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19.02.2013  |  von  |  0 Kommentare

Val di Fiemme (dpa) Frenzel, Björgen, Schlierenzauer: Wer wird WM-Star?

Marit Björgen, Petter Northug, Gregor Schlierenzauer - sie alle vereint der Erfolgsrausch. Auch bei den am Mittwoch beginnenden nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Val di Fiemme wollen sie angreifen und ihren beachtlichen Titelsammlungen neuen Glanz hinzufügen.

Eric Frenzel hat im Weltcup der Nordischen Kombinationen einen Lauf. Foto: Jan Woitas  Bild: Foto: dpa



Eric Frenzel hat im Weltcup der Nordischen Kombinationen einen Lauf. Foto: Jan Woitas

Nach Jahren der Zurückhaltung hat mit Eric Frenzel aber auch ein deutscher Kombinierer das Zeug zum WM-Star. «Auf Titel schaue ich erst, wenn ich sie habe. Klar ist es ein schönes Gefühl, als Weltmeister angesprochen zu werden. Doch so einen Erfolg kann man nicht planen. Und gleich gar nicht mehrere», sagte Frenzel vor dem WM-Auftakt bescheiden. Immerhin geht der Oberwiesenthaler als Titelverteidiger an den Start, denn in Oslo gewann er vor zwei Jahren das einzige deutsche WM-Gold.

Mit seiner Siegesserie im Weltcup im Januar brachte er sich selbst wieder in eine Favoritenrolle, die die Konkurrenz ihm nur zu gern überlässt. «Wir waren gut, keine Frage. Aber die anderen Nationen werden dem Eric und unseren anderen Jungs die Medaillen nicht freiwillig überlassen. Man sollte bescheiden bleiben», warnte Kombinierer-Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Diese Bescheidenheit ist den norwegischen Langlauf-Stars Marit Björgen und Petter Northug fremd. Sie kommen nach Val di Fiemme, um erneut abzuräumen. Wie vor zwei Jahren bei der Heim-WM. Björgen holte vier Titel in sechs Wettbewerben, Northug drei. Der Erfolgshunger ist dennoch nicht gestillt, zumal Northug zum erfolgreichsten Langläufer bei Weltmeisterschaften aufsteigen könnte. Gewinnt er zweimal, zieht er mit dann neun Titeln mit seinem legendären Landsmann Bjørn Dæhlie gleich. Björgen hat als momentan achtfache Weltmeisterin bis zur Russin Jelena Waelbe (14) einen größeren Rückstand.

Und sie muss sich harter Konkurrenz stellen. Denn die Polin Justyna Kowalczyk könnte der Norwegerin durchaus den Rang ablaufen. Zwar schwächelte die Polin im Januar, doch bei der WM-Generalprobe am vergangenen Wochenende in Davos gewann die viermalige Tour de Ski-Siegerin - vor Björgen.

Auch Northug hat mehr Gegner, als ihm lieb ist. Vor allem der Schweizer Dario Cologna und der Russe Alexander Legkow sind jederzeit in der Lage, dem ungeliebten Norweger gefährlich zu werden. Zumal Cologna mit Weltmeisterschaften noch eine Rechnung offen hat. Noch nie gewann der Olympiasieger und dreimalige Tour de Ski-Gewinner eine WM-Medaille.

Seinen bislang fünf WM-Titeln möchte Österreichs Skisprungheld Gregor Schlierenzauer noch einige hinzufügen. Der Rekord-Weltcupgewinner und zweimalige Vierschanzentourneesieger bleibt ehrgeizig. «Wenn man so eine tolle Saison hatte wie ich bisher, ist alles, was jetzt noch kommt, Zugabe. Ich sage immer: Für meine Fotogalerie. Aber wer mich kennt weiß, dass ich am Tag X meine besten Sprünge auspacken will», betonte Schlierenzauer.

Er spürt aber auch, dass die Konkurrenz nähergekommen ist. «Die Norweger, die Slowenen, die Deutschen - sie alle können gewinnen», sagte der Österreicher. Für Sven Hannawald ist jedoch klar, dass der 22-Jährige der Schanzen-Star wird. «Außer Frage steht, dass Schlierenzauer mit drei Medaillen nach Hause fahren wird», schrieb Hannawald in seinem Blog bei «Eurosport.Yahoo.de».

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