«Die Bahn muss transparent alle Zahlen auf den Tisch legen.» Er betonte, Merkels grundsätzliche Überzeugung, dass es sich um ein wichtiges Vorhaben für die Region und Deutschland insgesamt handele, habe sich nicht geändert. Zugleich gelte jedoch: «Ein solches Projekt muss wirtschaftlich sein, und die Zahlen müssen stets überprüft werden.»
Die Äußerungen Merkels nach dem Volksentscheid zu Stuttgart 21 in Baden-Württemberg hätten weiterhin Bestand, sagte Seibert: «Es soll gebaut werden mit Verantwortung und mit Augenmaß. Und diese beiden Forderungen gelten.» Es sei Aufgabe und Pflicht der Vertreter des Bundes im Bahn-Aufsichtsrat, Fragen zur Kostenentwicklung zu stellen. Wenn es die Antworten gebe, würden sie eine einheitliche Position einnehmen. Bis wann sich der Bund als Bahn-Eigentümer ein Bild machen will, ist offen. Dies dauere so lange, bis der Entscheidungsprozess abgeschlossen sei, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums.
Das Projekt mit dem Namen Stuttgart 21 sieht den Bau eines unterirdischen Durchgangsbahnhofs in der Landeshauptstadt vor. Alle aktuellen Entwicklungen und Hintergründe erfahren Sie in unserem Dossier.

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