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Kommentar Armstrong ist da, wo er hingehört

25.08.2012
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Lance Armstrong ist nur noch die skrupelloseste jener Figuren, die den Profiradsport an den Rand des Ruins geführt haben. Selbstgerecht hat der Kerl in TV-Shows überführte Dopingsünder beschimpft seine zum Teil unmenschlichen Leistungen auf Willensstärke, Disziplin und hartes Training zurückgeführt. Doch vom Krebskranken, der nicht nur den Tod besiegte, sondern auch gleich noch zum größten Radfahrer aller Zeiten aufstieg, bleibt de facto nichts weiter als ein pharmazeutischer Erfolg. Natürlich hat Armstrong kein Dopinggeständnis abgelegt, natürlich versucht er sich, weniger verzweifelt denn wütend, als Opfer einer Hetzjagd darzustellen. In Wirklichkeit aber war die Kapitulation, die Akzeptanz von Dopinganklage und der daraus resultierenden Sperre, der einzige Weg, einem Gerichtsverfahren zu entgehen. Zu erdrückend waren die Beweise und die Zeugen, die die Amerikanische Antidoping-Agentur aufbieten konnte. Niemals hätte Armstrong aufgegeben, wenn er auch nur die kleinste Chance gesehen hätte, seine Scheinwelt aufrechtzuerhalten.

Der gestrige Freitag war ein guter Tag. Einer, der auch etwas von Gerechtigkeit hat. Und genau deshalb sollte niemand auf die Idee kommen, nach einer eventuellen Annullierung von Armstrongs Tour-de-France-Erfolgen neue Sieger küren zu wollen.

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