013 nicht – weder gegenüber Bürgermeister Georg Riedmann noch dem Markdorfer Gemeinderat. Durch solche Mauscheleien fördert man die Politikverdrossenheit, meint SÜDKURIER-Redakteur Helmar Grupp
Die Zeppelinstraße/L207 von Lipbach her gesehen. Dort, wo die Straße hinter den Bäumen verschwindet, soll die geplante Südumfahrung anschließen. Bild: Helmar Grupp

20.02.2017 | Markdorf

Südumfahrung-Vertrag ging am Markdorfer Gemeinderat vorbei

Die schriftliche Fixierung der Kostenteilung vom Sommer 2013: Markdorfer Stadträte und auch der Kreistag waren nicht informiert. Damit haben weder das Landratsamt noch Ex-Bürgermeister Bernd Gerber ein Problem: Mit dem Vertrag sei ein Grundsatzbeschluss, der ungefähr zehn Jahre zuvor von den Kreisräten gefällt worden sei, umgesetzt worden, ein neuer Beschluss sei daher nicht nötig gewesen, heißt es aus der Kreisbehörde. "Es war nur der Vollzug der seit 2008 bestehenden Beschlusslage", sagt auch Gerber. Stadträte in Markdorf sehen das anders: Bei der SPD und der Umweltgruppe ist man empört über das damalige Vorgehen.
Das Markdorfer Rathaus (oben): 6,5 Millionen Euro als Eigenanteil für die Südumfahrung müsste die Stadt nach der aktuellen Berechnung aus dem Landratsamt (links) aufbringen. <em>Bild: Jörg Büsche</em>

17.02.2017 | Markdorf/Bodenseekreis

Südumfahrung Markdorf wird nun auf 24,6 Millionen Euro taxiert

Das Landratsamt Bodenseekreis aktualisiert die Kostenschätzung vom November 2011: Vor fünf Jahren wurde die Summe mit 16,4 Millionen veranschlagt, allerdings ohne Planungskosten. Die aktuelle Berechnung ohne Planungskosten beläuft sich auf 22,1 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung um knapp 40 Prozent. Die Stadt Markdorf und der Kreis teilen sich die nicht förderfähigen Kosten, die sich auf jeweils 6,5 Millionen Euro belaufen sollen. Einen schriftlichen Vertrag darüber gibt es schon seit August 2013: In seinem letzten Amtsmonat als Markdorfer Bürgermeister war dies eine der letzten Amtshandlungen Bernd Gerbers. Der Vertrag selbst schien jedoch offenbar zwischenzeitlich wieder in Vergessenheit geraten zu sein.
Symbolbild.

28.09.2016 | Markdorf

Planfeststellung der Südumfahrung Markdorf ist bestätigt - Das ist die Begründung des VGH

(1)
Ein Landwirt aus Kluftern hatte gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau der Südumfahrung Markdorf geklagt. Das Verwaltungsgerichts Sigmaringen wies die Klage im Januar ab. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim hat nun die Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts abgelehnt. Das Sigmaringer Urteil ist damit rechtskräftig. Der Beschluss des Verwaltungsgerichtshofes ist unanfechtbar.

24.02.2016 | Markdorf

Gericht begründet Urteil zur Südumfahrung Markdorf

Die 2. Kammer des Verwaltungsgerichtes (VG) Sigmaringen hat ihr Urteil vom 21. Januar über die Abweisung der Klage eines Klufterner Landwirts gegen die geplante Südumfahrung Markdorf begründet. In der Begründung, die das Gericht gestern öffentlich gemacht hat, wird das Urteil Punkt für Punkt abgearbeitet. Das Gericht, so heißt es in dem Schreiben, habe die Klage nach Anhörung mehrerer Sachverständiger abgewiesen, da sie unbegründet sei.

23.02.2016 | Markdorf

Gericht begründet Umfahrungsurteil

Auf 70 Seiten hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen das Ende Januar ergangene Urteil über die Abweisung der Klage eines Klufterner Landwirts gegen die geplante Südumfahrung Markdorf begründet. Punkt für Punkt handeln die Richter in der Begründung die Ablehnung der Klage ab. Die Urteilsbegründung wurde vom Gericht am Dienstagnachmittag öffentlich gemacht.
Die Zeppelinstraße zwischen Markdorf und Lipbach, von Lipbach aus gesehen. Dort, wo sie hinter den Bäumen verschwindet, soll die Südumfahrung anschließen.

23.01.2016 | Markdorf

Etappensieg für Markdorfer Südumfahrung

Das Verwaltungsgericht Sigmaringen weist die Klage vom Klufterner Landwirt ab. Die schriftliche Urteilsbegründung soll voraussichtlich noch im Februar erfolgen. Die Klägerseite lässt sich derzeit die Frage nach einer möglichen Revision noch offen. Bestätigt durch das Urteil sieht sich hingegen das Regierungspräsidium Tübingen.

01.12.2015 | Markdorf

Von der Einreichung bis zur Ablehnung

Die Petition: Initiiert von CDU und Freien Wählern wurde die Petition nach Ostern in Stuttgart eingereicht. Gefordert wurden die Zurücknahme der Einstellung des Planfeststellungsverfahrens für Bermatingen, die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für Salem-Neufrach und der Landeszuschuss für die Südumfahrung Markdorf, umgehend nach Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses. .
So berichtete der SÜDKURIER am26. Juli 2006.

14.10.2014 | Markdorf

Südumfahrung Markdorf: Richter warnt vor „Druckaufbau“

(2)
Vor einem „Druckaufbau“ im zeitlichen Ablauf des Verfahrens warnt Otto-Paul Bitzer, Vorsitzender Richter und Sprecher am Verwaltungsgericht Sigmaringen. „Man müsse dem Verfahren seine Zeit geben“, sagt Bitzer mit Blick auf den aufwändigen Austausch von Informationen und Stellungnahmen im Klageverfahren des Klufterner Landwirts gegen die Planfeststellung des Straßenbauvorhabens. Unterdessen hat das Landratsamt Bodenseekreis seine Stellungnahme abgegeben, auch sie liegt dem Gericht nun vor.

11.10.2014 | Markdorf

Südumfahrung-Planung weiter in der Warteschleife

Das Straßenbauvorhaben K 7743 neu liegt nach aktuellem Stand wohl noch bis in 2015 auf Eis. Diese Einschätzung teilte das Verwaltungsgericht Sigmaringen auf Anfrage des SÜDKURIER mit, nachdem der gegen die Planfeststellung der Umgehung klagende Klufterner Landwirt eine Fristverlängerunng für seine Stellungnahme zur Klageerwiderung des Regierungspräsidiums erwirkt hat.

14.02.2014 | Markdorf | Exklusiv

Lauf gegen die Zeit

Nun machen die Gegner der Südumfahrung Markdorf vereint mobil gegen das Vorhaben. Doch damit sind sie spät dran: In den kommenden sechs Wochen müssen sie rund 18 000 an Spenden auftreiben, wollen sie ihre beabsichtigte Klage auch finanzieren können. Das dürfte ein spannender Lauf gegen die Zeit werden, meint SÜDKURIER-Redakteur Helmar Grupp.
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