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Indian Wells (dpa) Tennis-Helden helfen Haiti: Graf spielt Doppel

13.03.2010
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Die ganz Großen halfen, als die Ärmsten Hilfe bitter nötig hatten. Mit einer einzigartigen Show haben acht aktuelle und ehemalige Tennis-Superstars in Indian Wells eine Million Dollar für die Erdbebenopfer in Haiti eingespielt.

«Es ist schön, ein ausverkauftes Stadion zu sehen, wenn es um eine so gute Sache geht. Es hat mir großen Spaß gemacht», sagte Steffi Graf, für die eine Niederlage noch nie so nebensächlich war wie das 6:8 mit Doppelpartnerin Lindsay Davenport gegen das Duo Martina Navratilova/Justine Henin.

«Amerika hat schon viel in Haiti getan. Aber es gibt trotzdem noch genug dort zu tun. Im nächsten Monat beginnt dort die Regensaison, im Mai die Hurrikan-Saison», betonte Andre Agassi. Der Ehemann von Graf spielte mit Rafael Nadal zusammen und unterlag der Kombination Roger Federer/Pete Sampras mit 6:8. Doch die Ergebnisse waren Nebensache. «Das ist etwas ganz Besonderes hier, für alle von uns», meinte Federer bereits vor dem ersten Ballwechsel. «Alles für Haiti», ergänzte ein bestens gelaunter Agassi, der sich als größter Entertainer auf dem Platz erwies.

Alle Tennis-Asse waren mit Mikrofonen ausgestattet, so dass die 16 000 Zuschauer nicht nur jeden Ball- sondern vor allem auch die Wortwechsel genau verfolgen konnten. So erfuhren sie beispielsweise, wie Graf in einer Spielpause Davenport erzählte, dass ihre beiden Kinder begeistert Reiten und Baseball spielen, mit Tennis hingegen «absolut nichts am Hut haben». Und als Graf den Sender ihres Mikrofons verlor und ein Helfer anschließend das kleine Teil mit einem Klebeband an ihrem Rock befestigte, meinte die Deutsche: «Du bekommst Ärger mit Andre.» Agassi fiel vor allem durch seine lange schwarze Hose auf. «Willst du die nicht endlich ausziehen», fragte Federer Mitte des ersten Satzes quer über den Platz. Agassi zog umgehend die Hose hoch, zeigte seine weißen Beine und betonte, dass die «seit sechs Monaten keine Sonne mehr gesehen haben».

Als er anschließend hinzufügte, dass er gar keine Unterwäsche trage, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Ebenso groß war der Jubel, als der Organisator der Veranstaltung, Software-Milliardär Larry Ellison, nach dem letzten Ballwechsel einen Scheck in Höhe von einer Million Dollar an das amerikanische Rote Kreuz übergab. Die Summe setzte sich aus dem Ticketverkauf sowie Spenden zusammen. Um ein weltweites Publikum zu erreichen, wurden beide Doppel unter anderem kostenlos im Internet übertragen. «Wir hoffen, dass wir heute Abend alle dafür sorgen konnten, dass es den Menschen in Haiti bald ein bisschen besser geht», meinte Nadal.

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