Mein
27.02.2011  |  von  |  0 Kommentare

Oslo (dpa) Chaos in Oslo: WM-OK räumt Fehler ein

Transport-Chaos, schlechtes Wetter und nun auch noch Doping-Vorwürfe gegen Norwegens «Langlauf-Königin» Marit Björgen: Die ausgelassene Volksfeststimmung bei der nordischen Ski-WM in Oslo ist durch Pleiten, Pech und Pannen getrübt worden.

Die Norwegerin Marit Björgen posiert mit einer ihrer zwei Goldmedaillen.



Die Norwegerin Marit Björgen posiert mit einer ihrer zwei Goldmedaillen.

Björgen setzte in der Doppelverfolgung über 15 Kilometer unter dem Jubel von 40 000 Fans ihre Gold-Festspiele mit dem zweiten Titelgewinn fort, sah sich am Tag danach aber wieder einmal mit dem Dauerthema Doping konfrontiert.

«Ohne das als Dopingmittel verbotene Asthmamittel Symbicort wäre Björgen nie und nimmer die beste Langläuferin der Welt. Das behaupte nicht ich, sondern das sagt Marit Björgen. Ich bereite mich auf der Loipe vor, nicht in der Apotheke», zitierten schwedische Zeitungen die Silbermedaillengewinnerin Justyna Kowalczyk. Die Polin hatte bereits bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver scharfe Kritik daran geübt, dass Björgen eine Ausnahmegenehmigung für die Einnahme des Mittels erhalten hat.

Noch ärgerlicher als die neuerliche Majestätsbeleidigung war für die Fans das Chaos am Samstag, als der Verkehr in Oslo zusammenbrach. Am späten Vormittag warteten mehrere tausend Schaulustige in der Innenstadt auf ihren Transport mit der S-Bahn zum Holmenkollen, wo das Skispringen der Kombinierer bereits begonnen hatte. Im Rundfunksender NRK äußerten sich zahlreiche der Wartenden empört: «Das ist peinlich für uns Norweger!»

«Wir haben uns völlig verkalkuliert, ab wann zusätzliche Züge hätten eingesetzt werden müssen. Die Zuschauer wollten frühzeitig anreisen, früher als wir gedacht haben», entschuldigte sich WM-Sprecherin Nina Horn Hynne. «Wir haben uns mit dem beispiellosen Publikumsinteresse verschätzt», räumte auch ein Sprecher des Bahnbetreibers gegenüber der Nachrichtenagentur NTB ein.

Lediglich für das Wetter konnten die Veranstalter nichts. Im «Nebel des Grauens» behielten Zuschauer und Sportler nur mühsam den Durchblick, ließen sich davon aber nicht beeindrucken. «Die Stimmung war gigantisch, auch wenn man nicht viel gesehen hat», sagte Eric Frenzel. 24 Stunden nach seinem WM-Triumph in der Nordischen Kombination hatte dann auch der Wetter-Gott ein Einsehen mit den WM-Gastgebern: Am Sonntag schien erstmals die Sonne.

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis
Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014