Für den 30-jährigen Deutsch-Kanadier, der 2007 Weltcupsieger über 500 Meter und Staffel-Europameister war, sind es die letzten Wettkämpfe seiner Karriere. Vom 19. bis 21. März werden in der bulgarischen Hauptstadt Sofia die Weltmeister im Mehrkampf, im Staffellauf und über die olympischen Einzeldistanzen ermittelt. Eine Woche darauf gibt es in Bormio (Italien) die Mannschafts-Weltmeisterschaften mit acht Nationen. Bei den Olympischen Spielen in Vancouver hatte Heung Rang fünf über 500 Meter belegt.
Die Herren waren ohnehin für Bormio qualifiziert, überraschend dürfen auch die deutschen Frauen teilnehmen, die im Januar in Dresden mit der Staffel Europameister geworden waren, die Olympia-Teilnahme aber verpasst hatten. «Die USA verzichten auf die Team-WM, unsere Frauen dürfen als Nachrücker teilnehmen», erklärte Bundestrainer Éric Bédard. Für Sofia hat Bédard neben Heung noch Sebastian Praus (Mainz), Robert Seifert, Paul Herrmann und Robert Becker (alle Dresden) nominiert, die WM-Platz vier zu verteidigen haben. Wer der zweite deutsche Einzelstarter neben Heung sein wird, hat Bedard noch nicht entschieden. Nachdem die Rostockerin Aika Klein die WM wegen eines Bänderrisses absagen musste, starten bei den Frauen die Dresdnerinnen Julia Riedel und Bianca Walter.
In Bormio treten die Männer mit dem selben Aufgebot an, bei den Frauen stoßen noch Susanne Rudolph (Grafing) und Christin Priebst (Dresden) dazu, die sich wenige Tage zuvor in Courmayeur (Italien) bei den Welt-Winterspielen der Militärsportler «warmlaufen».
